Re: Zukunftsdialog SPD - Legalisierung von Cannabis
Verfasst: Sa 24. Nov 2012, 20:50
Dazu noch die enorme Umsatzsteigerung der Süßigkeitenhersteller 
Sehr geehrte/r Frau/Herr xxx,
am 06.11.2012 fanden in den USA Wahlen zur Präsidentschaft statt. Parallel
zur Präsidentenwahl wurde in einigen Bundesstaaten positiv über den medizinischen
Gebrauch von Cannabis abgestimmt. Zwei Staaten, Washington und Colorado,
re-legalisierten Hanf Produkte für den persönlichen Genuss vollständig.
Diese Ereignisse blieben in Deutschland und so wie es aussieht auch von der
SPD weitgehend unbemerkt.
Bemerkenswert ist, wie Colorado zukünftig mit Hanf Produkten umgehen wird.
Verkauft werden sollen die Produkte in speziellen Hanf Fachgeschäften, Zutritt
erhalten Personen ab 21 Jahren. Die Produkte werden besteuert, die ersten
40 Millionen Dollar an Steuereinnahmen sind für den Bau und Unterhalt von
staatlichen Schulen vorgesehen.
Wäre das nicht auch für die SPD, angesichts klammer Sozialhaushalte, ein
überdenkenswerter Ansatz? Es fehlt an Kita Plätzen, es werden zu wenig Erzieher
ausgebildet, Sportstätten verfallen, Schwimmbäder werden geschlossen usw.
Bei einer Re-Legalisierung von Hanf Produkten, nicht nur für die medizinische
Zwecke, wären Steuereinnahmen in Milliardenhöhe zu erwarten. Einsparungen
durch eine Entlastung der Justiz würden hinzukommen. Sinnlose Ausgaben für
Therapien, die von Hanf Konsumenten oft nicht gebraucht werden, doch staatlich
auf Grund der Annahme Hanf Konsumenten hätten ihr Leben nicht im Griff
angeordnet werden, würden entfallen. Wartezeiten für Therapien, die von
Patienten tatsächlich gebraucht werden, würden sich verringern.
Am 17.01.2013 wird im Bundestag eine Debatte und Abstimmung über
die Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs
stattfinden. Ich bitte Sie, an dieser Debatte und Abstimmung teilzunehmen.
Und ich bitte Sie um eine positive Abstimmung. Colorado und Washington
gehen mutige Wege. In vielen Lateinamerikanischen Ländern wird über
eine Legalisierung von Drogen nach gedacht. Die SPD sollte sich diesen
Entwicklungen im Interesse vieler Bürger, die einen unkomplizierten Umgang
mit Hanf Produkten pflegen, nicht verschließen.
Mit freundlichem Gruß
Mein Name
wird zuWäre das nicht auch für die SPD, angesichts klammer Sozialhaushalte, ein
überdenkenswerter Ansatz?
Persönlich überreichen wäre besser, doch hier in der Provinz betreibt die SPD keineWäre das nicht auch für die liberale FDP, angesichts klammer Sozialhaushalte, ein
überdenkenswerter Ansatz um ihren sozialpolitischen Aufgaben gerecht zu werden?
[/quote]Sehr geehrte/r Frau/Herr xxx,
am 06.11.2012 fanden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Parallel
dazu wurde in einigen Bundesstaaten positiv über den medizinischen
Gebrauch von Cannabis abgestimmt. Zwei Staaten, Washington und Colorado,
re-legalisierten Hanf Produkte für den persönlichen Genuss vollständig.
Diese Ereignisse blieben in Deutschland und so wie es aussieht auch von der
SPD weitgehend unbemerkt.
Bemerkenswert ist, wie Colorado zukünftig mit Hanf Produkten umgehen wird.
Verkauft werden sollen die Produkte in speziellen Hanf Fachgeschäften, Zutritt
erhalten Personen ab 21 Jahren. Die Produkte werden besteuert, die ersten
40 Millionen Dollar an Steuereinnahmen sind für den Bau und Unterhalt von
staatlichen Schulen vorgesehen.
Wäre das nicht auch für die SPD, angesichts klammer Sozialhaushalte, ein
überdenkenswerter Ansatz? Es fehlt an Kita Plätzen, es werden zu wenig Erzieher
ausgebildet, Sportstätten verfallen, Schwimmbäder werden geschlossen usw.
