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Politische Gedanken



Politische Gedanken

Beitragvon Freakse am Sa 1. Feb 2014, 09:36

Hallo,
ich hab mal versucht politisch zu denken.
Einfach nur legalisieren, also das Btmg zu ändern, wäre ja nicht das einzige Ding.
Da müsste ja dann entschieden werden, wie das Zeug versteuert wird. Ob es als Genussmittel gilt, wie die Marktregulierung überhaupt aussieht.
Strafrechtlich muss auch was geändert werden. Was passiert mit laufenden Verfahren und Strafen? Vielleicht gibt es ja noch andere "Gesetzesräume" die von einer Legalisierung betroffen sind. Jugendschutz u..s.w.
Meine Vermutung ist, das sich einige Poltiker von dieser Komplexität, also viel Kleinarbeit abschrecken lassen.
Gibt es eigentlich schon so eine Art "Masterplan" oder Übersicht welche Gesetze, in welcher Art geändert werden müssten?
Ahoi
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon bushdoctor am Sa 1. Feb 2014, 11:14

Hab mir da auch schon meine Gedanken gemacht...

Vielleicht liest Du Dir mal diesen Beitrags-Faden durch:
viewtopic.php?f=28&t=906

Und arbeite Dich durch die Kommentare in dem dort verlinkten Artikel "Nicht nachdenken, fordern!"...!

Danach solltest Du in etwa ein Gefühl dafür bekommen, was man alles ändern müßte.

Die aus meiner Sicht erfolgversprechendste (kurzfristige!) Lösung ist eine "Legalisierung" unter dem BtmG.

Die aus meiner Sicht wünschenswerteste Lösung wäre ein eigenständiges "Bundeshanfgesetz (BHanfG)"...
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Xaromir am Mi 12. Feb 2014, 23:18

Freakse hat geschrieben:Meine Vermutung ist, das sich einige Poltiker von dieser Komplexität, also viel Kleinarbeit abschrecken lassen.


Wird alles in den USA und Uruguay fleißig erprobt, und wenn wir Glück haben, machen sich hiesige Politiker vielleicht schon Notizen. :D Jeden Abend sitze ich vor meinem Bettchen und bete intensiv zum FSM, dass die Leute da drüben keinen Scheiß mit dem Zeuch treiben. Vielleicht wenn da drüben alles 1A läuft, werden unsere ja auch Wach.

Sollte Weed (teil)legal werden wird wird hoffentlich nicht soviel rum-reguliert. Ich hätte schon gerne 1 oder 2 eigene Pflänzchen. Ideen wie Kiffer-Karten sind bürokratischer Schwachsinn.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon bushdoctor am Do 13. Feb 2014, 14:21

Xaromir hat geschrieben:Ideen wie Kiffer-Karten sind bürokratischer Schwachsinn.

Am liebsten wäre mir auch: Die Freiheit!

Leider wird das aber mittelfristig nicht zu machen sein... Wir haben nunmal das BtmG!

Du kannst aber gerne einen anderen Vorschlag machen, wie die "Legalisierung" von juristischer Seite her gemacht werden soll / kann...
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Xaromir am Fr 14. Feb 2014, 01:00

Nicht alle Drogen sind vom BtMG betroffen. Man könnte THC aus Anlage I streichen und mit Spirituosen gleichsetzen. "Harter Alkohol" ist in vieler Hinsicht genauso geregelt wie wir Marihuana gerne geregelt hätten: Grundsätzlich für jeden über 18 frei zu erwerben und zu genießen, und brennen in kleinem Umfang ist privat auch erlaubt.

Ich bin kein Anwalt - ich versuche so gut wie möglich zu recherchieren wenn ich was schreibe aber bitte klär mich auf wenn ich über meine eigene Ignoranz stolpere.

