Sammlung Uruguay

Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » So 28. Aug 2016, 07:43

"Marihuana-Verkauf in Uruguay mit Startschwierigkeiten
...
So hinkt man in der Produktion den eigenen Ansprüchen hinterher. In den beiden staatlich lizenzierten Anbauunternehmen werden für das kommende Jahr voraussichtlich vier Tonnen Marihuana produziert, was bei einer Konsumentenzahl von geschätzten 128.000 lediglich 31 Gramm pro Person bedeuten würde. Ein noch größeres Hindernis besteht darin, dass sich landesweit nur knapp 50 von 1.200 Apotheken für den Verkauf registriert haben respektive für den Verkauf zugelassen wurden. In acht der 19 Verwaltungsbezirke des Landes hat sich gar keine Verkaufsstelle gefunden. Wie die uruguayische Zeitung El Observador berichtet, bestehen vor allem in der Grenzregion zu Brasilien Vorbehalte seitens der Apothekenbesitzer, die befürchten mit dem Verkauf der Produkte "eher traditionell eingestellte Kundschaft" abzuschrecken.
...
Klarheit gibt es inzwischen über die Verpackung der Marihuana- Produkte. Sie sollen in 10-Gramm- Tütchen vertrieben werden, die jeweils mit Beipackzetteln über die möglichen Auswirkungen des Konsums versehen werden."


https://amerika21.de/2016/08/158910/sta ... -marihuana

Die jahrzehntelange Verteufelung ist leider nicht so schnell aus den Köpfen raus zubekommen.

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » Di 6. Dez 2016, 18:15

"Uruguay: Marihuana-Museum in Montevideo eröffnet
...
Am Freitag (9.) öffnet in der Hauptstadt Montevideo ein Marihuana-Museum seine Pforten. Das sogenannte „Museu da Cannabis de Montevidéu“ liegt in Nähe der des Río la Plata und lehnt sich an ein ähnliches Museum in Amsterdam an."


http://latina-press.com/news/230853-uru ... eroeffnet/

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » Mo 23. Jan 2017, 08:11

Den noch, bevor die Chemo ruft ...

"Drei Jahre nach der Legalisierung
Uruguay wagt die freie Graswirtschaft

Der Staat als Dealer - in Uruguay ist das seit kurzem Realität. Dauerbreit sind die Einwohner des südamerikanischen Landes trotzdem nicht, ganz im Gegenteil: Mit dem Reiz des Verbotenen schwindet auch die Popularität."


http://www.n-tv.de/panorama/Uruguay-wag ... 53116.html

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"Peru: Regierung prüft Legalisierung von medizinischem Canna

Beitrag von Sabine » Di 14. Feb 2017, 19:26

"Peru: Regierung prüft Legalisierung von medizinischem Cannabis

...
Innenminister Carlos Basombrío erklärte, dass die Entscheidung nach einer Kabinetts-Sitzung getroffen wurde, auf der die technischen Kriterien für die Zulassung von Marihuana als Alternative Medizin erörtert wurden. Das Medikament soll demnach nur als letzte therapeutische Option zugelassen werden."


http://latina-press.com/news/233933-per ... -cannabis/

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » Sa 8. Apr 2017, 05:25

"Uruguay: Regierung kündigt Verkauf von Marihuana in Apotheken an
...
Am Donnerstag (6.) gab die Regierung bekannt, dass „in den ersten Wochen des kommenden Juli der Verkauf von unter staatlicher Kontrolle produziertem Marihuana in Apotheken beginnt“(Cannabis-Konsumenten müssen sich ab dem 2. Mai offiziell registrieren). Das Medikament geht für 1,30 US-Dollar pro Gramm über den Ladentisch und jeder Verbraucher kann maximal 10 Gramm pro Woche kaufen."


http://latina-press.com/news/235871-uru ... theken-an/

Preise, die mir die Tränen in die Augen treiben, selbst wenn ich das ganze unter dem Aspekt des wahrscheinlich wesentlich niedrigen Durchschnittseinkommen betrachte.

