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Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Do 1. Mär 2012, 12:52
von melo
Mene Meinung ist, dass es garnimmer allzu lange dauern wird - wir erleben dies auf jeden fall noch ..... Lass Die Kanadier jetzt mal legalisieren - dann die amis (ging von Ihnen ned die prohibition aus?) Kalifornien ist ja grad schön dabei .... dann fällt der komplette Vorhang zu 100%

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Fr 2. Mär 2012, 11:07
von Bom
naja. wenn man nix tut kommt auch nix ;) darf man nicht vergessen...

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Fr 2. Mär 2012, 16:04
von bushdoctor
melo hat geschrieben:Mene Meinung ist, dass es garnimmer allzu lange dauern wird - wir erleben dies auf jeden fall noch ..... Lass Die Kanadier jetzt mal legalisieren - dann die amis (ging von Ihnen ned die prohibition aus?) Kalifornien ist ja grad schön dabei .... dann fällt der komplette Vorhang zu 100%
Täuschen wir uns mal nicht!
Auch ich habe das Gefühl, dass derzeit wieder einer verstärkte "Legalize it!"-Stimmung herrscht.
ABER: Das war 1997 auch schon mal so... Damals habe ich (leider) gewettet, dass, wenn Helmut Kohl durch RotGrün abgewählt werden würde (was ja 1998 auch tatsächlich geschah), bis spätestens 2000 der Hanf genauso entkriminialisiert werden würde wie in den Niederlanden.
Um es auf den Punkt zu bringen: DIE GRÜNEN haben uns sauber verarscht!
Seht, wo wir heute stehen: Wir sind (fast) keinen Schritt weitergekommen... die "Aufbruchstimmung" von damals ist einfach im Sande verlaufen... Seit 2011 tut sich wieder was, dank des Deutschen Hanfverbandes!

Mittlerweile bin ich absolut überzeugt, dass KEINE Partei in der BRD eine rechtliche Gleichstellung von Hanf mit Alkohol erreichen kann und will. Die Lobbyinteressen sind einfach zu stark!
Auch die PiratenPartei ist meiner Meinung nach schon vom "Establishment" unterwandert... die sollen nur die Unzufriedenen "kanalisieren".

Auch wenn´s vielleicht schräg und unbequem klingt: Eine vollständige "Legalisierung" ist erst durch einen oder nach einem totalen Zusammenbruch unseres Gesellschaftssystems möglich. Gottseidank sehe ich uns schon auf dem Weg dahin! Aber wir werden wohl noch einige Jahre warten müssen.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Sa 3. Mär 2012, 11:24
von Bom
bushdoctor hat geschrieben:
Mittlerweile bin ich absolut überzeugt, dassKEINE Partei in der BRD eine rechtliche Gleichstellung von Hanf mit Alkohol erreichen kann und will. Die Lobbyinteressen sind einfach zu stark!
Auch die PiratenPartei ist meiner Meinung nach schon vom "Establishment" unterwandert... die sollen nur die Unzufriedenen "kanalisieren".
Amen!

Ich denke auch, dass es zwar in jeder Partei wirklich engagierte Menschen gibt, beispiel Tempel (die Linke), aber im grunde nutzen die parteien das thema nur als mittel zum wählerfang. Mit der Lobbyinteressen-sache stimme ich absolut zu, man kann übrigens starke parallelen zum thema stevia und zucker erkennen. (einfach mal googeln).

Was die sache mit dem gesellschaftssystem angeht... naja, hoffentlich ist's nicht so... dann dauert das noch ein weilchen... deutschland müsste da wahrscheinlich erstmal pleite gehen oder alle leute auf die straße (was NIE passieren wird, sch*** ja-sager-gesellschaft!)

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Sa 3. Mär 2012, 11:31
von Dr.Schmidt
Ich frage mich oft, wo doch so viele Menschen meinen, dass das Gesetz im Prinzip verfassungswidrig ist,

warum noch niemand eine Klage durch bringen konnte?

