Cannabis und Schwangerschaft

Gesundheitliche Aspekte und Risiken durch den Konsum inkl. Streckmittelproblematik.
moepens
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Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von moepens »

Hanfkraut hat geschrieben:Schwangere Frauen sollen in der Schwangerschaft Cannabis nehmen!
Damit die Kinder gesund und kräftig zur weld kommen!
ISBN 3-925817-54-9 s. 129 (hanf als Heilmittel Dr. Christian rätsch)


Das kann ich nur bestätigen!
Eine Bekannte hatt während der Schwangerschaft Cannabis consumiert. Beide Kinder gesund und studieren!

Irgendjemand hatte einmal das Gegenteil behauptet!
Weiß die Quelle leider nicht mehr!
Wenn keine Grunderkrankung vorhanden ist, dann ist keine Zuführung irgendeiner weiteren Substanz notwendig, damit Kinder "gesund und kräftig zur weld kommen". Auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung sollte selbstverständlich geachtet werden.

Dr. Grotenhermen:
Es wurde keine Beeinflussung der körperlichen fetalen Entwicklung bei Kindern chronischer Cannabiskonsumentinnen beobachtet. Dennoch sollte Cannabis in der Schwangerschaft und bei stillenden Müttern wegen umstrittener Hinweise auf eine diskrete Störung der kognitiven kindlichen Entwicklung möglichst nicht eingesetzt werden.
Möglicherweise ist jedoch das Geburtsgewicht bei Jungen nach Cannabisgebrauch in der Schwangerschaft geringer, bei Mädchen scheint das nicht der Fall zu sein. Die IACM ist eine gute Anlaufstelle für solche medizinischen Infos.
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Martin Mainz
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Re: Cannabinoide in der Muttermilch

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis: THC noch nach sechs Tagen in der Brustmilch nachweisbar

San Diego – Die psychoaktive Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) war in einer Studie in Pediatrics (2018; doi: 10.1542/peds.2018-1076) bei stillenden Frauen, die Cannabis konsumiert hatten, noch bis zu 6 Tage in der Muttermilch nachweisbar.
...
Allein bei den schwangeren Frauen ist es nach Recherchen der American Academy of Pediatrics (AAP) zwischen 2002 und 2014 zu einer Zunahme um 62 % des Konsums gekommen. In den sozialen Netzwerken wird die Droge zunehmend als probates Mittel zur Behandlung der Emesis gravidarum propagiert. Dass der Wirkstoff nicht auf den Körper der Mutter beschränkt bleibt, sondern zu einem Drittel durch die Plazentaschranke in den Kreislauf des Kindes gelangt, dürfte vielen Schwangeren dabei nicht bewusst sein.
...
Die Folgen für die kindliche Entwicklung sind nicht bekannt. Die Rezeptoren für die endogenen Cannabinoide werden jedoch in der Fetalzeit im Gehirn des Kindes gebildet, was eine Schädigung durch den Cannabiskonsum der Mutter plausibel erklären würde. Cannabis ist zudem lipophil, es könnte deshalb über längere Zeit im Gehirn angereichert werden, zu dessen Bausteinen in der Fetal- und der frühen Postnatalphase vor allem Fettsäuren gehören.


Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... achweisbar
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M. Nice
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Re: Cannabinoide in der Muttermilch

Beitrag von M. Nice »

Die psychoaktive Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) war in einer Studie in Pediatrics (2018; doi: 10.1542/peds.2018-1076) bei stillenden Frauen, die Cannabis konsumiert hatten, noch bis zu 6 Tage in der Muttermilch nachweisbar.
Was wurde nachgewiesen???

Nur THC Abbauprodukte :!:
Rauchst du zwei Stund Hanf hinein, wirst du müd und schläfst bald ein!
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BUMMBUMM
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Re: Cannabinoide in der Muttermilch

Beitrag von BUMMBUMM »

Ne, ne, aktives THC bis zu 6 Tagen in der Muttermilch nachweisbar ist schon richtig.

Glaub das hab ich erst kürzlich auf dem Online Cannabiskongress gehört oder bei den Soundfiles die Chris009 "vor Ort" gepostet hat, das war im Zusammenhang mit der Führerscheinthematik.
Laut Studie in einer Suchtklinik mit 100% kontrollierter Abstinenz konnte aktives THC noch 3-4 Wochen nach dem Konsum im Blut nachgewiesen werden.

