Sammlung Legalisierung in Deutschland

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pepre
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... n-102.html

Warum Cannabis-Verbote mit Rassismus zusammenhängen

... Helena Barops Forschung zeigt: Immer wieder vermischen sich in Sachen Cannabis und Drogenverboten rassistische und xenophobe Ideen mit Gesundheitspolitik. Zum Beispiel mit Mythen über Schwarze, die unter Kokain und Cannabis-Einfluss Superkräfte entwickeln sollen. Nicht nur in den 1930er Jahren, auch später kam es konservativen Politikern gelegen, Schwarzsein mit Cannabis gleichzusetzen. Barop erzählt: „Es wird häufig so getan, als wären Drogengesetze Gesundheitsgesetze, die dazu da sind den Menschen zu schützen. Aber das ist historisch überhaupt nicht der Zusammenhang, in dem Drogengesetze entstanden sind. Historisch gesehen ist es so, dass Drogengesetze im Prinzip Sittlichkeitsgesetze sind.“ ...
Lesenswert, wenn auch nix Neues.
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

Achtung: Bezahlschranke! https://www.ksta.de/politik/nrw-politik ... nrw-581889
Cannabis-Legalisierung: Reul warnt vor mehr illegalem Handel in NRW
Schon allein die Überschrift bringt Reuls verdrehtes Weltbild auf den Punkt. :lol:
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ba ... rn,Tfr5QlP, auch bei ARD

Artikel zur Sendung "Münchner Runde" vom 31.5.2023
Schon seit Tagen führen Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und die SPD Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge einen offenen Schlagabtausch: Es geht um die Frage, ob die überarbeiteten Ampel-Pläne für ein liberales Cannabis-Gesetz konform mit Völker- und EU-Recht sind.

Dazu meinte Carmen Wegge in der Münchner Runde im BR Fernsehen, wie immer in der Juristerei gäbe es zwei Juristen, fünf Meinungen – doch sie würde das überarbeitete Vorhaben der Ampel-Regierung ganz klar auf einem europarechtlichen Weg sehen. Für eine zukünftige, flächendeckende lizenzierte Abgabe von Cannabis müsse aber sicher das EU Recht vorher angepasst werden.

Doch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht schon für den allerersten Schritt, die Freigabe in Cannabis Clubs, keine rechtliche Grundlage. "Und ich kann nichts Rechtswidriges umsetzen. Da werde ich mich dagegenstellen. Deswegen wird dann irgendwann wahrscheinlich ein Gericht entscheiden."

...

Schauspieler Eisi Gulp, bekannt aus den Eberhofer Krimis als kiffender Vater, meinte dazu nur: Bayern brauche eben immer für alles ein bisschen länger. Der CSU warf er im Streit um die Cannabislegalisierung eine Blockadehaltung vor: "Das, was hier passiert, ist zum großen Teil einfach Wahlkampfgetöse." Das Chiemgau sei früher mal eines der größten Hanfanbaugebiete gewesen. Und Bier sei auch mal aus Hanf gebraut worden. Da könne man schon sagen, das Hanf zur Bayerischen Kultur gehört habe.

...

In der Münchner Runde diskutierte auch Claudia Berger, Präventionscoach an Schulen. ... Es seien schon jetzt die Elfjährigen, die anfangen würden zu kiffen: "Und die kommen dann an das legale Zeug nicht ran. Das heißt, sie kaufen sich weiter den Dreck von der Straße."

...
CSU-Wahlkampfgetöse ohne Sinn und Verstand. Völlig korrekte Einschätzung von Herrn Gulp.

