Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

littleganja

Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 13:25

Die Überschrift ist aus der Ärztezeitung, ja wirklich aus der Ärztezeitung :mrgreen:

Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

BERLIN. In einem Cannabislager, das derzeit in Bad Bramstedt nördlich von Hamburg entsteht, könnten wohl auch die deutschen Goldbestände halbwegs sicher untergebracht werden. "Wir erfüllen die vorgeschriebenen hohen Auflagen", versichert der Geschäftsführer des Betreibers Nuuvera Deutschland GmbH, Hendrik Knopp.

Diese besagten unter anderem, "dass die Alarmanlage mit der Polizeidienststelle verbunden ist, die Wandstärken Sicherheitsklasse 3 erfüllen und modernste Sicherheitstechnik wie Bewegungs- und Erschütterungsmelder vorhanden sind". Warum die großen Anstrengungen ums Hanf und was könnten sie für Freizeitkiffer bedeuten?

Voraussichtlich im April entscheidet die staatliche Cannabisagentur, welche Firmen die Pflanzen in Deutschland anbauen dürfen. Die staatliche Agentur beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nimmt das Cannabis dann entgegen und gibt es an Apotheken ab.
"Deutsche Gründlichkeit" ein Vorteil

"Für Deutschland ist die Cannabis-Freigabe für Patienten etwas Neues", sagt Knopp. Zum laufenden Verfahren könne er sich nicht äußern. Nur so viel: "Da ist es gut, dass die Cannabisagentur mit deutscher Gründlichkeit arbeitet." Durch die hohen Anforderungen würden Glückritter ausscheiden, die schnelles Geld machen wollten.

Von seinem kanadischen Partner lässt sich Nuuvera Öl und Kapseln liefern. "Aus ärztlicher Sicht ist dabei der Vorteil, dass es leichter zu dosieren ist als bei der Verabreichung von Blüten", sagt Knopp. "Wir bauen medizinische Produkte an, wir bauen keine Joints."

Die Nachfrage nach Cannabis auf Rezept wurde wohl lange unterschätzt. Helfen kann es etwa bei chronischen Schmerzen, Multipler Sklerose, Appetitlosigkeit wegen AIDS, Krebs oder Alzheimer, bei Übelkeit infolge von Chemotherapien oder Nervenleiden. Von 5000 Patienten ging die Cannabisagentur laut Knopp aus. "Mittlerweile haben aber bereits mehr als 14 000 Patienten Anträge gestellt."

Die ausgeschriebene Menge werde wohl kaum reichen – und es könnte rasch Nachschubprobleme geben, weil in vielen Ländern die Nachfrage steigt........


(Quelle/Volltext: https://www.aerztezeitung.de/panorama/a ... -alle.html )

Was mir nicht so gefällt ist das Bild im Beitrag, da wäre ein Äskulapstab mit einem Cannabis Blatt im Hintergrund die bessere Wahl. Sonst aber unfassbar wie sich doch die Zeiten ändern, die Legalisierung ist in greifbarer Nähe :mrgreen:

kushaze
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von kushaze » Do 22. Feb 2018, 13:53

littleganja hat geschrieben:Die Überschrift ist aus der Ärztezeitung, ja wirklich aus der Ärztezeitung :mrgreen:

Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

BERLIN. In einem Cannabislager, das derzeit in Bad Bramstedt nördlich von Hamburg entsteht, könnten wohl auch die deutschen Goldbestände halbwegs sicher untergebracht werden. "Wir erfüllen die vorgeschriebenen hohen Auflagen", versichert der Geschäftsführer des Betreibers Nuuvera Deutschland GmbH, Hendrik Knopp.
...
Was mir nicht so gefällt ist das Bild im Beitrag, da wäre ein Äskulapstab mit einem Cannabis Blatt im Hintergrund die bessere Wahl. Sonst aber unfassbar wie sich doch die Zeiten ändern, die Legalisierung ist in greifbarer Nähe :mrgreen:


so lange die Dame aus der Alkohollobby über die Drogenpolitik entscheidet, glaube ich nicht wirklich daran :lol:

oder was meinst du mit „in greifbarer Nähe“? 4 Jahre? :lol: :lol:
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Do 22. Feb 2018, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt

littleganja

Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 14:15

Maximal 5 Jahre denke ich, evtl. auch weniger.......