Bei einer Re-Legalisierung von Hanf Produkten, nicht nur für medizinische
Zwecke, wären Steuereinnahmen in Milliardenhöhe zu erwarten. Einsparungen
durch eine Entlastung der Justiz würden hinzukommen. Staatlich zwangsverordnete
Therapien würden entfallen. Wartezeiten für Therapien, die von
Patienten tatsächlich gebraucht werden, würden sich verringern.
Am 17.01.2012 wird im Bundestag eine Debatte und Abstimmung über
die Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs
stattfinden. Ich bitte Sie, an dieser Debatte und Abstimmung teilzunehmen.
Und ich bitte Sie um eine positive Abstimmung. Colorado und Washington
gehen mutige Wege. In vielen Lateinamerikanischen Ländern wird über
eine Legalisierung von Drogen nach gedacht. Die SPD sollte sich diesen
Entwicklungen im Interesse vieler Bürger, die einen unkomplizierten Umgang
mit Hanf Produkten pflegen, nicht verschließen.
Mit freundlichem Gruß
Mein Name
Auch wenn es nur ein Scherz war und ich mir die Anmerkung eigentlich sparen kann:Marshall hat geschrieben:Dazu noch die enorme Umsatzsteigerung der Süßigkeitenhersteller
Die Endfassung:Staatlich zwangsverordnete Therapien, die von Hanf Konsumenten häufig nicht gebraucht
werden, würden entfallen. Wartezeiten für Therapien, die von Patienten tatsächlich gebraucht werden,
würden sich verringern.
Name und Anschrift eurer Abgeordneten findet ihr auf abgeordnetenwatch, falls die nichtSehr geehrte/r Frau/Herr xxx,
am 06.11.2012 fanden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Parallel
dazu wurde in einigen Bundesstaaten positiv über den medizinischen
Gebrauch von Cannabis abgestimmt. Zwei Staaten, Washington und Colorado,
re-legalisierten Hanf Produkte für den persönlichen Genuss vollständig.
Diese Ereignisse blieben in Deutschland und so wie es aussieht auch von der
SPD weitgehend unbemerkt.
Bemerkenswert ist, wie Colorado zukünftig mit Hanfprodukten umgehen wird.
Verkauft werden sollen die Produkte in speziellen Hanffachgeschäften, Zutritt
erhalten Personen ab 21 Jahren. Die Produkte werden besteuert, die ersten
40 Millionen Dollar an Steuereinnahmen sind für den Bau und Unterhalt von
staatlichen Schulen vorgesehen.
Wäre das nicht auch für die SPD, angesichts klammer Sozialhaushalte, ein
überdenkenswerter Ansatz? Es fehlt an Kita Plätzen, es werden zu wenig Erzieher
ausgebildet, Sportstätten verfallen, Schwimmbäder werden geschlossen usw.
Bei einer Re-Legalisierung von Hanf Produkten, nicht nur für medizinische
Zwecke, wären Steuereinnahmen in Milliardenhöhe zu erwarten. Einsparungen
durch eine Entlastung der Justiz würden hinzukommen. Staatlich zwangsverordnete
Therapien, die von Hanf Konsumenten häufig nicht gebraucht werden, würden entfallen.
Wartezeiten für Therapien, die von Patienten tatsächlich gebraucht werden, würden sich
verringern.
Am 17.01.2013 wird im Bundestag eine Debatte und Abstimmung über
die Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs
stattfinden. Ich bitte Sie, an dieser Debatte und Abstimmung teilzunehmen.
Und ich bitte Sie um eine positive Abstimmung. Colorado und Washington
gehen mutige Wege. In vielen lateinamerikanischen Ländern wird über
eine Legalisierung von Drogen nachgedacht. Die SPD sollte sich diesen
Entwicklungen im Interesse vieler Bürger, die einen unkomplizierten Umgang
mit Hanf Produkten pflegen, nicht verschließen.
Mit freundlichem Gruß
Mein Name
In vielen lateinamerikanischen Ländern wird über
eine Legalisierung von Drogen nachgedacht.
Also der kriegt meine Stimme nächstes Jahr schonmal nichtSehr geehrter Herr Marshall,
Sie haben mich nach meiner Auffassung zur Legalisierung von Cannabis gefragt. Danke für Ihr Interesse!
