Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Alles was legal online verfügbar ist, darf hier in Form von Links gesammelt werden. Presse, TV und Szeneartikel
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Auf der fb-Seite des DHV hat Rage Davis (Danke!) auf einen Artikel von "nordbayern.de" aufmerksam gemacht :

" Wenn es nach der Bundesregierung geht, soll es vielleicht schon 2016 für mehr Kranke Cannabis auf Rezept geben. Am Klinikum Nürnberg ist die Freude über diese Nachricht verhalten: Nur die wenigsten profitieren demnach von Cannabis-Präparaten. ...Und für viele könnten sie sogar gefährlich werden...Auch die Gefahr einer Abhängigkeit sei nicht zu unterschätzen.

http://www.nordbayern.de/region/nuernbe ... -1.4173231

Hier wird ein Szenario an die Wand gemalt, wo sich mir die Haare aufstellen. "...die wenigsten...für viele...gefährlich...Abhängigkeit "

Das sind die Wörter, die hängen bleiben !

Geht man auf die Seiten der Schmerzambulanz Nürnberg, kann man nachlesen, welche Medikamente üblicherweise dort eingesetzt werden. Dürfte m.E. aber in fast allen Kliniken Deutschlands so sein.

ab Seite 6 : http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/ueb ... rurgie.pdf

Und das alles soll nicht so gefährlich sein und abhängig machen wie Cannabis ?! :shock:
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Bei "kurier.at" konnte ich erstmals österreichische Kommentare zu dem deutschen Vorstoss finden.

„Ich begrüße den deutschen Vorstoß“, sagt Univ.-Prof. Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz des Wiener AKH. „Wenn herkömmliche Schmerzmittel nicht mehr ausreichen, muss man oft Opioide einsetzen – aber diese haben sehr unangenehme Begleiterscheinungen wie Verstopfung. Cannabis hingegen hat deutlich weniger Nebenwirkungen.“

aber auch

Es gibt aber auch kritische Stimmen: „Ich bin für den Einsatz von Cannabis-Präparaten in Tropfen- oder Kapselform“, sagt Schmerzspezialist Univ.-Prof. Hans-Georg Kress, Leiter der klinischen Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie an der MedUni Wien/AKH Wien: „Aber ich bin gegen den Einsatz von medizinischem Cannabis. Denn auch das Rauchen von Cannabis ist gesundheitsschädlich, das kann ich als Arzt nicht empfehlen.“ Ähnlich argumentiert Univ.-Prof. Michael Musalek vom Anton-Proksch-Institut (API): „Tabletten und Tropfen sollten leichter verfügbar sein, das Rauchen halte ich nicht für zielführend.“


http://kurier.at/lebensart/gesundheit/c ... 11.948.026#
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

WAZ 06.02.2015

Hagener Arzt für Cannabis-Einsatz in der Schmerztherapie

Ein Interview mit Dr. Christian Wolff.

http://www.derwesten.de/staedte/hagen/h ... 14174.html
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Gerd, schau mal, das ist ein paar Stunden vorher veröffentlicht worden :

"Wenn man diesen Joint jetzt also raucht, dann hat das Cannabis eine ganz bestimmte Wirkung auf den Körper. Es macht „high“, wie man dazu sagt. Wenn man in so einen Rausch hineinkommt, dann denkt man nicht mehr so wie vorher, man kann sich nicht mehr so gut erinnern und man tut Dinge, die man so vielleicht nicht machen würde.

http://www.derwesten.de/staedte/hagen/w ... 15473.html

Wie weiss nicht wie, aber beim Lesen hatte ich die Stimme vom Armin (Sendung mit der Maus) im Kopf.

