Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

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Jens Sander
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Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von Jens Sander » Do 27. Jun 2013, 00:44

Hallo,

ich war heute mit Max bei einer Fraktion unserer Stadtverordnetenversammlung. "Die Andere" hat uns zum Gespräch über die Idee eines Modellversuchs in Potsdam zu diskutieren eingeladen. Wir hatten eine gute Stunde Zeit und beide das Gefühl offene Türen einzurennen. Zumindest bei dieser Fraktion sind wir uns jeder Unterstützung sicher.
In diesem Gespräch kam die Idee auf, die Diskussion in Potsdam nicht über eine Petition anzufeuern, sondern über einen Bürgerantrag die Stadt dazu zu "nötigen" sich ernsthaft Gedanken darüber machen zu müssen. So zumindest unsere Hoffnung.
Um überhaupt einen Antrag erfolgreich einreichen zu können, ist es notwendig im Vorfeld ca. 7000 Unterschriften zu sammeln. Aus 'm Bauch heraus denke ich, dass das möglich ist. Es gibt keine Frist...theoretisch haben wir also Jahre Zeit.

Meine Frage jetzt an euch:

1.Haltet ihr die Idee für sinnig?
2.Welche Aspekte sollten im allgemeinen Aufruf im Vordergrund stehen?
3.Gibt es Potsdamer hier, die uns bei einer solchen Aktion aktiv unterstützen können?

Und wie immer freue ich mich über sämtlichen input, den ihr für wichtig erachtet! Die Idee ist gerade erst am reifen. Von daher ist uns jede Unterstützung lieb und teuer.

Liebe Grüße

Jens

PhilipH
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von PhilipH » Do 27. Jun 2013, 02:39

Das ist ja großartig! Ich danke euch beiden vielmals für diesen Vorstoß.
Jens Sander hat geschrieben: 1.Haltet ihr die Idee für sinnig?
2.Welche Aspekte sollten im allgemeinen Aufruf im Vordergrund stehen?
3.Gibt es Potsdamer hier, die uns bei einer solchen Aktion aktiv unterstützen können?
  1. Grundsätzlich ja. Ich halte den Weg für am sinnvollsten, der am wenigsten Spielraum lässt die Angelegenheit zu ignorieren oder totzuschweigen.
  2. Ich denke die Reduzierung der Repressionskosten und die Aushöhlung des Schwarzmarktes sind für die Verwaltung die klangvollsten Argumente.
  3. Ich wohne in Berlin. Kann ich trotzdem irgendwie helfen?

Jens Sander
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von Jens Sander » Do 27. Jun 2013, 09:39

Hallo Phillip,

SEHR GERN!!! Wenn es wirklich spruchreif ist und wir anfangen Stimmen zu sammeln, ist jede helfende Hand Gold wert.
Bei der Vorbereitung dieser Aktion hilfst du ja schon ;) ... und es wäre ein Fest, wenn du weiterhin hilfst.
Ich würde vorschlagen, dass wenn wir ein paar Interessierte gefunden haben, eine Skype TelConf. oder so
organisieren und den Aufruftext diskutieren. Ich würde bis dahin mal 'nen Entwurf, mit den offensichtlichen Aspekten verfassen...und gemeinsam machen wir dann 'ne Runde Sache daraus. Was haltet ihr davon?

liebe Grüße

PhilipH
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von PhilipH » Do 27. Jun 2013, 12:14

Als Alternative zur Skype-Confi könnte ich noch einen Google-Hangout vorschlagen. Ich bin mir aber nicht sicher, welches der zwei Werkzeuge mehr genutzt wird.

Unabhängig davon schlage ich vor das Thema nach "Diskussion/Aktuelles" zu verschieben. Ich glaube, dass dieser Thread dort mehr wahrgenommen werden könnte.

Ich freue mich!

Jens Sander
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von Jens Sander » Do 27. Jun 2013, 13:29

Das ist eine gute Idee! Ich verschiebe ihn, sobald ich im Büro bin. Was glaubt ihr wieviel Vorlauf wir bräuchten, um genügend Interessierte an Board zu haben?

PhilipH
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von PhilipH » Do 27. Jun 2013, 22:33

Wie viele wären denn genügend? Interessierte Leute könnte man schlimmstenfalls auch noch nachträglich einladen, oder?

