verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

marcelll
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verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » Sa 1. Dez 2018, 22:38

Hallo liebe Leute,

ich leide seit 25 jahren an Morbus Crohn, habe diverse OP´s hinter mir, bin 6 jahre mit Stoma rumgelaufen und wurde 3 jahre über Katheter ernährt. Das liegt jetzt alles etwas zurück, aber die Schmerzen, neben anderen Problemen, sind immer noch da.

Jetzt habe ich mit meinem Arzt einen Antrag auf Kostenübernahme für Bedrocan Blüten gestellt.
Das ganze zieht sich mittlerweile seit Mitte Juli, ständig wurden neue Unterlagen gefordert und Fristen aufgeschoben. Jetzt kam dann letzte Woche die Ablehnung und nach etwas Recherche bin ich auf dieses Forum gestossen.

Laut meinem Antrag möchten wir es zur Entzündungshemmung, Schmerzlinderung und Appetitsteigerung (BMI >18) nutzen. An "standard" Medikation spritze ich seit 8 Jahren 2-4 x im Monat Humira . Gegen die Schmerzen momentan Tilidin (wenn ich mich nicht irgendwie selber versorge), wovon ich aber starke Schlafstörungen (neben anderen Problemen) bekomme und wieder Zopiclon nehmen muß.

Im Ablehnungs Schreiben, wird klar geschrieben "Es handelt sich um eine Schwerwiegende Erkrankung"

Dann empiehlt der Gutachter, es doch mit Cortison zu probieren und die Schmerztherpaie könne man nach WHO-Stufenschema eskalieren. Ich frage mich nur wohin ? Fentanyl oder Morphin ? Ausserdem möchte ich nicht mein Leben lang Cortison naschen, habe ich schon mehr als genug von gehabt in 25 Jahren.

Dann schreibt, dass er Bedrocan zur Inhalation bei meinen Beschwerden nicht befürworten kann.
Sondern dass stattdessen ggf. die Verodnung von Dronabinol zu erwägen wäre. HÄH?
Also, heisst das, THC ist nicht ok in ihrem Fall, aber versuchen sie mal THC ?

Ich werde selbstverständlich Widerspruch einlegen und bin dann nächste Woche auch bei meinem Arzt, um einen Antrag auf das empfohlene, wesentlich teurere Dronabinol zu stellen.

Meine Frage ist eigentlich, ob eine Ablehnung in dieser Art und Weise überhaupt rechtens ist ?
bzw. Warum diese Gutachter meint das Dronabinol hilft, Bedrocan aber nicht ?
Sollte ich mir direkt einen Anwalt suchen, oder erstmal alleine/mit meinem Arzt Widerspruch einlegen?

Grüße aus dem Norden

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BUMMBUMM
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von BUMMBUMM » So 2. Dez 2018, 13:00

also erst mal juli bis dezember, soviele fristverlängerungen sind nicht zu haltbar zu argumentieren, ausser dein arzt hat richtig scheisse beim antrag gebaut und danach die mitarbeit eingestellt.

zu dem mdk heini, wenn du keine lungenprobleme hast, gibts keinen nicht pharma-lobby grund warum dronabinol>bedrocan...
der mdk hat ausserdem nicht zu spekulieren was denn ne tolle therapie bei dir wäre, die sollen nur überprüfen ob die von deinem arzt vorgeschlagene cannabis therapierung vertretbar is. Sowas kommt wohl dabei raus wenn man denen soviel zeit fürs gutachten lässt ^^

widerspruch ohne zustäzliche fakten bringt eher nix, anderen antrag stellen immer gut, alles mit anwalt kost geld und nerven aber ich sach mal zustandegekommene genehmigungsfiktion ist nicht sonderlich abwegig bei dir(geht aber nur ohne widerspruch, weil der den verwaltungsakt als fristkonform abgeschlossen tituliert oder irgendwie sowas)
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marcelll
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » So 2. Dez 2018, 14:53

Hi, danke erstmal für die Antwort.

