Cannabis-Clubs

Cannabis Clubs: Ja oder Nein?

Ja
57
97%
Nein
2
3%
 
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Bom
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Bom » Do 23. Feb 2012, 00:13

also ich würde mich schon für eine altersgrenze aussprechen.

16 suggeriert, dass cannabis harmlos ist. außerdem ist bewiesen, dass cannabis gerade in der (frühen) pubertät zu entwicklungsstörungen führen KANN (vor allem bei übermäßig hohem konsum).

mit einer altersgrenze von 21 kann man nicht argumentieren, volljährig ist man mit 18, zudem ist es unlogisch, alkohol 3 jahre früher konsumieren zu dürfen, obwohl er viel gefährlicher/tödlicher ist.

daher bin ich für "kein cannabiskonsum unter 18 jahre" wir wollen ja nichts verharmlosen und alles darüber ist nicht nachvollziehbar...
...Bald wieder aktiv, hoffentlich!

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Philebos
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Philebos » Fr 24. Feb 2012, 16:04

ja, genauso sehe ich es auch. Wenn Legalisierung, dann muss es ab 18 sein

Dinokiffer
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Dinokiffer » Mo 27. Feb 2012, 00:34

Ich finde die Idee der Kiffer-clubs schon okay, aber was ist wenn ein 18 - jähriger dort hinein geht um einen sag ich mal 15 jährigen was zu besorgen ? Das Problem gibt es ja auch mit den Alcohol.. Man sollte also nur darin Rauchen dürfen und anbauen für einen bestimmten betrag den man den besitzer gibt, und man sollte natürlich auch zu hause gärtnern dürfen und folglich auch rauchen.

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Bom
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Bom » Mo 27. Feb 2012, 00:43

also das mit der weitergabe an minderjährige ist in der tat ein problem, allerdings würde ich sagen, dass aufklärung mal wieder eine wunderbare allroundmedizin ist... alles andere ist wohl kaum so wirksam... man muss da halt evtl gleich die schweren geschütze auffahren (c. kann psychosen und depressionen auslösen, die geistige entwcklung usw...)

ansonsten könnte man ja mal durchspielen, wie es wäre, wenn wir nur in dafür vorgesehenen lokalen rauchen dürften (was völlig unrealistisch und nicht durchsetzbar ist)....
ich persönlich würde gerne zuhause gärtnern und das will ich mir nicht mit irgendwelchen regeln verbieten lassen :)
...Bald wieder aktiv, hoffentlich!

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CosmicWizard
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von CosmicWizard » Mo 27. Feb 2012, 15:19

Die Abgabe an Minderjährige wird man nicht komplett unterbinden können so viel ist klar. Doch wenn wir uns damit abfinden, ist es doch immer noch viel besser, wenn Minderjährige durch meist vertraute Personen an exzellentes, streckmittelfreies Cannabis kommen, als wenn sie, wie es heute der Fall ist, einen zwielichtigen Dealer aufsuchen und sich evtl. mit Streckmittlen vergiften.

Nordel
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Nordel » Mo 27. Feb 2012, 15:32

Dinokiffer hat geschrieben:Ich finde die Idee der Kiffer-clubs schon okay, aber was ist wenn ein 18 - jähriger dort hinein geht um einen sag ich mal 15 jährigen was zu besorgen ? Das Problem gibt es ja auch mit den Alcohol.. Man sollte also nur darin Rauchen dürfen und anbauen für einen bestimmten betrag den man den besitzer gibt, und man sollte natürlich auch zu hause gärtnern dürfen und folglich auch rauchen.
Die Weitergabe an Minderjährige findet momentan sowieso statt, mit weitaus schlimmeren Konsequenzen. Man muss hier erst einmal beachten, dass nur ein geringer Teil der Konsumenten unter 18 Jahre ist. Ich schätze ca. 15% - 20%, einige denken es sind sogar noch weniger ca. 10%. Eine Weitergabe an Minderjährige kann mit keinem Modell komplett ausgeschlossen werden, wir könnten allerdings hart durchgreifen. Wer an Minderjährige weiterverkauft, sollte mit hohen Geldstrafen belangt werden, 1.000€ - 10.000€ bis hin zu Haftstrafen von 5 Jahren ohne Bewährung. Danach überlegt sich ein Erwachsener es dreimal, bevor er etwas an einem Minderjährigen abgibt. Beim Alkohol halte ich die Strafen auch noch für zu gering, die Leute, die einen 16 Jährigen harten Schnaps besorgen, sollten ebenso hart bestraft werden, es ist in meinen Augen nämlich eine Körperverletzung, ebenso bei Zigaretten! Mit deinem Lösungsansatz könntest du die Weitergabe auch nicht verhindern. Wenn die Konsumenten zu Hause anbauen dürfen, dann kannst du die Weitergabe an Minderjährige auch nicht ausschließen. Ich sehe hier nur eine Möglichkeit, hart durchgreifen mit heftigen Strafen um Erwachsene bei einer Weitergabe an Minderjährige abzuschrecken!
"Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher." (Galileo Galilei)