Warum schließen sich die Juristen des Schildower Kreies nicht einmal zusammen um eine perfekte
Klage gegen das Gesetz einzureichen?
Oder eine Massenklage von unzähligen Betroffenen?

Weiterhin denke ich, dass man nur mit Hilfe der Medien etwas bewegen kann.
Mann muss den Menschen erst mal aufzeigen, was hier falsch läuft.
Prominente und angesehene Menschen müssten sich outen ebenso wie normale Bürger mit der abschließenden Frage:
Wieso werde ich kriminalisiert?

Damit müsste man jede Plakatwand zupflastern... aber ja, dass würde viel Geld kosten.
Man bräuchte nur mal einige große Firmen die zu spenden bereit wären...

Nur ein paar Gedanken von mir zu dem Thema...

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Sa 3. Mär 2012, 17:06
von Bom
Also ich finde die Idee mit der Massenklage und der "perfekten Klage" ziemlich geil. Ich wünsch mir ne stellungnahme vom Schildower Kreis =)

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Sa 3. Mär 2012, 18:11
von pascalscan
Wieso werde ich kriminalisiert?
Wegen der Pharmaindustrie Lebensmittelindustrie (Alkohol) und unserem Staad.
Und wegen der falschen Warheit.

Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?
Die Frage müsste lauten wie erreichen WIR die Legalisierung ?
Vieleicht durch eine Eigene Partei ?
Nicht mit so einer Kanzlarin nicht mit so einer Partei(Cdu)!
Über die Medien mit SIDO mit deutschen Bekanntheiten die zu Hanf Stehen und es Lieben.
Mit Patienten.
Mit dem DHV.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Sa 3. Mär 2012, 18:59
von Nordel
pascalscan hat geschrieben:Wieso werde ich kriminalisiert?
Wegen der Pharmaindustrie Lebensmittelindustrie (Alkohol) und unserem Staad.
Und wegen der falschen Warheit.

Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?
Die Frage müsste lauten wie erreichen WIR die Legalisierung ?
Vieleicht durch eine Eigene Partei ?
Nicht mit so einer Kanzlarin nicht mit so einer Partei(Cdu)!
Über die Medien mit SIDO mit deutschen Bekanntheiten die zu Hanf Stehen und es Lieben.
Mit Patienten.
Mit dem DHV.
Die Idee mit der Partei wurde schon oft besprochen, das ist allerdings zu komplex um es umsetzen zu können.
Eine Partei zu gründen ist kein Problem, aber was willst du denn als Wahlprogramm aufstellen? Du kannst nicht nur mit der Legalisierung argumentieren, da gibt es zu viele Themen, die behandelt werden müssen und die teilweise auch wichtiger sind als die Drogenpolitik. Dazu zählen wirtschaftliche Bereiche (Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Lohnpolitik, Steuerpolitik, Unternehmenspolitik, Wirtschaftspolitik, usw.). Dann hätten wir noch die sozialen Bereiche (Behindertenpolitik, Familienpolitik, Gleichstellungspolitik, Gesundheitspolitik, Sozialpolitik, Minderheitenpolitik, usw.). Die Bereiche in der Bildung (Bildungspolitik, Kulturpolitik, Sprachpolitik, Schulpolitik, usw.). Es gibt noch zahlreiche andere politische Bereiche, die da abgedeckt werden müssen wie die Energiepolitik, Entwicklungspolitik, Forschungspolitik, Technologiepolitik, Umweltpolitik, Verkehrspolitik, Verteidigungspolitik, Außenpolitik, und, und, und. Eine Partei muss sich mit all diesen Themen beschäftigen und gute Ansätze vorweisen können und sollte in jedem Gebiet über Fachwissen verfügen, das ist einfach zu schwierig umzusetzen. Wenn du da nicht seriös auftreten kannst, wirst du keine Stimmen bekommen und ohne Stimmen bringt so eine Partei nichts. Selbst ich, als Befürworter einer Legalisierung würde keine Partei wählen, die kein vernünftiges Wahlprogramm vorweisen könnte. Was bringt mir eine gute Drogenpolitik, wenn alle anderen Bereiche im Land den Bach runtergehen? Es gibt ja bereits Parteien, die wählbar sind und gute Wahlprogramme vorweisen können und auch für eine gute Drogenpolitik einstehen, wie die Linken, die Grünen und die Piratenpartei. Welche dieser Parteien ein Bürger wählt, sollte er anhand des Wahlprogramms ausmachen, sodass seine Interessen am Besten vertreten werden.

