Sammlung Berlin/Görlitzer Park

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Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"„Wir müssen den Handel kontrollieren“

Friedrichshain-Kreuzberg darf keine Coffeeshops einrichten. Doch das will der Bezirk nicht hinnehmen. Horst-Dietrich Elvers, Autor des Coffeeshop-Antrags, erklärt, was er sich von einem Widerspruch erhofft."


http://www.taz.de/!5264082/
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

Habe diesen Artikel auch unter "Krebs" gelinkt, allerdings gehört der letzte Absatz eher hier rein :

"Ewig wird Cannabis aber nicht mehr auf dem Index stehen. In Hamburg und Berlin sollen demnächst erste Modellversuche mit Coffeeshops starten, wo Cannabisprodukte legal verkauft werden. "

http://www.berliner-kurier.de/news/pano ... 420-seite2

Was weiss der Kurier, was wir nicht wissen ?! :o :shock:
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

""Man schaut einfach weg"

Ein rechtsfreier Raum: Die Gegend zwischen Görlitzer Bahnhof und Oberbaumbrücke in Berlin-Kreuzberg wird von ausländischen Dealern beherrscht. Unsere Autorin Leila Djamila war dort unterwegs
Mittwoch, 6. Januar, 17.30 Uhr, U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof. Schon bei bei Ankunft auf dem Kreuzberger Bahnhof werden aussteigende Fahrgäste angezischt von kaum volljährig wirkenden jungen, nordafrikanisch aussehenden Männern, alle paar Meter. Die Frauen, die im Berufsverkehr aus der U-Bahn steigen, suchen Blickkontakt zueinander, es ist klar, dass die Schlagzeilen der Silvesternacht von Köln in ihren Gedanken sind. Sie gehen eng zusammen in kleinen Gruppen die Treppen hinunter.
Doch den forschen Angeboten der Dealer entkommt hier niemand. Alle müssen durch das Haschisch-Spalier: bunt gekleidetete Touristen mit dem für diese Gegend typischen "Wegebier" in der Hand, Angestellte mit Aktentaschen, türkische Teenager. "Smoking – you want?" – "Kss kss, I have".
...
Unten auf der Straße, im Durchgang zwischen einem Kiosk und einem Imbiss, sind überhaupt keine Deutschen, keine einheimischen Türken mehr zu sehen. Die Fahrgäste meiden den Menschenpulk, der sich hier gebildet hat, rund zwanzig schwarze Männer. Die bis vor ein paar Jahren allgegenwärtigen Punks sind verschwunden. Auf dem Weg zum berüchtigten Görlitzer Park lauern stattdessen alle zehn Meter zwei bis vier Dealer und bieten ihre Ware an.

Die Polizei ist präsent – und bleibt passiv."


http://www.welt.de/print/wams/article15 ... h-weg.html

Ist es wirklich so schlimm ?

Bei diesem und einigen anderen Artikeln im Netz drängt sich mir wieder eine Befürchtung auf, die ich schon in den Meldungen zum IS-Terrorismus erwähnt habe : das diese Kriminalität inklusive Diebstahl und sexuellen Übergriffen von Prohibionisten als Argument für das Bestehen/Verschärfung des Verbotes verwendet wird.
Das das Modell der Legalisierung bei den Rufen nach mehr Polizei und härteren Gesetzen (noch) weniger favorisiert wird, dürfte/könnte eine Folge sein.
Unbegreiflich
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Unbegreiflich »

Befürchtungen kommen da ganz schnell "Aurora". Das ganze ist momentan wirklich heftig.
„Aurora“ schrieb …

Ist es wirklich so schlimm ?
Die Frage ist was man unter “schlimm” versteht.
Viele können das nicht einordnen, wenn man ihnen Drogen auf der Straße anbietet.
Die Leute fühlen sich teilweise belästigt dadurch und junge Leute unter 18, werden natürlich auch angequatscht.
Muss man nicht unbedingt gut finden.
Das Problem dabei ist, dass keine Alternative zu dieser Situation geboten wird.

“Aurora” schrieb …
Bei diesem und einigen anderen Artikeln im Netz drängt sich mir wieder eine Befürchtung auf, die ich schon in den Meldungen zum IS-Terrorismus erwähnt habe : das diese Kriminalität inklusive Diebstahl und sexuellen Übergriffen von Prohibionisten als Argument für das Bestehen/Verschärfung des Verbotes verwendet wird.
Das das Modell der Legalisierung bei den Rufen nach mehr Polizei und härteren Gesetzen (noch) weniger favorisiert wird, dürfte/könnte eine Folge sein.
Bei dem Problem das öffentlichen Drogenhandels, gibt es 3 Möglichkeiten.
1- Man lässt es so wie es ist.
Mit Belästigungen der Passanten (Pss Pss, Hasch, Engelsstaub, Partypillen beste Preise).
Keinem Jugendschutz.
Eventuell verunreinigter Substanzen.
Halt der momentane Zustand.
2- Man sorgt dafür das diesen Straßendealern die Geschäftsgrundlage entzogen wird.
Das bedeutet ein regulierter Verkauf von beispielsweise Cannabis, damit würde sich viel von diesem momentanen Straßenhandel von selbst erledigen.
Dazu hätte man einen Jugendschutz in diesen Einrichtungen und eine anständige Qualität.
3- Null Toleranz und aufräumen!
“Achtung was jetzt kommt ist nicht meine Vorstellung um das Problem zu lösen, man muss sich aber folgendem klar werden”!

