Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Wo kann Cannabis als Medizin helfen, welche Erfahrungen wurde mit spezifischen Medikamenten gemacht?
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Cookie »

Hmmm, lecker ;). Ich könnt mir vorstellen, das geht auch nicht-medizinisch ganz gut :mrgreen:!
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Hans Dampf
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Hans Dampf »

Cookie hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 12:51 Hmmm, lecker ;). Ich könnt mir vorstellen, das geht auch nicht-medizinisch ganz gut :mrgreen:!
Vermutlich ja, kommt aber auch drauf an welche Sorte.
Mich selbst drücken 2Stückchen von Cannamedical Indica oder Tilray ganz schön ins Bett ohne dass ich noch großartige High-Effekte hätte. Aber das kennt wohl jeder regelmäßige Nutzer/Patient.

Das mit den 4g ist eine sinnvolle Größe um die Schokolade nicht zu sehr mit Brösel zu fluten.
Meist nehme ich auch weiße Kuvertüre her, dann sieht man besser ob es gut gemischt ist.

Und als Deko mitmischen bzw. am Ende drüberstreuseln Gojibeerrn, Kornflakes oder was man sonst so gerne mit der Schokolade hat :mrgreen:

Das Verfahren ist meiner Erfahrung nach ausreichend genau um ähnliche Dosen zu erhalten
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Cookie
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Cookie »

Hans Dampf hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 14:57 Mich selbst drücken 2Stückchen von Cannamedical Indica oder Tilray ganz schön ins Bett ohne dass ich noch großartige High-Effekte hätte.
Ach, manchmal nehme ich das auch nur zum Ein- oder Durchschlafen, aber High-Effekte habe ich da immer noch, wenn auch nicht lang... neulich hatte ich "zum Geburtsag" einen Kuchen gebacken bekommen, der war heftig, aber klasse... am Schluss war ich bei einem viertel der "besagten Menge", war immer noch "gut breit" und vor allem konnte ich schlafen als würde ich nix anderes machen ;).
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Hans Dampf
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Hans Dampf »

Cookie hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 16:19
Hans Dampf hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 14:57 Mich selbst drücken 2Stückchen von Cannamedical Indica oder Tilray ganz schön ins Bett ohne dass ich noch großartige High-Effekte hätte.
Ach, manchmal nehme ich das auch nur zum Ein- oder Durchschlafen, aber High-Effekte habe ich da immer noch, wenn auch nicht lang... neulich hatte ich "zum Geburtsag" einen Kuchen gebacken bekommen, der war heftig, aber klasse... am Schluss war ich bei einem viertel der "besagten Menge", war immer noch "gut breit" und vor allem konnte ich schlafen als würde ich nix anderes machen ;).
Ein bisschen Anfluten, ein bisschen Abheben, ja. Aber so heftig verballert sein, Lachflashes und ähnliches wie zu Zeiten als es Cannabis (illegal) nur alle paar Wochen gab schon lange nicht mehr.

Schön dass es bei dir noch einschlägt :mrgreen:
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Cookie
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Cookie »

Hans Dampf hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 16:45 Schön dass es bei dir noch einschlägt :mrgreen:
Ja, das ist schön :D. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie die Wirkung weniger werden soll, aber vielleicht ist es "medizinisch" auch ne andere Nummer... sicher gibt es eine Gewöhnung, aber es wird nicht "mehr" um stoned zu sein ab irgend einem Punkt. Das erscheint mir eher eine Einbildung wenn man alleine ist. Kenne ich auch, aber spätestens wenn Besuch da ist, wird es klar.
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huppi
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von huppi »

ACM-Mitglied hat geschrieben: Sa 15. Feb 2020, 20:52 Die Methode mit Alkohol ist umständlich und auch nicht ungefährlich. Ich würde mir das nicht antun, nur um wenige Prozent mehr Wirkstoffe rauszulösen. Erst recht nicht, wenn die Kasse sowieso die Kosten übernimmt.
Danke für Dein Feedback! Für mich las sich der Prozess eigentlich (neben des großen Nachteils, dass es eben deutlich gefährlicher ist) als eher einfacher, bzw. zeitlich weniger aufwändig.
Ein anderer Vorteil den ich vermutete wäre, dass die Terpene besser/vollständiger erhalten bleiben könnten. Aber ich denke, ich werde so oder so weiterhin die Öl-Methode verwenden. Bin mit dem Ergebnis am Ende ja auch zufrieden.