Für mich persönlich wurde Cannabis 2015 bereits legalisiert, wer kein Bock mehr hat auf Verfolgung oder Stigmatisierung, einfach ein Privat Rezept holen (auch die nicht 100% kranken). Wer sein Cannabis auf Privat Rezept holt, schadet nicht die Allgemeinheit weil er das Cannabis ja selbst bezahlt (nur auf Kassenkosten ohne Anspruch ist verwerflich!). Weiterhin ist jeder Cannabis Patient mehr ein Millimeter näher zur Legalisierung für alle. Die Regierung hat sich bestimmt eine Marke gesetzt ab wieviel Patienten sie dann Legalisiert, weil eine Kritische Masse erreicht ist und Patienten sind ja auch ggf. Wähler :D

Hanfkraut
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von Hanfkraut » Do 22. Feb 2018, 15:14

Na klasse!

Es freut sich heute auch JEDER ARZT! Das er ein privat Rezept ausstellen darf!

Lustiger weise gibt es in meiner Umgebung keine Ärzte die cannabis verschrieben!

Werder als schmerzpatient noch als Krebs Patient!
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf

littleganja

Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 16:33

Du meinst wohl eher 100 fach bis 400 fach......

Woher kommt ihr beide jeweils???

kushaze
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von kushaze » Do 22. Feb 2018, 16:39

KONOPJA hat geschrieben:Genau so ist das.
Wenn ich einen Arzt hätte, der wenigstens auf Privatrezept verschreiben würde, währe ich schon sehr Zufrieden.

Leider ist es aber immernoch so, das viiiieeeel zu wenige Ärzte dazu bereit sind, geschweige denn überhaupt bekannt sind.

So wie ich das hier lese, hätten wir nicht 10.000 oder 20.000 Patienten, sondern eher das 10fache, wenn denn nur Ärzte bekannt währen.
geht mir genauso. Migräne geerbt, immer damit abgefunden. Hausarzt hat mich als „Junkie“ dargestellt als ich ihn nur nach seiner Meinung zu med. Cannabis gefragt habe, er würde meine Sucht nicht unterstützen. Ich solle doch abends meine 1-2 Bier trinken. Na danke!!

littleganja

Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 16:45

Wo kommt ihr 3 her, wo wohnt ihr in etwa???

kushaze
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von kushaze » Do 22. Feb 2018, 16:55

littleganja hat geschrieben:Wo kommt ihr 3 her, wo wohnt ihr in etwa???
Nähe Stuttgart, ca. 10 km davon entfernt

littleganja

Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 17:05

@Kushaze

Hast du schon alle Ärzte die auch Naturheilkunde und/oder Substitutions Ärzte sind durch??? Hast du auch Privatärzte aufgesucht wenn du nur ein Privatrezept willst???

Die hier z.b. http://cannabis-med.org/german/aerzteliste.pdf

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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von littleganja » Do 22. Feb 2018, 17:57

In meiner Arbeit der ich nachgehen (was genau möchte ich nicht sagen) habe ich zwei Klienten geholfen an ein Privatrezept zu kommen. Der eine ist schwerer Alkoholiker und hat Psychische Probleme die andere hat Posttraumatische Belastungsstörung und eine Austherapierte Schulter. Beide waren bei zwei voneinander unabhängigen Ärzten (auch nicht mein Arzt). Beide haben auf Anhieb ein Privatrezept bekommen, beide werden jetzt bei der Kostenübernahme vom Arzt unterstützt. Nähe Mannheim hat sich das angespielt.
Daher kann ich solche Aussagen nicht nachvollziehen....