Philebos
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Philebos » Mo 27. Feb 2012, 18:05

ich sehe das genauso. Als ich 15 war, kam ich an Gras leichter ran als an starken Alk wie z.B. Vodka.
Man kann es nicht vermeiden, dass Minderjährige, die wollen, es auch kriegen. Aber wenn der Schwarzmarkt ausgetrocknet ist, dann wird es für die Minderjährigen sehr viel schwerer sein, es zu bekommen (aber nicht unmöglich).

Dinokiffer
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Dinokiffer » Mo 27. Feb 2012, 18:59

Zu Bom :
Mit den ´Nur Rauchen` meinte ich so das man in diesen Shops kein Gras kaufen kann sondern das jeder selbst verantworlich ist mit Anbauen und so die Shops sollten dann eine hilfe für Stadtbewohner sein die keinen Garten oder Balkon haben, damit meinte ich auch das du dann dort drin dir einen bauen darfst ohne streß und so.. Natürlich lässt sich das nicht einschränken wo und wie du rauchst ;)

Exabytez
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von Exabytez » So 11. Mär 2012, 04:00

Zunächst finde ich es positiv, dass in einem solchen Rahmen das Thema Cannabis besprochen, darüber diskutiert und auch ernst zu nehmende Kommentare verfasst werden.

Insgesamt würde ich ein solches System befürworten. Die Altersgrenze ist mehr als gerechtfertigt, weshalb ich nichts weiteres hinzufügen werde.
Im Punkt "monatlicher Mitgliedsbeitrag" sehe ich jedoch so meine Zweifel. Insgesamt wurde es teilweise schon erwähnt: Ein solcher fester Beitrag würde zum einen "neue" Konsumenten von solch einem Gebilde abschrecken, zum anderen würde eine solche entgeltliche, befristete "Mitgliedschaft" dazu führen, dass man diese "Laufzeit" so häufig wie möglich beansprucht, somit öfters einen Cannabis-Club besucht, als man eigentlich vielleicht geplant hatte. Ich beispielsweise würde Cannabis nur in gewissen Zeitabständen von einigen Monaten konsumieren und für ein oder zwei Tage pro mehrere Monate einen (womöglich sogar recht hohen) Beitrag zu bezahlen, würde für mich nicht in den Sinn kommen. Bloß würde ich dann eher öfters diesen Cannabis-Club besuchen, als generell einen Bogen um ihn zu machen.
Deshalb wäre ich gegen einen solchen festen Beitrag. Lieber würde ich "einen Euro mehr auf's Gramm zahlen", als einen festen Mitgliedsbeitrag und das nur dafür, dass ich ein Mal in drei Monaten "entspannen" kann.

