Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

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69Dirty69
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Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von 69Dirty69 » Sa 16. Mai 2020, 21:20

Hoody liebe Hanffreunde,

seit einigen Wochen bekomme ich med. Cannabis verordnet, daraufhin hat mein Arbeitgeber ein Termin bei der Betriebsärztin vereinbart, um meine weitere Einsetzbarkeit am Arbeitsplatz zu überprüfen. Die Ärztin hatte keine Bedenken über meine Einsetzbarkeit durch die Verordnung von med. Cannabis, wies mich jedoch darauf hin, dass die Cannabis- blüten am Arbeitsplatz nicht als Joint, sonder ausschließlich mittels Vaporizer oder per Teezubereitung zusich genommen werden dürfen und gab mir diesbezüglich ein Artikel von Prof. Dr. med. Matthias Graw mit dem Titel:

Verordnung von Medizinalcannabis:
"Anmerkungen aus verkehrsmedizinischer Sicht”

THC ist nach Alkohol das im Straßenverkehr am häufigsten nachgewiesene ,,berauschende Mittel". Andererseits kann seit 2017 Cannabis zu Lasten der GKV verordnet werden. Verkehrsmedizinisch wie arztrechtlich ergeben sich hier problematische Fragestellungen. Für Betäubungsmittel ist darüber hinaus die Ultima-Ratio-Regel nach §13 Abs.1 BtMG zu berücksichtigen: ,,Die BTM-Anwendung ist nur begründet, wenn der beabsichtigte Zweck nicht auf andere Weise erreicht werden kann".
Die Verordnung von Cannabisblüten muss gemäß DAC/NRF entweder die Teezubereitung oder die Vaporisation und lnhalation vorsehen; eine Aufnahme über “Joints” ist nicht vorgesehen und grundsätzlich wegen der unkalkulierbaren Wirkstoffaufnahme medizinisch kontraindiziert.
Ein Konsum per Joint ist entsprechend auch juristisch gesehen kein bestimmungsgemäßer Gebrauch (VGH München Beschluss v. 29.4.2019 - 11 B 18.2482).
Wenn ein Arzt dem Patienten erklärt, dass er durchaus auch “per Joint inhalieren” dürfe, handelt der Patient zwar “verordnungsgemäß”, aber nicht “bestimmungsgemäß”.

Die Problematik des Medikamentenprivilegs hinsichtlich § 24a StVG ist letztlich juristisch zu würdigen, ebenso ob nicht dieses Verhalten des Arztes einen missbräuchlichen Konsum von Betäubungsmitteln induziert. Letzteres ist hinsichtlich einer Cannabisblütenverordnung naheliegend, wenn schon zuvor grundsätzlich cannabisaffine Personen bereits beim ersten Arzt-Patienten-Kontakt THC-reiche Cannabisblüten (wie z. B. Bedrocan) verschrieben bekommen.

In den letzten 9 Monaten war ich auf fast jeder deutschen Website die sich mit medizinisches Cannabis auseinandersetzt, aber das erfuhr ich zum ersten mal von meiner Betriebsärztin während des Gesprächs.


Hier noch der Artikel:
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crappy
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von crappy » So 17. Mai 2020, 17:37

Hallo 69Dirty69,
69Dirty69 hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 21:20
Gemäß DAC/NRF
Das ist eine Online Zeitung! So wie die Zeitung mit den 4 Buchstaben.
Die Verordnung von Cannabisblüten muss gemäß DAC/NRF entweder die Teezubereitung oder die Vaporisation und lnhalation vorsehen; eine Aufnahme über “Joints” ist nicht vorgesehen.
Also gemäß dieser Zeitungsredaktion muss das so sein? Aha, gut zu wissen.

Man darf am Arbeitsplatz doch eh nicht rauchen wegen dem Nichtraucherschutzgesetz. Machs wie alle anderen Raucher auch und geh nach draußen. Da wo alle anderen auch ihre Zigarette rauchen.

M. Nice
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von M. Nice » So 17. Mai 2020, 19:12

Ich darf noch in der Arbeit rauchen, zumindest in meinem Büro.

Meistens verdampfe ich,
manchmal inhaliere ich auch mit Joint, wie verordnet. :mrgreen:


MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

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Martin Mainz
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von Martin Mainz » So 17. Mai 2020, 20:37

Kein Arzt wird dir raten einen Joint zu rauchen, selbst pur ist das nicht wirklich gesund. Vapen oder essen.