Ja, tatsächlich wurde der Antrag in Arzt üblicher "Handschrift" ausgefüllt.
Wurde dann, sage und schreibe, auch ca. 4 Wochen (ok, es waren nur 2 :D)später erkannt und Bemängelt. Ausserdem wurden diverse andere Angaben angefordert.
Da ich auch grad im Widerspruch mit der Rentenkasse war (bekomme seit 7 Jahren eine EU-Rente und habe einen GDB von 50, nur so nebenbei),
rief ich bei der Kasse an und fragte ob es OK ist wenn ich ein Schreiben meines Arztes (was ursprünglich für die Rentenkasse war, aber alles angeforderte beinhaltet), mit dem neuen leserlichem (war genauso unleserlich) Antrag einschicken kann.
Aussage war, ja, das ist doch super wenn es aktuell ist, dann reicht das so.Bild

Gesagt, getan, dann ging das Drama richtig los.
Auf einmal wird dann gefragt, was gegen meine Stuhlgänge etc unternommen wurde, was nie als Behandlungsziel angegeben war.
Ausserdem, was noch keinem vorher (nichtmal mir) auffiel, fehlt in der Kopfzeile des Schreibens die komplette Jahreszahl (04.07.201?), was ich als Mangel natürlich irgendwie nachvollziehen kann, allerdings wird in dem Schreiben auf durchgeführte Untersuchungen im Dezember 2017 verwiesen. Aber evtl mutet man dem Gutachter damit auch Zuviel zu, ich weiss es nicht.
Wieder wurden neue Unterlagen angefordert, ich fühle mich natürlich so langsam verscheissert und fordere bei der Kasse eine Schweigepflichtsentbindung an, damit die sich die benötigten Unterlagen doch selber anfordern können. Soweit so gut.

Am 21.9 habe ich die Schweigepflichtsentbindung direkt in der Filiale unterschrieben. Am 30.10 hat der Mdk dann angeblich alle benötigten Unterlagen erhalten und am 16.11 kam dann die Ablehnung, mit Begründungen, bei denen ich mir nur an den Kopf klatschen kann (dem Schreiben sei keine Empfehlung für Cannabis zu entnehmen.....aber der Antrag ist ja unmissverständlich für Cannabis) und obendrein haben scheinbar immer noch Unterlagen gefehlt, trotz Schweigepflichtentbindung. Denn der Gutachter schreibt am Ende, dass im Falle eines Widerspruchs, weitere Unterlagen benötigt werden.

Da fragt man sich echt was da für Leute beim MDK sitzen...naja, eigentlich kann ich sie mir schon ganz gut vorstellen ;)


Grüße

ps.: Würde ja ein paar Bilder anhängen, aber keine Ahnung wie das geht
Zuletzt geändert von marcelll am So 2. Dez 2018, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Martin Mainz
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von Martin Mainz » So 2. Dez 2018, 16:45

In einem neuen Beitrag kann man unter auf den Reiter "Dateianhänge" klicken und dann beliebig viele Dateien von der Festplatte hochladen. Bitte achte darauf, daß alle persönlichen Daten zuvor unkenntlich gemacht wurden. Zur Not Zettel drüberlegen und abfotografieren.

Ich werden diesen Thread später in den Ablehnungs-Thread integrieren:
https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... &start=120
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marcelll
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » So 2. Dez 2018, 17:12

Super

Habe mal alles dem Datum nach angehängt
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von BUMMBUMM » So 2. Dez 2018, 19:19

nicht chronologisch geordnet und briefe ohne datum, nicht hilfreich aber der rote faden aus den schriftstücken und deinen aussagen ist zu erkennen.
Meiner meinung handelt es sich hier um einen fail-antrag, erst mal sollte man das selber machen und nicht den arzt machen lassen, dann ist das professioneller, und wenn der arzt auf mitarbeit besteht ihn dann zumindest nicht das ding handschriftlich ausfüllen lassen -.-

bevor ich nen anwalt sich die finger an so einem verkorksten fall verbrennen lasse, würde ich erst versuchen nen vernüftigen antrag zu stellen, das ist auch mit weniger nerven- und kostenaufwand verbunden.