Einen oder mehrere Prominente mit ins Boot zu holen wäre vorteilhaft, da stimme ich dir zu. Ob Sido dafür allerdings gut geeignet wäre, da bin ich skeptisch. Er ist mittlerweile auf einen guten Weg, an seinen Image zu arbeiten und tritt auch viel seriöser auf, als die Jahre zuvor. Bei Sido bleibt aber trotzdem immer ein fader Beigeschmack dabei, niemand wäre wirklich überrascht, wenn Sido für eine Legalisierung einstehen würde. Wenn allerdings ein Herr Jauch, den jeder in Deutschland kennt und der hier ein recht hohes Ansehen hat, für eine Legalisierung einstehen würde, dann wären ganz bestimmt viele Menschen überrascht, auch ältere konservative Menschen. So etwas bewegt die Leute eher zum Nachdenken. Oder ein Joachim Löw (eher unwahrscheinlich), Herbert Grönemeyer, Franz Müntefering (wohl auch eher unwahrscheinlich), Frank-Walter Steinmeier (eher unwahrscheinlich), Volker Pispers (sogar recht wahrscheinlich), Michael Mittermeier (recht wahrscheinlich). Selbst Heino wäre eine riesen Nummer und würde ganz bestimmt für Furore sorgen (wer Heino überzeugt, kriegt von mir übrigens einen persönlichen Orden :D ). Diese Leute haben ein ganz anderes Ansehen in der Öffentlichkeit als ein ehemaliger bzw. aktueller Rapper.

Nette Grüße
Nordel

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: So 4. Mär 2012, 00:46
von Florian Rister
Das mit Michael Mittermeier habt ihr doch alle gelesen oder?

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... 1466d.html

Ich glaube, je größer wir als Verband sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch Promis sich mit uns identifizieren wollen und uns öffentlich erwähnen. Momentan bin ich schon glücklich wenn ein Sido oder ein Volker Pispers einfach öffentlich seine Meinung zum Thema Cannabis sagt. Ein direkter Bezug zum DHV wäre natürlich ein schöner Werbeeffekt, aber das kann man auch nicht erzwingen.

In den USA gibt es genug Promis, die sich mit NORML solidarisieren, einfach weil es "in" ist und quasi auch Werbung für sie selber ist. Das müssen wir hier auch erreichen.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: So 4. Mär 2012, 01:03
von Dr.Schmidt
Die Kommentare sind aber traurig...

vielleicht sollte man Herrn Mittermeyer eine Email schreiben, in der sich der DHV dafür bedankt!
Dazu kann der DHV ihn noch mit wissenschaftlichen Argumenten stützen, sodass er weiterhin an sich und das Gras glaubt.

So kann man vielleicht erreichen, dass er diese Meinung bei behält.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: So 4. Mär 2012, 18:09
von Florian Rister
Dr.Schmidt hat geschrieben: vielleicht sollte man Herrn Mittermeyer eine Email schreiben, in der sich der DHV dafür bedankt!
Dazu kann der DHV ihn noch mit wissenschaftlichen Argumenten stützen, sodass er weiterhin an sich und das Gras glaubt.

So kann man vielleicht erreichen, dass er diese Meinung bei behält.
Der Mittermeyer ist ein in Bayern aufgewachsener Kiffer, der wird seine Meinung so schnell nicht ändern :-)

Trotzdem ne schöne Idee, ihm mal danke zu sagen, da freut er sich bestimmt... Habe ich hiermit in seinem Gästebuch gemacht, könnt ihr ja auch.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: So 4. Mär 2012, 21:14
von CosmicWizard
Done!

