Deutscher Hanfverband Forum • Thema anzeigen - Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hilfe*

Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hilfe*



Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Do 7. Dez 2017, 12:24

Latschodiewes hat geschrieben:Von mir auch die herzlichsten Glückwünsche zur Kostenübernahme!!!

Ich habe ja auch meinen Widerspruchsbescheid schon bei der KK eingereicht, da anhand der Fristüberschreitung der KK "eigentlich" beim normalen Menschenverstand die Genehmigungsfiktion bei mir eingetreten sein müsste. Morgen reicht der Rechtsanwalt die Begründung nach.


Du wirst auch bald hier reinschreiben "habe meine Kostenübernahme", sobald der Anwalt bzw. das Gericht dran ist läuft die Sache. Wer halt die Genehmigungsfiktion hat ist nochmal besser gestellt wie jemand der "nur" eine Kostenübernahme hat, diese kann jeder Zeit wieder neu geprüft werden, die Genehmigungsfiktion nicht. Dazu kommt noch die Rückwirkende Kostenrückerstattung seit Antragstellung aller bereits eingereichten Privatrezepte, von daher....

:arrow: Nur wer die Genehmigungsfiktion hat und diese behalten will, darf auf keinen Fall mehr die Krankenkasse wechseln!!!
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Latschodiewes am Do 7. Dez 2017, 17:39

Dein Wort in Gottes Ohr littleganja.

Ich werde berichten wie es weiter geht und ob ich tatsächlich mein Recht d.h. die Genehmigungsfiktion bekomme.

Mal sehen ob der Anwalt das genauso sieht mit dem Fristversäumnis wie wir.

Ich denke aber schon, ansonsten hätte ich ja nicht schon Widerspruch einlegen sollen und es würde nicht Morgen die Widerspruchsbegründung vom Anwalt an die KK nachgereicht.

Lg
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Bedrönica am Fr 15. Dez 2017, 12:25

Die AOK wehrt sich bei mir
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Bedrönica am Fr 15. Dez 2017, 12:26

Sozialgericht Freiburg 10 Dezember 2017
Habsburgerstrasse 127
79104 Freiburg




Aktenzeichen: S 16 KR 4506/17 ER





Stellungnahme Wiederspruch





Guten Tag,

die AOK bzw Herr Kammerlander, beziehenen sich bei der Abweisung auf Paragraph 31 Abs.6 SGB V, in dem eindeutig schon eine Kostenuebernahme ohne Vertagsarzt zugesichert wird, dieser ist in Abs.6 naemlich zwischen Punkt 1 a) am Ende, durch ein “oder”, vor Punkt 1 b) geschlossen was einen Vertagsarzt nich noetig macht wenn Punkt 1. bereits zutrifft, sowie die Entscheidung des LSG Baden Wuertemberg vom 19.09.2017 bezogen auf Abs.6 als eindeutig subjektive Auslegung des Paragraphen richtigstellt. Es ist nicht sozial, sondern Hohn, diesen Paragraphen, so auf notgedrungene Patienten von Privataerzten auszulegen.

Die AOK war zu keinem Zeitpunkt imstande mir einen Vertragsarzt zu nennen der Cannabis verschreibt, im Gegenteil wurde mir noch verboten Aerzte in der EU aufzusuchen die sich damit auseinandersetzen, eine freie Arztwahl wurde mir nicht zugebilligt, diese Gespraeche habe ich fuer meine privaten Zwecke aufgezeichnet, den schriftlich wollte das niemand niederlegen. Keiner der Vertragsaertze die ich aufsuchte, hat auch nur im geringsten, logisch sachlich zu dem Thema reagiert. Die Aok verlangt das ich nun als behinderte Person solange Vetragsaerzte aufsuche bis ich einen finde der nicht an den duennen fast unsichtbaren Faeden der Pharmalobby haengt was pro Arztbesuch etwa 250 Euro fuer die AOK kostet, macht bei realistischen 200 Besuchen dann 50000 Euro und sicher ist dann immer nocht nichts, da wie schon im ersten Schreiben dargelegt ein grossteil der Aerzte Vorurteile hat. Am besten sollte ich dann die Aerzte wohl auch noch verklagen weil sie meine akute Schmerzsituation ignorieren. Was die Krankenkasse damit bezwecken will ist mir zu abwegig und tut weder mir noch allen Beteiligten gut.

Wenn ich nach § 13 Abs 2 SGB V Privataerztliche Versorgung beantragt haette, muesste die AOK auch bezahlen ohne Vertragsarzt.

