Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Antworten
cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » Do 27. Jun 2019, 18:27

Guten Tag,

vorab: Da mein Arzt von der Verschreibung von Cannabis kaum Ahnung hat (hat nur für Palliativpatienten zweimal Sativex verschrieben), muss ich einen großen Teil der Arbeit übernehmen und mich einlesen. Mache ich natürlich gerne weil ich am Ende davon profitiere. Er unterstützt mich bei meinem Vorhaben und sieht eindeutig Potenzial. Den Antrag habe ich nach der aktuellen Vorlage von Arbeitsgemeinschaft-Cannabis-Medizin erstellt. Alles ausgefüllt, meinen Schwerbehindertenausweis (GdB 60), eine Studie zu Cannabis und Autismus sowie die Diagnosebescheinigung Asperger-Syndrom mitgeschickt.

Ich gehe davon aus, dass der erste Antrag ohnehin abgelehnt wird und plane bereits den zweiten.
Nun habe ich aber vom MDK ein Schreiben bekommen mit dem Sozialmedizinischem Ergebnis "Rückgabe für weitere Ermittlungen durch Kasse". Weiter oben steht, bei Wiedervorlage soll ich einen fachpsychatrischen Befundbericht schicken (was ist das?). Bedeutet das, das war es mit dem ersten Antrag und ich muss bereits einen zweiten schicken oder muss ich nur nachreichen?

Das nimmt alles wieder enorm Zeit in Anspruch. Es hat schon Monate gedauert einen Arzt zu finden... mit Cannabis geht mein Autismus bzw die Symptome auf etwa 30%! Ich bin dann fähig überhaupt irgendwas zu fühlen, sogar Mitgefühl, kann Smalltalk halten. Kein Ohrenrauschen durch Stress mehr, kein Krankschreibenlassen durch Stress oder Vermeidung von sozialen Aktivitäten. Das ist zur Zeit nicht möglich und schwer erträglich wenn man mal erfahren hat, dass es doch anders geht.

Gibt es eine Möglichkeit, dass mir der Arzt für 1-2 Monate ein Privatrezept von z.B. 15g (5g Penelope und 10g Bedrobinol) pro Monat ausstellt während das Verfahren läuft? Wenn ja, wie genau muss so ein Rezept aussehen? Ich muss dem Arzt das alles exakt vorgeben, er wusste vor meiner Aufklärung vor einigen Wochen auch nicht, dass man auch Blüten als Medizin beziehen kann.

Durch die zwei Monate "Erfahrung" mit der Medizin hätte ich auch ein zusätzliches Argument dafür, dass es mir so gut hilft, für den zweiten Antrag.

Vielen Dank für jede Hilfe.

mad
Beiträge: 304
Registriert: Di 10. Apr 2018, 13:55

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von mad » Do 27. Jun 2019, 21:22

Privatrezept kann man immer bekommen, auch als Kassenpatient. Das geht also. Pro Sorte brauchst Du ein Rezept (weil der Platz sonst nicht reicht). Beispiel:

10g Cannabisblüten Bedrobinol unzerkleinert
10x100mg/Tag verdampfen+inhalieren

Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 2808
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von Martin Mainz » Fr 28. Jun 2019, 06:16

Hast Du schon mal hier zum Thema gelesen? https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7701
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » Fr 28. Jun 2019, 06:29

mad hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 21:22
10g Cannabisblüten Bedrobinol unzerkleinert
10x100mg/Tag verdampfen+inhalieren
Danke, ich versuche mich mal später an ein Beispielrezept. Ich habe auch einen Apotheker bei mir in der Stadt gefunden, der Cannabisblüten bestellen kann. Wie sieht das aus, gehe ich zum Apotheker und schlicht frage ob er für mich X und Y bestellen kann, Rezept werde ich vorbeibringen sobald angekommen und ich es in der Hand habe (Rezept soll ja 1 Monat wirksam sein)

Exakt so sollte das Rezept aussehen? Würde ich dem Arzt zeigen. Also mit Vermerkt "Privat", "geprüft" angekreuzt usw: https://video-images.vice.com/_uncatego ... ezept.jpeg

Gilt es für den Arzt noch etwas weiteres zu tun? Ich möchte nicht, dass er Probleme mit der Krankenkasse bekommt oder von anderer Stelle (auch wenn die Kasse selbst nichts damit zu tun haben sollte)
Martin Mainz hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 06:16
Hast Du schon mal hier zum Thema gelesen? https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7701
Ja ich habe in den letzten Wochen fast jede Seite hier im Forum dazu gelesen :) Manchmal vermute ich in meinem Fall aber, dass dies oder jenes eventuell nicht greift da bei mir noch der spezieller Fall X ist usw.