Klingt komisch, ist aber so ;)
Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 826
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von overturn »

Der Armin hätte aber vermutlich gewusst, dass "Marihuana" keine genauere (!) Bezeichnung für Cannabis ist, und es sich dabei auch nicht um die Blätter (!) der weiblichen Pflanze handelt ,) Amüsant finde ich den oft zu lesenden Hinweis, dass man kein Cannabis braucht, um Spaß zu haben. Der Mensch bräuchte auch nicht mehr als Brot und Wasser, um satt/sitt zu werden - zum Glück ist das Leben aber nicht so grau, und das ist auch gut so ,)
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Ich weiß nicht wer Armin von der Sendung mit der Maus ist, hab ich ewig nicht mehr gesehen.
Den Artikel kann nur ein Schülervolontär geschrieben haben, der kurz zuvor eine Präventionsveranstaltung
der Kripo über sich ergehen lassen musste. Ein einziger Witz.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Zum von dir geposteten WAZ Artikel, der dich an Armin erinnerte Aurora, habe ich einen
Kommentar geschrieben:
Der Artikel ist ein journalistisches Armutszeugnis. Menschen, die sich für Cannabis, dessen
Wirkung, medizinisch u. hedonistisch, interessieren, kugeln sich vor Lachen über den stümperhaften
Versuch des Autors, sich mit dem Thema Cannabis zu befassen.

"Wenn man in so einen Rausch hineinkommt, dann denkt man nicht mehr so wie vorher, man kann
sich nicht mehr so gut erinnern und man tut Dinge, die man so vielleicht nicht machen würde."

Das Zitat ist ein Beispiel dafür, dass sich der Autor mit dem Thema höchstens nebensächlich befasst
hat. Es wird die Wirkung von Alkohol beschrieben, nicht die von Cannabis.

Was der Autor zur medizinischen Anwendung zu sagen hat, ist beschämend dürftig. Es gibt
ca. 50 Erkrankungen, bei denen Cannabis sich als hilfreich erweist. Die Dosierungen richten sich
nach Art der Erkrankung. Bei einigen hilft nur eine sehr hoch angesetzte Dosierung in Form von
Cannabis-ÖL. Auch gegen Alltagszipperlein kann der Hanf eingesetzt werden.
Mein Kommentar wurde vom Admin gelöscht. Er sieht Beleidigungen. Eine Kopie ist wieder online.
Mal sehen, wie lange.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Beleidigung sehe ich keine, eher ein "Note 5, setzen". Noch steht deine Antwort bzw. die Textwiederholung (7:55).


"Als diese Woche über Cannabis für Schwerkranke debattiert wurde, veröffentlichten zahlreiche Medien ein Foto: Es zeigt Sabine Martiny. Wir haben sie auf Twitter gefunden und angerufen.

AZ: Frau Martiny, 2014 haben Sie mit einer XL-Packung „Graspirin + C“ auf dem Kopf demonstriert. Jetzt ging das Foto wieder durch zahlreiche deutschen Medien. Wer sind Sie?"


http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... b457d.html
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Der Sonntagmorgen fängt ja "gut" an, Thomasius kommt mit Unkenrufen wieder aus seiner Höhle gekrochen

"Der Hamburger Suchtexperte Rainer Thomasius befürchtet, dass der Vorstoß die Zahl der Medikamenten-Abhängigen weiter erhöhen könnte. Aus Studien gehe zudem hervor, dass die Nebenwirkungen bei Cannabis größer seien als bei Schmerzmitteln, sagte Thomasius."

http://www.nordbayerischer-kurier.de/na ... nnabis-der

Welche Nebenwirkungen, welche Studien ???

Hat der sich schon mal in Ruhe die Beipackzettel von freiverkäuflichen Schmerzmitteln wie Ibu, Aspirin, Diclo und Co. durchgelesen und kennt die Zahl der Todesfälle aufgrund der Einnahme ! ?

Die Seite wurde gelöscht
Zuletzt geändert von Sabine am So 8. Feb 2015, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
Doc_A
Beiträge: 720
Registriert: So 31. Aug 2014, 11:21

Welt 08.02.15 Suchtexperte kritisiert

Beitrag von Doc_A »

http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... ssung.html

Neues vom Experten T. aus HH.

Ich bekomme den Eindruck, daß Herr Thomasius versucht, die Hanfprohibition durch inflationäre Bärendienstleistung kleinzukriegen.

