Ich bin 1 Mensch, der einen erheblichen Teil seines Lebens lang nur hochintelligente Menschen um sich herum hatte: seit 1991 war ich Lehrbeauftragter anne Uni, Assi am Jura-Lehrstuhl, dann Wirtschaftsanwalt. Mein Umgang bestand nur aus Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, Notaren, Bankern, Staatsanwälten, Richtern, Kommunalpolitikern, Unternehmern, Wirtschaftsverbrechern. Dann gab es noch irgendwelche Frauen, die Kaffee servierten, die Aschenbecher leerten und am Telefon den Nervsäcken vorlügen müssten, daß Herr Freno "bei Gericht" sei. Und dann gab es auch noch "Mitarbeiter", die ich eigentlich nur bei Betriebsbesichtigungen zu Gesicht bekam: die Lohnsklaven halt. Beim Arbeitsgericht konnten sie lästig werden, aber daran habe ich ja auch ganz gut verdient.
Nach meinem Zusammenbruch und dem Absturz in Prekariat war ich dann etwa 1,5 Jahre "Kunde" bei der "Agentur". In der Kleinstadt, in der ich damals wohnte, war das für die "Agentur" ein Jahrhundertereignis: ein Jurist als "Kunde", der noch vor kurzem der Anwalt der größten privaten Arbeitgeber in der Region war - da rollten sie die roten Teppich aus. Aber: was ich da auf den Fluren der "Agentur" zu sehen bekam - das war ja noch viel, viel schlimmer, als die "Mitarbeiter" bei den Betriebsbesichtigungen. Man schleuste mich da agentürlicherseits zwar zartfühlend immer schnell hindurch, aber trotzdem: das war nix als humanoider Müll, was ich da aus dem Augenwinkel zu sehen bekam. (Die Gefahr, jetzt 1 drüberzukriegen wg Rassismus, Verachtung der Menschenrechte und Leugnung des Klimawandels undsoweiterundsoweiter nehme ich beherzt in Kauf.)
Es war 1 regelrechter Schock für mich, ganz unmittelbar "evident" zu erleben, daß die deutliche Mehrheit der Einwohner dieses unseres Landes grenzdebil oder noch (viel) doofer ist. Und diese unsere BRD gehört immerhinque zu den höchstentwickelten Ländern der Erde. Wie es in den Drittweltländern diesbezüglich aussieht ... decken wir den Mantel des Schweigens und der Liebe über diese Horrorvision !
Dementsprechend ist es überhaupt kein Problem, für irgendwelche "Studien" genügend Kiffer auf zu tun, die total doof sind, wenn man wissenschaftlich nachweisen will, daß kiffen doof macht. Man greift sich irgendwelche Kiffer ab, auf der Straße oder online, und wenn man zufällig mal an 1 Kiffer mit höherer Bildung, Abitur oder so, vielleicht sogar Hochschulabschluß und Besserverdiendender gerät, dann schmeisst man diesen Datensatz einfach in den Müll, vaporisiert ihn. Es hat ihn nicht gegeben. Akademiker und Besserverdienende kiffen nicht, sie leben vegan, engagieren sich im Klima- und Tierschutz und für Menschenrechte und so, rauchen nicht, trinken kein Alkohol und kiffen tunse erst recht nicht, wie es dem Präjudiz der aktuellen Mode entspricht, und so verbleibt dann der erwünschte humanoide Müll im Datenbestand, der (streng) wissenschaftlich nachweist, daß kiffen doof macht !
Vorsicht! Freno, das hört sich für mich eher so an, als ob du in einer schlimmen Phase einer Depression stecken könntest.
Dein negatives Bild deiner Mitmenschen kann ein starker Hinweis darauf sein. Ich kenne mich aus, da ich das schon mal durchlebt habe. Bitte bemühe dich in Bälde um einen Termin bei einem Facharzt. Ich möchte nicht, dass du aus einem Fenster springst oder Mitmenschen überfährst.
Das Leben kann auch wieder Schön und Bunt werden.
Dann gibt es da noch die Telefonseelsorge: 0800/1110111 Kostenlos und Anonym
Gute Besserung
FraFra
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Naja, schon etwas von oben herab, aber ein Fall für den Facharzt lese ich hier nicht.