Probleme die ich mit Dingen wie Kiffer-Karten habe: Es könnte als ein Werkzeug genutzt werden um es so zu verkomplizieren dass es einfach nicht machbar ist an legales Gras zu kommen, obwohl es _theoretisch_ legal ist. Man sieht genau jene Vorgehensweise in Teilen der USA mit Abtreibungen oder legaler Immigration, was angeblich mitunter emotional und finanziell zermürbend sein kann. Ich kann mir auch gut vorstellen dass eine Kiffer-Karte von manchen als unangenehmer Eingriff in die Privatsphäre empfunden werden könnte. Wenn etwas wie ne "Kiffer-Karte" kommt wird die wahrscheinlich nicht wie Organspendeausweise an der Rezeption ausliegen. Außerdem: Das sind alles Verwaltungskosten und Aufwand den man sich sparen könnte.

Vielleicht läuft's ja auch wie in Colorado: Aus dem Stand auf 6 eigene Pflänzchen.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon waali am Fr 14. Feb 2014, 09:44

Aus den ganzen Beiträgen lese ich eins raus,in Deutschland wird gekuscht ohne Ende,bester Beweis,die Demo in München,und tausend kleinkrams :evil: :mrgreen:
Keiner denkt daran,das es nicht allein ums Kiffen geht,,,,Hanf ist so vielseitig verwendbar (weil es mehrere Sorten gibt) und wieviele Schmerzgeplagte Menschen geholfen werden könte,ohne den gefürchteten Nebenwirkungen von den herkömlichen Medikamenten,,,Pharma läst grüßen :twisted:
Es sind inzwischen 100jahre seit ein Ami den Verbot von Hanf durchgesetzt hat mit einer späteren bemerkung dazu ; er glaubt auch das Hanf (Cannabis,Mariuhanna ) eher harmlos ist,aber Verbote erhöhen die Autäritet des Staates,,,in meinen Augen Zinismus pur,,, :x
Hat schon jemand daran gedacht,wieviel Gesetze inzwischen geändert oder neu dazugekommen sind ???? :roll:
Sicherlich erfordert es ein umdenken auf der ganzen Linie,aber wo ein Wille ist,ist auch ein Weg.... :!: :?:
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon bushdoctor am Fr 14. Feb 2014, 14:37

Xaromir hat geschrieben:Nicht alle Drogen sind vom BtMG betroffen. Man könnte THC aus Anlage I streichen und mit Spirituosen gleichsetzen. "Harter Alkohol" ist in vieler Hinsicht genauso geregelt wie wir Marihuana gerne geregelt hätten: Grundsätzlich für jeden über 18 frei zu erwerben und zu genießen, und brennen in kleinem Umfang ist privat auch erlaubt.

Prinzipiell hast Du Recht... Alkohol ist aber keine "Droge", weil nur "Drogen" im BtmG geregelt sind, jedenfalls ist das die Auffassung der (uninformierten) Mehrheit.

Alkohol (sofern legal hergestellt) ist ein ganz normales Handelsgut, das seine "Spezialität" nur über die Extra-Besteuerung (Schaumwein-, Brandweinsteuer) erhält, wobei Brandwein auch noch der Bundesmonopolverwaltung unterliegt... Geheim- und/oder Schwarzbrennen ist eine Straftat (Steuerbetrug)
Der "Jugendschutz" für Alkohol und die sonstigen Einschränkungen ergeben sich aus dem Jugendschutzgesetz und Verordungen der Länder/Gemeinden (wann und wo, welcher Alkohol verkauft bzw. ausgeschenkt werden darf).

Wenn man das auf Cannabis übertragen möchte, dann gibts halt eventuell "Marihuana im Supermarkt", was zwar der DHV nicht will, aber ICH hätte damit sicher kein Problem.

Bei Hanf könnte aber bei "völliger Freigabe" noch das Arzneimittelgesetz hineinspielen, was ebenfalls automatisch zu einer Regulierung führen kann... Das reicht von "frei verkäuflich" über "apothekenpflichtig" bis "rezeptpflichtig".

