Sammlung "Cannabis in der Medizin"

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dahound
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von dahound »

Ja habs eben auch im Radio gehört, haben auch ausdrücklich gesagt das es sich nicht um ein Mittel auf Cannabisbasis handelt. Schlimm genug, dass sie das vermutet haben.

Besser wärs gewesen für die Beteiligten, wenns Cannabis gewesen wäre.

Aber klar erstmal einen vermeintlichen Bösen finden, den jeder kennt. Mit solchen absurden Falschaussagen wird die Legalisierungsarbeit wieder zunichte gemacht. Selbst wenn hinterher rauskommt es war doch kein Cannabis, bleibt bei vielen Gegnern nur im Kopf von wegen Cannabis und Tote, darauf wette ich.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Doc_A
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Doc_A »

Ich glaube nicht, daß es in allzuvielen Köpfen hängenbleibt. Ein gewisser Prozentsatz wird sowas natürlich geradezu aufsaugen, es soll ja aber auch immer noch Leute geben, die Homosexualität für eine heilbare und ansteckende Krankheit halten, die ihre Kinder bedroht...
:shock:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Und so reagieren die daran beteiligten Firmen

"Tödlicher Medikamententest beweist Kaltblütigkeit der Branche

Ein Toter und vier schwer Verletzte gehen auf das Konto einer Medikamentstudie in Frankreich. Doch das verantwortliche Studienlabor mauert.
...
Die kryptischen Sätze zeigen, wie weit die Verantwortlichen von einer wirklichen Aufklärung entfernt sind. Auch die Pharmafirma Bial, welche die Unglückssubstanz in die Welt gesetzt hat, ist bisher furchtbar unkonkret geblieben. Was genau in Rennes vorgefallen ist, bleibt somit unklar. Ebenso, wie groß die Gefahr ist, der sich andere Testpersonen rund um den Globus gerade aussetzen, die an ähnlichen Studien teilnehmen.
...
Die Geheimniskrämerei ist ein Schlag ins Gesicht all jener Probanden, die derzeit noch an Studien teilnehmen, und jener Wissenschaftler, die wissen wollen, ob sie gerade mit ähnlich gefährlichen Substanzen hantieren. Dass Bial seine bisherigen Daten bis heute unter Verschluss hält, ist schlimm genug. Spätestens jetzt, nach dem Unglück, müssten die Firmen mit ihrer Geheimniskrämerei aufhören und völlige Transparenz ermöglichen. Es verstört, dass selbst die französischen Behörden helfen, Informationen zurückzuhalten.
...
"Wir kümmern uns um Ihre Gesundheit" ein anderes. Solche Parolen darf man bei jedem Pharmakonzern anzweifeln. Wie sich die Bial-Führung nach dem Tod eines Menschen und den schweren Folgen für vier weitere verhält, zeigt, wie kaltblütig in der Branche geschwiegen und gelogen wird."


http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/f ... -1.2829532

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :evil:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Ein sehr ausführlicher, auch für Laien nachvollziehbarer Artikel über das Endo- und Exocannabionidsystem in unseren Körpern.
Wobei immer noch nicht klar ist, was da schiefgelaufen ist.

"Der verhängnisvolle Test

Das dramatische Ende einer Medikamentenstudie in Frankreich: Ein Toter und fünf Schwerkranke sind zu beklagen. Worum ging es bei dieser Studie genau und warum gab es so viele Opfer? "


http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 30246.html
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Frankreich: Erste Ergebnisse zum Todesfall bei klinischer Studie