Jens Sander
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von Jens Sander » Fr 28. Jun 2013, 00:22

Zum diskutieren reichen zwei. Doch die Gefahr, dass der eigene Tellerand zur einzigen Wahrhaftigkeit wird, ist umso größer, desto weniger sich beteiligen. Doch niemand hindert uns daran, schonmal anzufangen ;) ...

JK420
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Re: Bürgerantrag zu Cannabis Social Clubs in Potsdam

Beitrag von JK420 » Di 9. Sep 2014, 09:46

Ich komme aus Brandenburg und Wohne im Elbe-Elster Kreis. Ich würde mich auch gern an der Aktion beteiligen.
Allerdings sollten wir für "unser Gebiet" erst einmal mehr Menschen aktivieren. Zu zweit oder dritt wird es echt schwer 7.000 Unterschriften zu bekommen. Wobei unser Ziel eher 7.000.000 Unterschriften sein sollte ^^. Dann wird unsere "Regierung" auf jeden Fall reagieren müssen. Diese Anzahl an Bürgern könnte nicht einmal Frau Merkel oder unsere liebe Frau Marlene Mortler (Drogenbeauftragte der Bundesregierung) ignorieren^^
Aber ganz im Ernst. Das muss unser Ziel sein! Soviele Menschen zu motivieren/ inspirieren/ aktivieren das man diese nicht mehr Ignorieren kann. Wenn uns das gelingt bin ich fest der Meinung, dass die Legalisierung nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Also stellt sich die Frage, warum so viele das Weed genießen und/ oder auch für eine Legalisierung sind, sich dann aber dafür nicht einsetzen?!?

Ich denke, dass liegt an der Angst "verfolgt" zu werden. Bei anonymen Abstimmungen und Wahlen (z.b. Millionärswahl auf Pro7 und Sat1^^) sieht man ja wie groß die eigentliche community ist. Und man sieht an den Beispielen auch, wozu so eine große community in der Lage ist. Jetzt müssen wir das irgendwie auf die "Straße" bringen.

Um dieses Problem zu lösen, müssen wir zuerst die Ängste der einzelnen lösen. Daher würde mich Interessieren, wovor Ihr Angst oder Befürchtungen habt, mit der Legalisierung an die Öffentlichkeit zu gehen?
In meinen Umfeld habe ich des Öfteren schon diese Frage gestellt.
Die meisten Antworten sind:
- Angst den Job zu verlieren
- von der Öffentlichkeit/ Familie/ Umfeld schlecht oder gar als Drogenabhängiger gesehen zu werden
- Angst vor der Polizei, weil man denen bei öffentlichen Aktivitäten über die Legalisierung ins Auge fallen könnte (das könnte gerade für Konsumenten viele unangenehme Folgen haben)
- Es wird von vielen Konsumenten verschwiegen das diese überhaupt Konsumieren. In der Situation können sich die Menschen gar nicht an öffentlichen Aktionen beteiligen, da sie sich sonst in Ihren ganzen Umfeld "outen" würden.

Das sind meine Erfahrungen von mir und meinen Umfeld zu den Ängsten und Befürchtungen.

Natürlich gibt es weitere "Gründe" warum man sich nicht in der Öffentlichkeit an die Legalisierung beteiligen sollte. Das sind für mich aber keine Gründe sondern nur Vorwände...

- manche kennen keine Fakten zur Legalisierung und trauen sich deswegen nicht das in Ihren Umfeld anzusprechen
- manche bekommen die Aktionen zur legalisierung nicht mit bzw. erst zu Spät
- viele Denken das man als einzelne Person eh nichts machen kann. Wenn ich diese Menschen aber mal Frage ob Sie Wählen (Bundestagswahl etc.) gehen, kommt oft ein klares "Ja". Auf die Frage warum Sie z.B. bei der Bundestagswahl denken als einzelner was zu bewegen aber bei der Relegalisierung nicht, bekomme ich nie eine Antwort. Erst da begreifen viele Ihr "falsches" Denken im Bezug auf die Legalisierung.

Über eure Meinungen oder eure Erfahrungen würde ich mich sehr freuen

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