Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Der lange Weg von der Prohibitions bis zur Entkriminalisierung - und wie geht es weiter?
Jen
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Jen »

hier sind ein paar Texte die ich gefunden hab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Legalisier ... alisierung

http://www.perle-luebeck.de/index.php?id=40

http://www.drogen-aufklaerung.de/argume ... alisierung (schon "etwas" älter aber ich denke viele denken heute auch nicht anders)

EIn Vorschlag GEGEN die Legalisierung: https://www.dialog-ueber-deutschland.de ... dIdea=2913 (wie könnte es auch anders sein, wurde er von Phil geschrieben :roll: )

und dann noch etwas ganz krasses: http://www.airport1.de/thchirn.htm
mit Aussagen wie "Es ist bekanntlich mühselig bis fruchtlos, mit einem Haschischkonsumenten über diese Dinge zu reden. Denn solange der Betroffene auch nur einen einzigen Joint pro Woche raucht, steht er praktisch unter Dauereinfluß von THC und kann nicht, wie andere Leute, "normal" aufnehmen und verarbeiten, was man ihm sagt und was um ihn herum vorgeht."
oder
"Die Kluft zwischen dem Konsumenten psychotroper Drogen, also auch dem Kiffer, und allen Nichtkonsumenten muß sich vergrößern und schließlich unüberbrückbar werden." :shock:
CosmicWizard
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von CosmicWizard »

fireship hat geschrieben:Wundert mich nicht,
diese Kacke kommt von Rechtsnationalen Katholischen Kreisen.
Dazu möchte ich folgendes anmerken: Franz-Josef Strauß hat massiv und Europaweit
Rechtsextreme Gruppen finanziert. Diese Finanzierung erfolgte durch Drogengeschäfte.
Die Verbindungen der Türkischen Grauen Wölfe zur CSU wurden auch von der französischen
Staatsanwaltschaft hinterfragt. In den 80zigern war München der Hauptumschlagsplatz für Heroin.
In diese Geschäfte waren BND und Verfassungsschutz involviert. Die älteren Cannabiskonsumenten
können sich bestimmt daran erinnern das in den 80zigern 100% reines Heroin auf den Markt kam. Das
war für die Fixer die gestrecktes Heroin bis dahin konsumierten natürlich das Todesurteil. Der kalte
Krieg wurde vom Westen fast ausschließlich durch Drogengeschäfte finanziert.
Dem Interessierten möchte ich folgendes Buch empfehlen
Das zensierte Buch - Geschäfte und Verbrechen der Politmafia von Jürgen Roth und Berndt Engler
IBDK Verlag März 1988
Aber wahrscheinlich wird dieses hoch interessante Buch heute nicht mehr erhältlich sein.
Dieses Buch ist auch heute noch hochaktuell oder gerade heute weil es einen ganz anderen
Hintergrund für die Prohibition liefert. Sehr interessante und brisante Lektüre

fIRESHIP
Danke für die Buchempfehlung!
Thomas
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Thomas »

Setze mich schon länger mit dem Gedanken einer Legalisierung
auseinander und habe auch viel Zeit in den Gedanken investiert wie das Verbot zu rechtfertigen ist.
Aber ohne diverse andere Tatsachen zu ignorieren tue ich mir damit immer noch ziemlich schwer.
Bei einer Betrachtung die über den Tellerrand hinausgeht, gibt es immer zu viele Argumente die das eigentliche Argument regelrecht unbrauchbar machen.

