Anbau von Nutzhanf

haenfling47
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Re: Eigenanbau von Nutzhanf / CBD reicher Sorte

Beitrag von haenfling47 » Di 5. Jun 2018, 03:20

Soweit ich weiß darf man nicht einmal eine Hanfsorte anbauen mit hypothetischen 0,000000000 % THC. Oder liege ich falsch?

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bushdoctor
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Re: Eigenanbau von Nutzhanf / CBD reicher Sorte

Beitrag von bushdoctor » Di 5. Jun 2018, 15:09

haenfling47 hat geschrieben:Soweit ich weiß darf man nicht einmal eine Hanfsorte anbauen mit hypothetischen 0,000000000 % THC. Oder liege ich falsch?
Korrekt!

Senfhead
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Wie beginnen?

Beitrag von Senfhead » Mo 27. Aug 2018, 10:04

Hallo zusammen,

ich sehe (von der Theorie her) ein sehr hohes Potenzial beim Thema Cannabis als Nutzpflanze.
Potenzial heißt für mich im ökologischen Bereich zur Substitution von Holz/Plastikprodukten aus Erdöl.
(Alles fürs Klima..)

Nun die Frage: Wie beginnen?
Ich könnte ca. 1 HA Ackerland bekommen (Pachtfrei).

Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Frage stelle:
- Welche Sorte Cannabis muss verwendet werden?
- Welche Zulassungen werden benötigt?
- Welches Endprodukt aus Cannabis hat bisher den größten ökologischen Vorteil (T-Shirt, Klopapier, Tempos, Bio-Plastik...???)
- Gibt es eine Step-by-Step Anleitung für Dummies: "Einsaat, Pflege, Ernten" ?

Ziel ist es für mich jetzt nich unbedingt einen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern anhand der Praxis zu zeigen, wie man Cannabis als Nutzpflaze einsetzen kann um so nach und nach die anderen Rohstoffe Holz/Erdöl zu schonen.

Danke euch.

Senfhead
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Re: Wie beginnen?

Beitrag von Senfhead » Mo 27. Aug 2018, 22:07

Danke - Komme jedoch nicht ganz weiter.
Zufällig kam heute folgender Artikel, der schon ziemlich viele Infos lieferte

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inha ... 01d88.html

Die Frage nach der ökologisten Verwendung wäre aber noch wichtig.
Jemand eine Idee?

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BUMMBUMM
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Re: Wie beginnen?

Beitrag von BUMMBUMM » Di 28. Aug 2018, 01:06

Deine Zielsetzung ist mir nicht ganz klar.
Wenn du lediglich einen möglichst eco-friendly Beitrag mit deinem Anbau leisten möchtest, dann wären wohl die eher unspektakulären Weiterverarbeitungsmöglichkeiten wie Dämmmaterial und Tierstreu angebracht. Das sind kurze Produktionsketten mit einem geringen Energieaufwand aber dafür gängige Methoden und vorhandener Bedarf.

Wenn es dir mehr darum geht zukunftsorientiert zu handeln, also mit deiner Produktion bestimmte Marktsegmente und deren Entwicklung zu fördern um damit letztlich die ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Aspekte der Hanfplanze voll zur Geltung zu bringen, würde ich auf Papierherstellung setzen.
siehe hier https://hanfverband.de/inhalte/warum-ha ... hanf#nr_07

Nun macht ein Hektar Hanf nicht unbedingt den Kohl fett und wenn du das mehr als Anschauungsprojekt konzipieren willst, würde ich mich halt auf Sachen beschränken die man vor Ort machen/weiterverarbeiten kann (wie "lokale Bäckerei" in dem von dir gepostetem Artikel). Okölogischer Nutzen hört nämlich meist auf wenn nennenswerte Transportwege nötig werden.

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BUMMBUMM
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Re: Eigenanbau von Nutzhanf / CBD reicher Sorte