Deine Methode, ohne separate Decarboxylierung im Ofen vorab, werde ich auch mal testen.

Hans Dampf hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 12:24 Derzeit 4g Cannabis granuliert 1h bei ~110 Grad Celsius decarboxyliert.
Dann 200 g Biokuvertüre langsam(!) erwärmen und unter ständigem Rühren schmelzen lassen.
Dann das C dazu, kurz untermischen und in zwei Tafelformen gießen. Dazu eher die mit dicken Stücken kaufen (wenn du willst suche ich den Link)

Abkühlen lassen und im Gefrierschrank oder Kühlschrank lagern.
Das klingt auch ganz gut. :)
Cookie hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 17:19 sicher gibt es eine Gewöhnung, aber es wird nicht "mehr" um stoned zu sein ab irgend einem Punkt. Das erscheint mir eher eine Einbildung wenn man alleine ist. Kenne ich auch, aber spätestens wenn Besuch da ist, wird es klar.
Bzw. grundsätzlich, wenn man sich in ungewohnten Situationen wiederfindet. So ist es zumindest bei mir.
Was mir aber tatsächlich regelmäßig, auch in gewohnter Situation, zu einem merkbar veränderten Rausch-Effekt führt ist, wenn ich die Sorte wechsle.
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Hans Dampf
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von Hans Dampf »

Cookie hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 12:51 Hmmm, lecker ;). Ich könnt mir vorstellen, das geht auch nicht-medizinisch ganz gut :mrgreen:!
Hat sich wohl bewahrheitet. Danke fürs Ausprobieren :mrgreen:
Bratwurscht
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Vollspektrum Extrakt DIY?

Beitrag von Bratwurscht »

Moin, Moin!

Im Moment bin ich noch Selbstzahler. Daher möchte ich gerne einen Vollspektrumextrakt versuchen selbst erstellen. Eigentlich komme ich mit Argyle recht gut klar am Tag. Jedoch könnte ich auf den Highpeak bei inhalation (Vapo) verzichten. Ein langsames anfluten, ohne das halbstündige High am Anfang, und anschliessend ein Plateau wäre mir ganz recht. Deshalb möchte ich versuchen mir aus 5g Argyle eine Vollspektrumextrakt herzustellen.

Hierzu bräuchte ich eine Anleitung, wie ich das am besten mache. Gerne auch als link oder Verweis aufs Forum. BTW würde ich mich auch grundsätzlich für Cannabis Rezepte interessieren.

Besten Dank
Eure Bratwurscht
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Re: Vollspektrum Extrakt DIY?

Beitrag von Cookie »

Zum Vollspektrum Extrakt kann ich Dir erst mal nix sagen, aber zu "Rezepten" schon: viewtopic.php?f=11&t=9360
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reman
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Re: Wie einfach (verdünntes) medizinisches Öl herstellen?

Beitrag von reman »

Hy leute🙋‍♂️ ich hab ein Problem ich habe das cannabis jetzt mit Alkohol gemischt ,gefiltert und bis zu 90°C
im kochtopf den alkohol verdampfen lassen auf ca 4h zum schluss war es cremig und hab noch den restlichen alkohol durch schwenken verdampfen lassen jetzt ist es so eine pulvriges granulat was mit unter bisschen ölig ist aber nicht in einer spritze zu füllen.....

jetzt meine frage kann ich mir ein CBD Öl kaufen das dazumischen und in einer Spritze füllen und als RSÖ verwenden?

oder lieber mit olivenöl verdünnen?
👍
Vielen Dank im voraus
Sameroney
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Cannabis Tinktur

Beitrag von Sameroney »

Hallo Leute,

ich habe mal eine Frage zum Thema Konsumform von Cannabis. :-)

Bei mir ist es so, dass ich ein absoluter Nichtraucher bin und auch Vaporisieren scheidet aus.

Ich möchte Cannabis gerne über die Magenschleimhaut aufnehmen und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Bislang habe ich das Cannabis immer im Backofen decarboxyliert, das heißt bei 45 Minuten ca 110 Grad “gebacken” und danach ist es aktiviert.