Fazit: Wirkliche Gründe dagegen gibt es eigentlich nicht

Den Gedanke an eine drogenfreie Gesellschaft, halte ich zwar für falsch, aber ist für mich immer noch der plausibelste Punkt.
Der hat irgendwie seine Daseinsberechtigung auch wenn ich es nicht teile, die Meinung werd ich keinem Streitig machen.
Es ist sein gutes Recht das zu glauben und zu praktizieren, gibt ihm aber noch lange nicht das recht anderen das aufzunötigen.
sohnderprohibition
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von sohnderprohibition »

Richtige "feind" argumente

1. wirt. Schäden durch Drogenkonsum also das die Leute z.B besoffen zur Arbeit gehen ( in Russland war Alkohol mal 2 Jahre verboten wegen genau diesem Grund) war von einer Leiterin bei den Pfadfinden
das bei alkohol während des verbots mehr konsumiert wird interressierte sie nicht und sowieso kann man dieses argument "ausmerzen"
2. Prävention bringt sowieso nichts also bei einer besteuerung sollte ja das in Prävention stecken
3. cannabis ist nicht in der gesellschaft akzeptiert neues gefahrenfeld

und die allgemeinen wie hemmschwelle runter bzw. falsches signal/ verharmlosung außer den gaaanz dummen wie internationale verträge fallen mir gerad keine ein

sowieso kenn ich kein argument was sich nicht wiederlegen lässt
die argumente hab ich während einer autofahrt mit den pfadfindern aufgesnappt (ich,mein bruder, ein bulle/polizist, stundentin und ein anderer junge als einziger neutral)
als letztes hoffe ich das ihr mein "schreibstil" nachvoll ziehen kann

free the weed and let it grow
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Patrick
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Patrick »

Wurde vllt. schon gepostet, sorry hab mir nicht jeden einzelnen Beitrag angesehen!

Aber das Ist hier der Hammer, nur Lesen wenn Ihr starke Nerven habt!

http://www.konservativ.de/drogen/argument.htm
... Vorsicht frisch gewischt ! ...
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His Master's Voice
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von His Master's Voice »

Hui, dass ist ja wirklich ein Hammer-Text. Auf diesen 2-3 Seiten taucht 87 mal das Wort "Rauschgift" auf. Da war aber ein echter Anslinger am Werk. Krass.
Wir sind Millionen...
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Grashüpfer
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Grashüpfer »

@ His Master's Voice:

Das Wort "Rauschgift" (gerne auch Suchtgift) wird für Cannabis immer gerne von solchen Leuten benutzt, obwohl es nicht der Wirklichkeit entspricht. Ich sehe mittlerweile einen Hang zum wahnhaften bei den Beführwortern einer strikten Prohibition. Vor allem wenn ich teilweise von den Mitteln lese, wie sie beabsichtigen eine solche weiter aufrechtzuerhalten oder noch auszubauen. Das hat bei manchen eindeutig schon etwas krankhaftes an sich, was vielleicht vorher noch eine Fehlinformation war, hat sich dann irgendwann verselbstständigt und schlägt in radikale Ansichten um, die mit Rationaliät nicht mehr das geringste zu tun haben. Dann gibt es wieder welche, die solche Ideen der "Gewaltausübung" fasziniert und die mit auf den Zug springen um ordentlich Dampf abzulassen, die Sündenböcke sind dann halt die Kiffer.
Zuletzt geändert von Grashüpfer am Mi 28. Mär 2012, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
Cannabis legalisieren = den Markt für Erwachsene regulieren!
CosmicWizard
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von CosmicWizard »

---> Todesstrafe für Konsumenten und Händler (und wir leben wieder im Faschismus)
Radulf
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Radulf »

Ich lese gerade dieses Foren-Thema und dachte das passt hier rein.
Diese Zusammenfassung ist nicht mehr ganz frisch aber enthält einiges Material, das von den
Prohis verwendet wird (Viele Zahlen). Der Referent Christoph Möller zitiert in seinen
Veröffentlichungen auch immer wieder Dr. Thomasius. Er gehört anscheinend zum harten Kern
der Cannabis-Gegner innerhalb der Suchttherapeuten-Szene.