Die Vorwaende der AOK sind hier reine Schikane, teils von anderen Krankenkassen aus Textbausteinen zusammengesetzt siehe Forum DHV, ohne jegliche gesetzliche Grundlage. Es ist in Baden Wuertemberg durch die traditionelle oft konservative teils nazistische Erziehungsform schwierig bis unmoeglich Befuerworter fuer eine neue natuerliche Medizin zu finden. Diese konservativen, starren und mit Vorurteilen behafteten Gedankenmodelle muessen abgebaut werden.

Ich habe alle Therapiemoeglichkeiten ausgeschoepft und habe keine Moeglichkeit mehr andere Schmerzmittel einzunehmen. Fuer die Entzuendungen bekomme ich bislang das teuerste Medikament auf dem deutschen Markt, ein Gentechnisch hergestelltes Eiweis “Humira” dies kostet etwa 2000 Euro pro Monat, und es zeigt nicht mehr die Wirkung an die versprochen wird. Eine Uebernahme der Kosten fuer eine Cannabistherapie wuerde nur die haelfte kosten, die Ablehnende Haltung der AOK steht also in keinem Zusammenhang mit dem Kosten Nutzen Faktor, Gentech zu Natur, gesunder Menschenverstand mal aussenvorgelassen. Die AOK ist der Meinung ich muesste als Morbus Bechterew Patient ohne Schmerzmittel leben und haette nicht sofort die beste und wirksamste fuer mich erhaeltliche Therapie verdient.
Ich habe Morbus Bechterew die extremen Schmerzen sind vergleichbar mit ihrer Auswirkung einer lebensbedrohlichen oder toedlicher Krankheit, siehe LSG Niedersachsen-Bremen, 22.09.2015 - L 4 KR 276/15 B ER

Ich habe diesen Monat bereits 200 Euro von meinem Harz4 Regelbedarf fuer Mediznalhanf ausgegeben, da ich die Schmerzen einfach nicht mehr ertragen konnte. Ich habe somit den Rest des Monats weder Essen, Trinken, Weihnachten noch Mobilitaet.

Die Ablehnung der Kostenuebernahme für eine Therapie mit Cannabis bzw. Cannabinoiden nach § 31 Abs. 6 SGB V durch die Krankenkasse verletzt mein Recht auf Leben und koerperliche Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG erheblich. Ich versichere hiermit an Eides Statt, dass mir aufgrund meiner taeglichen, nicht tolerierbaren Schmerzen, keine weitere Wartezeit zumutbar ist. Falls nicht unmittelbar Abhilfe geschaffen wird, werde ich durch den mir entstehenden gesundheitlichen Schaden nicht mehr imstande sein, meine uebrigen Grundrechtsgewaehrleistungen wahr zu nehmen. Ich befinde mich durch diese Rechtsverletzung in einer Notlage, aus der ich mich selbst nicht befreien kann und sehe hierdurch meine Menschenwürde nach Art. 1 GG verletzt.


Mit freundlichen Gruessen
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Bedrönica am Fr 15. Dez 2017, 12:37

Hier die Ablehnung des Sozialgerichts, was kann ich dagegen tun?
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon moepens am Fr 15. Dez 2017, 12:54

Es ist ratsam, die Klarnamen in den Dokumenten zu schwärzen.
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon littleganja am Fr 15. Dez 2017, 16:21

Bedrönica hat geschrieben:Hier die Ablehnung des Sozialgerichts, was kann ich dagegen tun?


Das einzigste was du machen kannst ist dir wie das Gericht sagt einen Kassenarzt suchen und den Antrag erneut stellen. Selbst wenn du einen Zusage bekommen hättest, wäre ja trotzdem das Problem mit dem Privatrezept!

Also Kassenarzt suchen, am besten Ärzte die auch Naturheilkunde anbieten und oder Substitutionsärzte sind.

Viel Glück!
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Luna87 am Fr 16. Mär 2018, 18:23

Erstmal hallo an alle Leidensgenossen :(

habe vorgestern, am 14.03.18 den erneuten Ablehnungsbescheid meiner KK erhalten.
Da Aufgeben vor lauter Wut keine Option ist, möchte ich hier um Hilfe/Einschätzung/Rechtsberatung bitten - hier scheinen ja einige Experten unterwegs zu sein...

Nun zu meiner Fallkonstellation:
Meinen ersten Antrag auf Kostenübernahme bei meiner AOK habe ich am bereits im Juli 2017 gestellt. Nachdem einiges schief lief mit der Aktenübermittlung wurde Anfang August ein psychiatrisches Gutachten gefordert. Dieses konnte ich natürlich auf die Schnelle nicht nachliefern und habe dies dem MDK über den Arzt auch wissen lassen. Letztendlich wurde mein erster Antrag am 20.11.17 abgelehnt.
Daraufhin habe ich fristgerecht am 08.12.17 Widerspruch eingelegt. Die Begründung sollte folgen, da ich am 29.01. endlich einen Termin bei einer privatärztlich tätigen Psychiaterin in Berlin (ich komme aus Bayern) in Aussicht hatte und das geforderte psychiatrische Gutachten nachliefern konnte.