Jahkob
Beiträge: 73
Registriert: Mi 30. Aug 2017, 19:20

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von Jahkob » Fr 28. Jun 2019, 14:15

cannaness hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 06:29
mad hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 21:22
10g Cannabisblüten Bedrobinol unzerkleinert
10x100mg/Tag verdampfen+inhalieren
Danke, ich versuche mich mal später an ein Beispielrezept. Ich habe auch einen Apotheker bei mir in der Stadt gefunden, der Cannabisblüten bestellen kann. Wie sieht das aus, gehe ich zum Apotheker und schlicht frage ob er für mich X und Y bestellen kann, Rezept werde ich vorbeibringen sobald angekommen und ich es in der Hand habe (Rezept soll ja 1 Monat wirksam sein)
Ein BTM-Rezept ist meines Wissens nach nur 7 Tage gültig. In diesen 7 Tagen musst du es in einer Apotheke abgeben. Sobald es in der Apotheke ist gilt diese 7 Tage Frist nicht mehr. Wie lange diese dann genau ist kann dir sicher jemand hier im Forum sagen ;-)

mad
Beiträge: 304
Registriert: Di 10. Apr 2018, 13:55

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von mad » Fr 28. Jun 2019, 23:10

Ich glaube, die Frist ist Ewig, habe ein Rezept seit Januar in Werl liegen. Allerdings muss es innerhalb einer Woche nach Ausstellung in der Apotheke sein!

Such Dir eine Online-Apotheke, die haben online den Warenbestand von Cannabis oft gelistet. Dann solltest Du eine Verfügbare Sorte aussuchen und Dir damit ein Rezept geben lassen. Das dann einschicken, Geld überweisen und Du hast innerhalb einer Woche das Cannabis. Örtliche Apotheken haben häufig nichts vorrätig und können auch nichts mehr bestellen.

Es gibt eine Höchstgrenze von 100g Cannabis im Monat (Ausnahmen möglich). Du kannst Dir also auch ein Rezept mit Deiner Medizin für 3 oder 4 Monate geben lassen. Aber halt nicht mehr als 100g auf dem Rezept. Nach Absprache mit meinem Arzt habe ich aufgrund der Lieferengpässe für 120 Tage Cannabis vorrätig und für weitere 80 Tage liegen die Rezepte in Werl.

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » Sa 29. Jun 2019, 12:27

mad hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 23:10
Ich glaube, die Frist ist Ewig, habe ein Rezept seit Januar in Werl liegen. Allerdings muss es innerhalb einer Woche nach Ausstellung in der Apotheke sein!

Such Dir eine Online-Apotheke, die haben online den Warenbestand von Cannabis oft gelistet. Dann solltest Du eine Verfügbare Sorte aussuchen und Dir damit ein Rezept geben lassen. Das dann einschicken, Geld überweisen und Du hast innerhalb einer Woche das Cannabis. Örtliche Apotheken haben häufig nichts vorrätig und können auch nichts mehr bestellen.

Es gibt eine Höchstgrenze von 100g Cannabis im Monat (Ausnahmen möglich). Du kannst Dir also auch ein Rezept mit Deiner Medizin für 3 oder 4 Monate geben lassen. Aber halt nicht mehr als 100g auf dem Rezept. Nach Absprache mit meinem Arzt habe ich aufgrund der Lieferengpässe für 120 Tage Cannabis vorrätig und für weitere 80 Tage liegen die Rezepte in Werl.
Danke, hört sich gut an. Weißt du ob der Arzt bis auf das Rezept noch ausfüllen muss und an wen? Nicht, dass er amtiliche Post bekommt mit Strafandrohungen usw. Von wem bekomme ich die Ausnahmeerlaubnis, von der Apotheke? Danke :)

mad
Beiträge: 304
Registriert: Di 10. Apr 2018, 13:55

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von mad » Sa 29. Jun 2019, 12:44

Er muss ja ein Btm-Rezept ausstellen. Wenn er hierzu die Berechtigung hat, dann kennt er auch die Meldewege. Ein Cannabis-Btm-Rezept macht keinen anderen Aufwand als jedes andere Btm-Rezept. Bei Privatrezepten muss er auch keinen Antrag irgendwo einreichen oder an Begleiterhebungen teilnehmen. Einfach die 2-3 Zeilen aufs Btm-Rezept drucken, den Rest dort wie üblich ausfüllen und die üblichen Eintragungen vornehmen. Mehr ist es nicht.

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » So 30. Jun 2019, 10:05

Wie mache ich das mit der Mengenangabe der zwei Rezepte am Tag?

