Arztsuche in NRW

Fiowio
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Re: Arzt in NRW?!

Beitrag von Fiowio » Di 20. Nov 2018, 21:19

Guten Abend lieber matwenn.
Meine Frage bezüglich deiner Empfehlung.
Hast du Erfahrung mit diesem Arzt ?

Sadiru
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Hilfe für einen Freund

Beitrag von Sadiru » Do 24. Jan 2019, 20:28

Hallo liebe Community,

erst einmal vielen Dank, dass es ein solches Forum gibt, in dem sich so sachlich und vernünftig über das Them Cannabis ausgetauscht wird.

Ich möchte euch ein Problemfall schildern, und Fragen, ob Ihr eine Ahnung habt, wie hoch die Chance ist, die Situation für einen Freund von mir zu verbessern.
Er hat eine Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ und eine Rezidivierende depressive Störung.
Wegen beiden Erkrankungen die jetzt seit ca. 2 Jahren bei ihm mit Ende 20 diagnostiziert wurden, war er in den vergangenen 1,5 Jahren mehrmals im Krankenhaus. Sowohl als Akutfall als auch für Therapien.

Aktuell ist er nur noch in psychologischer Behandlung, also einen Termin alle Paar Wochen und in Psychiatrischer, also eingestellt auf Olanzapin und Duloxetin was alles in allem zwar hilft, zumindest etwas gegen die Selbstverletzung, jedoch beklagt er weiterhin massive Probleme sich zu entspannen und, subjektiv, fehlende Wirkung gegen dieses "innere Tief".
Somit gibt es immer wieder Phasen, wo er wochenlang in der Wohnung saß und nicht einmal den Antrieb hatte, grundlegende Dinge im Haushalt zu erledigen.

Durch die Klinik ist er in Kontakt gekommen mit einigen Patienten, die Cannabis konsumieren, jedoch nicht zu medizinischen Zwecken.
Dann kam der Moment, wo er, als er extremen Schneiddruck hatte, was geraucht hat. Nach eigenen Angaben war nicht nur der Schneiddruck weg, sondern er hatte auch Motivation, wieder etwas positives zu machen.

Nach dieser Feststellung begann er mit verschiedenen Sorten zu experimentieren. Wir wohnen einen Steinwurf entfernt von den Niederlanden, was ihm (und auch mir) das sehr gut ermöglicht hat. Die Shops haben sehr geholfen, und den Unterschied zwischen Sativa und Indica, CBD und THC usw. erklärt. Er ist recht schnell umgestiegen auf einen Vaporizer (Odin 2, falls das relevant ist. Der wurde uns empfohlen.) und konsumiert jetzt recht regelmäßig Indica um überhaupt unter Menschen gehen und produktiv zu können und Sativa, um extreme Anspannungssytuationen zu lösen.
Die Menge ist sehr gering, ich merke bei gleicher Dosierung eine ganz leichte Wirkung, bei ihm reicht das jedoch, um telefonanrufe führen zu können, Sport zu machen, weniger bis gar nicht zu dissoziieren usw.

Zwar ist es uns möglich, ausschließlich legal in NL zu konsumieren, so dass wir einen Haufen Probleme schonmal nicht haben. Auch ist nicht unbedingt die Kostenübernahme ein Problem.
Was ich euch fragen wollte ist: Ist die Indikation geeignet für eine Behandlung mit Cannabis? Kann es Wechselwirkungen it den Medis geben?
Man liest sehr viel über Schmerzpatienten, die eine Behandlung zugesprochen bekommen, die ihnen zumindest etwas rechtssicherheit gibt. Aber sehr wenig über Patienten mit psychischen Problemen.
Das macht auch "Sinn". Als Arzt einem Patienten "Drogen" zu geben, der eh schon psychische Probleme hat, ist nach allgemeiner Logik widersprüchlich.
Und vielleicht hätte ich auch so argumentiert, wenn ich die Erfolge nicht gesehen hätte.

Nun ist er aber in einer Klinik in Behandlung. Eine Behandlung von denen ist faktisch ausgeschlossen. Ärzte abklappern, die in NRW auch an Patienten mit psychischen Leiden verschreiben scheint auch nicht erfolgversprechend, wie man in oft lesen kann.