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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von M. Nice » So 17. Mai 2020, 22:37

Ich rauche täglich eine Schachtel (ca. 20 Zigaretten). Der Tabak einer Zigarette wiegt ungefähr 0,7g. Das mal 20 = 14g Tabak/Tag. (Tabak ist schon eine geile Droge)

Da gehen <2g/Tag med. Cannabis, als Joints, nicht ins Gewicht!


Das hat auch mein verschreibender Arzt eingesehen, wobei er es natürlich wünschenswert sähe, wenn ich den Tabak weg lassen würde.


Keine Frage, egal was verbrannt wird, das ist schädlich! Verdampfen ist in jedem Fall gesünder.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

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Drei
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von Drei » Mo 18. Mai 2020, 07:47

69Dirty69 hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 21:20
Die Problematik des Medikamentenprivilegs hinsichtlich § 24a StVG ist letztlich juristisch zu würdigen, ebenso ob nicht dieses Verhalten des Arztes einen missbräuchlichen Konsum von Betäubungsmitteln induziert. Letzteres ist hinsichtlich einer Cannabisblütenverordnung naheliegend, wenn schon zuvor grundsätzlich cannabisaffine Personen bereits beim ersten Arzt-Patienten-Kontakt THC-reiche Cannabisblüten (wie z. B. Bedrocan) verschrieben bekommen.
Zuerst THC-reiche Präparate einzusetzen ist gängige Praxis. Hier im z.B. eine Empfehlung von Dr. med. Franjo Grotenhermen (ja, die Quelle ist ein Wiki. Herr G. hat an dem Artikel aber selbst mitgewirkt):
Franjo Grotenhermen schlägt für die Einstellung in der ADHS-Therapie ein gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abgestimmtes Titrationsverfahren mit zunächst THC-reichen Cannabis Flos (etwa Bedrocan) vor. In der Regel kann mit niedrigen Dosierungen des zu inhalierenden Präparats begonnen werden, beispielsweise mit einer viermaligen Einzeldosis von 50 mg Cannabisblüten bei einer Tageshöchstdosis nicht über 500 mg. In einem zweiten Schritt kann bei ADHS-Patienten ein Wechsel zu Präparaten mit ausgewogenem CBD-/THC-Gehalt versucht werden.

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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von 69Dirty69 » Mo 18. Mai 2020, 14:24

crappy hat geschrieben:
So 17. Mai 2020, 17:37
Hallo 69Dirty69,
69Dirty69 hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 21:20
Gemäß DAC/NRF
Das ist eine Online Zeitung! So wie die Zeitung mit den 4 Buchstaben.
:shock: THX crappy, für die Info.
Ich dachte das wär eine medizinisches Institut, medizinisch-rechtliche Vorgaben oder sowas in der Art! :oops:
Interesant wo meine Betriebsärztin sich ihre medizinischen Informationen einholt! :roll:


M. Nice hat geschrieben:
So 17. Mai 2020, 19:12
Ich darf noch in der Arbeit rauchen, zumindest in meinem Büro.

Meistens verdampfe ich,
manchmal inhaliere ich auch mit Joint, wie verordnet. :mrgreen:
Wir haben Raucherplätze auf dem Firmengelände, wenn ich jetzt vapen gehe muss ich wenigstens nicht mehr abstempeln. Ich währe der erste der abstempelt um seine Medikamente zu nehmen! :mrgreen:


M. Nice hat geschrieben:
So 17. Mai 2020, 22:37
Ich rauche täglich eine Schachtel (ca. 20 Zigaretten). Der Tabak einer Zigarette wiegt ungefähr 0,7g. Das mal 20 = 14g Tabak/Tag. (Tabak ist schon eine geile Droge)

Da gehen <2g/Tag med. Cannabis, als Joints, nicht ins Gewicht!

Das hat auch mein verschreibender Arzt eingesehen, wobei er es natürlich wünschenswert sähe, wenn ich den Tabak weg lassen würde.

