Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Fälle, Strafen, Probleme rund um den Führerschein & Verkehrskontrollen.
GonZZo
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von GonZZo »

Hast auch wieder recht ;-) lieber warten und Tee trinken...

Wenn ich die Urinproben nun schon mache und die Anordnung in 1 Jahr z.B. kommt, kann ich diese dann vorlegen und bin somit raus, oder würden die dann nochmal welche Anfordern?

Danke! :)
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bushdoctor
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von bushdoctor »

GonZZo hat geschrieben: Wenn ich die Urinproben nun schon mache und die Anordnung in 1 Jahr z.B. kommt, kann ich diese dann vorlegen und bin somit raus, oder würden die dann nochmal welche Anfordern?
Ich tippe mal drauf, dass das "Amt" das gerne "zur deren Bedingungen" machen, d.h. die fordern dann aktuelle, "frische" Urinproben an... (würde ich auch so machen!) ;-)
Sabine
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Re: Führerschein und Schmerzpatient

Beitrag von Sabine »

"Cannabis am Steuer legal

Wer im Straßenverkehr nach dem Konsum von Cannabis erwischt wird, verliert regelmäßig für längere Zeit seinen Führerschein. Neben dem Entzug der Fahrerlaubnis müssen sie dann über längere Zeit mit Tests nachweisen, dass sie keine Drogen nehmen. Sonst erhalten sie den Führerschein nicht zurück. Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es für Patienten, die aus medizinischen Gründen Cannabis einnehmen müssen. Nicht jede Fahrt unter Cannabis-Einfluss verstößt gegen das Straßenverkehrsgesetz.
...
Cannabis-Patienten verlieren aber nicht automatisch ihren Führerschein, wenn sie während der Therapie bei einer Verkehrskontrolle auffallen: „Die Einnahme von Medikamenten wird verkehrsrechtlich anders behandelt als die missbräuchliche Einnahme derselben Substanz“, bestätigt das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die Ausnahmeregelung gegenüber APOTHEKE ADHOC. Dies sei dadurch begründet, dass Patienten die Substanz zur Therapie benötigten und die Substanz daher auch andere Wirkungen entfalte. „Zudem erfolgt die Einnahme ärztlich überwacht und in vorgeschriebener Dosierung“, so das BMVI.
...
Der illegale Konsum von Betäubungsmitteln schließt laut BMVI die Fahreignung eigentlich grundsätzlich aus. „Dagegen führt die Einnahme von Medikamenten nur dann zum Ausschluss der Fahreignung, wenn es zu einer Beeinträchtigung des Leistungsvermögens unter das erforderliche Maß kommt“, so das Ministerium. Bei Zweifel hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit wird in diesen Fällen eine Überprüfung (MPU) angeordnet.
...
Für Cannabis-Patienten sieht das Gesetz eine Ausnahme vor. Es liegt danach keine Ordnungswidrigkeit vor, „wenn eine nachgewiesene Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines verschriebenen Arzneimittels herrührt“, so das BMVI. Allerdings muss das Cannabis streng nach den Vorgaben der Verordnung angewendet werden. Erfolgt die Anwendung nicht ordnungsgemäß, zum Beispiel unregelmäßig oder in zu hoher Dosis, gilt die Ausnahmeklausel nicht. „Somit liegt in diesen Fällen eine Ordnungswidrigkeit vor, ebenso wie beim missbräuchlichen Konsum“, heißt es aus dem Ministerium. Dann drohen auch für Cannabis-Patienten Führerscheinentzug und Geldstrafen."


http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... 6324462850

Und wie will man "nicht ordnungsgemäßen Konsum" bei Patienten nachweisen? Obwohl, denen fällt schon was ein ...
GonZZo
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von GonZZo »

Hallo zusammen,

wollte euch hier mal auf dem aktuellen Stand halten, da ich denke es ist sicher interessant für diejenigen die ein ähnliches Problem haben.

