Deutscher Hanfverband Forum • Thema anzeigen - Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hilfe*

Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hilfe*



Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon m0rb am Do 23. Nov 2017, 16:10

update:

nachdem littleganja meine unterlagen durchgesehen und einen fristverzug der BEK entdeckt hat, habe ich natürlich sofort an die BEK gefaxt, dass nun die "Genehmigungsfiktion" eingetreten sei und sie mir nun endlich blüten bezahlen sollen.

heute hat sich die pressestelle der BEK bei meinem reporter gemeldet. alternativen, die ich versuchen MUSS, ist DRONABINOL - das sei ausserdem "besser dosierbar" und "sicherer" als blüten, da es sich bei DRONABINOL ja um ein genormtes fertigarzneimittel handle.

aber, warum sollte THC solo besser wirken, als die THC/CBD combo, die ich momentan einnehme (SATIVEX)? ich will doch alle 60 cannabinoide und die terpene etc., ausserdem will ich aktivierendes sativa haben und nicht nur vor mich hindämmern, oder pennen.
DRONABINOL sei ausserdem so viel besser dosierbar - ich bevorzuge den wirkeintritt von verdampften blüten, d.h. nach 5-10 minuten und will nicht 60-120 minuten warten müssen, bevor das dronabinol wirkt!

jetzt nimmt die kasse meinem arzt also die behandlungshoheit nd schreibt mir vor, welche medikamente ich zu nehmen habe....
ach ja, ausserdem soll ich doch erst mal physiotherapie machen - der reinste witz, wenn man bedenkt, dass meine beine so spastisch-steif sind, dass ich sie gar nicht beugen kann - damit kann ich auch keine gymnastik machen, obwohl ich das echt gerne täte!

das alles, dieses affentheater und dieses heuchlerische geschwätz der BARMER, die ja soo besorgt um mich ist, weil blüten können ja psychosen auslösen... (falsch! nur dann, wenn eine neigung dazu vorher bestand, können psychosen auftreten) - das alles verursacht STRESS in mir und ratet mall was das schädlichste überhaupt bei MS ist, ja, STRESS!

das macht mich so wütend und ich fühle mich so wehrlos...es macht mich einfach fertig. jetzt etwas für den vaporizer zu haben, das wäre echt das schönste, beste, was ich mir vorstellen kann. einfach zum kotzen, die BARMER. mal schauen was der anwalt mir erzählt, mit dem ich am Dienstag einen termin habe... hoffentlich kann der es schnell richten. ich kann nicht mehr, all das theater...wegen nix! ich kenne cannabis; ich komme SEHR gut mit cannabis klar! es hilft mir sofort und kann aktivierend, wie auch sedierend genutzt werden. es würde meine lebensqualitä
t so sehr verbessern - inzwischen glaube ich wirklich, dass mich die BARMER so lange hinhält, in der hoffnung ich würde sterben, bevor sie dazu gezwungen sind mir cannabis zu zahlen!
m0rb
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Duck am Do 23. Nov 2017, 16:43

Überall der gleiche dreck ich lass mir das nicht mehr lange zu.
Ich klage dann, drecks system scheiss auf arzt und kk ich klage auf selbstbestimmung meiner behandlung.
Duck
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Do 23. Nov 2017, 17:39

@Morb

Sehr gut dass du zum Anwalt gehst......
Bei dir ist definitiv die Genehmigungsfiktion eingetreten du musst dein Recht jetzt einklagen :!:
Einstweilige Anordnung und die müssen definitiv bis zur Hauptverhandlung zahlen, zu einer Hauptverhandlung kommt es aber voraussichtlich nicht da im Laufe des Vorverfahren die Fristversäumung also Genehmigungsfiktion erkannt wird.
Selbst wenn die die Fristen eingehalten hätten würdest du mit deinem Krankheitsbild so oder so gewinnen. Da lege ich meine Hand für ins Feuer!

Bitte weitere Informationen hier posten, was der Anwalt gesagt hat und wie es weitergeht?! Ich hoffe andere machen es dir nach, damit die Verarsche und Menschenverachtung seitens der Krankenkassen (vor allem die Barmer) aufhören.
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon m0rb am Sa 25. Nov 2017, 20:47

jo, ich halte euch auf dem laufenden.