http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Richels ... che_10.pdf

Speziel der Cannabis-Abschnitt dürfte interessant sein. Auszug:
(Seite 5)
Exzessive Cannabiskonsumenten sind gesellschaftlich
unauffällig, bedrohen/schlagen in Zusammenhang mit der
Geldbeschaffung im Einzelfall aber durchaus Eltern. Sie
führen im Prinzip ein `Pennerdasein`, kriegen nichts auf die
Reihe, können Entwicklungsaufgaben nicht meistern. Cannabis
verursacht erhebliche kognitive Störungen i.S. von
Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen, die einer
Beteiligung am Schulunterricht entgegen stehen (sie sind
reversibel und bilden sich i.d.R. innerhalb einiger Wochen
zurück). Komorbide Störungen treten hinzu. Die Wahrscheinlichkeit
eine Psychose zu entwickeln ist bei jungem
Einstiegsalter und hochdosiertem Konsum deutlich gesteigert.
Entgegen landläufiger Meinung tritt nach langjähriger
exzessiver Cannabiseinnahme gemäß klinischer Beobachtung
ein Entzugssyndrom auf.

Und dieser Abschnitt ist wohl etwas verunglückt und vermutlich unter Zeitdruck entstanden.
HIer zeigen die scheinheiligen Volksverdummer ihr wahres Gesicht:
(Seite 6)
PC-Sucht
-übermäßiger Medienkonsum
-Macht dick, dumm und gewalttätig.
An den Suchttherapeuten könnte ich voll verzweifeln. Hat es überhaupt Sinn, mit solchen Leuten in Kontakt zu treten?

Von meiner Ausbildung her bin ich selbst Sozialarbeiter mit suchttherapeutischer Zusatzausbildung. Ich weiß schon warum ich als Sozialarbeiter mit den Kollegen und Vorgesetzten mehr Probleme hatte als mit den Klienten, das kann nur zum Teil an mir gelegen haben. Lange ist's her.
schmoki
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Registriert: Di 13. Mär 2012, 12:30

Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von schmoki »

AYAYAYAY!

Bin im Netz auf eine Seite gestoßen an der mal man sein ganzes Repertoire an Argumenten testen kann.
Es gibt dort nur EINEN Diskussionsteilnehmer, der aber wirklich ALLE gängigen Contras aufführt und seine Sätze größtenteils mit:

"Es ist erwiesen,...."
"Es ist allgemein bekannt,......"
beginnt.

Ich weiß leider nicht, wie alt diese Seite ist.

Zeigt mal, was ihr drauf habt.

http://argumentia.de/thema/legalisierung-von-cannabis

P.S. Mein Lieblingsargument von " procontra" ist übrigens:
Cannabis macht süchtig

"Wer kennt sie nicht, die typischen Kiffer? Sie chillen den ganzen Tag zuhause und wollen kaum noch ihre Wohnung verlassen."
lalalala...



Grüße vom schmoki
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His Master's Voice
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Registriert: Do 1. Mär 2012, 16:09

Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von His Master's Voice »

@schmoki
Hab gerade was geschrieben, aber hab jetzt keinen Account da. Wenn Du magst, poste Du für mich, sonst wer mag.

Natürlich auf Pro-Seite:

Wer kennt ihn nicht, den typischen Prohibitionisten. Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, in anderer Leuts Leben herumzuschnüffeln ob die nicht irgendwie was mit Hanf anstellen, wegen dessen man denen die Polizei auf den Hals schicken kann. Da der Besitz oder Anbau von Hanfblüten aber nun leider kein echtes Verbrechen ist und keinem wirklich schadet, muss sich der typische Prohibitionist halt was anderes einfallen lassen, um die Verfolgung irgendwie zu begründen.
Aber wir kennen Ihn, er kommt dann mit Propaganda, Lügen, Märchen, Panikmache, aufgeblasenen Wirklichkeitsverfälschungen und statistischen Manipulationen. Seine Phantasie kennt keine Grenzen. Einige Leute versuchen, die Suchtgefahr der Prohibition kleinzureden, indem sie behaupten der Prohibitionist tue das mit der strafrechtlichen Verfolgung unbescholtener Bürger nicht, um sich daran aufzugeilen, dass er ja im Moment sogar laut Gesetz moralisch überlegen ist, nein, er lasse sie deshalb bestrafen, weil sie alle süchtig sind und sie durch die Strafe von ihrer Sucht befreit werden, außerdem aus Jugendschutz, das zieht am Ende immer.
Wir sind Millionen...
Radulf
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Radulf »