Also am 24.05.2016 Post von der Staatskasse erhalten, da war der Strafbefehl angehängt und ich habe am selben Tag noch die Zahlung veranlasst.

Strafbefehl, war ausgestellt wegen Erwerbs in 7 Fällen aufgemacht, also von Konsum stand da auch nichts.

Nun habe ich seit November 2015 nicht mehr geraucht und warte noch immer auf Post von der FsSt, das ich ein ÄG machen soll...

Ich kann euch sagen es ist echt nervig, das es da keine Fristen gibt, da man nun eig. nur wartet bis was kommt, damit man schnell die Urin Tests machen kann um dann endlich mal wieder einen rauchen zu können.

Woher habt ihr eig. die Erfahrung das wenn nach 6 Monaten nichts kommt, eig. auch nichts mehr kommen würde?

Freue mich wirklich auf meinen ersten Jolly nach der langen Zeit wieder...

Lg

GonZZo
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bushdoctor
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von bushdoctor »

GonZZo hat geschrieben: Woher habt ihr eig. die Erfahrung das wenn nach 6 Monaten nichts kommt, eig. auch nichts mehr kommen würde?
Das ist ein allgemeiner Erfahrungswert mit einem "Sicherheitsaufschlag"... Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, der nach mehr als 6 Monaten nach Abschluss des Verfahrens noch Post von der FSSt bekommen hat.

In Deinem Fall wäre also der 25.11.2016 sozusagen "Stichtag"... da wünsche ich Dir schonmal FROHE WEIHNACHTEN vorab! ;)
GonZZo
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von GonZZo »

Achso, na dann hoffen wir doch mal auf die allg. Erfahrungswerte ! ;)

Danke wenn nix kommt dann werde ich die sowas von sicher haben :D

Weiterhin halte ich euch alle auf dem laufenden!
GonZZo
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Re: Führerschein Probleme bei Cannabis Erwerb?

Beitrag von GonZZo »

Hi zusammen,

Nachdem ich knapp 2 Monate nur stiller Leser war, will ich euch bei mir auf dem laufenden halten.

Stand jetzt ist noch nichts seitens der FsSt gekommen und hab langsam auch das Gefühl das da nichts mehr kommt...
Allerdings habe ich noch immer keinen geraucht. Nun schon fast 1 Jahr her, wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man so einen scheiß hinter sich hat ...

Nungut jedenfalls hab ich mir gedacht das ich am 31.10 mal zur Führerscheinstelle gehe und mir mal meine Akte anschaue.
Ganz ehrlich mir wäre es langsam lieber wenn ich das ÄG machen muss, mach ich dann eben und hab dann endlich meine Ruhe.. so kann es ja jederzeit kommen, auch nach 12 Monate könnte es theoretisch noch kommen, ist wirklich ärgerlich, das es da keine Fristen gibt! Was haltet ihr davon ? Würdet ihr auch mal einen Blick in die Akte werfen? Wie läuft das dort ab? Und wenn ein vermerk drin steht heißt es dann automatisch das da noch was kommt ? Fragen über fragen hoffe ihr könnt mir da helfen !

Freue mich auf eure Antworten !

Lg

GonZZo
viscabarca
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Führerschein

Beitrag von viscabarca »

