Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

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Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Cookie » Sa 24. Nov 2018, 14:26

Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Examining the potential of cannabis in addressing the opioid overdose crisis and other substance use disorders is a top priority for Dr. M-J Milloy, a recognized leader in the field of epidemiology and the first Canopy Growth Professor of Cannabis Science at the University of British Columbia. Initially, this professorship will lead clinical trials to explore the role cannabis can play in helping people with opioid use disorder stay on their treatment plan.


https://www.canopygrowth.com/wp-content ... _FINAL.pdf

Fand ich doch recht spannend - eine Professur für Cannabis Wissenschaft wurde ausgelobt!
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BUMMBUMM
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 24. Nov 2018, 16:33

well done englische sprache.
aufgrund der explizisierenden wortarmut klingt diese schlagzeile wie eine zeitungsente.

Aber Meinungsmache die subtiler nicht sein könnte, mit Geld ^^
This professorship was established through funding from Canopy Growth and the Province of British Columbia.
The Province invested $500,000 to the BCCSU in support of research leading to solutions to the overdose crisis.
Canopy Growth is contributing $2.5 million to UBC and BCCSU to establish the Professorship and create an
enduring legacy of research through the Canopy Growth Cannabis Science Endowment Fund.
Also das bundesland wollte lösungen zum gallopierenden opioid-mißbrauch und hat dafür der uni 500k aufn tisch gelegt, daraufhin hat canopy groth einen Lehrstuhl finanziert (mit 2,5mio) dessen name "Canopy Growth Professor of Cannabis Science" lautet und deren erste Untersuchung darüber handelt, wie Cannabis eine Lösung für den gallopierenden opioid-mißbrauch sein könnte.
und schon klingts wieder wie eine Zeitungsente oder wie die traurige wahrheit.

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Martin Mainz
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Martin Mainz » Sa 24. Nov 2018, 18:01

Wieso denn traurige Wahrheit? Eher Lobbyismus normal.
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 24. Nov 2018, 22:43

hey nur weil es gängig, etabliert, anerkannt, systemkonform oder normal ist, muss ich es nicht mögen und kann es als traurigen auswuchs des kapitalismusses betiteln.

das streben nach wissen wird nicht durch gesunden menschenverstand oder neugier getrieben sondern nur durch gewinnstreben. zivisilatorisch gesehn ein facepalm aber dafür gibts regelmäßig neue coole hightechwaffen. waffen verkaufen sich halt immer :mrgreen:

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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Cookie » So 25. Nov 2018, 07:13

Du vergisst die andere Seite: Ohne so viel Kapitalismus keine Professur.
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Martin Mainz
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Martin Mainz » So 25. Nov 2018, 07:59

Dass Streben nach Wissen wird getrieben durch den Wunsch, die eigene Lage zu verbessern. Das galt auch schon bevor es unser modernes "Geld" gab. Aber ich würde die reine Neugierde auch nicht außen vor lassen.

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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Cookie » So 25. Nov 2018, 08:33

Martin Mainz hat geschrieben:
So 25. Nov 2018, 07:59
Cookie: Auch im Kommunismus gibt es Lehrer
Ja, da bin ich bei Dir, und ich will das auch gar nicht gut heißen... aber Tatsache ist, dass der Antrieb, der vom Geld her stammt, wesentlich "effektiver" ist.
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Sunspriker
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Sunspriker » So 25. Nov 2018, 13:40

Cookie hat geschrieben:
So 25. Nov 2018, 08:33
Martin Mainz hat geschrieben:
So 25. Nov 2018, 07:59
Cookie: Auch im Kommunismus gibt es Lehrer
Ja, da bin ich bei Dir, und ich will das auch gar nicht gut heißen... aber Tatsache ist, dass der Antrieb, der vom Geld her stammt, wesentlich "effektiver" ist.
Vielleicht kann ich dir ja mal meine Seite aufzeigen, denn ihr habt beide recht.

Ich mache gerade meinen Doktor an der XX Universität in dem ich auch Forschung betreibe. Ich selber war noch nie korrupt und habe noch nie irgendwelche zwielichtigen Menschen vor meiner Haustür stehen sehen. Aber das mit dem Geld stimmt. Der Grund dafür ist aber, dass Forschung im 21. Jahrhundert einfach extrem teuer ist.
Es ist nicht wie früher im 19. oder 20. Jahrhundert wo du theoretisch mit Haushaltswaren Forschung betreiben kannst. Die moderne Forschung ist extrem teuer. Maschinen können locker mal bis zu 1M € kosten (ehr die Ausnahme) und es ist auch sehr aufwendig und zeitaufwendig. Da reichen die "normalen" staatlichen Zuschüsse an Universitäten bei langem nicht mehr aus.

Wisst ihr, es gibt immer und überall korrupte Menschen, auch in der Forschung, auch wenn ich das aus moralischen Gründen niemals machen würde! Ich kann verstehen, dass Leute sich von Firmen einlullen lassen. Stellt euch mal vor jemand kommt zu euch und sagt "Wenn du das und das schreibst, bekommst du von uns 200.000€" (im Extremfall). Ganz ehrlich, jetzt mal Hand aufs Herz, das klingt doch verlockend oder? Was hast du schon zu verlieren?
Und für mich grenzt Hardcore-Lobbyismus schon fast an Korruption. (Veröffentlicht die Studie nur, wenn sie uns gefällt. Ansonsten verbrennt sie!)

Aber ganz ehrlich, so wie ich das mitbekommen habe ist das die Ausnahme. Ich persönlich kenne niemanden der das gemacht hat. Der Punkt ist einfach, dass Forschung sehr sehr teuer ist und heute im großem Stile ohne finanzielle Hilfe kaum noch möglich ist, weshalb sich Universitäten gerne an Unternehmen wenden. Diese haben aber auch ihr eigenen Erwartungen an das Projekt ;)

Der "Kapitalismus" bietet da einfach mehr Möglichkeiten und hat auch seine Vorteile. Es ist nicht immer alles schwarz weiß. Beide Wirtschaftssysteme habe Vor- und Nachteile. Ich mag es nicht wenn man den Kapitalismus oder den Kommunismus verteufelt. Eine Mischung aus beidem wäre perfekt aber leid fast unmöglich.
Ich muss aber zugeben, ich bin mit der Sozialen-Marktwirtschaft relativ zufrieden.

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Zuletzt geändert von Sunspriker am So 25. Nov 2018, 23:20, insgesamt 4-mal geändert.

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Martin Mainz
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Re: Professor of Cannabis Science announced to research the role of cannabis in opioid overdose treatment

Beitrag von Martin Mainz » So 25. Nov 2018, 17:15

Ich meine mit Lobbyismus auch nicht Korruption, das ist nochmal was ganz anderes und Forschungsergebnisse zu "erkaufen" ist generell falsch und unmoralisch und rein profitorientiert.

Wenn eine cannabisafine Firma offiziell und öffentlich eine Proffessur sponsort, why not. Solange das bekannt ist, hab ich nichts dagegen. Ist aber auch nur meine private Meinung.

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