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Re: Laberecke
Verfasst: Do 22. Mai 2025, 10:32
von pepre
nightcap hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 10:14
... durch belastbare Fakten ...
Es geht nicht um Fakten, es geht um
FUD. Ob der Thomasius willentlich Propaganda betreibt, oder ob er nur ein nützlicher Idiot ist, bleibt dabei unerheblich.
Re: Laberecke
Verfasst: Do 22. Mai 2025, 10:55
von nightcap
Irgendwie haben es die Rechten jetzt auch geschafft, die "Linken" sogar noch zu Antisemiten zu machen. Sinngemäßer Kommentar von heute aus dem Welt-Online Forum: "Antisemitismus passt zu den woken, queeren linken" - stand so in etwa unter dem Artikel "ESC-Sieger will Israel künftig nicht mehr dabeihaben". Passt gut zu der Einlassung von Frau Weidel, dass Hitler ja eigentlich auch links war.
Also Linke und Muslime sind alles Antisemiten und sowohl die AfD als auch die CSU und Teile der CDU das Opfer des linksgrünversifften Mainstreams der eh alles verbieten will, oder wie...? Auf ZON wollte man den Lesern gestern erklären, bis wohin es Kritik am Krieg ist und ab wann Antisemitismus. Muss man das heutzutage wirklich wieder erklären, hat Herr Höcke als Geschichtslehrer etwa versagt? Es ist alles so unfassbar absurd geworden...
Was ich eigentlich sagen will, hier wird alles so sehr verdreht dass man da echt aufpassen muss. Und genau deshalb sollten wir auch so alberne Aussagen wie "Wegen dem CanG nehmen Kinder nun Heroin" auch nicht einfach stehen lassen, weil so was verfängt in der rechten Meinungsblase dermaßen und die Union würde ja eh lieber mit der AfD als mit den demokratischen Parteien. Ich sage nur "Kinder statt Cannabis - Dr. Alexander Dobrindt", ihr wisst schon dass sind diejenigen, die fortlaufend von katholischen Priestern missbraucht wurden - nur dass der Protest der Union da sehr, sehr viel leiser war und meines Wissen bisher auch keine Kirche geschlossen wurde...
Re: Laberecke
Verfasst: Do 22. Mai 2025, 10:56
von nightcap
pepre hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 10:32
nightcap hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 10:14
... durch belastbare Fakten ...
Es geht nicht um Fakten, es geht um
FUD. Ob der Thomasius willentlich Propaganda betreibt, oder ob er nur ein nützlicher Idiot ist, bleibt dabei unerheblich.
Aber wenigstens der Teil mit dem "Idiot" ist historisch belegt

Re: Laberecke
Verfasst: Do 22. Mai 2025, 20:58
von moepens
nightcap hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 10:14
Na ja, wenn die Ansage lautet "regelmäßig, unangekündigtes Drogenscreening beim Amtsarzt oder Bewährung futsch und dann Knast" wird das schon irgendwie effektiv sein. Dass es da zu keiner wirklichen Einsicht kommt, sondern nur Existenzängste benutzt werden um seinen Willen "Kein Kiffen" durchzusetzen, ist bestimmt auch allen Beteiligten klar. Wie gesagt, das sind Methoden eines Umerziehungslagers.
Gerade das ist langfristig nicht effektiv, es widerspricht therapeutischen Grundsätzen. Zwar ist Freiwilligkeit zum Antritt der Maßnahme und zur Entgiftung weniger wichtig (Motivation wird natürlich vorausgesetzt), jedoch ist sie bei der eigentlichen Entwöhnung und der Nachbetreuung, also nach der Rückkehr ins "normale" Leben unersetzlich. Der therapeutische Grundsatz ist, dass Saulus nur durch die Gemeinschaft der Jünger zu Paulus werden konnte. Wenn die Person in ihr altes Umfeld zurück kehrt, ist sie sehr gefährdet einen Rückfall zu erleben, ein Wechsel ist quasi notwendig. Ebenso kann es leicht zu einer Suchtverlagerung kommen.
Bei den Aussagen von Thomasius sehe ich eher Effekte vieler Jahrzehnte Propaganda, den Versuch politischer Einflussnahme für seine eigene Agenda und einen Mangel an wissenschaftlichen Grundsätzen. Er publiziert zwar, jedoch ist Wissenschaftlichkeit in der ärztlichen Ausbildung nachrangig. Einige seiner Aussagen in dem Bezug zu Cannabis wirken auch für Laien befremdlich, der Zusammenhang liegt darin begründet, dass er mit extremen Suchtverhalten in seinem Bereich konfrontiert ist. Ich würde ihm darüber hinaus kaum unterstellen einer "rechtsideologischen" Agenda zu folgen oder auch dass seine Tätigkeiten in anderen Forschungsfeldern nicht bereichernd wären, wobei ich mich damit wenig befasst habe. Das Gesamtbild scheint dort aber nicht annähernd von allgemeinen wissenschaftlichen Auffassungen abzuweichen wie bei Cannabis, und er steht dazu auch viel seltener in der Öffentlichkeit.