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 06:10
von Jen
ich weiß nicht ob es so förderlich den Nutzen Hanf als Rohstoff oder Medizin in den Vordergrund zu stellen, so wie das einige machen. Klar Hanf ist ein super Rohstoff und man sollte das auch erwähnen, aber es Nützt ja jetzt nicht grad was wenn man Hanf als Rohstoff (oder Medizin) zu 100% legalisiert und fördert, aber den Konsum von Cannabis als Genussmittel weiterhin kriminalisiert. Oder sehr ich das falsch?


Das Aussehen spielt in unserer Gesellschaft leider ein zu großes Thema. Ich hab das auch bei meinem Freund miterlebt. Als er früher noch lange Haare hatte, wurde er ganz anders wahr genommen.
Bei Steffen Geyer ist das ganze wohl ziemlich zwigespalten, aber ich denke, dass er gut ankommt. Auf den ersten Blick wird ein konservativer Mensch wohl etwas abgeneigt sein, aber Steffen Geyer kann gut argumentieren, redet ordentlich und kommt sehr sympatisch rüber. Nach den ersten 2, 3 Sätzen wird wohl selbst der Konservativste den Menschen hinter den roten Dreadlocks sehen und ihn ernst nehmen und ihn vll. auch sympathisch finden :D ....aber möglicherweise sehe ich das ganze nicht objektiv genug da lange Haare und Dreads mag und auch nicht nachvollziehen kann wie man das gar hässlich finden könnte :)

Am wichtigsten bei Aufklärungsarbeit:
derjenige muss etwas über Cannabis wissen und auch die Ansichten der Hanfgegner kennen. Zudem wäre es sicher hilfreich wenn er über 20 wäre (oder zu mindestens älter als 18 aussieht). Ich denke es kommt richtig negativ rüber wenn jemand aussieht wie 13 und versucht die Leute über Cannabis aufzuklären. Solange man nicht "heruntergekommen" aussieht oder total von der Masse abhebt (Punks, Goths), macht es dann auch nicht so viel wenn man eine andere Frisur hat.

Hilfreich wäre es wohl auch bei der nächsten Bundestagswahl mehr Leute dazu zu bringen die Piraten oder Linken zu wählen.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 10:31
von His Master's Voice
In meinen Augen ist vor allem erstaunlich, wie sehr die vielen Millionen Kiffer selbst sich in die Prohibition ergeben. Vielleicht müsste man da mal ansetzen. Bevor wir anfangen unsere Gegner zu bearbeiten, sollten wir erstmal versuchen eine breite Masse an Mitstreitern zu gewinnen. Dann können wir auch Massen mobilisieren. Wir müssen das Bewusstsein der Millionen Kiffer von der Kriminalisierung und der Paranoia befreien und ihnen klar machen, dass sie eine Bewegung sein können. Wir bräuchten eine medienwirksame Aktion, bei der all die mehr oder weniger versteckt lebenden Kiffer außerhalb der Szene sehen würden, dass Sie so viele sind und dass es Dinge wie dieses Forum gibt wo sie sich organisieren können. Mir z.B. war das bis vor Kurzem auch nicht bewusst. Entscheidend für mich war das Auftreten des DHV beim Bürgerdialog der Kanzlerin. Also außerhalb der Szene, denn mit der hab ich in meinem Alltag nichts zu tun.

Ich denke wir sollten uns im Moment daher vor allem um Geld kümmern. Ohne Moos nix los. Dann können wir auch fette Werbung machen. Der DHV muss in die Mainstream-Medien. Große Tageszeitungen oder Wochenblätter. Da ne große Anzeige bringt mehr, als ein halbes Jahr Flyer verteilen.

Die Frage ist also, wie kommen wir an möglichst viel Geld? Wir brauchen Sponsoren. Die Frage ist, wer könnte das sein und was können wir denjenigen bieten? Z.B. könnte man die Sponsoren mit in die DHV-Anzeige aufnehmen ("Der DHV wird unterstützt von X, Y, und Z"). Das wäre schon mal Werbung für die.


