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Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Do 22. Nov 2018, 19:34
von Hans Dampf
Naja, das ist halt
1) drei Tage alt
2) nur eine Nachricht einer Lobbygruppe
3) eben nichts auf der offiziellen Seite des BMG
...bin mir da nicht so sicher was da noch kommt..
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Do 22. Nov 2018, 20:01
von BUMMBUMM
was Hans Dampf impliziert hat, ist das von der Hauptforderung des Gesundheitsministers auf der to-do liste des Gesundheitsministerium nichts mehr zu sehen ist, weil dieses den wirtschaftlichen interessen der Apotheker zuwieder läuft und daher von deren im Gesundheitsministerium ansässigen Lobbyvertretung diese Forderung unter den Teppich gekehrt wurde.
oder so ähnlich, ich mein patienten helfen klar, aber müssen die Krankenkassen wirklich noch mehr geld sparen? ohne die Pillen die Cannabis ersetzen kann spart das Gesundheitssystem doch so schon genug ein, aber es drückt halt massiv den sonstigen Apothekenumsatz :>
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Do 22. Nov 2018, 22:25
von Hans Dampf
Und es geht mMn nicht um die Umsätze im aktuellen Jahr oder dem Nächsten. Das ist in der Summe immer noch marginal. Die werden aber davon ausgehen dass sich das in den nächsten Jahren hochskaliert auf 1% der Bevölkerung, also circa 800 Tausend. Faktor 20-40 im Vergleich zu jetzt.
Deswegen wird in meinen Augen derzeit so hart gekämpft auf Seiten der KK.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 4. Dez 2018, 18:36
von Cookie
Europäischer Bericht zu Cannabis in der Medizin
Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle hat erstmals einen Bericht über die medizinische Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden veröffentlicht. Er liefert einen Überblick über bisher verfügbare Belege zur Wirksamkeit.
https://science.orf.at/stories/2951314/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 4. Dez 2018, 20:48
von Hans Dampf
Cookie hat geschrieben: Di 4. Dez 2018, 18:36
Europäischer Bericht zu Cannabis in der Medizin
Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle hat erstmals einen Bericht über die medizinische Verwendung von Cannabis und Cannabinoiden veröffentlicht. Er liefert einen Überblick über bisher verfügbare Belege zur Wirksamkeit.
https://science.orf.at/stories/2951314/
Uiuiui, 48 Seiten. Am Wochenende vielleicht. Oder BUMMBUMM liefert eine für uns interessante Zusammenfassung ab
Wenn ich die Zusammenfassung auf orf.at richtig verstehe, regen die an, längere und größere Studien durchzuführen, weil noch erhebliche Lücken im Wissen bestehen. So zum Beispiel Depression. Und immer wieder liest man, dass Cannabis nicht gegen Depression helfe oder sogar kontraindiziert sei. Und dann sag die Verwaltungsbehörde, dass man nichts bzw. nicht genug weiß um überhaupt valide Aussagen zu treffen. Ich glaube ich werde das Ding doch noch lesen ...
Danke für den Artikel!
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 19:16
von BUMMBUMM
WIRKSAMKEIT Cannabis therapierung:
als Antibrechmittel:
wirksamer als alte pharmazeutische brechmittel 1975-'91 und die Krebstherapien sind ja auch viel sanfter geworden seitdem. aber mittlerweile es gibt ja neue bessere brechmittel und ob cannabis bei nicht krebstherapieinduzierten problemen hilft weiss man garnich.
als Appetittanreger:
nur schwache beweise dafür, ausserdem ist die HIVtherapierung mittlweile auch viel besser und sanfter also eher dagegen und obs bei anderen nicht HIVtherapieinduzierten problemen hilft weiss man garnich.
als antispastikum:
bei multipler sklerose möglicherweise wirksam aber wenn dann nur mit moderater/geringer verbesserung der spasmen.
als analgetikum:
neurophatisch: 3 mal wirksamer als placebo, aber auch doppelt soviel nebenwirkungen
allgemein: 1,1 mal wirksamer als placebo, aber viel mehr nebenwirkungen
palliative krebs therapierung:
gleichauf mit placebo
antiepileptikum:
metaauswertung zeigt: zusätzliches cbd zur standardmedikation reduziert signifikant die anzahl der anfälle mit minimalen nebewirkungen und wechselwirkungen bei Dravet syndrome oder Lennox-Gastaut
syndrome. Ansonsten keine daten.
für alle anderen anwendungen:
keine wirksamkeit oder nicht aussagekräftige studien.