Und: fordert Claudia Berger hier, dass auch Elfjährige an legalen Hanf kommen sollen?! :?
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.zeit.de/politik/deutschland ... bayern-csu
Interview mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter

"Die restriktive Verbotspolitik funktioniert nicht"

Neben der Cannabis-abgabe in Clubs, die für den Eigenbedarf anbauen dürfen, erwägt die Bundesregierung derzeit, versuchsweise einzelnen Städten und Kommunen den Verkauf von Cannabis zu erlauben. München würde da gern mitmachen, aber die Bayerische Staatsregierung ist strikt dagegen. Was sagt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zur möglichen Blockade und zum Cannabisverkauf selbst?
...
"Die Regierung ist sehr konservativ, da verwundert es nicht, wenn hier, im Bierzelt wohlgemerkt bei der zweiten Maß, über Drogenkonsum hergezogen wird."
...
Nix Neues... In den Kommentaren schöne Beiträge zur bierseeligen Scheinheiligkeit...
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ba ... t-cannabis
Cannabis - Ein bayerisches Kulturgut?
...
"Allen, die ständig immer sagen, man muss kiffen, kiffen, kiffen, denen kann ich nur empfehlen: Lasst Cannabis weg, bleibt beim bayerischen Weißbier. Ist viel gesünder." Diese Worte sprach der bayerische Ministerpräsident Markus Söder anlässlich des 150. Geburtstags der Brauerei Schneiderweiße.
...
Doch schon seit Jahrtausenden konsumieren die Menschen auf der ganzen Welt Marihuana. Vom ersten chinesischen Kaiser über Herodot und die Ägypter, sie alle erwähnten die Pflanze in ihren Schriften.1455 wurde die Gutenberg Bibel auf aus Hanf gepressten Blättern gedruckt. Das medizinische Marihuana mit dem hohen Harzgehalt - auch Haschisch genannt - musste jedoch importiert werden.

Der Unternehmer Emil Werkmeister wollte das ändern und in Bayern dieses Gras selbst anbauen. Daher gründete er die "Versuchsstation für technischen und offiziellen Pflanzenanbau G.m.b.H. Happing bei Rosenheim" – mit Erfolg. Überall wo Weizen wächst, können auch Cannabis-Pflanzen wachsen, fand der Pharmakologe und LMU-Professor Walther Straub damals heraus.
...
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.tagesspiegel.de/politik/mes ... 99127.html
Innenministerkonferenz vom 16.06.23

Cannabis-Legalisierung

Die Auswirkungen der von der Bundesregierung geplanten Legalisierung von Cannabis lägen „im Trüben“, sagte Beuth [Peter Beuth, CDU, hessisches Ministerium des Innern und für Sport]. Es sei völlig unklar, welche Entwicklungen sich für Kriminalität, Verkehrssicherheit, Polizeikontrollen, Schwarzmarkt und Konsum ergeben würden.

Daher müsse das Bundesinnenministerium eine internationale Vergleichsstudie in Auftrag geben, um aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen und „die richtigen Schlüsse für die Kriminalitätsbekämpfung zu ziehen“. Beuth verwies auf das Beispiel der Niederlande. Dort sei in dem Zusammenhang eine Drogenmafia stark geworden, die den Staat herausfordere.
CDU-Taktik: immer weitere Studien fordern bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
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LaMaria
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von LaMaria »

Gesetz zur Cannabislegalisierung soll bis August ins Kabinett

Der Zeitplan für das Cannabisgesetz der Ampel konkretisiert sich. Aus Regierungskreisen heißt es nach SPIEGEL-Informationen, dass ein Entwurf bis Mitte August ins Kabinett eingebracht werden soll. Das ist ein recht strammer Zeitplan, drängt die SPD doch schon auf Tempo.

»Ich rechne damit, dass der Gesetzentwurf spätestens nach der sitzungsfreien Zeit seinen Weg zu uns ins Parlament findet«, sagte Katja Mast, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Bundestag. Aktuell sei er in der Abstimmung zwischen den Ministerien. Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) im April vorgestellten Eckpunkte seien »eine sehr gute Grundlage«.


https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... c2f17f5d5a

Soll bis Mitte August ins Kabinett. Erster Sitzungstag des Bundestages nach der Sommerpause ist aber erst am 4.Sept.
Warum ist Cannabis verboten?
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Martin Mainz
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis: Platzt die Legalisierung, wenn die CDU an die Macht kommt?