Es gab eigentlich niemals einen wirklichen Erfolg gegen den illegalen Drogenhandel, oder das organisierte Verbrechen im Allgemeinen.
Jedenfalls nicht, wenn man in einem demokratischen Rechtsstaat lebt.
Das Kapitel ist dermaßen groß und gut aufgestellt, dass man da mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht gegen ankommt.

Das letzte mal, als es wohl keine (funktionierende) Mafia in Italien gab, war noch mal wann???
Ja genau!
Zur Zeit des zweiten Weltkriegs unter dem Diktator “Mussolini”!

In einem totalitären Staat kann man so etwas durchziehen.
Wer nur im Verdacht steht, in so etwas wie illegalen Drogenhandel (illegale Aktivitäten) verwickelt zu sein, wird dann abgeholt.
Kennen wir ja auch aus der deutschen Geschichte.
Alle die nicht ins Bild passen - Deportationszug, bitte einsteigen.

Mir wird ganz anders wenn ich das schreibe.
Es ist aber leider bittere Realität, dass nur eine Diktatur so etwas im Ansatz beseitigen könnte.
Ist aber auch klar, eine Diktatur hat oftmals gar nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.
Es gibt da ganz straffe Anweisungen von oben und dann wird einfach aufgeräumt, auch wenn man dann mal 10 Leute fälschlicherweise hinrichtet ist nicht weiter wild.
Man geht eben auf “Nummer Sicher”!

Alle die immer nach härteren Strafen schreien - “Wollt ihr etwa in einer Diktatur leben“???

Ich betrachte es eigentlich so das ein Diktator einfach am Schluss der übelste Verbrecher von allen ist, da ist kein Platz für solche Vereine wie die Mafia!
Die werden einfach ausgeschaltet vom System.
Nach dem Motto: Der Diktator ist der oberste Verbrecher und duldet keine Mitspieler.


“Folgen Sie denen nicht” hatte neulich die Kanzlerin zum besten gegeben.
Die Frage ist aber, was für Veränderungen hat denn die Kanzlerin uns anzubieten?
Nichts, Nichts und wieder Nichts!
Man warnt seitens der Regierung vor Stimmungsmache von Rechts.
Auf der anderen Seite verschlimmert man die Situation von Seiten der Regierung täglich.
Ich betrachte das ganze mit wirklicher Sorge.

Auf der einen Seite warnt man vor dem Ruck nach Rechts und auf der anderen Seite sendet man Signale aus, welche so einen Ruck begünstigen.
Viele Politiker von etablierten und demokratischen Parteien gießen Öl ins Feuer mit ihren Aussagen.

Richter “Andreas Müller” meinte ja neulich:
Der Rechtsstaat ist eigentlich gut aufgestellt, auch polizeilich steht Deutschland ganz gut da.
Die bestehenden Richtlinien müssten nur vernünftig eingehalten werden.
Lasst die Kiffer in Ruhe und kümmert euch um echte Verbrechen und zwar im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit.

Ich kann diese Auffassung eigentlich nur teilen.
Das momentane Problem ist das der Rechtsstaat in weiten Teilen komplett versagt.
Die Frage ist wie lange so etwas gut geht?!?

Beim Thema Drogen ist unser Rechtsstaat schon lange am Rande der rechtsstaatlichen Möglichkeiten angekommen!
Das kennt jeder der unter der Repression zu leiden hat.
Es wir oftmals schon nicht mehr wirklich rechtsstaatlich vorgegangen.
Wir befinden uns bei diesem Thema schon seit Jahren am Limit.

Ist die Frage wie das ganze weitergeht.
So auf jeden Fall nicht, die jetzigen Zustände sind unhaltbar.

Entweder wir fangen an auch Drogenabhängige zu integrieren und akzeptieren das in unserem Rechtsstaat oder wir werden halt irgendwann mal wieder eine Totalitäre Führung bekommen.
Dann ist auch ganz sicher Schluss mit “Pss Pss …”!

Warum sollte eine Demokratie (ein Rechtsstaat) überhaupt gegen Drogenkonsum und Selbstversorgung mit 5 Cannabis-Pflanzen vorgehen?
Es gibt keine wirkliche rechtsstaatliche Grundlage die das begründet.

Drogen sind eigentlich ein geringes Problem.
Definitiv nichts gegen das man in diesem Sinne vorgehen müsste.
Die "Verbrecher", welche Frauen belästigen und Leute angreifen müssen hart angepackt werden.
"Knüppel aus dem Sack"!

Ich bitte um:
Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Respekt!

Ich habe Sorgen vor:
Totalitarität, Fremdbestimmung, Diktatur und Unterdrückung!