Hallo,

ich hab mich hier mal angemeldet, weil ich auf eine fallspezifische Antwort hoffe.
Ich bin 17 Jahre, komme aus Baden-Württemberg und wollte demnächst mit meinem Führerschein beginnen. Unglücklicherweise wurde ich im September letzten Jahres mit 0,1 Gramm Cannabis von der Polizei erwischt. Von einer Verfolgung wurde gemäß § 45 Abs. 1 JGG folgenlos, was extra im Brief vom Staatsanwalt drin stand, abgesehen.
Ich habe mich natürlich zu dem Thema umgehört und da hieß es, dass ich ein Drogen-Screening absolvieren muss. Haltet ihr das in diesem Fall für wahrscheinlich? Wenn nicht, mit was soll ich sonst rechnen?
Im Falle eines Drogen-Screening: was genau erwartet mich da?
Ich habe in einem anderen Forum gesagt bekommen, dass ich mich jetzt zwischen Autofahren und Konsum entscheiden müsse, da ich bei Polizeikontrollen wahrscheinlich kontrolliert werde. Ist das wirklich so wahrscheinlich? Ich hab gehört, dass solche Fälle nach 5 Jahren verjähren. Stimmt das? Wenn ja, sollte ich dann in den 5 Jahren auf eines der beiden Sachen verzichten?
Es tut mir leid, falls die Frage hier vielleicht nicht gänzlich reinpasst aber ich such verzweifelt nach einer Antwort.
Ich bedanke mich im Voraus schon mal für potentielle Antworten und stehe für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

MfG
MobyNick
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Re: Führerschein

Beitrag von MobyNick »

Hallo viscabarca,

es kommt erstmal darauf an welche Führerscheinstelle für dich zuständig ist. In Freiburg sind sie beispielsweise deutlich strenger drauf als in Stuttgart oder Karlsruhe. Die Wahrscheinlichkeit das ein derart geringfügiges Vergehen von der Polizei an die Fahrerlaubnisbehörde gemeldet wird halte ich allerdings für sehr gering. Gewissheit wirst Du allerdings erst haben wenn Du deinen Führerschein dann tatsächlich beantragst, sollten die dann tatsächlich einen Nachweis haben wollen das Du clean bist musst Du vermutlich eine Urinkontrolle machen. Kostet so um die 120 € und kannst bei TÜV Süd oder bei der Gerichtsmedizin machen. Würde Dir also raten vor dem Führerscheinantrag abstinent zu bleiben um denen nicht ins offene Messer zu rennen.
Sabine
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Cannabis und Führerschein

Beitrag von Sabine »

"Heute wurde im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin der Startschuss für die bislang größte Kampagne in der Geschichte des Deutschen Hanfverbands gegeben. Im Beisein des Freiburger Rechtsanwalts Sebastian Glathe stellten DHV-Geschäftsführer Georg Wurth und DHV-Kampagnen-Leiterin Mariana Pinzón Becht die bis November laufende Führerschein-Kampagne vor. Auch Betroffene der aktuellen Rechtsprechung berichteten von ihren gemachten Erfahrungen mit den Behörden, den Führerscheinstellen und den Kämpfen um ihre Führerscheine.

Die Kampagne „Klarer Kopf. Klare Regeln!“ resultiert aus dem Wunsch nach mehr Gerechtigkeit, mehr Verhältnismäßigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Tausende Cannabiskonsumenten verlieren jedes Jahr ihren Führerschein – und das oftmals obwohl sie nicht unter messbarer aktiver Wirkung am Steuer sitzen oder gar nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Der Deutsche Hanfverband will daher auf die erhebliche verwaltungsrechtliche Ungleichbehandlung im Straßenverkehr, wenn es um Alkohol und Cannabis geht, aufmerksam machen. Darüber hinaus fordert der Deutsche Hanfverband die Einführung sicherheitsrelevanter THC-Grenzwerte, analog zu den risikobasierten Alkohol-Grenzwerten. Niemand will berauschte Fahrer im Straßenverkehr. Dass Cannabiskonsumenten aber allein für den Umgang mit Cannabis bestraft werden, selbst wenn sie zwischen Fahrt und Konsum klar trennen können, ist unverständlich.

Im Rahmen der Kampagne werden neben einem animierten Erklärvideo fortlaufend Videos mit Verkehrs- und Strafrechtsexperten und Betroffenen produziert und auf der Kampagnenseite http://www.klarerkopf-klareregeln.de veröffentlicht. Der Kampagnen-Flyer wird den Sommer über in ganz Deutschland bei diversen Veranstaltungen und den Ortsgruppen des Deutschen Hanfverbands verteilt, ehe im Rahmen der ersten Konferenz des Deutschen Hanfverbands im November eine Resolution verabschiedet werden wird.

