Da kam sich aber einer richtig clever vor, die Umfrage vom DHV gegen sein Anliegen zu verwenden. Fairerweise war ein Link dabei, dessen erste Grafik eindrücklich zeigt, dass der "Krieg gegen Drogen" gescheitert ist.
Intelligenz sollte nun sofort die Frage "Warum?" stellen. Und die Antwort muss der DHV liefern.
Highspeed hat geschrieben:Ich finde die Antwort gar nicht so schlecht. Die bietet ne ganze Menge Angriffsfläche und Diskusssionsgrundlage.
So sehe ich das im Grunde auch. Man hat gemerkt, die Plattform kann genutzt werden um viele Leute zu mobilisieren - der Anonymität wegen. Namentlich trauen sich viele nicht, unser Anliegen zu unterstützen.
Vielleicht könntest du, Nico, da nun beharrlich präzisere Fragen stellen? Wir (und Facebook, auch wenn ich es nicht nutze) sorgen schon dafür, dass die wieder auf Platz 1 kommt.
Gerne darf das auch der Georg machen! *wink*
Eigentlich fällt einem da zu jedem Satz der Antwort etwas konkretes ein, aber mal ein paar Beispiele:
Aussage: "Der Konsum von Cannabis hat insbesondere bei jungen Menschen erhebliches Gefahrenpotential."
Frage: Wie kann Jugendschutz erfolgen, wenn weder ein risikoarmer Gebrauch gelehrt werden darf, Streckmittel durch Schwarzmarkt an der Tagesordnung sind und die wenigen, tatsächlich Suchtkranke, an der Genesung durch Strafverfolgung gehindert werden? DASS konsumiert wird, ist Fakt und unabhängig von Gesetzen (Siehe Mehrheitsmeinung: Krieg gegen Drogen gescheitert).
Aussage: "Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit an einer Regelung, die den Interessen der Patientinnen und Patienten Rechnung tragen soll."
Frage: Welche Krankheitsbilder werden in Zukunft und wann (!) von einer Cannabistherapie endlich profitieren können? Wird Selbstmedikation und Selbstversorgung (bei ggf. unbekannter Diagnose, aber vom Patient versicherter Heilwirkung) weiterhin mit dem Strafgesetz geahndet?
Aussage. "Auch die Vereinten Nationen bewerten die Risiken von Cannabis mittlerweile weitaus höher."
Frage: Erwägt die Bundesregierung rechtliche Schritte gegen Staaten wie Colorado, da sie gegen UN-Richtlinien verstoßen (und damit auch noch auf voller Linie Erfolg haben)?
Aussage: "Deshalb gibt es in Deutschland weiterhin einen sinnvollen Mix aus Prävention, Beratung und Behandlung."
Frage. Wie sieht die finanzielle Verteilung in den Bereichen Prävention, Beratung, Behandlung und Strafverfolgung aus?
...
Das sind nur ein paar Dinge, die natürlich noch beliebig umformuliert werden können.