Neues von Marlene Mortler
Re: N24 (27.11.2014) Neues von Marlene Mortler
Drogenkonsum ist nur schwerlich als ein primär medizinisches Phänomen zu zählen - was Ärzte hierzu äußern, ist also in erster Linie eine beschränkte und hinterfragbare Perspektive. Das, was Mortler unter einer "generellen Legalisierung" fasst, versteht sich womöglich ganz einfach als die bloße Möglichkeit des "Freizeitkonsums". Und dies umfasst wahrscheinlich jegliche Form der Verfügbarkeit, außerhalb eines klinischen Rahmens. Unabhängig von dem recht spekulativen und unklaren Wirrwarrs um überaus schwammige Begriffe wie partielle, generelle oder totale Legalisierung - und deren Ausprägungen und Charakteristika.
Hier der nachgereichte Link zum aktuellen Artikel: http://www.derwesten.de/staedte/essen/b ... 28578.html
Drogen und Drogenkonsum als uneingeschränkt schädlich darzustellen, erscheint höchst undifferenziert und extrem unglaubwürdig. Sowieso: Eine durchdachte Drogenprävention bedeutet meinem Verständnis nach gerade nicht, das Verhalten Einzelner zu kontrollieren und zu korrigieren, sondern weit darüber hinaus auf Lebensumstände und strukturelle Bedingungen einzuwirken. Menschen "nur" Alternativen aufzuzeigen, ohne bspw. auf die Stressoren einzugehen, die derartige Umstände überhaupt erst mit entstehen lassen, bleibt letztlich immer eine verkürzte und bequeme Politik.
Hier der nachgereichte Link zum aktuellen Artikel: http://www.derwesten.de/staedte/essen/b ... 28578.html
Drogen und Drogenkonsum als uneingeschränkt schädlich darzustellen, erscheint höchst undifferenziert und extrem unglaubwürdig. Sowieso: Eine durchdachte Drogenprävention bedeutet meinem Verständnis nach gerade nicht, das Verhalten Einzelner zu kontrollieren und zu korrigieren, sondern weit darüber hinaus auf Lebensumstände und strukturelle Bedingungen einzuwirken. Menschen "nur" Alternativen aufzuzeigen, ohne bspw. auf die Stressoren einzugehen, die derartige Umstände überhaupt erst mit entstehen lassen, bleibt letztlich immer eine verkürzte und bequeme Politik.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Re: N24 (27.11.2014) Neues von Marlene Mortler
"
Verbotswelle rauscht ungebremst über uns hinweg
Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) ignoriert gesunden Menschenverstand
Und immer wenn man denkt, es geht nichts mehr, dann kommt von irgendwo ein neuer Aufreger daher. Wieder einmal bringt sich Marlene Mortler ins Gespräch. Als Drogenbeauftragte der Bundesregierung eigentlich mit der Bewältigung der Problematik mit illegalen Drogen und deren fatalen Auswirkungen in der Verantwortung, versucht sie nun erneut, mit Verbotsplänen zu glänzen, die diese Welt nicht braucht.
Es geht um die Idee, zukünftig das Rauchen in privaten Autos im Beisein von Minderjährigen gesetzlich zu verbieten. Weder Logik, noch Fakten können Frau Mortler scheinbar von solchen Vorstößen abhalten. Wahrscheinliche Unkontrollierbarkeit laut Polizeisprecher, noch der Hinweis auf das Denkvermögen mündiger Bürger schrecken die CSU-Dame. Augen zu und durch fällt hier als naheliegendes Motto ein. Verschiedene Stimmen stoßen ins gleiche Horn und sehen in Mortlers Vorgehen ein Ablenkungsmanöver ob der Defizite in der Bilanz der Drogenbeauftragten."
http://www.lifepr.de/pressemitteilung/v ... xid/552097
Verbotswelle rauscht ungebremst über uns hinweg
Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) ignoriert gesunden Menschenverstand
Und immer wenn man denkt, es geht nichts mehr, dann kommt von irgendwo ein neuer Aufreger daher. Wieder einmal bringt sich Marlene Mortler ins Gespräch. Als Drogenbeauftragte der Bundesregierung eigentlich mit der Bewältigung der Problematik mit illegalen Drogen und deren fatalen Auswirkungen in der Verantwortung, versucht sie nun erneut, mit Verbotsplänen zu glänzen, die diese Welt nicht braucht.