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 15. Sep 2018, 21:34

Information zum Anbau von Nutzhanf gemäß
Betäubungsmittelgesetz (BtMG)

http://www.hanfmuseum.de/wp-content/upl ... d-2016.pdf
Der Anbau von Nutzhanf ist nur den Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) erlaubt, deren Betriebsflächen die in § 1 Abs. 2 ALG genannte Mindestgrößen erreichen oder überschreiten.
Das ist in der Regel dann der Fall, wenn der Landwirt bei einer landwirtschaftlichen Alterskasse versichert ist oder sich von der Versicherungspflicht hat befreien lassen.
Unternehmen ...Forstwirtschaft...Garten...Weinbaus...Fischzucht...Teichwirtschaft...Imkerei...Binnenfscherei...Wanderschäferei... oder die für eine Beihilfegewährung .... nicht in Betracht kommen, dürfen Hanf nicht anbauen.
...
Rübenzüchter, die Hanf als Schutzstreifen bei der Rübenzüchtung pflanzen, müssen den Hanf vor der Blüte vernichten.
Jeder Anbau von Nutzhanf, auch wenn dafür keine Beihilfe beantragt wird, ist bis zum 01. Juli des Anbaujahres der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bundesanstalt) zur Erfüllung ihrer Aufgaben anzuzeigen.
Wer den Anbau von Nutzhanf gemäß § 32 Abs.1 Nr.14 BtMG vorsätzlich oder fahrlässig nicht oder nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig anzeigt, handelt ordnungswidrig und kann gemäß § 32 Absatz 2 BtMG mit einer Geldbuße belegt werden.
Der Gesetzgeber hat geschrieben:§ 32 BtMG Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
...
14. entgegen § 24a den Anbau von Nutzhanf nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig anzeigt oder
...
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden.
*autsch* Ok, guerilla-seeding um (nutz-) hanf wieder in die hiesige Flora anzusiedeln ist keine gute idee sich erwischen zu lassen

CBD.fm
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Re: Eigenanbau von Nutzhanf / CBD reicher Sorte

Beitrag von CBD.fm » Mo 24. Sep 2018, 23:32

Wir haben eine Ackerfläche zur Verfügung und würden gerne CBD-reichen Nutzhanf anbauen.

Gibt es dazu mittlerweile eine Schritt-für-Schritt-Anleitung oder fliegen die Infos noch so im Raum herum? Dann würde ich mal einen Guide dazu verfassen.

Hat jemand Input dazu oder eine gute Lesequelle?

Ich wäre Euch sehr dankbar.

Liebe Grüße,
Markus

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BUMMBUMM
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Re: Eigenanbau von Nutzhanf / CBD reicher Sorte

Beitrag von BUMMBUMM » Mi 26. Sep 2018, 12:32

Avec plaisier Markus:

Hier die "Information zum Anbau von Nutzhanf gemäß Betäubungsmittelgesetz (BtMG)" in der neuesten Form (Jan'18)
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... _BtMG.html

Und hier der ganze Papierkram den man so brauch, ebenfalls vom BLE:
https://www.ble.de/DE/Themen/Landwirtsc ... _node.html

Vorraussetzung um als Landwirt Nutzhanf anbauen zu dürfen:
Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) § 1 "Versicherte kraft Gesetzes" Absatz 5 hat geschrieben:...Ein Unternehmen der Landwirtschaft erreicht dann die Mindestgröße, wenn sein Wirtschaftswert einen von der landwirtschaftlichen Alterskasse unter Berücksichtigung der örtlichen oder regionalen Gegebenheiten festgesetzten Grenzwert erreicht; der Ertragswert für Nebenbetriebe bleibt hierbei unberücksichtigt...
Als Landwirt weiss man das wahrscheinlich, ob man in der Alterssicherung für Landwirte drin ist oder die Vorraussetzungen erfüllt, jedenfall dann kann man direkt loslegen.

Falls man das aber nicht ist und erst noch möchte, muss man sich nur das
https://www.svlfg.de/50-vmb/vmb03/vmb03 ... s_2014.pdf
und das
https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/Le ... 670:DE:PDF
durchlesen, 3ha land zusammenkratzen und nen Weihnachts- oder Spezialkulturen (besondere Produktionsverfahren) Betrieb auf die Beine stellen, sich bei der svlfg versichern und dann kanns direkt losgehen.

Oder es geht doch irgendwie in die Versicherung reinzukommen über den Wirtschaftswert des Landwirtschaftsbetriebes aber das muss mal einer mit jurastudium abchecken, weil das ALG liesst sich für mich nicht besonders flüssig...
  1. Samen (EU-Zertifizerte Nutzhanfssorte) besorgen (Um Himmelswillen die Etiketten aufheben!!!)
  2. dann rin in die furche und so Landwirtschaftskrams ^^
  3. Wichtig! bis spätestens 1.Juli Meldung machen über den Anbau, Fristwahrung emminent
  4. Landwirtschaft
  5. Meldung der Blüte
  6. Kontrolle(Probenentnahme) ODER Freigabeschreiben durch die BLE
  7. Ernte und so
  8. Wichtig! nur an Gewerbetreibende verkaufen, Abgabe an Privatpersonen big NO-NO
  9. Profit, Balancierter Boden, Reines Gewissen
Als einer vom Fach kannst du diese Infos auch gerne in einer ausführlicheren Anleitung verwursten. Hab zwar schon mal die Cannabis Grow Bible für Hobbygärtner übersetzt, aber hab trotzdem keine Ahnung von Anbau.

