Cannabisagentur Deutschland

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Unbegreiflich
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Unbegreiflich »

Ich möchte mal kurz die Preisgestaltung von "medizinischem Cannabis" aufgreifen.
Das ist ja auch wichtig für die zukünftige Cannabisagentur in Deutschland.

Kurz zur Einleitung:

Von „Maximilian Plenert“ etwas aktuelles aus den „News“ (14. Januar 2016)

Zweiter Arzneimittelhändler importiert Cannabis - Deutscher Hanfverband News
https://hanfverband.de/nachrichten/news ... t-cannabis

Momentan zahlen Patienten wohl rund 15 €/Gramm für ihr “medizinisches Cannabis”.
Ein unfassbarer Preis.
Jetzt sinkt der Preis wohl etwas. Besser gesagt die Möglichkeit besteht.
Auf eventuell etwas unter 14 €/Gramm.

Schauen wir mal in die Niederlande:

Hier geht es zur Preisliste von “Bedrocan” in den Niederlanden.

Link:
https://www.cannabisbureau.nl/medicinale-cannabis

In den Niederlanden kosten “5 Gramm Einheiten” jeweils 34,50 €.
Dazu kommt die Mehrwehrsteur (BTW = Belasting over de toegevoegde waarde).
Es sollte der verminderte Steuersatz von 6% sein. Das wären dann 2,07 €.

(Es sollte auch noch irgendeine Rezeptgebühr anfallen. Das ist so eine Art Rezeptpauschale. Das sollten knapp 6 € sein)

Insgesamt würden dann „5 Gramm“ = 42,57 € kosten.
Das sind dann rund 8,52 €/Gramm.

Ich hatte auch gehört das es noch günstiger geht in den Niederlanden.
Wenn man eine Dauermedikation benötigt und wie in den „News“ berichtet wurde ein Mengenrabatt gegeben werden kann.

Es gibt in den Niederlanden ja auch „250 Gramm Einheiten“.
Damit können sich Apotheken beliefern lassen und den eingesparten Betrag, kann man an den Patienten weitergeben.

Wenn momentan ein Gramm „Bedrocan-Cannabis“ rund 8,52 € kostet.
Dann sollte man bei einem Rabatt bestimmt nicht mehr als 7,50 € zahlen.
Eventuell auch noch weniger.
Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in den Niederlanden die Preise bei 7 €/Gramm starten.

Macht aber Sinn mit der Preisminderung.
Wenn man statt 5 Gramm, auf einmal 30 Gramm in der Apotheke abholt, entfallen schon mal fünf Rezeptpauschalen. Das sind schon 30€.
Ein niedriger Preis sollte durchaus drin sein.

Wenn man bedenkt das die Lebenshaltungskosten in den Niederlanden generell höher sind.
Wundert man sich über die Preise für „medizinisches Cannabis“ hierzulande.
Das müsste auch jetzt schon viel günstiger gehen, denke ich.

In der Zukunft sollte die Preisgestaltung in Deutschland auch angepasst werden, wenn das hier richtig losgeht.
Mehr als 10 €/Gramm, sollte „medizinisches Cannabis“ selbst zu Beginn nicht kosten.
Eine Verminderung des Preises sollte man anstreben.
In 5 Jahren könnte „medizinisches Cannabis“ auch sicherlich für rund 5 bis 6 €/Gramm abgegeben werden können.
Wäre ein Preis den man gut realisieren könnte.
Dann würden auch mehr Patienten vom rauchen des Cannabis abkommen.
Wenn jemand seine Medizin selber finanzieren muss und weniger Gesamtkosten hat, kann man auch eher über andere Applikationsformen nachdenken, selbst wenn mehr Cannabis dafür benötigt wird.
Muss man alles bedenken!

Das mal kurz zur Preisgestaltung.

Kann jemand etwas zu der momentanen Preisgestaltung in Deutschland sagen?
Woran liegt es denn das hierzulande das “medizinische Cannabis” so teuer ist?
Ich meine irgendwo muss das Geld ja bleiben.
Wer steckt sich das ein?
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Regierungspläne für Cannabis-Agentur irritieren Mediziner

Fachärzte irritiert das Vorhaben der Bundesregierung, die Produktion von Cannabis-Medikamenten über eine staatliche Agentur zu organisieren. Es fehlten wissenschaftliche Beweise für die behauptete schmerzstillende Wirkung des Rauschmittels, meinen die Ärzte im Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Studienlage sei „dürftig“, urteilt die Neurologin Claudia Sommer von der Universitätsklinik Würzburg. Der Erlanger Pharmakologe Kay Brune vermisst ebenfalls „kontrollierte Doppelblindstudien“, also ausgefeilte Tests an Probanden.