DHV-Geschäftsführer Georg Wurth: "Wenn nüchternen Fahrern der Führerschein entzogen wird, nur weil sie Cannabiskonsumenten sind, dann ist das ungerecht und unverhältnismäßig. Es ist eine Diskriminierung von Millionen Menschen in Deutschland, die nicht mehr zeitgemäß ist."

Sebastian Glathe, Rechtsanwalt für Straf- und Verwaltungsrecht: "Der Staat muss mit offenem Visier auftreten und nur das regeln, was er zu regeln vorgibt. Alles andere ist die Bestrafung des Cannabiskonsumenten durch die verwaltungs- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Hintertür."

Die Führerschein-Kampagne wird dem Deutschen Hanfverband durch freundliche Unterstützung von sens media ermöglicht."


https://hanfverband.de/nachrichten/pres ... n-kampagne

https://www.facebook.com/hanfverband/po ... 6252455622

https://www.facebook.com/hanfverband/po ... 6185205622

https://www.facebook.com/hanfverband/po ... 4012570622

Und hier die erste Pressemeldung, die ich finden konnte :

"Cannabis im Straßenverkehr – Hanfverband kritisiert Rechtslage

Wer Canabis konsumiert, kann schnell seinen Führerschein los sein: Bei mehr als 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter im Blutserum ist der Lappen weg. Kritiker meinen, dieser Wert sei viel zu niedrig, denn THC bleibe weit über den Rausch hinaus im Blut. Der Hanfverband will sich für eine Erhöhung des Grenzwerts einsetzen."


http://www.mdr.de/nachrichten/vermischt ... g-100.html
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Ganjadream
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Ganjadream »

Hallo zusammen, soll man hier Medienartikel zur Kampagne listen oder einen eigenen Thread auf machen? Dann den unteren Teil von diesem Post dort gerne mit Copy und Past als Zitat von mir einfügen:

Das Hanf Magazin berichtet über die Führerscheinkampagne "Klarer Kopf. Klare Regeln!" vom DHV:
http://www.hanf-magazin.com/szeneleben/ ... re-regeln/


Die hier bereits erwähnt wurde:
http://www.hanf-magazin.com/szeneleben/ ... lisierung/

Unser YouTube Channel hat leider nur eine geringe Reichweite, es zeigt sich allerdings, dass ein reges Interesse zur Situation in den USA besteht. Man könnte z.B. dortiges Führerscheinrecht kurz und bündig analysieren und sagen, wo es dort besser oder schlechter ist sowie statistische Zahlen anfügen. Schwere Unfälle sind mit legalerem oder legalem Cannabis sind immerhin rückläufig. (Und mir ist bewusst, dass jeder US Staat oder sogar einzelne Regionen in diesen das Führerscheinrecht etwas verschieden auslegen werden, ist in Deutschland immerhin auch nicht überall gleich, auch wenn es hier vermutlich einheitlichere Regelungen gibt.)

Ich habe so viel um die Ohren, dass ich mich nicht in die Details eingearbeitet habe. Aber ich finde gewiss noch die Zeit und werde schon diesen Samstag in der Innenstadt von Münster die Flyer verteilen, ist Stadtfest. :mrgreen:
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein hat die Arroganz vergessen.
MarianaPinzon
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von MarianaPinzon »

Hallo zusammen,

gerne können wir hier Presse Echos für die Kampagne hier sammeln.
Artikel, zum Thema bitte direkt an fuehrerschein@hanfverband.de, dann können wir sie gleich bei Facebook verfeuern.

LG
Mariana
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M. Nice
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von M. Nice »

Diese Kampagne ist wirklich nötig ! ! !