SuperSkunk
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Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von SuperSkunk » Mi 17. Apr 2019, 20:32

So habe ich es aus der Presse erfahren,

Aphira (eine Canadische Cannabis-Firma) und Aurora (wohl die Mehl-Company) haben den Zuschlag bekommen Cannabis in Deutschland anzubauen. Das ist echt mal eine miese Schlappe für all diejenigen die mit viel Sachverstand und auch Investitionen versucht haben am medizinischen Anbau mitzuwirken. Sei es aus Idealismus oder auch ganz einfach um Geld zu verdienen.

Zum einen finde ich verständlich, dass das BfArM nicht dahergelaufenen Kiffern Lizenzen für den legalen Anbau von Cannabis übergibt. Das medizinische Cannabis ist nämlich kranken Menschen vorbehalten. Zum Anderen hätte ich mich gefreut wenn es gerade bei so kritischen Themen nicht einfach mal am Rechtsweg vorbei gehandelt wird. Ich hätte mich auch ganz persönlich gefreut wenn es eine öffentlichere Ausschreibung gegeben hätte....

Hanfwirt
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Bin Landwirt und möchte Nutzhanf/ CBD Hanf anbauen

Beitrag von Hanfwirt » Do 25. Jul 2019, 00:22

Hallo DHV-Forum,

ich bin neu hier und möchte mich vorab kurz vorstellen. Ich bin 32 Jahre alt, Bioland Landwirt und komme aus dem schönen BaWü, bewirtschafte rund 60ha Ackerbau im Nebenerwerb.
Mit Cannabis habe ich auch schon meine Erfahrungen machen dürfen, ist aber schon über 10 Jahre her. Ich bin für eine Legalisierung, obwohl ich Cannabis nicht mehr konsumiere, kenne aber die alltäglichen Probleme als Konsument, die einem wirklich das Leben erschweren können

Nun zu meinen Überlegungen bzw. Vorhaben, freue mich über jede Rückmeldung, Antwort oder Hilfestellung :)

Die Genehmigung für den Anbau von Nutzhanf bekomme eigentlich sicher und würde gerne nächstes Jahr mit rund 1ha versuchsweise starten. Dabei geht es mir nicht um die Gewinnung von Fasern oder Hanfsamen, sondern um die Blüte (CBD).

Sorten:

Die Sorten für Nutzhanf sind vorgegeben und müssen im "Sortenkatalog" gelistet sein. https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads ... onFile&v=8

Genaue Sortenbeschreibungen gibt es leider nicht :( , geschweige denn Angaben zum CBD Gehalt der jeweiligen Sorten. Ich hab im Inet ein bisschen recherchiert, dort wurde der Sorte Finola, sowie Fedora17 ein relativ hoher CBD Gehalt bescheinigt. Gesextes Saatgut gibt es beim Nutzhanf offensichtlich auch nicht. Weiß jemand von euch dazu vielleicht mehr? :)

Aussaat:
Die Aussaatempfehlung von Nutzhanf beträgt 230 Körner/ m² :roll: , gut fürs Längenwachstum (Fasern), aber eher schlecht um eine kräftige, schöne Blüte zu bilden, oder? Wieviel Pflanzen würdet ihr auf einem m² pflanzen? Meine Überlegung wäre eine Aussaat von 20 Körner/m². 15 keimen, die Hälfte ist männlich (werden entfernt), bleiben noch 7-8 weibliche Pflanzen je m². Die Aussaat erfolgt nicht ganzflächig, sondern in Reihen, um im Bestand arbeiten zu können.


Düngung:
Boden wird ins Labor geschickt und auf ph Wert geprobt, eventuelle Anpassung über Kalk Düngung, wir haben saure Böden, pH Wert teilweise unter 6. Kunstdünger gibts bei mir nicht, eventuell ein wenig Mist vom Nachbar, Hanf ist ja relativ genügsam.