Im Übrigen kann ich das alles auch nicht bestätigen. Klar kann man Studien und Statistiken immer fälschen, aber der Forscher an und für sich will ja auch eine Zukunft haben und da machen sich geschönte Studien nicht gut. Und die Mehrheit der Menschen halte ich auch nicht für blöd. Gierig, eigennützig, vielleicht ungebildet, ja.
Also ich bin Proband an verschiedenen Universitäten und mache da regelmäßig Tests mit.
Da wird meine Psyche, meine kognitiven Fähigkeiten, Reflexe usw usw getestet.
Und bisher war ich da immer vorn dabei, trotz jahrelangem Gebrauch von Cannabis.
Der Neugierde halber habe ich letzte Woche 3 Tests zum Thema Super-Recognizer mitgemacht und das Ergebnis ist, dass ich unter den 5% der Menschen weltweit bin, die sich ganz besonders gut Gesichter merken können.
Man würde mich gern nach England einladen um mich weiter zu testen, aber meine Erkrankungen machen das leider unmöglich.
Da ich lediglich Cannabis nehme, keinen Alkohol trinke, keine anderen Drogen oder Medikamente nehme gibt es auch nicht die Probleme die bei Multi-Toxikation entsehen.
Mein Körper ist zwar völlig im Eimer, aber das Hirn ist Fit wie eh und je.
Fazit:
Kiffen macht nicht Dumm.
Dr. Rainer Thomasius ist kein guter Arzt und Rainer Wendt kein guter Polizist.
Aber für´s Fernsehen reichts immerhin noch.
JeSuisBroccoli hat geschrieben: Mi 1. Dez 2021, 09:39
Fazit:
Kiffen macht nicht Dumm.
So sieht's aus! Sie verwechseln gern "kurzzeitige Gedächtnis- und Konzentrationsstörung" mit einem Dauerzustand. Nein, "Kiffen macht nicht dumm", dauerhafte Ignoranz von Tatsachen schon .
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
JeSuisBroccoli hat geschrieben: Mi 1. Dez 2021, 09:39
Fazit:
Kiffen macht nicht Dumm.
So sieht's aus! Sie verwechseln gern "kurzzeitige Gedächtnis- und Konzentrationsstörung" mit einem Dauerzustand. Nein, "Kiffen macht nicht dumm", dauerhafte Ignoranz von Tatsachen schon .
Danke.
Das trifft es perfekt.
Alle "Kiffer" die ich persönlich kennengelernt habe, (Da sind Ärzte, Juristen, Ingenieure, Architekten und sogar Polizisten dabei.uvm ) sind alles andere als dumme Menschen.
Die sind (fast) alle erfolgreiche Gutverdiener oder haben zumindest genug zum Leben.
Aber die machen ja "aus Gründen" bei so Studien selten mit.
Schakleen-Bejonze und Raik-Thorben aus RTL2-Hausen dagegen lockt man halt leichter dahin.
Ergo ist die Quote sch***e, aber deshalb ja nicht aussagekräftig genug.
Es ist halt Schade dass es immer darauf reduziert wird.
Ich wurde ja bisher nie in Talkshows eingeladen, da würde ich das schon richtig stellen.
Dr. Rainer Thomasius ist kein guter Arzt und Rainer Wendt kein guter Polizist.
Aber für´s Fernsehen reichts immerhin noch.
Keine Ahnung ob das irgendeine Bedeutung hat, aber bei mir war es "damals" so, dass ich als junger Jugendlicher stinkfaul war und mir Mittelmaß immer genug war was die Noten anbelangt. Als ich dann mit 19 richtig mit dem Cannabis angefangen habe, war das zufällig auch genau die Zeit in der ich angefangen habe mir ernsthaft Gedanken über meine Zukunft (Privat und auch beruflich) zu machen. Mitten in der "schlimmsten" Zeit habe ich dann als einer der besten im Jahrgang meinen Techniker gemacht.
Mein ganzes Umfeld besteht auch hauptsächlich aus Technikern und Ingenieuren. So dumm kann das Zeug also nicht machen.