Es geht um die Idee, zukünftig das Rauchen in privaten Autos im Beisein von Minderjährigen gesetzlich zu verbieten. Weder Logik, noch Fakten können Frau Mortler scheinbar von solchen Vorstößen abhalten. Wahrscheinliche Unkontrollierbarkeit laut Polizeisprecher, noch der Hinweis auf das Denkvermögen mündiger Bürger schrecken die CSU-Dame. Augen zu und durch fällt hier als naheliegendes Motto ein. Verschiedene Stimmen stoßen ins gleiche Horn und sehen in Mortlers Vorgehen ein Ablenkungsmanöver ob der Defizite in der Bilanz der Drogenbeauftragten."
http://www.lifepr.de/pressemitteilung/v ... xid/552097
Re: N24 (27.11.2014) Neues von Marlene Mortler
"Junge Union diskutiert über Drogen
Die Junge Union Wolfratshausen hat über das Thema Drogen diskutiert und mit einer Expertin gesprochen. Die Diskussion war teils kontrovers.
...
Den ebenfalls aus den Reihen der Grünen Jugend mehrfach aufgeworfene Vorwurf der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten begegnete Mortler mit der Frage: „Haben Sie an diesem Tisch keine anderen Sorgen?“ Dann verteidigte die Drogenbeauftragte die Linie der Bundesregierung mit Hinweis auf die Konsequenzen eines Unfalls mit Drittbeteiligten. "
http://www.merkur.de/lokales/wolfratsha ... 24441.html
Kommentar zu der Veranstaltung :
"Frau Mortler hatte kaum Chancen gegen die Argumentation der anwesenden Legalisierungsbefürworter. Sie musste zu Ende sogar vorzeig abbrechen, um den Ausführungen eines ehemaligen Suchttherapeuten zu entgehen, welche ihre Aussagen zusätzliche entkräftet hätten. Leider hat der Merkur anscheinend lediglich die Pressemitteilung der JU abgedruckt.
Ein Journalist war nicht vor Ort."
Die Junge Union Wolfratshausen hat über das Thema Drogen diskutiert und mit einer Expertin gesprochen. Die Diskussion war teils kontrovers.
...
Den ebenfalls aus den Reihen der Grünen Jugend mehrfach aufgeworfene Vorwurf der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten begegnete Mortler mit der Frage: „Haben Sie an diesem Tisch keine anderen Sorgen?“ Dann verteidigte die Drogenbeauftragte die Linie der Bundesregierung mit Hinweis auf die Konsequenzen eines Unfalls mit Drittbeteiligten. "
http://www.merkur.de/lokales/wolfratsha ... 24441.html
Kommentar zu der Veranstaltung :
"Frau Mortler hatte kaum Chancen gegen die Argumentation der anwesenden Legalisierungsbefürworter. Sie musste zu Ende sogar vorzeig abbrechen, um den Ausführungen eines ehemaligen Suchttherapeuten zu entgehen, welche ihre Aussagen zusätzliche entkräftet hätten. Leider hat der Merkur anscheinend lediglich die Pressemitteilung der JU abgedruckt.
Ein Journalist war nicht vor Ort."
-
Unbegreiflich
- Beiträge: 196
- Registriert: So 4. Okt 2015, 15:42
Re: Neues von Marlene Mortler
Danke »Aurora« für den Bericht!
http://www.merkur.de/lokales/wolfratsha ... 24441.html
Einfach unglaublich was man da lesen muss.
Wenigstens der Vertreter der Polizei hat seine Einwände vorgebracht.
Sollte »Frau Mortler« wirklich vorzeitig abgebrochen haben, um den Ausführungen eines ehemaligen Suchttherapeuten zu entgehen ist das einfach nicht akzeptabel.
Ein SKANDAL!
Mal ins Detail gehen:
Es ist den Entscheidungsträgern egal ob beispielsweise Cannabis verunreinigt ist.
Es gab schon schwerste Vergiftungen und jeden Tag werden massenhaft gefährliche Stoffe mit konsumiert, weil das Cannabis keinerlei Kontrolle unterliegt.
Wenn die Gesundheit im Vordergrund stünde. Hätten wir eine andere Drogenpolitik. Das ist unbestreitbar.
Ich erinnere gerne an das Positionspapier der »DHS«.
Alkohol ab 18 Jahren verkaufen, wäre mal ein Anfang.
Oder mal ein konsequentes Tabakwerbeverbot.
Andere Sorgen?
Nicht nur an diesem Tisch in »Wolfratshausen« hat man solche Sorgen.
In der gesamten Republik hat man solche Sorgen.
-Was ist denn, wenn man den Job und den Führerschein verliert?
-Was ist denn mit dem trockenen Alkoholiker, dem man sein letztes Stückchen Haschisch wegnimmt und der dann einen Rückfall baut?
-Was ist denn, wenn man sich beim Konsum schon isolieren muss, weil man sich nicht in der Stadt in nem Café treffen kann sondern alles hinter verschlossenen Türen laufen muss?