Zusammenfassung: nur studien die Cannabis als unwirksam oder schlechter darstellen sind vertrauenswürdig, studien die zu positiven ergebnissen kommen sind durch die bank weg unglaubwürdig.
GESUNDHEITSRISIKIEN Cannabis Therapierung:
Nachgewiesene Kurzfristige risiken:
schwindel, trockener mund, orientierungslosigkeit, übelkeit, euphorie, verwirrung und schläfrigkeit.
möglicherweise kein erhöhtes risiko von schwerwiegenden gesundheitsschäden im vergleich zu placebo, aber bis zu dreifach erhöhtes risiko von negativen effekten im vergleich zu placebo; mit verwirrtheit, halluzinationen, paranoia und psychosen als seltene schwere gesundheitsschäden
nachgewiesene langfristige risiken:
95% schwindel, müdigkeit, kopfschmerzen
9% Abhängigkeit
erhöhtes risiko für krebserkrankungen beim rauchen
zusammenfassung:
alle möglichen negativen folgen können auch schon bei erstkonsum auftreten.
[...
politisches und rechtliches
...]
Ungewollte konsequenzen von medizinischem Cannabis freigabe:
-steigende vergiftungen
-steigende verkehrsunfälle
-substitution von opioiden
-geringerer anstieg der opioid-überdosen
[...
mehr rechtliches und politisches
...]
Ende
Fazit: Stülpt sich mir der magen um beim lesen. meinem arzt würde ich das nicht geben um den von cannabis zu überzeugen.
Aber ja, ansonsten ist der Tonus es braucht mehr und bessere Studien zu dem Thema.
Gut das die am anfang explizit geschrieben haben das dieser report gänzlich unvoreingenommen ist, vom lesen des restes wäre ich da nämlich nicht von alleine drauf gekommen.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 19:51
von Hans Dampf
BUMMBUMM hat geschrieben: Mi 5. Dez 2018, 19:16
(...)
Fazit: Stülpt sich mir der magen um beim lesen. meinem arzt würde ich das nicht geben um den von cannabis zu überzeugen.
Aber ja, ansonsten ist der Tonus es braucht mehr und bessere Studien zu dem Thema.
Gut das die am anfang explizit geschrieben haben das dieser report gänzlich unvoreingenommen ist, vom lesen des restes wäre ich da nämlich nicht von alleine drauf gekommen.
Danke schon mal!
Ungewollte konsequenzen von medizinischem Cannabis freigabe:
(...)
(...) -substitution von opioiden (...)
Ungewollt? Wirklich? Was kann an der Substitution von Opioiden ungewollt sein?
Und wer liest schon mehr als den Abstract? Die entscheidenden Politiker?

Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 20:43
von Gunter_H
Druck auf Krankenkassen wächst
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... n-waechst/
Wieder einmal brechen die
Überschüsse der Gesetzlichen Krankenversicherung alle Rekorde. Zwischen Anfang Januar und Ende September konnten die Kassen rund
1,86 Milliarden Euro zurücklegen. Damit wächst der Druck auf die Versicherer, die Gelder mit den Beitragszahlern zu teilen.
Notleidende GKVs sehen anders aus...
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 11. Dez 2018, 12:29
von Cookie
Verdampfen erhöht Arzneimittelwirkung von Cannabis
Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass durch das Verdampfen von Cannabis mehr THC in den Blutkreislauf gelangt als durch das Rauchen. Diese Ergebnisse könnten vor allem in Bezug auf die Therapieeinstellung der Cannabispatienten interessant sein.
https://www.leafly.de/verdampfen-erhoeh ... elwirkung/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 11. Dez 2018, 15:36
von mad
40% höhere Wirkung durch Verdampfen anstelle von rauchen: kann ich so bestätigen. Habe das seit Monaten mit unterschiedlichen Sorten und Vaporizer, Bong und Joint getestet. Ich hätte allerdings eher auf 60% getippt.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 11. Dez 2018, 15:38
von Cookie
Ja, weiß nicht, aber auf jeden Fall deutlich mehr vom THC zu spüren

...
