pepre hat geschrieben: Do 1. Feb 2024, 08:59
Warum sind Drogen eigentlich verboten? Welche rationalen Gründe gibt es dafür?
Nun, da gibt es verschieden Stufen. So um 1920 wurden Cokain, Heroin und Cannabis (!) quasi weltweit verboten, weil es tatsächlich sehr viele Problem damit gab. Die Menschen waren nicht aufgeklärt und es gab sehr viele Opfer (Inwieweit das für Cannabis zutrifft kann ich nicht sagen).
Um 1940 wurden dann die ersten Synthetischen Drogen, also (Meth)Amphetamin. Das selbe Problem wie oben.
Was wirklich sehr unschön war, war Ender 1960er der Verbot vieler Psychedika wie LSD, Mescalin etc. Das war im Gegensatz zu den vorherigen Verbote nicht rechzufertigen und eher politisch zu sehen um diese "Bewegung" zu stoppen. Das wurde dann auch entsprechend gepusht und verteufelt.
Seit dem hat sich im "Spießbürgertum" der Gedanke verankert, dass alle Drogen böse sind. Folgend das Verbot von MDMA in den 80er. Die Verbote von Emphatogens und Psychedelics sind wirklich ein Skandal.
Jeder Anlass wird zum Verbot genutzt und auch großteils mit falschen Fakten.
Bespiel: RC Benzodiazepine werden weltweit geächtet und verboten aufgrund einiger Tote, die im Blut auch (!)
Benzos hatten. Das war natürlich meistens MIschkonsum. Oft werden
Benzos verwendet, um Upper/Psych-Trips zu dämpfen.
Es ist eh recht schwer direkt an
Benzos zu sterben, diese sind nicht allzu atemdepressiv und haben einen Ceiling-Effekt im Gegensatz zu Barbituraten, welche inzwischen fast vollständig von
Benzos ersetzt wurden.
Diese sind natürlich immer noch sehr gefährlich (bei einer Überdosis irrt man durch die Gegend und kann sich danach an nichts mehr erinnern), aber eben kaum direkt tödlich.
Dazu kommen Märchen, wie die 100fach überdosierte Pille, die man bei einem Toten gefunden habe. Das ist natürlich haarsträubender Unsinn, dennoch nun die offizielle Version. Mit solchen "Fakten" werden alle möglichen Substanzen schlecht gemacht und aus dem Verkehr gezogen.