DRONABINOL verursacht ziemlich heftige übelkeit bei mir, muss ich grade mal anmerken. vor allem nützt mir diese ölige lösung rein gar nichts - ich brauche schnell wirksames THC und ausserdem ist THC solo einfach nicht das gleiche wie cannabis mit über 60 (bekannten) cannabinoiden, sekundären inhaltsstoffen, terpenenl etc. symbiose heisst hier das zauberwort. davon einen wirkstoff auszusondern - auch wenn er dann genormt ist - ist einfach nur krankhaft!

man KANN diese vielseitige kulturpflanze nicht zu einem fertigarzneimittel machen, bloß weil die pharmaindustrie das so will, um möglichst viel geld damit zu verdienen.

mich kotzt das und das theater mit der kasse so sehr an, dass ich mich selbst dafür in den arsch treten möchte, dass ich mir keine growbox angeschafft habe, als ich das noch alleine hätte machen können.
dieser ganze stress zur zeit kostet mich sicher nochmal jahre (monate) von dem bisschen leben, dass ich noch vor mir habe.
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Sa 25. Nov 2017, 21:05

Ab Dienstag wenn du beim Anwalt warst wird alles gut, glaube mir ;)

Was die Barmer da macht ist definitiv Psychoterror, die verhalten sich absolut gesetzeswidrig. Der Rechtsanwalt wird sich am Dienstag die Hände reiben, da sowas für ihn leicht verdientes Geld ist. Wenn man zusätzlich noch so Doof ist und nicht mal innerhalb von 5 Wochen eine Entscheidung fällen kann, dann ist der Fall eh eindeutig.
Die Monate bzw Jahre die sie dir geklaut haben, wirst und in absehbarer Zeit wieder oben drauf bekommen, da der momentane Hass sich in absolute Zufriedenheit ändern wird.
Und dann treffen wir beide uns mal auf nen Kaffee im RNZ :D
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon m0rb am So 26. Nov 2017, 03:48

jetzt habe ich wieder ein neues problem: wenn ich DRONABINOL so dosiere, dass ich einen richtigen nutzen davon habe, steigere ich damit meine toleranz für pflanzenmaterial! dann brauche ich mehr, als ich bisher bräuchte. das ist s abartig, ich glaub ich bleibn bis dienstag bei meinem rest-SATIVEX.
m0rb
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am So 26. Nov 2017, 10:37

@morb
Das Ziel der Therapie ist ja in erster Linie die Symptome deiner Krankheit bestmöglich zu bekämpfen, bzw. die Krankheit zu besiegen. In deinem Fall geht es ausschließlich um die Symptome, daher solltest du dir meiner Meinung nach keine Kopf machen sollen wieviel du verbrauchst. Nichts ist schlimmer wie nicht am Leben teilnehmen zu können, da gewisse Symptome das unmöglich machen.
Daher empfehle ich dir, nimm soviel das es dir gut geht, Dronabinol und Sativex bekommst du ja bezahlt. Wenn der Stress mit der Kostenübernahme Blüten rum ist kann dein Arzt dir eh soviel verordnen wie du brauchst. Die im Antrag angegebene Menge ist Irrelevant genau wie die ggf angegebene Sorte. Erfolgt die Kostenübernahme bezieht diese sich nur auf die Substanz also die Blüten.
Auch was oft in den Medien zu hören war mit maximal 100g pro Monat ist Quatsch, ein Buchstabe A auf dem Rezept genügt und nach oben gibt es keine Grenzen.
Von daher würde ich mir an deiner Stelle einbauen was geht, solange du damit die anderen herkömmlichen Medikamente die eigentlich kontraproduktiv sind und Süchtig machen , damit reduzieren kannst.
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am So 26. Nov 2017, 14:08

Wissenschaft/Mensch: Die Verwendung von Cannabis zusätzlich zu Opioiden reduziert die Opiateinnahme und verbessert die Lebensqualität

Bei 37 Schmerzpatienten, die Opioide erhielten und zusätzlich mit Cannabis behandelt wurden, nahm die Opioideinnahme im Vergleich zu 29 Patienten, die nur Opioide erhielten, ab, und die Lebensqualität nahm zu. Das ist das Ergebnis von Forschung, die an der Universität von Neumexiko (USA) durchgeführt wurde. Über einen Zeitraum von 21 Monaten verglichen die Wissenschaftler die Entwicklung der Opioid-Verschreibungen.