Pflege:
Da es wie schon erwähnt keinen gesexten Nutzhanfsamen gibt und ich ein hochwertiges CBD Produkt erzeugen möchte, habe ich vor, die männlichen Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt zu entfernen. Die unbefruchteten Blüten haben auch den höchsten CBD Gehalt, oder? Lohnt sich der Aufwand? Wird in Deutschland von den wenigen CBD Hanfbauern meines Wissens nämlich nicht gemacht. Ich hab nur ein wenig Sorge, dass der THC Gehalt damit auch ansteigt und die 0,2% Grenze übersteigt.


Ernte:
Erfolgt von Hand nach okay der BLE.

Trocknen:
Muss es immer eine langsame Trocknung von rund 2 Wochen sein, wenn ich aus den Blüten nur ein Öl extrahieren möchte? Eine langsame Trocknung hat meines Wissens hauptsächlich eine Auswirkung auf den Geschmack beim rauchen. Hätte eventuell die Möglichkeit in einer Trocknungskammer über Nacht zu trocknen. Falls der Gedanke absoluter Bullshit ist, bitte steinigt mich nicht :D

Vermarktung:
Schwierig, ich bin mir da ziemlich unsicher, möchte mir da nicht die Finger verbrennen :roll: Eindeutig ist die Rechtslage für mich nicht. Klar für mich ist nur unter 0,2% THC. Pflanzenteile dürfen nicht an Privat verkauft werden, sondern nur an Gewerbetreibende. Pflanzenteile sind für mich Blüten, Stängel, Blätter, Samen. Falls der Nutzhanf verarbeitet wird (was genau ist verarbeitet?) z.B Öl (für mich hohe Verarbeitungsstufe), darf man widerum an Privat verkaufen, wie seht ihr das?


Gruß, Hanfwirt

Green_Dreams
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Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Green_Dreams » So 28. Jul 2019, 10:33

Hallo Hanfwirt, wenn du die Erlaubnis zum anbau bekommst ist es prinzipiell dir überlassen wie viel du pro m2 anpflanzt. Wegen dem Trocknen würde ich etwas mehr als ein zwei Tage zeit einplanen, alleine wegen dem Chlorophylle.
Ansonsten könntest du mit Mutterpflanzen arbeiten, sprich du Pflanzt die erste Saison nach deinem Plan an (15 Pflanzen pro m2), schnappst dir Stecklinge von den Attraktivsten Pflanzen und sortierst die männlichen Stecklinge aus sobald du bei den Blühenden Pflanzen das Geschlecht erkennst.

Das würde zwar viel Arbeit bedeuten und du müsstest quasi die Stecklinge bis zur nächsten Saison im Wachstum halten, aber im Endeffekt wären das Pflanzen aus dem EU-Sortenkatalog und solange du als Landwirt die "Mutterpflanzen" im Wachstum hältst dürfte es kein Problem geben da nur Blühende Pflanzen gemeldet werden müssen.

Das würde aber auch bedeuten dass genug Mutterpflanzen erzeugt werden müssten um in der kommenden Saison dein Feld voll bepflanzen zu können. Hier könnte man aber auch durch Gewächshäuser früh anfangen die Stecklinge der Mutterpflanze zu Pflanzen und dadurch auf "Hanf-Bäume" anstatt Pflanzen hoffen (Hanf kann ziemlich groß und buschig werden, siehe Indien oder Outdoorgrower in Kalifornien).

Ansonsten könnte auch versucht werden aus den USA feminisierte CBD Samen zu kaufen, diese besitzen hohe CBD Werte und teilweise noch weniger THC als unsere Sorten. Hier muss aber durch frühes ernten, düngen usw sichergestellt werden dass der THC Gehalt der Blüte nicht die 0,2% übersteigt.

p.s. Fedora ist in Österreich, Schweiz, Italien usw. der "Strain" was CBD Züchtungen angeht.

Viel Erfolg und Grüße aus dem schönen BaWü ;)

Hanfwirt
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Re: Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Hanfwirt » So 28. Jul 2019, 15:55

Hallo Green_Dreams,

vielen Dank für die Rückmeldung :) . Mutterpflanzen und CBD Samen aud den USA ist mir zu riskant. So wie ich es verstehe, muss das Saatgut jährlich neu gekauft werden und muss im sog. Sortenkatalog gelistet sein.