Das sind größtenteils sehr nette Leute, die oftmals schauen müssen das sie unter dem Radar bleiben.
Schade für die ganze Gesellschaft, wenn Leute sich irgendwie isolieren müssen.
Das sind mehr als berechtigte Sorgen und »Frau Mortler« sollte darauf Antworten oder eine Debatte führen.
Stimmt, aber auch eine Auswirkung der Cannabis-Probition.
Leute die so etwas rauchen, wollen in der Regel eigentlich Cannabis und bekommen keins.
Oder nur Cannabis von so schlechter Qualität, das man sogar solche Dinge konsumiert.
Glaube 25 Tote gab es dadurch letztes Jahr in Deutschland.
In England waren es wohl sogar über 100 Tote im letzten Jahr.
Alles junge Leute, die wir dringend bräuchten.
Stattdessen verrecken diese an so nem Gift!
In den Niederlanden verreckt wohl keiner an so etwas wie »Legal Highs«. Wäre mir nix bekannt.
So was konsumiert man da wohl nicht.
Man kauft sich einfach Cannabis und geht »breit« ins Bett.
Die Anzahl der Leute die in den Niederlanden an Drogen sterben ist sehr überschaubar (weniger als in Deutschland. Auch in Relation betrachtet).
(Liquid)Ecstasy, Kokain, Heroin sind die Haupttodesursache.
In den Zahlen der Niederländer sind wohl auch Leute gelistet die an Drogen-Medikamenten Mischkonsum gestorben sind.
Wir müssten auch Cannabis verkaufen in Deutschland. Damit man zumindest mal die Legal-High-Toten verhindert.
Außerdem wäre das Cannabis dann nicht verunreinigt.
Alles in allem, eine Schande was die Drogenbeauftragte da zum besten gegeben hat.
Macht »Frau Mortler« so etwas nur in Bayern?
Oder kommt »Frau Mortler« auch zu ner Diskussion nach »Frankfurt am Main« und »Berlin«?
Da gibt's bestimmt Redebedarf und viele Gesprächsteilnehmer.
Am Rande:
Gab es da etwa Bier auf der Veranstaltung???
Ich sehe da Weizenbiergläser. Hoffe das Weizen war Alkoholfrei.
Man diskutiert über Drogen und Rausch und pfeift sich Bier rein?!?
Pures Entsetzen!
http://www.merkur.de/lokales/wolfratsha ... 24441.html
Einfach unglaublich was man da lesen muss.
Wenigstens der Vertreter der Polizei hat seine Einwände vorgebracht.
Sollte »Frau Mortler« wirklich vorzeitig abgebrochen haben, um den Ausführungen eines ehemaligen Suchttherapeuten zu entgehen ist das einfach nicht akzeptabel.
Ein SKANDAL!
Mal ins Detail gehen:
Eigentlich eine Unverschämtheit.„Mein Thema ist die Gesundheit.“ So begann Bundesdrogenbeauftragte Mortler ihren Vortrag, in dem sie einen Einblick in die Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung gab.
Es ist den Entscheidungsträgern egal ob beispielsweise Cannabis verunreinigt ist.
Es gab schon schwerste Vergiftungen und jeden Tag werden massenhaft gefährliche Stoffe mit konsumiert, weil das Cannabis keinerlei Kontrolle unterliegt.
Wenn die Gesundheit im Vordergrund stünde. Hätten wir eine andere Drogenpolitik. Das ist unbestreitbar.
Natürlich sind solche Dinge nicht gesund und Minderjährige sollten solche Dinge gar nicht konsumieren.Legale Drogen wie Alkohol und Nikotin, aber auch Medikamente und E-Zigaretten hätten enormes Suchtpotenzial und könnten zudem die Gesundheit schädigen.
Ich erinnere gerne an das Positionspapier der »DHS«.
Alkohol ab 18 Jahren verkaufen, wäre mal ein Anfang.
Oder mal ein konsequentes Tabakwerbeverbot.
Welch freche Gegenfrage.Den ebenfalls aus den Reihen der Grünen Jugend mehrfach aufgeworfene Vorwurf der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten begegnete Mortler mit der Frage: „Haben Sie an diesem Tisch keine anderen Sorgen?“
Andere Sorgen?
Nicht nur an diesem Tisch in »Wolfratshausen« hat man solche Sorgen.
In der gesamten Republik hat man solche Sorgen.
-Was ist denn, wenn man den Job und den Führerschein verliert?
-Was ist denn mit dem trockenen Alkoholiker, dem man sein letztes Stückchen Haschisch wegnimmt und der dann einen Rückfall baut?