Patienten, die Cannabis verwendeten, beendeten häufiger die Opioideinnahme und nahmen ein Jahr nach Aufnahme in das Medizinische Cannabis Programm (MCP) weniger Opioide ein. Die Antworten in der Umfrage zeigen zudem Verbesserungen bei der Schmerzreduzierung, der Lebensqualität, des sozialen Lebens, des Aktivitätsniveaus und der Konzentration, sowie geringe Nebenwirkungen durch die Einnahme von Cannabis. Die Autoren folgerten: „Die klinisch und statistisch signifikanten Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme in das MCP und der Beendigung der Opioid-Verschreibung und Dosisreduzierungen sowie der Verbesserung der Lebensqualität verlangen nach weiteren Untersuchungen zu Cannabis als mögliche Alternative zu verschriebenen Opioiden zur Behandlung chronischer Schmerzen.“

Vigil JM, Stith SS, Adams IM, Reeve AP. Associations between medical cannabis and prescription opioid use in chronic pain patients: A preliminary cohort study. PLoS One. 2017;12(11):e0187795.

(Quelle: https://www.cannabis-med.org/german/bul ... p?id=525#1)
Zuletzt geändert von Martin Mainz am So 26. Nov 2017, 17:43, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Nach Rücksprache zurückgehängt
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Bedrönica am Mo 27. Nov 2017, 14:21

Hallo

auch ich habe eine Ablehnung der Krankenkasse bekommen und durch die Inspiration hier heute eine Klage mit meinem Leidensweg rausgesendet.

Sozialgericht Freiburg 25 November 2017
Habsburgerstrasse 127
79104 Freiburg


Guten Tag,

hiermit erhebe ich Klage im Eilverfahrengegen die AOK Baden Wuertemberg und verlange eine einstweilige Anordnung zur Uebernahme der Kosten einer dringlich benoetigten Therapie.

Ich habe Morbus Bechterew eine rheumatische entzuendliche Krankheit die Schmerzen verursacht die mit einem im sterben liegenden Menschen gleichzusetzen sind. Ich bekam in der Vergangenheit Morphium gegen die Schmerzen welches ich allerdings nicht mehr vertrage da spaetestens nach drei Tagen unter Opiaten bzw Opioden meine Lympfknoten anschwellen und ich dadurch zuerst unaushaltbare Schmerzen an den Trommelfellen bekomme und weiter auch der Hals zugeschnuert wird und ich keine Luft mehr bekomme. Mein Gesich schwillt dabei rund an. Den TnF Alpha Blocker Humira, der gentechnisch hergestellt wird, den ich nehme, hat schon lange nicht mehr die Wirkung die versprochen wird, da mein Immunsystem das Eiweis das darin als Wirkstoff vorhanden ist bereits abstoesst. Ich bin weder im enzuendlichen Bereich noch im Schmerzbereich ausreichend behandelt, daurch kann ich einem normalen Leben nicht mehr nachgehen.

Auf der Suche nach einer alternativen Therapieform, da ich schulmedizinisch austherapiert bin, bin ich auf Cannabis gestossen. Dieses hat seit Jarhunderten Tradition in der Rheumabehandlung und ich konnte selbst die positiven Auswirkungen testen, die Humira als auch Opiate, bei weitem uebersteigen, als ich in einer Spezialklinik fuer Hanf in Barcelona war.

Ich habe in Deutschland dann acht Kassenaerzte in den relevanten Fachgebieten, Schmerztherapie, Rheumatologie als auch drei Hausaerzte aufgesucht. Diese Erfahrung schildere ich nun einzeln.


Aerztehaus Wxxxxxxx an den Bxxxxxxxxxxxxx

Ich war Anfang Maerz bei Dokter Exxxxxxx in der Sprechstunde und sagte ich habe Morbus Bechterew und habe bereits alle Therapiemoeglichkeiten und Schmerzmittel ausgeschoepft inklusive TnF Alpha Blocker. Ich bat in um eine medizinsche Cannabistherapie.

Ich war am Dienstag den 7.3 nochmals in der Sprechstunde da sich Herr Exxxx noch genauer informieren wollte.
Da der Gesetzentwurf beschlossen aber noch nicht veroeffentlicht wurde sagte er dann ich solle das im Auge behalten und mich wieder melden wenn das Gesetz in Kraft tritt.

Als ich am 10.03 das Bundesgesetzblatt sah indem das neue Gesetz stand ging ich sofort zum Arzt welcher nur wenige Meter von meinem Wohnhaus entfernt ist. Da Herr Exxxxx nicht mehr da war ging ich zu seiner Kollegin Frau Dokter Lxxxxxxxxx die mir dann nach Sichtung der medizinischen Unterlagen und den Dateien die Dokter Exxxx angelegt hatte ein BTM Rezept mit Bedrocan austellte. Ich machte dann noch ein Termin bei Dokter Exxxxxx fuer Montag wegen der Begleiterhebung und ging um etwa 17,45 Uhr hinunter zur Kxxxxxapotheke im gleichen Haus.

