Anandamid - Unverträglichkeit von THC

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bushdoctor
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Re: Eine mysteriöse Krankheit befällt Cannabis-Konsumenten

Beitrag von bushdoctor » Di 20. Feb 2018, 20:04

Mörnest hat geschrieben:[...] Panikmache
...und eigentlich "kalter Kaffee" von 2011.

Schon im Februar 2012 wurde darüber berichtet:
http://www.cannabis-med.org/german/acm- ... .php?id=95

Warum das also mal wieder durch die Medien geistern muss... da kann sich jeder seinen Reim drauf machen...

Hier mal der Artikel von 2012 im Wortlaut:
Cannabis-Hyperemesis lässt (sich mit Duschen lindern
Maria Weiß, 4. Februar 2012

Ihr Patient erbricht seit Tagen und findet nur Erleichterung unter der heißen Dusche? Hier sollten Sie mal an Drogen denken. Ein 28-Jähriger wurde mit einer seit Tagen anhaltenden Hyperemesis aufgenommen, die allen medikamentösen Therapien trotzte. Er konnte nichts essen und hatte bereits 4 kg abgenommen, berichten Susanne Fleig und ihre Kollegen von der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen der Medizinischen Hochschule Hannover in der „Zeitschrift für Gastroenterologie“.
Ein Joint pro Stunde war zu viel
Die Kollegen substituierten Volumen und versuchten die Ursache zu finden. Doch alle Untersuchungen einschließlich Ultraschall, Abdomenleeraufnahme und Gastroskopie ergaben Normalbefunde. Jetzt hakte man noch mal genauer nach. Der Patient rauchte nicht und trank nur wenig Alkohol – räumte aber einen regelmäßigen Cannabiskonsum ein, den er in den letzten Wochen auf einen Joint pro Stunde gesteigert hatte.
Weiterhin gab er an, leichtere Erbrechensepisoden früher schon gehabt zu haben. Zudem fiel im Krankenhaus auf, dass der Patient über Stunden das Bad okkupierte. Darauf angesprochen gab er an, mehrmals am Tag unter der heißen Dusche zu stehen, da nur dies die Symptomatik lindere.
Heiße Dusche gegen die Übelkeit nach dem Kiffen
Alles zusammengenommen lenkte die Kollegen auf das Krankheitsbild des „Cannabis-induzierten Hyperemesis-Syndrom“. Typisch ist die Trias von Cannabiskonsum, zyklischem Erbrechen und abnormen Bade- oder Duschgewohnheiten. Bewiesen ist die Diagnose, wenn die Symptome nach erfolgreichem Entzug verschwinden. Dies war bei dem Patienten nach einer Woche der Fall.
Die Ursachen des Syndroms liegen im Dunkeln – zumal Cannabis eher für seine antiemetischen Effekte bekannt ist. Der positive Einfluss von heißen Bädern und Duschen könnte mit der ebenfalls bei Cannabiskonsumenten festgestellten Hypothermie zusammenhängen. Dies erklärt aber noch nicht den positiven Effekt auf Übelkeit und Erbrechen.
Die dazugehörige "Studie" stammt aus dem Jahr 2011:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3576702/

Meine persönliche Meinung dazu: Da wird absichtlich überdramatisiert, damit man mal wieder ein "uiuiui, das pöhse Marri-Juhana ist doch nicht so gut!" in die Öffentlichkeit bringen kann.

M. Nice
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Re: Eine mysteriöse Krankheit befällt Cannabis-Konsumenten

Beitrag von M. Nice » Di 20. Feb 2018, 20:07

@ bushdoctor

Respeckt ! :mrgreen:
gut recherchiert :mrgreen:
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

littleganja

Re: Eine mysteriöse Krankheit befällt Cannabis-Konsumenten

Beitrag von littleganja » Di 20. Feb 2018, 20:42

Dann kann der Martin wenn er will es löschen?!

M. Nice
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Re: Eine mysteriöse Krankheit befällt Cannabis-Konsumenten

Beitrag von M. Nice » Di 20. Feb 2018, 20:49

Lass mal stehen, da sieht man, wie wir verarscht werden.

Alle paar Jahre der selbe scheiß, genauso wie mit der längst widerlegten Einstiegsdrogentheorie.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!

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Martin Mainz
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Re: Eine mysteriöse Krankheit befällt Cannabis-Konsumenten

Beitrag von Martin Mainz » Mi 21. Feb 2018, 05:15

Danke bushdoctor, mir war auch so, als hätte ich das 2017 schon mal gehört.