So auch Erwin Rüddel. Er ist Gesundheitsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und setzt sich für die Legalisierung ein. Rüddel (67) sprach mit unserer Redaktion auf der International Cannabis Business Conference (ICBC) über das Cannabis-Gesetz. Der CDU-Politiker ist beim Cannabis zwar entspannter, trotzdem läuft besonders die Schwesterpartei CSU gegen die Legalisierung Sturm.
...
„Meiner Meinung nach sind mit der CDU beim medizinischen Cannabis und beim Legalisierungsprozess weitere Schritte möglich. In der Regierung hätten wir wohl auch eine Partner-Partei, die den Legalisierungsprozess ja schon eingeleitet hat. Wichtig ist, dass dieser Weg auch europäisch akzeptiert wird.“


Quelle: https://www.derwesten.de/politik/cannab ... 72239.html
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Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
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LaMaria
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von LaMaria »

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat bei der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Friedrichshafen am Bodensee auch die Bedenken Bayerns gegenüber den umstrittenen Plänen der Bundesregierung für eine Cannabis-Legalisierung erläutert und Unterstützung aus anderen Ländern bekommen

https://presse-augsburg.de/bayerns-gesu ... ng/884450/

Spätestens bei den Modellregionen wird der Bundesrat mitreden wollen.
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... 9/seite/2/
ABDA lehnt Abgabe in Apotheken ab

Die ABDA hatte die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken im Mai »aus fachlichen Gründen abgelehnt«, teilte die Bundesvereinigung heute mit. Daher sei es zu begrüßen, dass »die Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken durch Apotheken nicht vorgesehen ist«.
Mit der ABDA stimmen beileibe nicht alle Apotheker überein, ca. ein Drittel könnte sich das durchaus vorstellen. Hauptsächlich jene, die jenseits der Städte um's wirtschaftliche Überleben kämpfen.
Auch die baden-württembergische Justizministerin Marion Gentges (CDU) kritisierte die erwarteten Kostenentlastungen durch die geplante Cannabis-Legalisierung. Gentges sagte am Donnerstag in Stuttgart, wer sich bei dem Thema vom Einsparpotenzial leiten lasse, ebne den Weg für eine Justiz nach Kassenlage und nicht nach rechtlich Gebotenem. »Das Argument der Justizentlastung ließe sich bei jedem Straftatbestand anführen: Ladendiebstahl, Beleidigung oder Umweltdelikte – all das bindet Ressourcen der Strafverfolgung.« Das seien Delikte, die man nicht unverfolgt lasse, weil man die dahinterstehenden Rechtsgüter schützen wolle. »Alleine darauf kommt es bei der Frage an, ob wir als Staat ein Verhalten unter Strafe stellen.«
What? Welches Rechtsgut schützt das Cannabisverbot? Und ist das dann in Folge ein Plädoyer für ein Gesinnungs-Strafrecht?
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek forderte die Bundesregierung erneut auf, die geplante Cannabis-Legalisierung zu stoppen. Die Pläne verstießen auch in ihrer aktuellen Ausgestaltung gegen Europa- und Völkerrecht und seien für die Länder kaum umsetzbar, sagte er am Donnerstag während der Gesundheitsministerkonferenz in Friedrichshafen am Bodensee.
"Mimimi! Jetzt hab ich extra ein Gutachten anfertigen lassen, und keiner schert sich drum!" :lol:
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/ ... -btm-mehr/
Medizinalcannabis bald kein BtM mehr
...
Damit ist [medizinisches] Cannabis zukünftig kein Betäubungsmittel mehr und unterliegt nicht mehr den Vorschriften des BtMG. „Weder Herstellung, Anbau noch Binnenhandel sind zukünftig erlaubnispflichtig. Aufgrund der Tatsache, dass Cannabis nach den internationalen Suchstoffübereinkommen ein Suchtstoff bleibt, bleibt es aber bei einer Erlaubnis- und Genehmigungspflicht für die Einfuhr und Ausfuhr“, so das BMG im Entwurf.
...
Die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken bleibt weit hinter den Erwartungen der Industrie zurück; mit den geplanten Clubs wird eher ein Graumarkt geschaffen als ein skalierbarer Geschäftszweig, so die Kritik.
...
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... treng.html