Die Kxxxxxapotheke meinte sie wisse nicht ob der Grosshaendler dies ueberhaupt hat und sagte vielleicht muesse sie in Holland bestellen. Aber am Freitag kurz vor 18.00 koenne sie kein Grosshaendler mehr erreichen ich muesste bis naechste Woche warten und bot mir an das Rezept wieder mitzunehmen. Ich sagte sie solle es am Montag bestellen.

Als ich am Montag bevor ich zum Arzt ging in die Kxxxxxxapotheke kam wurde mir von Frau Sxxxxx gesagt ihr Grosshaendler koenne das nicht liefern und deswegen auf ihr verlangen das Rezept seltsamerweise am Freitag Abend wieder ausgehaendigt obwohl sie nach eigener Aussage keinen Grosshaendler mehr erreichen konnte.

Als ich dann zum Dokter Exxxxx kam wollte der von Hanf nichts Wissen und stellte sich mehrfach mit lautstarken Worten als “Dealer” dar und wollte von Heilwirkung von Hanf nichts wissen noch wollte er mir was verschreiben auch als ich ihm klar gemacht habe das er der naechste Arzt ist in meiner Naehe ist, da ich schlecht zu Fuss bin mit meiner Krankheit.

Ich ging dann nochmals zu Frau Dokter Lxxxxxxxx und fragte wieso sie das Rezept zurueckverlangt haette. Diese sagte, weil es nicht Lieferbar waere und sie machen kann was sie moechte mit einem Rezept das sie ausgestellt hat.

Keiner der Aerzte war bereit mir in meiner aktuellen Schmerzsituation zu helfen.


Praxisklinik Zxxxxxxxx Schmerztherapie, Dokter Bxxxxx

Ich habe dort nach einer Therapie mit medizinischem Cannabisblueten erfragt weil ich das Morphin nicht mehr vertrage. Als Antwort bekam ich “Wir machen das nicht” “Wir haben das so unterenander (vier Kollegen) besprochen” Er hielt Cannabis fuer weit gefaehlicher als Opiate und vertroestete mich das er bei seiner Apotheke am Holzmarkt nachfrage ob eine bessere Dosiermoeglichkeit gebe und er melde sich wieder in 14 Tagen. Worauf ich nie wieder was von dem Arzt hoerte. Dokter Bxxxxx war nicht bereit meine akuten Schmerzen zu lindern.


Regionales Schmerzzentrum Fxxxxxxxx, Dokter Jxxxxx Sxxxxxxx

Ich fragte dort auch nach einer Therapie mit medizinischem Cannabis, dieser sagte erst das ist prinzipiell moeglich, er muesste aber noch ein Rheumatologisches Konsil abhalten. Meine akute Schmerzsituation wollte er nicht mit einem Privatrezept behandeln. Das heisst ich musste erst zur Rheumatolgin um dort aktuelle Informationen austauschen zu lassen. Nachdem dies realtiv schnell inerhalb einer Woche geschehen war, (Dokter Sxxxxx erwartete etwa 6 Wochen) kam er bei meinem Termin sofort zum Schluss, Cannabis gibt es bei ihm nicht und er wollte mich in einer Schmerzklinik unterbringen mit einer Wartezeit von etwa 3 Monaten obwohl er wusste das ich Yoga, Wassergymnastik im Thermabad, Physiotherapie als auch TENS mache und das in einer Anwendungshaeufigkeit die in keiner Schmerzklinik gegeben ist. Dokter Sxxxxxxx lies sich auf keine weitere Diskussion ein und meine akute Schmerzsituation wurde ignoriert.


Rheumatologin, Dokter Sxxxxx Freiburg

Ich fragte im Rahmen des Rheumatologischen Konsils nach einer medizinischen Cannabistherapie gegen Entzuendungen und Schmerzen. Sie sagte darauf das sie sowas nicht mache da die Evidenz in Deutschland noch nicht nachgeweiesen wurde. Auch auf eine Frage bezueglich der kanadischen Situation( ein drittel der Medizinalhanf Patienten in Kanada bekommt dieses wegen Rheuma) gab es nur ein Schulterzucken und ich wurde aus dem Behandlungszimmer verwiesen nachdem ich ihr Unterlagen vorlegte die eine Evidenz bestaetigten.