Der Abschlussbericht wird Ende März fertiggestellt – bislang konnte die Kontrollbehörde drei offensichtliche Fehler aufzeigen
...
Der vorläufige Bericht der staatlichen Kontrollbehörde Igas habe nun drei klare Mankos aufgezeigt. Die medizinischen Ursachen sind laut Touraine zwar noch nicht geklärt, aber das beauftragte Forschungsinstitut Biotrial habe "eklatante Fehler" gemacht.
...
Vor allem hätte der Test mit dem Medikament BIA 10-2474 sofort gestoppt werden müssen. Die Studienleiter hätten schneller reagieren müssen, als der erste Proband ins Krankenhaus eingeliefert wurde, Nach Angaben von Touraine habe das Labor nicht ausreichend über einen ersten erkrankten Probanden berichtet. Am nächsten Tag seien die Tests mit anderen Freiwilligen fortgesetzt worden. Zudem wurden diese Probanden nicht über den Vorfall am Vortag informiert. Sie hätten somit keine Möglichkeit gehabt, ihre Teilnahme an der Studie zu überdenken und gegebenenfalls abzubrechen. Zudem hätte Biotrial sofort die Behörden informieren müssen. Eine Meldung an die Medikamentenaufsicht ANSM erfolgte erst vier Tage später. "


http://derstandard.at/2000030637914/Fra ... untersucht
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Entdecktes Gen fördert Ausbruch von Psychosen durch Cannabis

Seid langer Zeit interessiert es nicht nur Mediziner, welche Verbindung zwischen Cannabis und Psychosen besteht. Die neuesten Studien weisen darauf hin, dass ein Gen mit dem Namen AKT1 beeinflusst, ob Personen durch den Konsum von Cannabis Psychosen entwickeln.
Die Auswirkungen von Cannabis auf die menschliche Psyche sind noch nicht vollständig geklärt. Einige Forscher vermuten, dass es eine Verbindung zwischen dem Konsum von Cannabis und der Entstehung von Psychosen gibt. Wissenschaftler von der „University of Exeter“ und dem „University College London“ führten jetzt eine Untersuchung durch, in der sie ein Gen entdeckten, das beeinflusst, wie Cannabis bei einzelnen Menschen wirkt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Translational Psychiatry“ veröffentlicht.
...
Menschen mit ATK1 Genotyp erleben stärkere Auswirkungen durch Cannabis
Die neuen Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit einem AKT1 Genotyp viel eher starke Auswirkungen durch das Rauchen von Cannabis erleben, auch wenn sie sonst völlig gesund sind, sagt Professor Celia Morgan von der „University of Exeter“. Festzustellen, dass diese Genvariante auch in gesunden Menschen bewirkt, dass sie anfälliger für die bewusstseinsverändernde Wirkung von Cannabis sind, gebe Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für bestimmte Personen. Nach Angaben der Forscher entwickeln etwa ein Prozent der Cannabis-Konsumenten irgendwann eine Psychose. Personen die täglich Cannabis rauchen, verdoppeln das Risiko eine psychotische Störung zu entwickeln, fügen die Mediziner hinzu. Frühere Forschung hatte bereits eine hohe Prävalenz von einer besonderen Variante des AKT1 Genotyps bei Cannabis-Konsumenten mit Psychose nachgewiesen. Es war aber nicht bekannt, wie das Gen und die Auswirkungen des Rauchens von Cannabis zusammenhängen, erklären die Experten."


http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpr ... 6021756878

http://www.nature.com/tp/journal/v6/n2/ ... 5219a.html

Erinnert mich an die Meldung von letzter Woche, das ein Neandertaler-Gen für die Tabaksuchtentwicklung mitverantwortlich ist.
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Studien: Marihuana-Konsum kein Auslöser von Depressionen oder Angstzuständen

