"Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

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pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.hanf-magazin.com/wissenscha ... toerungen/
CBDV bei Epilepsie und Autismus-Spektrum Störungen
...
Im Wesentlichen handelt es sich im Falle von CBDV um CBD, dessen Seitenkette um zwei Methylbrücken verkürzt ist.
...
CBDV konnte die Anzahl und die Intensität der Epilepsie-Anfälle um durchschnittlich 40,5 % senken.
...
Bei einer Autismus-Spektrum-Störung besteht typischerweise eine Hyperkonnektivität, also ein Übermaß an neuronaler Verbindung, zwischen verschiedenen Gehirnregionen. Vor allem das ventrale Striatum sowie die frontalen und perizentralen Regionen sind daran beteiligt. Genau dieses Übermaß an Datenaustausch zwischen diesen Gehirnregionen konnte CBDV mit lediglich 2 Einzeldosen auf ein normales Niveau reduzieren.
...
Lesenswert.
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.das-pta-magazin.de/news/can ... 46169.html
Eine niedrigdosierte Langzeitgabe von Cannabis kann nicht nur Alterungsprozesse im Gehirn umkehren, sondern hat auch eine Anti-Aging-Wirkung. Zu diesem Schluss kommen Forschende aus Bonn im Rahmen der Grundlagenforschung.
..
„Wir kamen zu dem Schluss, dass eine langfristige THC-Behandlung zunächst eine kognitionsfördernde Wirkung hat, indem sie die Energie- und synaptische Proteinproduktion im Gehirn erhöht, gefolgt von einer Anti-Aging-Wirkung durch eine Verringerung der mTOR-Aktivität und der Stoffwechselprozesse in der Peripherie“, sagt Dr. Andras Bilkei-Gorzo vom Institut für Molekulare Psychiatrie. „Unsere Studie legt nahe, dass eine doppelte Wirkung auf die mTOR-Aktivität und das Metabolom die Grundlage für ein wirksames Anti-Aging- und kognitionsförderndes Medikament sein könnte.“
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -einsetzen
...
Die aktuelle Datenlage zur Effektivität von Cannabinoiden bei verschiedenen Schlafstörungen ist sehr heterogen, und vor allem fehlen große kontrollierte Studien, betonte Winter. Die Ergebnisse aus kleineren Untersuchungen und Beobachtungsstudien seien dennoch vielversprechend. ...
Nix wirklich Neues....
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.20min.ch/story/scromiting-k ... -103208208
Täglicher Anblick in den USA: Menschen suchen schreiend und erbrechend die Notaufnahme auf, ausgelöst durch übermässigen Cannabiskonsum.
Das ist die nächste Sau, die von den Prohibitionisten durch's Dorf getrieben wird, wetten?! :roll:

https://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis- ... is-Syndrom dazu:
...
Kontroverse über Existenz des Syndroms

Es ist unklar, ob das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom eine eigenständige Erkrankung ist oder die Patienten missdiagnostiziert sind und eigentlich an einem Syndrom des zyklischen Erbrechens mit begleitend erhöhten Cannabiskonsum leiden. ... Ein weiteres Argument gegen die Existenz als eigenständiges Syndrom ist der Jahrhunderte alte Gebrauch von Cannabis. Es wäre zu erwarten, dass bereits früher ein Cannabis-Hyperemesis-Syndrom beschrieben worden wäre. ...
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://bedrocan.com/de/healthcare-prof ... forschung/
Cannabis Forschung

... Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über bereits veröffentlichte Forschungsprojekte, bei denen Cannabisprodukte aus dem Hause Bedrocan verwendet wurden. ...
Schöne Übersicht über alle diesbezüglichen Studien.
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://scilogs.spektrum.de/menschen-bi ... -cannabis/
Ein geschichtlicher Rückblick von Dr. Stephan Schleim

Zweite Opiumkonferenz: 100 Jahre “böses” Cannabis
...
Wie gut, dass unsere Behörden dieses Teufelszeug im Laufe des 20. Jahrhunderts immer stärker unterdrückt haben. Und bis zur Entkriminalisierung in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger im sechsstelligen Bereich verurteilt haben. So wurde die Welt “viel glücklicher und besser” gemacht. Welchen Scheiß muss man konsumieren, um das wirklich zu glauben?
...
Passt wohl am besten hier rein, da es ja auch um den Status als alte Arzneipflanze geht.
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... rnleistung
Hirndoping mit Cannabis