Was sind das eigentlich für Menschen, die Ihren Nachbarn bei der Polizei verpfeifen, weil er ein Hanfplänzchen auf dem Balkon hat :?: Nicht die erste Denunzianten-Generation in Deutschland...
Dîals Tân
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dîals Tân »

BOA.... also ich habe mir bis jetzt alles aufmerksamm durchgelesen was ich gefunden habe, und ich habe auch versucht mir diesen... *nun wie soll ich es elegant ausdrücken :-/* BULLSHIT durchzulesen, aber ich bin nur bis zur hälfte gekommen, das sind keine Argumente sondern lediglich eine samlung von miesen Lügen.
zb. würde ich es zwar nicht empfehlen, aber ich habe eine Bekannte die in *und da bin ich mir sicher* jeder ihrer DREI schwangerschaften gekifft hat und das nicht wirklich wenig, und ich kann dazu nix anderes sagen als das sie drei wunderhüpsche, Inteliegente Kinder bekommen hat. Kiffen macht dich nicht Dumm und lässt auch die Welt nicht untergehen und ich bin so auf 180 das ich wünschte ich hätte jetzt etwas -.- so ein bushit ey...

Ich meine übrigens den ersten Link in diesem Tread ^^

Ich bitte meine Rechtsschreibfehler zu verzeihen die ich sicherlich gemacht habe.
Xardias
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Xardias »

http://youtu.be/R1balCiRD4k

das Video kommt aus dem Anti-Pharmalobby Bereich

passt vll. nicht ganz zum Thema. Wollte aber kein eigenes eröffnen bzw. hab kein passendes gefunden

Frau Dyckmans lässt grüßen ;)
Tom
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Tom »

Wusste teilweise nicht ob ich lachen oder weinen soll...
Das einzige Gegenargument das mir einfällt, wäre das die Arbetislosenquote steigen könnte da einige Polizisten, Richter und Knastwärter vielleicht ihren Job verlieren könnten, da es einfach nicht mehr soviel zutun gibt. Denke ich muss nicht drauf eingehen wie schwammig dieses Argument ist...
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bushdoctor
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von bushdoctor »

Steffen Geyer hat auf seinem Blog sehr schön die "Argumente" der Gegner nochmal zusammengefasst:

Wer legalisiert verliert - Cannabis muss verboten bleiben

Sollte sich jeder nochmal reinziehen und darüber nachdenken, denn SO funktioniert die "Logik" der Prohibitionisten nunmal...
NOCH! ;-)
Dopeworld
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dopeworld »

ich finde den vortrag von Harald Terpe ganz gut:
Einmal abgesehen davon, dass man alle diese Fragen faktenbasiert klar verneinen muss, finde ich sie im Kern irrelevant.

Worauf es mir ankommt, ist: Wir müssen grundsätzlich darüber diskutieren. Sie sind irrelevant, weil die eigentliche Kernfrage lauten muss: Was müssen wir tun, um die Folgen riskanter Formen des Drogengebrauchs für den Einzelnen und die Gesellschaft zu minimieren?

Also nicht „Drogengebrauch, ja oder nein?“, sondern „Riskanter Drogengebrauch, ja oder nein?“ ist die Frage. Sicher sind die von Union, FDP und – wie ich heute gehört habe – SPD befürwortete Drogenprohibition und Repression als Antwort und Lösung gänzlich ungeeignet und gestrig.
http://www.harald-terpe.de/meine-themen ... cking.html
dieser ansatz nimmt vielen argumenten der prohibitionisten zumindest den wind aus den segeln.

auserdem sollte man auch immer den spieß mal rumdrehen:
„Nach so vielen Jahrzehnten ergebnisloser Diskussionen sind wir nicht mehr an Glaubenssätzen, Meinungen und Allgemeinplätzen zur Prohibition interessiert. Wir erwarten Beweise. Für die Vorteile von Prohibition wurde noch kein einziger vorgelegt. Diejenigen dagegen mehren sich von Jahr zu Jahr.“ „.... Ob uns das gefällt oder nicht gefällt, spielt überhaupt keine Rolle. Es sei denn, Suchtpolitik wäre eine Geschmacksfrage.“
Raphael Gaßmann (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Geschäftsführer)

und auf beweise für die vorteile von prohibition pochen.