Der Göppinger Schmerzmediziner Gerhard Müller-Schwefe behandelt selbst mit Cannabis, findet aber die geweckten Hoffnungen „übertrieben“. Lediglich eine Linderung von Krämpfen bei multipler Sklerose sei gut belegt, räumen alle drei vom FOCUS befragten Experten ein."


http://www.focus.de/magazin/kurzfassung ... 32231.html

Boah, jetzt fallen die den Patienten in den Rücken :evil:
Vielleicht ist ja nur die deutsche Studienlage dürftig ! Aber dann sollte Arzt vielleicht mal über den Tellerand hinausschauen und englischsprachige Studien studieren.
Doc_A
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Doc_A »

Man weiß ja nicht, was in diesen Gesprächen im Detail besprochen wurde. So, wie es sich im Artikel anhört, ist von den Ärzten nur destruktiv "rumgenölt" worden.

Wenn man die Aussagen im "Artikel" für bare Münze nimmt, kann man sich nur fragen, ob diese Hirnathleten schon einmal auf die Idee gekommen sind, daß solche Studien in D nur mit einer Cann.-Ag. im Rücken durchgeführt werden können?
:shock:
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Cannabis-Lizenz: Unternehmer sollten Fallstricke beachten! Anwälte informieren!

Im Jahr 2017 wird der Cannabisanbau für Schwerkranke teilweise legalisiert werden, worauf die Kanzlei Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte mbB mit Sitz in Berlin und Hamburg hinweist.

Hierfür hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe bereits vor geraumer Zeit ein Gesetz auf den Weg gebracht, um schwer kranken Patienten den Zugang zu Cannabis zu erleichtern.

Außerdem soll der Medizinal-Hanfanbau durch eine staatliche „Cannabis-Agentur“ geregelt werden.

Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Es geht hier nicht um die völlige Freigabe und Legalisierung von Cannabis (die von Dr. Späth & Partner Rechtsanwälten mbB im Übrigen auch nicht unterstützt wird), sondern um die kontrollierte Freigabe gegenüber schwer kranken Patienten.
...
Auch diverse Unternehmer, Bauern, Gärtner, Ärzte und Apotheker, die in diesem Bereich tätig sein wollen, rechnen mit starken Umsatzzuwächsen, um die zu erwartende Nachfrage zu bedienen.

Die Kanzlei Dr. Späth & Partner weist daher aus aktuellem Anlass darauf hin, dass bei der Bewerbung für eine Medizinalhanf-Lizenz zahlreiche Fallstricke zu beachten sind, bei der sich Interessierte rechtlich absichern sollten.

So gibt es strenge Regularien, es wird voraussichtlich eine Gebühr für die Bewerbung fällig und es muss voraussichtlich weiteres Geld investiert werden.
...
Genauere Details werden wohl in den nächsten Wochen oder Monaten bekannt werden, wenn die genauen Vorgaben des Gesetzes und der zu gründenden „Cannabis-Agentur“ noch bekannt werden.

Interessierte bzw. Unternehmer, die sich für eine Cannabis-Lizenz interessieren, sollten sich aber nach Ansicht von Dr. Späth & Partner frühzeitig mit den rechtlichen Regularien vertraut machen, um rechtzeitig in den Marktbereich „Medizinalhanf“ einsteigen zu können und um die vorgegebenen rechtlichen Vorgaben erfüllen zu können."


https://www.anwalt.de/rechtstipps/canna ... 96383.html
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Dortmunder Unternehmen will Cannabis anbauen

Oscar Kuhls Bruder Sascha litt an Magen-Darm-Krebs, selbst Morphium linderte seine Schmerzen nicht mehr. Was ihm half und neue Lebensqualität brachte, war Cannabis. 2012 starb Sascha Kuhl, sein Bruder weiß aber noch gut, wie sehr Hanf ihm geholfen hat: Daher will er nun mit zwei Dortmunder Geschäftspartnern medizinischen Hanf importieren und später selbst anbauen.

Der Deutsch-Niederländer Kuhl lernte Walter Crispin kennen, der in Dortmund eine Firma für Lichtdesign hat. Sie gründeten das Unternehmen „Hanfpassion“, als Dritter ist der Dortmunder Ricardo Pendon dabei. Bislang haben sie 50.000 Euro investiert. Ab Februar wollen sie in Österreich Hanf als Zierpflanze anbauen – das ist dort legal.
...
Die Inhaber von „Hanfpassion“ wollen eine Lizenz haben; sie gehen davon aus, dass sich bundesweit fünf bis zehn Firmen bewerben. Das BfArM äußerte sich auf Anfrage zu der Zahl nicht. Auch nicht dazu, wann das Ausschreibungsverfahren beginnt. Kuhl & Co. rechnen mit einer Ausschreibung ab Ende 2017, und damit, in zwei bis zweieinhalb Jahren produzieren zu können. Das Trio will seine Anlage zur Produktion im Großraum Dortmund einrichten. Dort würden rund 25 Jobs entstehen, etwa für Chemiker, Botaniker, Mediziner.
...
Fraglich ist indes, wie viele Patienten künftig Cannabis erhalten. Hanfpassion rechnet mit mehreren Millionen. Eine offizielle Schätzung dazu gibt es nicht. Der Hörder Allgemein- und Suchtmediziner Dr. Jürgen Huesmann ist gegen die generelle Freigabe von Cannabis.
...
Er weist aber darauf hin, dass laut Gesetzentwurf Cannabis eben nur verschrieben werden kann, wenn andere therapeutische Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Es komme letztlich auf den Wortlaut des Gesetzes an. Er sagt: „Es ist ein langer Weg für Patienten zu Cannabis.“ Auch die Krankenkassen würden sich genau ansehen, ob alle anderen Alternativen ausprobiert wurden."