Und wenns im Blut ist, kanns auch in der Muttermilch sein...
...Bei regelmäßigem Konsum, konnte in Studien noch nach mehr als 72h nach dem letzten Konsum ein aktiver THC Wert festgestellt werden, der deutlich über den geforderten 1,0 ng/ml liegt. Bei minderstarkem Konsum konnte man in der selben Studie 24h nach dem Konsum kein THC im Blut nachweisen. Diese Diskrepanz erklärt sich, wie angedeutet, vor allem durch unterschiedlich starke Häufigkeit, Mengen und Dosen des Konsums...
http://www.gruene-hilfe.de/2012/05/29/n ... n-von-thc/

In der Klinik waren das natürlich alles Suchtkranke also Heavy User mit dementsprechend verlängerter THC Vorhaltezeit.
Hanfkraut
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Re: Cannabinoide in der Muttermilch

Beitrag von Hanfkraut »

Ich denke das jeder Erwachsener keine muttermilch mehr trinkt.
Entsprechend ist es dann sinnvoll extern cannanoide zu sich zu nehmen :mrgreen:
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf
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Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Cookie »

Schwangerschaft und Cannabis: Neue Studie

Im Rahmen einer aktuellen Studie gaben ein Drittel der Frauen an, dass der Cannabiskonsum in der Schwangerschaft dem Fötus nicht schaden würde. Als die Frauen gefragt wurden, welche Substanzen dem Fötus am ehesten schaden würde, gaben sie Alkohol und Tabak an.


https://www.leafly.de/schwangerschaft-u ... ue-studie/
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Martin Mainz
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Re: Kiffer sind häufiger psychisch krank

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis in der Schwangerschaft könnte Psychoserisiko der Kinder erhöhen

Als Folge der Legalisierung der Droge konsumieren in den USA immer mehr Frauen auch in der Schwangerschaft Cannabis. Bei einer jüngsten Umfrage waren dies fast 5 %. Hirn­forscher sind alarmiert, da der aktive Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) nachweislich die Plazentaschranke passiert und damit das Gehirn des Embryos oder Feten erreicht. Dort stimuliert THC den Cannabinoid-Rezeptor 1, der ab der fünften bis sechsten Gesta­tionswoche beim Embryo und später auch beim Feten nachweisbar ist.
...
Die Kinder haben jetzt im Alter von 8,9 bis 11 Jahren den Fragebogen „Prodromal Questionnaire – Brief Child“ ausgefüllt. Er enthält 21 Fragen zu Frühsymptomen von Psychosen, die im späteren Jugendalter auftreten. Die Ergebnisse reichten von 0 bis 21 Punkten, wobei eine höhere Punktzahl eine stärkere Psychoseneigung anzeigt.
...
Die 63 Kinder, deren Mütter auch dann noch Cannabis konsumiert hatten, als sie bereits von der Schwangerschaft wussten, erzielten im Durchschnitt einen Score von 4,06 Punkten gegenüber 2,61 Punkten bei den 4.298 Kindern, deren Mütter kein Cannabis geraucht hatten. Der Unterschied war signifikant und Bogdan deutet ihn als einen ersten Hinweis auf eine schädliche Wirkung. Wie viele Kinder später tatsächlich an einer Schizophrenie erkranken, lässt sich nicht vorhersagen. Die Studie kann außerdem nicht ausschließen, dass andere Faktoren eine Rolle spielen. Denkbar ist beispielsweise, dass der Cannabiskonsum auf eine genetische Prädisposition zur Psychose bei der Mutter hinweist, die sie dann an ihr Kind vererbt hat.


Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... r-erhoehen


63 von 2300 sind die üblich <2% - der Artikel verweist am Schluss auch auf andere Möglichkeiten. Aber dieser Titel wieder...
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Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Cookie »

Neue Studie: Cannabis in der Schwangerschaft

Viele werdende Mütter greifen gerne zum Joint und die daraus resultierenden Folgen für Mutter und vor allem Baby sollen nun beim Thema Schwangerschaft und Cannabis weiter ausgiebig erforscht werden. Dazu werden in den USA 70 Schwangere gesucht für eine Feldstudie – die Universität von Washington möchte herausfinden, wie Haschisch und Marihuana auf das heranwachsende Hirn der Babys im Mutterleib wirken. Unter dem Namen „Moms + Marijuana“ soll die Studie Aufschluss geben über ein Forschungsfeld, das bis dato als heikel gilt und wenig bis gar nicht untersucht wird.


https://www.thc.guide/neue-studie-canna ... haft-1626/
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Neue Sammlung "Cannabis und Schwangerschaft" erstellt
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis in der Schwangerschaft erhöht Frühgeburtrisiko Bezahlartikel, © rme/aerzteblatt.de

Ottawa – In den USA hat der Cannabiskonsum von Schwangeren zugenommen, die die Droge offenbar häufig zur Selbstmedikation der Schwangerschaftsübelkeit einsetzen. Eine bevölkerungsbasierte Studie aus Kanada bestätigt jedoch, dass der Cannabiskonsum mit einer erhöhten Rate von Frühgeburten und anderen Nachteilen für das Neugeborene verbunden ist, während Präeklampsien und ein Gestationsdiabetes etwas seltener auftraten, wie aus der Publikation im amerikanischen Ärzteblatt JAMA hervorgeht (2019; doi: 10.1001/jama.2019.8734).
...
Cannabinoide wie THC sind plazentagängig und im Blut des Feten nachweisbar. Tierexperimentelle Studien zeigen, dass die Exposition mit Cannabinoiden zu einer Störung der Schwangerschaft führen kann. Ob dies auch beim Menschen der Fall ist, lässt sich nur in epidemiologischen Studien untersuchen, da randomisierte Therapiestudien ethisch nicht zu rechtfertigen sind.
...
Von 661.617 Frauen mit Einzelschwangerschaften bejahten 9.427 diese Frage [täglicher Konsum]. Bei 1.134 (12,0 %) dieser Frauen kam das Kind vor der 37. Woche zur Welt. Bei den Frauen, die keinen Cannabiskonsum angegeben hatten, lag der Anteil nur bei 6,1 %. Dies ergibt eine Risikodifferenz von 5,88 Prozentpunkten, die mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 5,22 bis 6,54 Prozentpunkten signifikant war.

Die Cannabiskonsumentinnen wiesen allerdings häufiger andere Risikofaktoren auf, die nicht auf den Cannabiskonsum zurückzuführen sind. Sie waren etwas älter, häufiger das erste Mal schwanger, hatten ein geringeres Einkommen, rauchten häufiger Zigaretten und hatten seltener regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen. Andererseits tranken sie seltener Alkohol und nahmen seltener Opioide ein. Dies alles kann die Ergebnisse epidemiologischer Studien verzerren.
Nicht alle unerwünschten Endpunkte überwiegen bei Cannabiskonsum
...
Für die Mütter fanden sich aber auch mögliche Vorteile. So kam es etwas seltener zu einer Präeklampsie (4,4 versus 4,9 %) und zu einem Schwangerschaftsdiabetes (4,3 versus 4,7 % bei den Frauen, die keinen Cannabiskonsum angegeben hatten). Auch hier gilt, dass die epidemiologische Studie den Vorteil nicht belegen kann.

Etwas überspitzt könnte man von einem Zielkonflikt ausgehen. Der Cannabiskonsum in der Schwangerschaft könnte der Mutter nutzen (weniger Emesis, Gestose und Diabetes) und gleichzeitig dem Kind schaden (mehr Früh- und Mangelgeburten), wobei natürlich Gestose und Diabetes auch dem Kind schaden können.


Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... burtrisiko



Schade, daß hier nicht nach Art der Einnahme unterschieden wird (oral, vapo, mit Tabak)
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Noch ein Artikel zum Thema in der DAZ:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... ngerschaft
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis verändert das Gehirn des Embryos - Frauenärzte warnen vor Cannabis in der Schwangerschaft

Cannabis macht, wie Dr. Albring betont, nicht nur die Schwangere ‚high‘. Es wirkt auch auf das Gehirn des Ungeborenen. Denn der wichtigste Bestandteil der Droge, das Tetrahydrocannabinol (THC), wird durch den Mutterkuchen, die Plazenta, nur zum Teil zurückgehalten. „Da das Gehirn des ungeborenen Babys sich von Tag zu Tag weiter entwickelt, wirkt Cannabis genau wie Alkohol nicht einfach nur als Droge, sondern als Gift“, erläutert der Frauenarzt. „Es gibt sehr deutliche Hinweise darauf, dass sich die Funktionsweise des kindlichen Gehirns dauerhaft verändert, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Cannabis konsumiert hat, und zwar unabhängig vom Nikotin und den anderen Giftstoffen, die beim Marihuana-Rauchen mit inhaliert werden. Die Veränderungen des Gehirns ließen sich in einer großen Studie aus den Niederlanden sogar noch bei sechsjährigen Kindern im MRT feststellen.“

Quelle: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/akt ... gerschaft/
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Hans Dampf
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Hans Dampf »

Martin Mainz hat geschrieben: Mi 26. Jun 2019, 15:46 Cannabis verändert das Gehirn des Embryos - Frauenärzte warnen vor Cannabis in der Schwangerschaft
...
Kann es sein, dass es in dem ganzen Artikel zu keiner Auskunft darüber kommt, welche Auswirkungen nun der Konsum von Cannabis von Schwangeren auf das Leben der Kinder hat?
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis und Babys: Wird THC durch die Muttermilch übertragen?

... wird dazu Thomas Hale befragt, der stellvertretende Dekan am Texas Tech University Health Sciences Center. Der Wissenschaftler meint, dass noch zu wenig über die Auswirkungen geforscht wurde.
...
Laut seinen Forschungsergebnissen nimmt das Kind nur ein bis eineinhalb Prozent des THCs über die Muttermilch auf. Es wird in der gleichen Geschwindigkeit wie Alkohol abgebaut. Heather Thompson, stellvertretende Direktorin für eine Geburtsrechtsorganisation, rät daher zu einer gewissen Wartezeit. Wer ein Bier trinken, oder Cannabis konsumieren möchte, sollte mindestens zwei Stunden bis zum Stillen vergehen lassen. Wer häufiger konsumiert, muss sogar bis zu vier Tage warten. Erst dann scheint der THC-Wert nicht mehr nachweisbar zu sein.


Quelle: https://noizz.de/rausch/cannabis-beim-s ... en/s26jw93
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Immer mehr Schwangere konsumieren Cannabis

Im August dieses Jahres legte bereits eine Studie der University of California nahe, dass der Cannabiskonsum bei Schwangeren zunimmt. Außerdem erklärten die Forscher, dass der Cannabiskonsum mit einem geringeren Geburtsgewicht des Neugeborenen verbunden sein könnte
...
Die Forscher befragten rund 450 schwangere Frauen, die täglich Cannabis konsumierten. Dies könne den Forschern zufolge möglicherweise zu fetalen Risiken wie niedrigem Geburtsgewicht, Hypoglykämie und niedrigen Apgar-Werten führen. In schwereren Fällen könne es zudem möglicherweise zu verzögertem Wachstum und Totgeburten kommen.

Darüber hinaus könne der tägliche Cannabiskonsum zu einem Gefäßwiderstand der Plazenta führen. Dieser könne „den notwendigen Fluss von sauerstoffreichem Blut durch die Plazenta stören“.
...
„Wir sammeln immer mehr Beweise für die Auswirkungen von Cannabis auf die die neurologische Entwicklung des Babys. Es gibt einige Rezeptoren im fötalen Gehirn, auf die Cannabis gezielt wirkt“, so Dr. Nora Doyle, Mitautorin der Studie.


Quelle: https://www.leafly.de/schwangere-konsumieren-cannabis/
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

Beitrag von Martin Mainz »

Kiffen während der Schwangerschaft erhöht Autismus-Risiko

Wissenschaftler vom der Geburtsklinik im Krankenhaus der kanadischen Hauptstadt Ottawa haben Daten zu Cannabis und Schwangerschaft ausgewertet. Dabei haben sie ein potenzielles Risiko für die Babys entdeckt. Wie das Team um den Geburtsmediziner Mark Walker in der Fachzeitschrift Nature Medicine berichtet, hatten die Kinder ein signifikant höheres Risiko, an Autismus zu erkranken, wenn die Mütter während der Schwangerschaft gekifft haben.
...
Die Forscher rechneten schließlich alle Kinder heraus, die vor ihrem vierten Lebensjahr gestorben waren und berechneten das Risiko an Autismus zu erkranken. Hatten die Mütter während der Schwangerschaft Cannabis genommen, entwickelten vier von 1.000 Kindern Autismus. Bei Kindern, die der Droge nicht im Mutterleib ausgesetzt waren, waren es nur 2,42 von 1.000.