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 11. Dez 2018, 17:26
von BUMMBUMM
...Ebenso war die Rate für Herzrasen bei 10 und 25 Milligramm unter dem Inhalieren höher als beim Rauchen. Das Gleiche galt auch für die Reizung des Halses...
Echt jetzt? die Verdampfungsaerosole reizen den hals mehr als die Verbrennungsprodukte?
Der von Alexandra Latour/Leafly.de zitierte Artikel befasst sich garnicht mit dem selbstreporteten Kriterium Hals-Irritationen/Husten und in dem zugrundeliegenden Versuch heisst es:
Throat irritation and/or coughing
--------------0mg--------10mg----------25mg
Rauchen---7.4(10.2)---16.6(31.2)---27.8(25.5)
Vapen------1.2(5.1)-----9.0(15.6)----22.18(27.6)
wobei der erste wert die gemittelte abweichung zu placebo, der in klammern die maximale abweichung der testwerte ist.
Soll heissen rauchen ist und bleibt schlechter für die Atemwege als Vaporisieren, unabhängig vom Wirkstoffgehalt (laut selbstreport).
Kommen wir nun zu dem anderen wesentlichen Ergebnis dieser Studie, das in dem Leafly Artikel leider nicht genannt wurde, nämlich das mithilfe der kontinuierlichen 10 Bluttests über den 8-stündigen Verlauf des Versuchs, keine signifikante Korrelation zwischen den selbstreporteten und festgestellten beeinträchtigungen, sowie dem Blut-THC-Wert festgestellt wurde.
https://jamanetwork.com/journals/jamane ... le/2716990
For the 25-mg vaporized cannabis dose, a significant negative correlation was observed between blood THC concentrations and the total correct responses on the DSST (r = −0.32). However, other indices of cognitive and psychomotor performance (ie, DAT and PASAT performance) were not significantly correlated with blood THC concentrations (eTable in Supplement 2).
https://www.ganjapreneur.com/study-vapi ... n-smoking/
Often, the subjective effects of cannabis intoxication as well as motor skill effects continued well after blood concentrations declined below levels that should show an effect. This is further proof that a blood test for cannabis is not a reliable measure of impairment.
Vorgabe war alles leute die mindestens 30 tage nichts mehr konsumiert hatten, allerdings warens durchschnittlich leute die knapp 400tage nichts mehr konsumiert hatte. also Frischlinge quasi. Ein Eingestellter Patient oder Dauerkonsument, da sieht es genau anders herum aus. Toxische Blutwerte ;) aber keinerlei Beeinträchtigungen, wurde auch schon festgestellt und sogar im ECDD Critical Review festgehalten.
https://www.who.int/medicines/access/co ... -resin.pdf
Laboratory studies show that cannabis acutely impairs certain types of cognitive function and psychomotor skills and can diminish driving performance under certain conditions (46, 47). These cognitive and performance deficits are less apparent in experienced cannabis users due to tolerance, and may even be absent (48).
...
48. Steentoft A, Teige B, Holmgren P, Vuori E, Kristinsson J, Hansen AC, et al.(2006) Fatal poisoning in Nordic drug addicts in 2002. Forensic Science International.160(2-3):148-56.
Leicht offtopic, aber die sujektiv sinkende Qualität diverser Cannabisblogs finde ich besorgniserregend.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 10:17
von Martin Mainz
Hausärzte halten Cannabis als Medizin für sinnvoll
Laut einer aktuellen Umfrage unter 300 Hausärzten in Deutschland finden sechs von zehn Hausärzte Cannabis eine sinnvolle Therapieoption. Trotzdem hat über die Hälfte der Befragten noch nie ein Rezept für Medizinalcannabis ausgestellt. Grund dafür ist der hohe bürokratische Aufwand. Das gab das Unternehmen Wayland in einer Pressemitteilung bekannt.