Wie erwähnt, ist Missbrauch ein weiteres heikles Thema. Natürlich kann und würde es sehr wahrscheinlich vorkommen, dass man "mal eben" einen Erwachsenen entgeltlich dafür beauftragt, einem Minderjährigen Cannabis in einem solchen Club zu kaufen, aber das ist ein allgemeines, gesellschaftliches Problem und man kann es nur bedingt auf dieses Thema übertragen. Eine solche Gefahr besteht bei allem, das eine Altersbeschränkung aufweist. Seien es Filme ab 16, Alkohol, Zigaretten, Computerspiele und und und. Natürlich ist in allen Beispielen eine Altersbeschränkung notwendig, dennoch wird diese in jedem Fall irgendwie umgangen.
Ob man eben jemanden fragt, der das ausreichende Alter aufweist oder Urkundenfälschung betreibt und sich so verschafft, was man will. Das ist jedoch wie gesagt ein gesellschaftliches Problem. Wenn jeder sagen würde "Ich unterstütze nicht, dass Minderjährige sich Zugang zu Gütern verschaffen, für die sie die Altersbeschränkung nicht erfüllen", würde es das "Problem" nicht geben. So etwas kann man leider einfach nicht gänzlich verhindern.
Man kann lediglich strikte Auflagen schaffen, was beispielsweise eine strenge Aufsicht erfordert oder eine Prohibition des Mitführens außerhalb eines solchen Clubs. Ich persönlich hätte nichts dagegen, mich extra in einen solchen Raum zu begeben und während des Konsums aufzuhalten, wenn dafür der Konsum unter strengen Auflagen erlaubt ist und ich somit verhindere, dass dieses System zu Gunsten der Minderjährigen missbraucht wird.
Zudem sollte natürlich eine Ausweiskontrolle stattfinden, um zu verhindern, dass Minderjährige "wegen ihrem Aussehen" Zugang zu einem solchen Club erhalten. Desweiteren könnte man wie in einem Coffeeshop eine bestimmte Tagesmenge pro Person einführen, um zum Einen exzessiven Konsum zu hemmen und zum Anderen eben mögliche Beschaffung für Minderjährige zu begrenzen (falls eine ledigliche Konsumerlaubnis innerhalb eines Cannabis-Clubs nicht eingeführt werden sollte).

Das wären für's Erste einige Punkte und meine persönliche Meinung dazu. Über ein solches Thema kann man lang und breit diskutieren, aber ich hacke hier lieber ab, ansonsten ist die Informationsdichte zu groß und mein Post wird gänzlich ignoriert.

tribble
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von tribble » So 11. Mär 2012, 13:39

Hier schonmal eine Vorabversion des Codex für Cannabis Social Clubs. Weitere Vorschläge konnten eingereicht werden, sobald die finale Version zur Verfügung steht auf cannabis-clubs.de und weitere.

Wenn du jemanden kennst, sei es Presse oder interessierte Personen: Weise sie auf den Verhaltenscodex hin - zur Bundestagsabstimmung war die "unreglementiertheit und was das eigentlich ist" Frage noch sehr groß im Raum:

http://www.cannabis-clubs.de/code-of-co ... 13-11-2011
Dear friends, herewith Encod presents the draft version of a code of conduct that will be respected by European Cannabis Social Clubs. We invite all interested people (Encod members or not) to send their comments if they think this can improve the text. Please do this before 1st December 2011.

The idea is to have a definitive text by 1st December, so we can start promoting the European CSC model and inviting people actively to start setting up their own club.
Best wishes, Joep

EUROPEAN CANNABIS SOCIAL CLUBS

CODE OF CONDUCT

DRAFT VERSION, NOVEMBER 2011


Due to the lack of a legal framework with regards to cannabis cultivation for personal use, we, cannabis consumers throughout Europe have initiated an own model of regulation and control. This model, called the Cannabis Social Club, aims to prevent cannabis consumers from being involved in illegal activities and assures that certain requirements concerning public health and safety are being fulfilled. Cannabis Social Clubs (CSC) are registered, non-profit associations that are formed by adult people who consume cannabis. They can be set up legally in any country where cultivation of personal amounts of cannabis has been decriminalised.

CSC’s organise the collective cultivation of an amount of cannabis that is exclusively meant for the private consumption of their members. The production capacity of a CSC is based on the expected level of yearly consumption of its members, increased with a reasonable buffer to counter the risk of failed harvest, theft, and provide for ‘emergency stash’ for people who consume cannabis for medicinal reasons. The internal rules of a CSC include a protocol about the management of this eventual surplus.

Unlike cannabis distributors who operate on the illegal market, Cannabis Social Clubs are willing to enter into dialogue with authorities to provide insight in their working methods, in the framework of the elaboration of a legal regulation of cannabis. Local authorities should have an interest in such a regulation, which will enable them to control the CSC”s in order to ensure their transparent and safe way of working. Thus, they create an alternative for the black market, prevent the access of minors to cannabis, help to reduce public expenditure and generate tax revenue. CSC’s have an interest in such a regulation as it will ensure the legal status of their organisation and its activities.