Fakt ist, dass (wie es Benji schon gesungen hat ) vom jugendlichen Skater bis zum S-Klasse Cruiser, vom Pokal Gewinner bis zum hoffnungslosen Loser alles dabei ist was Cannabis Liebhaber angeht. Nur leider sind halt die hoffnungslosen Loser die einzigen die für eine Schlagzeile interessant sind.
Ach Leute, ich hoffe, dass die Legalisierung ein voller Erfolg wird. Dann wird sich auch das "typische Bild eines Kiffers" in der Gesellschaft irgendwann ändern
"Der Hauptgrund für das Verbot von Cannabis ist der Effekt auf degenerierte Rassen. Cannabis lässt nicht-Weiße glauben, sie seien gleichwertig wie Weiße"
Harry Anslinger
Warum kiffen doof machen soll, dafür gibt es 1 interessanten Artikel bei Wiki über den von Richard Nixon entfesselten "War on drugs". Das Interessante ist ziemlich am Ende, nämlich das "Ehrlichman-Zitat". Ehrlichman war einer der engsten Vertrauten von Nixon und Hauptbeteiligter an "watergate", hat deswegen ein paar Jahre gesessen und danach die Fronten gewechselt. Unter anderem hat er auch die Hintergründe des "War on drugs" offenbart: die Linken und Vaterlandsverräter sind nix wie "Kiffer" und die "Nigger" (die Bürgerrechtsbewegung) sind nix wie "Fixer":
Es ist so, daß sich die Messung von "Intelligenz" heute auf 2 Faktoren beschränkt: nämlich das "Arbeitsgedächtnis" - wieviele Elemente kann man in kurzer Zeit aufnehmen und im Gedächtnis behalten - und die mathematisch-logische "Kombinatorik", die Lösung von Denksportaufgaben. Der Grund für diese Reduktion ist: diese Faktoren sind objektivierbar. In der öffentlichen Debatte zum Thema Intelligenz nimmt man jedoch diese Reduktion des Intelligenzbegriffes auf nur 2 von vielen Faktoren meiner Meinung nach kaum noch richtig wahr. Und die vielen, gerne verlinkten "Studien" - genauer: die Artikel in den Medien über Studien - über die negativen Auswirkungen von Cannabis auf die Intelligenz beziehen sich meiner Vermutung nach im wesentlichen auf die Auswirkungen auf das Arbeitsgedächtnis, das auch meiner eigenen Erfahrung nach von Cannabis - reversibel - beeinträchtigt wird.
Ich selbst habe aber oftmals die Erfahrung gemacht, daß relativ geringe Mengen von Cannabis meine - jetzt sehr allgemein gesprochen - mentale Leistungsfähigkeit beträchtlich erhöht hat, selbst wenn das Arbeitsgedächtnis etwas reduziert war. Dagegen habe ich "freier denken" und handeln können, war nicht von "Denkblockaden" durch Gewohnheiten, Konventionen, soziale Normen usw beeinträchtigt, war "kreativer", aber auch "aufnahmefähiger" für Themen, vor denen es mich nüchtern "gegruselt" hat.
Freno hat geschrieben: Mi 8. Dez 2021, 19:46
Ich selbst habe aber oftmals die Erfahrung gemacht, daß relativ geringe Mengen von Cannabis meine - jetzt sehr allgemein gesprochen - mentale Leistungsfähigkeit beträchtlich erhöht hat, selbst wenn das Arbeitsgedächtnis etwas reduziert war. Dagegen habe ich "freier denken" und handeln können, war nicht von "Denkblockaden" durch Gewohnheiten, Konventionen, soziale Normen usw beeinträchtigt, war "kreativer", aber auch "aufnahmefähiger" für Themen, vor denen es mich nüchtern "gegruselt" hat.
Ja, das geht uns vermutlich allen so. Zumindest dann, wenn man Cannabis nicht zum "Wegballern" konsumiert, sondern zum "Genuss". Genau das macht für mich den Genuss aus. Intelligenz gibt es auf allen Ebenen, auch auf solchen, die wir normalerweise nicht wahrnehmen.