Keine Frage, egal was verbrannt wird, das ist schädlich! Verdampfen ist in jedem Fall gesünder.
Ich rauche auch ca 25 Zigaretten, und wie geil die Droge Tabak ist merkt man erst, wenn man als Raucher anfängt zu vapen. Nach jedem vapen in der Firma rauch ich jetzt noch ne Zigarette, natürlich unabgestempelt. ;)


Drei hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 07:47
Franjo Grotenhermen schlägt für die Einstellung in der ADHS-Therapie ein gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abgestimmtes Titrationsverfahren mit zunächst THC-reichen Cannabis Flos (etwa Bedrocan) vor. In der Regel kann mit niedrigen Dosierungen des zu inhalierenden Präparats begonnen werden, beispielsweise mit einer viermaligen Einzeldosis von 50 mg Cannabisblüten bei einer Tageshöchstdosis nicht über 500 mg. In einem zweiten Schritt kann bei ADHS-Patienten ein Wechsel zu Präparaten mit ausgewogenem CBD-/THC-Gehalt versucht werden.
Danke Drei für die Info, bei mir ist aber die Epilepsie der Hauptgrund für eine Therapie wo eher Sorten eingesetzt werden, die reich an dem anti-epileptisch wirkenden Cannabinoid "CBD" sind.
Ich rauche über Tag auf der Arbeit die Sorte "Penelope (9,3% THC + 7,1% CBD)" von Tweed/SpectrumTherapeutics.
Nach der Arbeit zu Hause rauche ich manchmal noch Penelope, meistens aber direkt von
Tweed/SpectrumTherapeutics die indica Sorte "Red No 2" . Von der werd ich immer kreativ und bekomme Lust zu kochen! :mrgreen:
Zum schlafen rauch ich von Tweed/SpectrumTherapeutics die sativa Sorte "Red No 4" .


Zudem hab ich in einer TV-Doku erfahren, dass in den USA Studien über die anti-epileptische Wirkung des Cannabinoids "Therpene" durchgeführt werden.
Leafy schreibt:
Verschiedene Terpene und Cannabinoide spielen zusammen!
Studien haben aufgezeigt, dass Terpene zum sogenannten “Entourage-Effekt” beitragen. Das bedeutet, dass die Verbindungen die therapeutische Wirkung der Cannabinoide verstärken können. Es besteht also eine interaktive Synergie zwischen den Bestandteilen der Cannabis Blüten.
Quelle:https://www.leafly.de/terpene-medizinis ... enschaften



Diesen Satz finde ich recht interesant!
eine Aufnahme über "Joints" ist nicht vorgesehen und grundsätzlich wegen der unkalkulierbaren Wirkstoffaufnahme medizinischkontraindiziert.
Ob ich 50 mg im Vaporizer + Zigarette rauche oder 50 mg im Joint rauche für mich macht das keinen wirklichen unterschied!


Was denkt ihr?

MFG Dirty

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Martin Mainz
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von Martin Mainz » Mo 18. Mai 2020, 14:34

Terpene ist kein Cannabinoid, sondern Bestandteil der ätherischen Öle der Pflanze:

Terpene sind vielfach biologisch und schon seit längerer Zeit pharmakologisch interessant; ihre biologischen Funktionen sind allerdings nur lückenhaft erforscht. Sie können als umweltfreundliche Insektizide verwendet werden, indem sie als Pheromone Insekten in Fallen locken. Außerdem wirken viele antimikrobiell. Viele Terpene werden als Geruchs- oder Geschmacksstoffe in Parfümen und kosmetischen Produkten eingesetzt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Terpene


Hier auch noch ein gter Artikel zum Thema auf englisch: https://www.hellodiem.com/education/ter ... fect-high/

Auf jeden Fall ein sehr interessanter Bestandteil der Pflanze und wahrscheinlich wesentlich bedeutsamer als die Unterscheidung in Sativa und Indica.
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von 69Dirty69 » Mo 18. Mai 2020, 15:49

Forscher in den USA haben über 128 verschiedene Cannabinoide in Weed gefunden und eins dacon heißt Therpen oder so ähnlich.

crappy
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Re: Rauchen von med. Cannabis auf der Arbeit nur per Vaporizer!!!

Beitrag von crappy » Mo 18. Mai 2020, 16:36

"Myrcen" ist das bekannteste Terpen bei Cannabis. Es gibt zwar einige Studien zu Terpenen in Cannabis, aber so wirklich erforscht scheint das noch nicht zu sein.

bedrocan selber schreibt z.B.
Bedica® besitzt einen hohen Gehalt des Myrcens Terpen, das für seine beruhigende Wirkung bekannt ist.
Die Aussage ist leider irreführend. Myrcen ist das Terpen und nicht umgekehrt.

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