Dokter Kxxxxxxx Wxxxxx, Schmerztherapie, Bad Kxxxxxxx

Da ich ein sehr gutes Ohr habe hoerte ich schon im Warteraum den Dokter mit seiner Empfangsdame tuscheln, “Dann verschreibe ich im halt ein Placebo” Als ich dann nach einer medizinischen Cannabistherapie fragte, meinte der Dokter, man weiss noch ueberhaupt nicht was das mit dem Gehirn macht und alle sein Patienten denen er es angeblich verschrieben hat sind verueckt geworden. Er habe sich schon mit allen Schmerztherapeuten in Fxxxxx zusammengesetzt und keiner wird einer medizinischen Therapie mit Cannabis zustimmen. Er wollte mir dan ein Subutex Rezept ausstellen das normalerweise als Substitutionsmittel fuer Heroin verwendung findet, welches ich aber gleich ablehnte und mit Nachdruck um ein Privatrezept fuer medizinisches Cannabis bat. Nach minutenlangem Zoegern verweigerte er mir dieses und ich wurde mit meinen akuten Schmerzen entlassen.


Dokter Hxxxx Wxxxxxxxx, Bad Kxxxxxxxxxx

Ich fragte mit einem 70 Seitigen Essay, das die Evidenz von Cannabis bei Rheumatischen Krankheiten bestaetigte nach einer medizinischen Cannabistherapie. Diese sagte “Ich stehe demgegenueber offen entgegen, ich darf es aber nicht verordnen da dies nur Fachaerzte duerfen” Als ich darauf hinwies das dies so nicht korrekt ist und wenn sie BTM Rezepte ausstellen darf bzw. ein Tressor dafuer hat, dann hindere sie nichts daran. Sie sagte dann mit etwas gekraengter Stimme “Ich darf es einfach nicht” Mein Essay wies sie zurueck und ich wurde der Praxis entwiesen. Meine akute Schmerzsituation hat sie nicht weiter interessiert.


Ich habe die Gespraech mit den Aerzten fuer meinen privaten Nutzen aufgezeichnet.

Auf Youtube berichtet ein Cannabispatient, der zuvor vom BfArM eine Sondergenehmigung zur medizinischen Cannabistherapie erhalten hat, das er ueber 70 Kassenaerzte vergeblich nach dem neuen Gesetzerlass, um ein Rezept gebeten hat. Der Channel heisst EintagsfliegenTV. In den Foren auf der Seite des deutschen Hanfverbands sind immer mehr Betroffene mit derselben Geschichte zu finden.

Es ist nahezu unmoeglich einen Kassenarzt zu finden der einer medizinischen Cannabistherapie einwilligt seit der Apothekenverband druck macht. Bevor der Druck stattgefunden hat, habe ich noch das Rezept von einem Hausarzt bekommen, doch kurz danach wurden alle Aerzte gleichgeschaltet, das Rezept zurueckgezogen und diktiert wie die Arzte zu reagieren haben.

Es ist nun schon weitreichend bekannt das der Apothekerverband, Kassenaerzte, sowie Krankenkassen mobil machen gegen medizinisches Cannabis, dieses unoetig verteuern und als Therapie nicht akzeptieren. Entgegen dem durch Patienten hart erkaempften Cannabisgesetz der Bundesregierung, das eine medizinische Verorgung eigentlich ermoeglichen und den Zugang erleichtern sollte, gleichzeitig aber bewusst die Interessen der genannten Gegner staerkt.

Ich bin dadurch dann bei einem Privatarzt der Cannabis nicht voreingenommen gegenuebersteht vorstellig geworden. Auf diesen Termin musste ich ein knappes Jahr warten. Dort wurde dann Cannabis verordnet und ein Antrag zur Uebernahme der Kosten fuer die Krankenkasse erstellt. Diesen habe ich persoenlich bei der oertlichen AOK eingereicht und bereits fuenf Tage spaeter eine Ablehnung bekommen.

Da ich mir aus finanziellen Gruenden (Harz4) wegen meiner Behinderung die Therapie nicht leisten kann, aber das Recht auf eine ausreichende medizinische Versorgung habe, moechte ich eine einstweilige Anordnung zur Uebernahme der Kosten erwirken, sowie Klage im Eilverfahren einreichen.

Hiemit versichere ich eidestatt das meine Aussagen der Wahrheit entsprechen. Da ich durch Morbus Bechterew Schmerzen habe die mit einem im sterben liegenden Menschen vergleichbar sind ist Eilbeduerfigkeit gegeben.