Quelle:
https://www.leafly.de/hausaerzte-cannabis-als-medizin/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 10:35
von Cookie
BUMMBUMM hat geschrieben: Di 11. Dez 2018, 17:26
...Ebenso war die Rate für Herzrasen bei 10 und 25 Milligramm unter dem Inhalieren höher als beim Rauchen. Das Gleiche galt auch für die Reizung des Halses...
Echt jetzt? die Verdampfungsaerosole reizen den hals mehr als die Verbrennungsprodukte?
Da ging es um die Rate beim Herzrasen und ich halte das für realistisch. Ebenso gilt dies für die Reizung des Halses, zumindest bei mir. Und ich bin alles andere als ein "Anfänger" oder es gar nicht gewohnt. Gut, das "Problem" mit dem Herzrasen habe ich nicht mehr
so, aber die Reizung des Halses schon.
Soll nicht heißen, dass es schlecht wäre, aber man kann die Dinge schon so nennen wie sie sind. Selbst wenn das "subjektiv eine sinkende Qualität" in der Berichterstattung zur Folge hat.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Sa 15. Dez 2018, 17:17
von Martin Mainz
Deutschlands Süden liegt vorn
Bayern und Baden-Württemberg sind Spitzenreiter bei den Cannabis-Verordnungen. Am wenigsten dagegen verschreiben die Ärztinnen und Ärzte in Sachsen Cannabis auf Rezept. Besonders beliebt sind inzwischen cannabishaltige Rezepturarzneimittel. Cannabisblüten werden zwar nicht am häufigsten verschrieben, sie sorgen aber für einen hohen Umsatz.
...
Die INSIGHT Health-Daten zeigen auch, dass das Klischee des „jungen Kiffers“, der sich seine Drogen über Rezept besorgen will, nicht der Realtität entspricht. Denn der Altersdurchschnitt der Cannabispatienten liegt bei 55 Jahren. Weibliche Patientinnen sind mit 58,6 Jahren im Durchschnitt etwas älter als die männlichen Patienten. Die Männer haben ein Durchschnittsalter von 52,5 Jahren.
Quelle:
https://www.leafly.de/cannabis-rezepte- ... ds-sueden/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 18. Dez 2018, 11:55
von Cookie
Neue Studien zeigen: Cannabis hilft bei vielen Krankheiten! – Verhindern große Branchen wie Pharma die Legalisierung von Hanf?
Cannabis oder Hanf rückt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. In vielen Ländern hat sich Cannabis als Medizin schon etabliert. In dem EU-Bericht kommt man zum Schluss, dass weitere Forschungsarbeiten und vor allem klinische Studien unbedingt erforderlich seien. Wir hatten bereits berichtet, dass Forscher in den USA in einer Studie feststellten, dass Medicare-Rezepte für Befindlichkeiten gesunken sind, die mit Cannabis behandelt werden können, einschließlich Angst, Depression, Schmerz, Übelkeit, Psychose, Anfälle, Schlafstörungen und spastische Lähmung.
...
Schon wieder verhindern große Branchen wie Pharma die Legalisierung von Hanf, so ein Bericht aus 2016. Sogar die Big Pharmaindustrie muss Federn lassen, denn Forscher fanden heraus, dass Krankenkassen-Rezepte für Krankheiten gesunken sind, die mit Cannabis behandelt werden können. Dies führte bei den Forschern zu der Schlussfolgerung, dass die Legalisierung direkt zu Rezeptverschreibungsgewohnheiten geführt hat. Die Forscher fanden heraus, dass medizinisches Marihuana Medicare-Ausgaben um $ 165 Millionen senkte. Wäre medizinisches Marihuana legal und national überall erhältlich, hätten ungefähr $ 470 Millionen eingespart werden können.
https://netzfrauen.org/2018/12/17/cannabis-3/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Do 20. Dez 2018, 18:23
von BUMMBUMM
etwas unglücklich strukturierter artikel, aber viele schöne quellen.
