Das stimmt doch schlicht nicht. "Fakt" ungleich "Einschätzung" (ungleich "Ergebnis").Parade hat geschrieben: Mo 22. Mai 2023, 13:30 Corona hat gezeigt das Wissenschaftler die ein erwünschtes Ergebnis anzeigen aufgewertet werden, und die ein unerwünschtes anzeigen abgewertet werden.
Natürlich gab und gibt es es zuhauf Differenzen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde. Das ist völlig normal. Dabei geht es aber immer um die Einschätzung der Konsequenzen von Fakten. Die Fakten selbst sind jedoch nur selten der Streitpunkt (sofern sie mit wissenschaftlichen Methoden und sauber belegt sind).
Du musst unterscheiden zwischen den wissenschaftlichen Diskurs und dem, was die Boulevardmedien daraus machen. Das sind zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe. - Ja, die Medien neigen zu reisserischen Überschriften. Und in Zuge dessen eskalieren die Dinge schon auch mal. Und dann passieren unschöne Dinge, auch bei den Öffis:
Aber: es wurde etwas daraus gelernt, zumindest in den Öffis wurde das in medias res thematisiert. Hoffentlich blieb etwas davon hängen.Bei den Klimawandelleugnern zB gibt es ähnliche "Beweisketten", wie sie zB in der Esoterik schon lange üblich sind: A zitiert B, B zitiert C, C zitiert A. Qed. Dass zeitgleich AAAA bis ZZZZ sagen "das ist hanebüchender Quatsch" wird ignoriert. — Kardinalfehler der Medien dabei: Tausend Experten sind sich einig, einer widerspricht. In die Talkshow wird dieser eine eingeladen und einer der Tausend. Und das wird dann als "ausgewogene Berichterstattung" präsentiert. Das Ergebnis: medial erscheint das Thema als strittige These.