Re: Laberecke
Verfasst: Fr 23. Mai 2025, 11:03
von nightcap
moepens hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 20:58
nightcap hat geschrieben: Do 22. Mai 2025, 10:14
Na ja, wenn die Ansage lautet "regelmäßig, unangekündigtes Drogenscreening beim Amtsarzt oder Bewährung futsch und dann Knast" wird das schon irgendwie effektiv sein. Dass es da zu keiner wirklichen Einsicht kommt, sondern nur Existenzängste benutzt werden um seinen Willen "Kein Kiffen" durchzusetzen, ist bestimmt auch allen Beteiligten klar. Wie gesagt, das sind Methoden eines Umerziehungslagers.
Gerade das ist langfristig nicht effektiv, es widerspricht therapeutischen Grundsätzen. Zwar ist Freiwilligkeit zum Antritt der Maßnahme und zur Entgiftung weniger wichtig (Motivation wird natürlich vorausgesetzt), jedoch ist sie bei der eigentlichen Entwöhnung und der Nachbetreuung, also nach der Rückkehr ins "normale" Leben unersetzlich. Der therapeutische Grundsatz ist, dass Saulus nur durch die Gemeinschaft der Jünger zu Paulus werden konnte. Wenn die Person in ihr altes Umfeld zurück kehrt, ist sie sehr gefährdet einen Rückfall zu erleben, ein Wechsel ist quasi notwendig. Ebenso kann es leicht zu einer Suchtverlagerung kommen.
Bei den Aussagen von Thomasius sehe ich eher Effekte vieler Jahrzehnte Propaganda, den Versuch politischer Einflussnahme für seine eigene Agenda und einen Mangel an wissenschaftlichen Grundsätzen. Er publiziert zwar, jedoch ist Wissenschaftlichkeit in der ärztlichen Ausbildung nachrangig. Einige seiner Aussagen in dem Bezug zu Cannabis wirken auch für Laien befremdlich, der Zusammenhang liegt darin begründet, dass er mit extremen Suchtverhalten in seinem Bereich konfrontiert ist. Ich würde ihm darüber hinaus kaum unterstellen einer "rechtsideologischen" Agenda zu folgen oder auch dass seine Tätigkeiten in anderen Forschungsfeldern nicht bereichernd wären, wobei ich mich damit wenig befasst habe. Das Gesamtbild scheint dort aber nicht annähernd von allgemeinen wissenschaftlichen Auffassungen abzuweichen wie bei Cannabis, und er steht dazu auch viel seltener in der Öffentlichkeit.
Ich will hier ja auch keine Sucht beschönigen. Mir geht es nur um die Leute, die gerichtlich zur Abstinenz verdonnert wurden - da braucht man sich m.M.n. nicht über therapeutische Grundsätze unterhalten, wenn es sich bei der "Motivation" lediglich um die Vermeidung eines Gefängnisaufenthaltes handelt.
Aufgezwungene Entwöhnung unter Androhung von Freiheitsentzug wird hier von Seiten Herrn Thomasius weiter gefordert. Das ist doch der Punkt, nicht mehr aber auch nicht weniger. Bei Cannabis ist es halt so, dass sich schlecht eine Grenze ziehen lässt ob hier eine "extreme Sucht" vorliegt, oder halt gewisser Bedarf an Medikation besteht. Ich finde es auch immer problematisch wenn Dritte versuchen einem einzureden, dass man ja süchtig sei und was man nun machen müsse. Verstehst du meinen Punkt? Wenn man dir mehrmals erzählt du seist ja so süchtig, dann glaubst du es irgendwann auch.
Wenn man mir das Cannabis wieder wegnehmen würde, dann werde ich nach einfach in die NL umziehen. Ob mir das jetzt als Suchtverhalten ausgelegt würde oder nicht, wäre mir piepegal, aber wie ich finde verbessert sich die Lebensqualität mit Cannabis einfach signifikant. Ich habe 25 J. fröhlich vor mich hingekifft und bin dabei eigentlich immer davon ausgegangen, dass es von staatlicher Seite in gewisser Weise "geduldet" wird. Mit den rechtlichen Folgen habe ich mich wirklich erst ab 2022 beschäftigt, als es mich dann selber erwischt hat - und glaub mir, was ich dann alles lesen und erfahren bzw. selber erleben musste, hat mich nahezu traumatisiert.
Und jetzt wurde die rechtliche Lage für die Konsumenten endlich mal "sanktioniert" und trotz der engen Grenzen und sogar Strafverschärfungen (!) bei Übertretung, wird mit billigen Tricks hintertrieben wo es nur geht. Gerade in Anbetracht der Tatsache dass Straßengras anscheinend massiv mit Synthis versetzt ist, kann ich nicht nachvollziehen warum man den Konsumenten dann den Zugang zu sauberen Gras weiter erschwert, wobei der eigentliche Übeltäter doch das Dreckszeug von der Straße ist. Was Thomasius beschreibt, sind die langjährigen Folgen der gescheiterten Prohibition und nicht die unmittelbaren Auswirkungen des CanG. Mit "rechtsideologisch" meine ich übrigens immer nur ein straffes und autoritäres Regiment, welches harmlose Kiffer als "linksgrünversiffte Antisemiten" beschreibt und weiterhin die strafrechtliche Verfolgung fordert.