Ich habe es dann sehr klein gegrindet und mit einer Kapselmaschine eingekapselt.

Die Wirkung ist echt super, das Einzigste was ich nun verbessern möchte ist, dass das Cannabis bei der Darreichungsform doch sehr lange braucht um überhaupt zu wirken und dann auch sehr lange wirkt.

Wenn ich jetzt bspw. eine Kapsel morgens nehme, dann dauert das locker mal 2-3 Stunden bis diese ihre Wirkung voll entfaltet hat und im Prinzip wirkt das Ganze dann auch locker mal ein - zwei Tage bei mir.

Wenn ich die Kapsel weglasse wird es dadurch kaum beschleunigt.



Beim Vaporisieren hatte ich halt früher immer den Vorteil dass es nach 10 Minuten wirkte und auch man dann auch schon nach 5 Stunden wieder nüchtern war.

Ich bin jetzt am überlegen, wie Cannabis schneller vom Körper aufgenommen werden kann, aber trotzdem weiterhin über die Magenschleimhaut resorbiert wird.

Wie wäre es denn mit einer Tinktur…? :-)

Weil was flüssig ist wird vom Körper definitiv schneller aufgenommen, oder?

Wenn ich einen Kaffee trinke wirkt das Koffein auch deutlich schneller so, als wenn ich die Bohnen kaue.

Hat jemand von euch eine brauchbare Anleitung für eine Tinktur? :-)

Hat sich jemand mal damit beschäftigt?

Oder gibt´s noch ganz andere Tipps zu der Sache?

Wünsche euch einen schönen Sonntag und bin dankbar für jeden Tipp,

Johannes
moepens
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von moepens »

Wenn das Ziel der First-Pass-Effekt ist dann dürfte die schnellste und wirkungsstärkste Aufnahme für den Hausgebrauch eine ölige oder alkoholische Tinktur in einem Zäpfchen sein, das man sich rektal einführt...

Noch schneller ist hydrophil modifiziertes THC (https://patents.google.com/patent/US20180206518A1/en für Enthusiasten oder https://azuca.co/).

Beides kommt für die meisten Anwender vermutlich nicht in Frage.

Ich hatte früher oft in Öl gelöstes aktiviertes Cannabis (100 Minuten im Wasserbad bei Siedetemperatur, siehe https://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7726 & https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... 878#p48878) in 00-Kapseln verwendet, aber auch da hatte ich das Wirkungsmaximum erst nach 2h. Da tut es für mich persönlich auch AVB.

Eine Strategie den Effekt zu stoppen wäre übrigens die Einnahme von CBD, vielleicht ist das am praktischsten ;)
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FraFraFrankenstein
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Nach der Legalisierung wird es hoffentlich künstliches 11-Hydroxy-THC als Spray geben. Das wäre wohl das schnellste Mittel.

EDIT: Ach du liebe Güte! Das gibt es schon. :lol:
https://www.lgcstandards.com/DE/de/tran ... 1088.03-01


CBD ist kein Antidot zu THC. Es mildert den Rausch nur ein wenig, wirkt antientzündlich und antipsychotisch.

FraFra
Zuletzt geändert von FraFraFrankenstein am So 22. Mai 2022, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
moepens
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von moepens »

CBD wirkt als Antagonist/inverser Agonist an CB2. Darum könne bspw. medizinisch erwünschte Effekte moduliert oder auch umgekehrt werden.
pepre
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von pepre »

Speziell weiß ich nichts dazu. Aber allgemein ;) Zumindest bei oraler Aufnahme mit Hausmitteln.

Zuerst: über die Magenschleimhaut wird gar nichts aufgenommen. Damit etwas ins Blut kommt muss es in den Darm.

Wenn du willst, dass etwas schnell aufgenommen wird, so verpacke es leicht verdaulich. Cannabiniode sind lipophil, sie binden an Fett. Damit das Fett (Butter zB) schnell aufgenommen wird, musst du etwas beimengen, was der Körper schnell aufnimmt. Da bietet sich Zucker (Raffinade) an. Noch leicht verdauliche Kohlenhydrate (Feinbackmehl) dazu... et voilà. Im Prinzip also so etwas wie zu fetten und süßen Butterplätzchenteig (ohne Ei). Ein TL Rum o.ä. würde auch nichts schaden, der beschleunigt auch die Aufnahme. - Das Zeug essen, dann etwa 5 Minuten waren, damit die Magensäfte das auflösen, und dann ein Glas warmes oder heißes Wasser hinterher trinken, damit der Magen das schnell in den Darm weiter transportiert. Lecker Tee geht auch.