über das kommentar darunter musste ich mich aber schlapplachen
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Do 3. Jan 2019, 12:55
von Cookie
Prüfpflicht: Apotheken droht Cannabis-Retax
Bevor Patienten mit Cannabis behandelt werden können, muss eine Genehmigung von der Krankenkasse eingeholt werden. Dabei gilt: Nur Vertragsärzte dürfen die Therapie veranlassen, wie das Landessozialgericht Baden-Württemberg (LSG) entschieden hat. Apotheken haben, wie sich aus einem Nebensatz ergibt, eine Prüfflicht. Es drohen Retaxationen.
https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... f-sgb-gkv/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Di 8. Jan 2019, 12:38
von Cookie
Gesundheits News: Mehrzahl der Hausärzte hält Medizinisches Cannabis für sinnvoll
Laut einer aktuellen Umfrage unter 300 Hausärzten in Deutschland finden sechs von zehn Cannabis als therapeutische Option sinnvoll.
Trotzdem hat über die Hälfte der Befragten noch nie ein Rezept für Medizinisches Cannabis ausgestellt. Ursache der Zurückhaltung ist der hohe bürokratische Aufwand, den das Cannabisgesetz vorsieht. Seit März 2017 dürfen Ärzte in Deutschland Medizinisches Cannabis verschreiben.
https://www.magdeburger-news.de/?c=2019 ... this=frame
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mo 21. Jan 2019, 14:33
von Martin Mainz
Es gibt kein Cannabis auf Station 41
„Mein Arzt verschreibt mir seit neun Monaten Cannabis, das ich wegen einer psychiatrischen Erkrankung und psychosomatischen Schmerzen im Nacken und Rücken nehme. Aber hier im Krankenhaus werde ich deshalb wie ein Junkie behandelt“, klagt die Patientin dem TV-Reporter, der an ihrem Krankenbett sitzt.
...
„Die Ärzte waren nervös und haben sich gefragt, ob sie mir das aufschreiben dürfen. Mein Eindruck war, dass sie wenig über Cannabis als Medikament wissen und sich so benommen haben, als hätte ich Sprengstoff mit ins Krankenhaus gebracht“, sagt die junge Frau
...
Der TV hat auch die Krankenhausleitung um Auskunft gebeten, zum vorgetragenen Fall Stellung zu beziehen. Doch die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz, erklärt Pressesprecherin Sabine Zimmer, mache das unmöglich. Zum Thema Cannabis-Arzneimittel könne man nur allgemeine Informationen geben. Zimmer erklärt, dass die ärztlichen Kollegen in der Klinik sowie im niedergelassenen Bereich der Belegabteilung der Orthopädie Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema besucht hätten.
Quelle:
https://www.volksfreund.de/region/wittl ... d-35760269
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 30. Jan 2019, 06:26
von Martin Mainz
Ministerium: Cannabis-Prüfaufwand in der Apotheke ist Ländersache
Da Cannabisblüten als Rezepturausgangsstoff gelten, verursachen sie in Apotheken einen enormen Arbeitsaufwand. Nun soll das Honorar gekürzt werden. Wie könnten die Pharmazeuten im Gegenzug entlastet werden? Danach hatte sich die FDP-Bundestagsfraktion in einer kleinen Anfrage erkundigt. Das BMG verweist in seiner Antwort auf die Zuständigkeit der Länder. Und auf Länderebene bestehen in der Tat Unterschiede. So betrachtet Schleswig-Holstein holländische Blüten als Fertigarzneimittel. Wie ist das möglich?
...
Eine Bestrebung, die Regelungen auf Bundesebene zu vereinfachen, besteht offenbar nicht. Der FDP-Politiker Schinnenburg bemängelt, dass die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf sieht: „Die Bundesregierung trägt eine erhebliche Mitverantwortung daran, dass die Abgabe von Medizinalcannabis durch Apotheken aufwendig und damit teuer ist. Ich fordere Minister Spahn auf, umgehend für eine Vereinfachung und Vereinheitlichung in allen Bundesländern zu sorgen: Er muss erreichen, dass Medizinalcannabis wie ein Fertigarzneimittel behandelt wird oder zumindest eine vereinfachte Prüfung ausreicht. Keinesfalls darf lediglich der Apothekenzuschlag gekürzt werden. Eine solche Kürzung ist nur möglich, wenn auch der Aufwand reduziert wird.“
Quelle:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... endersache
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 30. Jan 2019, 14:19
von DHV420
Wenn ich das richtig verstehe, brauchen wir nur EINE Apotheke in Schleswig Holstein mit Versanderlaubnis, welche dann komplett Regelkonform uns Patienten mit 12,5€/gramm med. Cannabis versorgen könnte!