Wer nun denkt es geht nicht schlimmer und wir leben doch schon in einer falschen Demokratie in der man Fremdbestimmt wird, der wird sich umschauen wenn es denn mal so weit ist und die Demokratie komplett endet.
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

Naja, "schlimm" finde ich es erstmal nicht so, bin aus islamischen Ländern noch aggressivere Vorgehenweisen "gewohnt", um irgendwelche Waren an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Da setz ich dann mein "ägyptisches" Gesicht auf und jut ist bzw. war es bisher so.
Allerdings möchte ich dieses Gebaren hier in D nicht als Alltags- bzw. Dauerzustand haben. Fand es schon im Urlaub mehr als stressig und es ist einer der Gründe, einige Länder nicht mehr zu bereisen.
Wenn die Händler es nicht kapieren, das das Hineinzerren in Läden, am Weitergehen hindern und wüste Beschimpfungen nicht die beste Art der Kundenbindung ist, sorry, nicht mein Problem.

Bin gerade am Überlegen, einen neuen Thread zu eröffnen, weil das ja nur bedingt was mit dem Görlitzer Park und dem Modellprojekt zu tun hat, nur fällt mir noch kein neuer Titel ein.

Taharrush gamea (Vergewaltigungsflashmob), eine in Europa bisher unbekannte Art, um Frauen klein zu halten, erregt und berührt viele Gemüter Europaweit !

Eine Bitte noch an die User hier im Forum :

Beschreibt die Vorkommnisse mit den Frauen nicht nur als Belästigung, das ist eine massive Untertreibung !
Unterdessen kommen ja immer mehr Meldungen zusammen, das dies nicht auf Deutschland begrenzt war/ist, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Finnland etc. vorkam. Auch Schwule waren betroffen.

Und ich gebe zu : ich bin ängstlicher geworden. Das wirkt sich z.b. auf die DHV-Ortsgruppentreffen aus, die in München stattfinden. Da muss ich von ausserhalb in die Stadt fahren und zurück. Wobei mir das Zurückfahren Spätabends am meisten Bauchschmerzen bereitet. In den letzten Monaten konnte ich vermehrt Berichte in den Medien über Überfälle rund um die S-Bahn und den Stationen meiner Linie wahrnehmen.
Und da bei mir ein kleiner Schubser langt, um dauerhaft im Rollstuhl zu landen, wäge ich schon sehr genau ab, ob ich bestimmte Risiken zusätzlich zum allgemeinen Lebensrisko eingehen will. Zumal die Kultur des Eingreifens/der Hilfe seitens unbeteiltigter Personen hier nicht sonderlich entwickelt ist. Viele haben doch Angst, selber eine Anzeige wegen Körperverletzung zu bekommen.


Jetzt lasse ich es erstmal gut sein, wegen den Strafen und Diktatur hätte ich auch noch was zu sagen... aber wie gesagt ein neuer Thread wäre passender. Vielleicht fällt mir noch eine gute Überschrift ein, habe aber auch nix dagegen, wenn das von jemand anderen kommt. Die Beiträge von Unbegreiflich und mir können ja dann verschoben werden.

Edit :

Während ich obiges schrieb, holten mich die aktuellen Ereignisse ein. Genannte Orte befinden sich in näherer Umgebung und Erding ist der Ziel-S-Bahnhof der Strecke, die ich benutzen muss.

http://www.merkur.de/lokales/erding/erd ... 20871.html
Unbegreiflich
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Unbegreiflich »

@Aurora ...

Stimmt!
Das ganze sollte einen eigenen Thread bekommen.
Ich bin schon in der Vorbereitung!
Doc_A
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Doc_A »

Das Ganze sollte einen eigenen Thread bekommen, allerdings nicht im DHV-Forum!

Selbiges ist eine Plattform zum Austausch von Infos und Gedanken zum Thema Cannabis- und übergreifend Drogenpolitik. Off-Topic-Diskussionen möchte ich hier nicht lesen (müssen).
:shock:
Unbegreiflich
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Unbegreiflich »

@Doc_A ...
Klar ist das Off-Topic und es geht gerade weiter.
Ich unterhalte mich aber weiterhin über Cannabis (Drogen).
Das ist mein Anliegen und dafür ist dieses Forum!
(Schau dir sonst nochmal meinen Eintrag genau an)

Das Thema Cannabis, ist aber kein "in sich geschlossenes System".
Da hängt mehr dran.
Oftmals verschwimmen die Grenzen.

Glaubst du wirklich, dass der große Teil des organisierten Verbrechens sich nur mit etwas Cannabis aufhält?
Der Cannabis-Markt wird einfach mit abgedeckt. Das ist oftmals ein winziger Teil.

Wenn man hier im Forum nicht über das Hauptproblem quatschen kann, in diesem Fall
"Organisierte Kriminalität", dann frage ich dich wo man das sonst diskutieren will?

Es geht in diesem Forum um den Meinungsaustausch im Bezug auf einen anderen Umgang mit Cannabis.
Wenn du glaubst, man könne das ganze in andere Bahnen lenken, ohne über das "Organisierte Verbrechen" zu reden, dann täuscht du dich.

Das ist ein richtig heißes Eisen.
Aber da muss man ansetzen, wenn es sich verändern soll.

Worüber will man denn sonst reden?
Über Typen die 5 Cannabis-Pflanzen zuhause haben und sich selber versorgen?

