Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf RLS

mad
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Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf RLS

Beitrag von mad » Di 10. Apr 2018, 14:20

Hallo,

ich war heute erstmals bei meinem Hausarzt wegen meiner Schlafprobleme.

Sobald ich abends ins Bett gehe, werde ich unruhig und drehe mich ständig hin und her. Ich denke über alles mögliche nach und komme „vom Hölzchen aufs Stöckchen“. Das Ganze zieht sich häufig über mehrere Stunden; ich komme einfach nicht zur Ruhe. Auch habe ich das Gefühl, keine angenehme Schlafposition zu bekommen. Ständig ist das eine oder andere unangenehm. Wenn ich mal 2-3 Minuten ruhig liege, fängt irgendwas anders an zu stören und ich drehe mich wieder -> das Spiel beginnt von vorne.

Desweiteren habe ich insbesondere in Ruhepositionen Muskelzuckungen. Ich MUSS dann ständig was bewegen. Insbesondere meine Waden und Arme. Und das geht so weit, wenn ich im linken Bein gezuckt habe, muss ich auch im rechten zucken -> immer gleichmäßig! Und das kann dann auch schon mal ganz schön lange so gehen. Noch schlimmer ist es in den Armen. Wenn meine Frau und ich abends auf der Couch liegen und Fernsehen gucken und sie sich zu mir an den Arm legt, fängt dort auch direkt das Zucken an; und dann natürlich auch im anderen Arm. Das nervt richtig!

Außerdem habe ich das Problem, dass ich immer mal wieder nachts schlaf wandle. Wie oft kann ich nicht genau sagen da 1. meine Frau seit einiger Zeit Ohrstöpsel benutzt und wir mittlerweile ein zweites Schlafzimmer wegen der Probleme eingerichtet haben. Bewusst gemerkt habe ich mein Schlafwandeln in den letzten 3 Wochen 4x. Ich gehe dann häufig mit meiner Decke durch das Haus (meistens ins Bad oder in den Keller). Vermutlich hängt es mit irgendwelchen Träumen zusammen.

Ich habe diese Probleme schon seit ca. 3-4 Jahren, wobei es immer schlimmer wird.

Tagsüber habe ich kaum Probleme, insbesondere wenn ich auf der Arbeit viel zu tun habe. Wenn ich mal in einer Besprechung sitze, merke ich aber, dass ich unruhig werde und häufig auf dem Sitz hin und her rutsche. Wenn ich aber „gefordert“ bin, merke ich von der Unruhe nichts.

Da ich aufgrund der Schlafprobleme morgens nicht so fit bin, schlafe ich mittlerweile ca. 2 Stunden länger als sonst üblich und gehe entsprechend später auf die Arbeit. Das ist zum Glück bei uns nicht das Problem.

Mein Hausarzt geht von psychischen Problemen aus und hat gesagt, ich soll zu einem Neurologen oder ins Schlaflabor gehen. Ich habe auch direkt in Bad Ems angerufen, hier hört der Facharzt allerdings auf und macht keine Termine mehr. Die Frau hat mir auch vom Schlaflabor abgeraten, da es vermutlich keine Schlafapnoe o. Ä. ist.

Ich gehe davon aus, dass es eine Art RLS sein könnte, da die Symptome ziemlich gut passen. Darüber habe ich mit meinem Hausarzt allerdings nicht gesprochen. Ich war heute übrigens erstmalig bei einem Arzt, da ich das ganze Thema immer heruntergespielt habe -> ich mag keine Ärzte und noch weniger Medikamente!

Ich habe mich bzgl. RLS viel informiert. Häufig werden Medikamente zur Behandlung verschrieben. Alles was üblicherweise verschrieben wird, hat ja heftigste Nebenwirkungen. Das würde alles für mich nicht in Frage kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass Cannabis für mich in Frage kommen könnte.

Als Sorten würde ich wohl Pedanios 20/1, Bakerstreet und Red. No 4 ausprobieren, da diese Indica-Lastig sind. Und ggf. noch Bedrocan um eine Sativa-Sorte zu testen. Da es wohl bei jedem anders wirkt?

Zu mir: ich habe vor ca. 15 Jahren mal was geraucht und zufällig vor ca. 2 Monaten nach so vielen Jahren einmalig etwas probiert (um zu testen, wie es auf meine Symptome wirkt).