PS: wenn der Geschmack wurst ist, so geht eine klassische Tinktur. Hanf in Alkohol (30-40%) ziehen lassen. Bei Raumtemperatur 24h, bei 45°C weniger (ca 2h, aber es gehen mehr Cannabinoide dabei hopps). Abseien durch ein feines Sieb (kein Filterpapier!). Falls man den Wirkungseintritt beschleunigen will, so schluckt man die Tinktur nicht, sondern behält sie im Mund. Dann wird sie von der Mundschleinhaut aufgenommen und gelangt erheblich schneller ins Blut. - Eine alkoholische Tinktur läßt sich konzentrieren: man läßt den Alkohol schlicht verdunsten. Je niedriger die Temperatur dabei ist, desto mehr Wirkstoffe bleiben erhalten. Wie gesagt: schmeckt recht grauslich... aber Zucker hilft etwas...
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FraFraFrankenstein
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von FraFraFrankenstein »

pepre hat geschrieben: So 22. Mai 2022, 14:55 Speziell weiß ich nichts dazu. Aber allgemein ;) Zumindest bei oraler Aufnahme mit Hausmitteln.

etwas wie zu fetten und süßen Butterplätzchenteig (ohne Ei). Ein TL Rum o.ä. würde auch
Wieso ohne Ei? Im Eigelb ist Lezitin enthalten, was die Aufnahme auch verstärkt und beschleunigt. Sojalecitin aus der Drogerie geht auch.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
pepre
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von pepre »

FraFraFrankenstein hat geschrieben: So 22. Mai 2022, 15:49 Wieso ohne Ei?
Weil Ei der Haltbarkeit eines ungebackenen Teiges abträglich ist. Außer man steht auf Salmonellen. - Wenn man eh Butterplätzchen backt geht es natürlich auch mit Ei. Aber bei Backtemperatur gehen eben wieder Cannabinoide flöten...

Da es um eine schnelle Aufnahme geht ist beim Rohteig der Zucker der primäre Treiber. Lecithin ist da eher subdominant ;-)
Zuletzt geändert von pepre am So 22. Mai 2022, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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M. Nice
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von M. Nice »

Du kannst auch die Einnahmezeit ändern. Wie gewohnt, jedoch nicht am Morgen, sondern einfach vorm schlafen gehen, einnehmen.

MfG
M. Nice
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Freno
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von Freno »

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer alkoholischen Cannabis-Tinktur nach Kneipp - es ist ein ganz einfacher "angesetzter" Kräuterschnaps, bei mir 2-3 g Cannabis auf 0,5 l Wodka mit mindestens 40% Alkohol. Wodka hat mir ein Apotheker geraten: er ist der reinste, nicht-medizinische Alkohol und für solche Extraktionen völlig ausreichend. Mindestens 40% stammt von Kneipp - je mehr, desdo besser.

Ich gieße ca. 0,05 l von dem Wodka in ein Glas ab, fülle das grob zerkleinerte Cannabis mit einem Trichter in die Flasche und dann wieder Wodka nach bis knapp unter den Verschluß. Der Rest gibt 1 Wodka-Lemon. Die Flasche steht an einem dunkelen Ort in der Wohnung. Die Tinktur ist nach 48 h verwendbar, sollte aber normal 14 Tage ziehen und dabei 1-2 x täglich aufgeschüttelt werden. Ich habe aber festgestellt, daß die Extraktion ca 3 Monate anhält. Nach den 14 Tagen schüttele ich sie aber nur noch alle 1-2 Wochen mal auf. Deswegen bleibt das Cannabis bei mir auch ewig in der Flasche, aus der ich mit so einem Spritzenset ( Spritzen bis 20 ml, langer Schlauch, stumpfe Kanülen usw) in 50 ml - Tropfflaschen mit Pipette umfülle. Flaschen mit Pipette und Spritzensets gibt's via Amazon für je unter 10 €. Erst ganz am Ende der Flasche sollte man flitrieren.