-Was ist denn, wenn man sich beim Konsum schon isolieren muss, weil man sich nicht in der Stadt in nem Café treffen kann sondern alles hinter verschlossenen Türen laufen muss?
Das sind größtenteils sehr nette Leute, die oftmals schauen müssen das sie unter dem Radar bleiben.
Schade für die ganze Gesellschaft, wenn Leute sich irgendwie isolieren müssen.
Das sind mehr als berechtigte Sorgen und »Frau Mortler« sollte darauf Antworten oder eine Debatte führen.
Relativ Neu?!?Zum Abschluss schilderte Marlene Mortler die – relativ neue – Gefahr, die von sogenannten „legal highs“ ausgeht, zum Beispiel von Kräutermischungen.
Stimmt, aber auch eine Auswirkung der Cannabis-Probition.
Leute die so etwas rauchen, wollen in der Regel eigentlich Cannabis und bekommen keins.
Oder nur Cannabis von so schlechter Qualität, das man sogar solche Dinge konsumiert.
Glaube 25 Tote gab es dadurch letztes Jahr in Deutschland.
In England waren es wohl sogar über 100 Tote im letzten Jahr.
Alles junge Leute, die wir dringend bräuchten.
Stattdessen verrecken diese an so nem Gift!
In den Niederlanden verreckt wohl keiner an so etwas wie »Legal Highs«. Wäre mir nix bekannt.
So was konsumiert man da wohl nicht.
Man kauft sich einfach Cannabis und geht »breit« ins Bett.
Die Anzahl der Leute die in den Niederlanden an Drogen sterben ist sehr überschaubar (weniger als in Deutschland. Auch in Relation betrachtet).
(Liquid)Ecstasy, Kokain, Heroin sind die Haupttodesursache.
In den Zahlen der Niederländer sind wohl auch Leute gelistet die an Drogen-Medikamenten Mischkonsum gestorben sind.
Wir müssten auch Cannabis verkaufen in Deutschland. Damit man zumindest mal die Legal-High-Toten verhindert.
Außerdem wäre das Cannabis dann nicht verunreinigt.
Alles in allem, eine Schande was die Drogenbeauftragte da zum besten gegeben hat.
Macht »Frau Mortler« so etwas nur in Bayern?
Oder kommt »Frau Mortler« auch zu ner Diskussion nach »Frankfurt am Main« und »Berlin«?
Da gibt's bestimmt Redebedarf und viele Gesprächsteilnehmer.
Am Rande:
Gab es da etwa Bier auf der Veranstaltung???
Ich sehe da Weizenbiergläser. Hoffe das Weizen war Alkoholfrei.
Man diskutiert über Drogen und Rausch und pfeift sich Bier rein?!?
Pures Entsetzen!
Re: Neues von Marlene Mortler
Gefährlich ist hier nur, eine E-Zigarette als gefährlich darzustellen. Diese scheint gerade im Vergleich zu einer herkömmlichen Zigarette als eine relativ gesunde Alternative auszufallen.Legale Drogen wie Alkohol und Nikotin, aber auch Medikamente und E-Zigaretten hätten enormes Suchtpotenzial und könnten zudem die Gesundheit schädigen.
Vor allem dann, wenn man denn nur ganz, ganz feste daran glaubt. Hier darf man allerdings ruhig überaus skeptisch sein - die Forschung hat diesen Mythos im Prinzip längst falsifiziert. Treffender lässt sich auch nicht von "abhängigen" Menschen, sondern mehr oder weniger "abhängigen" Zuständen, bzw. mehr oder weniger "abhängigen" Verhaltensweisen sprechen, in denen sich solche befinden. Die Vorstellung, dass in den Betroffenen eine immanente und unabänderliche Andersartigkeit schlummert, ist gefährlicher und kontraproduktiver Blödsinn. Ein Rückfall ist zudem nur ein Rückfall, wenn man womöglich unrealistische und hohe Grunderwartungen als Maßstab nimmt (-> Abstinenz). Das gängige "Suchtparadigma" begünstigt entsprechend der soziologischen Grundannahmen des Thomas-Theorems und der selbsterfüllenden Prophezeiung diese mit - und ist entschieden abzulehnen.„Egal ob Alkohol oder andere Substanzen, wer einmal abhängig war, ist sein Leben lang von Rückfälligkeit und erneuter Abhängigkeit bedroht“, warnte Mortler.