um wirklich etwas zu erreichen muss sich aber mmn das bild von DROGEN ändern, welches die menschen haben.
auf Streifenwägen der Bayerischen Polizei heißt es: “Stark im Leben ohne Alkohol und Drogen”
hier fängt es an. diese künstlichen trennungen sind es (mauern in den köpfen).
auch die einteilung in weiche und harte drogen ist kontraproduktiv. so gibt es wieder die DROGEN (cannabis, heroin) und alles andere sind GENUSSMITTEL.
man wird über drogenpolitik nie sachlich diskutieren können. solange das bild in den köpfen von drogen sich nicht ändert.

hier noch ein beispiel:
33% aller aufgeklärten Fälle von Gewaltkriminalität werden von Menschen unter Einlfuss von Alkohol begangen. 42% bei -Totschlag und Tötung auf Verlangen.

schon mal deswegen ne meldung wie "teufelszeug etc. macht menschen zu killern. " gelesen? warum nicht?

die linkspartei hat hier (auch wenns politisch wahrscheinlich ein fehler ist) genau den richtigen vorstoß gemacht! mit der legalisierung aller drogen. und der ablehnung von einteilungen wie weiche und harte drogen.
D O P E W O R L D
Dopeworld
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dopeworld »

wie sich zeigt halten politiker von spd, cducsu, fdp vor allem immer noch am abstinenz-dogma fest. wir sollten so gut es geht versuchen das zu durchbrechen!
ein äußerst wichtiger schritt!

Also nicht „Drogengebrauch, ja oder nein?“, sondern „Riskanter Drogengebrauch, ja oder nein?“ ist die Frage.
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M. Nice
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von M. Nice »

Dopeworld hat geschrieben:wie sich zeigt halten politiker von spd, cducsu, fdp vor allem immer noch am abstinenz-dogma fest. wir sollten so gut es geht versuchen das zu durchbrechen!

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sie Angst haben, dass die Bürger das Denken anfangen und sie dadurch Macht verlieren!

" es war einmal ein Land
in dem das denken verboten
nur ein kleiner wicht
befolgte die gebote nicht
er wurde bedrängt er wurde bedroht
denn auf das denken da stand der tod

der könig rief drei häscher
die kamen aus südwest
sie fangen den wicht und nahmen ihn fest
sie banden ihn und schlugen ihn
nahmen sein augenlicht
wie sehr sie auch suchten
wie sehr sie auch fluchten
sie fanden das denekn nicht.

der könig sprach
wer denkt muss sterben
dies leiden
darf sich nicht vererben
dein tod soll dafür werben
dein tod soll dafür werben

die häscher trugen ihn fort

warfen ihn in des flusses lauf
da nahm der wicht sein denken
und schenkte es den wellen
die meere nahmen es auf

das denken fand man bis heute nicht
bis heute nicht
bis heute nicht
bis heute nicht
bis heute nicht..."

Hölderlin, 1972




MfG M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Dopeworld
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dopeworld »

man kann bei manchen leuten so gut argumentieren wie man will. irgendwann fängt die endlosschleife von "drogen sind gefährlich" über "jugendschutz" ung ganz doll "wir brauchen nicht mehr drogen" wieder von vorne an. :roll:

was ist da dann am besten? ignorieren? noch mal von vorne?
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DrGonzo
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von DrGonzo »