Kommentar zum Referentenentwurf 07/23
Lauterbach traut sich nicht – sein Cannabis-Gesetz ist viel zu streng
...
Im 163-seitigen Gesetzentwurf lebt nicht nur zwischen den Zeilen weiterhin der Geist der völlig gescheiterten Prohibition. Dabei hatte die Ampel-Koalition in Bezug auf Cannabis versprochen, damit Schluss zu machen.
...
Das ist keine Legalisierung, das ist eine Erweiterung der „geringen Menge“ aus dem Betäubungsmittelrecht, bei der von einer zwangsläufigen strafrechtlichen Verfolgung abgesehen werden kann. Die Maximalmenge ist grundsätzlich fragwürdig und in dieser Höhe besonders absurd, da man aus drei Pflanzen deutlich mehr ernten kann.
...
Unsinnig und verfassungsrechtlich höchst umstritten sind im Entwurf des Cannabisgesetzes außerdem vorgesehene Abstandsgrenzen. ... Wie soll das umsetzbar sein? Soll man etwa, bevor man seinen legalen Joint rauchen will, erst mal 200 Meter in alle Richtungen ablaufen, ob man auf eine der genannten Einrichtungen trifft? Ein völlig unpraktikabler Vorschlag.
...
Wer an weniger staatlicher Bevormundung und mehr Eigenverantwortung sowie an einer Schadensminderung für Konsumenten interessiert ist, sollte darauf hoffen, dass die Fraktionen den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren noch entscheidend verändern.
Am Ende des Kommentars Abstimmung "Teilen Sie die Meinung des Autors?" für registrierte Welt-Leser. (Bisher ⅔ Ja, ⅓ Nein).

PS: so ein Artikel in der "Welt"?! Da war wohl der Zensor pinkeln... :lol:
Zuletzt geändert von pepre am Di 18. Jul 2023, 09:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Grünzeugs
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von Grünzeugs »

Gespräche zu Cannabis mit der EU-Kommission
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­rium ver­schweigt Treffen
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... ederlande/

Mich packt nur noch die nackte Wut, wenn ich "Europäische Kommission" lese.
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3% ... Kommission
Die Mitglieder der Kommission der Europäischen Union, die EU-Kommissare, werden von den Regierungen der EU-Staaten nominiert und vom Europäischen Parlament gewählt.
Das bedeutet, eine nicht vom Volk, sondern von der sgn. "Elite" gewählte "EU-Kommision", verhindert reihenweise demokratisch gewählte Legalisierungen in ihren Mitgliedsländern. Oder hat etwa jemand von euch CDU-von-der-Leyen als "Präsidentin der Europäischen Kommission" gewählt? Das geht gar nicht. Die EU-Kommission und die Postenvergabe ist etwa so demokratisch wie Rot-China.
Argumentationshilfen für eine Legalisierung von Cannabis
viewtopic.php?f=11&t=113&p=95634#p95634
pepre
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... hland.html [PDF]
Wissenschaftliche Evidenz zur Akzeptanz und den Wirkungen von Maßnahmen und Elementen von Cannabis-Abgabemodellen: Eine systematische Literaturanalyse vom ISD Hamburg
Lest selbst und staunt, wie man mit Konjunktiv II Geld verdienen kann.

Summa summarum: "Datenlage in quasi allen Belangen ungenügend, dennoch geben wir schwammige Handlungsempfehlungen, die wohl im Hause Lauterbach Anklang finden werden." 🤦🏼

PS: so langsam wird mir das Geschäftsmodell von McKinsey u.ä. klar... ;)
Zuletzt geändert von pepre am Di 18. Jul 2023, 09:26, insgesamt 2-mal geändert.
pepre
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... nabis.html
Landesverkehrswacht [Bayern] gegen Legalisierung von Cannabis

... «Legalisierter Cannabis-Konsum erhöht die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich» ...
Ah, die Welt betreibt mal wieder FUD gegen die Legalisierung.

