Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Entkriminalisierung und gemeinschaftlicher Anbau sind nur ein Zwischenschritt: aber wohin?
Sabine
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Sabine »

Hallo Beate !

Ich könnte mir vorstellen, das die C-Parteien und etliche Mitglieder anderer Parteien in diesem Fall den Lobbyisten die Stirn bieten würden, gilt es doch, die Jugend vor dieser speziellen Teufelsdroge zu schützen.

Und das nur die älteren Politiker abtreten müssten, halte ich auch für eine Illusion, die jungen Prohis stehen schon in den Startlöchern :

https://www.facebook.com/ju.mainz/photo ... 53/?type=3

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BeateFischer
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von BeateFischer »

Klar, da gebe ich dir natürlich Recht, die wird es immer geben leider.. Gibt ja schließlich genug Menschen, die allein aus Prinzip immer gegen die vernünftige Meinung sind und Ihre Argumente (bezogen auf die Mainzer Profis) sind ja auch in gewisser Weise nicht unbegründet. Allerdings stellen Sie sich meiner Meinung nach mit ihrer wenig toleranten Sichtweise absolut, ohne jeglichen Hinblick auf die gegenwärtige Situation. Sprich meiner Meinung nach leben diese Menschen noch im Gestern und nicht im Heute und sind dadurch verblendet sowie nicht im stande eine objektive Betrachtungsweise an den Tag zu legen.... :roll:
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BeateFischer
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von BeateFischer »

*Prohis
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Wasteland
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Wasteland »

Max Planck hat mal sinngemäß gesagt das etablierte wissenschaftliche Thesen die sich irgendwann als falsch erwiesen haben rund 50 Jahre brauchen um aus den Köpfen zu verschwinden weil nicht nur erst die aussterben müssen die sie vertreten sondern auch ihre Schüler.Das lässt sich auch ganz gut auf die Cannabis-Prohibition anwenden.Bis die ganze Verteufelung und die Fehlinformationen von Jahrzehnten auch aus dem letzten Kopf verschwunden sind braucht es halt viiiel Aufklärung und ne Menge Zeit.Aber ich habe das Gefühl das diese Zeit bald gekommen ist.Wir werden es noch erleben und das ist um Welten mehr als ich vor 20-25 Jahren hätte sagen können.
Ein Grabstein für den ganzen Schlamassel und darauf gehört die Inschrift:Menschheit,du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!

Charles Bukowski
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BeateFischer
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von BeateFischer »

Hallo Wasteland :D

DAS IST GENAU MEINE EINSTELLUNG ZU DIESEM THEMA!!! Und ganz nebenbei ein sehr schönes (sinngemäßes) Zitat von Max Planck :o

Ich bin in diesem Punkt wirklich ganz deiner Meinung, denn so war es in der Geschichte bisher immer gewesen. Der Prozess der Überwindung von alten Traditionen und Denkweisen ist und bleibt einfach ein "Work in Progress", das war schon immer so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Ich nenne das immer ganz liebevoll die Trägheit der Masse :mrgreen:

Allerdings ist mir in letzter Zeit vermehrt aufgefallen, dass auch viele Befürworter der Cannabis Legalisierung nicht besser agieren, als die meisten Prohis... Jedenfalls nicht auf eine objektive und sachgemäße Erörterung der Fakten bezogen. Denn in diesem Konflikt kann es nur eine Lösung geben, wenn man sachlich bleibt. Wenn sich jedoch beide Fronten absolut stellen und keinen Raum für Neuerkenntnisse schaffen, so wird sich der gesellschaftliche Wandel bis zur Legalisierung nur noch langsamer vollziehen.. :roll:

Hier mal ein sehr schöner Beitrag zu dem Thema Cannabis Legalisierung http://profi-cannabis-anbau.de/cannabis-legalisierung/ :geek: besonders gefallen hat mir hieran, dass hier auch mal auf die Gegenseite eingegangen wird und insgesamt eine objektive Betrachtungsweise ohne Wunschdenken oder einen sich selbst absolut stellenden Standpunkt vermittelt wird
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Wasteland
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Wasteland »