Zur Klarstellung: Die Legalisierung von Cannabis in Colorado und Washington hat faktisch auch in den USA keinerlei Auswirkungen, da auch dort Bundesrecht Staatenrecht bricht. Und die Bundesgesetzgebung verbietet dann eben Cannabis in Colorado und Washington. Ihr Optimismus, dass sogar in den USA Cannabis legalisiert wird, ist daher unbegründet. Auch Ihre Zahl an regelmäßigen Cannabis-Konsumenten von 4 bis 6 Millionen möchte ich anzweifeln. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung geht mit etwa 2 Millionen von einer weitaus geringeren Zahl aus.
Cannabis kann gerade für den medizinischen Gebrauch nützlich sein und eine vergleichsweise günstige Therapie ermöglichen. Dies hat sogar die schwarz-gelbe Bundesregierung erkannt und in der "25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften" Cannabis unter bestimmten Umständen für den medizinischen Gebrauch erlaubt. Die Praxis hingegen sieht anders aus, so ist die Anerkennung von cannabishaltigen Arzneimitteln bei den Krankenkassen noch problematisch. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich deshalb an das Bundesgesundheitsministerium mit der Bitte um eine Bewertung gewandt. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für verbesserte Verschreibungsmöglichkeiten seitens der Krankenkassen ein.
Ich halte weder etwas von einer gänzlichen Legalisierung von Cannabis noch von einer Kriminalisierung kleinerer Mengen für den Eigengebrauch. Cannabis ist kein harmloses Genussmittel, es ist und bleibt eine Droge.
Mir und meinen Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion geht es nicht darum, Cannabis-Konsumenten mit möglichst schwerwiegenden Repressalien zu drohen oder zu verfolgen. Wir setzen uns im Gegenteil für eine Entkriminalisierung der Konsumenten bei geringen Mengen ein, weil die bisherige Regelung nicht verhältnismäßig ist.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Michael Roth MdB
Wenn der wüßte, dass die Zahlen der Bundesregierung nur die Konsumenten bis zum Alter von 30 Jahren erfassen, dann würde er nicht so lapadar "von einer weitaus geringeren Zahl" faseln!Auch Ihre Zahl an regelmäßigen Cannabis-Konsumenten von 4 bis 6 Millionen möchte ich anzweifeln. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung geht mit etwa 2 Millionen von einer weitaus geringeren Zahl aus.
Danke schonmal im vorrausSehr geehrter Herr Roth,
Danke für ihre Antwort auf meine Anfrage bezüglich der Legalisierung von Cannabis.
Sie schrieben:
„Zur Klarstellung: Die Legalisierung von Cannabis in Colorado und Washington hat faktisch auch in den USA keinerlei Auswirkungen, da auch dort Bundesrecht Staatenrecht bricht. Und die Bundesgesetzgebung verbietet dann eben Cannabis in Colorado und Washington. Ihr Optimismus, dass sogar in den USA Cannabis legalisiert wird, ist daher unbegründet. „
Dazu möchte ich ihnen gerne 2 youtube-Videos schicken:
http://www.youtube.com/watch?v=OulWnd_7c3E
http://www.youtube.com/watch?v=EVtQbHce7ls
Ersteres belegt das die Legalisierung in Washington seit dem 06.12.2012 tatsächlich Einzug gefunden hat. Das zweite Video zeigt nochmal einen Ausschnitt aus den amerikanischen Medien dazu und wie es nun gehandhabt wird.
In Washington gilt demnach folgende Regelung:
- eine Ounze (ca. 30 Gramm) darf besitzt werden
- Konsum ist nur in den eigenen 4 Wänden legal
- Kauf und Verkauf von Cannabispräparaten ist weiterhin illegal
Letzterer Punkt gilt auch nur bis Dezember 2013. Bis dahin werden Anbau- und Handelslizenzen vergeben.
In Colorado ist zusätzlich noch der Anbau zum Eigenbedarf legalisiert. Das heißt maximal 6 Pflanzen von denen maximal 3 in Blüte stehen dürfen.