Schau einfach mal, wie pragmatisch man in NL ist und wie methodisch man hierzulande gezielt mit Berufsverboten, Führerscheinentzug und der Androhung von Freiheitsentzug und/oder hohen Geldstrafen sowie Vorstrafen Existenzen vernichtet hat, nur um seinen Willen "Wir wollen kein Kiffen" durchzusetzen - und ja, das weckt schon irgendwie Assoziationen an DDR oder 3. Reich, ich will aber niemanden unterstellen gleich ein Nazi zu sein. Aber wenn ich auf 180 bin, dann wird meine Sprache manchmal etwas "bildhafter"...
Re: Laberecke
Verfasst: Fr 23. Mai 2025, 18:41
von moepens
Experten sehen keine Hinweise für Heroinwelle bei Jugendlichen
Stand: 23.05.2025 06:38 Uhr
Der Hamburger Jugendsucht-Experte Rainer Thomasius vom UKE warnt vor einer neuen Heroinwelle bei Jugendlichen. Polizei und andere Suchtforscher halten das für unbelegt und widersprechen entschieden.
Hamburgs bekanntester Jugendsuchtmediziner, Rainer Thomasius, warnt vor einem deutlichen Anstieg des Heroinkonsums bei Jugendlichen. Auslöser dafür sei laut seiner Einschätzung die Teillegalisierung von Cannabis. Im Hamburger Abendblatt sagte er, der Schwarzmarkt für Cannabis sei weitgehend eingebrochen. Nun würden Dealer stattdessen vermehrt Heroin anbieten und es jungen Menschen sogar kostenlos überlassen, um sie süchtig zu machen. In seiner Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) müsse man nun häufiger junge Heroinabhängige behandeln, so Thomasius.
Dramatischer Vergleich mit Christiane F.
Besonders eindringlich warnte Thomasius im Abendblatt: "Seit sechs Monaten gibt es ein Revival des Heroinkonsums in Hamburg, das ich in 30 Jahren bei den Jugendlichen nicht mehr erlebt habe." Er erinnerte dabei wörtlich an die Geschichte "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", die Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre durch Buch und Verfilmung das Schicksal jugendlicher Drogenkonsumentinnen und -konsumenten in Berlin aufzeigte.
Belege oder Daten, die seine Einschätzung stützen, nannte Thomasius allerdings nicht. Auf NDR-Anfrage teilte eine Sprecherin des UKE mit, dass dort ebenfalls keine belastbaren Statistiken zu einem Anstieg des Heroinkonsums bei Jugendlichen vorlägen.
Wissenschaftler zweifelt an drastischem Anstieg
Kritik an Thomasius Darstellung kommt auch von anderen Fachleuten. Der Suchtforscher und Drogenforscher Theo Baumgärtner, Leiter der SCHULBUS-Studie zum Drogenkonsum bei Schülerinnen und Schülern in Hamburg, widerspricht den Aussagen deutlich. Aus Sicht seines Forschungsteams gebe es derzeit keine Hinweise auf ein "Revival" des Heroinkonsums. Ganz im Gegenteil: In den repräsentativen Befragungen der 14- bis 17-Jährigen, der vergangenen zwölf Monate sei bei Jugendlichen insgesamt ein Rückgang des Drogenkonsums zu beobachten - sowohl bei Alkohol als auch bei illegalen Drogen wie Ecstasy, LSD oder Cannabis.
Baumgärtner sieht außerdem keine Hinweise darauf, dass der Cannabis-Schwarzmarkt durch die neue Gesetzeslage tatsächlich verschwunden sei. Seine Daten legten nahe, dass legale und illegale Drogen derzeit insgesamt seltener konsumiert werden.
Polizei sieht Problem eher bei Kokain
Auch aus Sicht der Hamburger Polizei gibt es keine Anzeichen für einen massiven Anstieg des Heroinkonsums unter Jugendlichen. Jan Reinecke vom Bund Deutscher Kriminalbeamter spricht vielmehr von einem "Riesenkonsumproblem" bei Cannabis und Kokain - nicht aber bei Heroin. Den vielzitierten Rückgang des illegalen Cannabis-Marktes könne man in der polizeilichen Praxis nicht nachvollziehen. Die Szene sei nach wie vor aktiv, die Angebote vielfältig.
Heroin spiele in Hamburg dagegen nur eine untergeordnete Rolle - sowohl im Straßenhandel als auch in der Kriminalstatistik. Hinweise auf eine gezielte Strategie von Dealerinnen und Dealern, Jugendliche mit Heroin süchtig zu machen, gebe es laut Reinecke nicht.