Diese Tinktur wird bei mir zur Stimmungsaufhellung und Angstlösung (ich habe eine sehr komplexe psychische Störung als Langzeitfolge massiver infantiler Traumata) und hatte vor Ausbruch des für mich intrusiven (meist spricht man inkorrekt von "Retraumatisierung") Corona-Wahnsinns völlig ausgereicht, seither muß ich zusätzlich inhalieren - ich bin ohnedies Raucher. Aber auch da reichen mir 3 g medizinisches Cannabis plus 4-6 g "CBD-Kraut" aus dem Shop pro Quartal aus. Die Tinktur nehme ich heute nur noch, um die Inhalation zu verstärken oder in "Rauchverbots-Zonen".

Meine frühere Einzeldosis betrug 3 Tropfen, heute sind es meist 5-8. Die Wirkung hat sich nach ca. 10 min entfaltet und ist besonders gut in Coffeinhaltigen Getränken: Tee und Kaffee dürfen durchaus heiß, Cola etc. eiskalt sein. Man kann aber auch direkt auf die Zunge tropfen. Die Wirkung hält, wie beim Inhalieren, ca. 3-4 h an und klingt langsam aus. Dann kommt eben die nächste Einzeldosis.

Ein Weg, Cannabis so einzunehmen, daß eine "Retardwirkung" erreicht wird, also mit einer Einzeldosis längere Wirkungsdauer als 3-4 h erzielt wird, ist mir nicht bekannt.

0,5 l dieser Tinktur haben bei mir für ca. 15 Monate gereicht. Die großen Vorteil meiner Tinktur sind, daß eine Rauschwirkung nicht eintritt, je nach Bedarf sehr fein dosiert werden kann und die Alltagsfähigkeiten bei der v.g. Dosierung voll erhalten bleiben. Die Einnahme aus den braunen "apothekenmässigen" Tropffläschchen ist sehr diskret und praktisch überall möglich. Die Tinktur kann auch unproblematisch überall hin mitgenommen werden, ist gegen Hitze oder Kälte unempfindlich. Ein einziges Mal wurde ich im Zug von einem neugierigen Mitreisenden gefragt: "Was ist denn das ?" Meine Antwort mit strengem Blick: "Meine Tropfen!" - "Achso."

Höhere Dosierungen meiner Tinktur - ich habe es mal ausprobiert - von 15-20 Tropfen führen zu einer sehr starken Sedierung, man kann einschlafen davon. Als (Ein-)Schlafmittel ist diese Tinktur deshalb auch durchaus geeignet. Sie muß aber sicher verwahrt werden - ein "Doppelter", von einem Unwissenden als Schnaps auf ex gekippt, würde wohl binnen 10 min zur Bewußtlosigkeit führen.

Es kommt aber darauf an, welche Dosierung man gegen welches Krankheitsbild benötigt. Im Netz habe ich von wesentlich höher konzentrierten Tinkturen gelesen, also weitaus mehr Cannabis im Alkohol beim Ansatz. Erfahrungen damit habe ich jedoch nicht. Natürlich spielt auch die Cannabis-Sorte eine große Rolle. Da kann man nur letztlich nur herumprobieren.

Wenn die Verfügbarkeit von Cannabis gegeben ist, sind Probeansätze etwa zu 50-100 ml Wodka in kleinen Schraubgläsern leicht zu realisieren.
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von pepre »

Freno hat geschrieben: Mi 25. Mai 2022, 21:15 Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer alkoholischen Cannabis-Tinktur nach Kneipp - es ist ein ganz einfacher "angesetzter" Kräuterschnaps ...
Sehr schön beschrieben, Freno :)

Ja, manchmal sind die alten Rezepte die besten. Der Vorteil bei der Langzeit-Tinktur ist, dass viel mehr Cannabinoide gelöst werden; neudeutsch hieße das wohl "ganzheitlicher". Gerade die schwerer löslichen Cannabinoide sind idR jene, die uns ins Sofa drücken. Und es ist wirklich wichtig, dass wenig Licht in die Tinktur kommt (Standort, Braunglas).