Edit by Vorarim: Hab das Thema mal in den Sticky "Cannabis in der Medizin" verschoben, da es imho in den Themenkomplex gehört.
:shock:
Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 826
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von overturn »

In dem Artikel stecken mehrere nicht uninteressante Feinheiten:

"Medizinisches Cannabis wird nicht als Joint eingenommen, sondern als Tropfen oder in Form von Tabletten" - Es entzieht sich einer tieferen Logik, eine binäre Codierung und Trennung ("medizinisches" vs. "nicht-medizinisches" Cannabis) anhand der Applikationsform anzustellen.

"Aus den wenigen vorliegenden Studien gehe aber hervor, dass die Nebenwirkungen bei Cannabis größer seien als bei den eingeführten Schmerzmitteln." - Ohne genauere Informationen, bleibt das eine bloße, und meines Erachtens falsche Behauptung. Hier lässt sich bereits mit den Arbeiten von Tod H. Mikuriya gegenhalten.

"Als Psychiater schrecke ihn vor allem das Suchtpotenzial auf." - Das sogenannte "Suchtpotential" ist ein uneinheitliches, nicht näher fassbares soziales Konstrukt. Wenn man sich die Literatur anschaut, finden sich ganz verschiedene, mehr oder weniger unbefriedigende Ansätze, dieses näher zu bestimmen. Nicht selten handelt es sich bei den verschiedenen Klassifizierungen und "Rankings" um subjektive Einschätzungen der Forscher selbst, die sich teils auf dürftige Datenlagen beziehen. Auch Nutt et al. ignorieren zum allergrößten Teil - nebst Umweltfaktoren - die Dimensionen Dosis, Dauer und Konsumform.

"Thomasius betont, dass er nichts gegen eine Ausnahmeregelung für Tumorpatienten im Finalstadium habe." - Ohne Worte.

"Abhängige müssten die Dosis immer weiter steigern, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Die Entzugssymptome seien ähnlich wie bei Opiaten. Bei einer dauerhaften Hochdosierung komme es zu einer Schädigung tiefliegender Hirnstrukturen und Gedächtnisstörungen." - Abhängige müssen ihre Dosis nicht kontinuierlich steigern, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das ist ein biophysiologischer Reduktionismus (-> "Rebound"), der zudem Abhängigkeit mit Entzugssymptomen und Toleranz gleichsetzt. Die meisten "Suchtkarrieren" verlaufen fluktuierend, oder lassen sich differenzierter einordnen, wie es beispielsweise die "Typenlehre" des Alkoholismus-Modells der AA versucht ("Spiegeltrinker", etc.). Inwieweit "Hirnschäden" zu berichten sind, wird weiterhin kontrovers diskutiert.

Thomasius vertritt eine angestaubte, konservative Suchtforschung - wenn man das überhaupt als solche bezeichnen möchte.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
docdc
Beiträge: 72
Registriert: Mi 28. Jan 2015, 18:07

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von docdc »

http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... qus_thread

puh... solche leute wie thomasius sind schuld das die jugend keinen jugendschutz bekommt.
seine unqualifizierten aussagen im falle medizin sollte er besser den mund halten. der herr sollte sich mal die beipackzettel der schulmedizin anschauen und sich mal dazu erklären. wir haben mit medikamente in der form zu tun thomasius,
jurnista 4-8 mg
katadolon s long 400 mg
Targin 40 mg/20 mg
abgesehen der vielzahl der medekamente die meine frau und ich nehmen müssen, sind die drei aufgeführten... harmlos, denoch gibt es schmerztechnisch keine wesendliche besserung. aber verschlechterung... wie, ach lesen sie selber unter der jeweiligen nebenwirkungen tabelle auf dem beipackzettel.

außerdem finde ich es anmaßend und verfassungswidrig mich um mein gewollten rausch zu bringen.

ihr könnt schön saufen, wo ich absolut gegen bin bzw. sollte den andernen drogen dann gleichgehalten werden.
aber entzieht wir euch eure biere oder härtere totbringene gesöffe, heißt es es sein genussmittel... haha bei mehr als 70000 toten...
schon mal was von cannabistoten gehört? nein, ich auch nicht.

ich bin dafür alkohol sofort cannabis gleichzusetzen... mit für und wieder, das bedeute gleiche strafverfolgung und erschwernis.