Fachliche Auseinandersetzung statt Alarmismus
Der Fall zeigt nach unseren Recherchen, wie sensibel das Thema Drogenkonsum bei Jugendlichen weiterhin ist - besonders im Umfeld neuer gesetzlicher Regelungen wie der Teillegalisierung von Cannabis. Während Thomasius als erfahrener Mediziner mit seiner öffentlichen Warnung auf ein mögliches Risiko aufmerksam machen will, fordern andere Expertinnen und Experten mehr Datengrundlagen und eine differenzierte Betrachtung.
Die Aussagen des UKE-Arztes haben durch seine Bekanntheit ein großes mediales Echo ausgelöst. Umso wichtiger dürfte es sein, dass seine Thesen durch valide Zahlen belegt werden - vor allem, wenn es um eine potenziell verunsichernde Behauptung wie den Heroinkonsum bei Jugendlichen geht. Forschende und Polizeikräfte mahnen daher zur Sachlichkeit - und zur klaren Trennung zwischen Einzelfällen und gesellschaftlichen Trends.
Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... in140.html
Und noch ein Bericht als Video:
https://www.ardmediathek.de/video/hambu ... DA1Y2E3NzA
Re: Laberecke
Verfasst: Sa 24. Mai 2025, 07:37
von 4Auge
Was im Allgemeinen beschrieben wird, sind die Spätfolgen der Cannabis Prohibition, und nicht die Folgen der Teillegalisierung, außer dass diese nicht zu Ende gedacht bzw. gebracht worden ist.
Klar, der Straßenhandel geht nicht zurück. Sicher! Die Nachfrage ist nach wie vor die gleiche - es möchte ja auch nicht jeder zu Hause ziehen oder in CSC eintreten, besonders wenn die Politik jahrzehntelang von ihnen gezüchtete Ängste vor weiterer Willkür und Unsicherheit nicht beenden will. Nach wie vor werden Türen eingetreten, Eigentum beschlagnahmt, Prozesse geführt, ...
Klar, Jugendliche sind gefährdet und diejenigen, die Legalisierung fordern, tun dies für Erwachsene. Denkt denn keiner an die Kinder? Doch! Wir! Und da hilft nur Aufklärung und niederschwellige Hilfsangebote, Abgabe unter Berücksichtigung des Jugendschutzes und der Produktsicherheit. Keine Strafen. Nochmal zur Erinnerung - wir hatten das schon so, jahrzehntelang. Es hat nichts verhindert, nur Leid gebracht.
Hinweis an Herrn Baumgärtner: Cannabis ist keine illegale Droge... Aber seine Beobachtung ist wertvoll.
Re: Laberecke
Verfasst: Sa 24. Mai 2025, 09:22
von moepens
Alles in Allem erfreulich, dass ihm vehement widersprochen wurde, und das auch zeitnah. Das sind gute Vorzeichen für die Forschung der Zukunft und das gesellschaftliche Umdenken.
Re: Laberecke
Verfasst: Di 3. Jun 2025, 23:01
von pepre
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inha ... 4f544.html
Wtf?! Wird da jemand schlau draus? Das strotzt nur so vor Widersprüchen!

Re: Laberecke
Verfasst: Mi 4. Jun 2025, 07:34
von Martin Mainz
Liest sich wie von einer alten KI geschrieben.
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 10:35
von nightcap
Bis jetzt war ich mit dem Cannabis aus der Apotheke immer sehr zufrieden. Aber mir gehen diese pauschalen Verdächtigungen mancher Apotheker (die derzeit medial verbreitet werden) gerade so sehr auf den Sack, dass ich echt überlege mir da nix mehr zu holen. Auf "Apotheke adhoc" gibt es nämlich auch ne Kommentarfunktion und da schrieb echt ein Apotheker was von Verdacht auf Missbrauch und dass er oder sie sogar das Rezept nicht mehr freigeben wollte. WTF?
Wenn dem wirklich so ist, sollte ich vlt. besser beim Homegrown bleiben (so viel schlechter ist das jetzt auch nicht). Wenn einige Apotheker wirklich so ticken sollten, dann lieber ohne mich...?
Was denkt ihr - sind diese pauschalen Vorverdächtigungen noch akzeptabel oder doch eher NoGo?
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 10:49
von Hans Dampf
Moin!
Naja, es gab in den USA ja auch einen nicht unerheblichen Opiat-Missbrauch (ohne das irgendwie mit Cannabis gleichsetzen zu wollen), da führte dann die Diskussion darüber auch zum Umdenken.
Das Problem ist ja immer noch, dass Cannabis nicht wirklich legal ist beziehungsweise überhaupt legal erworben werden kann.
Da nehmen dann viele den Weg über die Apotheken in/zum Kauf. Aus Sicht eines Apothekers kann das missbräuchlich zu sehen sein.
Wichtig finde ich daher, das als Grundlage für weitere Diskussionen zu nehmen um eine echte Legalisierung zu erreichen.
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 12:44
von pepre
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 10:35
... da schrieb echt
ein Apotheker ...
Es gibt solche und solche, - wie immer. Generalisierungen bringen gar nix außer unzutreffende Feindbilder. Davon haben wir schon genug.