Und noch was: Wenn man Cannabis aus Anlage 1 streicht, dann stehen noch "Reste" in Anlage 2 und 3 rum...
Ausführlicher hier beschrieben: viewtopic.php?f=28&t=906#p9595

Es ist eben nicht ganz so einfach, wenn man ALLE interessen unter einen Hut bringen möchte.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Xaromir am So 16. Feb 2014, 20:32

Pass auf dass die dich nicht mal hinterrücks umlegen, du weißt definitiv zu viel, BD! :mrgreen:

Ja, alles nicht so einfach, dafür gibt es am ende Leute die dafür bezahlt werden sich Tag ein Tag aus damit zu befassen. Hoffentlich sind die am Ende auf "unserer Seite".
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon DennisEF am Sa 5. Mai 2018, 09:50

Cannabislegalisierung - Das heiße Eisen

Ein Problem liegt wohl darin dass sich eine Regulierung des Marktes nicht ohne Absprachen realisieren lässt und es so Etwas noch nicht gab.
Mir stellen sich die Fragen:
Welche Personen setzen sich an welchen Tisch und teilen den Kuchen gerecht auf?
Wer traut es sich diesen Schuh anzuziehen?

Klar ist dass eine Legalisierung mehr Vorteile für die Gesellschaft bringt, schon allein deswegen dass damit der öffentliche Frieden verbessert werden kann.

Aber was passiert wenn sich keiner einig wird und einfach ein Gesetz beschlossen wird und der daraus gebackene Kuchen einfach auf das Fensterbrett gestellt wird und jeder Räuber sich nach Lust und Laune bedienen kann?

Wie lief es damals nach dem Verbot von Alkohol?
Gibt es dort eventuell Ideen die sich übertragen lassen?
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon DennisEF am Mo 7. Mai 2018, 19:21

Eindeutig Politikverdrossenheit!!!

Keiner meldet sich hier zu Wort.
Ihr könnt alle über die Politik schimpfen
aber wenn es darum geht Lösungen oder
Ideen dazu zu finden schreibt ihr lieber über
Sorten und Ausweise.
Typisch deutsch... immer meckern aber nichts tun.

Ihr macht solange weiter bis ich selbst noch ein Politiker werde.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Martin Mainz am Mo 7. Mai 2018, 19:54

DennisEF hat geschrieben:Welche Personen setzen sich an welchen Tisch und teilen den Kuchen gerecht auf?
Wer traut es sich diesen Schuh anzuziehen?

Tut mir leid, aber die Frage stellt sich mir nicht. Hier gehts für Dich scheinbar um den Komerz, den man aus der Legalisierung schlagen kann und das interessiert mich null. Das hat auch nichts mit politischer Zielführung zu tun oder "typisch deutsch".

Die Frage, wer muss sich an einen Tisch setzen, damit wir die generelle Legalsierung (von mir aus Grünen Style) bekommen, interessiert mich da schon eher. Nur leider haben für dieses Vorhaben zur Zeit die falschen Leute das Ruder in der Hand.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon RolandVanGogh am Di 8. Mai 2018, 16:14

Dennoch... das sie überhaupt hier in Deutschland mal anbauen und das Cannabis für medizinische Zwecke freigegeben haben lässt zumindest erahnen/erhoffen wie das ganze weitergehen könnte. Man liest und hört ja zurzeit monatlich etwas über Cannabis in den Medien. Ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt aber wenn man daran glaubt das viele Sachen bereits lange vorher in Hinterzimmern beschlossen werden bevor sich öffentlich irgendwas tut dann kann man sehen das die Öffentlichkeit zumindest auf das Thema eingeschworen wird.