"Im Übrigen dürfen alle Personen, welche Drogen im Besitz hatten, aber nicht Fahrer waren, ebenso mit dem Verlust ihres Führerscheins auf dem Verwaltungswege rechnen."

http://www.wochenblatt.de/nachrichten/s ... 170,454021
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M. Nice
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von M. Nice »

Gute Motivation, um nüchtern zu fahren :mrgreen:

Ich sags ja die ganze Zeit schon, warum sollte man nicht bekifft fahren, denn der Führerschein ist sowieso weg, ob nüchtern oder nicht !

Was soll man denn da noch sagen???

Ich hab gehört, die künftige Regierung, will die selbe Verfahrensweise auch bei Alkoholika anwenden. Das bedeutet, wenn DU z. B. mit deinem Kombi, ohne vorher etwas alkoholisches getrunken zu haben, vom Supermarkt heim fährst, auf der Ladefläche ein Kasten (bayerisches) Bier, in der Seitenablage noch eine Flasche Schnaps liegen hast und in eine Bolizei KonTROLLE kommst, dann sieht der Beamte sofort, ein Alkoholiker und meldet es der Führerscheinstelle, die natürlich die Fahreignung anzweifelt und sofort den Führerschein entzieht :!:
Vor allem die Oktoberfestbesucher werden sich "no oschaun", wenn die zu Fuß nach Hause, unterwegs in eine Kontrolle geraten und der Beamte riecht das Bier. Natürlich wieder sofort Meldung an die Führerscheinstelle.
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

M. Nice hat geschrieben:"Im Übrigen dürfen alle Personen, welche Drogen im Besitz hatten, aber nicht Fahrer waren, ebenso mit dem Verlust ihres Führerscheins auf dem Verwaltungswege rechnen."
Hi M. Nice,

Aus dem Artikel:
Ein 22-jähriger Mitfahrer hatte außerdem eine geringe Menge Amphetamin im Gepäck. Umfangreicher war ein 19-jähriger aus Schwandorf ausgestattet, der ebenfalls in diesem Auto saß. Der Auszubildende hatte sich mit Marihuana, Ecstasy und Amphetamin eingedeckt.....
Beim Konsum harter Drogen gibt es, im Gegensatz zu Cannabis, keine Möglichkeit den Lappen zu behalten.
Der Konsum solcher Stoffe schließt grundsätzlich die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen aus.
http://www.verkehrslexikon.de/Module/FE ... erwalt.php

Allerdings ist die Aussage in dem Artikel insofern falsch, dass wenn die Mitfahrer keine Konsumangaben gemacht haben, sie automatisch den Führerschein verlieren werden.
http://www.verkehrslexikon.de/Module/Ko ... ffenen.php
Vielmehr wird die Fahrerlaubnisbehörde die Mitfahrer zu einem ärztlichen Gutachten auffordern und erst danach entscheiden (= Entziehen). Die Angabe "das wollte ich verkaufen/verschenken" während des Gutachtens macht dann die Position in dem BTMG Verfahren nicht besser :roll: Eine klassische Loose Loose Situation
http://www.verkehrslexikon.de/Module/Dr ... rdacht.php

VG
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M. Nice
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von M. Nice »

HabAuchNeMeinung hat geschrieben: Beim Konsum harter Drogen gibt es, im Gegensatz zu Cannabis, keine Möglichkeit den Lappen zu behalten.
Der Konsum solcher Stoffe schließt grundsätzlich die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen aus.
http://www.verkehrslexikon.de/Module/FE ... erwalt.php

Richtig und gerecht ist das trotzdem nicht, wenn nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen, sprich, selbst gefahren wurde !
Mein obiges Beispiel mit Alkohol (=harte Droge<physische und psychische Abhängigkeit>), zeigt das ganz gut auf :mrgreen:
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
Sabine
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Re: Führerschein und Schmerzpatient

Beitrag von Sabine »