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 12:58
von Jahkob
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 10:35
Bis jetzt war ich mit dem Cannabis aus der Apotheke immer sehr zufrieden. Aber mir gehen diese pauschalen Verdächtigungen mancher Apotheker (die derzeit medial verbreitet werden) gerade so sehr auf den Sack, dass ich echt überlege mir da nix mehr zu holen. Auf "Apotheke adhoc" gibt es nämlich auch ne Kommentarfunktion und da schrieb echt ein Apotheker was von Verdacht auf Missbrauch und dass er oder sie sogar das Rezept nicht mehr freigeben wollte. WTF?
Wenn dem wirklich so ist, sollte ich vlt. besser beim Homegrown bleiben (so viel schlechter ist das jetzt auch nicht). Wenn einige Apotheker wirklich so ticken sollten, dann lieber ohne mich...?
Was denkt ihr - sind diese pauschalen Vorverdächtigungen noch akzeptabel oder doch eher NoGo?
Ich hole meine Medikamente regelmäßig in der Apotheke ab und was ich da so alles erlebe ... naja sagen wirs so: Ich verstehe Apotheker die da Missbrauch vermuten.
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 15:32
von nightcap
pepre hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 12:44
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 10:35
... da schrieb echt
ein Apotheker ...
Es gibt solche und solche, - wie immer. Generalisierungen bringen gar nix außer unzutreffende Feindbilder. Davon haben wir schon genug.
Ich verstehe mich in der Apotheke aber nicht als Feindbild, sondern eher als zahlender Kunde wovon der Apotheker ja lebt. Würde in der ganzen Diskussion nicht alles über einen Kamm gescherrt werden, dann gäbe es nicht täglich irgendwelche Hetzartikel nach dem Motto "die böse Cannabispolitik der Ampel" und außerdem: Es ist immer vorzuziehen, wenn ein Konsument seinen "Stoff" in der Apotheke holt anstatt beim Dealer - wenn das jetzt aber auch wieder falsch ist, dann scheint mein Einwand ja berechtigt zu sein, oder nicht? Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn der Schwarzmarkt nicht weggehen will...
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 15:36
von nightcap
Jahkob hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 12:58
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 10:35
Bis jetzt war ich mit dem Cannabis aus der Apotheke immer sehr zufrieden. Aber mir gehen diese pauschalen Verdächtigungen mancher Apotheker (die derzeit medial verbreitet werden) gerade so sehr auf den Sack, dass ich echt überlege mir da nix mehr zu holen. Auf "Apotheke adhoc" gibt es nämlich auch ne Kommentarfunktion und da schrieb echt ein Apotheker was von Verdacht auf Missbrauch und dass er oder sie sogar das Rezept nicht mehr freigeben wollte. WTF?
Wenn dem wirklich so ist, sollte ich vlt. besser beim Homegrown bleiben (so viel schlechter ist das jetzt auch nicht). Wenn einige Apotheker wirklich so ticken sollten, dann lieber ohne mich...?
Was denkt ihr - sind diese pauschalen Vorverdächtigungen noch akzeptabel oder doch eher NoGo?
Ich hole meine Medikamente regelmäßig in der Apotheke ab und was ich da so alles erlebe ... naja sagen wirs so: Ich verstehe Apotheker die da Missbrauch vermuten.
Du sagst es:
Vermuten, also im Prinzip nach Nase und dann am besten noch das bezahlte Rezept einbehalten - geht gar nicht...
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 15:51
von nightcap
Habe Teile der Diskussion mal rauskopiert - also ich finde das wirklich nicht in Ordnung:
A: Hatte vor ein paar Wochen ein Online-Rezept von einem Online-Arzt aus Dublin über Cannabis-Blüten. Kurz darauf rief der Kunde an, wann er das abholen kann. Habe die Abgabe verweigert, wegen Verdacht auf Missbrauch, was mir einen wütenden Kunden bescherte. Danach kam noch der Anruf, dass ich das Rezept wieder freigeben muss. Ich habe nichts gemacht und es war Ruhe. Das können wir noch gerade gebrauchen, Erpressungsversuche von Online-Ärzten und Kunden. Ich möchte damit nichts zu tun haben.
B: Das lehne ich einfach ab, weil ich den sein gewünschtes Kraut nicht in der gewünschten Menge besorgen kann. Da lass ich mich doch nicht auf irgendwelche Diskussionen ein.
Das Rezepte gebe ich schon wieder frei, weil ich mich da einfach nicht einmische. Und auch ein Arzt aus Dublin ist ein Arzt aus der EU mit einer gültigen EU-Verordnung, ob uns das passt oder nicht.
C: Also ich kenne mehr Süchtige als Kranke die sich das besorgen. Die das in ihren jugendlichen Bekantenkreis auch offen so äußern.
Es ist einfach zu erkennen. PDF/E-Mail-Pseudorezept von Dr. Bob aus dem Internet das jeder bekommt = Rauschzwecke. Verordnung von normalen Arzt = Patient.
D: SO so, hier kennt jemand mehr Süchtige wie Kranke die sich das angeblich beim Arzt besorgen....
Na ja an dieser Aussage kann man zurecht zweifeln denn sie ist nicht empirisch belegt!
