Anbau von Nutzhanf

dahound
Beiträge: 70
Registriert: Mo 17. Mär 2014, 22:42

Re: Ab wann lohnt ich der Nutzhanfanbau

Beitrag von dahound »

Ich will doch hoffen, dass (Faser-) Hanf in Zukunft für Landwirte leichter anzubauen ist. Immerhin bietet er viele Vorteile und wäre eine ideale Zwischenfrucht (um den Unkrautdruck zu verringern), nur leider ist der Hanfanbau als Zwischenfrucht nicht gestattet. Das muss man sich mal vorstellen!!
Ganz abgesehen von dem Papierkram den ein Landwirt ausfüllen muss und den Kontrollen, die damit in Verbindung stehen wegen dem Blütezeitpunkt etc., Geldverschwendung ohne Ende.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Peter Neuendorf
Beiträge: 2
Registriert: Fr 12. Feb 2016, 11:24

Re: Nutzhanfblüten als Händler verkaufen

Beitrag von Peter Neuendorf »

Vielen Dank erstmal
Für deine Hilfe. Ich habe schon eine Email geschrieben aber bisher noch keine Antwort erhalten.
Vielen Dank!
Ochitanko
Beiträge: 2
Registriert: Sa 22. Okt 2016, 13:33

Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Ochitanko »

In dem Artikel von Hanfverbang zum Anbau von Nutzhanf wird darauf verwiesen, dass man um legal Nutzhanf anbauen zu können, die Mindestgröße eines landwirtschaftlichen Unternehmens erreichen muss. Das Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) bestimmt, das im Bezug zu Ackerland mindestens 8 Hektar ausgewiesen werden müssen.
https://hanfverband.de/faq/ist-nutzhanf ... land-legal

Die Kosten einer Startinvestition liegen daher in Deutschland vermutlich im sechsstelligem Bereich. Da überrascht es nicht wie in einem Artikel des Transteiner Tagesblatt vom Jahre 2015 zu lesen, dass die gesamte genutzte Fläche zum Anbau von Nutzhanf auf 89 Hektar summiert wird, und zwar deutschlandweit.
http://www.traunsteiner-tagblatt.de/reg ... 18645.html

Wie belaufen sich die Bestimmungen in anderen EU-Ländern? Vom manchen Staat hatte man ja schon vernommen, dass eine Legalisierung von Cannabis vorrangetrieben worden ist. Ist damit auch eine deregulierung bei den Bestimmungen von der Kultivierung von Nutzhanf einher gegangen.

Wie beläuft es sich in Deutschland mit Kooperationen von Bauern, die Flächen für Dritte mit Nutzhanf bewirtschaften? Gibt es da Anlaufstellen, um Kontakt herzustellen?

Grüne Grüße
Benutzeravatar
Ganjadream
Beiträge: 300
Registriert: Do 16. Feb 2012, 11:57

Re: Fragen zu den legalen Hürden vom Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Ganjadream »

Hallo

Es ist so, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen mit der Zeit ändern. Ein Gespräch mit Ulla und Frank von Münsterland Hanf ergab, dass es früher wirklich viel schwieriger war, Faserhanf anzubauen. Die beiden sind seit 2015 dabei und es wäre alles ganz einfach. Der ganze Hof hat genau einen Hektar. 100 x 100 Meter! Davon leben die jetzt und haben keine Probleme. (Vielleicht doch, wegen neuer CBD Regelung.)

Es gibt durchaus Regelungen - Es ist Meldepflichtig, es muss EU zertifizierter Nutzhanf sein, die Saat muss jedes Jahr neu gekauft werden, beim Blüteansatz muss man es melden. Und man muss Vollerwerbslandwirt sein.

Wenn du magst, kannst du hier im Artikel alles selber betrachten, Interview zum Schluss vom Video.
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein hat die Arroganz vergessen.
Ochitanko
Beiträge: 2
Registriert: Sa 22. Okt 2016, 13:33

Re: Fragen zu den legalen Hürden vom Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Ochitanko »

Das sind erfreuliche Informationen. Vielen dank für das aufschlussreiche Video.
Wie beläuft es sich mit der Regelung für Cannbidiol? Wurden auch da Limits geschaffen?
Benutzeravatar
Ganjadream
Beiträge: 300
Registriert: Do 16. Feb 2012, 11:57

Re: Fragen zu den legalen Hürden vom Anbau von Nutzhanf

Beitrag von Ganjadream »

Wegen der medizinischen Wirkung gilt es jetzt offiziell als Apothekenpflichtig. Aber nur, wenn man es für die medizinische Anwendung vertreibt. Aber jetzt fängt das Rätselraten an, ob ein Hanfblütentee ohne THC aber mit CBD zur Entspannung bereits medizinisch ist oder nicht und die ersten Händler nehmen die CBD Produkte aus dem Programm. :cry:
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein hat die Arroganz vergessen.
mwmw
Beiträge: 5
Registriert: Di 28. Feb 2017, 07:55

Nutzhanf (thc unter 0,2%)in deutschland verkaufen?