Man muss auch hinterfragen wo das ganze Cannabis herkommt und wie das aufgebaut ist!
Wir sprechen über zig Tonnen Cannabis die jeden Tag in Europa konsumiert werden.
Das ist Big-Business und nur durch eine Staatliche Regulierung kann man den ganzen Sachverhalt verändern.

Sorry Doc_A, ich kann dir da nicht ganz folgen.
Was passt dir im Detail nicht?

Die ganzen Entwicklungen sind unhaltbar und einige denken das man mit einer härteren Gangart, etwas zum Positiven verändern könnte.
Darüber sollte man reden.
Ich persönlich bin für eine Regulierung durch den Staat, damit man diese teilweise komplett undurchsichtigen Systeme endlich durchbricht.
Meine äußerung zu den totalitären Regimen lasse ich auch so stehen, es ist eine Tatsache welche klar ersichtlich aus der Geschichte hervorgeht.
Rechtsstaatliche Mittel kannst du vergessen bei der Eindämmung der gesamten Drogen Geschichte.
Da bleibt auf der rechtsstaatlichen Seite nur die Regulierung!

Ist ein gigantisches Thema.
Gibt fast nix, was man da nicht diskutieren könnte.

Die Polizei ist im Dauereinsatz und verfolgt Kiffer!
Das "Organisierte Verbrechen" macht was es will.
Mitlerweile scheinen teilweise komplett anarchistische Zustände zu herrschen, weil die Polizei Kiffer jagd und sich um Ruhestörungen kümmert, anstatt wirkliche Verbrechen zu bekämpfen.

Darüber werde ich quatschen bis man mich hier sperrt.
Klar hat der "DHV" hier das letzte Wort und die können mich auch ohne weitere Kommentare aus diesem Forum verbannen, sollte dem "DHV" etwas nicht passen.

(Was andere schreiben ist nicht an meiner Tastatur entsprungen. Jeder darf aber seinen Senf dazugeben. Noch dürfen wir miteinander reden)
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

Keine Ahnung warum, aber der gleiche "Welt"artikel ist noch mal erschienen, diesmal aber mit über 60 Kommentaren statt der 2 wie im ersten :


http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... erlin.html
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"
Schlappe für Bezirk
Kontrollierter Cannabis-Verkauf in Kreuzberg erneut abgelehnt

In dem Vorhaben reguliert weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana zu verkaufen, muss der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erneut eine Schlappe hinnehmen.
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg scheiterte erneut mit dem Widerspruch gegen das Verbot des regulierten Verkaufs von Cannabis. Das belegt ein Bescheid des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
...
Nun prüft ein Jurist die Argumente des Bescheids, erst dann entscheidet sich in den nächsten Tagen, ob das Berliner Bezirksamt klagen wird. „Das Verfahren wäre ein finanzielles Risiko, das wir uns nicht leisten können“, gab der Berliner Projektleiter Horst-Dietrich Elvers gegenüber der „Wirtschaftswoche“ bekannt.
...
Die einzige Lösung für die gewünschten Coffeeshops in Berlin wäre die Unterstützung von anderen Kommunen bei der Berliner Klage oder bei der Realisierung des Forschungsprojekts. „Das würde bis zu einer Million Euro kosten. Für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg alleine wäre das völlig illusorisch“, so Elvers."


http://www.bz-berlin.de/berlin/friedric ... -abgelehnt



"Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lehnte auch den Widerspruch gegen eine erste Ablehnung ab, wie ein Sprecher am Donnerstag bestätigte. Die "Wirtschaftswoche" hatte zuvor ein entsprechendes Dokument von Ende Januar auf seiner Internetseite veröffentlicht.
"Der Widerspruch ist unbegründet", heißt es darin. Der Bescheid des BfArM von September 2015 sei rechtmäßig und der Bezirk habe "keinen Anspruch auf Erteilung der beanspruchten Erlaubnis".
Das Projekt Coffeeshop sei auch "nicht geeignet, den Missbrauch von Betäubungsmitteln möglichst auszuschließen". Stattdessen würden mehr Menschen als jetzt angesprochen, Drogen zu konsumieren - nämlich auch die, die bisher den Schwarzmarkt gemieden hätten.
Auch Argumente, Cannabis aus kontrolliertem Anbau sei gesünder, weist die Behörde zurück - und bescheinigt dem Bezirk am Ende sogar noch Schlamperei bei ihrem Widerspruch: Wieder habe es keine genauen Angaben zu Forschungsergebnissen und nur schlagwortartige Ausführungen gegeben. "Ohne ein Mindestmaß an schlüssigen Angaben (...) ist bereits eine Betrachtung auf Plausibilität ausgeschlossen.""


http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... itert.html


Wer hier schlampt und keine schlüssigen Angaben macht, ist ja wohl klar :roll:
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Fast 500 Verfahren wegen Drogenkriminalität am Görlitzer Park

Ein Jahr nach der verschärften Regelung zum Drogenbesitz im Görlitzer Park in Kreuzberg hat die Berliner Justiz deutlich weniger Ermittlungsverfahren eingestellt als zuvor. Seit dem 31. März des vergangenen Jahres wurden nur 354 Verfahren, meist wegen des Besitzes von weichen Drogen wie Marihuana, eingestellt. Allein von Ende November 2014 bis Ende März 2015 waren es 622 Verfahren, die den Görlitzer Park betrafen, wie die Senatsjustizverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mitteilte."