Nun zur Frage:
Kennt jemand einen Neurologen im Raum Koblenz bis Montabaur (+/- 20km) der Cannabis verschreibt und Erfahrung mit RLS hat? Ich bin privat versichert und würde daher sowieso ein Privatrezept benötigen.

Vielen Dank!

Harro
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Harro » So 15. Apr 2018, 12:08

Zu mir: ich habe vor ca. 15 Jahren mal was geraucht und zufällig vor ca. 2 Monaten nach so vielen Jahren einmalig etwas probiert (um zu testen, wie es auf meine Symptome wirkt).
Und wie hat es gewirkt? Wann hast du es geraucht (Tageszeit)?
Ich verstehe noch nicht ganz, wieso du Cannabis als Medikament nutzen möchtest, andere Medikamente aber sofort für dich ausschließt? Auch Cannabis kann Nebenwirkungen haben. Und Medikamente haben nicht bei jedem diese Nebenwirkungen. Z.b. ist das L-Dopa, was man bei RLS verschreibt bei vielen unproblematisch und hilft enorm.

Da du noch mit keinem Arzt über RLS offen gesprochen hast (wenn ich den Thread korrekt gelesen habe), würde ich an deiner Stelle erst mal über RLS sprechen und dich bei einem Vertrauensarzt dazu informieren, welche Möglichkeiten du hast, statt ohne ärztliche Beratung zu "entscheiden", was deine Diagnose ist und was du dafür nehmen solltest. Das meine ich aber nicht böse, sondern als ehrlichen Tipp.

Ansonsten hast du bei Cannabis auch noch viele Möglichkeiten, in welcher Form und Dosis du das einnimmst, auch hier solltest du dich dann beraten -- sollte es so kommen, dass du das RLS tatsächlich hast und hierfür andere Behandlungsmethoden (auch nicht-medikamentöse gibt es bei RLS ja einige) nicht funktionieren oder in Frage kommen.

Cannabis hört sich erst mal nach einer schönen Lösung an, aber ich finde es nicht sinnvoll es zu konsumieren, wenn man überhaupt noch keine vernünftige Diagnostik gemacht und noch keine nicht-medikamentösen Behandlungsversuche unter ärztlicher Anleitung versucht hat.
Du schreibst ja auch, dass du auch auf der Arbeit Symptome hast, diese kannst du unter Umständen gar nicht mit Cannabis behandeln, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich, manche können sich unter Cannabis dann nicht mehr so gut konzentrieren.

Nicht, dass ich Cannabis schlecht reden möchte, ich finde nur, dass es ein Unterschied ist, ob man es aus Freizeit- und Genussgründen konsumieren möchte, oder um damit etwas zu behandeln. Im letzteren Fall finde ich eine ärztliche Abklärung und Diagnostik, sowie Abwägung aller Therapieoptionen sinnvoller, als selbst zu entscheiden, was es ist und wie es behandelt werden muss.

Ich verstehe aber den Leidensdruck, ich habe selbst oft RLS Symptome.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » So 15. Apr 2018, 13:33

Hallo,

ich war bei meinem Hausarzt und er vermutet etwas in die Richtung. Er hat mich an ein Schlaflabor bzw. Neurologen verwiesen. Ich habe für Anfang Mai nun einen Termin bekommen.

Als ich vor einigen Wochen eimalig was geraucht habe – abends gegen 23:00 Uhr –, konnte ich in der Tat 2 – 3 Nächte relativ gut schlafen und hatte kein Probleme. Wobei ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass die 2. und 3. Nacht noch aufgrund einer Cannabiswirkung so gut verliefen.

Bzgl. der Medikamente: ich nehme sehr ungern irgendwelche künstlichen Dinge zu mir und nehme so gut wie nie Schmerztabletten oder sonst was. Ich habe eine eine Abneigung gegen, da ich denke, der Körper kann sehr viel selbst schaffen. Als mein Hausarzt die RLS-These in den Raum gestellt habe, habe ich mich anschließend sehr viel informiert. Und bei jedem Medikament, was verschrieben wurde, habe ich viele negative Dinge wie Abhängigkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme o. Ä. gehört. Und da RLS anscheinend nicht heilbar ist, benötigt man ja ein Medikament für die restlichen Jahre. Und da schließe ich solche Medikamente eben konsequent aus; höchstens als Mittel der 3. oder 4. Wahl. Und auch bei L-Dopa habe ich bisher viele negative Nebenwirkungen gelesen! Die Berichte von anderen RLS-Patienten mit Cannabis lesen sich bisher nur positiv. Die Probleme tagsüber sind auch zu vernachlässigen, sodass ich wenn dann nur abends etwas benötige.