Das wäre ja klasse!
Wenn das so ist, ist es dank dem Kapitalismus ja nur eine Sache von Wochen bis da eine Apotheke auftaucht

Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 30. Jan 2019, 16:53
von Martin Mainz
Allerdings müssen die auch irgendwie an Ware kommen und momentan siehts ja mal wieder mau aus.
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Fr 1. Feb 2019, 23:04
von moepens
Hier wird Politik auf dem Rücken von Patienten gemacht und die Konsequenzen sind schon lange da, z.B. dass viele Mediziner Berührungsängste haben:
Die Gefahren des Missbrauchs bei der medizinischen Anwendung von Cannabis waren das Thema einer Veranstaltung des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) heute in Berlin. Dieser befürchtet angesichts des Einflusses einer »recht massiven Cannabis-Lobby« eine »schleichende Grenzverwischung zwischen Cannabis als Arzneimittel und Cannabis als Genussdroge« – eine Entwicklung, vor der auch die Bundesapothekerkammer (BAK) schon mehrfach gewarnt hatte.
...
Parow wies auf die großen Preisunterschiede zwischen der Droge und anderen cannabishaltigen Arzneimitteln hin. So seien Cannabisblüten etwa sechsmal so teuer wie Dronabinol. Auch vor dem Hintergrund des Wirtschaftlichkeitsgebots ist daher der starke Anstieg der Verordnungen von unverarbeiteter Cannabisdroge fragwürdig.
...
Dr. Axel Meeßen vom MDK Berlin-Brandenburg machte dagegen auch medizinische Bedenken geltend. Unverarbeitete Cannabisblüten sind häufig zur inhalativen Anwendung bestimmt. Hierbei fluten die enthaltenen Wirkstoffe wie ∆9-Tetrahydrocannabinol (THC) sehr schnell an und wieder ab. Bei der oralen Anwendung verläuft die Wirkspiegelkurve dagegen deutlich flacher. Starke Wirkspiegelspitzen sind bekanntlich mit einem höheren Missbrauchspotenzial assoziiert. »Inhalatives Cannabis müsste raus aus der Verordnungsfähigkeit. Es hat in der Therapie chronischer Schmerzen keinen Stellenwert«, lautete Meeßens Fazit.
Gegen den Verdacht, dass Ärzte durch die Verordnung von Cannabis in manchen Fällen einen Missbrauch unterstützen, wehrte sich Professor Dr. Joachim Nadstawek, Schmerzmediziner aus Bonn und Mitglied im Vorstand des BVSD, entschieden: »Ich erlebe in meiner Praxis keine Patienten, die eine Dosissteigerung fordern, wie es ja bei einem Missbrauch zu erwarten wäre.« Er kritisierte stattdessen, dass zu viele Anträge vom MDK abgelehnt würden – auch solche von Palliativpatienten.
Möglicherweise sind es aber ohnehin nicht spezialisierte Schmerzmediziner wie Nadstawek, die Cannabis zu leichtfertig einsetzen, sondern andere Fachärzte. »Der Druck, Cannabis zu verordnen, lastet eher auf den Allgemeinärzten«, sagte Erik Bodendiek von der Bundesärztekammer. Eine Möglichkeit, Fehlanwendungen zu vermeiden, sei daher aus seiner Sicht, die Berechtigung zur Verordnung von Cannabis auf einzelne Facharztgruppen zu beschränken.
Quelle:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ordnungen/
Re: Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis
Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 13:05
von Cookie
Immer mehr deutsche Patienten bekommen Cannabis auf Rezept
Bei den drei großen Krankenkassen sind 2018 mehr als 18.000 Anträge auf Kostenerstattung von Cannabis als Medizin eingegangen. Auch die Importmengen steigen deutlich.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... fDNDGF-ap3