http://www.berliner-zeitung.de/berlin/f ... k-23812384
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

" Bilanz zur Anti-Drogen-Strategie im Görlitzer Park - Null Toleranz, aber wenig Erfolg

Die Anti-Drogen-Strategie im Görlitzer Park hat bisher nur wenig bewirkt. Das geht aus einer Anfrage der Berliner Piraten hervor. Demnach hat die Polizei seit April 2015 zwar rund 54.000 Einsatzstunden geleistet. Eine signifikante Verlagerung der Szene sei aber nicht zu erkennen, heißt es von Innenstaatssekretär Bernd Krömer.
...
Die Polizeipräsenz habe zwar die Verfestigung und Ausweitung des Drogenhandels vehindert, schrieb Krömer - eine signifikante Verlagerung der Szene sei aber nicht zu erkennen. Zwar sei die Szene "verunsichert", schreibt der CDU-Politiker, doch die Maßnahmen der Polizei hätten meist nur eine "temporäre Verdrängung" in umliegende Straßenzüge oder an den Schlesischen Busch zur Folge. "Im Anschluss an erkennbare polizeiliche Maßnahmen ist auch regelmäßig wieder eine Rückkehr der Händlerklientel in den Parkbereich zu beobachten", so Krömer.
...
"Rechnet man die 54.403 Einsatzkräftestunden auf die Tage des Arbeitsjahres, so wurden hier fast 27 Arbeitsjahre verschwendet.""


http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... tegie.html

Ach nee, wer hätte denn das ahnen können ?! :lol:
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

Mit interessanten Video, welches eher mit dem Kotti und Co. zu tun hat, als mit dem Artikel

"Kottbusser Tor: "Wir fürchten uns vor den falschen Dingen"

Was ist gefährlicher als ein Abend am Kottbusser Tor in Berlin? Viel mehr als wir denken, sagt der Risikoforscher Ortwin Renn. Sich zu fürchten sei trotzdem nicht falsch.

Verschärfte Polizeimaßnahmen, Bürger und Ladenbesitzer angeblich in Angst: Der Polizei zufolge hat in Berlin am Kottbusser Tor die organisierte Kriminalität stark zugenommen. Wir haben uns dort nachts umgeschaut."





http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-04 ... koforscher
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Görlitzer Park
Schönes Wetter zieht mehr Drogendealer an

Der verstärkte Kampf gegen die Drogenkriminalität im Görlitzer Park zeigt aus Sicht der Berliner Staatsanwaltschaft Wirkung. Seit November 2014 seien 153 Verurteilungen wegen Betäubungsmitteldelikten erreicht worden, sagte Oberstaatsanwalt Günter Sohnrey der Deutschen Presse-Agentur. 144 Täter seien zu einem Freiheitsentzug verurteilt worden. Weitere Verfahren seien noch offen. Die Verurteilungsquote liege bislang bei 94 Prozent.

„Die Konzentration auf den Görlitzer Park bringt etwas - das ist schon ein Erfolg“, sagte Sohnrey. Ziel sei, vor allem Drogenhändlern das Handwerk zu legen. Durch die verstärkten Kontrollen im Park sei die Zahl der Ermittlungsverfahren um knapp 40 Prozent gestiegen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft seien seit November 2014 genau 195 Haftbefehle wegen Drogendelikten erlassen worden.

Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte ziehen an einem Strang, wie Staatsanwalt Henning Baller ergänzte. Acht Staatsanwälte ermittelten vorrangig zu Delikten in dem Kreuzberger Park. Es gehe fast nur um Marihuana."


http://www.berliner-zeitung.de/berlin/g ... n-24021322


Was nun das momentan schönere Wetter mit den Zahlen zu tun hat, bleibt wohl ein Geheimnis des Verfassers ... :roll:
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overturn
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von overturn »

Die Beobachtung, dass bei schönem Wetter mehr Menschen in den Park gehen, halte ich für überaus trivial ;P
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Masterplan veröffentlicht Entwicklungshilfe für den Görlitzer Park

Nach langer Diskussion gibt es jetzt ein "Handlungskonzept" für den Görlitzer Park. Was davon umgesetzt werden kann? Mal sehen.

Als großer Wurf kommt es daher, das „Handlungskonzept Görlitzer Park“. Nach monatelangen Diskussionen zwischen Initiativen, Anwohner, sozialen Trägern und dem Bezirksamt wurde es jetzt öffentlich gemacht. Auf 50 Seiten wird beschrieben, was derzeit falsch läuft im Görlitzer Park und wie er wieder zu einem lebenswerten Ort für alle Nutzer werden kann. Einige Vorhaben wie einen Parkmanager einzustellen oder Eingangsbereiche zu verbreitern, sind schon auf dem Weg, andere Wünsche müssen noch auf ihre Tauglichkeit und vor allem Finanzierbarkeit geprüft werden.