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » So 2. Dez 2018, 20:07

Tja, hätte ich das Forum hier früher gefunden, wäre ich schlauer gewesen.
Fotos sind genau verkehrt rum angekommen.
Werde dann einfach nen neuen Antrag auf Dronabinol selber stellen bzw. schreiben und trotzdem pauschal nen Widerspruch einlegen.
Denn egal wie hart der Antrag ansich evtl gefailed hat, sind die Aussagen des Gutachters auch nicht höchster Güte, wie du selber sagst, gibt es keinen wirklichen Grund wieso Dronabinol > Bedrocan.
Bin mal gespannt wie sie den Antrag auf Dronabinol dann ablehnen wollen.

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von BUMMBUMM » So 2. Dez 2018, 20:28

aber wenn du nicht widersprichst, kannste auch gleich wieder n neuen antrag auf blüten stellen...

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Gunter_H
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von Gunter_H » So 2. Dez 2018, 22:44

Denke auch...
Gut ausgearbeiteten neuen Antrag der auf Blüten abhebt wäre sicher der beste Weg.

Gut wäre - ohne Widerspruch - von "Null" nochmal anzufangen und nicht mit Unterlagen für andere Erfordernisse noch dazu handschriftlich zu starten.
Wichtig ist: Warum ist der "Schulmedizinsche Weg für Dich nicht gangbar" Das Zauberwort heißt sicher Unverträglichkeiten und / oder Nebenwirkungen.
Vernünftige Atteste eines Facharztes können hier sicher gut weiterhelfen.

Wann wurde was mit welchen Ergebnis getan. Welche Ärzte wurden wann - mit welchen Ergebnissen besucht usw
Suche Studien zu "Morbus Chrom" raus die bei Cannabis Hoffnung geben...

Sicher findest Du Anregungen Hier:

https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... 456#p45336

bzw. hier:

https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... 247#p52068
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » Mo 3. Dez 2018, 10:06

Moin Moin,
Danke für die Tips, ich dachte man müsse in Widerspruch gehen, mir war nicht klar das ich dann einfach nen neuen Antrag schicken kann ?
Wird der nicht sowieso pauschal abgelehnt ? bzw. würde wieder genauso laufen ? Versuch macht klug, was ? ;)
Am 7.12 habe ich einen Termin bei meinem Arzt, werde dann bis dahin den Antrag soweit selber ausfüllen. Müssen denn zwingend, Sorten und Darreichungsform angegeben werden, oder kann man es auch so schreiben "Die optimalen Darreichungsformen und die Dosierung müssen im Laufe der Therapie ermittelt  werden, sodass hierzu bisher keine Angaben möglich sind." (in den weiten des Internets gefunden) bzw. gleich alle Sorten/Formen in den Antrag aufnehmen ?
Oder macht das gar keinen Sinn ? Ich halte euch über mein Vorgehen auf dem laufenden.

Grüße 

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Re: GKV Ablehnung oder Fristversäumung (Genehmigungsfiktion)

Beitrag von marcelll » Di 4. Dez 2018, 13:46

Mal angenommen, in meinem Antrag sind 2 Ärzte involviert, nach monatelangem hin und her unterschreibe ich eine Schweigepflichtsentbindung, FÜR ALLE meine behandelnden Ärzte. Die GKV fordert aber nur von einem Arzt Unterlagen an, wobei die für den Fall in Frage gestellten Unterlagen, von dem anderen Arzt stammen. Es wurde in dem Schreiben an den einen Arzt auch kein Datum genannt, bis zu welchem die Unterlagen benötigt werden, um Fristgerecht zu entscheiden.
So wie ich das sehe, wäre die GKV in der Pflicht gewesen, sich die benötigten Unterlagen zu besorgen, denn ich habe ja, in dem Moment, in dem ich meine Ärzte von der Schweigepflicht entbunden habe, meine Mitwirkungspflicht sozusagen abgegeben. Beide Ärzte sind der GKV bekannt und werden in den ganzen Schreiben auch namentlich erwähnt. Wieso fordern die also nur von einem Unterlagen an?
Die GKV lehnt meinen Antrag nun ab und der MDK bemängelt immer noch die gleichen fehlenden Unterlagen wie vorher. Reicht das aus für eine Genehmigungsfiktion ?
In meinem Hauptthread dazu wurde mir schon empfohlen einfach einen neuen Antrag zu stellen, möchte jetzt nur keinen Fehler machen, da es für mich, als Laien, wie ein GKV Eigentor aussieht ?