Habt ihr vielleicht einen Tip, wie man, gerade weil die Behandlung erst etwas mehr als ein Jahr halbwegs regelmäßig läuft und er oft hört, dass alles positive erst noch kommt, und ob man über eine Cannabistherapie nachdenken sollte?
Besonders, weil einige Angebote in der Klinik an absolute Drogenfreiheit gebunden sind, worunter sein Cannabiskonsum durchaus fallen würde.
Welche Ärzte würden sich für so etwas einigen? Oder soll er lieber abwarten und hoffe, dass die Chemie doch hilft?


Ich danke euch schonmal für eure Antworten :)

Cookie
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Re: Hilfe für einen Freund

Beitrag von Cookie » Do 24. Jan 2019, 21:12

Puh, viel Text.

Nun, ich "verachte" die klassische Medizin nicht, aber gerade bei Psychopharmaka wäre ich vorsichtig.

Ist Cannabis eine Alternative? Ich würde sagen, ihr habt es - erfolgreich - probiert, oder nicht!? Es lohnt auf alle Fälle, den Weg zu gehen. Da ich aber weder Arzt bin noch selbst irgendwelche Erfahrungen habe mit psychischen Erkrankungen, ist das nur meine Meinung ;).
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

Toby
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Toby » Sa 26. Jan 2019, 21:54

Hallo Zusammen!
Vielen Dank für die Aufnahme hier.
Ich kann mich hier nur anschließen und würde auch gerne wissen, bei welchem Kassenarzt aus dem Raum Düsseldorf/Neuss/Krefeld man vorsprechen könnte?
Es wäre wirklich super, wenn ihr mir eure Tipps zusenden könntet.

Vielen vielen Dank im Voraus!

Bastian
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Re: Vorstellungs- und Willkommensthread

Beitrag von Bastian » Di 12. Feb 2019, 12:49

Guten morgen meine grünen Freunde.
Ich habe das Problem das mich der betriebsartzt nicht mehr arbeiten lassen will weil ich kiffe.
Ich kiffe aber wegen meiner Gesundheit. Ich habe 5 Jahre lang 13 Tabletten am Tag nehmen müssen und habe vor einem halben Jahr alle Tabletten abgesetzt!! Seit dem therapiere ich mich mit Cannabis und fühle mich so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich war jetzt schon bei 2 Psychiatern und beide haben gesagt das es sinnvoller ist das ich es auf Rezept bekomme anstatt wieder die Tabletten zu nehmen, womit ich mich auch wieder viel schlechter gehen würde!!!
Jetzt mein Anliegen, kennt sich jemand mit sowas aus oder kennt vielleicht sogar Ärzte in NRW die mir helfen können???
Ich danke euch schon mal im voraus!
Mfg Bastian

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Martin Mainz
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Martin Mainz » Di 12. Feb 2019, 14:31

Hallo Bastian und herzlich willkommen im Forum!

Deinen Beitrag habe ich hierher verschoben, weil es thematisch besser passt.

Können Deine Psychiater Dir nichts verschreiben? Rechtlich gesehen dürften sie das.
Foren-Putze und Teilzeitadmin

Bastian
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Bastian » Di 12. Feb 2019, 16:45

Die wollen alle nicht so wirklich damit zu tun haben.

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Hans Dampf
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Hans Dampf » Di 19. Feb 2019, 06:45

Bastian hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 16:45
Die wollen alle nicht so wirklich damit zu tun haben.
Was ist denn das?
Cannabis empfehlen und dann nicht selbst verschreiben wollen.
Ziemlicher Widerspruch. Rede noch mal mit denen, die sollen sich das bei dir in Ruhe anschauen.
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."

Dast
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Dast » Di 19. Feb 2019, 13:42

Viele scheuen halt den Aufwand. Habe sogar nen Gutachten welches für die Rentenversicherung im Rahmen des Rentenantrags gemacht worden ist indem steht, das die Selbstmedikamention nicht gut sei. Auch wenn die Wirkung stimmt und die anderen Medikamente damit zu 2/3 abgesetzt werden könnten.

Nachdem das Verfahren abgeschlossen war habe ich dort nochmals angefragt, verschreiben wollte die gute es dann aber auch nich.