Quelle: https://www.mdr.de/wissen/cannabis-schw ... s-100.html
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Jackson
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Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Jackson »

Hallo zusammen, ich bin 28 Jahre jung, männlich, neu hier im Forum und seit ca. 10 Jahren mit meiner Freundin zusammen.

Seit über 10 Jahren konsumiere ich Cannabis, mal mehr und mal weniger. Jedoch in den letzten zwei bis vier Jahren eher regelmäßig. Den Richtwert würde ich auf ein bis max. zwei Joints/Tag legen. Konsumiert wird erst nach sämtlichen Verpflichtungen bei denen man nicht „stoned“ sein kann, verglichen mit dem Feierabendbier.

Aufgrund dieser langen Erfahrung mit Cannabis, kann ich guten Gewissens behaupten, dass mir das Zeug eher wohltut statt schadet.

Ich habe ein absolut zufriedenes Leben und meine Freundin duldet den Konsum (soweit).

Vor zwei Monaten haben wir uns dazu entschlossen ein Kind zu zeugen, weshalb ich durch meine Recherche auf einige interessante Forum-Beiträge hier (auch zu diesem Thema) gestoßen bin.

Nun kurz etwas zu meiner Situation:

Nachdem wir uns entschlossen haben hoffentlich bald Eltern eines gesunden Kindes zu werden, recherchierten wir über sämtliche Risiken von Fruchtbarkeit bis zur Entwicklung des Embryos bzw. des Kindes.

Das Thema Cannabiskonsum des Mannes beim Kinderwunsch spielt dabei eine sehr große Rolle, besonders weil meine Freundin schon immer absolut clean ist.

Da ich sehr gerne konsumiere und mein Leben damit mehr als auf die Reihe bekomme, stellen wir uns die Frage: Hat mein Konsum Einfluss auf die Entwicklung des Embryos oder des Kindes ? Wie war es denn bei euch ? Hat der Mann den Konsum komplett eingestellt als ihr beschlossen habt schwanger zu werden ?

Seit zwei Wochen hat Sie nun die Pille abgesetzt und ich meinen Cannabiskonsum eingestellt, da wir beide nicht wissen wie sich das auf die SS oder das spätere Kind auswirkt. Auch sämtliche Urologen sowie mein Hausarzt haben mir keine eindeutige Antwort dazu geben können.

Ich bin eine Art „Perfektionist“ und habe in den letzten zwei Wochen wieder festgestellt, dass ich mir über alles viel zu viele Gedanken mache, auch über völlig unnötige Dinge. Der Konsum hilft mir dabei den Durchblick zu bewahren und zu selektieren was wichtig ist und was nicht.

Fakt ist ja, das eine SS immer mit gewissen Risiken verbunden ist, auch wenn man total enthaltsam lebt und keinerlei Mittel wie Tabak, Alkohol oder Cannabis konsumiert.

Was meint ihr denn zu dieser Thematik ? Sollte ich den Konsum weiterhin einstellen und mich auf eine gewisse Art und Weiße durchs Leben „quälen“ oder kann ich beruhigt weiter konsumieren ? Mir würde auch schon der Konsum am Wochenende ausreichen.

Ich hoffe ich konnte meine Situation verständlich wiederspiegeln und bin auf eure Antworten gespannt.


Viele Grüße und Gesundheit wünscht

Jackson :-)
Zuletzt geändert von Jackson am Do 21. Jan 2021, 16:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Cookie »

Also bei mir war es ähnlich mit der Freundin / Frau und dem Kinderwunsch und wir haben uns keinerlei Gedanken gemacht... heute ist mein Sohn 24 Jahre jung und astrein groß geworden. Je mehr ihr da hinein interpretiert desto schlimmer wird's. Oder hast Du Dir schon mal Gedanken wegen Alkohol gemacht? Oh, solltest Du aber (auch nicht, wenn ihr in Maßen trinkt bzw. sie nicht während der Schwangerschaft). Jedenfalls ist nichts dabei, und wenn sie nicht "kifft" (während der Schwangerschaft) passt das.

