ich finde den vortrag von Harald Terpe ganz gut:
Einmal abgesehen davon, dass man alle diese Fragen faktenbasiert klar verneinen muss, finde ich sie im Kern irrelevant.
Worauf es mir ankommt, ist: Wir müssen grundsätzlich darüber diskutieren. Sie sind irrelevant, weil die eigentliche Kernfrage lauten muss: Was müssen wir tun, um die Folgen riskanter Formen des Drogengebrauchs für den Einzelnen und die Gesellschaft zu minimieren?
Also nicht „Drogengebrauch, ja oder nein?“, sondern „Riskanter Drogengebrauch, ja oder nein?“ ist die Frage. Sicher sind die von Union, FDP und – wie ich heute gehört habe – SPD befürwortete Drogenprohibition und Repression als Antwort und Lösung gänzlich ungeeignet und gestrig.
http://www.harald-terpe.de/meine-themen ... cking.html
dieser ansatz nimmt vielen argumenten der prohibitionisten zumindest den wind aus den segeln.
auserdem sollte man auch immer den spieß mal rumdrehen:
„Nach so vielen Jahrzehnten ergebnisloser Diskussionen sind wir nicht mehr an Glaubenssätzen, Meinungen und Allgemeinplätzen zur Prohibition interessiert. Wir erwarten Beweise. Für die Vorteile von Prohibition wurde noch kein einziger vorgelegt. Diejenigen dagegen mehren sich von Jahr zu Jahr.“ „.... Ob uns das gefällt oder nicht gefällt, spielt überhaupt keine Rolle. Es sei denn, Suchtpolitik wäre eine Geschmacksfrage.“
Raphael Gaßmann (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Geschäftsführer)
und auf beweise für die vorteile von prohibition pochen.
um wirklich etwas zu erreichen muss sich aber mmn das bild von DROGEN ändern, welches die menschen haben.
auf Streifenwägen der Bayerischen Polizei heißt es: “Stark im Leben ohne Alkohol und Drogen”
hier fängt es an. diese künstlichen trennungen sind es (mauern in den köpfen).
auch die einteilung in weiche und harte drogen ist kontraproduktiv. so gibt es wieder die DROGEN (cannabis, heroin) und alles andere sind GENUSSMITTEL.
man wird über drogenpolitik nie sachlich diskutieren können. solange das bild in den köpfen von drogen sich nicht ändert.
hier noch ein beispiel:
33% aller aufgeklärten Fälle von Gewaltkriminalität werden von Menschen unter Einlfuss von Alkohol begangen. 42% bei -Totschlag und Tötung auf Verlangen.
schon mal deswegen ne meldung wie "teufelszeug etc. macht menschen zu killern. " gelesen? warum nicht?
die linkspartei hat hier (auch wenns politisch wahrscheinlich ein fehler ist) genau den richtigen vorstoß gemacht! mit der legalisierung aller drogen. und der ablehnung von einteilungen wie weiche und harte drogen.