Mir ist keine seriöse Studie bekannt¹, die diese "deutliche" Korrelation gefunden hätte.

Typisch Springer-Presse: einfach mal etwas behaupten; irgendwas wird schon hängen bleiben.

---
¹ Und ich lese wirklich alles Dementsprechende, außer hanebüchenden Unsinn.
HabAuchNeMeinung
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Debatte über geplante Legalisierung
Viel Rauch um Cannabis: Wie viel Freigabe wagt der Staat?

Exklusiv | Berlin · Die Liberalen sind unzufrieden mit dem Cannabisgesetz und befürchten ein Bürokratiemonster. Auch die Polizei hält eine massive Entlastung der Strafverfolgungsbehörden für unrealistisch. Ausgerechnet die Opposition kann dem vorliegenden Entwurf zumindest etwas Positives abgewinnen – er verspricht nämlich mehr Einschränkungen als Freigabe.
Wer in den Referentenentwurf des geplanten Cannabisgesetzes schaut, wird einen Begriff vergeblich suchen: den der Freigabe. Stattdessen fokussiert sich das rund 160 Seiten umfassende Papier aus dem Haus von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in weiten Teilen auf das, was illegal bleiben soll.
...
Während die Kritik des Koalitionspartners unüberhörbar ist, begrüßt die Opposition, dass das Gesetz weniger liberal ausfallen soll als anfänglich gedacht. „Es ist gut, dass sich mittlerweile ein deutlich restriktiverer Ansatz abzeichnet als noch vor wenigen Monaten angekündigt“, sagt Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, auf Anfrage unserer Redaktion.
...
https://rp-online.de/politik/deutschlan ... d-94098849
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Mutlos, restriktiv, besser als garnichts – Absurditäten des Referentenentwurf des CanG
Dieser Artikel ist ein Update auf den Leak des CanG aus dem Bundesgesundheitsministerium, den ich in einem Beitrag vom 10.05.2023 diskutiert habe. Der aktuelle Referentenentwurf ist am 06.07.2023 auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums veröffentlicht worden und befindet sich aktuell (Stand 21.07.2023) im Gesetzgebungsprozess. Eine digitale Kopie des Entwurfes kann hier heruntergeladen werden.
Er beschränkt sich auf den Aspekt des „Eigenanbaus“ und die absurden Handlungsabläufe, die am Ende dazu führen ob und wie man legal Cannabis konsumieren darf.
...
Fazit
Das Gesetz ist nicht nur in Hinblick auf (vorgeblich) legalen Eigenanbau mit wenig Sorgfalt ausgearbeitet worden. Ich bin kein Jurist, aber jeder Gymnasiast mit ein wenig Textverständnis findet hier die absichtlichen oder unabsichtlichen Fallstricke dieses Aufschriebes. Angesichts der Tatsache, dass es sich angeblich um einen super-komplexen Vorgang handelt, der den Tätigkeitsbereich von acht Ministerien der Bundesrepublik berührt, ein Armutszeugnis, der offenbar nicht wirklich gegengelesen wurde. Es ist eine einzige Baustelle, der die bloße Existenz jeder Anbau- und Konsumkultur ignoriert. Es ist maximal ein Anfang vielleicht guter Wille? Man wird sehen, was am Ende übrig bleibt. Die Goalposts der Debatte sind auf jeden Fall eher im Feld der Prohibitionisten. Der Paradigmenwechsel in der deutschen Substanzpolitik bleibt aber auf der Strecke. Zurück zum Absender.
http://homegrowpro.de/2023/07/21/mutlos ... -des-cang/
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/ku ... bundeslade
Religion & Drogen: Cannabis an der Bundeslade
...
"Und der HERR redete mit Mose und sprach: Nimm dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fünfhundert Lot, und Zimt, die Hälfte davon, zweihundertundfünfzig, und Kalmus, auch zweihundertundfünfzig Lot, und Kassia, fünfhundert nach dem Gewicht des Heiligtums, und eine Kanne Olivenöl. Und mache daraus ein heiliges Salböl nach der Kunst des Salbenbereiters." ... Doch wo Martin Luther "Kalmus" übersetzte, steht in der hebräischen Bibel "qaneh bosm" (קְנֵה־בֹ֖שֶׂם). Das bedeutet wörtlich "Duftgrasstängel" und ist der Ursprung des Wortes "Cannabis". Auch im Neuhebräischen spiegelt sich der biblische Befund: In Israel heißt Cannabis heute "Qannabbos".
...
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LaMaria
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von LaMaria »