Meiner Ansicht nach ist also keine Abstinenz notwendig, im Gegenteil... ein "perfekter" Zustand ist ohnehin kaum erreichbar. Oder weißt Du, ob Du nicht irgendwann einmal z. B. Krebs oder einen Schlaganfall bekommst? Siehste. Ich weiß es - jetzt - schon. Trotzdem ist der Sohnemann bislang gut geraten ;).
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Martin Mainz
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Martin Mainz »

Ich denke auch nicht, daß Cannabis ein Problem ist (außer die Freundin mags nicht), nur das Rauchen von Tabak ist natürlich nicht gut. Wirkt sich auf die Potenz aus und Passivrauchen ist natürlich auch fürs Kind schädlich.
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von bad guy »

Ich würde nur den Umstieg von Rauchen auf Vaporizer dringend empfehlen. Eine Pause (wenigstens bis das Kind gezeugt ist) ist auch nie verkehrt. Vielleicht findest du andere Hilfsmittel gegen dein Perfektionismus wie zB Meditation.
Jackson
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Jackson »

Vorab, danke für eure Antworten :-).
Ich bin echt ein Stück weit erleichtert.

Wie der Kollege schon schreibt, verglichen mit Alkohol oder anderen Dingen wie Tabak etc. wird Cannabis auch nicht schädlicher sein. Alles in Maßen natürlich, kein Dauerzustand !

Jetzt muss ich noch die Freundin überzeugen, was ich mir sehr schwierig vorstelle. Da wenn man googelt sehr unangenehme Antworten erhält wie z.B. Erhöhte Todgeburt Rate beim Konsum von Cannabis, und der gleichen. Eben ähnliche Dinge wie wenn man das Thema mit Alkohol oder Tabak googelt.

Die Menschheit konsumiert schon immer Cannabis, da würde es sicherlich sämtliche aussagekräftige Studien geben, wenn es die Schwangerschaft ernsthaft schaden würde. Ich lese immer nur „es könnte“ und dieses Risiko besteht bei so vielen (Alkohol, Tabak, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung ...). Diese Liste ist vermutlich unendlich.

Also bitte korrigiert mich wenn ich zu blauäugig an die Sache rangehe (liegt vllt auch an dem Jay eben 🙈).

Das letzte was ich möchte ist die Gefährdung des Kindes.


LG und ein schönes Wochenende wünscht

Jackson 😎✌🏼
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabiskonsum während der Schwangerschaft betrifft halt die Frau, wenn überhaupt.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ls-Rauchen
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Cookie »

Ja, vom Rauchen rate ich auch ab, obwohl ich das früher ebenfalls machte. Aber Vaporizer ist deutlich besser und ich würde behaupten auch wesentlich gesünder als Tabak und Cannabis. Die Frage ist aber, ob das Rauchen schnell einzustellen ist und außerdem braucht man etwas Zeit bis man sich daran gewöhnt hat. Es ist schon anders, aber mittelfristig dafür deutlich besser und verbrauchsärmer ;). Zudem kann man die "Reste" auch noch verwenden. Eigentlich genial :P. Nun, ich schweife ab...
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Jackson »

Guten Morgen, wir haben das Thema gestern nochmal diskutiert und folgendes beschlossen:

- kein Konsum zur Eisprungphase
- kontrollierter Konsum von 1-2 Jays an Wochenendtagen (Fr Sa So)

Somit haben wir einen Kompromiss getroffen der für beide okay ist.


LG und ein schönes Wochenende

Jackson
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Re: Cannabiskonsum Mann bei Kinderwunsch

Beitrag von Jackson »

Und das vaporisieren habe ich tatsächlich mal ausprobiert, allerdings leider ohne Wirkung.

Wenn ich es jetzt noch schaffe den Tabakkonsum zu reduzieren, sollte der Schwangerschaft nichts mehr im Wege stehen.

LG aus Schwaben 😎
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