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
Die aktuelle "wissenschaftliche" Reduktion des Intelligenzbegriffs auf die mess- und quantifizierbaren Faktoren Arbeitsgedächtnis und Kombinatorik führen u.a. dazu, daß etliche Menschen "wissenschaftlich" als hochintelligent, hochbegabt "gelten" können, die nur in diesen zwei Bereichen brillieren, während sie in den übrigen Bereichen mentaler Tätigkeit totale Vollpfosten sind, oftmals sogar für ihr eigenes Umfeld als minderbegabt, gar schwachsinnig gelten. Ich bin mal einer solchen Intelligenzbestie begegnet, die in ihrer Jugend sogar auf einer Sonderschule gelandet war, weil sie - es war eine Frau - stets "viel zu kompliziert" dachte und deswegen sehr langsam war, "nie fertig wurde". Erst dort hatte man sie einem solchen Intelligenz-Test unterzogen und dann die richtigen Konsequenzen gezogen.
Solche Faktoren wie Allgemeinbildung oder soziale Kompetenz werden von diesem "verkrüppelten" Intelligenzbegriff überhaupt nicht mehr erfasst - eben weil sie praktisch nicht quantifizierbar sind. Jeder Bildungskanon ist angreifbar, genauso wie die Begriffe von oder für soziale Kompetenz. Gleichwohl gehören für mich auch solche Faktoren zur Summe aller mentalen Eigenschaften und Fähigkeiten, die es uns ermöglichen, die Aufgaben zu lösen, die uns das Leben stellt (man könnte auch kürzer sagen: die Fähigkeit zur Anpassung an wechselnde Umweltanforderungen) - was meine private Definition von Intelligenz wäre. Dazu gehören dann auch solche Eigenschaften wie Belastbarkeit, Stresstoleranz, (Selbst-)Disziplin, aktive und passive Sprachkompetenz, Rhetorik, Langzeitgedächtnis und vieles andere mehr.
Deswegen halte ich auch solche "Studien" über die Auswirkung von Cannabis auf Intelligenz für wenig aussagefähig, wenn man nicht geklärt hat, welcher Intelligenzbegriff diesen "Studien" eigentlich zugrunde gelegt wird.
Anstatt über die Quantifizierungsfähigkeit von irgendwelchen höchst ominösen Studien zu lamentieren, sollten wir uns grundsätzlich erstmal fragen was anderen überhaupt das Recht gibt uns wegen einer persönlichen Konsum-Vorliebe zu verfolgen und zu bestrafen.
Ich brauche weder forensische Hirnaufschnitte aus Zwillingsstudien noch den "demokratischen" Mehrheitsprozess: denn was ich rauche oder trinke oder schlucke, das ist und bleibt allein meine Sache solange dadurch niemand anderes zu Schaden kommt.
Alles andere ist Faschismus und sollte heutzutage überhaupt nicht mehr diskutiert werden müssen.
Die historische Entwicklung des Dilemmas, in dem wir uns befinden, fand größtenteils gegen den Widerstand der Wissenschaft und zumindest teilweise von Ärzteorganisationen statt. Wenn man eine möglichst objektive Diskussionsbasis hat, dann können langsame Entwicklungen - auch weltweit - in eine positive Richtung führen, unabhängiger vom politischen Tagesgeschehen. Die undifferenzierte oder auch pseudowissenschaftliche Sichtweise ermöglicht erst Überwerfungen, die im 20. Jhd. stattfanden.
Den Diskurs nicht zu führen wäre jedenfalls Wasser auf den Mühlen der Gegner einer Änderung. Der öffentliche Prozess zur Meinungsbildung ist Realität, alternative Ansichten sind erstmal "Luftschlösser". Kann man natürlich leben (mit realen Konsequenzen) aber kaum diskutieren, ob das jetzt ungerecht ist oder nicht.
Es gibt alltäglich Beispiele zu Übergriffen und gesellschaftlichen Prozessen die den Einzelnen fremdbestimmen, wenn man die Augen und Ohren aufmacht. Dazu braucht man nicht die Drogenpolitik bemühen. Beim historischen Vergleich größerer Zeiträume wird seit den 80ern Individualität zunehmend berücksichtigt, trotzdem gestaltet sich die Realität nicht unbedingt so, wenn man genauer hinsieht...