http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/d ... 30,3204908


Es ist, glaube ich, unterdessen leichter, eine Liste mit Ärzten anzulegen, die sich den Fortschritt verweigern. Da sind doch wieder gezielte Lügen seitens des Arztes, die in dem Artikel verbreitet werden.
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Neue Agentur soll Cannabisanbau in Deutschland kontrollieren

Künftig wird es in Deutschland möglich sein, Cannabis legal anzubauen - allerdings nur unter staatlicher Kontrolle. Die zuständige Cannabisagentur wird heute in Berlin offiziell vorgestellt.
...
Durch die Cannabisagentur soll auch sichergestellt werden, dass nur Hanf "in pharmazeutischer Qualität" zu den Patienten gelangt. Gewinne darf die Cannabisagentur nicht erwirtschaften.

Los gehen kann der staatlich kontrollierte Cannabisanbau in Deutschland jedoch erst nach einem Ausschreibungsverfahren. Bis die ersten Ernten zur Verfügung stehen, soll die medizinische Versorgung mit Cannabis über Importe gedeckt werden. Weitere Einzelheiten zur Arbeit der Cannabisagentur wollen das Bundesinstitut und das Bundesgesundheitsministerium an diesem Freitag in Berlin vorstellen."


http://www.dw.com/de/neue-agentur-soll- ... a-37791553
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Cannabis gibt’s nur hier

Ein Mittelständler besitzt quasi das Monopol auf Medizinalhanf – das könnte nun für viel Umsatz sorgen

Michael Popp weiß alles über Cannabis. Seit etlichen Jahren schon beschäftigt sich der Unternehmer mit dem Rauschmittel. Nicht als Konsument, denn Drogen lehnt der Gesundheitsfanatiker vehement ab. Popp raucht nicht mal Zigaretten. Stattdessen kümmert sich der Pharmazeut intensiv um die medizinische Wirkung der Hanfpflanze – und ab sofort auch um die betriebswirtschaftliche. Denn der Bundestag hat im Januar die Zulassung von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Und Popps Firma Bionorica ist derzeit der mit Abstand größte Anbieter von Medizinalhanf in Deutschland.
...
Bislang mussten sich Patienten in Deutschland auf eigene Rechnung mit der Cannabistherapie versorgen – weil Dronabinol in der Bundesrepublik nicht als Arznei gilt, sondern als Betäubungsmittel und damit nicht erstattungsfähig ist. Bei Kosten von bis zu 700 Euro pro Monat können sich das aber nur sehr wenige leisten. Schätzungen zufolge werden hierzulande nicht mal 1000 Patienten mit dem Hanfwirkstoff therapiert.

Das entsprechende Mittel stammt dabei schon jetzt von Bionorica. Seit 2002 erforscht der Naturarzneimittelhersteller die Cannabispflanze. „Die Ergebnisse sind überragend“, versichert Popp. Daher habe er das Thema auch nie aufgegeben. Berater und Aufsichtsräte von Bionorica hatten genau das schon mehrfach gefordert. Denn der Dronabinol-Handel ist für den Mittelständler aus Oberfranken seit vielen Jahren ein nicht unerhebliches Zuschussgeschäft. Nun aber könnte sich das Durchhaltevermögen auszahlen. Zweistellige Millionenumsätze scheinen möglich, heißt es im Markt.

Denn Bionorica hat in Zukunft quasi ein Monopol – zumal das Unternehmen im Herbst 2014 die Firma THC Pharm aus Frankfurt gekauft hat, die auf synthetisch gewonnenes Dronabinol spezialisiert ist.
...
Dass neben dem Extrakt in Zukunft auch Blüten ausgegeben werden können, hat Popp überrascht. Anbieten will er sie aber nicht. „Das passt nicht zu unserer Strategie und zu unserem Selbstverständnis“, sagt der Wissenschaftler, der längst nicht nur den deutschen Markt im Blick hat. „Wir kämpfen derzeit auch um die Zulassung in mehreren anderen europäischen Ländern“, berichtet der Unternehmer."


https://www.welt.de/print/welt_kompakt/ ... -hier.html


Wenn er sich da mit seiner sturen Haltung mal nicht verkalkuliert : wer will denn die Kopie/Monosubstanz, wenn das Original um Längen besser wirkt.
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Staatliche Cannabis-Agentur vor dem Start
...
„Ich rechne mit einer gewissen Ausweitung der entsprechenden Therapien, doch in welchem Ausmaß ist offen“, sagte der Chef der Sucht-Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer, Josef Mischo, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir begrüßen als Ärzteschaft, wenn nun die therapeutischen Möglichkeiten erweitert werden.“
...
Der Deutsche Hanfverband (DHV) sieht in der neuen Cannabisagentur eine Chance für die ganze Branche. In der „Heilbronner Stimme“ (Freitag) mahnte DHV-Geschäftsführer Georg Wurth allerdings Klarheit beim Thema Lizenzvergaben an.