Außerdem ist dieses ganze Prozedere mit den Kassen und Ärzten so hochkompliziert das der Gesetzgeber am Ende irgendetwas daran vereinfachen sollte. Allein wenn man bedenkt wieviele Leute sich jetzt ihre Krankenakte künstlich verschönern weil sie plötzlich Nebenwirkungen von diesem und jenem haben, und die Medikationen deswegen absetzen. :lol:

Es ist wie beim Domino. Fällt erstmal ein Stein, welcher in diesem Fall die medizinische Nutzung ist, werden alle anderen auch fallen.

Das alles lässt hoffen!

gruß RolandVanGogh
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon VSZ am Di 8. Mai 2018, 16:49

RolandVanGogh hat geschrieben:Dennoch... das sie überhaupt hier in Deutschland mal anbauen und das Cannabis für medizinische Zwecke freigegeben haben lässt zumindest erahnen/erhoffen wie das ganze weitergehen könnte. Man liest und hört ja zurzeit monatlich etwas über Cannabis in den Medien. Ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt aber wenn man daran glaubt das viele Sachen bereits lange vorher in Hinterzimmern beschlossen werden bevor sich öffentlich irgendwas tut dann kann man sehen das die Öffentlichkeit zumindest auf das Thema eingeschworen wird.

Außerdem ist dieses ganze Prozedere mit den Kassen und Ärzten so hochkompliziert das der Gesetzgeber am Ende irgendetwas daran vereinfachen sollte. Allein wenn man bedenkt wieviele Leute sich jetzt ihre Krankenakte künstlich verschönern weil sie plötzlich Nebenwirkungen von diesem und jenem haben, und die Medikationen deswegen absetzen. :lol:

Es ist wie beim Domino. Fällt erstmal ein Stein, welcher in diesem Fall die medizinische Nutzung ist, werden alle anderen auch fallen.

Das alles lässt hoffen!

gruß RolandVanGogh


Oder wir bekommen einen heftigen Regulierungswahn für medizinales Cannabis und beziehen nur noch aus Israel.

Ich halte den medizinalen Liberalisierungsweg nach wie vor für den verkehrten. Deutschland funktioniert nicht wie Amerika. Wir haben hier keine Verschreibungsindustrie. Hier verschreibt dir der Doc, was er oder die Pharma für richtig halten. Das zeigt die Realität aktuell sehr deutlich.

Und dabei sprechen zwei Millionen Medikamentenabhängige eine deutliche Sprache. Das wird die Union vermutlich auch als Gegenargument hinhalten.

Aber leider fehlt, bei der ganzen Unstrukturiertheit, der Liberalisierungsbewegung halt die Weitsicht.

Die sollte man von den entsprechenden Politikern erwarten aber leider fehlt auch da zum Großteil das Engagement. Ein Bundestagsabgeordnete/r kann mehr erreichen, als sich von 500 Liberalisierungsbefürwortern beklatschen zu lassen. Gerade diese Menschen hätten doch die mediale Basis, um endlich Aufklärung zu betreiben.

Stattdessen geht der Durchschnittsmichel auf die Straße, wird vom Hund beschnüffelt bevor er zur Demo möchte und wird dann trotzdem weiter kriminalisiert.

Geändert hat sich ziemlich wenig. Um genau zu sein hat sich die Situation eher verschlechtert. Früher gingen 10-20 Gram als Eigenbedarf durch. Heute urteilen Gerichte teilweise schon bei ein paar Gram drakonisch. Völlig unverhältnismäßig.

Und da bin ich noch nicht beim echten Problem, nämlich 250.000 Cannabis bezogenen Delikten im Jahre 2017.
Das ist höchst Interessant mit Hinblick auf die Suchtzahlen;

Für das Jahr 2017 lagen die Cannabis bezogenen Suchttherapien in etwa bei 220.000.

Wenn man jetzt überlegt, dass gerade bei "Ersttätern" gerne "Therapie statt Strafe" angewendet wird, bekommt man ein Gespür dafür, welche Industrien dahinter entstanden sind.

Deshalb äußern sich Suchtklinikleiter wohl auch zu häufig dazu. Dafür muss man ihnen nicht mal den Tunnelblick unterstellen, sondern kann durch aus davon ausgehen, dass es hier um existenzielle Ängste geht.