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » Mi 3. Mai 2017, 08:16

Video

"Gebt das Hanf frei! - Alfredo Pascual bei den SFL Jena

Der weltweite "War on Drugs" ist gescheitert. Es ist an der Zeit, nicht mehr zu fragen, ob Drogen legalisiert werden sollen, sondern wie. Das Beispiel Uruguays zeigt, dass die vollständige Legalisierung von Cannabis möglich ist. Was man von diesem Beispiel lernen kann erörterte Alfredo Pascual am 28.11.2016 bei den Students For Liberty Jena."


https://www.youtube.com/watch?v=IeAAGbC ... e=youtu.be

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » So 14. Mai 2017, 19:14

"Willkommen im Kiffer-Paradies

In Uruguay beginnt bald der legale Verkauf von Cannabis. Er wird vom Staat organisiert und verwaltet. Nicht auf Rezept, sondern zum puren Genuss. Über einen neuen Weg gegen das organisierte Verbrechen.
...
Ende 2013 hat Uruguay als erstes Land der Welt die Produktion und den Konsum von Marihuana entkriminalisiert. Das Gesetz namens "19.172" erlaubt den kommerziellen Marihuana-Handel in Apotheken.
...
Hinter der Zahl 19.172 verbirgt sich eine kleine Revolution in einem kleinen Land, die von Kriminalexperten in aller Welt als vorbildlich begrüßt wurde. Sie folgt der Ansicht, dass illegale Drogengeschäfte und Drogenkriege mehr Schaden anrichten als der Konsum selbst.
...
Bisher existiert die Revolution aber nur in der Theorie. Die Uruguayer mussten in den vergangenen drei Jahren lernen, dass es gar nicht so einfach ist, ein Rauschmittel zu legalisieren. Wie soll das eigentlich funktionieren, wenn der Staat als Drogenproduzent und Dealer auftritt? Wer kümmert sich um den Anbau? Wer legt den Marktpreis fest? Je länger das Kifferglück auf sich warten ließ, umso länger wurde der Fragenkatalog. Die Uruguayer taten das, was sozialistische Länder in solchen Fällen am liebsten tun: Sie gründeten eine Behörde. Das "Institut zur Regulierung und Kontrolle von Cannabis", kurz IRCCA, hat nach drei Jahren nun offenbar alle Antworten gefunden. Im Juli ist Vertriebsstart.

Seit vergangener Woche können sich die Uruguayer in 65 ausgewählten Postämtern als anerkannte Kiffer registrieren lassen. Mit Ausweis, digitalem Fingerabdruck und Wohnsitzbescheinigung. Beim Drogenkauf gilt die Residenzpflicht. Damit will die Regierung einen Cannabis-Tourismus nach holländischem Modell verhindern. Jeder erwachsene Staatsbürger kann in der Apotheke bis zu 40 Gramm Gras pro Monat erwerben. Ein Gramm kostet 1,30 US-Dollar. Der Preis ist so niedrig angesetzt, um für den Schwarzmarkt keine Gewinnmarge übrig zu lassen.

Uruguay hat zum Verkaufsstart angeblich rund 400 Kilogramm Marihuana auf Lager. Lange wird das nicht reichen. Das IRCCA schätzt die Nachfrage auf 26,5 Tonnen pro Jahr."


http://www.sueddeutsche.de/panorama/dro ... -1.3504544

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Re: Sammlung "Cannabis Nachrichten Lateinamerika"

Beitrag von Sabine » Do 18. Mai 2017, 12:18

"Cannabis für 1,30 Euro je Gramm für jeden

Uruguay startet ein einmaliges Experiment: Der Staat will Produktion und Abgabe von Marihuana steuern – und die Macht der Drogen-Clans brechen. Um nicht zum zweiten Holland zu werden, gibt es eine Einschränkung.
...
Die Produktionskosten belaufen sich nach Angaben auf etwa 0,60 Dollar pro Gramm. Der Staat zahlt den beiden Produzenten 0,90 Dollar.

Außerdem haben sich im Rahmen des Marihuana-Gesetzespakets bisher rund 6650 Menschen als private Hanfanbauer (nur für den eigenen Konsum) eingeschrieben. Es kann Kontrollen geben, wer mehr als die erlaubten sechs Pflanzen hat, muss mit Beschlagnahmungen rechnen.