Altersbeschränkungen und Verbote ersetzen aber weder eine aufrichtige und realitätsbezogene Aufklärung, noch ändert sich etwas an den Umständen, die Menschen zu einem möglicherweise destruktiven Konsum führen. Zudem beschränkt sich die Beobachtung, dass ein früher Konsum mit späteren Problemen korreliert, ausdrücklich auf unsere eigene "Kultur". Bei "Kindheit" handelt es sich ferner um ein sozio-historisches Konstrukt, was oftmals definitiv unterbeleuchtet bleibt: die Adoleszenz endet noch heute abhängig von der geographischen Lage teils Jahre früher. Es war auch in unseren Breitengraden einst durchaus üblich, dass so gut wie jeder Heranwachsende alkoholische Getränke konsumierte - und das nicht nur, weil man teilweise bereits als "erwachsen" galt. Von noch heute bestehenden und verbreiteten globalen Initiationsriten, die teilweise potente Halluzinogene beinhalten, mal abgesehen. Das bedeutet nicht, dass der (vor allem "übermäßige") Konsum von "Drogen" im Kindes- oder Jugendalter grundsätzlich als unbedenklich einzustufen wäre, ohne eine physiologische Komponente einhergeht oder die beiden Dinge sonstwie zueinander gehören würden. Dieser Punkt ist nur weitaus komplexer, als es uns teils dubiose und verkürzte Forschungsergebnisse vermuten lassen. Die Vorstellung, einen Konsum hinauszuzögern oder komplett zu verhindern, geht meist nicht nur an der sozialen Wirklichkeit vorbei, sondern verursacht bei dem Versuch dies zu bewerkstelligen, oft noch zusätzlichen Schaden (s. bspw. die fatalistische Perspektive einer Mortler). Es ist zudem pure Pragmatik, die nur sehr bedingt durch wissenschaftliche Erkenntnisse gesichert wird. So weisen z.B. Kulturen, die ihre Kinder bereits in jungen Jahren ritualisiert an alkoholische Getränke heranführen, zum Teil sehr geringe, spätere substanzgebundene Probleme auf. Die Verbindung zwischen Konsum, Beginn und späteren Problematiken bleibt demnach überaus stark durch soziale Faktoren beeinflusst - und lässt sich keineswegs auf eine Einzelkomponente herunterbrechen.Unbegreiflich hat geschrieben:Natürlich sind solche Dinge nicht gesund und Minderjährige sollten solche Dinge gar nicht konsumieren.
Ich erinnere gerne an das Positionspapier der »DHS«.
Alkohol ab 18 Jahren verkaufen, wäre mal ein Anfang.
Oder mal ein konsequentes Tabakwerbeverbot.
Inwieweit recht einfache Verbote nun überhaupt etwas nachhaltig verändern sollen und können, entzieht sich teilweise meiner Vorstellungskraft. Den Menschen geht es immer noch dreckig, aber wenigstens konsumieren sie keine Drogen? Eine durchdachte Politik setzt in meinen Augen ohnehin nicht auf eine Verhaltens - sondern Verhältnisprävention. So schreibt bspw. der kanadische "Suchtforscher" Bruce K. Alexander (2008: 344):
Hier fordert mir also auch die DHS definitiv zu wenig, an falscher Stelle, aus fragwürdigen Gründen. Von den Forderungen einer Modellabgabe mal ganz abgesehen ,)The most promising way of controlling addiction is not prevention of experimentation, but prevention of dislocation.
Beste Grüße!
-
Alexander, Bruce K., 2008: The Globalisation of Addiction.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Re: Neues von Marlene Mortler
Ich würde mich nicht zu sehr mit Frau Mortler auseinandersetzen.
Sie ist m.M.n. nur da um zu trollen (siehe Nüsse-Aktion), und alles beim alten zu lassen.
Sie ist m.M.n. nur da um zu trollen (siehe Nüsse-Aktion), und alles beim alten zu lassen.
Re: Neues von Marlene Mortler
Seh ich genauso.
Die Frau Mortler ist im Bezug auf Drogenpolitik der Bundesregierung eine Repräsentantin, eine Sprecherin und entscheidet nichts.
Falls sich innerhalb ihrer Amtszeit als Drogenbeauftragte die offizielle Drogenpolitik (beispielsweise gegenüber Cannabis) ändern sollte, werden wir sehen, wie schnell sie fallengelassen wird. Ich habe eher Mitleid mit ihr, die Frau rennt auf eine Wand zu und merkt es nicht, weil ihr andauernd falsche Freunde "auf die Schulter klopfen".
Die Frau Mortler ist im Bezug auf Drogenpolitik der Bundesregierung eine Repräsentantin, eine Sprecherin und entscheidet nichts.