Konzept-Präambel:

„Es geht uns dabei nicht darum, den Charakter des Parks grundsätzlich zu verändern. Der Görli ist in seiner Art einmalig und wird, ob wir wollen oder nicht, der Rowdy unter den Berliner Parks bleiben. Was wir wollen,
ist ein Ort, den eine große Mehrheit der Kreuzberger*innen wieder als ihren Park betrachtet.“
...
Der Park ist für alle da, die ihn derzeit nutzen, niemand soll verdrängt werden, heißt es im Konzept. Also auch nicht die Dealer, betrunkene Partygänger oder Roma–Familien, die im Sommer dort campieren. „Zu den problematischen Verhaltensweisen gehören vor allen Dingen das Urinieren und Koten im Park und das Hinterlassen von Abfällen und Gegenständen wie Matratzen und Mobiliar.“ Bislang gebe es nur punktuelle Hilfe für diese Gruppen. Künftig sollen sich drei Sozialarbeiter gezielt um sie kümmern und durch Projekte wie gemeinsames Kochen „nachbarschaftliche Kontakte“ fördern. Auch den Dealern, in der Regel Flüchtlinge, soll aktiv Hilfe und Beratung angeboten werden."


http://www.tagesspiegel.de/berlin/maste ... 50660.html


"So sauber wie nie

Die Berliner Stadtreinigung macht jetzt im Görlitzer Park sauber. Sonst ist alles wie immer, nur gedealt wird etwas dezenter. Nun gibt es ein neues Handlungskonzept.
...
An den Eingängen und Kreuzungen im Park warten Afrikaner auf Kundschaft. Wer sich mit suchendem Blick nähert, bekommt wispernd Cannabis angeboten. In Windeseile wechseln Geld und Tütchen den Besitzer. Alles ist wie immer. Nur die Geschäftsanbahnung wirkt nicht so aufdringlich, wie in den letzten Jahren. Das mag daran liegen, dass die Polizei im Hintergrund Präsenz schiebt.

Ständige Kontrollen indes sind keine Lösung für die vielschichtigen Probleme im Görli. Eine aus Anwohnern, Kiezrat und Verwaltungsmitarbeitern bestehende Arbeitsgruppe hat sich deshalb Gedanken gemacht, wie sich die Situation – ohne Polizei – verbessern lässt. „Handlungskonzept“ nennt sich das Papier, das am heutigen Donnerstag im erstmals öffentlich vorgestellt wird. Es ist davon auszugehen, dass die Maßnahmen, die die AG vorschlagen wird, im Einzelnen nicht neu sind."


http://www.taz.de/!5310429/
Ernst Berlin
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Ernst Berlin »

So jetzt werde ich auch hier mal meine Beobachtung am Görli wieder geben. Ich war vor zwei Wochen an einem Sonnigen Samstag mit meinem Fahrrad am Görli unterwegs. Im Hinteren Teil, wo es richtung Neukölln, Treptow geht, stehen schön verstevkt die Afrikanischen Dealer, in der Mitte drei gut gefüllte Polizeiwannen, am Hauptnebeneingang, wo sich sonst die Dealer auf die Bänke setzten, stand ausserhalb auf dem Gehweg ein Tisch und darauf Bier und andere Getränke, Alkohol überwiegte dabei. Im Park waren, sehr angehnem, Familien, Paare, Kinder, Hunde, Fahrradfahrer und mit sicherheit jede Menge Konsumenten, zumindest roch es danach. Ab und an konnte man suchende sehen, manche haben schnell gemerkt wo die Dealer sind, einige aber sind schmollend wieder abgezogen. Erinnert hat mich das ganze schauspiel an den Englischen Garten in München wo vor dem Monopterus auf der Wiese Hasch und Weed verkauft wurde. Rundherum Parkbesucher, Bier aus dem Biergarten und von illegalen fliegenden Händlern erworben. Polizei die es immer wieder versucht das treiben zu unterbienden. Dort geht das seit Jahrzenten und es wird auch für immer so sein. Also, warum gibt man es nicht frei, wenn es doch regeln gibt und sogar für das illegale treiben. Auch hier gibt es verhaltensregeln und hält man sich daran, schaut die Polizei auch mal in die andere richtung.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Polizei findet kiloweise Marihuana für Görlitzer Park

Berliner Zivilbeamte haben bei einem 28-jährigen Mann mehrere Kilo Marihuana gefunden, die zum Verkauf im Görlitzer Park bestimmt waren. Sie stellten den mutmaßlichen Drogendealer am Mittwochabend in der Edisonstraße in Oberschöneweide. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Verdächtige zu dem Zeitpunkt auf dem Weg zu einer Verabredung, offenbar um Drogen zu übergeben."


http://www.rbb-online.de/panorama/beitr ... -park.html

Ich vermute mal, das deshalb keine Engpässe entstehen werden.
Ernst Berlin
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Ernst Berlin »

Aha, stand da auf dem Weed Görli? Oder woher wollen die wissen für welchen Markt das vorgesehen war? Muss ja jemand geredet haben.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Wird der Mauerpark zum neuen Görli?

Die Pankower Piraten schlagen Alarm. Im Mauerpark werde immer aggressiver gedealt, sagen sie. Statt Polizeikontrollen fordern sie eine Legalisierung von Cannabis.