"Gefahr im Verkehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko durch diese Fahrer wurde noch nicht geführt. Unfalldaten entlasten sie aber – bis dato.
...
Wie der Bundesgerichtshof (BGH) jüngst entschied, müssen Fahrzeugführer aber immer sichergehen, dass ihr Blut keine erhöhte THC-Konzentration enthält. Ärzte sollten Patienten daher entsprechend beraten, wenn sie die Cannabis-Arznei zur Senkung des THC-Spiegels absetzen. Zudem könnte es zu Rückfragen in der Sprechstunde kommen, denn Cannabis-Konsumenten sollen laut BGH bei Bedarf auch "fachkundigen Rat" einholen. Bei Medikamenten verhalte es sich ja nicht anders, so die Richter, ohne allerdings ausdrücklich auf THC-haltige Arzneimittel einzugehen.

Die Crux bei Cannabispatienten ist – und das hat auch die Bundesregierung erkannt –, dass "durch die Medikation die grundsätzliche Fahrtüchtigkeit erst wieder hergestellt wird." Ein limitierender Faktor kann für Cannabispatienten oft eine Straßenverkehrskontrolle sein.
...
Bisher wird eine fachlich fundierte, evidenzbasierte Debatte über das Verkehrssicherheitsrisiko, das von Cannabispatienten am Steuer ausgehen kann, in Deutschland nicht geführt – zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Ein Zeichen setzen könnte der 56. Deutsche Verkehrsgerichtstag im Januar in Goslar, wenn er das Thema auf die Agenda setze."


http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... reich.html

http://www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de/
GrüneHilfe@BW
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von GrüneHilfe@BW »

Mal etwas Kritik zum Video. Fall1: Anton.
Führerschein abgeben UND Fachärtzliches Gutachten - hab ich so bisher in Baden-Würtemberg nicht erlebt.
Es ist natürlich alles möglich da viel Spielraum existiert. Ist hier vermutlich auch nicht gemeint. I.d.R. heißt FÄG - weiterfahren bis man das FÄG gemacht hat und die Führerscheinstelle entscheidet.

Hängt sicherlich an der Formulierung:"Mit der Bitte den Führerschein abzugeben" und :"Die Bestätigung dieses Verdachts würde dieses Verdachts würde die Fahrtauglichkeit generell ausschließen".
Ich verstehe das so, dass der Führerschein eben nicht abgegeben werden muss, es sei denn das FÄG ist positiv (oder negativ für den Betroffenen) -das Abgeben ist hier nur eine "Bitte". Versteht aber der Zuschauer nicht direkt.

Grundsätzlich passt das natürlich so und es geht hier darum die Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Aber die "Bitte" ist nicht relevant, beim FÄG darf man in der Regel den Führerschein behalten und in der Praxis wird in so einem Fall sowieso in den meisten Fällen gleich gelegentlicher Konsum unterstellt und eine direkter Entzug (ganz ohne FÄG Möglichkeit) angeordnet.
In der Praxis ist es oft viel heftiger - den "Jackpot" FÄG bekommt man gar nicht erst.

Supporte natürlich alles. Aber falls das Vid mal überarbeitet wird - Fall 1 mit Anton könnte man anders angehen.
Andruschko
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PatiENT- Führerschein unter Auflagen erhalten -Klage,Kosten?

Beitrag von Andruschko »

Hallo zusammen,

Ende Januar habe ich meinen Antrag auf Wiedererteilung des Führerscheins gestellt.(2008: 2,5 ng/l; bereits in damaliger MPU auf M.Crohn und die positiven Auswirkungen von Cannabis hingewiesen; seit 2016 Sativex verschrieben bekommen).
Nach langem Hin und Her wurde ich zur MPU aufgefordert und habe bestanden (überdurchschnittliche Ergebnisse bei Reaktions- und Aufmerksamkeitstests, Auflage: 12 Std Abstand zw. Konsum und Fahrtantritt, alle 3 Monate eine neues Attest vom Arzt und in zwei Jahren zum Verkehrsmediziner).