Marihuana-Konsumenten zeigen keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Depressionen und Angstzustände
Generell haben Stoffe, die zur Sucht führen können keinen guten Ruf. Oft werden solchen Substanzen negative Folgen zugeordnet. Etliche Jahre wurde vermutet, dass der Konsum von Marihuana Depressionen und andere psychische Störungen auslösen könnte. Forscher von der „Columbia University“ stellten nun in einer großen Untersuchung fest, dass Marihuana bei Erwachsenen keinesfalls für solche Erkrankungen verantwortlich ist.
In der Vergangenheit gab es etliche Untersuchungen, die behaupteten, dass Marihuana für einige psychische Erkrankungen verantwortlich sei. Eine neue Studie ist da jetzt anderer Meinung. Amerikanische Wissenschaftler von der„Columbia University“ kommen zu dem Schluss, dass der Konsum von Marihuana bei Erwachsenen keine Depressionen oder Angststörungen auslöst. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in dem Fachjournal „JAMA Psychiatry“.
...
Eine neue Studie hat jetzt aber ergeben, dass diese Ansicht falsch war, sagen die Mediziner. Der Konsum von Marihuana löse bei Erwachsenen keine dieser psychischen Erkrankungen aus. Weder Depressionen, Angstzustände oder bipolare Störungen können direkt durch die Pflanze hervorgerufen werden, sagen die Forscher.
Für ihre Studie untersuchten die Mediziner von der „Columbia University“ die Aufzeichnungen von fast 35.000 Erwachsenen in Amerika.
Informationsblätter sollten mit den neuen Fakten aktualisiert werden
Die aktuelle Erkenntnisse über die psychische Gesundheit bei Cannabis-Konsumenten sind sehr interessant angesichts der widersprüchlichen Ansichten bisheriger Forschungsarbeiten, erklären die Forscher. Die Studienergebnisse seien von besonderer Bedeutung, weil ein Großteil der aktuellen Literatur über Marihuana noch Aussagen enthalte, die einen Zusammenhang zwischen Marihuana und Depressionen herstellen. Solche Aussagen können angesichts die neuen Erkenntnisse als unzutreffend betrachtet werden, erklären die Mediziner. Die amerikanische „Drug Enforcement Administration“ (DEA) behauptet beispielsweise in ihrem Informationsblatt über Marihuana, dass die Gefahren und Folgen von Marihuana-Missbrauch durchaus mit Depression verbunden sind. In dem Merkblatt werden Depressionen sogar vierzehn Mal erwähnt und es wird behauptete, dass der Konsum von Marihuana zu Depressionen bei Jugendlichen, Erwachsenen und sogar Hunden führen kann, sagen die Mediziner. Da solche Dokumente verwendet werden um Politiker auf Bundesebene zu informieren, sei es entscheidend, dass die neusten und genauesten Forschungsergebnisse wiedergegeben werden, sagen die Experten. "


http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpr ... 6021856992

http://archpsyc.jamanetwork.com/article ... id=2491944
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Medikamententest in Frankreich: Getesteter Wirkstoff soll Probanden getötet haben

Die Ursache für den Tod des Franzosen Guillaume Molinet bei einem Arzneimittelversuch scheint geklärt. Die Toxizität des Wirkstoffs soll zum Hirntod geführt haben.

Der Tod des Franzosen Guillaume Molinet bei einem Medikamentenversuch im westfranzösischen Rennes geht vermutlich auf die toxische Wirkung des getesteten Moleküls zurück. Dies sei die nach aktuellem Stand wahrscheinlichste Hypothese, heißt es in dem von der nationalen Agentur für Arzneimittelsicherheit ANSM veröffentlichten Bericht eines Untersuchungsteams von Wissenschaftlern.
Gemeinsam mit fünf weiteren Männern hatte Molinet im Januar an einem Arzneimitteltest mit dem Wirkstoff BIA 10-2474 des portugiesischen Herstellers Bial teilgenommen. Das Mittel sollte vor allem gegen chronische Schmerzen helfen. Bei dem Test des Wirkstoffes hatte Molinet schwere Hirnschäden erlitten und war gestorben. Vier weitere Probanden mussten in der Uniklinik von Rennes behandelt werden und erlitten teils irreversible neurologische Schäden.

Laut dem Bericht hängt der tödliche Ausgang vermutlich mit der Ansammlung des Wirkstoffs im Hirn zusammen. Damit erklären die Wissenschaftler, warum sich der Unfall nach der Verabreichung einer Dosis von jeweils 50 Milligramm an fünf aufeinanderfolgenden Tagen ereignete, nicht aber bei der doppelten Dosis in einem Test.
...
Die Ergebnisse der Expertenkommission decken sich weitgehend mit denen aus einem Zwischenbericht vom März. Jedoch lässt auch die neue Fassung viele Fragen offen."


http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20 ... banden-tod
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Martin Mainz
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Martin Mainz »

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