Streit ums Sorgerecht und Med. Cannabis

m0rb
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Re: Streit ums Sorgerecht und Med. Cannabis

Beitrag von m0rb » So 11. Feb 2018, 01:27

meine familie ist selbst schon mehrfach im visier des jugendamts gewesen, da ich unter MS leide und Opioide im haus habe, meine partnerin ist substituiert - da meldet sich das jugenjdamt eigentlich standardmäßig... ja, es fühlt sich wie schikane an und ist in dem moment unangenehm - aber wie littleganja sagte, mir ist es lieber, das kindswohl wird sichergestellt, bevor es eines tages in der BILD steht und "keiner hats gewusst".

natürlich schaut die situation anders aus, wenn ihm die cannabis verschreibung zu lasten gelegt wird!
aggressivität ist eine häufige nebenwirkung von opioiden - nicht von cannabis. muss man weiter verfolgen.

alpr
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Re: Streit ums Sorgerecht und Med. Cannabis

Beitrag von alpr » So 11. Feb 2018, 10:11

Gunter_H hat geschrieben:
Ist auch immer die Frage der bisherigen Situation: Wenn ich z.B. eine Ausnahmegenehmigung hatte und das Cannabis selbst bezahlen musst.... und dann ab 03/2017 die „Aussicht“ besteht es von der Kasse bezahlt zu bekommen, dann ist die Lage schon irgendwie besser für mich als vor dem 03/2017....
Hmmm, ich will aber nicht vergleichen, ich will es nicht besser als schlecht, ich will es gut.
Ich habe genug mit meinen Problemen zu tun, da brauch ich nicht noch welche vom Staat die nicht sein müssen.

Ich sehe in unserer Regierung nicht den Willen etwas für den Patienten zu tun, sondern eher Steine in den Weg der eh schon leidenden zu legen, nichts wird unversucht gelassen um es uns zu erschweren.

Ich für meinen Teil kann bei dieser Regierung nichts positives sehen, ich bin mir sicher, es wird noch schlimmer für uns Cannabis Patienten werden.

littleganja

Re: Streit ums Sorgerecht und Med. Cannabis

Beitrag von littleganja » So 11. Feb 2018, 10:23

m0rb hat geschrieben:meine familie ist selbst schon mehrfach im visier des jugendamts gewesen, da ich unter MS leide und Opioide im haus habe, meine partnerin ist substituiert - da meldet sich das jugenjdamt eigentlich standardmäßig... ja, es fühlt sich wie schikane an und ist in dem moment unangenehm - aber wie littleganja sagte, mir ist es lieber, das kindswohl wird sichergestellt, bevor es eines tages in der BILD steht und "keiner hats gewusst".

natürlich schaut die situation anders aus, wenn ihm die cannabis verschreibung zu lasten gelegt wird!
aggressivität ist eine häufige nebenwirkung von opioiden - nicht von cannabis. muss man weiter verfolgen.
Danke Morb und dass von jemand der selbst betroffen war :!:

Alex84
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Re: Streit ums Sorgerecht und Med. Cannabis