Die dritte Möglichkeit ist die Registrierung für einen Cannabis-Klub, mit jeweils 15 bis 45 Mitgliedern. Diese Vereine dürfen bis zu 99 Pflanzen anbauen; pro Mitglied dürfen 480 Gramm im Jahr konsumiert werden. Aber Uruguay soll jetzt nicht dauerhaft unter einer Grasglocke liegen. An Arbeitsplätzen und auf öffentlichen Plätzen darf nicht gekifft werden, und unter Gras-Einfluss darf man nicht am Steuer sitzen. Zudem kann man sich nicht zugleich für den Kauf in Apotheken, den Anbau zu Hause oder einen Klub registrieren lassen.
...
Aber eines soll es nicht geben: ein Verkaufen an Touristen und Handel mit billigem Apotheken-Marihuana, das in Montevideo an Kiffer aus dem Ausland verkauft wird. "


https://www.welt.de/politik/ausland/art ... jeden.html

srjosi
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Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von srjosi » Do 18. Mai 2017, 20:24

Hallo,
Im Moment wird ja die Legalisierung in Uruguay breit durch die Medien behandelt. Interessant finde ich das der breiten Masse hierdurch bekannt wird das es möglich ist Cannabis für 1,30 Euro zu verkaufen. Was im Kontext zu der aktuellen Situation der deutschen Apotheken Preise doch den ein oder anderen zum Denken animiert. So hoffe ich.

Grüße Kalli
Zuletzt geändert von srjosi am Fr 19. Mai 2017, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.

CBDManiaK
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Re: Uruguay

Beitrag von CBDManiaK » Fr 19. Mai 2017, 00:48

Das ist zwar besser als die Preise hier oder in NL, aber immernoch zu teuer.

In z.B. Albanien kostet das Kilo, direkt beim Hersteller (den Bauern) 300€, ja richtig gelesen: dreihundert!
Was einen Grammpreis von 30Cent ergibt.

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Re: Uruguay

Beitrag von Sabine » Fr 19. Mai 2017, 07:02

Das uns der Preis in Uruguay so niedrig vorkommt, hat ja auch mit diversen dortigen Kriterien wie Einkommensdurchschnitt, Strassenpreis, Anbaustandarts/Energiepreise etc. zu tun.

Mich würde daher eher interessieren, wie das Preisverhältnis Uruguay/Deutschland daher wirklich ausschaut.

Und Albanien finde ich auch einen schlechten Vergleich : für das wenige Geld bekommt man einen Haufen Pestizide, Düngemittel etc. mitgeliefert. Dann lieber einen etwas höheren Preis!

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Re: Uruguay

Beitrag von studenmuenster » Fr 19. Mai 2017, 08:30

Sabine hat geschrieben:Das uns der Preis in Uruguay so niedrig vorkommt, hat ja auch mit diversen dortigen Kriterien wie Einkommensdurchschnitt, Strassenpreis, Anbaustandarts/Energiepreise etc. zu tun.

Mich würde daher eher interessieren, wie das Preisverhältnis Uruguay/Deutschland daher wirklich ausschaut.

Und Albanien finde ich auch einen schlechten Vergleich : für das wenige Geld bekommt man einen Haufen Pestizide, Düngemittel etc. mitgeliefert. Dann lieber einen etwas höheren Preis!
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP/GDP) 2015 pro Kopf in US$ sieht so aus.

Germany 2015 US$ 41,686
Uruguay 2015 US$ 15,574

Quelle: https://unstats.un.org/unsd/snaama/selbasicFast.asp (Deutschland und Uruguay, GDP, Per Capita GDP - US Dollars, 2015)

Das gibt einen Anhaltspunkt für einen Vergleich, aber wie du schon richtig sagst, Standards, Produktionskosten etc. pp. fließen da auch noch mit rein. Außerdem gibt es noch klimatische Unterschiede, die da eine Rolle bei den Kosten spielen könnten.