Fee88
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Fee88 » Mi 20. Feb 2019, 12:20

Hi,
Ich hoffe, ihr könnte und wollt mir hier weiterhelfen.
ich leide seit 16 Jahren unter schweren Depressionen mit einhergehender höher Suizidalität. Ich war schon 3,5 Jahre in der akut Psychiatrie und davon größtensteils auf der Geschlossenen.
Ich habe wirklich alle Medikamente durch und sollte deswegen bei dem letzten Aufenthalt schon ins Gechlossene Heim, weil ich schon als Austherapiert galt. Abgesehen davon, dass ich nur noch aus gut Glück lebe, da meine Suizidalität so schlimm werden kann, dass sogar die freiwilligkeits Erklärung als nicht tragfähig gilt und ich per PsychKg untergebracht werde.


Ich habe früher nie "Drogen" konsumiert.

Aber nach der letzten Entlassung aus der Klinik, kam ich über eine Bekannte in Kontakt mit C. und nehme es seit Monaten in geringen Dosen den Tag über. Es hilft mir so gut, wie nichts anderes vorher und es ist weniger schädlich als u.a. Tavor oder Zopiclon, was ich ohne Probleme sofort bei meinem Arzt verschrieben kriege. Aber obwohl ich mein Facharzt drauf ansprach und verdeutlichte, dass ich mich zum ersten Mal im Leben, abends im Bett auf den nächsten Tag freue, und er auch sagt, dass er sich gut vorstellen kann, dass es mir hilft. Weil viele Medikamente paradox bei mit wirken (deswegen die viele Medikamenten Unverträglichkeiten), verschreibt er es mir nicht, weil er es niemandem generell verschreibt.


Auch obwohl meine Mutter dabei war und sehr überzeugend gegenüber dem Hausarzt war, das es sei dem ich es konsumiere mir deutlich besser geht, lehnt er es auch ab, hätte keine Erfahrung in dem Bereich damit.


Ich hoffe, dass hier jemand ein Psychiater kennt oder ein Arzt der C. auch bei Psychischen Erkrankungen verschreibt und die Kostenerstattung für die KK macht?


Und ich habe eine Frage, von meiner KK (TK) habe ich zwei unterschiedliche Sachen gehört, einmal dass die Kostenerstattung auch ohne Arzt gehen würde (gelte da seit 15 Jahren chronisch Krank und hab ein unbefristeten Schwerbehindertenausweis) und dann heißt es, es gehe nur damit?. Im Internet finde ich alte Berichte wo es auch ohne Arzt geht und eher neure wo die Kostenerstattung nur mit Beteiligung des Arztes geht? Weis da jemand was genaures?


Lg

Fee

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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Fee88 » Mi 20. Feb 2019, 12:40

Ach, ich komm aus dem Raum südlich von Bonn

Cookie
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Cookie » Mi 20. Feb 2019, 13:00

Cannabis Konsum ist kein Drogen Konsum - auch wenn viele das anders "deuten"!

Auf jeden Fall brauchst Du für die Kostenerstattung einen Arzt. Für den Rest hoffe ich darauf, dass einer aus NRW einen Arzt kennt. Ich selbst leider nicht.
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mad
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von mad » Mi 20. Feb 2019, 15:02

Lass Dir von Deinem Arzt bescheinigen, dass Du aktuell Canabis testest und damit sehr gute Erfolge hast. Er verschreibt es Dir nur mangels Kenntnis nicht. So ein Gutachten kannst Du dann bei einem anderen Arzt vorzeigen, der Dich dann auf Cannabis einstellen kann. Ich bin auch bei einem Schmerzarzt, obwohl ich zum Neurologen müsste. Aber da mein Neurologe keine Ahnung und dafür massig Angst hat, hat er mich zu einem fachfremdne Kollegen geschickt.

Palliativ- und Schmerzärzte sind zurzeit die hoffnungsvollste Adresse. Ärzte bei Dir in der Nähe findest Du im Internet unter der weißen Liste.

Fee88
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Re: Arztsuche in NRW

Beitrag von Fee88 » Mi 20. Feb 2019, 18:52

Dass mit der Bescheinigung ist eine gute Idee.
Aber ich denke nicht das ein Schmerz- oder Palliativarzt so weit fachentfernt das verschreibt.
Und die KK dass auch akzeptiert.
Ich möchte auch, dass mir das ein Arzt verschreibt, damit er mir hilft mit der richtigen Dosierung und Anwendung.
Deswegen ist mir ein Arzt wichtig, der Erfahrung bei der Therapie mit C. bei Psychischen Erkrankungen hat.

Lg

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