Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Do 17. Jan 2019, 08:08

Ein paar unaufgeregte Gedanken zur neuen Cannabis Schock-Studie

Schon einmaliges Kiffen könne die Hirnentwicklung von 14-Jährigen beeinträchtigen, schreiben die Forscher. Doch ganz so einfach ist es nicht.


https://www.vice.com/de/article/ev3jkn/ ... -kommentar
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Martin Mainz
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Fr 18. Jan 2019, 07:59

Die Frankfurter Allgemeine legt nach und gibt der Meinung eine Bühne, das Prohibition den Jugendschutz fördert!

Kaum gekifft und trotzdem Opfer

Die Reaktionen von Wissenschaftlern, die auf dem Gebiet arbeiten, aber an der Studie nicht beteiligt waren, sind eindeutig: Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet sind, der Verdacht muss dringend in weiter führenden, noch größeren Studien geklärt werden. Eva Hoch, Leiterin der Forschungsgruppe Cannabinoide am Klinikum der Universität München (LMU): „Nur wenige Studien haben vergleichbar hohe methodische Standards umgesetzt, wie diese neue Forschungsarbeit. Dennoch sollte die Frage nach einem kausalen Zusammenhang zwischen den sehr geringen Dosen des Cannabiskonsums und den beobachteten Effekte mit Vorsicht beantwortet werden“. Der österreichische Suchtforscher Gerald Zernig von der Medizinischen Universität Innsbruck: „Ich komme also zu demselben – allerdings banalen – Schluss wie die AutorInnen selbst: Große prospektive Untersuchungen wären hilfreich, um einige der aufgeworfenen Fragen beantworten zu können.“

Und der Ärztliche Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der seit Jahren vor den Folgeschäden bei Jugendlichen mahnt, die Lücken nicht als Entwarnung zu deuten: „Die Studie wurde sehr sorgfältig durchgeführt. Ihre Befunde sind in gesundheitspolitischer Hinsicht höchst alarmierend.“ Für die Psychiaterin Ursula Havemann-Reincke von der Universitätsmedizin Göttingen, die selbst Tierversuche durchgeführt und ganz ähnliche schnelle Effekte auch bei ihren Mäusen beschrieben hat, ist nach diesem neuen Befund klar, dass noch mehr Grund zur Vorsicht geboten ist: „Eine Legalisierung von Cannabis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Konsum von Cannabis in Heranwachsenden in Deutschland erhöhen. Diesen Zusammenhang zeigen hochkarätige Publikationen. Die beste Prävention für unsere Jugendlichen hinsichtlich Cannabiskonsums ist, die Cannabisverfügbarkeit gering zu halten, also keine Legalisierung voran zu treiben.“


Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wissen/medi ... 16-p2.html
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Fr 18. Jan 2019, 08:17

Na das war ja klar. Da fällt eine Studie vom Himmel, völlig verfrüht, unaufgeklärt und fehlerhaft, und der Frankfurter Allgemeinen (das rechtskonservative Blatt) fällt nix besseres ein als das als Zeichen für die Prohibition zu deuten... na gut Nacht!

Wenn es wahr wäre, wäre es gerade ein Zeichen für die Legalisierung!! Aber wem sage ich das :P.
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von andisoima » Fr 18. Jan 2019, 09:12

Die sogenannten "Experten" wehren sich mit Händen und Füßen, weil sie alle ihr Tun der letzten Jahrzehnte an - gerade auch und insbesondere jungen - Menschen hinterfragen müssten.
Das Gute ist, sie werden nicht drumherum kommen ;)

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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Fr 18. Jan 2019, 09:27

andisoima hat geschrieben:
Fr 18. Jan 2019, 09:12
Das Gute ist, sie werden nicht drumherum kommen ;)
Und wenn sie nicht drumherum kommen, dann wünschte ich, dass sie ihrer moralischen Verpflichtung genüge tun werden und sich entschuldigen 8-).
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von BUMMBUMM » Fr 18. Jan 2019, 13:52

die moralische verpflichtung von solchen heissluftgebläsen fordert eher seppuku als ein trockenes sry.
"hochkarätige studie" heisst in dem zusammenhang wahrscheinlich auch dass sie in einem goldumschlag eingefasst war...