„Konkrete Detailregelungen werden darüber entscheiden, ob es für Unternehmer tatsächlich Sinn machen wird, sich für Lizenzen zu bewerben“, sagte der Vertreter der Lobbyorganisation. „Zu klären ist: Welche Mengen werden ausgeschrieben, welche Sorten, welche Qualitätsanforderungen gibt es, welche Anforderungen an die Unternehmen, und wie viele Lizenzen werden erteilt?“"


http://www.noz.de/deutschland-welt/poli ... -dem-start
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Planwirtschaft mit Gras

Cannabis gibt es bald auf Rezept. Das kann der Anfang eines Wandels in der Drogenpolitik sein

Im Jahr 2019 soll die erste Ernte THC-haltigen Hanfs eingefahren werden, staatlich zertifiziert: Die Bundesrepublik steigt ins Cannabis-Geschäft ein. Mit der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes wird die medizinische Nutzung von Cannabis in Deutschland vereinfacht. Damit der von Apotheken gestellte und von den Krankenkassen bezahlte Stoff eine „angemessene und gleichbleibende Qualität“ hat, wird eine staatliche „Cannabisagentur“ eingerichtet. Die braucht laut dem UN-Einheitsabkommen für Betäubungsmittel von 1961 jeder Staat, der ansonsten illegale Stoffe legal vertreiben will.
...
Einmal geerntet, wird das Cannabis von der zuständigen Agentur aufgekauft. Mit Nachdruck betonen die Zuständigen jedoch: Es wird in den Räumen der Agentur kein Cannabis gelagert werden, der Vertrieb wird direkt vom Feld zu den Herstellern der Medikamente oder den Apotheken gehen.
Das BfArM setzt dabei einen Herstellerabgabepreis fest, mit dem es jedoch keinen Gewinn machen darf. Bedarfskalkulation, staatlich genehmigter Anbau, festgelegte Preise, kontrollierter Vertrieb? Es ist ein Traum von einer Planwirtschaft. Im Bereich der Betäubungsmittel ist das gar nicht so unüblich. Das internationale Recht gibt sehr strenge Regeln vor, auch Medikamente auf Opiat-Basis, wie bestimmte Schmerzmittel, werden streng planwirtschaftlich angebaut, weiterverarbeitet und vertrieben.
...
Bei der Vorstellung der Cannabisagentur im Haus der Bundespressekonferenz gaben sich die die Vertreter des Staates betont sachlich und unaufgeregt. Fünf grauhaarige Herren aus Gesundheitsministerium und dem BfArM stellten sich den Kameras und Fragen der Journalisten. Erstaunlich viele waren gekommen, dafür, dass es letztendlich nur um eine arzneimittelrechtliche Angelegenheit ging. Doch die Herren von den Behörden können es noch so runterspielen: Es ist ein Politikum.
Auch wenn man von einer Politik der kleinen Schritte sprechen muss, die anstehende Veränderung für schwerkranke Patienten gibt eine Richtung vor: Es tut sich was in der Drogenpolitik. Wenn in fünf Jahren die ersten Ergebnisse der Begleiterhebung zur Verfügung stehen und sich zeigen sollte, dass Cannabis in gewissen Dosen nur bedingt Nebenwirkungen hat, wird es schwerer werden, ein generelles Verbot noch zu rechtfertigen.
Die Verantwortlichen wehren sich gegen eine solche Einschätzung natürlich. Für das Verbot von Cannabis spreche nach wie vor eine erhöhte Gefährdung von Jugendlichen. Studien aus den USA würden zeigen, dass gerade junge Menschen, in deren Familien es psychische Erkrankungen gab, das Risiko einer Psychose eingehen. Das ist richtig, rechtfertigt jedoch kein Verbot. Wer Schäden minimieren will, muss aufklären, nicht kriminalisieren. In den Genuss einer solchen Aufklärung werden in den nächsten Jahren mehr Patienten kommen. In dieser Zeit werden alle dazulernen: die Patienten, die Ärzte, die Krankenkassen – und hoffentlich auch der Gesetzgeber."


https://www.freitag.de/autoren/lfb/plan ... t-mit-gras
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Berauschende Aussichten

Im April werden die Lizenzen für den Anbau von Medizinalhanf in Deutschland vergeben – die Erwartungen sind groß.
...
Die Kosten für die Behandlung werden die Krankenkassen übernehmen; den Bedarf der Patienten sollen ab 2019 Cannabis-Pflanzen decken, die in Deutschland von pharmazeutischen Unternehmen gezüchtet und weiterverarbeitet wurden. Allerdings steht noch nicht fest, wie viele und welche Firmen die Pflanze mit den gezackten Blättern in Zukunft anbauen dürfen; das für diese Angelegenheit zuständige Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die dort angedockte Cannabisagentur werden wohl nur eine Handvoll der begehrten Anbaulizenzen vergeben, vermuten Experten.
...
Das BfArM hat im Vorfeld der Lizenzvergabe kalkuliert, dass Patienten in Deutschland bei einer durchschnittlichen Tagesration von einem Gramm pro Jahr etwa 365 Kilogramm Cannabis oder 10 000 Hanfpflanzen benötigen. Warum die Behörde dabei nur die derzeit bekannten rund 1000 Konsumenten in ihre Berechnungen einbezogen hat, ist zahlreichen Experten allerdings ein Rätsel. „Die Zahlen des BfArM sind meiner Meinung nach viel zu gering“, sagt etwa Professor Oliver Kayser. Der Pharmazeut und Dekan der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen an der Technischen Universität Dortmund forscht seit Jahren zu den Wirkstoffen, die in Cannabis enthalten sind. „Das Marktpotenzial von Medizinalhanf in Deutschland ist enorm“, sagt er. „Ich gehe eher von bis zu 800 000 potenziellen Konsumenten aus.“

