Chronischer Tinnitus Erfahrung mit Therapie

Artharon
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Re: Chronischer Tinnitus Erfahrung mit Therapie

Beitrag von Artharon » So 27. Okt 2019, 19:33

Hallo,

seit längerer Zeit bin ich schweigender Mitleser, in letzter Zeit ist jedoch mein stressbedingter Tinnitus wieder sehr am Erstarken (bin Student und habe über die vorlesungsfreie Zeit meist nur sehr geringe Symptome, das ganze ändert sich dann wieder schlagartig, sobald das neue Semester (oder anderweitige Stressphasen/-situationen) beginnt, mal ist es besser, mal ist es schlimmer).

Ich war schon mal beim Arzt, der mir allerlei homöopathische Mittel verschrieben hatte, die alle samt nicht geholfen haben und auf eine Kortisonbehandlung möchte ich doch dann dankend verzichten (vor allem im Hinblick darauf, dass mein Tinnitus bereits vor ca 4,5 Jahren schleichend gekommen ist und bisher nie komplett weg war und daher ganz klar chronisch ist, da ist Kortison nichts für Langzeit).

Ich habe bereits 1 Jahr in den Niederlanden und Kanada gelebt, daher hatte ich bereits Berührpunkte mit Cannabis und muss sagen, dass es mir bei Peaks doch meist gut geholfen hat (Sorten-/Qualitätsabhängigkeit kann ich hier ganz klar bestätigen, aufgrund von Grauzonen/ nur Entkriminalisierung konnte ich leider bis dato in den "hanffreundlichen Abschnitten" meines Lebens nie eine konstante Sortenqualität erreichen (auch dadurch, dass die Peaks sehr unregelmäßig auftauchen und teilweise mehrere Woche bis Monate vergehen bis ich mal wieder eine Medikation benötigen würde).

Generell bin ich ein sehr gesetzes-/regeltreuer Mensch, daher gibt es in Deutschland keine wirkliche Alternative zum offiziellen Arztgang, bei dem einen Mal, wo ich über den illegalen Weg nachgedacht habe und auch kurz davor war, ist mein Tinnitus gleich 3 mal schlimmer geworden, weil ich so Stress geschoben habe, das ist dann auch nicht Sinn der Sache.

Generell litt ich bisher u.a. unter einer leichten bis mittleren Depression, psychosomatische Diabetes (ja gibt es wirklich) und Angstsymptome in neuen Lebenssituationen. Das Ganze war jedoch immer "relativ" kurzlebig (ein paar Monate bis halbes Jahr, unregelmäßig stark jeweils über den Zeitraum und mit gelegentlichen "Pausen") und hat sich untereinander "abgelöst". Aufgrund von Umzügen und meiner relativ schnellen "Genesung" von einem Problem, war ich fast immer bei anderen Ärzten und eigentlich bekam ich auch immer als 1. Lösung "weniger Stress haben" "verschrieben" (habe auch eine lange Zeit selber keinen Zusammenhang zwischen meinen Episoden gesehen, daher habe ich auch nicht immer alle Situationen, die ich bisher hatte dem Arzt detailliert beschrieben, was ganz klar ein Fehler war bisher).

Seit dem ich wieder einen Hund habe und mit diesem regelmäßig spaziere bin ich auch aus diesen größeren "Problemen" wieder heraus, geblieben ist jedoch der Tinnitus und gelegentliche Schlafstörungen/Downsein (wobei bei den letzten zwei das wohl mehr oder wenig normal ist für Studenten). Gerne würde ich mein für psychosomatische Störungen anfälliges Gemüt bei auftretenden Peaks (sei es Tinnitus, Schlafstörung oder Ängste) legal mit Cannabis medikamentieren und eventuell auch (hoffentlich nicht mehr auftretende) größere Ausbrüche zumindest teilweise prävenieren (wenn ich merke, dass ich wieder sehr aufgewühlt bin über einen längeren Zeitraum).

Haben noch mehr Betroffene eventuell Erfahrung mit Tinnitus (bzw. stressbedingte, psychosomatische Erkankungen) und Cannabis (und Ärzten in diesem Zusammenhang) gemacht? Die Frage ist auch zu welchem Arzt ich nun gehen sollte, vllt zuerst zum Hausarzt und die ganze Geschichte mal komplett erzählen (ihn hatte ich auch schon mal wegen einer der oben genannten Probleme konsultiert gehabt, weiß aber nicht, wie er zu Cannabis etc. steht)? Kennt jemand eventuell einen passenden Arzt, der cannabisfreundlich ist in Hessen?

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Mo 28. Okt 2019, 06:59, insgesamt 1-mal geändert.
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