Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

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Hans Dampf
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von Hans Dampf »

Eigentlich nur überraschend, weil es dazu bisher keine ernsthaften wissenschaftlichen Studien dazu gibt (große Stichproben, längerer Untersuchungszeitraum, Placebo, etc.).
Ich würde mich tausend mal eher bei einem Cannabiskonsumenten ins Auto setzen als bei einem alkoholisierten Fahrer (bereits mehrfach erlebt).
Das Problem wäre der Mischkonsum.

Dazu gibt es auch aus den Staaten eine Untersuchung über die Zunahme der Häufigkeit von Unfällen und der Schwere der Unfällen. Der Befund war recht deutlich, reine Cannabiskonsumenten hatten keine signifikant höhere Unfallrate, mit Alkohol erhöhte und im Mischkonsum deutlich höheres Risiko.
In diesem Sinne offenbart die „Expertin“ durch ihre Überraschung dass sie sich nicht gut auskennt oder bisher ziemlich voreingenommen war.
"Das Schöne an der Mitgliedschaft im DHV ist dass man nichts tun muss außer zahlen und die Legalisierung trotzdem voranbringt. Aktiv mit-Menschen reden und sie offen für Neues zu machen erzeugt aber die größte Wirksamkeit für eine L. hier in D."
pepre
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

https://www.merkur.de/politik/cannabis- ... 59160.html
Wie das bayerische Innenministerium ... mitteilt, gab es von 1. April bis 6. Mai insgesamt 1652 Anzeigenvorgänge. Darunter fallen sowohl Ordnungswidrigkeiten als auch Straftaten. Im Straßenverkehr gab es 1013 Ordnungswidrigkeiten aufgrund von THC-Einfluss. Damit ist gemeint, dass eine Person kontrolliert wird und der aktuell erlaubten Grenzwert von 1,0 Nanogramm des Hanfwirkstoffs THC pro Milliliter Blutserum bei ihr überschritten ist. ...
Vgl hierzu die Daten aus dem Fahreignungsregister (begangene Ordnungswidrigkeit oder Straftat gefährdet die Verkehrssicherheit) aus https://www.kba.de/DE/Statistik/Kraftfa ... _node.html
Registrierte Zuwiderhandlungen im Jahr 2022:
Straftaten
Alkoholverstöße 80.553
Drogenverstöße 4.223

Ordnungswidrigkeiten
Alkoholverstöße 36.242
Drogenverstöße 45.459
pepre
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... t-alkohol/
Ampel einigt sich auf neuen Cannabis-Grenz­wert
...
Nach § 24a Abs. 2a StVG handelt künftig ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr 3,5 ng/ml oder mehr THC im Blutserum hat und alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines alkoholischen Getränks steht. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Durch diese Regelung trage das Gesetz zur Straßenverkehrssicherheit bei, heißt es im Entwurf.

Für Fahranfänger und Fahranfängerinnen bzw. junge Fahrer vor Vollendung des 21. Lebensjahres wird zudem das bestehende Alkoholverbot in § 24c StVG nunmehr um das Verbot von Cannabiskonsum ergänzt und hierfür der bisher von der Rechtsprechung festgelegte strenge Grenzwert von 1,0 ng/ml THC im Blutserum angesetzt.
...
Michaelsen wies auch auf die Neuerung hin, dass als Vorscreening bei Verdachtsfällen im Rahmen von Verkehrskontrollen in Zukunft Speicheltests angewendet werden können. "Diese eignen sich im Besonderen dafür, Konsum im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Fahrtantritt zu identifizieren" ...
Was heißt Alkoholverbot? Wieviel Promille? Die üblichen 0,5?
moepens
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von moepens »

pepre hat geschrieben: Mi 15. Mai 2024, 13:12 Was heißt Alkoholverbot? Wieviel Promille? Die üblichen 0,5?
Eigentlich 0 nach der Formulierung. Allerdings kann man natürlicherweise z.B. durch Darmbakterien und entsprechender Ernährung oder durch den Konsum von Fruchtsäften in einen messbaren Promillebereich kommen. Insofern erscheint das nicht praktikabel.
pepre
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

moepens hat geschrieben: Mi 15. Mai 2024, 14:02 Eigentlich 0 nach der Formulierung.
... ist dabei nach derzeitigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand von einer „Alkoholwirkung“ im Sinne des § 24a Abs. 2a StVG wie auch schon beim § 24c StVG erst ab einem Wert von 0,2 Promille Alkohol im Blut oder 0,1 mg/l Alkohol in der Atemluft auszugehen, um Messunsicherheiten und endogenen Alkohol auszuschließen.
Quelle: Hier auf Seite 12 unten.

PS: ich lese immer "kein Alk bei Cannabiskonsum", aber nirgends "kein Cannabis bei Alkkonsum". Hm... 🤔
pepre
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

Großes Mimimi vom TÜV-Verband:
https://www.presseportal.de/pm/65031/5780493
Cannabis-Legalisierung: Mehrheit befürchtet negative Folgen für Verkehrssicherheit
Das ist kein Wunder, wenn man die ganze Zeit hysterische Weltuntergangs-Szenarien in die Welt setzt. - Die Umfrage ist also nur ein Spiegelbild dessen, was der FUD der Prohibitionisten verursacht.

Woher der Wind tatsächlich weht, zeigt das Positionspapier des TÜV-Verbandes:
Im Gegenteil, es führt dazu, dass auffällige Kraftfahrer:innen bei denen ein THC-Wert von bis zu 3,5 ng/ml Blutserum nachgewiesen wird, sich keiner Fahreignungsüberprüfung (MPU) mehr unterziehen müssten.
Ach! :lol: Money, money, money...
pepre
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Re: Debatte THC Grenzwerte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

https://www.cducsu.de/presse/pressemitt ... n-strassen
Die Ampel gefährdet mit der Verdreifachung des Cannabis-Grenzwertes die Sicherheit auf unseren Straßen
...
"Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass sich die Verkehrssicherheit nach einer Cannabis-Legalisierung verschlechtert. Schwere Verkehrsunfälle ereignen sich deutlich häufiger." ... "Verkehrsminister Wissing hat eine Kommission aus Cannabis-Befürwortern zusammengestellt..."
Motto: wenn wir keine Argumente haben, dann erzählen wir einfach mal kackdreist Hirngespinnste!
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