Auch der Deutsche Hanfverband teilt diese Einschätzung. „Wenn das System erst einmal läuft, werden sehr viel mehr Patienten in Deutschland mit Cannabis behandelt werden als bisher“, sagt Verbandssprecher Georg Wurth. Wie sich der Markt entwickele, hänge allerdings in entscheidendem Maße davon ab, wie viele Ärzte ihren Patienten den Stoff tatsächlich verschreiben. „Wir kriegen heute schon viele Anrufe von Leuten, die einfach keinen Mediziner finden, der Medizinalhanf in der Praxis einsetzt“, sagt Wurth. Wegen der bislang relativ überschaubaren Zahl an Cannabis-Patienten gebe es derzeit nur wenige Mediziner, die sich mit der Anwendung und Wirkung des Stoffes auskennen – dafür aber jede Menge Vorbehalte. Prinzipiell könne auch das Cannabis-Geschäft in Deutschland zum Milliardenmarkt avancieren. „Aber wenn keiner Cannabis verschreibt, hemmt das natürlich die Entwicklung.“ In den vergangenen Monaten haben den Verband hunderte Anfragen von Privatpersonen und Unternehmen erreicht, die ins Geschäft einsteigen wollen."


http://www.tagesspiegel.de/themen/agend ... 07386.html
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Es liegt was in der Luft

Cannabis-Produzenten können sich jetzt für den Hanfanbau in Deutschland bewerben. In Berlin findet gerade ein Branchentreffen statt.
...
Nun ist auch klar, wie viele Anbaulizenzen für den künftigen Hanfanbau in Deutschland vergeben werden und welche Kriterien potenzielle Produzenten erfüllen müssen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am Montag die europaweite Ausschreibung für die Vergabe der Anbaulizenzen für Medizinalhanf auf seiner Homepage veröffentlicht. Den Angaben zufolge vergibt die Behörde insgesamt zehn Anbaulizenzen für drei unterschiedliche Hanfsorten, die zwischen 2019 und 2022 auszuliefern sind. Ein Cannabisproduzent kann dabei bis zu sieben Lizenzen erhalten, sofern er den Kriterien der Ausschreibung entspricht. So müssen potenzielle Auftragnehmer unter anderem mindestens dreijährige Erfahrung mit dem Anbau und der Verarbeitung von Medizinalhanf oder von Arzneipflanzen nachweisen und mindestens 50 Kilogramm davon hergestellt haben. ...

„Mit dieser Ausschreibung sind viele Firmen von vornherein aus dem Rennen“, sagt Kongressteilnehmer Cornelius Weimar, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Hanf AG. Auf die vom BfArM vorgegebene bisher produzierte Menge des Stoffes könne man als deutscher Hersteller nur kommen, wenn man mit einem bereits etablierten Hersteller aus dem Ausland zusammenarbeite. Das Dortmunder Start-up Hanfpassion verfolgt genau diese Strategie. Das 11-köpfige Team will sich in Bietergemeinschaft mit einem kanadischen und einem israelischen Unternehmen um eine der begehrten Anbaulizenzen für Medizinalhanf bewerben. "


http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/c ... 60456.html
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Zwei Tonnen Cannabis für Schwerstkranke

Die neue Cannabisagentur des Bundes lässt im staatlichen Auftrag medizinisches Hanf anbauen - sehr viel sogar. Nach SPIEGEL-Informationen könnten die Apotheken bald mehr als 5000 Patienten versorgen.
...
In 2021 und 2022 will die Agentur im staatlichen Auftrag bereits jährlich 2000 Kilogramm Cannabis in Deutschland ernten lassen, wie aus Unterlagen zum Vergabeverfahren hervorgeht, die das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt hat. Rechnerisch entsprechen 2000 Kilogramm dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von fast 5500 Patienten. "


http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 43390.html

https://de-de.facebook.com/spiegelonlin ... 3288984869

Ab 2021 !? 2000 KG für 5500 Patienten?! :o

Lächerlich und dafür klopfen sich jetzt einige Politiker selbstgerecht auf die Schultern und brüsten sich damit auf Konferenzen. :evil:
Duck
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Duck »

Das sind denn 30,4 g im monat pro partient.
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Haschgärtner dringend gesucht

Cannabismedizin aus deutschem Anbau ist schwer zu bekommen
...
Das Problem: Wer in den vergangenen drei Jahren in Deutschland 50 Kilogramm Cannabis angebaut hätte, wäre woanders gelandet als ganz oben auf der Liste der chancenreichen Bewerber. Kein deutscher Betrieb könnte eine solche Erfahrung vorweisen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) ist sauer. Jochen Winkhoff von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im ZVG sagt: "Die Vergabekriterien sind so gehalten, dass der deutsche Erwerbsgartenbau von vorneherein de facto ausgeschlossen ist." Die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag (CDU) hat deswegen mal beim Bundesinstitut nachgefragt. Das Ausschreibungsverfahren laufe, hieß es dort nur.