Sie schrieben:
„Cannabis kann gerade für den medizinischen Gebrauch nützlich sein und eine vergleichsweise günstige Therapie ermöglichen. Dies hat sogar die schwarz-gelbe Bundesregierung erkannt und in der "25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften" Cannabis unter bestimmten Umständen für den medizinischen Gebrauch erlaubt. Die Praxis hingegen sieht anders aus, so ist die Anerkennung von cannabishaltigen Arzneimitteln bei den Krankenkassen noch problematisch. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich deshalb an das Bundesgesundheitsministerium mit der Bitte um eine Bewertung gewandt. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für verbesserte Verschreibungsmöglichkeiten seitens der Krankenkassen ein. „
Das stimmt teilweise. Kranken Menschen die in Deutschland Cannabispräparate zu ihrer Behandlung nutzen wollen müssen einen sehr mühseligen Weg mit der Bundesopiumstelle gehen.
Es ist de fakto nicht so das ihr Arzt ihnen ein Rezept ausstellt und sich die Patienten das Medikament aus der Apotheke holen können.
Gerade Patienten mit sehr schweren Erkrankungen (z.B. Multiple-Sklerose, AIDS oder Krebs) haben weder die Zeit noch die Kraft sich auf einen langjährigen Streit einzulassen um ein Medikament bewilligt zu bekommen was ihnen hilft. Grade in diesem Punkt besteht dringend Handlungsbedarf!
Sie schrieben:
„
Ich halte weder etwas von einer gänzlichen Legalisierung von Cannabis noch von einer Kriminalisierung kleinerer Mengen für den Eigengebrauch. Cannabis ist kein harmloses Genussmittel, es ist und bleibt eine Droge. „
Das ist doch mal ein Ansatz auf dem wir aufbauen können.
Hierzu hätte ich einige Vorschläge, unter anderem auch aus den beiden US-Staaten Washington und Colorado, die grade eine sehr gute Vorarbeit leisten.
Mein Kompromissvorschlag wäre:
- Legalisierung geringer Mengen zum Eigenbedarf (z.B. 30 Gramm)
- Anbau (bis zu 5 Pflanzen) und Besitz (eine Erntemenge/ein Jahresbedarf) sollten von der Straftat zur Ordnungswidrigkeit erklärt werden
- Kauf und Verkauf von Cannabis weiterhin strafbar
Wäre das nicht ein Mittelweg mit dem beide Seiten leben könnten? Sie, und auch viele ihrer Parteigenossen, sind für die Entkriminalisierung von Cannabis. Das wäre hiermit gewährleistet.
Auch würde der Handel stark eingeschränkt werden weil sicherlich viele Menschen die Möglichkeit zur Selbstversorgung wahrnehmen würden. Der legale Anbau in kleinen Mengen würde somit auch die Möglichkeit von Cannabis-Social-Clubs geben. Damit wäre auch der Jugendschutz gewährleistet. Abgabe an Personen unter 18 Jahren sollte bestraft werden!
Mit freundlichen Grüßen
ändern zu:Das ist doch mal ein Ansatz auf dem wir aufbauen können.
Hierzu hätte ich einige Vorschläge, unter anderem auch aus den beiden US-Staaten Washington und Colorado, die grade eine sehr gute Vorarbeit leisten.
Mein Kompromissvorschlag wäre:
Viel Glück und ich glaub ich muss bei 'meinen' noch mal nach hakenHierzu hätte ich einige Vorschläge, unter anderem auch aus den beiden US-Staaten Washington und Colorado,
die eine sehr gute Arbeit leisten und würde gerne Ihre Meinung zu meinen Anregungen erfahren.
Mein Kompromissvorschlag wäre:
Sehr geehrter Herr Roth,
Danke für ihre Antwort auf meine Anfrage bezüglich der Legalisierung von Cannabis.
Sie schrieben:
„Zur Klarstellung: Die Legalisierung von Cannabis in Colorado und Washington hat faktisch auch in den USA keinerlei Auswirkungen, da auch dort Bundesrecht Staatenrecht bricht. Und die Bundesgesetzgebung verbietet dann eben Cannabis in Colorado und Washington. Ihr Optimismus, dass sogar in den USA Cannabis legalisiert wird, ist daher unbegründet."
Dazu möchte ich ihnen gerne 2 youtube-Videos schicken:
http://www.youtube.com/watch?v=OulWnd_7c3E
http://www.youtube.com/watch?v=EVtQbHce7ls
Ersteres belegt, das die Legalisierung in Washington seit dem 06.12.2012 tatsächlich Einzug gehalten hat.
Das zweite Video zeigt einen Ausschnitt aus den amerikanischen Medien dazu und wie es gehandhabt
werden wird.