Cannabis Social Clubs are characterised by transparency, democracy and non-profitability. They function as an association, with complete openness about financial arrangements to their members, so the members can see how the costs are calculated and the money is spent. CSC’s organize a general assembly at least once a year, where annual reports are discussed and approved. These reports include a complete balance of incomes and expenses in the past fiscal year, according to the rules established for this purpose.

Cannabis Social Clubs may decide to employ staff members, who can receive reasonable remuneration. Thus they contribute to the creation of employment, economic re-activation and savings on the budget for law enforcement.

Cannabis Social Clubs have a protocol for adhesion of new members that includes an explanation on their rights and duties, an indication of the estimated amount of consumption and a private conversation on the history of use. This allows the clubs to recognise problematic consumption (psychopathologies), and to respond to this situation.

Before becoming member of a Cannabis Social Club, the applicant must state that he/she is a user of cannabis, or provide a medical report stating the diagnosis, to check that the person is diagnosed with a disease for which the use of cannabis is indicated, according to the regularly published lists by the International Association for Cannabis as Medicine (IACM).

Cannabis Social Clubs take a comprehensive written record of consumption made by their members from collective farming, register in which they shall contain at least a membership number, the amounts withdrawn and the date of withdrawal. In this register personal data are ensured at all. There will be an upper limit on the amounts that members may receive, in order to avoid the possibility of facilitating the use of third parties.

Cannabis Social Clubs take a comprehensive written record of production, in which the association shall certify the dates of the cycle of cultivation, the used methods of cultivation and the amounts collected and suitable for consumption. Inspections are carried out randomly by representatives of the association, to verify the location, safety measures and estimated volume of production.

The methods of cultivation, post-harvest treatment etc. meet up to the standards of biological agriculture with sustainable use of natural resources.

Once the harvest has been controlled and the final production volume quantified, the association will issue a written authorization to one of its representatives to proceed to crop product transportation from the place where it is cultivated to the premises where the controlled distribution is carried out.

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cannabis-medicus
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von cannabis-medicus » So 18. Mär 2012, 17:43

Also ich versuche mal hier mein Konzept und meine Vorstellung bezüglich eines Sozialen-Cannabis-Klub/Verein/Institution vorzustellen.


Der Klub agiert als Zusammenschluss von Leuten mit gleichem Interesse, er sollte kostendeckend Arbeiten, nicht gewinnbringend.
(Oder man gibt die Klubs in die Hand der Kommunen, welche einen oder mehrere Beauftragten einstellt. Die Beauftragten wären somit angestellte im öffentlichen Dienst, würden das ganze als Beruf ausüben und hätten ein festes monatliches Einkommen. Man könnte Früh-/Spätschicht einführen um zu garantieren das der Klublange zugänglich ist und das ständig jemand Verantwortliches vor Ort ist)


Die "Aufnahme Voraussetzungen" sollten sein:
-Ein Mindestalter von 18 Jahren (ohne Ausnahmen)
-Das Hinterlegen der Persönlichen Daten, zum Schutz des Vereins vor Missbrauch (Datenschutz wird selbstverständlich eingehalten)
-Das Verpflichten, unter Androhung von Ausschluss und Strafverfolgung, den Klubregeln folge zu leisten.

Ich finde das Anbauraum und Gesellschaftsraum sich im selben Gebäude befinden sollten, um größere Sicherheit und geringeren Aufwand zu garantieren. So ist es auch möglich, dass sich die Vereinsmitglieder am Anbauen beteiligen (wer möchte).
Als Gebäude kann ich mir gut ein 2 stöckiges umgebautes Wohnhaus vorstellen, unten der Verkauf und Aufenthalt und oben wird angebaut.
Als Alternative könnte man diese auch aus Wohngebieten fern halten (Jugendschutz) und in den jeweiligen Industriegebieten einrichten.
Im Gesellschaftsraum sollte es möglich sein das Gras zu beziehen und es auch gleichzeitig in geselliger Umgebung zu konsumieren. Dort , finde ich, darf es ruhig wie in einem Coffeeshop zugehen. Also Getränke und kleinere Snacks können gekauft werden, aber sollte auch gesundheitliche Aufklärung statt finden (ich dachte da an so etwas wie Seminare ).