Grüße

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von BUMMBUMM » Di 4. Dez 2018, 17:20

vergiss das mal, nur weil du das mit der papierbeschaffung auf die KK abgewälzt hast, wäre eine unbegrenzte fristverlängerung zu rechtfertigen.
und nur weil die kk das macht, heisst es nicht das es gut gemacht wird, wie du ja mittlerweile festgestellt hast.
Wiederholung: willst es gut, mach es selber.
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Gunter_H
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von Gunter_H » Di 4. Dez 2018, 17:22

marcelll hat geschrieben:
Mo 3. Dez 2018, 10:06
Moin Moin,
Danke für die Tips, ich dachte man müsse in Widerspruch gehen, mir war nicht klar das ich dann einfach nen neuen Antrag schicken kann ?
Nur nochmal zur Klarstellung ein "neuer Antrag" heißt nicht ich schreibe den bisherigen Antrag nur nochmal....ab
Nein, der neue Antrag muss sich schon vom alten so unterscheiden, dass auch wirklich von einem neuen Antrag gesprochen werden kann.

z.B.
a) veränderte Darreichungsform: z.b. neu Blüten bisher Dronabinol
b) anderer Schwerpunkt in der Krankheiten z.b. bisher nur ADHS jetzt mindestens zusätzlich Diagnose Schmerzen oder/oder
c) neue Atteste in der Deine Situation noch klarer dargestellt wird.

Ein bisschen Mühe und Fantasie sollte schon schon sein....
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » Di 4. Dez 2018, 18:14

Ich habe hier mal den Arztbrief angehängt, um den das ganze Drama geht. Klar, oben fehlt die Jahreszahl, aber im Bericht wird ja ganz klar auf MRT in 12/17 hingewiesen. Dieses Schreiben war eigentlich für die Rentenkasse, aber nach Rücksprache mit der AOK, da es meine momentane Situation schildert habe ich es mit eingereicht. Schreiben vom 04.07, Antrag vom 30.7...Also viel aktueller wird es nicht werden, da es bei dem Arzt auch nur alle 2-3 Monate mal nen Termin gibt.
Es wird ja jetzt seit über 2 Monaten auf diesem Schreiben rumgeritten....Wie klar brauchen die meine Situation denn noch geschildert ? bzw, wenn es seit 2 Monaten eigentlich nur noch um dieses Schreiben geht, wieso fordern die nicht benötigte Auskünfte beim zuständigen Arzt an ? Ist mir halt einfach unbegreiflich
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von Gunter_H » Mi 5. Dez 2018, 09:58

Leider kannst Du von der Kasse keine Einsicht oder Hilfe erwarten.
Du musst Dir vermutlich jemanden suchen, der Dich unterstützen kann
und Deinen Antrag im Sinne des "Cannabisgesetzes" auf den Punkt bringt.
Drücke Dir ganz fest die Daumen!!!
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » Do 6. Dez 2018, 11:41

Vielen Dank für die Antworten bisher.
Ich werde dann jetzt wohl einen neuen Antrag stellen.
Die frage wäre nur, kann ich in dem Fall auch einen Eilantrag auf einstweilige Anordnung stellen, oder muß ich mich dafür im Widerspruchsverfahren befinden ?

Grüße

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von Gunter_H » Do 6. Dez 2018, 14:55

So wie ich das verstanden habe, musst Du schon einen Bescheid haben bevor
Du einen Eilantrag oder eine einstweilige Anordnung erwirken kannst.