Beitrag von mwmw »

Hallo,

ich wollte fragen, wie es aussieht, wenn man nutzhanfprodukte in deutschland verkaufen möchte. Braucht man dafür eine genehmigung oder ähnliches?
ich weiß, dass man für den anbau eine braucht. aber nehmen wir mal an, man kauft den hanf bei einem großhändler ein und verkauft den hanf oder daraus entstandene produkte. ist das ohne genehmigungen möglich. und falls man genehmigungen braucht, an wen wendet man sich dann?

danke und beste grüße
Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2401
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: Nutzhanf (thc unter 0,2%)in deutschland verkaufen?

Beitrag von bushdoctor »

Weil ich es so gerne immer wieder zitiere, hier die für diese Frage maßgebende Bestimmung aus dem BtmG:

Cannabis und seine Produkte sind NUR DANN NICHT verboten,

wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen, die am 15. März des Anbaujahres in dem in Artikel 9 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 der Kommission vom 11. März 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Änderung des Anhangs X der genannten Verordnung (ABl. L 181 vom 20.6.2014, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung genannten gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten aufgeführt sind, oder ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,2 Prozent nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen (ausgenommen der Anbau) ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen.

Ansonsten kann man noch in diesen Beiträgen Infos finden:
viewtopic.php?f=23&t=5326&p=33050&hilit ... ken#p33050
viewtopic.php?f=12&t=1461&p=31137&hilit ... ken#p31137
viewtopic.php?f=10&t=2579&p=21340&hilit ... ken#p21340
viewtopic.php?f=57&t=1275&p=14069&hilit ... ken#p14069

Das BtmG und die allgemeine "Juristerei" in der BRD sind absolute "Basics", die jeder verstehen sollte, der mit Hanfprodukten zu tun haben möchte.
SuperSkunk
Beiträge: 53
Registriert: Sa 17. Mär 2018, 12:05

Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von SuperSkunk »

Seit 2017 kann Cannabis ja in Deutschland zur Therapie verordnet werden. Wie viele wissen gibt es einen Engpass was Cannabisblüten aus der Apotheke für Neupatienten. Deshalb wäre es wünschenswert wenn auch in Deutschland Cannabis angebaut wird. Ich würde gerne hier im Forum klären, welche Saat genau in D gepflanzt werden kann.

So wie ich das verstehe muss die Pflanze für die Genehmigung im GEMEINSAMEN SORTENKATALOG FÜR LANDWIRTSCHAFTLICHE PFLANZENARTEN der EU stehen. Da stehen aber auf jeden Fall auch die Nutzhanfarten drin.

Ich habe das mal zusammengestellt: Das erste ist die Sorte, das zweite die Nummer aus dem EU-Zulassungsland

Adzelvieši *LV188
Antal *CZ1465
Armanca *RO1002
Beniko *NLx, *PL893
Białobrzeskie = Bialobrzeskie
Bialobrzeskie *CZ1067 ex: DE (25.7.2013)
Białobrzeskie *PL893
Cannakomp *HU149424
Carma *IT1532
Carmagnola *IT15 ex: DE (25.7.2013)
Carmaleonte *IT15
Chamaeleon *NL391
Codimono *IT15
CS *IT15
Dacia Secuieni *RO1018
Delta-llosa *ES275
Delta-405 *ES275
Denise *RO1018
Diana *RO1018
Dioica 88 *FR8194
Eletta Campana *IT15
Epsilon 68 *FR8194
Fedora 17 *FR8194
Felina 32 *FR8194
Férimon *FR8194
Fibranova *IT15
Fibrante *IT15
Fibrol *HU149424
Fibror 79 *FRS8194
Finola *FI6157
Futura 75 *FR8194
Glyana *PL1070
Henola *PL893
Ivory *NL722
KC Bonusz *HU149424
KC Dora *HU149424
KC Virtus *HU149424
KC Zuzana *HU149424
Kompolti *HU151322, *NLx
Kompolti hibrid TC *HU149424 H
Lipko *HU151322
Lovrin 110 *RO1002
Marcello *NL722
Markant *NL722
Monoica *CZ666, *HU149424
Rajan *PL893
Ratza *RO1018
Santhica 23 *FR8194
Santhica 27 *FR8194
Santhica 70 *FR8194
Secuieni Jubileu *RO1018
Silvana *RO1002
Succesiv *RO1018
Szarvasi *HU108887
Tiborszallasi *HU149424
Tisza *HU149424
Tygra *PL893
Uniko B *HU15 H
Uso-31 *NLx
Villanova *IT1495
Wielkopolskie *PL589
Wojko *PL893
Zenit *RO1018