Umgekehrt sind vielleicht die Menschen die sie hier so salopp als "Süchtige" diffamieren in Wirklichkeit Menschen die sich ihr Leiden schon seit Jahren mit Cannabis lindern und vorher keine großen Chancen hatten Cannabis zu erhalten um ein lebenswertes Leben zu haben!...
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 16:23
von pepre
Gute Güte! Es ist ganz einfach: nimm eine Apotheke, die dir das besorgen kann und will. - Es ist ein erheblicher Aufwand Cannabis abzugeben, das macht nicht jede Apotheke. Es gibt etliche, die sich darauf spezialisiert haben, die haben idR auch das nötige Fachwissen. Mit Papierrezept oder QR geht das idR auch über das Internet.
NB: "das Rezept nicht mehr freigeben" ist strafbar. Da bist du wohl auf einen Betonkopf getroffen, der seine Machtphantasien auslebt. Ja, solche Deppen gibt's leider auch. Du hast freie Arztwahl und du hast freie Apothekenwahl. Punkt. Ob jedoch Arzt oder Apotheke dich als "Kunden" nehmen steht auf einem anderen Blatt.
Fazit: wenn man stressfrei Hanf aus der ansässigen Apotheke will, dann klärt man das vorher ab. Extrakt/Blüten ist dabei ein wichtiges Kriterium, wieviel Arbeit auf die Apotheke zukommt.
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 11. Jun 2025, 17:15
von Jahkob
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 15:36
Jahkob hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 12:58
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 10:35
Bis jetzt war ich mit dem Cannabis aus der Apotheke immer sehr zufrieden. Aber mir gehen diese pauschalen Verdächtigungen mancher Apotheker (die derzeit medial verbreitet werden) gerade so sehr auf den Sack, dass ich echt überlege mir da nix mehr zu holen. Auf "Apotheke adhoc" gibt es nämlich auch ne Kommentarfunktion und da schrieb echt ein Apotheker was von Verdacht auf Missbrauch und dass er oder sie sogar das Rezept nicht mehr freigeben wollte. WTF?
Wenn dem wirklich so ist, sollte ich vlt. besser beim Homegrown bleiben (so viel schlechter ist das jetzt auch nicht). Wenn einige Apotheker wirklich so ticken sollten, dann lieber ohne mich...?
Was denkt ihr - sind diese pauschalen Vorverdächtigungen noch akzeptabel oder doch eher NoGo?
Ich hole meine Medikamente regelmäßig in der Apotheke ab und was ich da so alles erlebe ... naja sagen wirs so: Ich verstehe Apotheker die da Missbrauch vermuten.
Du sagst es:
Vermuten, also im Prinzip nach Nase und dann am besten noch das bezahlte Rezept einbehalten - geht gar nicht...
Da stimm ich dir absolut zu, einbehalten geht absolut nicht, vor allem weil man ja dafür bezahlt hat. Aber was sich die Apotheker bei mir teilweise anhören dürfen ist auch teilweise schwierig. da werden versiegelte dosen in der apotheke aufgemacht und dann erstmal über die größe der blüten und den geruch diskutiert. da würde ich grundsätzlich auch erstmal hinterfragen ob der das medizinisch haben will oder zum freizeitgebrauch? und wenn dann auch noch leute mit kostenübernahmen für 100g und mehr kommen die das dann nebenher verkaufen auf kosten der allgemeinheit dann finde ich es auch berechtigt wenn da nachgehakt wird.
Re: Laberecke
Verfasst: Fr 13. Jun 2025, 10:14
von nightcap
pepre hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 16:23
Gute Güte! Es ist ganz einfach: nimm eine Apotheke, die dir das besorgen kann und will. - Es ist ein erheblicher Aufwand Cannabis abzugeben, das macht nicht jede Apotheke. Es gibt etliche, die sich darauf spezialisiert haben, die haben idR auch das nötige Fachwissen. Mit Papierrezept oder QR geht das idR auch über das Internet.
NB: "das Rezept nicht mehr freigeben" ist strafbar. Da bist du wohl auf einen Betonkopf getroffen, der seine Machtphantasien auslebt. Ja, solche Deppen gibt's leider auch. Du hast freie Arztwahl und du hast freie Apothekenwahl. Punkt. Ob jedoch Arzt oder Apotheke dich als "Kunden" nehmen steht auf einem anderen Blatt.
Fazit: wenn man stressfrei Hanf aus der ansässigen Apotheke will, dann klärt man das vorher ab. Extrakt/Blüten ist dabei ein wichtiges Kriterium, wieviel Arbeit auf die Apotheke zukommt.
Häh? Um mich geht es hierbei doch gar nicht. Ich rufe eh immer vorher bei meiner Apotheke an und dann erst lasse ich das Rezept dorthin weiterleiten. Abgesehen davon, sind die dort auch alle supernett und hilfsbereit sowohl am Telefon als auch vor Ort (und die wissen auch die zusätzlichen Einnahmen zu schätzen).