Steckling hat geschrieben: Di 8. Feb 2022, 08:06
Anstatt über die Quantifizierungsfähigkeit von irgendwelchen höchst ominösen Studien zu lamentieren, sollten wir uns grundsätzlich erstmal fragen was anderen überhaupt das Recht gibt uns wegen einer persönlichen Konsum-Vorliebe zu verfolgen und zu bestrafen.
Ich brauche weder forensische Hirnaufschnitte aus Zwillingsstudien noch den "demokratischen" Mehrheitsprozess: denn was ich rauche oder trinke oder schlucke, das ist und bleibt allein meine Sache solange dadurch niemand anderes zu Schaden kommt.
Alles andere ist Faschismus und sollte heutzutage überhaupt nicht mehr diskutiert werden müssen.
Und was hat das bitteschön mit dem Thema hier ze tun ? Nüschdt ! Huschhusch ins Körbchen !
Freno hat geschrieben: Do 10. Feb 2022, 19:43
Und was hat das bitteschön mit dem Thema hier ze tun ? Nüschdt ! Huschhusch ins Körbchen !
Bist Du hier der offizielle Filterblasen Wächter?
Man kann einen Thread, eine laufende Unterhaltung um eine weitere Perspektive anreichern.
Das widerspricht weder den Forenrichtlinien noch der menschlichen Evolution. Denk mal drüber nach.
Und meine Perspektive ist es eben dass die ursprüngliche Fragestellung an sich bereits überdenkt werden müsste.
Denn wie viele klinische Fälle sind bekannt in denen ein pathologischer Abbau von Gehirnzellen durch oder mit Cannabiskonsum lebensrettende Maßnahmen erforderten, und damit zu einer kritischen Belastung unseres Gesundheitssystems führten?
Ohne diese Not sehe ich keine Notwendigkeit für solche Studien, ausser dem Meinungsfaktor.
Nicht falsch verstehen: ich fänd die Daten aus solchen Studien durchaus interessant. Wenn ich sie in der grow! oder der thcene Klatschkolumne lese.
Nur ist das keine Basis fürs Einsperren von millionen unschuldigen friedliebenden Menschen.
Denn vergessen wir bitte nicht: die Gesetze zur Verfolgung und dem Einsperren individuell Konsumierenderhat nie den demokratischen Prozess durchlaufen wie es heutige Gesetzgebungen und Sanktionen erfordern. Das BTMG ist ein hundert jahre überholtes Relikt aus der fragwürdigsten Ära unserer Gesellschaft.
Und hast du diese grundlegende Schieflage einmal erkannt, dann löst sich die Frage nach irgendwelchen Pseudostudien quasi augenblicklich in Boulevard auf.
Und mal abgesehen von unserer Unterhaltung hier, wird das Thema noch lange nicht vom Tisch sein.
Erstmal kommt die Ausarbeitung von Gesetzesvorlagen, und dann noch die Aufarbeitung der Fehler in der Vergangenheit, um solches Unrecht auch in Zukunft zu unterbinden.
moepens hat geschrieben: Di 8. Feb 2022, 19:29
Den Diskurs nicht zu führen wäre jedenfalls Wasser auf den Mühlen der Gegner einer Änderung.
Nein. Man muss sich nicht jeden Mist zu eigen machen. Wenn man eine fundierte Stellungsnahme zur Hand hat, warum das Mist ist, dann genügt der Verweis darauf. (Zur "Studie" selbst: hier im Thread findet sich genug Material, warum sie Mist ist.)
Es ist sowohl rhetorisch als auch politisch Usus geworden, dass man hanebüchenden Blödsinn erzählt, und dann den Gegner mit "hat keine Antwort darauf" zu diskreditieren versucht. Blödsinn läßt sich nicht auf Augenhöhe diskutieren, da idR mit noch größerem Blödsinn geantwortet wird. Es ist eine Eskalationsspirale, in der man nicht gewinnen kann. Es bindet nur Zeit, kostet Nerven und spaltet immer weiter. Das ist wohl auch das primäre Ziel. Diese Taktik ist altbekannt: "Divide et impera".