Zu klären wäre ob eine dieser Sorten regelmässig über 0,2% THC bildet. Oder sagen wir besser über 1% weil hier soll es lediglich um den legalen Anbau einer Sorte in Deutschland für medizinische Zwecke gehen. Ob bestimmte Nutz/Industriehanfsorten ggf. auch unter bestimmten Bedingungen mehr als 0,2% THC haben ist hier auch nicht von Interesse.

Danke für die Hilfe
littleganja

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von littleganja »

Bauern dürfen die Sorten ganz Legal in Deutschland anbauen, der Bauer muss glaube ich den Anbau nur melden. Alle die Sorten die unter 0,2% THC haben.
DrGreenthumb
Beiträge: 244
Registriert: Do 18. Mai 2017, 16:53

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von DrGreenthumb »

Das sind doch alles nur Nutzhanfsorten afaik...

Hat mit med. Cannabis gar nix zu tun.
SuperSkunk
Beiträge: 53
Registriert: Sa 17. Mär 2018, 12:05

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von SuperSkunk »

Ich denke eine von denen ist richtiges Cannabis
littleganja

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von littleganja »

SuperSkunk hat geschrieben:Ich denke eine von denen ist richtiges Cannabis
Ist alles Cannabis nur halt ohne THC.
Benutzeravatar
Martin Mainz
Beiträge: 3344
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von Martin Mainz »

Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin
SuperSkunk
Beiträge: 53
Registriert: Sa 17. Mär 2018, 12:05

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von SuperSkunk »

Ja ich verstehe das mit dem Nutzhanf <0,2% THC schon. Es muss aber doch Saatgut für THC-Cannabis geben, das auf der Liste der EU steht. Die Liste darf nur bis zum 15. März jeden Jahres verändert werden und damals war ja noch gar nicht klar, dass nicht schon dieses Jahr in D angebaut werden kann. Also MUSS es doch irgendwo eine Sorte geben und imho muss die auch in dieser Liste oben stehen.

Wenn man in so einen Antrag schreibt man will "Amnesia Haze" oder "White Widow" oder Crazy Gansta Ganja anbauen hat man bei der Cannabisbehörde sicher keine Chance. Da findet sich kein deutscher Beamter der auf sowas den Stempel draufmacht.
littleganja

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von littleganja »

Die Begriffe White Widow usw sind eh nur Schwarzmarktnamen, die von der weißen Bevölkerung in den USA geprägt wurde, für schwarze und Mexikaner ist es einfach nur Weed :mrgreen: Wenn der THC Gehalt die 0,2 überschreitet, darf es eh nicht weiterverarbeitet werden und muss glaube ich vernichtet werden.
Duck
Beiträge: 1287
Registriert: So 29. Jan 2017, 14:56

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von Duck »

LG,
Er meint die med sorten würden in der satgutliste für Agrarwirtschaft stehen.
littleganja

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von littleganja »

Duck hat geschrieben:LG,
Er meint die med sorten würden in der satgutliste für Agrarwirtschaft stehen.
Wo denn???
Duck
Beiträge: 1287
Registriert: So 29. Jan 2017, 14:56

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von Duck »

Zitat
. Es muss aber doch Saatgut für THC-Cannabis geben, das auf der Liste der EU steht. Die Liste darf nur bis zum 15. März jeden Jahres verändert werden und damals war ja noch gar nicht klar, dass nicht schon dieses Jahr in D angebaut werden kann

Oben steht ja auch nur nutzhaf.

Und wo die zulassungsnumer von 22/1 steht... ?

Um die geht es ihm wohl
littleganja

Re: Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland

Beitrag von littleganja »

Dann ist er wohl auf dem Holzweg......
Antworten

Zurück zu „Cannabis als Nutzpflanze“