Falls sich innerhalb ihrer Amtszeit als Drogenbeauftragte die offizielle Drogenpolitik (beispielsweise gegenüber Cannabis) ändern sollte, werden wir sehen, wie schnell sie fallengelassen wird. Ich habe eher Mitleid mit ihr, die Frau rennt auf eine Wand zu und merkt es nicht, weil ihr andauernd falsche Freunde "auf die Schulter klopfen".
Re: Neues von Marlene Mortler
Auf der Wolfratshausener JU-FB-Seite gehts ab ... vieles wurde am Nachmittag scheinbar gelöscht und ihre Argumente , naja, wie üblich halt. Die Gehirnwäsche in jungen Jahren funktioniert wohl sehr gut. Die sind sich noch nicht mal zu schade, uns mit Pegida zu vergleichen.
Wer mal reingucken möchte
https://www.facebook.com/ju.wolfratshausen/
Wer mal reingucken möchte
https://www.facebook.com/ju.wolfratshausen/
Re: Neues von Marlene Mortler
Könnte da was dran sein ?
Es dürfte auch der Familie Mortler nicht verborgen geblieben sein, das sich mit (Nutz)Hanfprodukten gutes Geld verdienen läßt. Evtl. als Zulieferer der Fa. Bionorica ? Diese Firma liegt ja nur ökologische 30 Minuten/40 km mit dem Auto entfernt.
Vielleicht seh ich aber auch nur "Gespenster", wobei, wäre ja nicht der erste Politiker, der aus der Politik was "mitnimmt" für die spätere Berufslaufbahn.
"Meine Meinung: Die Pharmaindustrie steckt hinter der Aufrechterhaltung der Verbotspolitik seitens Frau Mortler. Arzneimittel die aus Industriehanf hergestellt werden, werden ja schon seit Monaten sozusagen von Ihr "Beworben" und ein einfacher Zugang soll ermöglicht werden. kurze Info: Frau Mortlers Ehemann beliefert oder erzeugt bereits seit 2010 Saatgut für die Pharmaindustrie, was auch anständig Honoriert wird, wie Sie damals sagte. Statt Agrarministerin wird Sie dann Urplötzlich Drogenbeauftragte mit mittlerweile Deutschlandweitem oft kritisierten, fragwürdigem Wissen und Umgang mit der Materie. "
Kommentar bei http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17082.html
Weiter hab ich gefunden :
"Siegfried Mortler führte dann kurz durch die Produktion von PESIKA. Neben der eigentlichen Landwirtschaft, die zwischenzeitlich vom Sohn betrieben werde, sei die Firma ein weiteres Standbein. Zunächst habe man abbaubares Verpackungsmaterial (Popcorn) produziert, zwischenzeitlich stehen verschiedene Körnersorten, die für die Nahrungs- und Pharmaindustrie aufbereitet werden, im Mittelpunkt. "
http://www.nordbayern.de/region/lauf/la ... n-1.194524
http://www.pesika.de/
Es dürfte auch der Familie Mortler nicht verborgen geblieben sein, das sich mit (Nutz)Hanfprodukten gutes Geld verdienen läßt. Evtl. als Zulieferer der Fa. Bionorica ? Diese Firma liegt ja nur ökologische 30 Minuten/40 km mit dem Auto entfernt.
Vielleicht seh ich aber auch nur "Gespenster", wobei, wäre ja nicht der erste Politiker, der aus der Politik was "mitnimmt" für die spätere Berufslaufbahn.
"Meine Meinung: Die Pharmaindustrie steckt hinter der Aufrechterhaltung der Verbotspolitik seitens Frau Mortler. Arzneimittel die aus Industriehanf hergestellt werden, werden ja schon seit Monaten sozusagen von Ihr "Beworben" und ein einfacher Zugang soll ermöglicht werden. kurze Info: Frau Mortlers Ehemann beliefert oder erzeugt bereits seit 2010 Saatgut für die Pharmaindustrie, was auch anständig Honoriert wird, wie Sie damals sagte. Statt Agrarministerin wird Sie dann Urplötzlich Drogenbeauftragte mit mittlerweile Deutschlandweitem oft kritisierten, fragwürdigem Wissen und Umgang mit der Materie. "
Kommentar bei http://www.deutsche-apotheker-zeitung.d ... 17082.html
Weiter hab ich gefunden :
"Siegfried Mortler führte dann kurz durch die Produktion von PESIKA. Neben der eigentlichen Landwirtschaft, die zwischenzeitlich vom Sohn betrieben werde, sei die Firma ein weiteres Standbein. Zunächst habe man abbaubares Verpackungsmaterial (Popcorn) produziert, zwischenzeitlich stehen verschiedene Körnersorten, die für die Nahrungs- und Pharmaindustrie aufbereitet werden, im Mittelpunkt. "
http://www.nordbayern.de/region/lauf/la ... n-1.194524
http://www.pesika.de/
Re: Neues von Marlene Mortler
"Mahnerin in der Welt der Süchte
Muss der Staat die Menschen vor sich selbst schützen? Deutschland meint Ja - und beschäftigt eine Drogenbeauftragte."
