PTBS nach Auslandseinsatz

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PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Testnutzer » Sa 19. Okt 2019, 09:20

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll!
Ich bin Soldat (m 51j), bei meinem letzten Einsatz in Afghanistan habe ich mich bei einem Außeneinsatz mit der Amöbenruhr angesteckt. Diese verlief Atypisch und hat mich zweimal mit einer bds Lungenentzündung versorgt... Durch die Erstickung und vielem mehr hat es mich aus der Bahn geworfen!
Meine Diagnosen PTBS, Depressionen, Spielsucht, u.v.m.
Vieles fällt mir schwer im tgl Leben, außer meinem neuen Job. Ich bin zwar Soldat arbeite aber zivil in einer Förderschule als Lehrer für Werken (Holz) und Sport.
Nach einer Odysee an Medis und Therapien durch die ich siehe oben RLS und eine Spielsucht entwickelt habe, bin ich nach ausgiebiger Recherche auf THC gekommen!
Es hat mir sofort geholfen, keine Angst mehr, wieder gesellschaftsfähig, keine ständige Unruhe... ich kann wieder leben.
Nur mein Psychiater ist dagegen und da ich Soldat bin ist die Bestraftung wenn ich erwischt werde zweimal so "schlimm" da ich von meinem Dienstherrn zusätzlich noch eine erhalte!
Ein Arztwechsel ist beim Bund möglich aber eher schwierig und auf jeden Fall mit deutlichen Fahrstrecken verbunden, da nur BW Fachärzte Medikamente verschreiben dürfen!
Wie kann ich es schaffen meinen Arzt zu überzeugen?

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Cookie » Sa 19. Okt 2019, 11:29

Puh, PTBS wird bekanntermaßen erfolgreich mit Cannabis "bekämpft" (wie treffend ;)), und davon wirst Du ihn überzeugen müssen oder so weitermachen wie bisher und bis zur Legalisierung warten müssen. Ich mache es auch illegal, aber "es müsste nicht sein"... es gibt sicherlich Internetseiten mit weiteren Infos, und hier finde ich mit "PTBS" als Stichwort auch den einen oder anderen Thread.
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Cookie » Sa 19. Okt 2019, 12:08

Ach ja, und schau mal bei https://www.cannabis-medic.de/ vorbei, die sind eher "100% medizinisch" von der Zielsetzung des Forums her.
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von moepens » Sa 19. Okt 2019, 12:29

Ein Privatrezept wäre wohl vorerst das Mittel der Wahl...

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Cookie » Sa 19. Okt 2019, 12:46

Na ja, ein Privatrezept hilft ihm nicht. Er ist Soldat, da herrschen etwas andere Regeln - zumindest soweit mir bekannt.
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von moepens » Sa 19. Okt 2019, 13:11

Aus gesundheitlicher Sicht wäre zumindest der Beschreibung nach der schnellstmögliche Zugang zu einer wirksamen Therapie angebracht.

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Cookie » Sa 19. Okt 2019, 13:17

Ach so, Du meinst einfach zu einem Privatmediziner... ja, wäre eine Lösung. Bleibt die Frage, welcher. Wohnort (ungefähr)?
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Cookie » Sa 19. Okt 2019, 13:23

Aber warum schreibt er dann
Testnutzer hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2019, 09:20
Ein Arztwechsel ist beim Bund möglich aber eher schwierig und auf jeden Fall mit deutlichen Fahrstrecken verbunden, da nur BW Fachärzte Medikamente verschreiben dürfen!
?

Andererseits muss ich meinen Arbeitgeber ja nicht angeben.
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Testnutzer » Sa 19. Okt 2019, 18:17

Vielleicht ist es so besser zu verstehen,
Ich kann mich auch an einen zivilen Psychiater überweisen lassen, nur alles was der/ die anordnet muss immer ein Facharzt (Psychiater) der Bundeswehr absegnen!
Da ich einen festen Facharzt habe und dieser zugleich Chef der Abteilung ist, würde mir nur ein Wechsel in ein anderes Bundeswehr Krankenhaus, den nur dort gibt es Psychiater der BW, übrig bleiben. Davon gibt es 4 in ganz Deutschland!
Deswegen wäre mir ein Verständnis, auch im Zuge dessen das andere davon profitieren könnten, lieber als ein Wechsel!