In Washington gilt demnach folgende Regelung:
- eine Unze (ca. 30 Gramm) darf besessen werden
- Konsum ist nur in den eigenen 4 Wänden legal
- Kauf und Verkauf von Cannabispräparaten ist weiterhin illegal
Letzterer Punkt gilt nur bis Dezember 2013. Bis dahin werden Anbau- und Handelslizenzen vergeben.
In Colorado ist zusätzlich der Anbau zum Eigenbedarf legalisiert. Das heißt maximal 6 Pflanzen von denen
maximal 3 in Blüte stehen dürfen.
Sie schrieben:
„Cannabis kann gerade für den medizinischen Gebrauch nützlich sein und eine vergleichsweise günstige Therapie ermöglichen. Dies hat sogar die schwarz-gelbe Bundesregierung erkannt und in der "25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften" Cannabis unter bestimmten Umständen für den medizinischen Gebrauch erlaubt. Die Praxis hingegen sieht anders aus, so ist die Anerkennung von cannabishaltigen Arzneimitteln bei den Krankenkassen noch problematisch. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich deshalb an das Bundesgesundheitsministerium mit der Bitte um eine Bewertung gewandt. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für verbesserte Verschreibungsmöglichkeiten seitens der Krankenkassen ein. „
Das stimmt teilweise. Kranke Menschen, die in Deutschland Cannabispräparate zu ihrer Behandlung
nutzen wollen, müssen einen sehr mühseligen Weg der Antragstellung bei der Bundesopiumstelle gehen, in
viel zu vielen Fällen erfolglos.
Es ist de fakto nicht so, das ihr Arzt ihnen ein Rezept ausstellt und sich die Patienten das Medikament aus
der Apotheke holen können. Auch ist es für Ärzte sehr schwierig, Patienten bei der überaus komplizierten
Antragstellung behilflich zu sein. Patienten mit sehr schweren Erkrankungen (z.B. Multiple-Sklerose, AIDS
oder Krebs) haben weder die Zeit noch die Kraft auf sich allein gestellt ein langjähriges Antragsverfahren
durchzustehen, um ein Medikament bewilligt zu bekommen, welches ihnen hilft. In diesem Punkt besteht
dringender Handlungsbedarf!
Sie schrieben:
„Ich halte weder etwas von einer gänzlichen Legalisierung von Cannabis noch von einer Kriminalisierung kleinerer Mengen für den Eigengebrauch. Cannabis ist kein harmloses Genussmittel, es ist und bleibt eine Droge. „
Hierzu hätte ich einige Vorschläge, unter anderem auch aus den beiden US-Staaten Washington und
Colorado, die eine sehr gute Arbeit leisten und würde gerne Ihre Meinung zu meinen Anregungen erfahren.
Mein Kompromissvorschlag wäre:
- Legalisierung geringer Mengen zum Eigenbedarf (z.B. 30 Gramm)
- Anbau (bis zu 5 Pflanzen) und Besitz (eine Erntemenge/ein Jahresbedarf) sollten von der Straftat zur
Ordnungswidrigkeit erklärt werden
- Kauf und Verkauf von Cannabis sind weiterhin strafbar
Wäre mein Vorschlag nicht ein Mittelweg, mit dem beide Seiten leben könnten? Sie und auch viele ihrer Parteigenossen sind für die Entkriminalisierung von Cannabis. Das wäre hiermit gewährleistet.
Auch würde der Handel stark eingeschränkt werden, da sicherlich viele Menschen die Möglichkeit zur
Selbstversorgung wahrnehmen würden. Der legale Anbau in kleinen Mengen würde die Möglichkeit von
Cannabis-Social-Clubs bieten. Damit wäre endlich der Jugendschutz gewährleistet, den ein Schwarzmarkt
nicht interessiert.
Mit freundlichen Grüßen
Leider habe ich den Originaltext nicht mehr, er kam dem Mustertext den wir hier ausgearbeitet haben sehr Nahe.Gerd50 hat geschrieben:Hi Marshall,
was hast du dem Herrn Roth geschrieben, das der geantwortet hat? 'Mein' Abgeordneter der
SPD, Herr Holger Ortel, hält es leider nicht für nötig, zu antworten. Auch 'meine' MdB der FDP,
Frau Angelika Brunkhorst, antwortete bisher nicht.