Beitrag von Alex84 » Di 10. Sep 2019, 16:55

Also, ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten dass die Befürchtungen einiger hier wahr sind..
In meinem Fall wird das im Sorgerechtsstreit gegen mich verwendet, die Aussagen der Kinder über Gewalt werden dagegen nicht berücksichtigt...
Geht um Kopfschmerzen, wie oben von jemand mit angeblicher(oder anscheinend nur oberflächlicher) Jugendamterfahrung beschrieben, Rezept seit über 2 Jahren, zuvor illegal, jedoch seit 2001 dronabinol Versuche nachweisbar.
Also es geht auch gar nicht primär um THC, es geht einfach in meinem Fall darum dass das ein Punkt ist der hochgepusht wird um alles andere vergessen zu machen... Das Kind ist mehrfach von der Mutter weggelaufen, nachdem es in der Schule keine Hilfe bekommen hat, nachdem es sich den Lehrern anvertraut hat(oder sofort als Lügner bezichtigt wurde), hat dann die Schule verweigert. Trotz gemeinsamen Sorgerechts wurden alle Versuche von mir blockiert und das größte Kind ist nun seit 5 Monaten im Waisenhaus... Widerrechtlich, da der Richter keine Abwägung etc vorgenommen hat. Und in dem Gutachten das momentan erstellt wird kam das nun schon mehrfach zur Sprache, auch andere Themen die bereits eine klare Tendenz erkennen lassen.. wie gesagt, die Aussagen der Kinder über die Mutter wurden als Lügen von mir dargestellt, auch vom Richter selbst .
Widerlich.. Mein 8 jähriges Kind steht weinend vor der Tür, nach einer Stunde Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ( ihm unbekannte Strecke, 3 Verkehrsmittel, während dem Berufsverkehr aus München raus), bettelt nach einem körperlichen Übergriff (von Jugendamt und Schule gerechtfertigt) der Mutter, nicht mehr dorthin zurück zu müssen. Und ich kann nichts tun..Ich weiß dass es eine lange Geschichte ist, die hier nur extrem verkürzt wiedergegeben werden kann, aber ja, es wird anscheinend als Instrument benutzt.
Noch dazu, in meinem Fall, ich durfte beide Kinder über Monate nicht sehen da die Mutter ins Frauenhaus gezogen ist, bis begleiteter Umgang eingerichtet war. das Gericht wusste da schon vom med. Cannabis. Mehrfach musste ich das dem Umgangsbegleiter etc erklären, und er hat alles miterlebt und der Umgang wurde mit dem vollen Wissen darüber auf max unbegleitet 4 Wochen am Stück erweitert.. Und nachdem nun die Kinder 1 Jahr später Hilfe gesucht haben, wird das vom Richter vorgeschoben.
Es ist wirklich leider alles wahr... Was dazwischen alles passiert ist, glaubt wohl eh keiner...
Das ist ja das Problem, man muss entweder glauben dass die Mutter lügt, das Frauenhaus, Jugendamt, Schule, Gericht Mist gebaut haben, oder eben nur ich und die Kinder lügen (warum auch immer).
Nur sagt das Kind dass es lieber im Waisenhaus bleibt als zurück zur Mutter zu gehen.
Ich möchte aber dass es die Bindung zur Mutter nicht verliert, und das ist das kranke daran, ich muss dafür kämpfen dass es seine Mutter nicht hasst, weil das Kind leider schon lange durchschaut hat was läuft.
Heute rief die Gutachterin an, ein Test über THC den der Richter erzwingen wollte, hat er jetzt doch wieder zurück genommen.
Dabei lief schon Befangenheitsantrag gegen diesen Richter, aber der denkt wohl er muss sich an keinerlei Gesetze halten.
Die Kinder die vom IS nach Deutschland zurückkehren konnten, wurden ihren Großeltern übergeben.
Ich habe leider schon fast jede Hoffnung auf Gerechtigkeit für meine Kinder verloren...
Ansonsten, ist aber bei mir zum Glück das Rezept etc frühzeitig ans Gericht gegangen, diese ganzen Umgangsbegleitungen etc fanden ja unter der verordneten Medikation statt.
Von daher entwertet sich das Gutachten dadurch selbst. Bezahlen muss ich es wohl dennoch... Aber wer weiß es läuft ja noch.. Nur was ich und vor allem meine Kinder bis jetzt durchgemacht haben, es ist unbeschreiblich.. Ich habe knapp 30k€ bis jetzt in diesen Rechtsstreit gesteckt...Anwalt, Gutachter etc freuen sich, Mutter bekommt trotz einer Eigentumswohnung in Shanghai und allen Aussagen der Kids schön weiter komplette Prozesskostenhilfe ...Falls jemand ähnliches erlebt hat, oder selbst sogar Anwalt ist, oder Kontakt zur Presse etc herstellen kann, bitte, bitte eine Nachricht an mich.

Achso... Wegen Kostenübernahme, ich habe extra einen Termin über die AOK vereinbart, bei einem Arzt. Am Tag zuvor kam es zu einem Polizeieinsatz bei der Rückgabe der Kinder an die Mutter - > Ich bin laut Arzt nicht psychisch in der Lage ein Gespräch zu führen ohne über die Situation zu reden-> er kann daher keine Kostenübernahme empfehlen, ich kann mich aber wieder an ihn wenden wenn das geklärt ist...
Jede Nachricht, und besonders der globale Einsatz Deutschlands für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte machen mich einfach nur fertig..
Durch bürokratische Spitzfindigkeiten kann man sich nichtmal auf die Kinderrechtskonvention berufen..

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