Man wünscht sich echt Politiker vom Schlage Wehners zurück, der Geschwätz als solches kurz und knapp betitelt hat.
pepre hat geschrieben: Sa 12. Feb 2022, 13:14
Nein. Man muss sich nicht jeden Mist zu eigen machen. Wenn man eine fundierte Stellungsnahme zur Hand hat, warum das Mist ist, dann genügt der Verweis darauf. (Zur "Studie" selbst: hier im Thread findet sich genug Material, warum sie Mist ist.)
Es ist sowohl rhetorisch als auch politisch Usus geworden, dass man hanebüchenden Blödsinn erzählt, und dann den Gegner mit "hat keine Antwort darauf" zu diskreditieren versucht. Blödsinn läßt sich nicht auf Augenhöhe diskutieren, da idR mit noch größerem Blödsinn geantwortet wird. Es ist eine Eskalationsspirale, in der man nicht gewinnen kann. Es bindet nur Zeit, kostet Nerven und spaltet immer weiter. Das ist wohl auch das primäre Ziel. Diese Taktik ist altbekannt: "Divide et impera".
Man wünscht sich echt Politiker vom Schlage Wehners zurück, der Geschwätz als solches kurz und knapp betitelt hat.
Der Diskurs wird innerhalb der Wissenschaft geführt. Die Bevölkerung bekommt dazu nicht wirklich Einblick, da es gute Kenntnisse und Einarbeitung in die Thematiken erfordert. Innerhalb der Wissenschaft gibt es auch eine relativ klare Linie. Da geht es nicht um "hanebüchenen Unsinn".
Aber die mediale Realität schafft ein Zerrbild. Das führt dazu dass selbst "Fachleute" schlecht oder falsch informiert sind. Wenn man dann von denselben Fachleuten positive Rückmeldung bekommt und propagierte Meinungen relativiert werden, dann ist es doch den Aufwand wert gute Studiendesigns hoch zu halten und Erkenntnisse wert zu schätzen, die Vorurteilen widersprechen. Schließlich können so u.U. indirekt wichtige Entscheidungen beeinflusst werden. Und sei es nur, das ein Arzt mehr vom Endocannabinoidsystem liest und informiert wird, dass es das überhaupt gibt.
Nun - als Zwischenergebnis können wir vielleicht festhalten, daß über Intelligenz 'zu diskutieren', keineswegs das Vorhandensein der Selbigen als Voraussetzung hat ?
Intelligenz ist indessen eine notwendige - wenn auch nicht hinreichende - Voraussetzung für Erfolg, was nach einer schönen Definition, die ich von einem ehemaligen Kollegen gezwitzschert bekommen habe, heißt: es sich leisten zu können, der zu sein, der man ist.
Einer der intelligentesten Menschen des 20. Jahrhunderts, deren Biographie ich etwas näher kennenlernen durfte, war Hjalmar Schacht, "Hitlers banker". Schacht hatte schon vor dem 1. Weltkrieg seine Karriere bei der Dresdner Bank begonnen, dort die heute allgemein übliche "research" begründet - Abteilungen von Banken und anderen Großunternehmen, die hoch professionell Informationen sammeln und aufbreiten. In der Weimarer Republik (damals war er schon "finanziell unabhängig") brillierte er als "Währungsbeauftragter" der Reichsregierung und Schöpfer der "Rentenmark", die der Hyperinflation ein Ende bereiten konnte, wurde kurz darauf von Ebert zum Reichsbankpräsidenten ernannt, trat später aufgrund Querelen mit nachfolgenden Regierungen und Hindenburg zurück. Hitler rief ihn als Reichsbankpräsidenten zurück, machte ihn sogar zum Wirtschaftsminister. Er wurde der Vater des Wirtschaftswunders der Nazis, des ungeheuren Wirtschaftsaufschwungs der ersten Nazi-Jahre. 