... THC als Jungbrunnen mit Anti-Aging-Effekten, Verbesserung der Kognition und Beschleunigung operationaler Hirnleistungen. ... Die entscheidende Schlussfolgerung der Autoren lautete: die Wiederherstellung der CB1-Aktivität in alten Tieren respektive Menschen könnte eine wirksame Strategie sein, um alters­abhängige Einschränkungen der Kognition zu behandeln. ... Unter dieser THC-Therapie verbesserten sich nicht nur Schmerz, depressive Symptome und Lebensqualität, sondern auch die Opioid-assoziierten Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel. Für das vorliegende Thema besonders relevant waren die Verbesserung des Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnisses, die Beschleunigung des Denkvermögens und eine Verbesserung des logischen Denkens. ...
Interessant auch (am Ende des Artikels):
Abb. 2: Sensitivität gegen kognitive Dysfunktionen sinkt mit dem Alter. Bei Jugendlichen verschlechtert THC dosisabhängig kognitive Funktionen, während Ältere dagegen resilient sind.
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.medical-tribune.de/medizin- ... s-reagiert
Wie das Gehirn auf Cannabis reagiert
...
Die Therapie mit medizinischem Cannabis hat auch auf längere Sicht keine negativen Folgen für das Gehirn.
...
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -im-visier
Nebenwirkungen von Cannabis im Visier
...
„Kein Cannabispatient bekommt aus heiterem Himmel eine Psychose“. Das Risiko sei bei Patienten erhöht, die eine familiäre Belastung durch Schizophrenien und Psychosen aufweisen. Eine akute Psychose stelle eine absolute Kontraindikation dar, sagt die Psychiaterin. Ein Zusammenhang zwischen Cannabis und einem erhöhten Risiko für chronische psychotische Störungen ist für Personen nachgewiesen, die ein hohes genetisches Risiko haben und bereits im Jugendalter regelmäßig große Mengen THC-haltiger Cannabis-Produkte inhalierten.
...
Insgesamt sehr lesenswerter Artikel.

Zu den im Artikel genannten "Cannabis-Konsumstörung": die Kriterien dazu (finde leider gerade keine Definition) sind sehr hart gefasst, à la "mehr als zweimal pro Woche in den letzten zwei Jahren konsumiert". Eigentlich haben nur extreme Gelegenheitskiffer keine so definierte "Konsumstörung".
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.spektrum.de/news/groesste-c ... is/2251220
Ob langjähriges Kiffen dauerhaft der geistigen Leistungsfähigkeit schadet, ist überraschend unklar. Eine große Studie liefert jetzt weitere schwer zu interpretierende Ergebnisse. ... Personen mit positivem Urintest zeigten statistisch signifikant geringere Hirnaktivität lediglich bei den Aufgaben fürs Arbeitsgedächtnis – ebenso Personen, die langjährig Cannabis konsumiert hatten. Doch nur jene von ihnen, die in den letzten Tagen Cannabis geraucht hatten, schnitten signifikant schlechter bei der Übung selbst ab, langjährige Nutzer nicht. ...
Sehr schön auch, dass die (vom mir weggelassene) Überschrift deutlich vom Inhalt differiert, ebenso wie das kleine Wort "überraschend". Da war der Autor wohl nicht angetan vom Studienergebnis. ;)

Und die FAZ interpretiert das Ganze mal selbst faktenfrei nach Gutdünken.
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://herzmedizin.de/fuer-aerzte-und- ... isiko.html
...
Eine aktuelle Studie aus den USA, die im Journal JACC: Advances als Pre-Proof vorliegt, fand ein deutlich erhöhtes Risiko für Myokardinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Gesamtmortalität bei jungen, gesunden Erwachsenen, die Cannabis konsumierten.