Wenn Du einen neuen Antrag stellt ist der Bescheid zum ersten Antrag erst mal wirksam.
Bei Deinem neuen Antrag musst Du dann bis zum Bescheid warten....
Ggf. hast Du ja Glück und Du kommst in den Genuss einer Genehmigungsfiktion :-)
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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von xator » Sa 8. Dez 2018, 11:57

Bei deinem Krankheitsverlauf kann man eigentlich nur sagen, das du das mit dem Antrag verbockt hast. Hättest den Antrag ordentlich gemacht wäre der auch genehmigt worden.

Zum Thema Kortison, dann nehm es halt 2 Tage und such dir ein paar Nebenwirkungen aus den Beipackzettel, Ernährungsberatung ist auch schnell gemacht, da gibt doch auch Kliniken die das alle in so einem 2 Wochen Kurs abarbeiten, dann hast alles.

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von marcelll » Sa 8. Dez 2018, 13:23

Hi, 3 Seiten langer Widerspruch ist geschrieben, geht Montag raus, bzw. ich werde persönlich aufschlagen. Erstmal, Freundlicherweise, mündlich, auf die eigentlich eingetretene Genehmigungsfiktion hinweisen. Habe mit einem befreundeten ex Richter (i.R.) telefoniert, der ganz klar sagte das die Ablehnung so nicht Rechtskräftig sei, da sich, durch den MDK bekannt gegebene, für den Entscheid wichtige Unterlagen, nach meiner Schweigepflichtentbindung nicht eingeholt wurden. Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass im Grunde die gleichen Unterlagen wie bei der vorherigen Prüfung fehlen, was nicht mehr in meiner Mitwirkungspflicht lag.

Da mir die Mitarbeiterin der GKV mitteilte, dass Dronabinol wegen der besseren Dosierungsmöglichkeit empfohlen wird, liegt neuer Antrag, auf mehrere verschiedene Cannabis Produkte, der gesondert eingereicht wird vor. Wenn ich variable THC/CBD gehalte beantrage, bin ich mal gespannt wie sie es wegen irgendwelchen Dosierungsgründen ablehnen wollen. Abgesehen davon wollen wir uns ja auch die Therapeutischen Effekte vom CBD zu Gunsten machen, die in Dronabinol nicht vorhanden sind. Für den Folgeantrag insgesamt ca. 800 Seiten KH/OP Berichte eingeholt. Ich weiss schon wer sich freut.

Nach einer Not-OP (post-operativer Bruch an Darmnaht..) wurden mir große Teile des Dünndarms entfernt, wodurch die Aufnahme einfach stark eingeschränkt wird. Mir wurde zu der Zeit sogar ein Port implantiert zur Ernährung, weil nicht klar war, in wie weit ich/mein Darm das noch selber hinbekomme. Der infizierte sich irgendwann und wurde entnommen. Ich kann soviel essen wie ich will und halte grad mal so mein Gewicht. Nach 25 Jahren mit der Krankheit habe ich sehr wohl gelernt mich meinem Gesundheitszustand entsprechend zu ernähren. Ich benötige keine Ernährungsberatung, mehr Appetit wäre super....

Ich halte euch auf dem laufenden
Grüße

ps.: Ablehnungsbescheid liegt ja vor, weder mein Arzt, noch ich, werden den in dieser Form akzeptieren, s.o.

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Re: verständnis frage zur ablehnung durch den mdk

Beitrag von xator » Sa 8. Dez 2018, 15:28

Nach 25 Jahren mit der Krankheit habe ich sehr wohl gelernt mich meinem Gesundheitszustand entsprechend zu ernähren. Ich benötige keine Ernährungsberatung, mehr Appetit wäre super....
Und ich habe nach 25 Jahren Krankheit gelernt, dass man mit dieser Einstellung als Querulant und Therapieunwillig angesehen wird. Mach den Mist einfach, ich kann dich verstehen, hab das auch immer so gemacht, bringt aber nur Nachteile.

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