Das gesamte Vereinssystem sollte elektronisch über eine personifizierte Chipkarte laufen, so ist nachvollziehbar wer, was, wie viel und wann gekauft hat. So können z.B bezahlungen Bargeldlos vorgenommen werden, dies veringert zugleich das Risiko überfallen zu werden, denn wo kein Bargeld gelagert wird gibt es auch nichts zu holen.
Einlass wird auch nur gewährt, wer seine Karte dabei hat und vorzeigt.
Vereinsmitglieder welche das Cannabis für medizinische Zwecke brauchen( mit evtl. Artest eines Arztes) sollten bis zu 10G/Tag erhalten, für einen geringeren Selbstkostenpreis als der Hobbyraucher welcher max. 5g/Tag bekommen würde. (Mengen können diskutiert werden)
Selbstverständlich wird das Cannabis nur an Mitglieder abgegeben und diese dürfen es nicht weitergeben. Um diesem Problehm der Weitergabe bei verlassen des Klubs zu vor zu kommen, und körperlich benachteiligten Menschen auch die Möglichkeit des Konsums zu verschaffen könnte ein Lieferdienst bis an die Haustüre eingerichtet werden, welcher die Ware nur gegen Vorlage des Personalausweises und der Mitgliedskarte abgibt.

Finanzieren könnte sich das ganze durch einen monatlichen Fixbetrag, welcher auch die Fixkosten begleicht (Miete, Strom, Wasser etc) und das Weed wird separat "Verkauft", ich dachte an ca 3-5 Eur für einen medizinischen Nutzer und 5-8 Eur an den Hobbykonsument.
Welcher Strain angebaut wird, wird unter den Mitgliedern abgestimmt. Ein eventueller Überschuss am Ende des Jahres an Geld, kann entweder an seine Mitglieder zurückerstattet werden oder dient als feste Rücklage für Anschaffungen.


So weit erstmal, ich bitte um Kritik - positiv wie negativ
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CosmicWizard
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von CosmicWizard » So 18. Mär 2012, 17:46

Liest sich ganz gut, aber ist mir etwas zu restriktiv.

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bushdoctor
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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von bushdoctor » So 18. Mär 2012, 18:40

CosmicWizard hat geschrieben:Liest sich ganz gut, aber ist mir etwas zu restriktiv.
Sehe ich genauso...

Aber trotzdem ist der Vorschlag eine gute Arbeitsgrundlage. Ich würde das ganze aber offener und "ganzheitlicher" strukturieren, so wie ín dem Bericht über den spanischen Cannabis Social Club (Link im Video-Bereich des Forums).

Das Hauptproblem in der BRD ist, dass die Entkriminalisierung des Besitzes für den Eigenkonsum noch fehlt. Die "geringe Menge" gehört BRD-weit festgelegt (BtmG ist schließlich ein "Bundesgesetz).
Das heißt dann auch, dass die Clubs Hanfblüten in dieser Menge (maximal) "ausgeben" dürfen.
Eine elektronische Kontrolle sollte aber nur eingeführt werden, falls der rechtliche Rahmen "sauber" ist, d.h. keine Konsumentendaten vom Staat mißbraucht werden können, um z.B. Fahreignungen anzuzweifeln und dergleichen.

"Medizinische Nutzer" würde ich auch besser stellen, was Preis und Mitgliedschaft betrift.

Zum Ort, wo solche Clubs entstehen könnten, fallen mir immer diese leerstehenden Supermärkte ein. Da könnte man nen veritablen Anbau realisieren und sicherlich auch "Clubräume" abtrennen um in gepflegtem Ambiente zusammen zu kommen. :mrgreen:

Das "spanische Model" sieht vor, dass pro Mitglied des Clubs eine Pflanze (zeitgleich) angebaut wird und das einzelne Mitglied entscheidet, was das für eine Planze ist. Da man aber (normalerweise) in 100 Tagen keine ganze Hanfpflanze rauchen kann, ist somit immer etwas Auswahl vorhanden. Und wenn die Abgabemenge begrenzt ist ("geringe Menge"), dann ist normalerweise auch immer was zur Auswahl da. Der Club regelt das dann schon!