Trotzdem ist es kacke, einem Patienten mit Onlinerezept pauschal erst mal irgendwas zu unterstellen. Jetzt stell dir mal vor, derjenige hätte das Cannabis wirklich dringend für medizinische Zwecke gebraucht und eigentlich dachte ich auch, dass die Abgabe für die Apotheker jetzt einfacher geworden ist. Vor allem, ist der Apotheker kein Arzt und es geht ihn oder ihr für mein Dafürhalten auch wirklich nichts an, welche Krankheit dem Rezept jetzt zugrunde liegt. Ich kann ja im Nachhinein dennoch Probleme bekommen, wenn ich falsche Angaben auf dem Fragebogen gemacht habe.
Wenn sich irgendwer WIRKLICH Sorgen um Missbrauch machen will, dann kann er ja gerne beim Lösungsmittel für den Klosterfrauen Melissengeist anfangen. Mein Punkt ist einfach, dass die ganze schlechte Presse langsam Wirkung zeigt und manche Leute nun meinen "Hilfsheriff" zu sein und dass ja TROTZ Entkriminalisierung (was ja der Absicht des Gesetzgebers somit zuwiderläuft). Es wird eben so weit es geht hintertrieben, nur um sich dann über den nicht verschwinden wollenden Schwarzmarkt aufzuregen und am Ende alles wieder zu verbieten.
Hätte die Ampel keine Tatsachen geschaffen, dann würden wir bis zum Ende aller Tage nur diskutieren nach dem Motto "Ich bin ja dafür, aber die böse EU".
Re: Laberecke
Verfasst: Fr 13. Jun 2025, 10:34
von nightcap
Jahkob hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 17:15
nightcap hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 15:36
Jahkob hat geschrieben: Mi 11. Jun 2025, 12:58
Ich hole meine Medikamente regelmäßig in der Apotheke ab und was ich da so alles erlebe ... naja sagen wirs so: Ich verstehe Apotheker die da Missbrauch vermuten.
Du sagst es:
Vermuten, also im Prinzip nach Nase und dann am besten noch das bezahlte Rezept einbehalten - geht gar nicht...
Da stimm ich dir absolut zu, einbehalten geht absolut nicht, vor allem weil man ja dafür bezahlt hat. Aber was sich die Apotheker bei mir teilweise anhören dürfen ist auch teilweise schwierig. da werden versiegelte dosen in der apotheke aufgemacht und dann erstmal über die größe der blüten und den geruch diskutiert. da würde ich grundsätzlich auch erstmal hinterfragen ob der das medizinisch haben will oder zum freizeitgebrauch? und wenn dann auch noch leute mit kostenübernahmen für 100g und mehr kommen die das dann nebenher verkaufen auf kosten der allgemeinheit dann finde ich es auch berechtigt wenn da nachgehakt wird.
Spinner gibt es überall, solche Leute kenne ich auch (leider). Es ist aber eben wie es ist, Cannabis ist halt auch ein Lifestyleprodukt und bei den ganzen Phantasienamen mit "Cookies" oder "Cheese" oder "Pink Diesel" da drin i.V.m. einem Preis tw. auf Schwarzmarktniveau kann es halt auch mal diskutabel werden. Die wollten für meine Sorte doch echt um die 16 EUR pro Gramm haben, haben mir aber dann was gleichwertiges für weniger Geld angeboten. Vlt. wurde ja auch nur etwas "gefachsimpelt" - mache ich auch gerne und ausgiebig mit der süßen Apothekerin
Der letzte Satz mit den 100 g ist m.E. aber mehr ein theoretischer Fall als ein reelles Szenario, allerdings bin ich noch nicht so neidzerfressen dass mich die paar Euros "auf Kosten der Allgemeinheit" jetzt groß jucken würden - wichtiger wäre mir hierbei dass dabei wenigstens sauberes Gras in den Umlauf gegeben und das wäre ja dann der Fall...
Re: Laberecke
Verfasst: Mi 25. Jun 2025, 16:37
von pepre
nightcap hat geschrieben: Mi 25. Jun 2025, 15:46
... ABDA Präsidenten ...
Generell nochmal zur Rolle der Verbände und Kammern. Die vertreten mitnichten ihre Klientel, welche die eigentliche Arbeit macht, also die Ärzte und Apotheker. Sie sind Funktionäre und sie funktionieren im Sinne der reichen Oberschicht, die an den großen Geldströmen im System parasitiert¹.
Warum tun sie das? Weil sich das wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht: es ist Tradition, - ein gewachsener Systemfehler. Zudem werden neue Funktionäre durch Lobbyisten massiv manipuliert, sofern sie nicht sogar selbst Teil davon sind.
Also bitte sauber trennen: genausowenig wie "Land X" Krieg führt, sondern die Regierung von "Land X", genausowenig sind "die Ärzte" oder die "die Apotheker" Schuld an den Äußerungen der Funktionäre. Die meisten wollen diese Vertretungen sogar weg haben, weil sie so gar nicht in ihrem Sinne agieren.
---
¹ Dabei dreht es sich idR um Aktienkurse, denn steigende Kurse vermehren die Vermögen der Reichen "von selbst".