Dopeworld hat geschrieben: "drogen sind gefährlich"
stimmt - diese aber unkontrolliert einzunehmen. evtl. gar nicht zu wissen was man da einnimmt, weil es gestreckt ist macht die sache nicht ungefährlicher. ganz im gegenteil. auch werden die konsumenten anders als bei alkohol, tabak, glückspeil oder medikmenten nicht vor nebenwirkungen gewarnt. bei tabak und beim glücksspiel gibt es auch hilfsangebote. dass kann nur so sein, weil es legal ist und beim verkauf mitgegeben wird.
Dopeworld hat geschrieben: "jugendschutz"
im bestehenden system gibt es keinen jugendschutz. der händler führt in den seltensten fällen eine alterskontrolle durch. bei einem legalen markt würden die jugendlichen wahrscheinlich immer noch an cannabis kommen. es gibt aber keine professionellen alkoholdealer auf dem schulhof, weil der markt für illegalen alkohol zu klein ist. der legale drogendealer verkauft in der kneipe und regeln. in der kneipe und im supermarkt funktioniert der jugendschutz (besser). im vergleich konsumieren jugendliche in den niederlanden nicht mehr cannabis als in deutschland.
Dopeworld hat geschrieben: "wir brauchen nicht mehr drogen"
auch richtig - wir haben schon ca. 100 tonnen cannabis im land die derzeit "unkontrolliert" und steuerfrei verkonsumiert werden. alle besitzer werden zu kriminellen gemacht. all dies kostet geld und ab und zu auch mal ein leben im bandenkrieg. deshalb brauchen wir einen kontrollierteren umgang mit drogen. gerade bei cannabis ist die gefahr der substanz kalkulierbar. auch die rahmenbedingungen sollten wir kalkulierbar machen.

...und jetzt hoffe ich, dass du die gegenargumente noch nicht kanntest. sonst hab ich mir hier umsonst die finger wund getippt. :D

Frage von mir: wenn cannabis legalisiert werden würde, würden dann nicht die derzeitigen konsumenten mehr konsumieren?
Für einen rationalen und verantwortungsvollen Umgang mit psychoaktiven Substanzen und Menschen die sie konsumieren.
Vorarim
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Vorarim »

DrGonzo hat geschrieben: Frage von mir: wenn cannabis legalisiert werden würde, würden dann nicht die derzeitigen konsumenten mehr konsumieren?
Das kommt wohl stark darauf an wen du fragst..

Konsument:

Wer heutzutage den lieben langen Tag in "grünem Dunst" schwebt, wird das aller Wahrscheinlichkeit auch weiterhin tun. Aber was genau ändert das Verbot daran? Ausser das es einem ggf. das Leben ruiniert?

Wer nur sporadisch mal einen raucht ( Was imho wohl die Mehrheit ist ) wird evtl geneigt sein mehr zu rauchen, allerdings dürfte hier, wenn mit dem Konsum so offen umgegangen werden kann wie mit dem Konsum von Alkohol, die bei Alkohol bereits vorhandene "soziale Kontrolle" durch Freunde, Familienmitglieder und ähnliches einen Wechsel des Konsumschema vorbeugen können.
Getreu dem Motto:"Solltest du nicht mal etwas weniger Rauchen? Schaden würde es dir sicher nicht."
Imho dürften diese Bedingungen einen kritischeren Umgang mit der eigenen Konsumfrequenz eher fördern.

Noch dazu käme ja auch, dass durch die qualitativere Versorgungssituation keine Vorratshaltung mehr notwendig ist, der sporadische Konsument bei Bedarf seinen sauberen Zehner beziehen kann und gar nicht so viel zu hause haben braucht.
Wer kann es sich nicht ausmalen? Wer ein paar Gramm daheim rumfliegen hat ist eher versucht diese zu konsumieren. Wer von vornherein sagen kann:"Ich will heut nur nen Zehner rauchen, wenn überhaupt.." wird sich wenn sicher erst bei nächster Gelegenheit wieder eindecken.

Cannaphobiker:

"Die werden das Zeug dann tonnenweise Bunkern und rauchen!"
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P.S. Habe ich einen Fehler gemacht? Dann schreibt mir einfache eine PN :)
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dopeworld »

DrGonzo hat geschrieben:...und jetzt hoffe ich, dass du die gegenargumente noch nicht kanntest. sonst hab ich mir hier umsonst die finger wund getippt. :D
macht nichts, ist trotzdem gut zu lesen. ;)
wäre ich jetzt prohibitionist würde ich einfach schreiben:
drogen braucht man gar nicht konsumieren. ohne nachfrage gäbs das angebot gar nicht etc. pp.
:twisted:
DrGonzo hat geschrieben: Frage von mir: wenn cannabis legalisiert werden würde, würden dann nicht die derzeitigen konsumenten mehr konsumieren?
ich denke eher das wär wie bei wein und whiskey die qualität des konsum würde steigen. aber nicht insgesamt die quantität.