Gewöhnlich werden die Hanfblüten über 15 Tage bei Zimmertemperatur getrocknet. Spielt es dann eine große Rolle, ob ich jetzt über Nacht trockne oder über zwei Tage? Grundsätzlich könnte ich die Hanfblüten über zwei Wochen an der Luft trocknen. Mir ist nur nicht ganz wohl dabei, ein paar hundert Kilo duftverströmendes Material in einer Halle am Ortsrand zu trocknen :roll:

Ein Bekannter von mir hat dieses Jahr Nutzhanf angebaut, Sorte ist mir nicht bekannt, allerdings hat er nicht nach Geschlecht selektiert und auch sehr dick gesät, Bestand ist mittlerweile sicher über 3m hoch, Blüten sind dementsprechend klein.
Die Sorten Fedora und Finola sollen weniger ins Längenwachstum gehen.


Was mich noch interssiert, lohnt sich der Aufwand einen rein weiblichen Bestand zu schaffen für die CBD Öl Herstellung überhaupt? Mein Ziel ist es einen hohen CBD Gehalt im Öl zu erhalten und ein ehrliches und hochwertiges Produkt zu erhalten. Wenn es auf die Konzentration keine Auswirkung hat, könnte ich rein theoretisch den ganzen Bestand mit männlichen und weiblichen Pflanzen mit dem Feldhäcksler abernten, trocknen und extrahieren lassen

Hanfwirt
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THC Menge (nicht Konzentration) bei Nutzhanf ein Faktor?

Beitrag von Hanfwirt » So 28. Jul 2019, 16:25

Hallo DHV Forum,

als Landwirt spiele mit dem Gedanken mich nächstes Jahr am Nutzhanf zu versuchen. Dabei würde ich die Blüten ernten um sie an Gewerbetreibende zu verkaufen bzw. CBD Öl daraus extrahieren zu lassen.
Angenommen die Probe des BLE fällt positiv aus und der Gehalt an THC liegt unter 0,2%, spielt die Menge bspw. in Gramm THC eine strafrechtliche Rolle?
Bei 100kg Material und einem THC Gehalt von 0,2% sind das 200g reines THC und entspricht ca. 2kg "Rausch-Cannabis"

Über eure Einschätzungen, Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen :)

Gruß, Hanfwirt

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bushdoctor
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Re: THC Menge (nicht Konzentration) bei Nutzhanf ein Faktor?

Beitrag von bushdoctor » Mo 29. Jul 2019, 18:52

Hanfwirt hat geschrieben:
So 28. Jul 2019, 16:25
Angenommen die Probe des BLE fällt positiv aus und der Gehalt an THC liegt unter 0,2%, spielt die Menge bspw. in Gramm THC eine strafrechtliche Rolle?
Unter der Voraussetzung, dass der Anbau von Hanf unter den Regularien des § 24a BtmG bestimmungs- und gesetzeskonform erfolgt, spielt die Gesamtmenge an THC im rohen Erntematerial keine Rolle.

Bei der Weiterverarbeitung ist Anlage I BtmG (Cannabis - Pflanze und Pflanzenteile) zu beachten:
...Verkehr (Besitz, Verkauf, Erwerb) nur zu wissenschaftlichen und gewerblichen Zwecken, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. - zumidest ist dies (noch) die real-existierende Strafverfolgungslage!

=> Verkauf an nicht-gewerbetreibende Personen vermeiden, dann ist alles okay! Als Landwirt sollte man keinerlei Probleme haben, zumindest sind mir bisher keine bekannt - wenn man sich an die Vorgaben hält.

Bambam
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Nutzhanfvertrieb - Firma gründen

Beitrag von Bambam » Mo 18. Mai 2020, 22:58

Hallo,
meine Freunde A, B und ich C haben folgendes vor:
A ist nebenberuflicher Landwirt und wird bald aufc6 Ha EU- zertifizierten Nutz-Hanf (Finola) anbauen.
B und ich (C) möchten A bei der Saat, Ernte und dem Vertrieb (Onlineshop) helfen.
Wir sind alle drei Hauptberuflich in einem Angestelltenverhältnis und wollen das auch bleiben.
Nun möchten wir zusammen eine Firma gründen, wissen allerdings nicht was das beste und
günstigste für uns wäre.
Wir verfügen über sehr wenig Grundkapital und möchten nicht mit dem Privatvermögen haften. Welche Gesellschaftsform würdet Ihr empfehlen?

Habt Ihr ähnliche Konstrukte?

Ich bedanke mich schonmal und freue mich über jede positive Rückmeldung.
Danke
Bambam

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