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Martin Mainz
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von Martin Mainz » Do 22. Feb 2018, 22:49

Auf dem Weg zur generellen Freigabe?

Ist Cannabis auf Rezept nun der Wegbereiter für Schritte hin zu einer generellen Freigabe? Geht es nach FDP, Linken und Grünen sollte es lieber heute als morgen so weit sein. Am Donnerstagabend werden ihre unterschiedlichen Anträge im Bundestag erstmals debattiert, dann in den Fachausschüssen des Parlaments weiter beraten.


Komischer Titel in der Ärztezeitung. Und ja, noch komischeres Bild.
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von Martin Mainz » Fr 23. Feb 2018, 14:05

Zwei Beiträge umgehängt.

Zur Bundestagsdebatte geht hier lang: viewtopic.php?f=10&t=8465&start=20
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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von Doc_A » Sa 24. Feb 2018, 12:51

"Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?"

Habe ich irgendwas verpaßt?

'Kiffen für alle'?

Ich dachte, es geht darum, den Konsum nicht mehr zu bestrafen und eine regulierte Abgabemöglichkeit zu schaffen. -

Regulierter Verkauf von Alkoholika ist dann wahrscheinlich 'Saufen für alle'? Ich will aber nicht saufen.
:shock:

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Re: Legalise it! Wann kommt das Kiffen für alle?

Beitrag von DennisEF » Sa 10. Mär 2018, 21:07

Eine Legalisierung wird zwischen 2018 und 2028 stattfinden.

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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Cookie » Di 12. Mär 2019, 14:43

@Sunspriker: Das ist die Zeit. Es geht auf und ab. Aber "auf" überwiegt mittlerweile und es gibt kein zurück mehr... dafür ist schon zu viel los. Auch lasse ich mir das Kiffen nicht mehr verbieten, dafür ist mir mein Leben zu schade. Was das soll, müssen sie mir erst mal erklären.

Auch wenn ich eher regelmäßig kiffe, ich will dasselbe wie Du. Und es wird kommen. Zwei Jahre vielleicht.
Ich bin 28, ob ich das noch erleben darf? :cry:
Mit Sicherheit ;)!
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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Sunspriker » Mi 13. Mär 2019, 23:03

Cookie hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 14:43
@Sunspriker: Das ist die Zeit. Es geht auf und ab. Aber "auf" überwiegt mittlerweile und es gibt kein zurück mehr... dafür ist schon zu viel los. Auch lasse ich mir das Kiffen nicht mehr verbieten, dafür ist mir mein Leben zu schade. Was das soll, müssen sie mir erst mal erklären.

Auch wenn ich eher regelmäßig kiffe, ich will dasselbe wie Du. Und es wird kommen. Zwei Jahre vielleicht.
Ich bin 28, ob ich das noch erleben darf? :cry:
Mit Sicherheit ;)!
Ich hoffe du hast recht, aber ich bin wirklich kurz davor die Hoffnung aufzugeben! Wenn man schaut wie ein Großteil der Medien mit dem Thema umgeht und wie in den meisten Zeitungen und Magazinen Cannabis immer noch verteufelt wird (Allen voran die furchtbare Medienanstalt "Die Welt") so sehe ich dafür keinen Konsens.
Schau mal, bis die "Ehe für alle" kam, die ich sehr unterstützte, hat es eine Zustimmung von 87% in der Bevölkerung gebraucht. Vorher hat sich da nicht viel getan.
Bei dem Thema Cannabis sind wir noch nicht einmal bei 50%.
Auch wenn wir uns das Spektrum unseres Parlaments anschauen, so haben wir aktuell ein relativ "rechtes" Parlament (Rechts im politischen sinne, damit meine ich nicht (nur) nazis!).
Die AFD + CDU/CSU stellen ~46% des Parlamentes (Ich zähle beide Parteien zum rechten Spektrum) und du weißt wie rückwärtsgewandt rechte Parteien sind. Vorallem mit einem "erstarken" der AFD, die ja nun wirklich gegen jegliche "Modernisierung" der Gesellschaft ist, sehe ich die Chancen ehr schwinden. Aktuell bewegen wir uns politisch ehr Rückwärts als Vorwärts.