1938 trat er abermals zurück, als er gewahr wurde, daß Hitler tatsächlich auf Krieg aus war und er sich gegen die Nazi-Prominenz kaum noch durchsetzen konnte. In gefährlicher Zwischenposition überlebte er das III. Reich, pflegte vorsichtige Kontakte zum Widerstand, war nach dem 20. Juli 1944 KZ-Insasse und dann in Nürnberg Angeklagter des Hauptkriegsverbrecher-Prozesses, wo man ihm einen IQ von über 160 bescheinigte. Er wurde freigesprochen, in Spruchkammerverfahren von den Antifas nochmals inhaftiert und enteignet, kam nach seiner 3. Haftentlassung völlig mittellos bei der Familie seines ehemaligen Chauffeurs in der Lüneburger Heide unter, wo er ein halbes Jahr Holz hackte, um sich nützlich zu machen und einige Briefe schrieb. Dann erschien er beim Registergericht des Amtsgerichts Hamburg, und brachte das Bankhaus Schacht & Co zur Eintragung, dessen Stammkapital von 200 Millionen DM - nach heutigem Geldeswert: einige Milliarden Euro - in bar eingezahlt worden war. Schacht war damals so 70 Jahre alt - aber "sie wollten ihn alle wieder mit am Tisch haben". Diese aus dem Stand sehr erfolgreiche Privatbank wurde alsbald von einem der großen Bankkonzerne aufgekauft, Schacht betätigte sich als Berater verschiedener Regierungen und Autor, wurde mit mitte 70 nochmal Vater und starb mit ein paar 90 Jahren an den Folgen eines Unfalls - nach heutigen Maßstäben: als Milliardär.
Das ist für mich ein paradigmatisches Beispiel für einen hochintelligenten Menschen - der freilich darüber hinaus über noch so einige ausserordentliche Fähigkeiten verfügte, die vom aktuellen 'Intelligenzquotienten' und der 'Intelligenzforschung' schon lange nicht mehr erfasst werden. Er war imstande gewesen, sich extrem wechselnden Umweltbedingungen: Kaiserreich - Weimarer Republik - Nazizeit - Bonner Republik - anzupassen und die einmal erworbene Spitzenposition durch alle Systemwechsel zu erhalten und auch wieder, wenn sie ihm entzogen wurde, erneut zu erringen. OK - Schacht war (soweit ich weiß) kein Kiffer, aber sein Lebenslauf ist, wie gesagt, ein Muster dafür, was ich unter "Intelligenz" verstehe (und freilich nicht mit "Intelligenzquotient" deckungsgleich ist).
Ein Kiffer war zB Robert Altman, einer meiner Lieblingsregisseure des "New Hollywood". Er war sehr produktiv, produzierte 2 Dutzend abendfüllende Filme, die bei Kritik und Publikum in hoher Gunst standen. Einige von ihnen wie "Nashville", "MASH" oder "Eine Hochzeit" sind heute "Kultfilme". Diese Filme haben hoch komplexe Handlungen, keine "Hauptdarsteller", sondern mehrere Dutzend von "tragenden Charaktären", die zu einer harmonischen, "symphonischen" Komposition zusammengebracht wurden. Und Altman war "bekennender Kiffer" - auch er konnte es sich leisten, der zu sein, der er war (er ist leider schon verstorben). Solch hochkomplexe, "durchgestylte" Handlungen, die fast an chinesische Romane erinnern, kann keiner auf die Leinwand bringen, der vom Kiffen blöd geworden ist.
Was fehlt, sind andere "bekennende Kiffer", die solche - ausserordentlich erfolgreichen - Lebensläufe vorzeigen können. Vielleicht wird die Legalisierung solche outings à la Wowereit: "Ich bin Kiffer und das ist auch gut so!" hervorbringen, zu wünschen wäre es jedenfalls.
Cannabis und Intelligenz?
Das sind doch nur alles Märchen!
Ich habe allerdings schon eine Weile mit einem kiffenden Autisten (IQ 140) und einem ziemlich durchgedrehten Physiker (IQ 152) verbracht.
Von Intelligenz also keine Spur.
Man sollte Intelligenz nicht am Gewicht eines Gehirnes messen.
Liebe wird auch nicht am Gewicht des Herzens gemessen.
Und soziale Integrität nicht am Einkommen.
Nach längerem Aufenthalt in diesem unserem Forum erledigt sich die Frage nach einem Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Intelligenzquotient irgendwie von selbst.