Wenn ich

Code: Alles auswählen

10g Cannabisblüten (Sorte X) unzerkleinert
3x100mg/Tag verdampfen+inhalieren

5g Cannabisblüten (Sorte Y) unzerkleinert
2x100mg/Tag verdampfen+inhalieren
angebe, habe ich bei der ersten Sorte im Monat 9g raus und bei der zweiten Sorte 6g. Ergibt zusammen korrekte 15g. Dann haut das aber im Einzelfall aber nicht hin, z.B. die 9g bei Sorte 1 wenn ich alle Konsumeinheiten zusammenrechne. Die 1g werden ja ohnehin nicht über bleiben da man ja nie exakt miligrammgenau abwiegt usw. Oder kommt es auf das Detail nicht an? Oder muss ich stets "etwa" vor der Menge hängen?

mad
Beiträge: 304
Registriert: Di 10. Apr 2018, 13:55

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von mad » So 30. Jun 2019, 11:07

Du solltest das aufs Rezept schreiben, was Du verdampfen sollst. Ob das jetzt 6 oder 5g im Monat sind, spielt ja keine Rolle. Wird eh schwer werden, immer diese zwei Sorten zu bekommen, aufgrund der massiven Lieferengpässe. Der Arzt kann die ja auch auf beiden Rezepten 20g aufschreiben für mehrere Monate. Du solltest halt für Dich austesten, welche Menge Du brauchst, wie oft Du verdampfen musst und welche Sorten für welchen Zeitpunkt geeignet sind. Das ist in der Anfangsphase viel Experimentieren. Und irgendwann bist Du super eingestellt. Dieses Verhalten schreibt Ihr dann auf das Rezept. Die Menge rechnet ihr dann doch auf einen Monat. Und dann empfehle ich, einen Puffer von ca. 3 Monate zu Hause zu lagern und wenn die 3 Monatsgrenze erreicht ist, neu zu bestellen.

Für den Anfang würde ich die zwei Rezepte wir von Dir geschrieben erstellen lassen. „Etwa” muss nicht drauf stehen. Vielleicht ist es sinnvoll, bei dem einen statt „Tag” „zur Nacht” zu schreiben. Dann ist klarer, dass Du beide Rezepte parallel benötigst.

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » So 30. Jun 2019, 11:22

mad hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:07
Du solltest das aufs Rezept schreiben, was Du verdampfen sollst. Ob das jetzt 6 oder 5g im Monat sind, spielt ja keine Rolle. Wird eh schwer werden, immer diese zwei Sorten zu bekommen, aufgrund der massiven Lieferengpässe. Der Arzt kann die ja auch auf beiden Rezepten 20g aufschreiben für mehrere Monate. Du solltest halt für Dich austesten, welche Menge Du brauchst, wie oft Du verdampfen musst und welche Sorten für welchen Zeitpunkt geeignet sind. Das ist in der Anfangsphase viel Experimentieren. Und irgendwann bist Du super eingestellt. Dieses Verhalten schreibt Ihr dann auf das Rezept. Die Menge rechnet ihr dann doch auf einen Monat. Und dann empfehle ich, einen Puffer von ca. 3 Monate zu Hause zu lagern und wenn die 3 Monatsgrenze erreicht ist, neu zu bestellen.

Für den Anfang würde ich die zwei Rezepte wir von Dir geschrieben erstellen lassen. „Etwa” muss nicht drauf stehen. Vielleicht ist es sinnvoll, bei dem einen statt „Tag” „zur Nacht” zu schreiben. Dann ist klarer, dass Du beide Rezepte parallel benötigst.
Ja verstehe was du meinst. Das mit den mehreren Monaten macht auch Sinn. Mal sehen was Pedanios 8/8 und Bedrobinol kosten werden (zwischen 20-25€), das wird ordentlich weh tun. Die sind zumindest zur Zeit verfügbar.

mad
Beiträge: 304
Registriert: Di 10. Apr 2018, 13:55

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von mad » So 30. Jun 2019, 11:31

Versuch es mal mit der Walburga-Apotheke in Werl, dann schmerzt es nicht so extrem im Geldbeutel. Allerdings kannst Du keinen guten Service dort erwarten.

crappy
Beiträge: 309
Registriert: Fr 19. Sep 2014, 03:00

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von crappy » So 30. Jun 2019, 13:18

Da kann ich das Gegenteil berichten. Die Mitarbeiter der Walburga-Apotheke sind alle sehr nett und der Service ist 1A.