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/d ... -1.2736948
Hm, kein Eingehen auf Cannabis, seltsam ... oder hat sie beim dem Interview schon die neusten Umfrageergebnisse vor sich liegen gehabt ?!
Muss der Staat die Menschen vor sich selbst schützen? Deutschland meint Ja - und beschäftigt eine Drogenbeauftragte."
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/d ... -1.2736948
Hm, kein Eingehen auf Cannabis, seltsam ... oder hat sie beim dem Interview schon die neusten Umfrageergebnisse vor sich liegen gehabt ?!
Re: Neues von Marlene Mortler
Wie auch schon das Hanfjournal heute berichtete, gibt es massive Kritik an dem Auftritt Frau Mortlers bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
"Ein Novum hat die diesjährige Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, vorzuweisen: Obwohl sich die Liste der anwesenden Expertinnen und Experten liest wie das Who is Who zum Thema Crystal Meth in Deutschland, gab es keine Abschlusspressekonferenz auf der die Tagungsergebnisse vorgestellt wurden. Und das ist kein Zufall. „Antworten für die Praxis“ bei Methamphetaminkonsum hatte die Drogenbeauftragte versprochen. Tatsächlich hat sie noch immer keinen Plan.
...
Um die Frage beantworten zu können, welche Behandlung die Richtige ist, muss man also mehr über die Konsumenten wissen. Dass es daran hapert ist seit langem bekannt. Dennoch bleibt es bei Ankündigungen seitens der Drogenbeauftragten. So kündigt Mortler an, dass im nächsten Sucht-Survey eine getrennte Erfassung von Konsumenten von Amphetaminen und Methamphetaminen erfolgen wird. "
http://www.wiesentbote.de/2015/11/16/md ... inen-plan/
Genau das gehört auch bei Cannabis und Legal Highs praktiziert und zwar Pronto !
"Ein Novum hat die diesjährige Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, vorzuweisen: Obwohl sich die Liste der anwesenden Expertinnen und Experten liest wie das Who is Who zum Thema Crystal Meth in Deutschland, gab es keine Abschlusspressekonferenz auf der die Tagungsergebnisse vorgestellt wurden. Und das ist kein Zufall. „Antworten für die Praxis“ bei Methamphetaminkonsum hatte die Drogenbeauftragte versprochen. Tatsächlich hat sie noch immer keinen Plan.
...
Um die Frage beantworten zu können, welche Behandlung die Richtige ist, muss man also mehr über die Konsumenten wissen. Dass es daran hapert ist seit langem bekannt. Dennoch bleibt es bei Ankündigungen seitens der Drogenbeauftragten. So kündigt Mortler an, dass im nächsten Sucht-Survey eine getrennte Erfassung von Konsumenten von Amphetaminen und Methamphetaminen erfolgen wird. "
http://www.wiesentbote.de/2015/11/16/md ... inen-plan/
Genau das gehört auch bei Cannabis und Legal Highs praktiziert und zwar Pronto !
Re: Neues von Marlene Mortler
"Drogenbeauftragte warnt vor Cannabis-Freigabe
Marlene Mortler (CSU) ist eine vehemente Gegnerin der Legalisierung von Haschisch zum Freizeitkonsum. Die Freigabe der illegalen Droge würde eine vergleichbare Wirkung erzielen wie etwa die Aufhebung des Tempolimits vor Kindergärten, findet die Bundesdrogenbeauftragte."
http://www.weser-kurier.de/bremen/breme ... 58397.html
Aufgrund der Nettiquette
Marlene Mortler (CSU) ist eine vehemente Gegnerin der Legalisierung von Haschisch zum Freizeitkonsum. Die Freigabe der illegalen Droge würde eine vergleichbare Wirkung erzielen wie etwa die Aufhebung des Tempolimits vor Kindergärten, findet die Bundesdrogenbeauftragte."