Ich habe auch schon andere Dinge probiert, allerdings alles ohne Ärztliche Begleitung. Wenn sowas natürlich gehen würde, fände ich super. Ich bin jetzt mal auf meinen Termin Anfang Mai gespannt. Ist ein Privatarzt (Neurologe), der einige alternativ- und naturmedizinische anerkannte Therapieverfahren nutzt. Ich lasse mich mal überraschen; zunächst hätte ich ja erst mal gerne eine Diagnose.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mo 16. Apr 2018, 18:22

Hatte heute meinen Termin. Diaknose ist starkes RLS. Levodopa wurde mir nun verschrieben. Ich werde es mal testen und hoffe auf keine Nebenwirkungen. Ansonsten geht's nächste Woche wieder hin. Ich soll aber erst noch die Blutwerte abwarten. Kann also sein, dass ich zunächst Eisentabletten o. Ä. bekomme. Ich warte ab.

MonaLisa
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von MonaLisa » Mo 16. Apr 2018, 22:22

mad hat geschrieben:Hatte heute meinen Termin. Diaknose ist starkes RLS. Levodopa wurde mir nun verschrieben. Ich werde es mal testen und hoffe auf keine Nebenwirkungen. Ansonsten geht's nächste Woche wieder hin. Ich soll aber erst noch die Blutwerte abwarten. Kann also sein, dass ich zunächst Eisentabletten o. Ä. bekomme. Ich warte ab.
Viel Glück! Und wenn es nicht funktionieren sollte wünsche ich Dir, dass Du "die grüne Naturmedizin" bekommst. ;)

LG

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mi 25. Apr 2018, 20:40

Blutwerte, Urinwerte, Nervenwerte alles in Ordnung. L-Dopa-Test hat gezeigt, dass es wirkt -> der Bewegungsdrang ist weg. Soll L-Dopa jetzt weiter nehmen. Meine Frau ist schon von meinen Stimmungsschwankungen genervt – merke ich sogar selbst, dass ich oft einfach meine Ruhe haben will und total genervt bin. Mein Einschlafen klappt häufig innerhalb von 1,5 Stunden (vorher waren es mindestens 3 bis 4 Stunden) -> ist besser, aber bei weitem nicht gut.

Nebenwirkungen habe ich mittleren Schwindel, manchmal wenig Übelkeit (ohne Erbrechen). Letzte Nacht habe ich allerdings wieder ca. 4 bis 5 Stunden wach gelegen -> Anfangs ohne Bewegungsdran; ca. 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme fingen die Zuckungen aber wieder an.

Zwar hilft L-Dopa beim Bewegungsdrang, dadurch klappt das Einschlafen schon etwas schneller. Allerdings ist es so eine Kopfsache, dass ich mir trotzdem noch ständig über irgendwas Gedanken mache und daher nicht einschlafen kann.

Gibt es andere, mit ähnlichen Erfahrungen? Da Cannabis beim Einschlafen helfen soll und auch bei RLS würde ich es nun tatsächlich gerne mal testen. Daher noch mal die Frage in die Runde: kennt jemand einen Arzt im Raum Koblenz, der es verschreibt? Befund meines Neurologen kann ich dann sicherlich noch anfordern. Eigentlich habe ich auch kein Bock mit so nen Zeug wie L-Dopa die nächsten Jahren rein zu schmeißen.

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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mi 9. Mai 2018, 20:35

Nachdem ich nun einige Wochen Levodopa genommen habe, bin ich tagsüber überhaupt nicht mehr zu gebrauchen. Ich laufe nur noch total benommen durch die Gegend und habe massive Konzentrationsstörungen. Und wenn ich nachts wie üblich aufwache, kann ich nun nicht mehr einschlafen. Echt heftig.