Aber die deutschen Apothekenpreise sind einfach zu hoch :(

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » So 18. Jun 2017, 04:51

"Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das Gesetz Nr. 19172 zur Regulierung des Anbaus, Vertriebs und der kontrollierten Abgabe von Marihuana vom 10. Dezember 2013 erlaubt Privatpersonen unter bestimmten Voraussetzungen den Besitz von Cannabispflanzen und ihren Früchten. Der Handel mit Marihuana, wie auch der mit anderen Rausch- und Betäubungsmitteln- bleibt jedoch grundsätzlich verboten; der Polizei obliegt im Einzelfall die Entscheidung, ob sie den Besitz einer bestimmten Menge von Marihuana, mit der eine Person angetroffen wird, als Eigenbedarf ansieht oder zur Strafanzeige bringt.

Der Drogenhandel in Uruguay ist illegal. Der Anwendungsbereich des neuen Gesetzes zur Regulierung des Anbaus, Vertriebs und der kontrollierten Abgabe von Marihuana ist auf Personen mit rechtmäßigem gewöhnlichen Wohnsitz in Uruguay beschränkt und gilt nicht für Touristen."


http://www.auswaertiges-amt.de/sid_B956 ... rheit.html

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Martin Mainz » So 2. Jul 2017, 09:48

Dieses Land ist der erste legale Drogenproduzent der Erde

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -Erde.html

"Ein Staat wird zum Dealer. In einem südamerikanischen Land gibt es bald Marihuana aus der Apotheke - für 1,15 Euro pro Gramm. Damit soll Drogenkartellen die Geschäftsgrundlage entzogen werden. Der Ausgang des Experiments: offen.
...
Ab Anfang Juli will Uruguays Regierung kräftig am Marihuanakonsum mitverdienen. Erstmals wird damit weltweit ein Staat selbst zum Drogenproduzenten. Wenn Manuel Martin künftig seine Joints anzündet, klingelt es in der Staatskasse. Diese Entscheidung klingt auf den ersten Blick überzeugend: Laut Schätzungen der staatlichen Behörden gibt es in dem Land am Rio de la Plata etwa 160.000 Marihuanakonsumenten. Sie bedienen sich bislang auf dem Schwarzmarkt, der von der Drogenmafia beliefert wird.
...
Ein Durchbruch im Kampf gegen die Mafia, sagen die Befürworter, ein gefährliches Experiment mit der Sucht, die Kritiker. Während in den USA, dem weltgrößten Drogenmarkt, in einzelnen Bundesstaaten wie Colorado oder New York der Cannabiskonsum in kleinen Mengen straffrei ist, geht Uruguay noch einen Schritt weiter. Der Staat übernimmt auch die Kontrolle über die Produktion des Stoffs.
"


Kann man nur hoffen, daß die Apotheken hierzulande die Gelegenheit nutzen und auch von dort importieren um die aktuellen Engpässe zu umgehen.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » So 2. Jul 2017, 11:52

"Marihuana per Fingerabdruck in der Apotheke

Ab Juli verkauft in Uruguay der Staat Drogen. In der Praxis stößt die weltweit einzigartige Regelung auf erbitterte Widerstände
...
Fast vier Jahre haben 15.000 registrierte Konsumenten und Hanfanbauer auf diesen letzten Schritt bei der Legalisierung der Droge gewartet. Wer sich registriert hat und selbst nicht anbaut, kauft nun gegen Fingerabdruck legal eine auf 40 Gramm im Monat begrenzte Menge der Droge in der Apotheke – zu staatlich festgesetzten Preisen mit Qualitätsgarantie. Jedenfalls theoretisch. Das weltweit einzigartige Gesetz, mit dem Uruguay der Mafia den Boden unter den Füßen wegziehen will, stößt auf harte Widerstände: praktische bei der Umsetzung, aber auch ideologische, obwohl in Uruguay der Marihuanakonsum seit Jahrzehnten gesellschaftlich toleriert ist.
...
Als Präsident José Mujica 2013 mit der Legalisierung die Welt überraschte, glaubten nur wenige daran. Im Kongress gab es erbitterten Widerstand der bürgerlichen Parteien, selbst Mujicas linker Parteigenosse und Nachfolger im Präsidentenamt, Tabaré Vázquez, war von der Idee nicht angetan. Auch Apotheken wehrten sich. Sie würden ja auch keine Zigaretten und Alkohol verkaufen, hieß es. Andere bangten, Zielscheibe von Überfällen der Mafia zu werden. Nur 20 registrierten sich bis Juni. Im Landesinneren dürfte es schwierig werden, sich legal zu versorgen. Das Gesundheitsministerium hat Garat zufolge bisher kein einziges Medikament auf Basis von Cannabis zugelassen, publiziere auch keine Jahresberichte zur Umsetzung des Gesetzes. Die dafür geschaffene Kontrollbehörde IRCCA sei unterfinanziert und personell mager ausgestattet. "