Hi Beate,

das die Diskussion mitunter auch sehr emotional geführt wird kann ich,gerade wenn es um die medizinische Nutzung geht,sehr gut verstehen.Wenn schwerstkranken Menschen der medizinische Nutzen vorenthalten und sie kriminalisiert werden weil sie sich der Ungerechtigkeit nicht beugen wollen und auf eigene Faust ihre Medizin erwerben ist das natürlich auch eine sehr emotionsgeladene Situation.Dafür habe ich vollstes Verständnis.Auf der Ebene ist Sachlichkeit sehr schwer.Das Sachlichkeit wichtig ist um gerade die Menschen zu erreichen die durch jahrzehntelange "Verdummung" erbitterte Gegner einer Legalisierung geworden sind sehe ich allerdings auch.Ist leider ein zweischneidiges Schwert.Gibt halt immer zwei Seiten auf der Medaille ;) Was Max Planck wohl davon gehalten hätte? ;)
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Charles Bukowski
Wasteland
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Wasteland »

Es ist viel leichter Menschen über den medizinischen Nutzen zu erreichen als über die Recht auf Rausch Schiene.Ich denke fast jeder hat in der Familie oder im Bekanntenkreis jemanden der ne Erkrankung hat wo Cannabis erwiesenermaßen von Nutzen sein kann und da muss man ansetzen.Denn dieser Argumentation können selbst die größten Legalisierungsgegner viel leichter folgen als ihnen zu vermitteln das irgendwelche "Hippies" ein Recht darauf haben sollten sich zu zudröhnen.Denn so sehen sie es.Auch wenn man als "Spaßkonsument" weiss das das Blödsinn ist. Auch in den USA hat es über diese Schiene funktioniert und es zeigt sich ja jetzt das der "Rest" dann von ganz alleine folgt.Deshalb sollten wir hier in Deutschland auch in diese Richtung gehen,ich für meinen Teil habe mir diese Argumentation zueigen gemacht und stelle fest das es funktioniert.Wenn man den Menschen dann auch noch zeigen kann das selbst Vertreter so erzkonservative Parteien wie CDU/CSU das jetzt auch so sehen merkt man deutlich das sie ins grübeln kommen.
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Charles Bukowski
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overturn
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von overturn »

Die moderne "Drogenprohibition" ist am Ende, darüber herrscht weitestgehende Einigkeit. Bahnbrechende Forschung und Praxis erreicht uns diesbezüglich vor allem aus Australien: https://addictionconcepts.com/links/

Das Fazit in aller Kürze? Sozial- statt "Drogenpolitik".
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Ernst Berlin
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Ernst Berlin »

BeateFischer hat geschrieben:Hallo Wasteland :D

DAS IST GENAU MEINE EINSTELLUNG ZU DIESEM THEMA!!! Und ganz nebenbei ein sehr schönes (sinngemäßes) Zitat von Max Planck :o

Ich bin in diesem Punkt wirklich ganz deiner Meinung, denn so war es in der Geschichte bisher immer gewesen. Der Prozess der Überwindung von alten Traditionen und Denkweisen ist und bleibt einfach ein "Work in Progress", das war schon immer so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Ich nenne das immer ganz liebevoll die Trägheit der Masse :mrgreen:

Allerdings ist mir in letzter Zeit vermehrt aufgefallen, dass auch viele Befürworter der Cannabis Legalisierung nicht besser agieren, als die meisten Prohis... Jedenfalls nicht auf eine objektive und sachgemäße Erörterung der Fakten bezogen. Denn in diesem Konflikt kann es nur eine Lösung geben, wenn man sachlich bleibt. Wenn sich jedoch beide Fronten absolut stellen und keinen Raum für Neuerkenntnisse schaffen, so wird sich der gesellschaftliche Wandel bis zur Legalisierung nur noch langsamer vollziehen.. :roll:

Hier mal ein sehr schöner Beitrag zu dem Thema Cannabis Legalisierung http://profi-cannabis-anbau.de/cannabis-legalisierung/ :geek: besonders gefallen hat mir hieran, dass hier auch mal auf die Gegenseite eingegangen wird und insgesamt eine objektive Betrachtungsweise ohne Wunschdenken oder einen sich selbst absolut stellenden Standpunkt vermittelt wird
Hallo Beate,

Die Seite finde ich sehr gelungen, nur eines Stört ganz gewaltig. Es wird verschleiert wer sich hinter der Homepage verbirgt. Ich wollte gerne kontackt aufnehmen weil ein Wort fehlt und so ein kompletter Artikel als falsch da steht, es wird doch tatsächlich aus... Der konsum ist in Deutschland nicht verboten, ein ... Der Konsum ist in Deutschland verboten. Das ist so falsch und gibt den Verbotsbeführwortern unnötig ein Werkzeug in die Hand und natürlich der Umstand das in dem Impresum kein Name als verantwortlicher steht. Das kann sehr teuer werden, es gibt tausende ekelhafte Abmahnanwälte die auf so etwas nur warten.
Kennst du eventuell die Betreiber? Kannst dann ja mal nen Tipp geben. Anderen falls, und vermutlich ist es auch so, hast du die Seite nur so im Netz gefunden. Dann sorry fürs nerven. :mrgreen:
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? :D
Doc_A
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von Doc_A »

overturn hat geschrieben:Die moderne "Drogenprohibition" ist am Ende, darüber herrscht weitestgehende Einigkeit. Bahnbrechende Forschung und Praxis erreicht uns diesbezüglich vor allem aus Australien: https://addictionconcepts.com/links/

Das Fazit in aller Kürze? Sozial- statt "Drogenpolitik".
Der Herr Thomasius hat auch schon öfters in diversen Statements eingeräumt, daß "seine" Hamburger Problemkids aus prekären Verhältnissen stammen, und daß behütete Mittel- oder Oberklassenkinder eher selten ein problematisches Konsummuster entwickeln.

Der Knackpunkt scheint mir bei den Problemkids auch nicht irgendeine Verfügbarkeit von Substanzen oder Signale/Symbole zu sein, sondern schlicht und einfach Verwahrlosung. Ob das von psych. Problemen der Eltern der Kids oder vom Zeitmangel eines alleinerziehenden Elternteils herrührt, sei dahingestellt.

Diese Probleme sozialpolitisch anzugehen, ist sehr kostspielig. Das blindwütige Verfolgen von Substanzmißbrauch allerdings auch.
:shock:
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overturn
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Re: Die legalisierung wird nicht erfolgen.

Beitrag von overturn »

Hey, Doc_A! (:
Doc_A hat geschrieben:Der Herr Thomasius hat auch schon öfters in diversen Statements eingeräumt, daß "seine" Hamburger Problemkids aus prekären Verhältnissen stammen, und daß behütete Mittel- oder Oberklassenkinder eher selten ein problematisches Konsummuster entwickeln.
Das ist teilweise richtig, teilweise aber auch eher falsch und reflektiert zu einem gewissen Teil vermutlich auch gesellschaftliche Vorurteile - und führt hierbei womöglich zu gut gemeinten, aber letztlich unzureichenden Interventionsmaßnahmen (vgl. "Präventionsparadox"). Generell müsste die Beobachtung etwas ausdifferenziert werden. Recht klar ist, dass bspw. gewisse "Ressourcen" und ein "soziales Kapital" einen protektiven Effekt haben. Besonders bedeutsam ist hierbei, dass Personen aus "unteren Schichten" aber gerade trotz identischer oder weniger riskanter (!) Konsummuster stärkere negative Auswirkungen erleben (ein sog. "harm paradox").

Und auch hier noch mal: Sehr schön, wieder von dir zu lesen! ,)
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