... Eine relevante Limitation der Studie besteht darin, dass ICD-Diagnosen zur Selektion der Cannabis-Konsumentinnen und -Konsumenten genutzt wurden. Die Angabe der Einnahme von Cannabis als Diagnose stellt höchst wahrscheinlich bereits eine Vorauswahl von Patientinnen und Patienten dar, die weitere Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse mit sich bringen, auch wenn diese im bestehenden Studiendesign nicht weiter messbar sind. Dies ist ein Manko, welches auch in vielen vorherigen Studien präsent ist und dem Einfluss weiterer Drogen bei Misch-Konsum sowie der mit inhalativer Einnahme verbundenen Feinstaubexposition etc. nicht gerecht wird. ...
Also wie immer:
  • Polytoxer werden nicht erfasst
  • synthetische Cannabinoide und andere Streckmittel fallen unter den Tisch
  • die untersuchte Gruppe konsumiert per se erhebliche Mengen
  • keine Dosis-abhängige Datenerhebung
Summa summarum: tendenziöses Studiendesign.
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.aerzteblatt.de/news/magnetr ... 80b6976594
Studie: https://jamanetwork.com/journals/jamaps ... le/2832297
Magnetresonanztomografie macht Verbindung zwischen Cannabis und Psychosen sichtbar
Da geht's mal wieder um Stimmungsmache¹. Selbst die Autoren der Studie schränken bereits im vierten Satz ein:
Despite evidence that individuals with a cannabis use disorder (CUD) are at elevated risk of psychosis and that the neurotransmitter dopamine has a role in psychosis, the mechanism linking cannabis use and psychosis remains unclear.
Zudem: die Einschränkung der Probanten auf "Cannabis use disorder" läßt mal wieder die Henne/Ei-Problematik komplett offen. Dann ist die Aussage "wir sehen bei CUD-Patienten neuronale Aktivität in Bereichen des Gehirns, die auch bei Psychosen aktiv sind" wenig sinnig. Das ist eine rein statistische Erfassung von elektrischer Aktivität gegen ein "Standardgehirn" (weiß, männlich, Student in den USA aus der Mittelschicht). Die Chancen stehen gut, dass man bei anderen Gruppen (Sportler, Künstler, Stressopfer, whatever) ähnliches finden würde.

Generell: das Zusammenspiel von Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, etc im Gehirn ist nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Über Mutmaßungen reicht das nicht hinaus. Die altbekannten SSRI/NSRI² wirken nur minimal besser als Placebos (oder verschlimmern aufgrund UAW sogar den Gesamtzustand). Die Forschung steht hier nach wie vor ganz am Anfang. Inwieweit andere Stoffe im µg oder gar ng-Bereich beteiligt sind ist noch völlig unklar. Die hohe Responsivität des Gehirns auf zB Halluzinogene³ legt dies aber nahe.

---
¹ Herausgeber des "Deutschen Ärzteblattes" ist die BÄK höchstselbst. Das ist ein Klaus Reinhardt-Gefälligkeits-Artikel.
² Das soll keine Verteufelung sein: bei immerhin ca 20% der Patienten wirken sie wie gewünscht.
³ Die Prohibition hat "erfolgreich" jegliche Forschung diesbezüglich nahezu komplett verhindert. Erst langsam nimmt das Fahrt auf und wird sogar als "Gamechanger" erkannt.
moepens
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von moepens »

Jein. Ich beteiligte mich dazu jüngst an einer wissenschaftliche Diskussion, bei dem ich diese Untersuchung bewusst ausgeklammert habe, da hier noch so vieles im Unklaren liegt.

Darüber dass jeglicher Konsum von Substanzen ungesund ist, muss man sich im Klaren sein. Auch darüber dass die Dosis das Gift macht (hier geht es ja um die Diagnose Cannabis Use Disorder).

Die entscheidende Frage bei all dem ist doch aber, was wir daraus machen, und auch ob sich solche Untersuchungen auf Deutschland anwenden lassen, denn wir gehen da einen Sonderweg.

Sonst bleiben wir bei der ewigen Diskussion stehen, wie gefährlich Cannabis ist und ob wir nun Drogengesetze verschärfen oder erleichtern sollen, und das ist eben ein Irrweg, den Medien gerne ausschlachten.
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.pta-in-love.de/cannabis-cbd ... eberwerte/
Cannabis: CBD verdreifacht Leberwerte
...
In der Regel blieb die Erhöhung der Leberwerte jedoch ohne Symptome, eine Eosinophilie wurde nur bei wenigen Patient:innen beobachtet. Hinzukommt, dass sich die gesteigerten Werte erst nach rund drei Wochen erkennen ließen und nach dem Absetzen von CBD wieder normalisierten. ...
Studie: https://jamanetwork.com/journals/jamain ... le/2836267.

Den Bock schießt Medscape mit der reißerischen Überschrift
Studie warnt vor möglichen Leberschäden mit Cannabidiol: Nicht so harmlos wie gedacht
Ich bin gespannt, wann unsere Prohibitionisten-Presse aufspringt und "Totesdroge CBD!" titelt. 🙈
nightcap
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von nightcap »

pepre hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 18:26 https://www.pta-in-love.de/cannabis-cbd ... eberwerte/
Cannabis: CBD verdreifacht Leberwerte
...
In der Regel blieb die Erhöhung der Leberwerte jedoch ohne Symptome, eine Eosinophilie wurde nur bei wenigen Patient:innen beobachtet. Hinzukommt, dass sich die gesteigerten Werte erst nach rund drei Wochen erkennen ließen und nach dem Absetzen von CBD wieder normalisierten. ...
Studie: https://jamanetwork.com/journals/jamain ... le/2836267.