Es gilt das Cannabis weiter zu bekämpfen - in jedem Fall.
Zuletzt geändert von VSZ am Mi 9. Mai 2018, 09:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Hans Dampf am Di 8. Mai 2018, 19:33

VSZ hat geschrieben:(...)

Oder wir bekommen einen heftigen Regulierungswahn für medizinales Cannabis und beziehen nur noch aus Israel.
...
Deshalb äußern sich Suchtklinikleiter wohl auch zu häufig dazu. Dafür muss man ihnen nicht mal den Tunnelblick unterstellen, sondern kann durch aus davon ausgehen, dass es hier um existenzielle Ängste geht.

Es gilt das Cannabis weiter zu bekämpfen - in jedem Fall.


Da fehlt mir hier im Forum wieder der Like-Button. Echt richtig! Und das ist sowieso nur die offen zutage tretende Spitze des Ganzen. Da steckt zu viel Geld drin als dass das ohne Verflechtungen ginge. Kann ich mir nicht vorstellen.
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Mi 9. Mai 2018, 06:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon DennisEF am Di 8. Mai 2018, 20:17

Die Ärzte werden momentan über Cannabis aufgeklärt, das dauert,
aber die Meinung wird sich weiter zu Gunsten der Regulierung von Cannabis,
wenn nicht sogar von allen Drogen, verbessern.
Du musst unterscheiden zwischen Süchtigen und Gelegenheitskonsumenten.

Ein weiterer Punkt ist, wenn die Drogenmärkte reguliert wären,
würde es weniger Kriege und Tote geben. Es wäre wie ein Geschäft mit Alkohol,
du gehst in ein Geschäft und bekommst dort "leichtes Bier" oder "harten Schnaps".
Entweder genießt du deinen Stoff oder machst dich damit gesundheitlich fertig.

Es ist gut dass das Thema Cannabis in den Medien präsent ist und bleibt,
nur so kann es irgendwann "normal" sein über dieses Thema zu sprechen.

Auch die Dealer haben keine Lust mehr auf Geheimnistuerei, die wollen doch auch
nur ihre Ruhe. Dort muss weiter die Einsicht kommen dass ein Krieg gegen den Fiskus
verloren ist und es besser ist Steuern zu zahlen und in das Sozialsystem einzuzahlen.

Wenn die Pharmaindustrie nicht dumm ist, steigt sie in den Handel mit Cannabisblüten ein,
denn die Cannabistabletten die sie uns andrehen wollen, werden die Nachfrage nach Bioprodukten
nicht mindern.

Um Gesetze ändern zu können müssen wir weiterhin Politiker,
die mehr Weitsicht haben, ins Rennen schicken.
In Thüringen sehe ich dazu gute Chancen bei der aktuellen rot-rot-grünen Regierung.

Demonstrationen sind wichtig, aber wie können wir dort mehr Leute mobilisieren?

Ich habe gehört dass sogar ein aktiver Richter, der einen Anbauer verurteilt hat,
der Meinung war dass Cannabis irgendwann legalisiert wird.
Apropos: Was ist eigentlich aus dem Schildower Kreis geworden?

Wie verlief denn genau die Legalisierung in Colorado?
Kann man sich dort was abschauen?
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Hans Dampf am Di 8. Mai 2018, 20:43

DennisEF hat geschrieben:(...)
Ein weiterer Punkt ist, wenn die Drogenmärkte reguliert wären,
würde es weniger Kriege und Tote geben. (...)


Dir ist schon klar dass hinter jedem Krieg mindestens ein Kriegsgewinnler steckt? Die dürften gar kein so großes Interesse daran haben, dass es weniger bewaffnete Konflikte gibt ;)
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Martin Mainz am Mi 9. Mai 2018, 06:29

DennisEF hat geschrieben:Wie verlief denn genau die Legalisierung in Colorado?
Kann man sich dort was abschauen?