Mit meinem Hausarzt habe ich das Absetzen besprochen. Auf Cannabis angesprochen wurde er direkt richtig ablehnend: er dürfte es gar nicht verschreiben und macht sich strafbar; und dass ja jetzt das für alles verschrieben wird -> und es ins lächerliche gezogen. Mit so einer Reaktion habe ich tatsächlich gar nicht gerechnet. Er hat mir nun Lyrica verschrieben. Eigentlich habe ich auf den ganzen Kram kein Bock, wenn es doch so ein besseres Mittel gibt. Gehe jetzt nächste Woche zu meinem Neurologen und hoffe, von ihm ein Rezept zu bekommen.

Oh man, ich will doch nur schön entspannt einschlafen, ohne Zuckungen und ständigem „über irgendwas nachdenken“. Ich hoffe, dass er mit mir einen Versuch mit Cannabis startet. Werde ihm aber auch ganz klar machen, dass ich es mit ihm oder als Alternative ohne ihn im Alleingang versuchen werde.

Hat vielleicht noch jemand einen Tipp bei mir im Raum für einen Arzt, sollte ich nächste Woche kein Glück haben? Ich brauche auch nur ein Privatrezept; kann auch eine Privatpraxis sein.

Duck
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Duck » Mi 9. Mai 2018, 20:56

Ich hab jetzt nicht alles gelesen aber hast du nun einen rls befund oder nicht?

Nimm alles mit was er dir gibt...


Und such dir nen Doktor der auch Natur heilverfahren macht.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mi 9. Mai 2018, 21:35

Befund ist noch nicht geschrieben, aber mündlich habe ich es. Schriftstück bekomme ich noch. Ich hoffe auf nächste Woche. Habe ihn tatsächlich auch wegen der Naturheilberfahren und alternativen Therapien ausgewählt. Beim ersten Gespräch wollte er auch erst was anderes ausprobieren. Aber er war nicht komplett dagegen. Ich lege viel Hoffnung in ihn :-).

Duck
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Duck » Mi 9. Mai 2018, 21:38

Bericht? :lol:
Hast doch bestimmt die lobor messungen? Oder?

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mi 9. Mai 2018, 22:33

Noch keine Messungsergebnisse schriftlich. Bisher nur mündlich. Ist aber alles in Erstellung. Dauert aufgrund der Feiertage schneller. Aber Nervenmessung, Blut- und Urinwerte alle normal. Also Eisenmange o. Ä. ist keine Ursache. Aber ich werde mir alles zukommen lassen.

Duck
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Duck » Do 10. Mai 2018, 06:34

Also hattest du ein mobiles schlaflabor? Oder warst du im schlaflabor?
Ich hab nach der Besprechung gleich alles mitgenommen.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Do 10. Mai 2018, 11:03

Schlaflabor war ich noch nicht. Primär ging es um die zuckenden Beine und Arme und um den Bewegungsdrang. Hier hat L-Dopa auch geholfen. Habe dann nur noch ca. 1,5 Stunden zum Einschlafen gebraucht – eine richtig gute Verbesserung! Im Labor wurden Blutwerte kontrolliert. Und beim Arzt wurden die Nerven mit einem Stromtest überprüft.

Falke
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Falke » Fr 18. Mai 2018, 21:32

Hallo, bin nicht aus deiner nähe, aber so wie man das alles bei dir rausliest. Hast du definitiv Restless legs.

Du solltest dir erstmal aber vom neurologen, das diagnostizieren lassen, bevor du von jemand Cannabis bekommst.

Die eine Sache ist, das es ein Haufen Medikamente gibt die helfen, um das zu diagnostizieren musst du aber erst L-dopa medis nehmen, wenn die helfen dann hast du zu 100% RLS.

Dann musst du dir Medikamemte verschreiben lassen, und wenn du auf alle allergisch reagierst dann hast du eine Chance es zu bekommen.

Ich weiß nicht wie viel Medikamente oder so du in den letzten 5 Jahren bekommen hast, aber du musst dir bei jeden Arzt dem du warst die Akten einholen, damit du raussuchen kannst was dir von Vorteil sein kann.

Ich habe auch RLS und hatte auf das hingearbeitet, war nicht einfach.


Es gibt irgendwo Studien drüber, hatte mir die GKK gesagt, habe das aber nicht mehr hinterfragt.

Ein kleiner Tipp leg dir eine Eigene Akte an mit sämtlichen Dokumenten antesten Diagnosen usw. Natürlich nur die dir helfen können. Und dann geh von Arzt zu Arzt.