PS: aber im ernst jeder der meisten hier kennt doch diese völligen sinnlosen endlosschleifen beim argument-"austausch" mit den "hardlinern". irgendwann hat man doch nur noch das gefühl da läuft ein tonband welches nur noch "nein! basta!" abspielt. im endeffekt kostet das dann doch nur nerven und nützt nichts. oder?
D O P E W O R L D
Dopeworld
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Dopeworld »

Vorarim hat geschrieben:Cannaphobiker:

"Die werden das Zeug dann tonnenweise Bunkern und rauchen!"
http://www.youtube.com/watch?v=MQXXveevkGE
Barney Gumbles Sorgen um den Biernachschub 8-)
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Re: Argumente GEGEN Drogenlegalisierung

Beitrag von Vorarim »

Dopeworld hat geschrieben:drogen braucht man gar nicht konsumieren. ohne nachfrage gäbs das angebot gar nicht etc. pp.
:twisted:
Geht halt nur an der Lebensrealität des Menschen vorbei.. Auf die ein oder andere Weise spielt jeder Mensch mit seiner Wahrnehmung. Der eine mehr, der andere weniger.

Wer mal kleine Kinder beim Spielen beobachtet hat, sofern er sich selbst nicht mehr daran erinnert:
"Im Kreis drehen bis einem Schwindlig wird..", macht ansich absolut keinen Sinn, sorgt aber trotzdem für Freude und Heiterkeit bei den kleinen, was imho auch durch das Argument von Herrn Thompson gestützt wird, dass der Konsum stärker wirkender, psychotroper Substanzen wohl am ehesten als "höherer Blödsinn" ( und jetzt nicht steinigen!) anzusehen ist.

Unterm Strich schlichtweg kein rationales Argument.. oder wer verbietet seinen Kindern seit klein auf solche Erfahrungen zu sammeln, sofern dabei niemand geschädigt wird?

Kleines Edit: Weshalb braucht man heutzutage Autos, die mehr als 130 km/h fahren können? Imho grenzt es an fahrlässigkeit wenn auf einer Autobahn der Bleifuss das Kommando übernimmt, von der dadurch beeinflussten Wahrnehmung des Fahrers ganz zu schweigen (Tunnelblick).. Aber da wir ein Land von Autofahrern sind und dem deutschen sein PS-Bolide heilig ist..
Dopeworld hat geschrieben: PS: aber im ernst jeder der meisten hier kennt doch diese völligen sinnlosen endlosschleifen beim argument-"austausch" mit den "hardlinern". irgendwann hat man doch nur noch das gefühl da läuft ein tonband welches nur noch "nein! basta!" abspielt. im endeffekt kostet das dann doch nur nerven und nützt nichts. oder?
Besonders beliebt scheint mir auch immer das Argument zu sein, dass es "nunmal gegen das Gesetz" ist..
Imho ziemlich naiv und irgendwo auch ziemlich makaber.. Gab in unserem Land ja schon genug Gesetze, bei denen man sich heutzutage fragt, wie es dazu "kommen konnte"..

Man muss sich ja nur mal an die Stasi erinnern..
oder an die Zeit, in der Homosexualität strafbar war..

Nur weil es Gesetzestext ist, macht das etwas Falsches nicht Richtig. Unangenehmerweise sind die Moralvorstellungen vieler nicht-Konsumenten diesbezüglich ziemlich verschoben, ist bei der Medialen Gülle, die verbreitet wird aber auch kein Wunder.
Hanfige Gruesse

Vorarim

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P.S. Habe ich einen Fehler gemacht? Dann schreibt mir einfache eine PN :)
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