Hi “Doc_A”!
“Doc_A” schrieb …
Für mich hört sich das irgendwie so an, als ob man die ganzen negativen Erfahrungen, die im Kampf gegen "Drogen" gemacht wurden, nun auch im Kampf gegen Alkohol machen will.
…
Bekommt man beinahe den Eindruck.
Es ist ja auch eher eine Aussage von "Frau Mortler" und eine Ergänzung von "Lobby Control".
Aber …
In Deutschland wirklich gegen Alkohol mobilisieren, kann man wohl vergessen.
Aus dem Bericht:
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Wer als Politiker den Deutschen den Alkoholkonsum vergällen wollte, müsste am Ende sogar befürchten, vom Wähler dafür bestraft zu werden. Da traut sich keiner ran.
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Generell gegen Alkohol mobilisieren wird kaum was bringen. Denke ich auch.
Ich trinke keinerlei Alkohol, aber ich bin nicht für die Alkohol-Prohibition.
Auch Alkohol muss einer Kontrolle unterliegen.
Wofür ich wäre:
1- Den Preis etwas erhöhen.
2- Keine Werbung für Alkohol.
3- Cannabis verfügbar machen.
4- Mehr wirkliche Aufklärung im Bezug auf Alkohol und andere Drogen.
Un so weiter …
Zu 1: Den Preis etwas erhöhen.
Der Preis in Deutschland ist so niedrig, dass ist schon beängstigend.
Ein wenig Preisaufschlag wäre da angebracht.
Es könnte auch in Zukunft jeder “Saufen” wenn er denn wollte.
Man würde nur ein wenig überlegen ob noch eine Flasche “Korn” nötig ist, wenn es etwas teurer ist.
Mancher lässt die Flasche dann eventuell stehen.
Ein anderer kauft die Flasche und muss dann halt irgendetwas anderes umstellen.
Eventuell auf etwas Kaffee verzichten und stattdessen einen etwas günstigeren “Schwarzen Tee” trinken.
Irgendwie sollte man es kompensieren können, selbst wenn man finanziell ganz unten ist und säuft wie ein Loch.
Zu 2: Keine Werbung für Alkohol.
Ist wichtig.
Überall begegnet einem diese Werbung und man kann einfach nicht weglaufen.
Auch junge Leute sehen diese Werbung.
In der Werbung wird auch mit jungen und unverbrauchten Leuten geworben, die scheinbar alles im Griff haben.
Fertige Säufer werden da nicht präsentiert.
Die Werbung macht vor nichts halt!
Mal ein drastisches Bespiel:
Jede Entgiftungseinrichtung (Stationäre Behandlung) ist unterschiedlich aufgebaut.
Ich manchen Einrichtungen gibt es einen kleinen Fernsehraum den man oftmals in begrenztem Umfang nutzen kann.
Wenn man auf Alkoholentzug in so einer Einrichtung ist und am Wochenende die Sportschau ansieht, dann kommt in der Werbeunterbrechung Bier- und Vodka-Werbung.
Auf der Bandenwerbung am Spielfeldrand werben die großen Brauereien ebenso.
Man sitzt dann da mit einer Gruppe von Leuten in einer Entzugseinrichtung und schwitzt Alkohol und Opiate aus dem Körper.
Man hat schon genug mit sich zu tun und dann sieht man selbst noch in der Klinik so eine
“Drecks Alkoholwerbung”!
Ja, es geht einem dann bestimmt auch gleich viel besser!
Was soll man dazu sagen?!?
Ich würde harte Grenzen ziehen!
Klar sollte eine Werbung vielelicht in Fachmagazinen erscheinen, aber ansonsten ist öffentliche Werbung ein Versuch der Einflussnahme.
Bei Rauschmittel ist das mehr als fraglich.
Zu 3: Cannabis verfügbar machen.
Würde eine Menge von den äußerst negativen Alkoholexzessen vermeiden.
Es gibt keine legale Alternative zum Alkoholrausch in unserer Gesellschaft.
Das ist schon ein starkes Stück!
Entweder man konsumiert illegalerweise Medikamente oder man konsumiert illegale Drogen, wenn man sich anderweitig berauschen möchte.
Klar kann man auch totale Enthaltsamkeit propagieren und leben.
Man kann auch beim schlafen die Hände über der Bettdecke lassen, damit man nicht versehentlich seine Partnerin oder sich selber anfasst.
Für die meisten Leute ist das aber nichts.
Darum bedarf es legaler Alternativen zum Alkohol.
Zu 4: Mehr wirkliche Aufklärung im Bezug auf Alkohol und andere Drogen.
Alleine beim Alkohol müsste man die Leute darüber aufklären das Schnaps nicht gleich Schnaps ist, da beginnt es.
Wo sind die Unterschiede in der Herstellung? Siehe Destillation, Filterung und so weiter.
Die Leute würden dabei sicherlich beginnen einiges zu erkennen.
Warum ist ein hochwertiges Produkt etwas teurer und wie kommt dieser Preis zu stande.
Und so weiter ...
Man muss die Leute aufklären.
Das mal zu den einzelnen Punkten.
Alles zusammen betrachtet ist es aber noch mal komplizierter.
Alkohol wurde ewig beworben und manche Markennamen haben sich derart in das Gedächtnis gebrannt, dass unsere Generation(en) eh nicht in vollem Umfang davon profitieren können.
Wir sind vorbelastet durch verfehlte Politik.
Anderen Generationen kann es wirklich hilfreich sein, wenn neue Gesetze kommen.
Probleme und Durst ohne Ende. HAHA!