Die Drogenszene vom Görlitzer Park zieht in den Mauerpark um. Das glaubt jedenfalls Jan Schrecker von den Pankower Piraten. Bei Twitter schlug der Fraktionsvorsitzende der Piraten in der Bezirksverordnetenversammlung jetzt Alarm. In einem Blog seiner Partei schreibt er außerdem: "Wenn ich heute durch den Mauerpark laufe, bemerke ich immer mehr Menschen im Park, die mich ansprechen. 'Brauchste was?', heißt es da. Das war früher anders und vor allem dezent, nicht so aufdringlich." Mittlerweile gebe es eine ganze Gruppe, die im Mauerpark ihr Revier abstecke, so Schrecker weiter. Für ihn sind seine Beobachtungen klare Indizien dafür, dass sich die Drogenszene von Görlitzer Park in den Mauerpark verlagert. "Wenn es im Görlitzer Park problematisch wird, verzieht sich die organisierte Kriminalität in andere Stadtgebiete."

Die Polizei kann das nicht bestätigen. "Einen vermehrten aggressiven Drogenhandel können wir im Mauerpark nicht feststellen", sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. "


http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezir ... 00394.html

https://www.piratenfraktion-pankow.de/w ... la-goerli/
Ernst Berlin
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Ernst Berlin »

Der zieht nicht um, der erweitert sich.
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Berlin-Neukölln
Wird die „Weiße Siedlung“ zu Berlins neuem Drogen-Hotspot?
...
„Seit die Polizei am Görlitzer Park und am Kottbusser Tor gegen Dealer durchgreift, verschärft sich bei uns die Lage“, sagt Ralf Gilb (57), Projektleiter der mobilen Jugendarbeit „Outreach“.
...
Die Polizei kennt die Situation, hat ihre Kontrollen verschärft.
...
Helfen fast tägliche Razzien wie am Görli und Kotti?

Neuköllns Jugendstadtrat Falko Liecke (43): „Was wir hier brauchen ist ein Kontaktbeamter, dessen Schwerpunkt hier in der Siedlung und deren Umfeld liegt. So einer ist besser als jeder Hundertschaft.“"


http://www.bz-berlin.de/berlin/neukoell ... en-hotspot

Bei geänderter Gesetzeslage bräuchte es noch nicht mal den einen Kontaktbeamten, zumindest nicht für die Verfolgung von Dealern.
Sabine
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

"Soll Berlin die Drogendealer im Görlitzer Park offiziell dulden?

Der Bezirk möchte, dass die Drogendealer künftig im Görlitzer Park etwas dezenter ihre Waren anpreisen sollen. Diepgen und Momper fragen sich, ob das der richtige Weg ist.

Eberhard Diepgen: Nein, das wäre ein rechtsfreier Raum
....
Walter Momper: Ja, Berlin duldet die schon lange
..."


http://www.bz-berlin.de/allgemein/soll- ... ell-dulden



"Im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg sollen Drogendealer künftig offiziell integriert werden. Ein neues 55seitiges „Handlungskonzept“ von Sozialarbeitern, Anwohnern und Mitarbeitern des Bezirksamtes plant die gezielte Ansprache von Dealern, ihre Drogen „weniger bedrängend und aggressiv“ anzubieten. Interkulturelle „Parkläufer*innen“ sollen die „Kommunikation grundsätzlicher Verhaltensregeln“ übernehmen und Konflikte schlichten. Sozialarbeiter sollen sich zudem um psychisch auffällige Personen, campierende Zigeunerfamilien und die größtenteils aus Westafrika stammenden Dealer kümmern und durch Projekte wie gemeinsames Kochen „nachbarschaftliche Sozialkontakte“ fördern.
...
Die Berliner CDU kritisiert die Vorschläge als „Bankrotterklärung“ und fordert statt dessen Null-Toleranz bei Drogen und Drogendealern. „Es kann und darf keinerlei Verharmlosung und Entkriminalisierung der Dealer geben. Der beschriebene Weg, die Dealer als Teil der ‘community’ anzusehen, widerspricht allem, was einen Rechtsstaat ausmacht“, erklärten Florian Graf, Vorsitzender der CDU-Fraktion, und Kurt Wansner, CDU-Innenexperte und Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Bezirk. „Dealer müssen nicht angesprochen werden, ihr Geschäft auf irgendeine vertretbare Weise durchzuführen. Dealern muß die rote Karte gezeigt werden. Sie gehören nicht zu Friedrichshain-Kreuzberg und nicht zu unserer Stadt.“
...
Bereits im Juli hatte der Vorschlag des amerikanischen „Künstlers“ Scott Holmquist, dem unbekannten afrikanischen Drogendealer ein Denkmal zu errichten, für Diskussionen gesorgt."


https://jungefreiheit.de/politik/deutsc ... tegrieren/

Ekelhafte Kommentare gibts zuhauf, z.B. diese hier, aber bei dieser Zeitschrift wundert das mich eh nicht

"Schon in den 20er Jahren, als unser Land schon einmal am Boden lag, sang man "Der Mann mit dem Koks ist da", da schnitten sich Frauen die Haare ab und die Männer hüllten sich in Frauenkleider, die Kunst entartete. kennt einer den Schmutzfilm "Cabaret"? Die heutige Zeit erinnert mich daran. Es muß jemand her, der wieder Ordnung schafft, denn es herrscht Chaos und alle machen mit."