Re: Laberecke
Verfasst: Do 26. Jun 2025, 10:06
von nightcap
pepre hat geschrieben: Mi 25. Jun 2025, 16:37
nightcap hat geschrieben: Mi 25. Jun 2025, 15:46
... ABDA Präsidenten ...
Generell nochmal zur Rolle der Verbände und Kammern. Die vertreten mitnichten ihre Klientel, welche die eigentliche Arbeit macht, also die Ärzte und Apotheker. Sie sind Funktionäre und sie funktionieren im Sinne der reichen Oberschicht, die an den großen Geldströmen im System parasitiert¹.
Warum tun sie das? Weil sich das wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht: es ist Tradition, - ein gewachsener Systemfehler. Zudem werden neue Funktionäre durch Lobbyisten massiv manipuliert, sofern sie nicht sogar selbst Teil davon sind.
Also bitte sauber trennen: genausowenig wie "Land X" Krieg führt, sondern die Regierung von "Land X", genausowenig sind "die Ärzte" oder die "die Apotheker" Schuld an den Äußerungen der Funktionäre. Die meisten wollen diese Vertretungen sogar weg haben, weil sie so gar nicht in ihrem Sinne agieren.
---
¹ Dabei dreht es sich idR um Aktienkurse, denn steigende Kurse vermehren die Vermögen der Reichen "von selbst".
Bei meinem Arbeitgeber gibt es auch einen übergeordneten Verband, insofern verstehe ich was du meinst. Aber unser Verband hat halt was zu melden und nimmt dadurch Einfluss auf den Arbeitsplatz, was dann eben auch nicht im Sinne des Arbeitnehmers ist.
Nicht zu pauschalisieren ist richtig, war vorgestern in der Apotheke und da geht es auch absolut entspannt zu. Sag das dann bitte auch der Gegenseite, dass nicht jeder Kiffer automatisch dealt oder jeder Patient Missbrauch betreibt.
Aber im Endeffekt auch scheißegal wer was gesagt hat - nur wenn im Ergebnis wieder die Polizei kleine Kiffer mit Hausdurchsuchungen beglücken kann, dann ist es zu spät.
Ich denke zB gerade darüber nach, warum in den ganzen Gerichtshows oder "Polizeidokus" die morgens auf rtl (?) laufen NIE der menschenverachtende Umgang mit BTM-Konsumenten gezeigt wird. Auch die Presse hat das im Zuge der Legalisierungsdiskussion nie wirklich thematisiert, von daher gibt es da einige Opfer des repressiven Systems die irgendwie unsichtbar sind und dann kommen laufend solche unqualifizierten Äußerungen von Leuten denen es angeblich rein um das Wohlergehen der Nation geht.
Oder worüber reden wir eigentlich gerade - geht es um den offenen Brief an Herrn Preis?
Re: Laberecke
Verfasst: Do 26. Jun 2025, 10:11
von LaMaria
Naja, ehrlich gesagt, eine Legalisierung mit Fachgeschäften wäre mir lieber.
In Californien hatte es ja auch mal so angefangen, an jeder Ecke konnte man ein Rezept erhalten und jetzt legal. Aber in Deutschland? Nun kommt erst mal die Evaluierung im Herbst

Re: Laberecke
Verfasst: Do 26. Jun 2025, 11:47
von pepre
LaMaria hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 10:11
Naja, ehrlich gesagt, eine Legalisierung mit Fachgeschäften wäre mir lieber.
Das wäre die einzige
vernünftige Entscheidung. Aber Vernunft und Politik...
LaMaria hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 10:11
Nun kommt erst mal die Evaluierung im Herbst

Die konservativen Medien blasen ja alle unablässig zum Sturm mit "Denkt doch an die armen Kiiinder!" und "Cannabis viiiiel gefährlicher als gedacht!". Gleichzeitig wird das CanG hintertrieben: den CSCs werden Sisyphos-Steine in den Weg gelegt und Modellprojekte werden schlicht nicht genehmigt.
Man darf getrost annehmen, dass der Einfluß der Prohibitionisten bei der unsinnigen Gestaltung des CanG von vorneherein den Plan hatte, die Entkriminalisierung/Legalisierung nach Inkrafttreten sofort wieder sturmreif zu schießen. Mit der verschleppten Umsetzung beweisen sie quasi iterativ die geringe Effizienz des CanG. Qed.
Dass nun auch noch beim MedCanG die uralte Volksmedizin Hanf zurück in die Schmuddelecke (nur bei schwersten Krankheiten und palliativ) gedrängt werden soll, das ist für die Patienten ein Trauerspiel sondersgleichen. Da fürchtet wohl jemand um die Börsenkurse der Pharmariesen, wenn ein hochwirksames Heilkraut mit extrem breitem Anwendungsspektrum leicht und billig verfügbar wäre.
Gut, mit einem Kanzler, den eigentlich nur interessiert wie er möglichst viel Geld in die Hochfinanz verschieben kann, war nichts anderes zu erwarten. Aber die Dreistigkeit, mit der das geschieht, hat schon ein besonderes G'schmäckle.