Ein weiterer Punkt ist das Fernsehen. Das ist nun mal DAS Medium für superviele Leute. Immernoch...und wenns nur sekundär über Youtube ist.
Was mir da jedenfalls zu einfällt ist dass wir vielleicht gezielt TV-Produzenten, oder Filmemacher auf das Thema aufmerksam machen könnten. Ich denke hier vor allem an Dokumentationsfilme. Aber auch ein guter Spielfilm brächte viel, siehe z.B. "Lammbock", der war doch total hip damals und hat vor allem im Mainstream für ein gutes Stück Normalisierung gesorgt. Vielleicht ist ja gerade irgendwo ein Filmmensch auf der Suche nach nem Thema und nimmt sich unserer an.


Dann möchte ich noch ein paar Worte zu den Äußerlichkeiten verlieren. Wichtig finde ich hier, dass wir uns und den Prohibitionisten klar machen, dass Hanffreunde (bin übrigens auch für eine "Politische Wörter"-Sammlung) in allen Milieus und gesellschaftlichen Gruppen vorkommen und dass man nur deshalb so wenige von ihnen mit "normalbürgerlichem" Äußeren in der Öffentlichkeit erlebt, weil diese generell Befürchtungen um ihre soziale Stellung haben müssen, was bei den, ich sags jetzt mal ganz vereinfacht, Rastamen nicht der Fall ist. Bei letzteren gehört es ja quasi zum persönlichen Image, sich als antibürgerlich, subversiv etc. zu präsentieren. Von daher finde ich wichtig, dass wir schon ein bisschen gucken, dass nicht nur die Rasta-Fraktion auf Veranstaltungen vertreten ist. Zur Erreichung dieses Zustands siehe erster Absatz.


Edit: Mir kommt gerade noch so eine Idee...ziemlich erfolgreich in Deutschland haben sich in meinen Augen diese Schleifen zum Anstecken erwiesen, z.B. sehr bekannt die rote Schleife für Bewusstmachung des AIDS-Problems. Aber auch andere Themen wurden auf die Weise schon erfolgreich einer breiten Masse bewusst gemacht. Vielleicht sollten wir sowas machen. Irgendwas anderes als immer die Hanfblätter. Die sind auch schon fast zu einem Stigma geworden und in meinen Augen bei gewissen Leuten eher abschreckend. Wohingegen eine neutrale, ja vertraute Form (Ansteckschleife) und eine neue eindeutige Farbe (in unserem Fall natürlich Grün) vielleicht vielen anderen, die sich niemals ein Hanfblatt irgendwo aufkleben würden, die Möglichkeit der Solidarisierung mit uns bieten könnte. Es gibt Millionen Muttis, die auf solche Schleifen stehen. Außerdem ist es eher ein Understatement und man ist nicht sofort als Kiffer verschrien. Die Schleife ist eher ein Zeichen der Solidarität und somit alltagstauglich.

Ich glaube, wir müssen neue "Waffen" entwickeln. Die lange Zeit hat die herkömmlichen Begriffe und Images festgefahren. Legalize it!-Aufkleber, Hanfblatt als Symbol, Rastafari, alles schön und gut aber das alles sind in meinen Augen eher ein ausgrenzende Symbole, mit denen wir die breite Masse von uns abtrennen. Wir müssen Zeichen und Worte entwickeln, die 2012 unverfänglich sind. Das schwächt auch die Prohibitionisten, denn die haben sich doch schon total auf das übliche Image eingeschossen. Wir müssen diese Klischees aufbrechen in unserem eigenen Interesse.