Maag will aber "auf jeden Fall den kontrollierten Anbau von Cannabis in Deutschland ermöglichen". Sie sieht eine Reihe von Unternehmen, etwa aus dem Bereich der Naturarzneimittel, "die dafür Expertise haben". Sie unterstütze deshalb "ausdrücklich die Bemühungen des Gesundheitsministeriums, eine vernünftige Lösung zu finden". Den Verantwortlichen rauchen deswegen schon die Köpfe. "
Sabine
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Cannabisagentur Deutschland

Beitrag von Sabine »

"Die Bewerbungsfrist läuft - Hersteller aus Kanada, Israel und den Niederlanden haben gute Karten

Bis Anfang Juni können sich Unternehmen für eine Anbau-Lizenz bewerben. Um schwerkranken Patienten zu helfen will die Bundesregierung den Anbau von Cannabis in Deutschland fördern. Marktexperten erwarten, dass Cannabis-Schmerzmittel für Hunderttausende deutsche Patienten infrage kommen könnten.

Um schwerkranken Patienten zu helfen will die Bundesregierung den Anbau von Cannabis in Deutschland fördern. Marktexperten erwarten, dass Cannabis-Schmerzmittel für Hunderttausende deutsche Patienten infrage kommen könnten.

Aktuell wird davon ausgegangen, dass sich vor allem ausländische Anbieter von medizinischem Hanf als Interessenten bewerben werden: Bedrocan aus den Niederlanden und Tikun Olam aus Israel ("WW").
...
Ein weiterer Kanditat wird der Naturarznei-Hersteller Bionorica sein. Michael Popp, Geschäftsführer und Eigentümer von Bionorica, sagte: „Wir haben Interesse daran, Medizinalhanf in pharmazeutischer Qualität in Deutschland anzubauen“."


http://www.wallstreet-online.de/nachric ... den-karten
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

" Bionorica baut kein Cannabis für das BfArM an

Die Firma Bionorica Ethics beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Cannabis und vertreibt unter anderem die Reinsubstanz Dronabinol. Mit diesen Referenzen standen die Chancen gut, den Zuschlag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Anbau von Medizinal-Cannabis in Deutschland zu erhalten. Denn die beim BfArM angesiedelte Cannabisagentur suchte seit dem 8. April 2017 Partner. Kürzlich endete die Frist für die Bewerbung. Gegenüber der Wirtschaftswoche erklärte Geschäftsführer und Eigentümer Michael Popp zunächst auch, dass man sich auf die Ausschreibung der Cannabisagentur bewerben wolle. Nun stellte eine Pressemitteilung klar, dass man wider Erwarten keinen Antrag gestellt hat. Wie Bionorica das begründet, lesen Sie heute auf DAZ.online. "


https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... 2017-06-08


Nun stellt Bionorica aber per Pressemitteilung klar: Man wird sich nicht bewerben, denn die Ausschreibung bezieht sich nur auf Blüten.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... s-bfarm-an
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Die Cannabis Arbeitsagentur

Das Potenzial der Cannabis Industrie ist nahezu grenzenlos. Langsam aber sicher hat sich in Deutschland eine stetig wachsende Branche gebildet. Diese Entwicklung wird durch die Möglichkeit der medizinischen Nutzung von Cannabis zusätzlich verstärkt. Es ist davon auszugehen, dass es in Zukunft unzählige Arbeitsplätze in diesem Bereich geben wird."


http://www.hanf-magazin.com/hanf-busine ... tsagentur/

Jobbörse:

http://cannabisarbeitsagentur.de/
Duck
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Duck »

Also die überschriften im job bereich sind ja fast peinilch.
Arbeite mit produkten die du liebst :? Die immer noch illegal sind :o oder halt medizin.
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Bionorica baut kein Cannabis für das BfArM an
...
Nun stellte eine Pressemitteilung klar, dass man wider Erwarten keinen Antrag gestellt hat. Bionorica erklärt zwar, ein Interesse daran zu haben, in Deutschland Medizinalhanf in pharmazeutischer Qualität ausschließlich für den eigenen Herstellungsbedarf von Wirkstoffen in Reinform (Dronabinol) anzubauen. Diese Möglichkeit sieht man jedoch bei der Ausgestaltung der aktuellen Ausschreibung nicht.