Ich habe alle drei relevanten Stellen im Forum (2014 und 2017 und dieser) jetzt zusammengefasst.
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Europameister17
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Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Europameister17 » Di 27. Feb 2018, 15:50

Hallo,
habe da mal eine Frage!

Menschen die keinstenfalls THC konsumieren wollen oder können (20% der Menschen können Anandamid nicht/kaum abbauen im Gehirn und bekommen von THC i.d.R. sehr unangenehme Zustände!)

Wie kann man das feststellen?
Also, wenn mann aber immer erregt ist dann kann man Anadamid abbauen oder bräuchte es.
Es entspannt und Beruhigt?
LG Petra

littleganja

Re: Linksammlung Cannabis gegen Krebs

Beitrag von littleganja » Di 27. Feb 2018, 16:23

Europameister17 hat geschrieben:Hallo,
habe da mal eine Frage!

Menschen die keinstenfalls THC konsumieren wollen oder können (20% der Menschen können Anandamid nicht/kaum abbauen im Gehirn und bekommen von THC i.d.R. sehr unangenehme Zustände!)

Wie kann man das feststellen?
Also, wenn mann aber immer erregt ist dann kann man Anadamid abbauen oder bräuchte es.
Es entspannt und Beruhigt?
LG Petra

Habe ich so noch nie gehört...... 20% aller Menschen, wirklich? Was geschieht dann wenn man Cannabis konsumiert?

Europameister17
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Re: Linksammlung Cannabis gegen Krebs

Beitrag von Europameister17 » Di 27. Feb 2018, 19:23

Hallo,
keine Ahnung, ich habe das hier von jemandem übernommen der das geschrieben hat.
Würde mich auch interessieren.
lg Petra

MonaLisa
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von MonaLisa » Mo 5. Mär 2018, 19:36

Sehr interessantes Thema. Schade, dass sich noch kein Betroffener dazu geäußert hat.

m0rb
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von m0rb » Mo 5. Mär 2018, 20:07

was hat das eine mit dem anderen zu tun? Anandamid bindet an die selben rezeptoren wie THC und kann dieses auch von ihnen verdrängen, um selbst anzudocken.

wenn jmd zuviel Anandamid im Hirn hätte, könnte THC nicht wirken - ob sowas vorkommt hat mir wikipedia auf die schnelle nicht verraten.
ist in kakao und schokolade, ber nie gehört, dass das auch natürlich in menschen vorkäme. ich behaupte einfach mal URBAN LEGEND, bis mir jemand das gegenteil beweist.

wäre jeder fünfte allergisch auf THC, hätte ich das sicher schon mal gehört.

Fraagender
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Fraagender » Mo 5. Mär 2018, 21:43

Das hat Europameister wahrscheinlich von mir.

Und ich habs von einer Seite aus Amerika, wo top erklärt wird wie THC wirkt.

Die meinten man wisse mittlerweile dass 20% der Menschen Anandamid nicht richtig abbauen können und i.d.R. keine guten Erfahrungen mit THC machen...

Aber müsst selbst erst googlen ums zu finden
Meine Beiträge sind rein informativ zu verstehen. Ich möchte niemanden zu keiner Zeit dazu auffordern gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Europameister17
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Europameister17 » Mi 7. Mär 2018, 21:20

Hallo,
ich wollte mal fragen , ihr schreibt hier von Anamid.
Ist das was anderes wie ThC oder gibt es da ein unterschied?
LG Petra

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Martin Mainz
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Martin Mainz » Mi 7. Mär 2018, 22:13

Europameister17 hat geschrieben:Hallo,
ich wollte mal fragen , ihr schreibt hier von Anamid.
Ist das was anderes wie ThC oder gibt es da ein unterschied?
LG Petra
Musste ich auch erst mal nachlesen.

Arachidonylethanolamid, auch Anandamid genannt, ist das Ethanolamin-Derivat der Arachidonsäure, einer vierfach ungesättigten Fettsäure, die besonders häufig im zentralen Nervensystem vorkommt. Anandamid wird vom Körper selbst gebildet und ist somit eine endogene Substanz.
Inhaltsverzeichnis

Anandamid (von skt. Ananda: Freude oder reines Glück) bindet an die Cannabinoid-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, an denen auch das THC der Cannabis-Pflanze andockt. Es ist bei ausreichender Dosierung auch in der Lage, THC und weitere Cannabinoide zu verdrängen.



Quelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Anandamid
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Europameister17
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Europameister17 » Mi 7. Mär 2018, 22:43

Hallo,
danke für deine schmelle Antwort.
Weist du was das heist im Bzug auf verträglichkeit.
Wenn jetzt im Gehirn gemessen wurde das man einen Anandamidmagel hat, könnte dann ThC verträglich sein?
LG Petra

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Martin Mainz
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Martin Mainz » Do 8. Mär 2018, 07:50

Europameister17 hat geschrieben:Weist du was das heist im Bzug auf verträglichkeit.
Leider habe ich da auch keine Ahnung, hab dazu im Netz gesucht und nichts dazu gefunden, vor allem nichts zu den angeblichen 20%

Vapelife13
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Vapelife13 » Fr 16. Mär 2018, 19:49

hier habe ich gerade entdeckt. vielleicht hilft's:

http://www.hanf-magazin.com/medizin/can ... mus-kifft/

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Martin Mainz
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Re: Anandamid - Unverträglichkeit von THC

Beitrag von Martin Mainz » Sa 17. Mär 2018, 08:36

Vapelife13 hat geschrieben:hier habe ich gerade entdeckt. vielleicht hilft's:

http://www.hanf-magazin.com/medizin/can ... mus-kifft/
Dem THC sehr ähnliches endogenes Cannabinoid

Beim Cannabis denken viele zuerst einmal an Kiffen und High sein. Dabei ist dieses High als Rauschwirkung auf ein einziges Phytocannabinoid zurück zu führen. Alle anderen Phytocannabinoide beeinflussen höchstens dieses High vom THC, machen für sich alleine jedoch nicht high. Beim Cannabis und den Cannabinoiden kann jedoch auch an das Endocannabinoid-System gedacht werden. Hier werden körpereigene Cannabinoide als sogenannte Endocannabinoide ausgeschüttet. Anandamid war das erste im Jahr 1992 entdeckte endogene Cannabinoid. Es ist dem Delta-9-THC sehr ähnlich. Kifft unser Körper?
...
Der vollständige Name von Anandamid lautet „Arachidonyletanolamid“. Die Summenformel lautet C22H37NO2. Die Summenformel von Delta-9-THC lautet C21H30O2. Die Wirkung beider Moleküle ist sehr ähnlich, sie sind jedoch bei den enthaltenen Atomen und vor allem bei deren Anordnung zueinander ganz verschieden. Im 3D Modell wären sich die beiden Moleküle hingegen wieder sehr ähnlich.
...
Im Entdeckungsjahr 1992 waren die Kreise der Forscher rund um die medizinische Wirkweise von Cannabinoiden noch viel überschaubarer, als in der Gegenwart.
...
Als Molekül ist Anandamid das Ethanolamin-Derivat der Arachidonsäure und ist eine vierfach ungesättigte Fettsäure. Vor allem im zentralen Nervensystem ist das Vorkommen oder die Konzentration höher. Es bindet an den CB1 und CB2 Rezeptoren sowie an den Vanilloid-TRPV1 Rezeptor. Auffällig ist das erhöhte Interagieren von Anandamid in Gehirnregionen, die für die Wahrnehmung sowie der Gedankenverarbeitung und den Bewegungsabläufen zuständig sind. Hier wird es eine besondere Rolle spielen, so die naheliegende Annahme.

Anandamid ist genau wie THC Fettlöslich. Es ist nicht das einzig entdeckte endogene Cannabinoid. Es ist jedoch das endogene Gegenstück zum THC, auch wenn der Mensch hier kaum Einfluss auf seine „Dosis“ nehmen kann. Anandamid wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein entscheidendes und nicht ersetzbares endogenes Cannabinoid sein, wenn es um die Erlangung vom Wohlbefinden geht. Diese „Glückseligkeit“, die bereits im Namen von Anandamid enthalten ist, wäre jedoch nur ein Wirkmechanismus. Die anderen Wirkungen werden jedoch ebenfalls ein Wohlbefinden ermöglichen, da sie dazu beitragen, den Organismus „in der Mitte“ und damit körperlich und geistig gesund halten.



Gut erklärt, aber das sagt halt nichts über die Unverträglichkeit.
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Unverträglichkeit und Rückgabe an Apo

Beitrag von christl57 » So 1. Apr 2018, 14:14

Vertrage das med.Canabis nicht, wohin mit dem nicht benötigtem? Kann ich es in der Apotheke wieder abgeben?
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Mo 2. Apr 2018, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert

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Re: unverträglichkeit

Beitrag von Martin Mainz » So 1. Apr 2018, 18:54

Ja, das kannst Du da wieder abgeben. Vielleicht solltest Du mit Deinem Arzt ein paar andere Sorten testen?
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Re: unverträglichkeit

Beitrag von christl57 » So 1. Apr 2018, 19:44

Danke, das hilft mir sehr

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