Dazu kommen all die Fake-Studien und Pseudowissenschaftlicher. Im allgemeinen wird einem Pseudowissenschaftlicher mehr Gehör geboten als 10 "echten" Wissenschaftlern. Die Realität wird total verzogen und Vorurteile als gegeben gesehen.

Und jetzt zur Zukunft: Auch wenn es in Zukunft eine Koalition aus CDU + Grünen geben wird, so bezweifle ich, dass die Grünen sich damit durchsetzen können.Schau, seitdem ich Wählen darf habe ich stets die Grünen gewählt (Ohne mich jetzt für irgendwas rechtfertigen zu müssen! Das ist meine Entscheidung!), da diese meine Politische Position am ehesten vertreten (auch wenn nicht zu 100%, da das in einer Demokratie nicht möglich ist. Das müssen aber noch ca. 50% der Menschen in Deutschland lernen!). Ich finde das Cannabiskontrollgesetzt von denen ein sehr gutes Paket was ich gerne unterstütze. Aber jetzt mal im ernst, vor allem mit druck der AFD (indirekt), die Union würde das niemals mittragen! Dafür sitzen auch in der Union noch zu viele rückwärtsgewandte Menschen. Und die SPD ist sowieso die Lachnummer der Politik! ... da brauch man überhaupt nicht drüber reden.

Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich bin eigentlich ein sehr optimistischer Mensch aber beim Cannabis-Thema habe ich einfach ein schlechtes Gefühl. Ich hoffe du hast recht und ich hoffe dass unser Land die AFD-Krise übersteht und sich wieder nach vorne Entwickeln kann! Die Hoffnung stirbt zuletzt und danke dass du sie mir machst <3
Zuletzt geändert von Sunspriker am Do 14. Mär 2019, 07:59, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Cookie » Do 14. Mär 2019, 07:36

Du bist mir sympathisch, nicht nur weil Du die Grünen wählst, aber auch ;). Nun, dazu kann ich nur sagen, dass trotz der Tatsache, dass die SPD so abschneidet, nur etwa 46% die Rechten ausmachen... also eine Minderheit. Der Rest ist sich aber in vielen Fragen so uneins, dass es das leider auch nicht wirklich besser macht. Daher: Wieso auf die Politik hören? Wir können auch anders.

Noch was: Im Alter von 28 an aufgeben zu denken, ist "viel zu früh". Ich würde das nicht einmal "kurz vorm Tod" machen, bin auch schon 50 und habe so manche "enttäuschende" Legalize It Demo / Veranstaltung miterlebt. So ist das Leben. Ein Kampf, aber es muss sein.

Oh, und mir fällt noch was ein... die Welt, der konservative Laden... trotzdem hat da kürzlich einer das gepostet: https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/a ... n-L-A.html - das ist schon eine Verschiebung der Sichtweise :P.
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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Sunspriker » Do 14. Mär 2019, 08:20

@Cookie Guten Morgen :)

Ohooooo! Das hätte ich von "Die Welt" überhaupt nicht erwartet! Was ist plötzlich los bei denen? Die werden doch wohl nicht zu liberalen oder? Das wäre doch eine Schande! ;) :D

Aber jetzt mal im ernst, sehr interessanter Artikel! Vielen Dank für die Info.
Habe meinen vorherigen Post auch etwas angepasst, wir wollen ja keine Fake-News verbreiten :P Haha.

Zum Thema Bundestag. Ja, wir können auch ohne die. Aber letzten Endes MUSS eine Gesetzesänderung her. Wir kommen leider nicht drum rum. So funktioniert unser Staat eben und ehrlich gesagt (bei aller Vernunft) ist das auch gut so!