Denn diese hat nur die Herstellung und den Handel von Cannabis-Blüten zum Ziel. Die Verschreibung von Cannabis-Blüten lehnt Bionorica aber ausdrücklich ab. Das hatte allerdings auch Popp gegenüber der Wirtschaftswoche betont: „Bionorica will keine Hanfblüten zur medizinischen Verwendung, sondern ein flüssiges Medikament auf Cannabis-Basis anbieten.“ hieß es dort.

In einer Stellungnahme begründet Bionorica diese Haltung unter anderem damit, dass es mit modernen pharmazeutischen Qualitätsansprüchen nicht vereinbar sei, die Aktivierung des in Cannabis-Blüten enthaltenen THC pharmazeutischen Laien zu überlassen.

Das ist nach Ansicht von Bionorica inakzeptabel. Außerdem sei die Wirkstoffaufnahme nicht reproduzierbar. Die Inhalation – auch mittels Vaporizer – verursacht eine schnelle THC-Anflutung mit Plasmaspiegeln, die für Minuten ein Vielfaches therapeutischer Werte erreichen und dann schnell abfallen. Dies impliziert nach Meinung von Bionorica ein im Vergleich zur oralen Aufnahme deutlich erhöhtes Risiko für akute Nebenwirkungen wie Schwindel, High-Gefühl etc. und damit auch für die Entwicklung einer Sucht. Fertig- und Rezepturarzneimittel seien dagegen homogen und reproduzierbar herstellbar und für den Patienten gut und gleichmäßig dosierbar. "


https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... /chapter:1

Wer nicht will, der hat schon ...

Aber dieses ständige Querschiessen und Abwerten von Blüten, "Laien"-Patienten (diese Dummerchen aber auch) und oder einfach nur Spaß-Konsumenten ist widerlich.

Da will einer (von vielen weltweit) mit Gewalt und Unterdrückung sein Produkt durchsetzen, mehr ist das in meinen Augen nicht.
Duck
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Duck »

Hoffentlich ist so einer wie der popp auch nicht reproduzierbar ;)
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

Interaktive Seite

"Als Bryan auszog, um Cannabisanbauer zu werden

Seit März ist Cannabis als Medizin in Deutschland erlaubt. Ab 2019 will die Bundesregierung Cannabis aus deutschem Anbau verkaufen. Dafür sucht sie jetzt Produzenten. Bryan Ebstyne lebt in Düsseldorf und bewirbt sich für diesen Job. Es wäre nicht die erste große Cannabisplantage, die er baut."


https://interaktiv.rp-online.de/cannabi ... eutschland
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"„Man will die Ärzte mürbe machen“

Fragen wir die Bewerber. Zum Beispiel John Hoff, der sitzt Mitte Mai in seinem Büro in Berlin-Friedrichshain, in dem es sogar ein bisschen nach Gras riecht. Er gehört zu ABcann Germany, dem Ableger eines kanadischen Cannabis-Herstellers. John Hoff trägt einen blonden Zopf, schwarze Jeans, schwarzen Pullover. Er ist einer von den Menschen in Deutschland mit einer Ausnahmeregelung für medizinischen Konsum.
...
Er spekuliert darauf, dass weitere EU-Staaten Cannabis als Medizin erlauben werden. „Vor drei Jahren waren wenige bereit zu investieren. Vergangenes Jahr verging keine Woche ohne eine Anfrage von Investoren. Wir sind am Beginn des Green Rush“, sagt Hoff. „Wenn jetzt viel Geld aus Amerika investiert wird, ist der Markt nicht mehr aufzuhalten, das wird politikentscheidend.“
...
Ein anderer Name, der oft fällt, ist Pierre Debs.
...
Kann man damit Geld verdienen? Dirk Rehahn ist Gründungsmitglied des Deutschen Hanfverbandes; mit einem Biologen und einem Unternehmer startete er vergangenes Jahr die Firma PRW Phyto. Jetzt sucht er nach einem lizensierten Produzenten, um sich bewerben zu können. Das Risiko ist hoch, weil nur eine begrenzte Anzahl von Bewerbern berücksichtigt wird. Er sagt: „Die Vorlaufkosten sind hoch, es ist schwierig, das wieder reinzubekommen.“ Trotzdem will er sich bewerben. Er vermutet, dass langfristig mehr Lizenzen vergeben werden.
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Ob das Geschäft mit dem Gras boomt, das hängt in Deutschland eben vor allem von den Ärzten ab, denn die müssen es verschreiben. Dr. Knud Gastmeier ist Schmerztherapeut in Potsdam, seit Jahren verschreibt er seinen Patienten Cannabis-Produkte als Medizin.

Doch die Hürden sind hoch, sagt er. „Man will die Ärzte mürbe machen“, meint der Mediziner."


http://www.focus.de/finanzen/news/canna ... 32392.html
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Martin Mainz
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Martin Mainz »

Sabine hat geschrieben:Als Bryan auszog, um Cannabisanbauer zu werden
Spannend, auch wenn mich am Anfang gleich die Grafik mit den Konsumarten gestört hat: Cannabis wird geraucht, Öl vaporisiert. Naja. Aber dann wirds richtig gut. Wie wirds aussehen, der Cannabisanbau in Deutschland. Und wie wird sich das auf den Strommarkt auswirken ;)

Nachtrag: Sehr informativ. Wie die Agentur auch hinterm Berg hält und selbst noch am lernen ist ^^. Seltsam auch das mit den drei festgelegten CBD/THC Verhältnissen. Und Infos gibts nur an Bewerber. Müssen die eine Verschwiegenheitsklausel akzeptieren? 6 € das Gramm und nur wenig Spanne zum Umsatz. Was zahlt die Agentur am Ende? Und was wird 2018 dann in Apotheken verlangt?