Soweit das verkürzte Ergebnis der MPU.
Der Führerscheinstelle habe ich vor zwei Wochen das Attest, zusätzlich zum schon vorliegendem Gutachten, unaufgefordert vorgelegt.
Da hieß es ich kann innerhalb einer Woche mit einer Antwort rechnen.
Bin gestern nochmal hin. Die Sachgebietsleiterin "war gerade 3 Wochen im Urlaub" und die zuständige Sachbearbeiterin hat sich aktuell den Fuß gebrochen. Daher könne die Bearbeitung noch länger dauern. Außerdem wissen sie nicht, wie sie die Auflagen in den Schein eintragen sollen. :roll:
Jetzt wollen sie sich mit der Bezirksregierung absprechen. (Mal wieder...die erste Abklärung vor der MPU hat drei Monate gedauert)

Meine Frage: habe ich mit einer Untätigkeitsklage Aussicht auf Erfolg?

Bzw.: Gelten die drei Monate ab Antragsstellung, oder ab Abgabe des Gutachtens.
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 19:10, insgesamt 2-mal geändert.
Hanfkraut
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Re: MPU als Cannabispatient

Beitrag von Hanfkraut »

Die sind ja nicht ganz bei sammen!
Ich nenne das reine schikane.
Es sollte doch ausreichen so wie mann sich fahtüchtig fühlt und kaum bis garkeine high Wirkung spührt sollte es gut sein.
Denn die aussage des Amtes ist fatal und fehlerhaft.

Denn bei der oralen Einnahme kann die wirkung unter entsprechenden Umständen auch erst nach 1- 10 Stunden erst eintreten. es kommt dann darauf an was man gegessen hatt.
Fett haltige Sachen etc. Oder nicht.

Mir ist es schon passiert! Morgens aufgestanden zur Arbeit gefahren überhaupt nix gemerkt und trinke einen kaffe auf der Arbeit und siehe da kam dann noch eine nette nachwirkung.
Ich war überrascht und hatte damit überhaupt nicht gerechnet!
Na ja niemand ist auch nur das geringste aufgefallen!
Also halb so wild. Konnte meinen Job in üblicher Qualität erledigen.
Seid dem fahre ich nun erst einmal mit dem Fahrrad täglich je sträcke 16 Km mit dem MTB abseits der Straßen durch feld und wald. Macht also Täglich dann 32 km.
Mittlerweile macht mir das sogar richtig spass. Und fahre am we bis zu 150 - 190 km am tag! Und fühle mich sogar wider fitter.

Da sieht man wider das die Ämter,Behörden, Politik 0 Ahnung von Cannabis haben!

Statt dessen wird man gefoppelt und für nix und wider nix bestraft, verfolgt, belästigt, belächelt, nich ernst genommen, als Junkie bezeichnet vor allem als dumm verkauft.

Wenn du Geld über hast nimm dir nen Anwalt und handel bessere Bedingungen für dich aus.

Eigentlich sollten alle cannabis consumer solange Arbeit verweigern und streiken und das solange bis der Staat legalisiert ohne Einschränkungen!
Ich könnte mir vorstellen das das dann ganz schnell geht.

Das einzige was die brauchen ist mächtig druck! Ich warte schon 20 Jahre auf eine totale Legalisierung.
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf
Andruschko
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Andruschko »

Ja glaub ich geh nächste Woche zum Anwalt.
Mitterweile bekomme ich zum Glück Blüten.
Für meinem Job brauche ich ein schnell wirkendes und wieder abklingendes Therapeutikum.
Sativex ging gar nicht (war noch Std nach Einnahme übelst müde, ekliger, beständiger Geschmack, gereizte Applikationsstelle, rauher Hals, aber v.a. hat Sativex nicht wie Bedrocan nach 10 Jahren meinen Krankheitsschub endlich unterbrochen).