Den Bock schießt Medscape mit der reißerischen Überschrift
Studie warnt vor möglichen Leberschäden mit Cannabidiol: Nicht so harmlos wie gedacht
Ich bin gespannt, wann unsere Prohibitionisten-Presse aufspringt und "Totesdroge CBD!" titelt. 🙈
In einem unendlichen Universum in dem es buchstäblich alles gibt, ist eben alles möglich. New Science!
Die spannende Frage wird sein: Starb der Patient an oder mit CBD? Der Herr Streeck als neuer Drogenbeauftragter müsste doch noch mit einer derartigen Fragestellung ganz gut vertraut sein - während der Pandemie hieß es ja auch "an oder mit Corona"...
Wenn DE schon nicht die meisten glücklichen Menschen hat, dann wenigstens die meisten Cannabistoten (eine ähnliche Schlagzeile hatte m.W. kürzlich der Stern (?) nach dem Motto "unter welchen Umständen Cannabis tödlich sein kann").
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.spektrum.de/video/science-s ... en/2280635
https://www.youtube.com/watch?v=spk_vp4Rt30
Science Slam
Macht Kiffen uns zu besseren Menschen?
...
Neuro- und Kognitionswissenschaftlerin Wiebke Schick präsentiert in ihrem Science-Slam-Vortrag eine verblüffende Studie: Mexikanische Forschende haben herausgefunden, dass regelmäßiger Cannabiskonsum die Empathie im Gehirn fördern könnte. ...
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M. Nice
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von M. Nice »

Cannabisblüten: Kein Arzneimittel, keine Erstattung :!:

Cannabisblüten: Kein Arzneimittel, keine Erstattung | APOTHEKE ADHOC
https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/ ... rstattung/
Berlin -

Das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) soll angepasst werden. Dem GKV-Spitzenverband genügen das geplante Versandverbot und die strengeren Verschreibungsregeln nicht. In einer Stellungnahme macht der GKV klar: Im Zuge der Gesetzesänderung sollte auch die Leistungspflicht überprüft werden. Denn: „Es besteht daher keine Notwendigkeit für einen medizinischen Einsatz von Cannabis in Form getrockneter Blüten.“
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4915321
„Dramatischer“ Anstieg des Cannabis-Hyperemesis-Syndroms – wirklich?
...
Gesucht wurde nach Jugendlichen, die zwischen den Jahren 2016 und 2023 in die Notaufnahme eingeliefert wurden – mit typischen Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen und gleichzeitig mindestens einem 2. Diagnosecode, der auf Cannabis hinwies, etwa „Cannabis-Missbrauch“ oder „Cannabis-Abhängigkeit“ [Und schon gibt's eine CHS-Diagnose]
...
Lesenswert.
nightcap
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von nightcap »

pepre hat geschrieben: Di 4. Nov 2025, 10:28 https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4915321
„Dramatischer“ Anstieg des Cannabis-Hyperemesis-Syndroms – wirklich?
...
Gesucht wurde nach Jugendlichen, die zwischen den Jahren 2016 und 2023 in die Notaufnahme eingeliefert wurden – mit typischen Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen und gleichzeitig mindestens einem 2. Diagnosecode, der auf Cannabis hinwies, etwa „Cannabis-Missbrauch“ oder „Cannabis-Abhängigkeit“ [Und schon gibt's eine CHS-Diagnose]
...
Lesenswert.
Du immer mit deinen Fakten wo doch nur die gefühlte Wahrheit die einzig richtige ist. Es ist wie immer: Ist der Patient nun an oder mit Cannabis im Blut gestorben?
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/ ... rbessern/#
Schlafapnoe: Cannabis könnte Symptome verbessern
...
Es wird angenommen, dass Dronabinol die neuralen Kontrollmechanismen der oberen Atemwege stabilisiert und somit die Atemaussetzer direkt im Gehirn reguliert. ... Die Proband:innen erhielten entweder ein Placebo, 2,5 mg oder 10 mg Dronabinol täglich vor dem Schlafengehen. Die zentralen Ergebnisse [der Studie von 2017] zeigten, dass Dronabinol dosisabhängig den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) – die Messgröße für die Schwere der Apnoe – signifikant reduzierte. Konkret: Die höchste Dosis von 10 mg Dronabinol führte zu einer deutlichen Senkung der Atemaussetzer pro Stunde im Vergleich zur Placebogruppe. ...
Schade, dass nur synthetisches THC getestet wurde.
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... fa7263e7b4
Vorsicht vor Wechselwirkungen