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Testnutzer » Sa 19. Okt 2019, 18:20

moepens hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2019, 13:11
Aus gesundheitlicher Sicht wäre zumindest der Beschreibung nach der schnellstmögliche Zugang zu einer wirksamen Therapie angebracht.
Therapien habe ich gemacht bzw sind noch am Laufen, das ist nicht mein Problem!

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Hans Dampf
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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Hans Dampf » Sa 19. Okt 2019, 18:43

Testnutzer hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2019, 18:17
Vielleicht ist es so besser zu verstehen,
Ich kann mich auch an einen zivilen Psychiater überweisen lassen, nur alles was der/ die anordnet muss immer ein Facharzt (Psychiater) der Bundeswehr absegnen!
Da ich einen festen Facharzt habe und dieser zugleich Chef der Abteilung ist, würde mir nur ein Wechsel in ein anderes Bundeswehr Krankenhaus, den nur dort gibt es Psychiater der BW, übrig bleiben. Davon gibt es 4 in ganz Deutschland!
Deswegen wäre mir ein Verständnis, auch im Zuge dessen das andere davon profitieren könnten, lieber als ein Wechsel!
Das heißt also, wenn du es nicht von einem BW-Arzt absegnen lässt, verstößt du gegen Dienstvorschriften. Die haben also im Prinzip so eine Art Hoheit über deinen Körper?
Zum Überzeugen von Ärzten: Da kann ich dich aus persönlicher Erfahrung nur vorwarnen, dass das ziemlich schwierig werden dürfte. Ich wurde trotz soliden Jobs beim Staat und nicht mehr ganz jung (~50) der "Szene" zugerechnet.
Meine behandelnde Ärztin sagt sinngemäß auch, dass wenn ein Arzt nicht grundlegend offen dafür ist, soll man es erst gar nicht weiter versuchen. Sorry. :cry:

Wo ich mir denke, dass man den Arzt eventuell für ein "kleines" Experiment gewinnen könnte: Er kann ja Erfahrungen mit dir als Patient sammeln, du kommst z.B. einmal die Woche vorbei, er checkt dich durch und kann bei offensichtlicher Verschlechterung dir ja jederzeit das Cannabis entziehen. Die Gefahr ist für ihn also eher gering.

Ich vermute allerdings, dass es da innerhalb der Bundeswehrführung Absprachen gibt, solche Sachen nicht zuzulassen. Aber vielleicht bzw. hoffentlich täusche mich da.

Viel Erfolg und Danke für den bisherigen Dienst :!:
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Testnutzer » Sa 19. Okt 2019, 18:50

Hans Dampf hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2019, 18:43

Das heißt also, wenn du es nicht von einem BW-Arzt absegnen lässt, verstößt du gegen Dienstvorschriften. Die haben also im Prinzip so eine Art Hoheit über deinen Körper?

Viel Erfolg und Danke für den bisherigen Dienst :!:
Ja richtig, wenn es nicht offiziell ist, ist es eben nicht offiziell 😉
Nein keine Hoheit über den Körper, in aller Regel werden selbstverständlich die Therapievorschläge usw von zivilen Ärzten umgesetzt!

Für den Schlusssatz, vielen Dank 😄

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von moepens » Sa 19. Okt 2019, 21:17

Um Verständnis werben ist eine heikle Angelegenheit wenn man selbst betroffen ist.
Wenn ein Arzt noch nie etwas vom Endocannabinoidsystem gehört hat dann darf man keine großen Erwartungen hegen - laut Dr. Milz macht das tatsächlich den Unterschied, Ärzte bekommen leider solches Wissen nicht in der Ausbildung vermittelt.
Spätestens nach dem Austausch mit Kollegen und Berufsverband sehen neugierige Ärzte die zahlreichen Schwierigkeiten und den hohen Zeitaufwand.
Vielleicht ist aber ein Arzt bereit sich zumindest mit der Thematik Endocannabinoiden zu befassen. Die Gefahr besteht leider dass ein hartnäckiger Patient "unsachgemäß" behandelt wird... beschönigend ausgedrückt - und das wäre gerade in deinem Fall deiner Gesundheit sicherlich nicht zuträglich.

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Testnutzer » Mo 21. Okt 2019, 16:54

Cookie hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2019, 12:08
Ach ja, und schau mal bei https://www.cannabis-medic.de/ vorbei, die sind eher "100% medizinisch" von der Zielsetzung des Forums her.
Danke für den Link, ich bin gespannt ob ich da was finde...

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Re: PTBS nach Auslandseinsatz

Beitrag von Patient_H » Di 22. Okt 2019, 14:37

würde dort das Forum auch präferieren.

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