http://derstandard.at/2000060603471/Mar ... r-Apotheke

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » So 2. Jul 2017, 11:56

Martin Mainz hat geschrieben: Kann man nur hoffen, daß die Apotheken hierzulande die Gelegenheit nutzen und auch von dort importieren um die aktuellen Engpässe zu umgehen.

Nicht nur von dort, es würden sich doch auch noch näher liegende Staaten eignen : z.B. Israel dürfte doch gut eingedeckt sein. Wäre auch wegen der Entfernung sinnvoller und nicht um die halbe Erde geschippert/geflogen.

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Martin Mainz » So 2. Jul 2017, 17:57

Sabine hat geschrieben:Nicht nur von dort, es würden sich doch auch noch näher liegende Staaten eignen : z.B. Israel dürfte doch gut eingedeckt sein. Wäre auch wegen der Entfernung sinnvoller und nicht um die halbe Erde geschippert/geflogen.
Stimmt natürlich. Wo immer man kann.
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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » So 2. Jul 2017, 18:35

"Jetzt wird der Staat zum Dealer
Uruguay wagt das Experiment: Als erstes Land weltweit verkauft es nun selbst angebautes Cannabis – in Apotheken an Freizeitkiffer. Das gefällt natürlich nicht jedem.
...
Um das uruguayische Cannabisgesetz zu verstehen, sagt Julio Calzada, müsse man zuerst das Land verstehen. Der ehemalige Generalsekretär des Nationalen Rats für Drogen der Regierung sitzt in einem Café in Montevideo und wirkt ziemlich entspannt. Er sagt: "Wir haben ein soziales Modell für die Drogenpolitik etabliert." Bis 2015 war Calzada im Amt, er ist der strategische Kopf hinter der Legalisierung.

Uruguay sei immer schon progressiv gewesen, sagt Calzada, fortschrittlicher als andere Länder Südamerikas. Früh durften die Frauen hier wählen, sich scheiden lassen, abtreiben – Letzteres ist bis heute beispielsweise in Chile verboten. In Uruguay finden es die Menschen laut Umfragen gut, dass der Staat einen großen Einfluss auf ihr Leben hat. Vom Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit über die Prostitution bis zur Wirtschaft ist vieles umfangreich geregelt – nun halt auch der beliebte Hanf.

"Ich lege Wert darauf, dass wir den Cannabiskonsum nicht freigeben", sagt Calzada. "Das Gegenteil ist der Fall: Es handelt sich um ein Modell der streng regulierten Abgabe, in dem Preis, Menge und Qualität der Droge in staatlicher Hand sind." Das sei auch der Unterschied zu den Niederlanden, wo das Marihuana für die Coffeeshops weiter vom Schwarzmarkt kommt – mit allen Qualitätseinbußen und Gefahren, die das haben könne. Mit giftigen Stoffen gestrecktes Cannabis oder minderwertige Blüten sollen in Uruguay nicht über den Apothekentisch gehen. Staatlich geprüfte und garantierte Cannabisqualität? Das gibt es nicht einmal in den USA, wo private Firmen untereinander um Preis, Menge und den Gehalt des Hanf-Wirkstoffs THC konkurrieren. Nach Calzadas Überzeugung fördere das den Drogenkonsum noch.
...
Jeder Kiffer, das war der umstrittenste Punkt des Gesetzes, muss sich beim Staat registrieren. In der Apotheke identifiziert sich der Käufer per Fingerabdruck. "Der Apotheker sieht auf seinem Display nur ein OK, keinen Namen", erzählt Calzada, "die Daten sind sicher und verschlüsselt." Ein Massenabgriff der Daten soll nicht möglich sein, auch nicht die Weitergabe an Einwanderungs- und Zollbehörden anderer Länder oder den eigenen Arbeitgeber.