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » So 30. Jun 2019, 13:25

crappy hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 13:18
Da kann ich das Gegenteil berichten. Die Mitarbeiter der Walburga-Apotheke sind alle sehr nett und der Service ist 1A.
Bei der Apotheke ist mir im Gegensatz von z.B. der Cannabis-Apotheke (die sehr gut aufgebaut ist aber die typischen Preise hat (19-25€) nicht ganz klar wie die Abläufe sind. Rezept, Bezahlen, Vorkasse oder X-Tage Frist. Die Sortenverfügbarkeit ist leider auf passwortgesichert. Habe keinen Einblick.

crappy
Beiträge: 309
Registriert: Fr 19. Sep 2014, 03:00

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von crappy » So 30. Jun 2019, 13:39

Man geht mit dem BTM-Rezept in die Apotheke und kriegt gegen Bezahlung das Cannabis welches lieferbar ist. Lieferbare Sorten kann man hier einsehen: https://www.walburga-apotheke-werl.de/a ... /cannabis/

Bevor man ein Rezept vom Arzt einholt, sollte man natürlich prüfen welche Sorten überhaupt lieferbar sind.


Per Post gehts natürlich auch:

- Rezept holen und innerhalb 7 Tagen an die Apotheke schicken
- Geld überweisen und eine email schicken (Name/Bestellung/Adresse)
- auf das DHL Paket warten

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » Mi 3. Jul 2019, 12:14

Privatrezept bekomme ich nicht da er rechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden möchte. Und ja ich weiß, alle Ärzte bis auf Zahnärzte dürfen verschreiben. Ich versuche bald einen Neurologen aufzusuchen und versuche es da. Hat ja überhaupt nicht unzählige Monate gedauert eine Arzt zu finden, der Cannabis zumindest positiv gesinnt ist, neeeein. Mal schauen wie viele es nun noch werden.
Langsam fehlt mir wirklich die Kraft. Haben die Krankenkassen und MDK's super hinbekommen es so schwierig wie möglich zu machen.

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » Fr 16. Aug 2019, 11:15

Ich möchte mal kurz ein Update geben. Es ist viel passiert oder auch: Es ist gar nichts passiert.

Wie erwartet wurde die Kostenübernahme verhindert da ich die Auflistung meiner Stationen im Leben (eine Art Gutachten, Begriff ist mir grad entfallen) nachreichen solle. Mein Arzt hat daher einen Neurologen vorgeschlagen da nur dieser dies machen könne. Nach einer Woche kam bereits die Ablehnung des Antrags da ich nicht nachgereicht hätte. WIE sollte ich das so schnell nachreichen können?? Für den zweiten Antrag den ich geplant hatte fragte ich dann nach 2 Wochen beim Neurologen nach wie weit der Stand seines Schreibens war da er mir im Gespräch Unterstützung zugesichert hatte. Beim Anruf erfuhr ich, dass er auf einmal nicht wisse was die Krankenkasse überhaupt möchte und daher sehe er für sich selbst nichts was er tun könne.

Da ich mittlerweile erfahren habe (https://hanfverband.de/nachrichten/news ... o-news-213), dass es ein neues Urteil gibt welches die Arztentscheidung wieder höher gewichtigt, fragte ich den Arzt ob wir den alten Antrag etwas umformuliert und mit Hinweis auf das Urteil erneut einreichen könnten. Dies verneinte er, hätte angeblich keine Aussicht auf Erfolg. Er sieht das Vorhaben als gescheitert an und rät mir zum Schwarzmarkt.

Damit will ich mich nicht abfinden lassen. Cannabis hilft mir in jeder Lebenslage und versetzt meine Autismus-Symptome auf ein Minimum! Was kann ich tun?

Mein Kampf geht schon seit einem Jahr und ich finde keinen Arzt der keine Angst vor einem Privatrezept hat. Ich will ja nicht zwingend eine Kostenübernahme, ich würde die Medizin auch selbst bezahlen!

cannaness
Beiträge: 44
Registriert: Mo 17. Dez 2018, 14:42

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von cannaness » So 25. Aug 2019, 17:16

Da ich jetzt den zweiten Antrag vorbereite möchte ich wissen:

"Darf" ich meine positiven Erfahrungen mit Cannabis aus der Vegangenheit (2018) erwähnen oder führt das zu irgendwelchen Konsequenzen oder kann zum Nachteil ausgelegt werden? Wie ist das?

Zumal ich nach einer zweiten Absage vor Gericht ziehen werde. Da wird das Gericht von meinen (positiven) Erfahrungen eben auch erfahren.

Viele Grüße,
cannaness

Benutzeravatar
Cookie
Beiträge: 2216
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 14:20

Re: Wiedervorlage mit weiteren Angaben verlangt, Zwischenzeit Privatrezept?

Beitrag von Cookie » Mo 26. Aug 2019, 08:51

Hmmm, gute Frage... ich würd's lieber lassen, vor allem vor Gericht. Du weißt ja, zum Konsum gehört auch der Besitz, und der ist "verboten". Hängt vom Richter ab, und auch von der Frage, ob der Zeitraum zur Verjährungsfrist passt (wohl kaum, ich glaube sie beträgt 10 Jahre - kann mich aber täuschen).
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

Antworten

Zurück zu „Cannabis als Medizin“