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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Mi 23. Jan 2019, 10:26

Und noch einer nachgeschoben vom Deutschlandfunk:

Geringer Konsum verändert das Hirn von Teenagern

Hat es Auswirkungen, wenn 14-Jährige ein- bis zweimal Cannabis konsumieren? Forscher aus Vermont kommen zu dem Schluss: Schon ein geringer Konsum hat Folgen für das jugendliche Hirn. Vor allem kognitive Fähigkeiten seien betroffen, erläuterte die Neurologin und Psychiaterin Ursula Havemann-Reinecke im Dlf.
...
Es sei schon vorher bekannt gewesen, dass besonders bei Jugendlichen das Hirn sehr anfällig ist für toxische Schäden von Cannabis-Substanzen, erklärt Prof. Dr. Ursula Havemann-Reinecke von der Universität Göttingen. „Dahinter stecken komplexe pathophysiologische Mechanismen.“


Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/studie-z ... _id=438998
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Mi 23. Jan 2019, 10:32

Cannabis-Fachtag: Umgang mit jungen Konsumenten

Die Debatte um die Legalisierung von Cannabis ist nun auch in der Lausitz angekommen. Am 23. Januar treffen sich auf dem Campus der BTU in Cottbus-Sachsendorf Mediziner und Juristen zu einem Cannabis-Fachtag, um wichtige Fragen zu klären.
...
Eine der wichtigsten Fragen, die hier Mediziner und Juristen beantwortet sollen, lautet: Wie soll man mit jungen Cannabiskonsumenten umgehen?


Quelle: https://www.leafly.de/cannabis-fachtag/

Mit Karsten Wolff, der ja kein gutes Haar an einer Legalisierung finden kann.
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Do 14. Feb 2019, 18:19

Cannabis erhöht das Depressionsrisiko

Wer als Teenager Cannabis konsumierte, hat als junger Erwachsener ein höheres Risiko für Depressionen und Suizidgedanken.
...
Psychiater aus Großbritannien und Kanada haben Daten von mehr als 23.000 Menschen aus elf Studien ausgewertet. Demnach könnte es ohne Cannabis sieben Prozent weniger Fälle von Depressionen bei Heranwachsenden geben. Anders gesagt: Würden junge Menschen kein Cannabis als Droge konsumieren, gäbe es in den USA 400.000 weniger Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren, die Depressionen haben, in Großbritannien wären es 60.000 und in Kanada 25.000 weniger.


Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/psyche-c ... _id=976594
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Do 21. Feb 2019, 07:40

Oxford-Forscher haben einen Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum in der Jugend und Depression gefunden

Die Analyse der Wissenschaftler ist die erste ausführliche Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Drogenmissbrauch in der Jugend und dem Risiko für schwere Depressionen, Ängste und suizidales Verhalten im Erwachsenenalter.

„Während die Auswirkungen des jugendlichen Cannabis-Konsums auf die Entwicklung der Psychose eingehend untersucht wurden, ist wenig über die Auswirkungen des Cannabis-Konsums auf die Stimmung und Suizidalität bekannt“, erklären die Forscher in einer Presseaussendung.
...
Die Ergebnisse zeigen, dass der Konsum der Droge durch Teenager das Risiko, an Depression im Erwachsenenalter zu erkranken, bis zu 37 Prozent erhöhen kann. Außerdem stieg die Anzahl der Suizide unter den Menschen, die als Jugendliche Cannabis konsumierten, um das Dreifache an.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Die Berechnungen der Wissenschaftler sind noch ungenau und das Risiko von Depressionen und Suizidgedanken bei Jugendlichen ist trotz der hohen Prozentwerte recht gering, da, wenn man die gesamte Bevölkerung betrachtet, nur etwa sieben Prozent betroffen sind.


Quelle: https://www.businessinsider.de/oxford-f ... den-2019-2

Auch zum Thema: https://www.leafly.de/15-2-14-h-selbstm ... s-erhoeht/
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Mi 27. Feb 2019, 07:42

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Cannabis

Wenn Investoren Milliarden in ein Produkt und die Entwicklung eines Marktes stecken, dann tun sie das aus einem Grund: Sie wollen ihr Geld vervielfachen. Daran ist per se nichts auszusetzen. Nun ist Cannabis nicht irgendein x-beliebiges Erzeugnis, sondern ein Rauschmittel, dessen Konsum gesundheitsschädlich ist. Viele Untersuchungen belegen, dass sich die Droge negativ auswirken kann. Vor allem auf die kognitiven Fähigkeiten junger Menschen. Forscher haben herausgefunden, dass eine intensive Nutzung über mehrere Jahre zu Gedächtnisverlust führen kann. Außerdem haben Cannabiskonsumenten unter 16 Jahren Schwierigkeiten, neue Informationen zu erlernen. Und genau um diese Gruppe geht es. Sollte nach der Freigabe von Cannabis als Medikament der nächste Schritt die Legalisierung des bisherigen Schwarzmarktes für Erwachsene sein, dann müsste der Staat viel mehr für den Jugendschutz tun. Denn Minderjährige würden sich Cannabis auch weiterhin bei einem kriminellen Dealer besorgen müssen - und nicht in einer Abgabestelle.