Mit freundlichen Gruessen,
Bedrönica
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Mo 27. Nov 2017, 16:19

@Bedrönica

Gut so, lass es dir nicht gefallen!

Jedoch habe ich nicht ganz verstanden, hast du aktuell einen Arzt der die Therapie unterstützt?
Die Aufzeichnungen der Ärzte ohne ihr Wissen ist Strafbar (auch zum Privatnutzen), nicht veröffentlichen!
Wenn du nur Alg2 hast, geh zu deinem zuständigen Amtsgericht und besorge dir einen Beratungshilfeschein. Das Anwaltsgespräch kostet dich dann maximal 15€.
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Bedrönica am Mo 27. Nov 2017, 20:45

manche Gerichte haben in der Tat gegen die Private Aufzeichnung geurteilt , dies ist aber in der Berufung noch nie haltbar gewesen, veroeffentlichen darf ich das aber nicht. Die Aerzte reden soviel Zeug das muss man sich manchmal nochmal anhoeren um es zu verstehen ;). Ich bin bei Dokter Grotenhermen. Ich probiere erstmal den Eilverfahrensweg ohne die Anwaelte, die sind mir auch schon in Ruecken gefallen, auch die Hanfanwaelte.
Bedrönica
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Mo 27. Nov 2017, 22:02

Okay ich drück dir die Daumen, habe es damals auch mehr oder weniger ohne Kassenarzt geschafft.
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon m0rb am Di 28. Nov 2017, 19:40

hmm, da bin ich ja froh, dass ich sofort zu meinem suchtmediziner/naturheilkundler gegangen bin, wobei mein anderer hausarzt auch sofort bereit gewesen wäre, mich beim versuch cannabis zu bekommen zu unterstützen.

die lage für patienten in schlandland ist wirklich schlecht; ständig liest man hier von patienten, mit teils schweren leiden, die keinen arzt finden der sich traut cannabis zu verschreiben!
80-100 jahre propaganda haben sich offenbar schon bewährt. selbst von anderen patienten hört man manchmal wie "gefährlich" cannabis doch sei. das ist einfach nur traurig. jemand müsste vor allen unseren älteren mitbürgern erkl
ären, dass ihre eeigenen großeltern cannabis geraucht haben!
ich habe das schon selbst erlebt. alte leute wetterten gegen das pöhse haschgift und die haschgiftspritzer, erst als ich sie fragte, ob ihre großeltern vielleicht HANF oder KNASTER geraucht hätten, haben sie bejaht und als die erst ´mal begriffen hatte, dass "cannabis" nichts anderes als HANF ist, wären die beinah aus den latschen gekippt! zunächst wollten sie mir das gar nicht glauben, schließlich war cannabis nur diese schreckliche droge, vor der sie immer gewarnt wurden, während hanf nur das harmlose kraut gewesen ist, dass die eigenen großeltern in der pfeife rauchten.

es ist schon traurig zu sehen, was propaganda alles erreichen kann!
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon m0rb am Mi 6. Dez 2017, 20:38

der vollstä ndigkeithalber: habe seit ein paar tsgen, bzw. monmaten rückwirkend, meine kostenübernahme! bin total erleichtert, dass wenigstens diese hürde vom tisch ist.
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Duck am Mi 6. Dez 2017, 20:53

Gratulation ;)
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Mi 6. Dez 2017, 21:55

Von mir auch auf diesem Wege nochmals Gratulation und alles gute ;)
littleganja
 

Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Martin Mainz am Mi 6. Dez 2017, 22:12

Glückwunsch!
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Hans Dampf am Mi 6. Dez 2017, 22:37

m0rb hat geschrieben:der vollstä ndigkeithalber: habe seit ein paar tsgen, bzw. monmaten rückwirkend, meine kostenübernahme! bin total erleichtert, dass wenigstens diese hürde vom tisch ist.



Top! Gratulation!

Und wieder einer mehr, die Lawine wird immer unaufhaltsamer :mrgreen:
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Latschodiewes am Do 7. Dez 2017, 12:09

Von mir auch die herzlichsten Glückwünsche zur Kostenübernahme!!!

Ich habe ja auch meinen Widerspruchsbescheid schon bei der KK eingereicht, da anhand der Fristüberschreitung der KK "eigentlich" beim normalen Menschenverstand die Genehmigungsfiktion bei mir eingetreten sein müsste. Morgen reicht der Rechtsanwalt die Begründung nach.
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