mal sehen was dann los ist.
lasst doch jedem seins. natürlich dann auch mit einem guten jugendschutz.
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die Augsburger Allgemeine erwähnt (mehr ist es nicht, siehe Zitat) zwei Thesen von Thomasius. Auch hier setzt man auf Signalwörter.
Aber man kann kommentieren ;)

"...Thomasius befürchtet, dass der Vorstoß die Zahl der Medikamenten-Abhängigen weiter erhöhen könnte. Aus Studien gehe zudem hervor, dass die Nebenwirkungen bei Cannabis größer seien als bei Schmerzmitteln, sagte Thomasius."

http://www.augsburger-allgemeine.de/new ... 32002.html
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Jetzt äußert sich mal die erste Krankenkasse. Von denen war ja bisher nichts zu hören :

"“Wir sehen die Gefahr, dass der Gesetzgeber über das Ziel hinausschießt”, sagte der Vorstandschef der Deutschen BKK, Achim Kolanoski, dem “Handelsblatt” (Montagausgabe). Auf keinen Fall dürfe die Neuregelung dazu führen, “dass einer Legalisierung der Droge durch die Hintertür Vorschub geleistet wird. Es muss gewährleistet bleiben, dass nur schwer- und lebensbedrohlich Erkrankte legal an den Haschisch-Wirkstoff herankommen.”

Äh Halloo, wir Kranken wollen kein Haschisch, sondern Cannabisblüten, THC, CBD etc. Wenn die kommenden Verhandlungen mit genausoviel Sachkenntnis geführt werden, na dann Gute Nacht. :evil:

http://www.polenum.com/politik_energie_ ... e-bleiben/

http://www.handelsblatt.com/my/kostenue ... 45388.html
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Kurz nochmal zu Thomasius...

Laut der Homepage der Uniklinik Eppendorf sind die Bereiche Sucht/Entziehung, Psychatrie und Jugend-und Kinderpsychatrie getrennt, auch Häuserweise. http://www.uke.de/patienten-besucher/95 ... /95933.php

Schau ich mir die Patientenbewertungen zweier Abteilungen unter "Klinikbewertungen" an, so scheint das in der Praxis nicht so strikt zu sein :

https://www.klinikbewertungen.de/klinik ... sycho#tabs

Nur wenige sind zufrieden mit der dortigen Behandlung....
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Westfälische Nachrichten 9.2.2015

Cannabis als Arznei für Kinder

"Das ist ein sehr schwieriger Weg"

Interview mit Professor Gerd Kurlemann von der Uniklinik Münster.

http://www.wn.de/Muensterland/1876142-C ... eriger-Weg
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Huff.Post 11.02.15

Das Cannabis-Eigenanbau-Verhinderungsgesetz: Warum die Bundesregierung endlich aufhören sollte,
nur gerichtlich erzwungene Verbesserungen vorzunehmen.

Ein Artikel von Franjo Grotenhermen.

http://www.huffingtonpost.de/franjo-gro ... 52830.html
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Der Artikel von "vice" stösst ins gleiche Horn :

"Werden Cannabis-Schmerzpatienten von der Regierung verarscht?
Trotzdem könnten die betroffenen Schmerzpatienten am Ende noch schlechter dastehen als jetzt. Wir haben uns die Aussagen der Politiker mal genauer angeschaut—und haben ein paar gute Gründe gefunden, warum man den großspurigen Ankündigungen von Frau Mortler mit Skepsis begegnen sollte: "


http://www.vice.com/de/read/werden-cann ... arscht-372
Palladium
Beiträge: 195
Registriert: Sa 27. Dez 2014, 08:55
Wohnort: Schwaben <--> México D.F.

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Palladium »

Augsburger Allgemeine (Lokales Dillingen) vom 14.02.2015:

"Marihuana soll mit seiner medizinischen Wirkung für schwerkranke Patienten
in Zukunft leichter zugänglich werden. Das sagen Experten aus dem Kreis dazu."