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von ObiwanCannabinobi » Mo 16. Apr 2012, 13:42

Also ich wär auch für ein Kombinationsmodell CSC/Apotheke/Heimanbau in folgender Form:

Zunächst einmal weiß ich nicht was ich von einer Kifferchipcard halten soll, da finde ich die Idee der Vergabe eines Art Cannabisführerschein (nur für in Deutschland wohnhafte) durch ein aufklärendes Arztgespräch über eventuelle Risiken irgendwie besser, weil man dann den Lappen hat und sonst mit keinen Daten Schindluder getrieben werden kann. Als Arzt aber am besten ein Psychotherapeut des Vertrauens, denn diese haben, im Gegensatz zu Psychologen, eine allg. medizinische Ausbildung, mit Schwerpunkt auf Psychologie, also Körper und Geist.
Jährliche Auffrischung des CannabisFS wieder über Arztgespräch, eventuell sollte eine nahestehende Person (Elternteil, Kinder oder Ehepartner) mitkommen für eine zweite Meinung, damit sicher ist das wirklich alles OK ist???

Ab 18 Jahre ist bestimmt schon OK, da man bis dahin eventuell genug mit den Ausläufern der Pubertät zu tun haben kann, ab dann kommt meist doch Forscherfreude auf, ich habe erst mit 20 angefangen Cannabis zunehmen, dass war schon OK aber die meisten die ich kenne haben schon früher damit angefangen.

Mit seinem Hanflappen (am besten auch auf Hanfpapier :)), kann dann einem CSC beigetreten werden oder in der Apotheke, wenn nur für einen kürzeren Zeitraum etwas therapiert werden soll oder die Konsumfrequenz so gering ist, dass sich die Mitgliedschaft in einem CSC nicht lohnt, Cannabis bzw. Extrakte (Tinkturen, Salben, etc.), bei bestimmten Krankheiten auch auf Rezept, erstanden werden. Apotheken haben keine Abgabemengenbeschränkung, da manche Menschen deutlich mehr benötigen zur Linderung ihrer Leider, als Genussraucher in der Regel verbrauchen. Auch gibt die Wahl von THC-freien Blüten.

Eine Abgabemengenbegrenzung (Allgemein dagegen, aber am Anfang sicher besser) von maximal 10g/Woche oder 40g/Monat als Abo in CSC an Mitglieder (Tagesabgabe ist schwierig zu rechnen), ist denke ich schon OK, da ja durch den Cannilappen bereits Drogentourismus eingeschränkt ist. Als CSC Mitglied kann man sich aus einer Sortendatenbank, zwei verschiedene Sorten aussuchen, für die pro Vegetationsphase (4xJährlich) die Patenschaft (bei Gras ein geringerer Beitrag als bei Hasch, da dafür mehr Pfanzen gebraucht werden) übernommen wird und von denen man 75% bezieht, die restlichen 25% darf auch Überschuss von anderen Sorten probiert werden, für die Abwechselung.
Als CSC Mitglied läßt sich auch eine Lizenz erwerben die einem den eigenen Anbau von bis zu 5 weibliche Pflanzen erlaubt. Die Stecklinge können ebenfalls im CSC erworben werden, ne Überlegung war für jeden erworbenen Steckling die Abgabemengenbegrenzung um 2g/Woche zu reduzieren, z.B. man regiestriert sich einen Steckling, der im Sommer in den Garten kommt, dann geht noch 2g Kush und 4g Blueberry, die Paten, und zur Probe noch 2g Purple Haze mitzunehmen, weil man den immer schon mal probieren wollte, = 8g/Woche. Samen THChaltiger Sorten gehen nur an die Administration der CSC.
Theoretisch wäre es auch möglich sich eine Mutterpflanze zu halten und jeweils 4 Stecklinge zu schneiden und in die Blüte zu schicken. Das wäre, dann die aufwendigste aber auch günstigste Methode, da dann nur noch der Mitgliedsbeitrag des Clubs und die Lizenz Gebühren anfallen. Wer dann aus dem Club austritt und trotzdem weiter anbaut tut dies illegal und auf Gefahr hin bestraft zu werden.