1. Ist dann ein Arzt zu finden der dir das auf Privat Rezept schreibt.

2. Kostenübernahme bei der GKK.

Die wirst du definitiv brauchen, weil dir nur eine Sorte nicht immer hilft und die Menge die du im Monat benötigen wirst auf Privat Rezept viel zu teuer wäre.

Das wichtigstes ist nicht aufgeben.

Gruß

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Sa 19. Mai 2018, 00:03

Danke für die Infos.

Hatte die Woche noch ein Gespräch bei meinem Arzt. Habe mich die letzten Jahre rumgequält. Meine Frau wollte mich schon seit Ewigkeiten bei einem Arzt sehen, aber ich hatte darauf kein Bock. Ich habe dann erst vor kurzem den Weg zum Hausarzt und direkt danach zum Neurologen gesucht.

Mein Neurologe hat ein sehr schweres RLS festgestellt; er hat mir einen Score von 32 ausgerechnet. Habe auch L-Dopa probiert. Das Einschlafen hat dann etwas besser geklappt (1,5 Stunden statt 4 Stunden) und das Zucken war weg komplett weg (ein Traum!). Aber man konnte mich damit tagsüber total vergessen; die Konzentrationsprobleme waren enorm. Daher haben wir das jetzt nach ca. 3 Wochen wieder abgesetzt. Die Nebenwirkungen waren mir viel zu heftig.

Leider sind auch die einfachen Dinge wie Eisenmangel nicht der Grund. Ich soll jetzt noch mal Magnesium testen, was ich seit ca. einer Woche mache.

Er wollte mir zeitgleich irgendwelche Dopaminagonisten verschreiben. Da ich aber überhaupt kein Bock auf so heftige Medikamente habe, habe ich ihm Informationen zu Cannabis gegeben. Er war erstmal ziemlich ablehnend, ohne aber dabei aggressiv zu werden wie mein Hausarzt. Ich hatte halt alle Argumente auf meiner Seite und konnte ihn ziemlich gut informieren. Als dann sein letztes Argument kam „es ist schwer das zu verschreiben“ kam mein Argument, dass ich sowieso privat versichert bin und nur ein Btm-Rezept brauche. Er war glaube ich schon erstaunt, wie viel ich mich über alles mögliche informiert habe; und auch in welcher Detailtiefe. Hautsächlich geht es mir ja darum, einfach abends einzuschlafen. Und das möglichst ohne meinen Körper anzugreifen und irgendwelche Nebenwirkungen.

Tatsächlich habe ich seit dem Absetzen von L-Dopa wieder massive Probleme und mein Tagesablauf ist wieder nur auf RLS eingestellt - fange wieder ca. 2 Stunden später an zu arbeiten und kann so nicht vor 19:00 Uhr zu Hause sein und bekomme so nichts mehr auf die Reihe. Jetzt habe ich glücklicherweise erstmal drei Wochen Urlaub und gucke dann am Ende noch mal, wie es aussieht.

Mein Arzt meinte am Ende des Gesprächs, dass wir es dann nach einem Monat durchaus mal mit Cannabis probieren können. Er war auch dankbar für meine rausgesuchten Informationen.

Zurzeit überlege ich die Sorten Bakerstreet, Red No. 4, Pedanios 20/1 und Pedanios 18/1 zu probieren. Hier habe ich ziemlich viel positives zum Einschlafen gelesen. Aber ich warte erstmal den Magnesium-Test ab und werde ggf. in 3 – 4 Wochen meinen Arzt aufsuchen.

Ob meine Krankenversicherung den Kram bezahlt, ist mir fast egal. Ich muss sowieso über 1000 Euro an Arztrechnungen haben, damit sich ein Einreichen überhaupt lohnt.
Zuletzt geändert von mad am Sa 19. Mai 2018, 00:21, insgesamt 1-mal geändert.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Sa 19. Mai 2018, 00:12

Die Reaktion von meinem Hausarzt, war übrigens sehr lustig. Er konnte mir nicht mehr in die Augen gucken und war total sauer. Er meinte, er dürfte es gar nicht verschreiben. Als ich ihm versucht habe zu erklären, dass das absoluter Schwachsinn ist und dass es quasi jeder Arzt dürfte, hat er mir überhaupt nicht geklaubt. Und hat dann gemeint, dass man dass ja jetzt für jeden Mist verschreiben würde und man ja überhaupt nichts dazu sagen kann. Außerdem bräuchte er eine klare Indikation für Cannabis, damit er sich bei einer Verschreibung nicht strafbar macht; mein Argument, dass er es in seinem Ermessen verschreiben darf wurde nur noch belächelt.