Ob Medizinalcannabis oder Rauschmittel: Die enthaltenden Cannabinoide werden über das Cytochrom-P450-System metabolisiert. Da sind Interaktionen mit bestimmten Arzneistoffen vorbestimmt. Worauf Apotheker achten sollten. ...
Lesenswert, wenn auch reichlich Fachchinesisch... ;)

Speziell:
Zu beachten ist, dass der Hauptwirkstoff THC erst durch CYP2C9 und CYP3A4 zu 11-Hydroxy-THC verstoffwechselt wird, das stärker und länger wirkt als THC. Inaktiviert wird dieser aktive Metabolit dann wiederum über CYP3A4. Beide Enzyme sowie vor allem CYP2C19 spielen auch bei der Metabolisierung von CBD eine Rolle.
Passt gut zu diesem Fred zur Messsubstanz zur Fahrtauglichkeit.
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.medical-tribune.de/medizin- ... stoerungen
Betroffene von Anorexie und anderen Essstörungen berichten, dass Cannabis und Psychedelika ihre Symptome lindern. Die Forschenden regen an, den Einsatz dieser Substanzen in der Behandlung zu untersuchen. ...
pepre
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ge-161405/
Therapeutisches Cannabis: Hype ohne Grundlage
Typischer Prohi-Artikel. Mal ganz langsam für die PZ: es gibt keine Studien, weil a) die Forschung jahrzehntelang verboten und verpönt war/ist, und b) die Pharmariesen keine teueren Studien machen für ein Kraut, das wie Unkraut in jedem Garten wächst. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ein extrem breites Anwendungsspektrum von Hanf existiert oder nicht: es verstößt gegen die neoliberalen Grundprinzipien Monopolisierbarkeit und Profitmaximierung.

Die "evidenzbasierten medizinischen Studien" wurden politisch so designed, dass nur die Pharmariesen diese finanziell stemmen können. Was Medizin ist oder nicht, das entscheidet die Industrie, nicht die Wissenschaft!
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... li.3355175
Verhaltensbiologie: Auch Ratten kiffen gegen Stress
Soweit, so unspektakulär.
Kiffen gegen Stress? Auch das klingt fast menschlich. Und für Studienautor Ryan McLaughlin ergibt es Sinn. Der „häufigste Grund für den gewohnheitsmäßigen Cannabiskonsum ist die Bewältigung von Stress“, sagt er laut einer Mitteilung seiner Universität.
Das ist ähnlich sinnfrei wie "der häufigste Grund für gewohnheitsmäßigen Sex ist die Bewältigung von Stress". - Der Mensch mag Dopamin, er ist halt so. Da ist nichts Verwerfliches dran.¹
Und wer weiß? Eines Tages könne man womöglich das Drogensuchtrisiko von Menschen anhand ihrer Stresshormone einschätzen.
Liebe SZ, denkt ihr eigentlich darüber nach, was ihr schreibt? Wie bitte kommt man von Anti-Stress-Medizin zu Drogensuchtrisiko? Sitzt bei Cannabis der "Drogen! Sucht!"-Reflex wirklich so tief, dass ihr gar nicht anders könnt?

--
¹ Außer man folgt der puritanischen Doktrin "Das Leben ist Mühsal und Plage, Erlösung findet man nur durch Gott."
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Re: "Cannabis: Alte Arzneipflanze, moderne Forschung"

Beitrag von pepre »

https://www.heilpraxisnet.de/naturheilp ... 104607011/
Cannabis wirkt nachweisbar gegen akute Migräne
...
Insgesamt wurden bei den 92 Teilnehmenden 247 Migräneattacken behandelt und Cannabis mit der Kombination aus THC und CBD bewirkte in rund 67 Prozent der Anwendungen eine signifikante Schmerzlinderung. Auch konnten knapp 35 Prozent hiermit völlige Schmerzfreiheit und mehr als 60 Prozent eine Freiheit von den belastendsten Symptomen erreichen, so das Forschungsteam. ...
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