Vielleicht wie schon mal gefordert in Clubs eine Lounge einrichten, wo auch nicht Mitglieder (Touristen) über 18 Jahre vorgerollte Joints(ohne Tabak) mit moderatem THC Gehalt erstehn und rauchen können oder einen Vaporizer befüllt bekommen und viel Informationsmatrial rumliegt :-), Kaffee, Tee, Wasser und Obst sollte auch angeboten werden.

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von bushdoctor » Mo 16. Apr 2012, 14:41

ObiwanCannabinobi hat geschrieben:Also ich wär auch für ein Kombinationsmodell CSC/Apotheke/Heimanbau in folgender Form:
Die Idee mit dem "Cannabisführerschein (nur für in Deutschland wohnhafte)" finde ich gut. Damit wird quasi "ärtzlich beschieden", dass aus gesundheitlichen Gründen beim Inhaber keinerlei Bedenken bestehen.
Auch das dieser "Führerschein" nur an Leute mit "Wohnhaft Deutschland" vergeben würde, ist sehr nützlich, um die Gegner der CSC-Lösung zu überzeugen.

Was aber außen vor bleibt, ist der rechtliche Rahmen unter dem in der BRD ein Cannabis-Social-Club betrieben werden kann.

Auf das etwas störrische BtmG bin ich diesem Thread schon etwas näher eingegangen: http://hanfverband.de/forum/viewtopic.php?f=28&t=393

Was meines Erachtens für den "Betrieb" eines CSC absolut ausreichen würde, wäre die Straffreiheit bei Anbau EINER THC-haltigen Pflanze pro Person/Mitglied. Den Rest könnte jeder Club selber regeln. Dadurch entsteht Wettbewerb unter den Clubs und jeder kann sich "seinen" Club aussuchen und sich dort engagieren, wo seine Vorlieben und Interessen am besten "bedient" werden.
Wie man sowas aber durch das BtmG regeln könnte, weiss ich leider (noch) nicht.
Die Maximale Abgabemenge pro Tag regelt sich durch die "geringe Menge", denn mehr darf niemand (straffrei) besitzen. Da die Natur der Dinge es nicht erlaubt, dass jeder jeden Tag 30g "abheben" kann, regelt sich das jeder Club so, wie er meint, dass er seine Mitglieder fair bedienen kann. Dem Übermaß sind dadurch automatisch Grenzen gesetzt! :mrgreen:

Theoretisch hätte jedes Club-Mitglied während jeweils 120 Tagen "Anspruch" auf die Erntemenge EINER Pflanze, also grob 1-2g pro Tag. Ich denke das sollte reichen. Clubs, die "Anbaugötter" haben und auch nicht vor Fertilizern zurückschrecken und Hochertragssorten bevorzugen, können den "Output" vielleicht auch auf 5g pro Tag und Mitglied erhöhen... :mrgreen:

Mein Ziel ist es, so wenig wie möglich regeln zu wollen und den "bürokratischen Ball" flach zu halten, d.h. so wenige Vorschriften wie möglich:

- Mitglieder müssen volljärig sein.
- Mitglieder müssen in der BRD registriert sein, d.h. einen Wohnsitz in Deutschland haben.
- Die Clubs sind "rechtlich" eingetragene Vereine (e.V.)
- Sicherung der "Produktionsstätte" vor unbefugtem Zugang muss nachgewiesen werden.
- Jede Pflanze des Clubs muss "registriert" sein auf ein Mitglied => eine Plfanze pro Mitglied (oder von mir aus auch mehr, falls möglich)

Sobald der Anbau in CSCs möglich ist, wäre der private Eigenanbau automatisch auch möglich, da sich beides im selben rechtlichen Rahmen bewegt.
Frage ist nur, wie kriegen wir das in Gesetzesform?

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von His Master's Voice » Mo 16. Apr 2012, 16:19

bushdoctor hat geschrieben: Frage ist nur, wie kriegen wir das in Gesetzesform?
Wir sollten eine Art Arbeitsgruppe für die Formulierung von Gesetzen einrichten, da sollten dann Juristen ihr Können zeigen. Aber ich fürchte wir sind noch zu wenige Leute.
Wir sind Millionen...