Mein Sachbearbeiter bei der AOK und meine Rechtsanwältin (kein offizielles Mandat, gerade kostenlos aber auch nicht sehr engagiert) meinten, es wäre egal, ob ich mit den neuen Befunden den Widerspruch begründe oder aber zurücknehme und einen ganz neuen Antrag stelle. Nach dem Termin bei der Psychiaterin in Berlin (anerkannte Expertin im Bereich Cannabistherapie) war klar, dass mein erster Antrag in vielerlei Hinsicht schlecht formuliert war und ich im Prinzip froh sein konnte, dass dieser abgelehnt wurde. Deshalb habe ich meinen Widerspruch zurückgenommen. Am 05.01.18 ging die Rücknahme meines Widerspruchs bei der AOK ein (durch Eingangsstempel dokumentiert).

Am 21.02.18 habe ich schließlich einen neuen Antrag mit Arztfragebogen und etlichen Befundberichten bei der AOK eingereicht. Nun kam, wie eingangs erwähnt, vorgestern der Ablehnungsbescheid. Daraufhin habe ich mir gestern von meinem Hausarzt das MDK-Gutachten besorgt und lese auf der vorletzten Seite "[...] aus medizinischer Sicht kann dem Widerspruch nicht stattgegeben werden" und "[...] auch unter Berücksichtigung der nachgereichten Unterlagen nicht bestätigt werden". Das heißt doch, die haben die Rücknahme meines Widerspruchs einfach ignoriert und tun so, als ginge es noch immer um den alten Antrag.
Wie soll ich damit umgehen? Dürfen die das einfach so?

Danke schon mal für eure Tipps!

Gruß Luna
Luna87
 
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Re: Unzulässige Kostenübernahme Ablehnung Cannabis *Erste Hi

Beitragvon Gunter_H am Fr 16. Mär 2018, 19:17

@Luna87 Willkommen !
Wir sind hier „Betroffene“ mit Erfahrung. Klar Rechtsberatung können wir nicht leisten…Klar aber auch Hilfe und Einschätzung aus unserer Sicht geben wir gern!

Vermute mal, die Einschaltung des MDKs wurde Dir mitgeteilt. Wenn nicht, sind nach meiner Rechnung zwischen Antragseingang bei der GKV und erlassenem „Bescheid“ die drei Wochen (leider) noch nicht überschritten. (Sonst wäre die Möglichkeit einer Genehmigungsfiktion)

Ja, das kommt häufiger vor, dass die MDK-Gutachten, die verschiedenen „Stati“ Deines Antrages gern mal durcheinander werfen. Das liegt m.E. auch daran, dass die Kommunikation zw GDV und MDK immer mal „hakt“

Klar, bei der Formulierung Deines Widerspruchs wird man jetzt jedes Komma und erst recht solche Schnitzer und Fehler rügen und detailliert aufführen. Dabei kann man auch anzweifeln, ob überhaupt alle Unterlagen vorlagen etc…. Kurzum man sollte dadurch natürlich die Glaubwürdigkeit des Gutachtens versuchen zu „erschüttern“ bzw daran zu rütteln.

Trotzdem, die Einzelheiten des MDK-Gutachtens solltet Du probieren mit Hilfe Deines Hausarztes und ggf. der Psychiaterin aus Berlin im Detail zu widerlegen.

Beide Momente. Dein gesunder Menschenverstand und die medizinische Fachkenntnis geben zusammen sicher eine sehr gute Argumentationsgrundlagen bezogen auf das „MDK-Gutachten“!

Übrigens, lernen wir hier immer mehr, nach Möglichkeit ggf. schon bei der „ersten Ablehnung“ die Idee einer „Einstweiligen Anordnung“ zu prüfen. Hiermit kommt lt der Erfahrung diverser „erfolgreicher„ Patienten doch richtig „Druck auf den Kessel“ der jeweiligen GKV.
Hier findest Du weitere Hinweise ggf. magst Du ja Deine Anwältin damit inspirieren oder Du sucht Dir einen neuen Rechtsbeistand/in

viewtopic.php?f=22&t=7152

Achtung: Einen fristgerechten Widerspruch musst Du auf jeden Fall einlegen :!:
Hast Du noch Fragen, dann melde Dich einfach….
Wenn ein neuer Stand (z.B. Erfolg) da ist, natürlich auch... :)
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