Das Video am Ende fand ich auch extrem gut und sehr sympathisch.
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Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Kiffer-Industrie erobert Deutschland

Das Cannabusiness

In den Vereinigten Staaten ist Cannabis ein Millionengeschäft. Jetzt zieht Deutschland nach. Im März wurde dafür eine staatliche Cannabis-Agentur gegründet. Doch der Markt ist schwierig.

Am Morgen des zweiten Tages der International Cannabis Business Conference in einem Berliner Kongresshotel ruft Veranstalter Alex Rogers den Anzugmännern mit Dreadlocks „Make some noise y'all!“ entgegen. Das war vor ein paar Wochen. Seine Konferenz macht Station in Berlin, San Francisco, Vancouver und im Winter auf Hawaii. Tickets kosten um die 500 Euro. Etwa 800 Besucher sind da. „Make Marihuana great again“ steht auf einem Basecap, jemand in einem gestärkten Hemd hat einen Joint hinter dem Ohr. Wenige typische Kiffer hier. Aber wie sieht der eigentlich aus? Angeblich gibt es hier eine Suite, in der man aus einer großen Pfeife in Trump-Form rauchen kann.
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In der ersten Juniwoche endet der erste Teil der Ausschreibung der Cannabis-Agentur. Vielen Unternehmen haben die strengen Regularien bereits im Vorfeld das Geschäft verdorben. Berücksichtigt werden nur Firmen, die entweder drei Jahre Erfahrung im Anbau von Cannabis nachweisen können, was in Deutschland illegal und somit unmöglich ist - einzige Ausnahme: Partnerschaften mit internationalen Firmen. Die andere Möglichkeit: Man kann mehr als drei Jahre Erfahrung in der Herstellung von Pflanzenheilmitteln vorweisen.
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Wie viele neue Zulassungsanträge für THC-haltige Arzneimittel beim BfArM liegen, kommentiert die Agentur nicht. Schätzungen belaufen sich auf 150 Anträge für neue Präparate.
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Auch Bionorica ist als Hersteller des Cannabis-Extrakts Dronabinol, das als Medikament genutzt wird, Akteur des deutschen Marktes. Die Firma vertreibt unter anderem den Apotheken-Blockbuster Sinupret, zu ihrem Hanf-Engagement äußert sie sich ungern.
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Man darf durchaus von einem Paradigmenwechsel sprechen: Es ist nicht lange her, da galt Cannabis als Droge für verlauste Freaks, Politiker verteufelten es - gern nach der dritten Maß - als ersten Schritt in eine Junkie-Karriere. Jetzt also Heilpflanze.

Boris Moshkovits hat bei seinem krebskranken Schwiegervater erlebt, was Cannabis bewirken kann. Das überzeugte ihn mehr als jede Studie. Und Moshkovits ist kein Stoner mit rotgekifften Augen. Er hat den Cannabusiness Club Berlin mitgegründet. Dort wollen er und zwei Mitstreiter Aktivisten, Anwälte, Businessleute zusammenbringen. Bei ihm melden sich nicht nur Hobbyanbauer, sondern auch Großkapitalgeber. „Ich kenne Leute, die nach stillgelegten Militärgeländen suchen, um anzubauen.“"


http://www.focus.de/finanzen/news/milli ... 10367.html
Sabine
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Re: Cannabisagentur bald in Deutschland!

Beitrag von Sabine »

"Keiner will einen Hanfgarten

Cannabis auf Rezept, das ist keine Zukunftsmusik mehr. Die eigens dafür gegründete Agentur am BfArM nimmt gerade ihre Arbeit auf und erlebt dabei Überraschendes. Anscheinend will sich keine Firma für die Anbaulizenzen bewerben.
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Ähnliche Signale kommen aus Kanada. „Wir haben uns entschieden, uns nicht auf die Ausschreibung zum Anbau von Medizinal-Cannabis in Deutschland zu bewerben“, sagt Marla Luther, Deutschlandchefin von Tilray, dem Handelsblatt. Ihr Konzern gehört zu den Marktführern weltweit. Luther weiter: „Wir wollen unseren in Kanada angebauten Cannabis nach Deutschland importieren.“ Ab wann Deutschland seinen Bedarf komplett aus heimischem Anbau decken wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen."


http://news.doccheck.com/de/177625/kein ... anfgarten/

Tja, wenn ich das Chaos um das neue Medizin-Gesetz beobachte, wundert mich solch eine Reaktion nicht. Mir wird schon ganz schummerig, wenn mal was in Sachen Entkriminalisierung etc. umgesetzt werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit für ein angeordnetes Durcheinander liegt bei den meisten unserer Entscheidungsträger sehr hoch.
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