(kompletter Text)

https://www.presseportal.de/pm/66306/4204064

Interessant... nur gut, dass Telefonnummer und E-Mail Adresse des Autors mit dabei stehen ;).
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von andisoima » Mi 27. Feb 2019, 08:16

Nur ein Zehntel dieser Bemühungen für z.B. das Werbeverbot für Alkohol und Zigaretten eingesetzt, wäre ein deutlicheres Zeichen von einem tatsächlichen Willen junge Menschen zu schützen, als dieses Hirngekritzel :lol:

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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Mi 27. Feb 2019, 08:32

Ja. Und vor allem davon auszugehen, dass ein Schwarzmarkt ähnlicher Größe wie heute weiter existiert, der sich nur an Jugendliche richtet, ist schon ein ziemlicher Witz... vielleicht 5% der ursprünglichen Größe wären denkbar. Mit anderen Worten, er würde sich selbst vernichten.
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Mi 27. Feb 2019, 09:05

Ich habe die Chance, ihm zu schreiben, wahrgenommen:

Sehr geehrter Herr X,

ich habe mit Interesse Ihre Ausführungen zum Thema "Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Cannabis" zur Kenntnis genommen. Hierzu möchte ich entgegnen:

Davon auszugehen, dass die Größe des Schwarzmarkts von heute mit der "nach der Legalisierung" - insbesondere wenn nur noch von jugendlicher Kundschaft bestimmt - überein stimmt, ist ziemlich töricht. Bei den jugendlichen Konsumenten dürfen Sie von max. 5% ausgehen, die zudem kleine Mengen einkaufen (selbst das ist viel zu hoch, aber lassen wir es dabei). Mit anderen Worten, ein solcher Markt würde sich selbst zerstören.

Zudem könnte man die Strafen für den Handel mit Jugendlichen rauf setzen (Beispiel Kanada), um Ihrem Wunsch nach Repression nahe zu kommen. Es bringt allerdings nicht viel.

Ein weiterer Punkt ist, dass Sie das gleiche schon heute haben - allerdings in einem funktionierenden Schwarzmarkt.

Bitte überdenken Sie daher Ihre Sicht.

Mit freundlichen Grüßen, Y


:mrgreen:
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Cookie » Sa 2. Mär 2019, 08:21

Drogenprävention am Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal - Wie Cannabis die Sinne trübt

Die diesjährige Drogenprävention in den siebten Klassen des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal (HBG) wurde unterstützt von Tina Rastätter, Kriminalhauptkommissarin am Landeskriminalamt Baden-Württemberg in Karlsruhe. Eineinhalb Stunden berichtete sie authentisch und anschaulich aus ihrem früheren beruflichen Alltag im Drogendezernat. Heute ist Frau Rastätter für die Durchführung polizeilicher Präventionsmaßnahmen an Schulen tätig mit dem Ziel, Schüler vom Konsum illegaler Drogen abzuhalten und einen selbstkontrollierten Umgang mit legalen Drogen zu fördern.


https://www.wochenblatt-reporter.de/woc ... ebt_a63058
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Re: Sammlung Cannabis/Drogenaufklärung für Jugendliche

Beitrag von Martin Mainz » Sa 30. Mär 2019, 15:44

Schüler fordern bei Jugendregionalkonferenz legales Cannabis

Obersulm 30 Jugendliche diskutieren in Obersulm bei der Jugendregionalkonferenz mit Abgeordneten aus dem Landtag. Für vier davon geht es im Juni nach Stuttgart. Aber nicht nur die Legalisierung von Cannabis ist den Schülern wichtig.
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Für die Schüler überwiegen die Argumente für eine Legalisierung

Ausruhen können sich die Abgeordneten bei den lebhaften Gesprächen nicht. "Das ist auch gut so", sagt Jürgen Keck (FDP, Wahlkreis Konstanz). "Nur die Füße still halten und abwarten, das bringt nichts." Seine Gesprächspartner wollen das beim Thema Cannabis keineswegs: "Entkriminalisierung, Qualitätssicherung, die Argumente für eine Legalisierung überwiegen", sagt Elftklässlerin Thure Sandig.


Quelle: https://www.stimme.de/heilbronn/nachric ... 03,4174237
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