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 11:21
von Smokealot
Super Idee mit den Schleifen!
Gefällt mir :lol:

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 11:33
von TheBeginning
Die Idee mit der Schleife ist wirklich super.
Analog geschwungen wie die AIDS Schleife?
Würde ich mir und meiner Family sofort morgen anstecken. :-)

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 11:39
von Wurzelbert
@ smokealot und HisMastersVoice

An sich ne sehr gute Idee, die grüne Schleife ist allerdings schon belegt :cry: :http://grueneschleife.50webs.com/

Leider sind Menschen nun mal voreingenommen, und packen andere in Schubladen. Kenn das selbst gut genug: Lange Haare, Bart, Bandshirts usw..(In der Strasse in der ich aufgewachsen bin, meinte eine Nachbarin zu meiner Ma: "Immer diese langen Haare und die laute Musik, dann dreht er auch noch seine Zigaretten selbst..Der nimmt doch bestimmt Drogen!!!") Allein deswegen wird man immer wieder in Schubladen gepackt und es ist wahnsinnig schwer, andere dann vom Gegenteil zu überzeugen, nämlich das man doch ein guter Mensch ist.

Was wir brauchen sind die "seriösen" Menschen unserer Gesellschaft, Ärzte, Anwälte, Bänker und sonstige Anzugträger, die sich zum Konsum bekennen und Offen für eine Legalisierung einstehen. Leider fürchten die (meisten) sich aufgrund der Repression um ihren guten Ruf und eventuelle Verfolgung. Viele werden sich erst nach einer Legalisierung "outen"

@nordel
Heino ins Boot zu holen, wäre evtl gar nicht mal so unwahrscheinlich,hab grad mal ein bisschen recherchiert: Er leidet an Morbus Basedow, einer Autoimmunkrankheit. Diese erhöht massiv seinen Augendruck, was dazu führt, dass diese herausquellen ( "Froschaugen"). Und da fällt mir spontan was ein, was den Augendruck senkt... ;) Und sein Markenzeichen, die Brille, könnte er dann auch aufbehalten, damit man die roten Augen nicht so sieht!! 8-)
Ich hör ihn schon "Ja,ja so grün,grün,grün blüht der Hanf im Land.." singen :D

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 17:21
von S3r!0S 1
Wie wärs mit einem gelben Armband mit einem Aufdruck aus schwarzen, aus drei Punkten stilisierten Leaf? Oder besser noch eine deutschlandweite Selbstanzeigeaktion, damit auch ja die mutmaßlichen 8 Millionen (Angabe des BKA 1994) ihren Führerschein, ihre Jobs und schließlich ihre Kinder an das Jugendamt verlieren?

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 19:00
von Jen
mit Sponsoren sehe ich kritisch. Es kommt vor bei manchen wohl etwas zu unseriös rüber wenn man bei den Sponsoren alles voller Head Shop Werbung hat :/
Dass man mehr Geld zusammen bekommen muss ist schon richtig. Aber wie? Man könnte auf der Straße eine Spendenaktion machen (und dabei auch gleich noch Flyer verteilen). Dazu brauch man aber eine Genehmigung und die wird man wahrscheinlich nicht so leicht bekommen.
Was wir brauchen sind die "seriösen" Menschen unserer Gesellschaft, Ärzte, Anwälte, Bänker und sonstige Anzugträger, die sich zum Konsum bekennen und Offen für eine Legalisierung einstehen. Leider fürchten die (meisten) sich aufgrund der Repression um ihren guten Ruf und eventuelle Verfolgung. Viele werden sich erst nach einer Legalisierung "outen"
man muss sich ja auch nicht gleich zum Konsum bekennen. Es würde ja auch schon was bringen wenn mehr Menschen einfach für die Legalisierung sind.
Es muss langsam mal etwas Gegenwind in Sachen Drogenpolitik kommen. Sonst ist in 10 Jahren sämtliche Pflanzen, die nicht nur der Dekoration dienen, illegal und wenn es mal soweit ist erreicht man gar nichts mehr.


@S3r!0S 1: das ist viel zu gefährlich. Nachher machen dabei nur eine Handvoll Leute mit und die haben dann die Arschkarte :|

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 23:30
von His Master's Voice
Jen hat geschrieben:mit Sponsoren sehe ich kritisch. Es kommt vor bei manchen wohl etwas zu unseriös rüber wenn man bei den Sponsoren alles voller Head Shop Werbung hat :/
Ja nun...wir müssen klar machen, dass es eben nicht unseriös ist. Sondern das da solide Firmen dahinter stehen. Das ist dann wie mit Brauereien als Sponsoren. Die stellen sogar die Drogen selbst her und nicht nur die Gläser und Flaschen. Gibt es nicht statt der Headshops irgendwelche Bong- oder Grow-Box-Hersteller die Bock auf Zusammenarbeit haben könnten? Kennt jemand vielleicht ein paar starke Markenhersteller die man ansprechen könnte?

