Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Mrkus
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Mrkus »

Natronika hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 17:45 halt uns auf dem laufenden ! weiß leider auch nicht wie das ist aber mich würde es auch interessieren, viel glück !
Mache ich :)
Ich habe da eben angerufen, aber die Dame konnte mir nur ein bisschen weiterhelfen.
Sie hat gesagt, ich musste bei der Zulassungstelle eine Änderung der Fragestellung der MPU anfragen.
Sie wird mich aber morgen nochmal anrufen, und mir mehr Informationen geben!
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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz »

Hab noch mal ein bisschen rumgelesen: https://hanfverband.de/nachrichten/news ... teilnehmen
Gesetzliche Grundlage hierfür ist der §14 der Führerscheinverordnung. Da pflanzliches Cannabis aus der Apotheke rechtlich anderen, verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln wie zum Beispiel Ritalin, Valium oder Benzodiazepinen gleich gestellt ist, gelten hier auch die gleichen Regeln – ungeachtet der Darreichungsform. Handelt es sich um medizinisches Cannabis, darf die Fahreignung wie bei allen legal verordneten Drogen nur bei einem „missbräuchlichen Konsum“ angezweifelt werden. Der wiederum liegt nicht vor, solange ein Patient nur standardisiertes Apotheken-Cannabis genau nach Verordnung einnimmt.
Problem ist, daß bis zum Rezept ein „missbräuchlichen Konsum“ vorliegt, da kein Apotheken-Gras, da kein Rezept. Geht es aber um den Mißbrauch in der Zukunft, sollte mit Rezept die Frage des Trennvermögens nicht mehr relevant sein und somit muss auch keine Abstinenz nachgewiesen werden. Die Führerscheinstellen wehren sich allerdings mit Händen und Füßen gegen diese Auffassung.
Mrkus
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Mrkus »

Martin Mainz hat geschrieben: Mo 16. Nov 2020, 18:38 Hab noch mal ein bisschen rumgelesen: https://hanfverband.de/nachrichten/news ... teilnehmen
Gesetzliche Grundlage hierfür ist der §14 der Führerscheinverordnung. Da pflanzliches Cannabis aus der Apotheke rechtlich anderen, verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln wie zum Beispiel Ritalin, Valium oder Benzodiazepinen gleich gestellt ist, gelten hier auch die gleichen Regeln – ungeachtet der Darreichungsform. Handelt es sich um medizinisches Cannabis, darf die Fahreignung wie bei allen legal verordneten Drogen nur bei einem „missbräuchlichen Konsum“ angezweifelt werden. Der wiederum liegt nicht vor, solange ein Patient nur standardisiertes Apotheken-Cannabis genau nach Verordnung einnimmt.
Problem ist, daß bis zum Rezept ein „missbräuchlichen Konsum“ vorliegt, da kein Apotheken-Gras, da kein Rezept. Geht es aber um den Mißbrauch in der Zukunft, sollte mit Rezept die Frage des Trennvermögens nicht mehr relevant sein und somit muss auch keine Abstinenz nachgewiesen werden. Die Führerscheinstellen wehren sich allerdings mit Händen und Füßen gegen diese Auffassung.
Genau.
Danach sollte eigentlich nur ein ärztliches Gutachten gemacht werden, um zu gucken ob die Krankheit an sich die Teilnahme am Straßenverkehr ausschließt.
Außerdem soll ein Gespräch geführt werden, ob bei dem Patienten ein illegaler Konsum auszuschließen ist.

Die Frage ist dann, wie du schon gesagt hast, ob die Führerscheinstelle/Zulassungstelle das dann auch so zulässt, oder sich wehrt und das Wiedererlangen eines Führerscheins untersagt.
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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz »

Viel Glück!
TK27
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Cannabis Patient nach positiver Verkehrskontrolle

Beitrag von TK27 »

Hallo meine lieben, wurde vor einiger Zeit bei einer Verkehrskontrolle positiv auf Cannabis mit 7 nanogramm getestet.
Kurz (3 wochen) später wurde ich Offiziell vom Arzt und Psychologen zum Cannabis Patienten.
Nun muss ich bald zum MPU-Psychologen. Mein Anwalt kann mir hierbei nicht wirklich helfen da er zu mir sagt ich darf nur 1 Nanogramm haben. Warum das? Bei anderen Medikamenten sagt man auch nicht du darfst nur so oder so viel haben, meine Fahrtüchtigkeit muss ja nur bestehen !

Was tut der MPU-Psychologe um die Fahrtüchtigkeit zu beurteilen ?

Hat jemand erfahrung damit wenn man das Rezept erst nachträglich bekommen hat ? (Komme aus Bayern)
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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz »

Nein, das ist Blödsinn. Du musst als Patient keinerlei Abstinenz nachweisen, ein Ärztliches Gutachten zur Fahrtauglichkeit unter medizinischem Einfluß sollte reichen. Da der Vorfall vor dem Rezept war, wirst du um eine Strafe aber vielleicht nicht umhinkommen. Lies mal hier im Strang, da wirst du noch einige mehr Infos dazu finden.
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