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von CosmicWizard » Mo 16. Apr 2012, 18:35

Nach welchen Kriterien soll dieser ''Cannabisführerschein'' denn bitte erstellt werden? Diese Idee schreit doch nur so nach Ungleichberechtigung und Aufrechterhaltung des Schwarzmarkts.

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von bushdoctor » Mo 16. Apr 2012, 19:47

CosmicWizard hat geschrieben:Nach welchen Kriterien soll dieser ''Cannabisführerschein'' denn bitte erstellt werden? Diese Idee schreit doch nur so nach Ungleichberechtigung und Aufrechterhaltung des Schwarzmarkts.
Ich sehe den "Cannabisführerschein" als eine Art "Zuckerwürfel", mit dem wir den Prohibitionisten die "bittere Medizin der Entkriminalisierung" besser verabreichen könnten. :mrgreen:
Persönlich bin ich auch der Meinung, dass es keine Vorausbedingung geben sollte, aber vielleicht kann man damit erstmal die "Bedenkenträger" auf der Verbotsseite aus der Reserve locken.

Rechtlich könnte dieser "Führerschein" m.E. eine "Beratungsbescheinignung" darstellen, der angibt, dass der "Inhaber" von einem Arzt über den Gebrauch von Drogen aufgeklärt wurde.
Folgendes sollte bei dieser Aufklärung passieren:
  • - eine medizinische Aufklärung über die Wirkungen und Nebenwirkungen von THC
    - kurzer "Checkup", der den üblichen medizinischen Standard enthält: Lungenfunktion, Herz- Kreislauf (Puls, Blutdruck), allgemeiner Zustand
    - Anamnese einer eventuellen Disposition von psychischen Problemen (schwierig, aber die Frage nach manisch-schizophrenen Erkrankungen in der Familie reicht eigentlich aus, um den "Patienten" zu sensibilisieren, dass hier ein Risiko besteht.)
Das ganze sollte eher ein Beratungsschein sein, vergleichbar mit dem bei Abtreibungen. Wenn der eine Arzt keinen Ausstellt, dann macht´s vielleicht ein anderer.

Über das ob und wie eines "Cannabisführerscheins" kann man aber denke ich noch viel diskutieren. Wie gesagt: Ich sehe es als "Bonbon" für die Prohibitionisten.

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von CosmicWizard » Mo 16. Apr 2012, 19:56

Gut, mit der reinen Beratungsform komme ich schon besser klar. Es sollte halt in keinstem Fall eine Reglementierung stattfinden, da Cannabis durch seine multiplen Konsumvarianten keiner Person wirklich Schaden zufügen kann.

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Re: Cannabis-Clubs

Beitrag von bushdoctor » Mo 16. Apr 2012, 20:14

His Master's Voice hat geschrieben:
bushdoctor hat geschrieben: Wir sollten eine Art Arbeitsgruppe für die Formulierung von Gesetzen einrichten, da sollten dann Juristen ihr Können zeigen. Aber ich fürchte wir sind noch zu wenige Leute.
Ich denke auch, dass wir um echte Jursisten über kurz oder lang nicht herumkommen werden!

ABER:

Auch mit gesundem Menschenverstand läßt sich schon einiges Erarbeiten! ;)
Bei meinem Vorschlag konnte ich durch Aufnahme von THC in Anlage III BtmG und Einfügen von jeweils einem Satz in zwei Paragrafen schon eine Menge bewegen.
Meine Argumentation für die Entkriminalisierung der in Anlage III aufgeführten Betäubungsmittel steht auch schon:
Wenn diese Stoffe von jedem Arzt verschrieben werden können, dann kann der einfache Besitz einer "geringen Menge" - auch ohne Rezept - einfach keine schwere Straftat darstellen.
Dadurch ist gewährleistet, dass jeder, der mit größeren Mengen aufgegriffen wird (also Dealer/Händler ist) auch weiterhin strafrechtlich verfolgt werden kann, was, denke ich, den Prohibitionisten wichtig ist - auch um den "internationalen Verpfichtungen" weiterhin nachzukommen...

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