Naja mal sehen ob ich n guten Anwalt finde...
Zuletzt geändert von Andruschko am Di 31. Okt 2017, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
Andruschko
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Andruschko »

(Unterbrochen bis zum Versorgungsengpass....sogar Bedrobinol hatte nicht die selbe symptomreduzierende Wirkung->höherer Verbrauch, auch von Cortison und trotzdem Symptome. Jetzt hoff ich, dass meine Apothekerin Recht hat wenn sie meint, dass Pedanios 22 und Bedrocan quasi gleich wirken müssten)
Hanfkraut
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden

Beitrag von Hanfkraut »

Der DHV oder die grüne Hilfe haben bestimmt Anwalt empfehlung.
Kann aber sein das du bei den o.g. Verbände beitreten musst um infos zu bekommen.
Ansonsten. Musst du etwas Googlen. Vielleicht findest du einen gerissen Anwalt der dich auch wirklich vertreten will um zu gewinnen!
Es sollte ein Anwalt mit Schwerpunkt cannabis ( btm) und Verkehrsrecht sein.

Welche sorte dir am besten hilft musst du ausprobieren!
Ich komme gut mit CBD. Sorten klar thc Gehalt zwischen 4 - 9 % optimal für mich.

Ich nehme es Überwiegend orale ein da es wie ritat wirkt.
Wie schon berichtet musst du aber aufpassen was mann wann isst!
Und kein Alkohol!
Wenn es ganz schlimm ist und mein Rücken zu sehr rebeliert setze ich den vaporisierer ein und zusätzlich dazu noch größere Menge an chilli in Kombination. Dann geht es mit ganz gut.
Chilli ebend weil ich mich nicht komplett sedieren will und ich eine extrem hohe Verantwortung habe.
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
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Andruschko
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Re: MPU als Cannabispatient bestanden-und Jetzt?

Beitrag von Andruschko »

Bin DHV Mitglied.... gut dann schick ich denen mal ne Mail. Passt ja auch zum derzeitigen Motto...
Terzian
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Registriert: Mo 30. Okt 2017, 01:13

Re: Cannabis in der Apotheke Ausverkauft!

Beitrag von Terzian »

moepens hat geschrieben:In Sachen Führerschein ist imo nicht das letzte Wort gesprochen. Man stelle sich vor, die aktuell ca. 10000 Patienten müssten "präventiv" zur MPU, bei der zwar der Gebrauch des Medikaments im Gegensatz zur MPU für "reguläre Drogenkonsumenten" nicht untersagt, aber u.U. mit willkürlichen Auflagen und mit hohen Kosten verbunden ist. Wo ist da die Gleichbehandlung zu anderen Patienten, welche Opioide, Benzodiazepine oder auch Antidepressiva (psychoaktiv) einnehmen?
@ moepens

Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.
Was ist denn Fakt, was den Führerschein betrifft? Ich habe schon soll viele Halbwahrheiten gelesen, dass ich die Übersicht verloren habe bzw eigentlich noch nie hatte.
Da gibt es wohl einen Brief der Linken...
und Manche, die empfehlen, von einer Fahrschule eine Bestätigung über die Fahrtüchtigkeit ausstellen zu lassen...
Manche sagen, dass eine Bestätigung vom Arzt ausreichend wäre...
...und zig andere Meinungen.
Weiß denn Jemand genau, was nun Sache ist?
Muss ich etwa zur vorm Konsum bereits zur MPU ?! Echt kompliziert das alles. Zumal ich schon den Führerschein weg hatte, wegen Cannabis. Wenn man nicht schon krank ist, wird man es, durch den ganzen Kram...
- Arzt finden
-Kostenübernahme
-Apotheke finden
- bei Privatrezept finanzielle Unlösbarkeit des Problems
-Apotheke finden
- Führerschein
Ob ich es noch erleben werde ganz legal Cannabis zu konsumieren? Manchmal zweifel (verzweifel) ich daran...!!
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Di 31. Okt 2017, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beiträge abgetrennt und hier eingefügt (Off Toptic)
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