Ja, aufgeben werde ich nicht. Bringt ja auch nichts. Es ist einfach nur extrem frustrierend für mich. Ich als erwachsene Person darf nicht selber entscheiden was ich machen möchte und was nicht (im Bezug auf den Konsum von Cannabis). Nein, ich werde gezwungen von irgendwelchen dubiosen Menschen etwas zu kaufen ohne überhaupt zu wissen was das letzten Endes ist. Ich selber habe keinen persönlichen Dealer sondern muss auf der Straße einkaufen! FURCHTBAR! EKELHAFT! Jedes mal fühle ich mich wie der letzte Assi wenn ich mal wieder etwas haben möchte. Absolut ekelhaft mich da am Bahnhof mit Menschen unterhalten zu müssen bei denen ich normalerweise die Straßenseite wechseln würde wenn es dunkel ist. Wie oft wurde mir von diesen Menschen schon "hartes" Zeug angeboten was ich natürlich ablehne?! Dazu kommt eben das Ungewissen ob da nun was vernünftiges bei rum kommt oder nicht. Auch bleibt stets die Gefahr beschissen zu werden, was mir bis jetzt zum Glück noch nicht passiert ist. Manchmal geht mir auch der Puls hoch und ich denke mir nur "Okay, jetzt sticht er dich ab, jetzt ist es vorbei!". Ich muss ehrlich zugeben ich fühle mich absolut unwohl dabei, wobei ich auch ein kleiner Schisser bin haha ... Darf ich überhaupt drüber schreiben oder ist das schon zu illegal? Haha

Die aktuelle Situation ist absolut unbefriedigend! Und das schreibe ich nicht als, wie von manchen Politikern gerne stigmatisierten, asozialer der morgen beim Kokain landet, sondern als Akademiker der Naturwissenschaften! (Ohne mich jetzt selber irgendwie besser stellen zu wollen als andere Mitbürger. Das soll nur mal ein Statement gegen Mortler und co. sein die den Konsum einer Pflanze mit dem "moralischen tot" gleichstellen! Absolut fehlbesetzt diese inkompetente Frau!)

Wir leben schon in einer verrückten Welt oder? Aber wenn es soweit ist, dann rauche ich einen Joint auf euch! (Vielleicht auch 2 ;) ) :lol:
Zuletzt geändert von Sunspriker am Do 14. Mär 2019, 10:58, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Cookie » Do 14. Mär 2019, 08:34

Ich habe mich wohl etwas "ungünstig" ausgedrückt, aber auch teilweise absichtlich. Ich meinte nicht "ohne Bundestag", also Gesetzesänderung, sondern "an ihm Vorbei" - also beispielsweise aufgrund der "verfassungsrechtlichen Bedenken" eine Klage einzureichen. Und genau das wird zur Zeit auch vorbereitet vom DHV.

Zum Kauf bei diesen Brüdern gibt es Alternativen. Ich habe in meiner ganzen Zeit nur 2 mal dort eingekauft... ist mir zu unsicher. Mich stört gewaltig, dass neben der medizinischen Nutzung die eine Alternative die mir bleibt mich ins Gefängnis bringen kann. Aber sie ist mir dennoch lieber als mit "dunklen Gestalten" rumzumachen.
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Re: Sinn von Modellprojekten in Deutschland

Beitrag von Sunspriker » Do 14. Mär 2019, 11:01

Gibt es denn einen aktuellen stand bzw. weiterführende Infos des DHV zur Verfassungsklage? Das würde mich wirklich sehr interessieren. Vor allem wie weit diese schon ist und wie allgemein die Chancen stehen.

Zum Thema Alternative: Ich weiß was du damit meinst aber für meinen Konsum lohnt sich das Risiko nicht. Ich lasse es mir im Worst-Case lieber mit einer Verwarnung abnehmen als einen Prozess am Hals zu haben.

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