Zustimmungsgesetz oder Einspruchsgesetz

Ìch befürchte da könnte es noch Ärger geben

Interessant auch:

....Das CanG in der aktuellen Version des Referentenentwurfs vom 5. Juli könnte der dritten Fallgruppe angehören. (Organisations- und Verwaltungshoheit der Länder) Geplant ist nämlich, dass die Landesbehörden für die Zulassung und Überwachung der Cannabis-Anbauvereinigungen zuständig sind. Das Gesetz nennt hier auch Vorgaben hinsichtlich der konkreten Ausführung. Hier ist jedoch zu beachten, dass den Ländern bei der Ausführung von Bundesgesetzen grundsätzlich ein Abweichungsrecht zusteht. Schließt der Bund ausnahmsweise dieses Abweichungsrecht aus und nimmt damit den Ländern die Möglichkeit, das Gesetz an ländereigene Strukturen anzupassen, ist das Gesetz im Bundesrat zustimmungsbedürftig. Ein solcher Ausschluss ist aber dem Referentenentwurf vom Juli 2023 nicht zu entnehmen....

Wenn nicht Zustimmungsgesetz, dann zumindest ein "Abweichungsrecht" der Länder

https://background.tagesspiegel.de/gesu ... -bundesrat
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

https://kinderschutzbund.de/stellungnah ... schriften/
Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften

... Alternativ würde die ausschließliche kontrollierte Abgabe in zertifizierten Gewerben und/oder Apotheken unter Ausschluss der Möglichkeit des privaten Anbaus sicherstellen, dass nur Volljährige Zugang erlangen ...

... fielen alle Angebote für Kinder- und Jugendliche im gewerblichen Bereich – wie Musikschulen, Tanzschulen oder privaten Clubs und Freizeiteinrichtungen, Indoorspielplätze, Schwimmbäder etc. nicht unter die genannte Regelung. Dem in der Begründung genannten Ziel, den Konsum an Orten, an denen sich Kinder regelmäßig aufhalten, zu beschränken, würde diese abschließende Aufzählung damit nicht gerecht. In der Aufzählung fehlen außerdem Einrichtung der Kindertagesbetreuung und der Kindertagespflege.

Die zeitliche Beschränkung des Konsums in Fußgängerzonen sollte nicht mit der Regelung 7-20 Uhr überall gleichlautend festgelegt werden, sondern muss mit den regelmäßigen Öffnungszeiten der dort ansässigen Gewerbe einhergehen. Dort wo z.B. Geschäfte auch bis 22 Uhr geöffnet haben, muss die Regelung z.B. deutlich weitergehend sein als der Vorschlag. ...

... usw usf ...
Auch wieder die Taktik des Bürokratiemonsters, dass de facto nahezu alles und überall verbietet.

Lieber Kinderschutzbund! "Aus den Augen, aus dem Sinn" funktioniert nicht! Begreift das bitte endlich!