Leute mit viel Zeit und Muse können sich auch an einer Mazeration bei Raumtemperatur probieren. Eine geschickte Kombination von Ölen, Fetten und Alkohol zieht nochmal eine ganze Menge mehr an Inhaltsstoffen aus den Pflanzen. Das Mazerat wird dann mit Alkohol verdünnt (Haltbarkeit, Handhabbarkeit).
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von pepre »

Freno hat geschrieben: Mi 25. Mai 2022, 21:15 Ein Weg, Cannabis so einzunehmen, daß eine "Retardwirkung" erreicht wird, also mit einer Einzeldosis längere Wirkungsdauer als 3-4 h erzielt wird, ist mir nicht bekannt.
Ein einfache Möglichkeit wäre, dass man nach den Tropfen ein ballaststoffreiches Essen zu sich nimmt und dieses mit einem Keks krönt. Wenn die Wirkung der Tropfen abklingt setzt die Wirkung des Kekses ein. Et violà. ;)

Man könnte sicherlich auch irgendetwas mit Kapsel-Hüllen hintricksen. Aber da hängt es doch sehr vom Essen ab, nach welcher zeitlichen Verzögerung sich die Kapsel auflöst.

Ein Pharmazeut könnte sicherlich auch etwas kreieren, was mehrere zeitliche Stufen der Freisetzung hat. Aber da geht es schon sehr ins Professionelle. Mit Hausbräu-Tinkturen ist das sicher nicht mehr machbar ;)
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Re: Cannabis Tinktur

Beitrag von Freno »

Ich sehe für eine Retard-Wirkung bei der Cannabis-Tinktur auch keine Notwendigkeit - wie gesagt, sie kann immer und überall eingenommen werden und leicht ständig am Mann getragen werden, die Dosierung "nach Bedarf" angepasst werden und man kann auch, wenn eine Einzeldosis nicht ausreichte, "einen obendrauf setzen".

Aber was bei mir und meiner beabsichtigten psychotherapeutischen Wirkung in meinem konkreten "Fall" richtig und zielführend ist, kann bei anderen Krankheitsbildern und "Fällen" keine hinreichende Wirkung erzielen.
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THC Wirkungsdauer verkürzen bei oraler Aufnahme

Beitrag von Sameroney »

Hallo Leute,
ich hatte hier vor wenigen Wochen schon mal einen ähnlichen Beitrag gepostet, es geht darum, dass ich die Aufnahme und die Wirkungszeit von Cannabis in meinem Körper verkürzen möchte.
Ich kann aus verschiedenen Gründen weder Raucher noch vaporisieren und habe bislang Cannabis immer im Backofen decarboxyliert, gegrinded und dann das Pulver einfach runtergeschluckt.
Die Wirkung ist gut und intensiv, aber leider geht sie viel zu lange.
Es kann einfach nicht sein, dass es drei Stunden dauert bis es anfängt zu wirken, nach einem halben Tag erst die vollen Wirkung entfaltet hat und man am nächsten Tag immer noch komplett bekifft ist.

Ich wünsche mir eine Wirkungsweise wie beim Rauchen oder vaporisieren, sodass man wirklich relativ schnell die Wirkung spürt und sie aber auch nach ein paar Stunden wieder vorbei ist.
Ich bin dann auf die Idee gekommen eine Öl-Tinktur herzustellen, da war die Wirkungszeit dann leider noch länger, Öl ist ja ein Fett und wird sehr langsam vom Körper verarbeitet.
Ich verstehe garnicht warum das überhaupt so ist, wenn ich einen Kaffee trinke, dann nehme ich das Koffein ja auch in Form von einer Flüssigkeit auf, es wirkt nach 10 Minuten und nach fünf Stunden ist die Wirkung vorbei.
Warum geht das denn bei THC nicht…?
Habt ihr eine Idee für mich, wie ich zu einer Lösung kommen kann, die ich selbst herstellen kann?
Fühle mich da echt ein bisschen verzweifelt. :-P
Lieben Gruß,
Johannes
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Re: THC Wirkungsdauer verkürzen bei oraler Aufnahme

Beitrag von Cookie »

"Wirkungsweise wie beim Rauchen oder vaporisieren" ist unmöglich, da Du eine andere Einnahme wählst, und die führt zu 11-Hydroxy-Δ9 THC durch Metabolismus. Das wirkt nun mal intensiver und länger ;).
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