Am Ende des Gesprächs sind wir dann raus aus seinem Zimmer gegangen. Er hat mir irgendein heftiges Mittel aufgeschrieben und meinte nur noch „aber mit Cannabis brauchen sie hier nicht hin zu kommen“ damit das auch ja noch schön die Dame am Empfang mitbekommt.

Bin echt am Überlegen, ob ich mir einen anderen Arzt suche; tut ihm sicherlich weh, wenn er mich als Privatpatient verliert. Sowas intolerantes fand ich echt heftig. Der hat wohl überhaupt keine Lust auch mal nur etwas über den Tellerrand zu gucken. Ich war echt richtig sauer nach dem Gespräch.

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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Martin Mainz » Sa 19. Mai 2018, 13:20

Na das hört sich ganz gut an, mit dem Neurologen. Jeder Arzt, der zum ersten Mal mit Cannabis konfrontiert und durch Patienten gut aufgeklärt wird, ist ein Tropfen mehr der den Stein höhlt. Also Bravo dafür.

Was Deinen Hausarzt angeht, frag ihn doch einfach mal ob Du seiner Meinung nach lieber wechseln sollst. Nicht als Drohung, sondern einfach als Frage, ob ihm das dann angenehmer wäre. Willst ihm ja auch nicht zur Last fallen.
Mal schaun wie er reagiert. :mrgreen:

Grüße, Martin
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Hans Dampf » Sa 19. Mai 2018, 13:52

Martin Mainz hat geschrieben:Na das hört sich ganz gut an, mit dem Neurologen. Jeder Arzt, der zum ersten Mal mit Cannabis konfrontiert und durch Patienten gut aufgeklärt wird, ist ein Tropfen mehr der den Stein höhlt. Also Bravo dafür.

Was Deinen Hausarzt angeht, frag ihn doch einfach mal ob Du seiner Meinung nach lieber wechseln sollst. Nicht als Drohung, sondern einfach als Frage, ob ihm das dann angenehmer wäre. Willst ihm ja auch nicht zur Last fallen.
Mal schaun wie er reagiert. :mrgreen:

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Echt guter Tipp. So zwingt man den Arzt Stellung zu beziehen und gegebenenfalls die Entscheidung auch mit finanziellen Einbußen ein bisschen spüren zu müssen.
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von Falke » Sa 19. Mai 2018, 15:42

Das Buch/Heft "Cannabis verschreibungs Hilfe für Ärzte" wäre auch hilfreich.

mad
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Re: Suche Arzt im Raum Koblenz / Montabaur -> Verdacht auf R

Beitrag von mad » Mo 2. Jul 2018, 20:12

Kurzes Update:
Habe nun zwischenzeitlich Folsäue und Magnesium probiert -> 0 Wirkung! Danach nun seit ca. einem Monat Restex. Tatsächlich wirkt es gar nicht mal schlecht. Einschlafen innerhalb von 30 Minuten (ein Traum!). Allerdings tagsüber starkes Schwitzen + manchmal wie ein Brett vorm Kopf / Blackout. Da mein Neurologe sich mit Cannabis nicht auskennt, hatte ich heute einen Termin bei einem Schmerzarzt. Habe nun eben erstmals Sativex genommen.

Meine Vermutung ist allerdings (aufgrund Patientenberichten), dass Sativex nicht gut für das Einschlafen ist. Ich soll es jetzt einen Monat testen. Wenn es dann nicht so gut wirkt, testen wir Cannabisblüten. Eigentlich mag er Blüten nicht, da sie nicht so gut zu dosieren sind. Allerdings sieht er sich eher als Berater und möchte mich bei der Suche nach dem richtigen Medikament unterstützen. Aufgrund des Preises, der Einnahmeform (Verdampfen) und der Wirkungsvielfalt sind mir Blüten eigentlich auch lieber.

Es hat sich insbesondere gezeigt, dass ich bestens bzgl. aller möglichen Medikamente vorbereitet bin inkl. Wirkung und Nebenwirkung. Auch bei den Blüten bzgl. Einnahme hatte ich sehr viele gute Argumente.

Den Geschmack von Sativex finde ich übrigens gar nicht schlimm; schmeckt irgendwie wie Hasch.

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