"Schimpansen haben einen ähnlichen IQ wie Neger."
Doc_A
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Doc_A »

"Schon in den 20er Jahren, als unser Land schon einmal am Boden lag, sang man "Der Mann mit dem Koks ist da", da schnitten sich Frauen die Haare ab und die Männer hüllten sich in Frauenkleider, die Kunst entartete. kennt einer den Schmutzfilm "Cabaret"? Die heutige Zeit erinnert mich daran. Es muß jemand her, der wieder Ordnung schafft, denn es herrscht Chaos und alle machen mit."

Glücklicherweise sind "wir" ja in den darauffolgenden 1000 Jahren von diesem drittklassigen österreichischen Kunstmaler gerettet worden. Danach herrschte wieder Ordnung in Deutschland. (Wenn man von dem bizzele Bauschutt in den Städten absieht...). Well done!!
:shock:
Sabine
Beiträge: 7598
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Re: Sammlung "Görlitzer Park"

Beitrag von Sabine »

""So, Bürgermeisterin, räum die Dealer weg"
Drogen, Gentrifizierung, Autonome: Die Konflikte im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird es bald in der ganzen Stadt geben, sagt Monika Herrmann.
...
ZEIT ONLINE: Die große Zahl an Dealern in der Nähe der Partyzonen sowie Raubüberfälle und ein Konflikt mit autonomen Hausbesetzern beschäftigen viele Anwohner. Geht der Bezirk nicht gerade kaputt?

Herrmann: Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Seismograf für die Metropole Berlin. Wir haben hier alles gebündelt und auf einmal: Lebensentwürfe von der Wagenburg bis zum Penthouse. Was wir erleben, sind die Spannungen, die dadurch entstehen. Und das wird Berlin in den nächsten Jahren in Gänze erleben. Auch die Auseinandersetzung mit dem Tourismus wird bald andere Stadtteile erreichen.
...
Herrmann: Wir können etwas tun, aber nicht so viel, wie wir gerne würden. Als Bezirk sind wir zum Beispiel mit einer Sicherheitsarchitektin der Polizei durch den Görlitzer Park gegangen. Auf ihren Hinweis hin haben wir Sichtachsen geschaffen und die Büsche runtergeschnitten, das Licht verstärkt. Aber die Hauptaufgabe liegt bei der Polizei – und die ist dem Land unterstellt. Die altbekannten Berliner Polizeieinsätze: Druck auf einen Ort machen, Razzien, weg – das funktioniert nicht mehr. Außerdem fehlt Personal. Ich wünsche mir mehr Polizeipräsenz und Sichtbarkeit, in Uniform, zudem mobile Polizeiwachen. Das habe ich auch schon öfter mit dem Innensenator von der CDU besprochen. Passiert ist wenig.

ZEIT ONLINE: Eine linke Grüne, die mehr Polizei in einem Kiez fordert, der traditionell ein gespanntes Verhältnis zu den Beamten hat. Das ist interessant.

Herrmann: Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal dahin komme, aber ich finde, wir können den Dealern nicht die Plätze überlassen. Ich habe vorgeschlagen: Lasst uns, statt die kleinen Dealer hochzunehmen, lieber deren Verstecke ausmerzen und die großen Drogenlager. Ich habe vorgeschlagen, Drogenhunde einzusetzen, mit Unterstützung der Bundespolizei. Aber das Land verweist auf nicht ausreichende Kapazitäten. Wir haben als Bezirk also einiges versucht.
...
Herrrmann: Wenn wir ehrlich sind, können wir nicht sagen: Das schaffen wir ab, und zwar in einem halben Jahr. Hier existiert knallharte mafiöse Kriminalität. Da wird so viel Kohle verdient, und die Jungs, die da verkaufen, sind nur am Ende der Kette. Da kommst du nicht weiter mit Sozialarbeitern und dem Ordnungsamt. Da braucht es eine groß angelegte Strategie. Leider ist die Zusammenarbeit mit dem CDU-geführten Innensenat so schwierig, aber das wird sich nach der Abgeordnetenhauswahl ja hoffentlich ändern.

ZEIT ONLINE: Ihre Kritiker sagen, dass diese Erkenntnis zu spät gekommen ist, es im Bezirk lange als schick galt, auch Drogengeschäfte zu dulden.

Herrmann: Ich bin seit August 2013 Bürgermeisterin und seitdem fordere ich ein härteres Durchgreifen. Grundsätzlich finde ich: Unsere restriktive Drogenpolitik funktioniert nicht mehr. Deshalb habe ich 2013 auch den Antrag auf kontrollierten Verkauf gestellt. Länder wie die USA zeigen gerade, dass die kontrollierte Abgabe von Marihuana funktioniert. Die Konservativen behaupten, ich will alles freigeben und man müsse sich Sorgen um die Kinder machen. Aber freier als im Moment kann man es nicht organisieren. Jeder kann Drogen kaufen, auch ein Zehnjähriger. "


http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ahl-gruene

Und was geschieht, wenn es solch ein Wahldebakel der Grünen und Linken wie in MV gibt?
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