Vielleicht sollten wir uns auch nicht rein auf Sponsoren versteifen. Spenden von Seiten der Headshop-"Industrie" täten es ja auch.

Weitere mögliche Verbündete sehe ich bei den Hanfbauern und den Krankenkassen. Auch wenn die vielleicht im ersten Moment Berührungsängste haben, aber wenn wir es schaffen den Krankenkassen klar zu machen, dass ein geregelter Cannabis-Markt sie bares Geld spart, dann können wir sie vielleicht für uns gewinnen.

Auch die Hanfbauern müssten doch eigentlich auch ein Interesse an einem Markt ohne lästige Genehmigungshürden haben.

Ja und was ist mit den Millionen Kiffern? Ich komme immer wieder darauf. Wir müssten eigentlich als allererstes die Kiffer mobilisieren. Gerade auch die sozial und finanziell gefestigten. Dann kommt die Massenpower von alleine.


Was denkt Ihr?

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Mi 14. Mär 2012, 14:02
von Fabius
Es kommt einem so vor als wenn man mit der Legalisierung immer weiter zurück fällt. Es ist eine Schande das man zu seinem Konsum einfach nicht stehen darf. Es ist echt ein Phänomen. Der Kiffer ist der Buhmann. Wie kiregt man das aus den Köpfen der Menschen raus ?

Re: Wie erreicht man die Legalisierung möglichst schnell?

Verfasst: Do 15. Mär 2012, 19:12
von mogelmann
also ich finde man sollte n bisschen mehr das ganze volk ansprechen da die anzahl der konsumenten die sich für legalisierung einsetzen eindeutig zu klein ist um ernst genommen zu werden. aber die frage ist jetzt wie? man könnte zb. (sofern es möglich ist, was mir jetzt egal ist, weils sowieso nur eine "beispiels" idee ist) die hälfte des einkommens der cannabissteuer in zb. die ölsteuer einfließen lassen... angenommen man trifft einen, zu cannabis unparteiischen stehenden, menschen erzählt ihn das sein volk ein "genussmittel", das jährlich 48.000 menschen tötet (von den ganzen alkoholkranken bzw folgeerkrankungen fang ich garnicht erst an), liebt aber ein sogenanntes rauschmittel verteufelt das vllt in extremfällen zu psychosen führen kann wenn mann zu jung oder extrem konsumiert oder ohnehin schon psychisch labil ist, wobei diese sachen noch gut durch aufklährung eingeschränkt werden können. ich bin vom thema abgewichen... angenommen man erzählt ihn das alles in nem kleinen 3-minutenvortrag dann wird er höchstwahrscheinlich sagen dass es schon alles komisch ist aber es ist ihm im endeffekt eh egal.. aber wenn man ihn dann erzählt dass deutschland durch eine legalisierung, die meinen vorschlag die ölsteuer zu entlasten unterstüzt, auf einmal 600mio weniger tanken muss dann hört er komischer weise zu. vorteil wäre ausserdem dass die politiker sich nicht um ihre stimmen sorgen müssen wenn es genug beführworter gibt und sie müssen die pro-cannabis aktionen nicht mehr mit ihren ohnehin schlecht-begründeten argumenten parieren

also alles in einem finde ich dass man erstmal genug aufmerksamkeit erregen muss um ernsthaft diskutieren zu können..
MfG - der mogelmann :P
PS: ist klar das cannabis eine einstiegsdroge ist wenn man soviel schlechtes davon hört, es mal ausprobiert und merkt dass es garnicht so schlimm ist.. TOP drogenpolitik/AUFKLÄHRUNG FTW!