Das Einzige, was wirklich hilft:
  • ehrliche Aufklärung (wenn ihr sie belügt werden sie euch gar nichts mehr glauben)
  • niedrigst-schwellige Hilfsangebote (wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist)
Noch: es werden auch weiterhin Minderjährige Drogen konsumieren. Das lässt sich leider nicht verhindern, da könnt ihr euch auf den Kopf stellen. Diese betroffenen Kids müssen - wie auch immer - Zugang zu sauberer Ware haben. Wenn ihr den legalen Markt "versteckt" und "unsichtbar" macht, dann wird der Schwarzmarkt (mit all seinen furchtbaren Streckmitteln) an seine Stelle treten und jene beliefern, die ihr eigentlich schützen wollt.

Eure Aufgabe als Kinderschutzbund wäre eigentlich: betroffenen Minderjährigen zu helfen. So zu tun, als gäbe es die Drogen nicht und den legalen Zugang so schwer wie möglich zu machen, das hilft exakt niemanden. Außer den Dealern vom Schwarzmarkt, die ihren Dreck an die Kinder verkaufen.
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von LaMaria »

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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

Wie schon von LaMaria geschrieben:

https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... g-100.html
Europarechtliche Hürden
Gutachten des Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages sieht Grenzen bei Cannabis-Legalisierung
...
Es ist prinzipiell möglich, den Privatkonsum in Deutschland straffrei zu stellen - konkret Besitz, Kauf und Anbau. Auch ist es möglich, den gemeinsamen Anbau von Cannabis in Vereinen zu erlauben, wenn es medizinischen oder wissenschaftlichen Zwecken dient.
...
Europarechtlich kompliziert sei es aber, wie damit umgegangen werden soll, wenn Mitglieder solcher sogenannten Cannabis-Clubs ihre Pflanzen nicht selbst aufziehen.
...
Hum?! Der wissenschaftliche Zweck der Vereine ist die Evaluierung des Anbaus in Vereinen. Der Anbau erfolgt durch die Vereinsmitglieder in spezialisierten Forschungsgruppen. ;)
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Grünzeugs
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von Grünzeugs »

Die LTO klingt etwas anders als die Tagesschau:
Bun­des­tags­gu­t­achten gibt der Ampel Rücken­wind
https://www.lto.de/recht/hintergruende/ ... pilsinger/
Die CSU gibt noch mal alles, um gegen die Legalisierungspläne der Ampel Stimmung zu machen. Jetzt legt sie ein Gutachten des Bundestages vor, das angeblich die Europarechtswidrigkeit des Vorhabens bestätigt. Doch das stimmt nicht.
Auch interessant:
Unionsrechtlich eröffnete Regelungsfreiheiten der Mitgliedstaaten im Bereich Cannabis
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf
Argumentationshilfen für eine Legalisierung von Cannabis
viewtopic.php?f=11&t=113&p=95634#p95634
pepre
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von pepre »

Grünzeugs hat geschrieben: Di 25. Jul 2023, 22:00 Die LTO klingt etwas anders als die Tagesschau...
Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus: die (politisch installierten) Granden des ÖR (und ihre Speichellecker) sind gegen die Legalisierung und lassen ihre Meinung prominent in den Hauptnachrichtensendungen platzieren. Bei kleinen Redaktionen kann das aber ganz anders aussehen, sogar beim BR.

Es ist sowieso sehr bezeichnend, dass die CDSU ausschließlich juristisch agiert. Außer "Geht nicht, weil verboten!" und "Denkt doch an die armen Kinder!" kommt gar nichts. Wahrscheinlich ist sogar denen im Wein/Bier-Dusel aufgefallen, dass die Prohibition sachlich nicht zu rechtfertigen ist. ;)
HabAuchNeMeinung
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Re: Sammlung Legalisierung in Deutschland

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

++++ BREAKING NEWS ++++
Lauterbach bringt Legalisierung zum 01.01.2024 ans Netz
So seine Aussage gegenüber dem Bericht aus Berlin.
https://twitter.com/ARD_BaB/status/1684217520574566400
Meine Fresse...
Der Typ ist echt komplett lost und hat nach fast 2 Jahren immer noch keinerlei Ahnung von irgendwas.
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