Dazu empfehle ich: viewtopic.php?f=57&t=3543&p=59919#p59919

Wir haben in Deutschland leider noch keine Volksentscheide, sonst könnten wir hier die Legalisierung auch von unten erzwingen.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon DennisEF am So 13. Mai 2018, 06:19

Wie lief es damals als Alkohol wieder legalisiert wurde?
Gibt es dazu Informationen?
Das dürfte ja fast das selbe Problem gewesen sein.
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon Martin Mainz am So 13. Mai 2018, 07:03

Die Organisation des illegalen Alkoholhandels hatten organisierte Banden übernommen. Im Stadtgebiet von New York City beherrschte die US-amerikanische Cosa Nostra 25 % und die sogenannte Kosher Nostra 70 % des Schwarzmarktes;[10] den Rest teilten sich Iren oder andere Gruppierungen. In Chicago hingegen herrschte das Chicago Outfit unter Al Capone, das sich gegen die irische North Side Gang tödlich durchsetzte. Die Gewinne aus diesem Handel waren im Vergleich zu den bisher betriebenen Geschäftsfeldern der Banden immens und wurden später nur durch Einnahmen aus dem illegalen Drogenhandel, insbesondere mit Heroin und Kokain oder Designerdrogen, übertroffen. Das Alkoholverbot hat seine Ziele in keiner Weise erreicht, sondern im Gegenteil dem kriminellen Gangstertum erst richtig zum Aufschwung verholfen und die Korruption befördert. Der politische Einfluss durch das entstandene Schwarzgeld hat die Cosa Nostra immer wieder vor der Strafverfolgung beschützt. So wurden die unterbezahlten Prohibitionsagenten, die das Verbot eigentlich überwachen sollten, durch Bestechung und Bedrohung gefügig gemacht. Bestochene Polizisten verrieten den Termin einer Razzia oder schauten generell weg; hochrangige Politiker und Beamte stellten z. B. Waffenscheine aus oder verhinderten staatsanwaltschaftliche Ermittlungen.

Wie die Einführung der Prohibition musste auch ihre Aufhebung durch die einzelnen Bundesstaaten umgesetzt werden. Dies geschah durch Volksabstimmungen und nicht durch die jeweiligen Parlamente der Einzelstaaten. Am 5. Dezember 1933 endete die Prohibition landesweit, als mit Utah der 36. Bundesstaat den 21. Zusatzartikel der Verfassung ratifizierte, womit die nötige Quote von 3/4 der (damals 48) Staaten erreicht war. Dieser Zusatzartikel stellte es den Bundesstaaten jedoch frei, die Prohibition auf eigene Faust fortzuführen. 1948 bestand sie immer noch in drei Staaten. Erst 1966 schaffte mit Mississippi der letzte US-Bundesstaat sie wieder ab. Es gibt jedoch einzelne Städte und Landkreise in den Südstaaten, die bis heute „trocken“ geblieben sind, sogenannte „dry counties“. In vielen Bundesstaaten ist der Kauf von Alkohol weiterhin nur in staatseigenen Läden erlaubt (auch als Alcoholic beverage control states bezeichnet), die teilweise nur in relativ geringer Anzahl existieren und für amerikanische Verhältnisse sehr beschränkte Öffnungszeiten haben. In einigen Staaten ist das Mitbringen von Alkohol aus anderen Bundesstaaten weiterhin eine Straftat.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Prohibiti ... bschaffung


Auch lesenswert zum Thema: http://www.sueddeutsche.de/geld/amerika ... -1.1183156
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Re: Politische Gedanken

Beitragvon DennisEF am So 13. Mai 2018, 07:30

Danke für die Links.
Allerdings finde ich daraus keine Antwort.

Das Einzige was mir einfällt sind Lizenzen.
Also sind wir mit der Cannabisagentur doch auf einem gutem Weg?
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