4.200 Uruguayer haben sich schon für den Weg über die Apotheke registriert, weitere 10.000 sind als Selbstanbauer oder Cannabisclub-Mitglied eingetragen. Das ist rund ein Viertel der 55.200 regelmäßigen Konsumenten im Land.

Nur Touristen sollen in der Apotheke leer ausgehen, auch weil Uruguay keine Probleme mit den Nachbarländern Argentinien und Brasilien bekommen will. "
...
So locker sehen die Legalisierung nicht alle. Vor allem unter den Apothekern regt sich Widerstand. "Wir müssen uns vor Überfällen schützen. Deshalb werden wir ganz sicher kein Marihuana verkaufen", sagt Beatrice. ... Wer ein von Drogen gezeichnetes Gesicht habe, den lasse sie nicht rein.
...
Beatrice hat für die Idee, Drogen in Apotheken anzubieten, nur Verachtung übrig: "Wir werden daran nichts verdienen und nur Probleme bekommen", sagt sie. "Wir werden draußen ein Schild anbringen, damit die Crackköpfe und die anderen schon vorher wissen, dass wir nichts im Lager haben." Nur 20 der 120 Apotheken im Land haben sich für einen Verkauf von Cannabisblüten gemeldet, auch wenn sie ein Drittel der Einnahmen behalten dürfen sollen. ...
Während die Freigabe in anderen Staaten von Graswurzelbewegungen gefordert und ermuntert wurde, hat die linke Regierung in Uruguay ihr Vorhaben von oben und zunächst gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. "


http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20 ... l-apotheke

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » Mi 19. Jul 2017, 22:20

"STRACK-ZIMMERMANN: Uruguay hat vernünftige Drogenpolitik verstanden
...
„Im Gegensatz zur Bundesregierung und zur Drogenbeauftragten Marlene Mortler hat Uruguay verstanden, wie vernünftige Drogenpolitik funktioniert. Statt durch ein Cannabisverbot den Schwarzmarkt und illegalen Drogenhandel zu befeuern, würde kriminellen Drogenbanden durch eine Legalisierung das lukrative Geschäft entzogen werden.

Gleichzeitig würde mit einer Legalisierung von Cannabis ein verbesserter Jugendschutz einhergehen. Der kontrollierte Verkauf von Cannabis an erwachsene Personen in Apotheken würde zu einer Austrocknung des Schwarzmarktes führen und verhindern, dass Konsumenten über diesen mit harten Drogen in Kontakt kommen.

Ich fordere die Bundesregierung auf, sich endlich der Realität zu stellen und eine Legalisierung von Cannabis zu beschließen. Und so nicht nur für einen besseren Jugendschutz zu sorgen, sondern auch dringend notwendige Kapazitäten bei der Polizei freizumachen, die bisher noch durch Bagatelldelikte unnötig blockiert werden.“"


https://www.liberale.de/content/strack- ... verstanden

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Re: Effekte der Legalisierung in Uruguay

Beitrag von Sabine » Sa 22. Jul 2017, 16:19

Ist ja schon ne kleine Mogelpackung mit der Legalisierung in Uruguay, zumindest was das in Apotheken verkaufte Cannabis angeht :

beide Sorten enthalten nur 2% THC (und 6,5 bzw. 7% CBD), wie man hier im Artikel (Bild 2) auf den Packungen sehen kann.

http://derstandard.at/2000061548072/Uru ... r-Apotheke

Zumindest mit dem Apothekencannabis wird man so den Drogenhandel nicht eindämmen können.


Auf Infos, welche Sorten angebaut werden dürfen, bin ich leider bisher noch nicht gestossen.

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