Cannabis: Droge und Medizin
LIBERATE VOS EX INFERIS
steko
Beiträge: 542
Registriert: So 12. Jan 2014, 10:59
Wohnort: Bayern

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von steko »

Stuttgarter Nachrichten - 15.02.2015 - Cannabis als Heilmittel - Gras auf Rezept

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... d6595.html

"Cannabis kennen viele nur als Droge. Doch es gibt mehrere Medikamente, die Cannabis als Therapeutikum enthalten. Experten aus Wissenschaft und Schmerz-Medizin sehen darin große Therapiemöglichkeiten für chronisch wie auch psychisch kranke Patienten.
..."

Gruß
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. [Mark Twain]
DHV Sponsor aus Vernunft ... warum DU nicht?
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Wie schon gestern in den neuen DHV-Nachrichten thematisiert wurde, das bei Eigenanbau und evtl. sogar den Blüten keine gesetzlichen Hürden abgebaut werden solen, bestätigt mir dieser Artikel :

"Es ist oft eine beliebte Ausrede von Kiffern, wenn die Polizei bei ihnen zu Hause Hanfpflanzen findet: Das daraus gewonnene Haschisch bräuchten sie gegen ihre Schmerzen.Haschisch oder Cannabis hilft in der Tat gegen Schmerzen etwa bei Aids oder Krebs."

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 06,4124025

Besonders die Argumentation von Barmer und AOK zeigen, wo es lang gehen soll.
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Mini-Zusammenfassung mit einigen Fehlern :

http://www.welt.de/print/wams/wissen/ar ... dizin.html
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die "Bayerische Staatszeitung" ist aufgewacht und bringt einen Artikel. Leider werden hier wieder die Befürchtungen bzgl. Eigenanbau bestätigt und ein Horrorszenario aufgebaut :

"Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hat vor Kurzem ein Gesetz angekündigt, das ab 2016 schwerkranken Patienten den Zugang zu Cannabis erleichtern soll. Außerdem sollen die Krankenkassen die Kosten für die Hanf-Behandlung übernehmen. Die Frage nach dem Eigenanbau hätte sich damit erledigt ... „Es ist nicht ganz einfach, eine Abgrenzung hinzubekommen, die nur denjenigen hilft, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen“, so Mortler.
"



Dazu Ärztekammer-Präsident Max Kaplan :"Ich kann bestätigen, dass Cannabis bei bestimmten Indikationen zu einer Verbesserung der bisherigen Therapie beiträgt...Und Cannabis hat ein Sucht-Potenzial, das nicht außer Acht gelassen werden darf."

http://www.bayerische-staatszeitung.de/ ... ezept.html

Es gibt eine Kommentarfunktion ;)
Sabine
Beiträge: 7598
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 09:15

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Dieser Artikel ergänzt auf "vortrefflichste" :evil: den Thread von docdc viewtopic.php?f=57&t=3787

"Cannabis: Keine breite Zustimmung
Geht es nach dem Willen der Regierung, sollen schwerkranke Patienten ab 2016 Cannabis auf Rezept und als Kassenleistung erhalten. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand – bei Politikern, Ärzten und Apothekern. Sie kritisieren die fehlende wissenschaftliche Herangehensweise. "


http://news.doccheck.com/de/77314/canna ... ustimmung/

Können die alle nicht (englisch) lesen ? :roll:
Benutzeravatar
overturn
Beiträge: 826
Registriert: Di 14. Feb 2012, 03:46
Wohnort: NRW

Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von overturn »

Mit Wissenschaft hat das natürlich rein gar nichts am Hut.
Eine allzu laxe Verordnungspraxis könnte Patienten in die Abhängigkeit treiben.
Gab es, vor der Implementierung moderner Drogengesetze und strenger Verschreibungspraktiken mehr Abhängigkeit? Die vielleicht überraschende Antwort lautet: Nein. Wenn überhaupt, ist das Gegenteil der Fall, vor allem wenn man sich am gesellschaftlichen Diskurs orientiert. Zwischen Droge und Individuum läuft nämlich noch eine ganze Menge ab - bspw. Erwartungen, Vorstellungen, Motive. Deswegen beläuft sich z.B. der Anteil der Schmerzpatienten, die tatsächlich von Opioiden abhängig werden, auf einen einstelligen Prozentwert.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Gesperrt

Zurück zu „Medienarchiv“