http://www.weser-kurier.de/bremen/breme ... 58397.html
Aufgrund der Nettiquette

Re: Neues von Marlene Mortler
Wobei sich hier anmerken lässt, dass die fehlende Differenzierung zwischen Methamphetamin und ähnlichen Substanzen ein recht verbreitetes Problem innerhalb der europäischen Datenerhebung darstellt. Sicher fehlt eine befriedigende Forschungslage, dennoch kann man bereits sagen, was sich im Behandlungskontext bisher besonders wirksam zeigt (CBT und Kontingenzmanagement). Die Vorstellung, man könne die Probleme letztlich einfach effizient wegtherapieren oder medikamentieren, sobald vollständige Informationen und entsprechende Technologien vorliegen, bleibt aber überaus naiv.Aurora hat geschrieben:Wie auch schon das Hanfjournal heute berichtete, gibt es massive Kritik an dem Auftritt Frau Mortlers bei der Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
"Ein Novum hat die diesjährige Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, vorzuweisen: Obwohl sich die Liste der anwesenden Expertinnen und Experten liest wie das Who is Who zum Thema Crystal Meth in Deutschland, gab es keine Abschlusspressekonferenz auf der die Tagungsergebnisse vorgestellt wurden. Und das ist kein Zufall. „Antworten für die Praxis“ bei Methamphetaminkonsum hatte die Drogenbeauftragte versprochen. Tatsächlich hat sie noch immer keinen Plan.
...
Um die Frage beantworten zu können, welche Behandlung die Richtige ist, muss man also mehr über die Konsumenten wissen. Dass es daran hapert ist seit langem bekannt. Dennoch bleibt es bei Ankündigungen seitens der Drogenbeauftragten. So kündigt Mortler an, dass im nächsten Sucht-Survey eine getrennte Erfassung von Konsumenten von Amphetaminen und Methamphetaminen erfolgen wird. "
http://www.wiesentbote.de/2015/11/16/md ... inen-plan/
Genau das gehört auch bei Cannabis und Legal Highs praktiziert und zwar Pronto !
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Re: Neues von Marlene Mortler
Mal nix über Cannabis und andere Drogen, aber
"... bei uns gibt es nichts, was es nicht gibt. "
Ansonsten
"Franken leben glücklicher
Franken steht nicht nur für gute Küche und malerische Landschaften, sondern auch für eine hohe Lebenszufriedenheit der Menschen. Angesichts der vielen Krisen, die uns politisch in den letzten Jahren und Monaten bewegt haben, freue ich mich umso mehr über den fünften Platz meiner Heimat im „Glücksatlas 2015". "
Artikel von :
Marlene Mortler
Mitglied des Deutschen Bundestags, Agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
http://www.huffingtonpost.de/marlene-mo ... 84298.html
"... bei uns gibt es nichts, was es nicht gibt. "
Ansonsten
"Franken leben glücklicher
Franken steht nicht nur für gute Küche und malerische Landschaften, sondern auch für eine hohe Lebenszufriedenheit der Menschen. Angesichts der vielen Krisen, die uns politisch in den letzten Jahren und Monaten bewegt haben, freue ich mich umso mehr über den fünften Platz meiner Heimat im „Glücksatlas 2015". "
Artikel von :
Marlene Mortler
Mitglied des Deutschen Bundestags, Agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
http://www.huffingtonpost.de/marlene-mo ... 84298.html
Re: Neues von Marlene Mortler
"Um den weiteren Kampf gegen synthetische Drogen zu besprechen, haben sich Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und Bundesdrogenbeauftrage Marlene Mortler zu einem runden Tisch in der Polizeiinspektion Lichtenfels getroffen.
...
Mortler versprach, die Erkenntnisse aus dem Treffen in ihren neuen Drogenleitfaden einfließen zu lassen."
http://www.radio-plassenburg.de/im-kamp ... s-3144377/
Man darf also gespannt sein ...
...
Mortler versprach, die Erkenntnisse aus dem Treffen in ihren neuen Drogenleitfaden einfließen zu lassen."
http://www.radio-plassenburg.de/im-kamp ... s-3144377/
Man darf also gespannt sein ...
Re: Neues von Marlene Mortler
"FragdenStaat
Beleg für die Aussage, dass die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis schuld an einem behaupteten Anstieg der jugendlichen Cannabiskonsumenten wäre
Anfrage an:
Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Verwendete Gesetze:
Informationsfreiheitsgesetz Bund (IFG)
Verbraucherinformationsgesetz Bund (VIG)
Umweltinformationsgesetz Bund (UIG)
Status dieser Anfrage:
Anfrage teilweise erfolgreich
Verweigerungsgrund
n/a
Zusammenfassung der Anfrage
Beleg für die Aussage, dass die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis kausal schuld an einem behaupteten Anstieg der jugendlichen Cannabiskonsumenten wären.
Medien wie der Spiegel ( http://www.spiegel.de/panorama/gesell... ) vermeldeten, dass die Konsumentenzahlen bei den Jugendlichen gestiegen wären,
Ich kann Ihre Statistik unter anderem nicht nachvollziehen, da die von Frau Drogenbeauftragte und MdB Mortler zitierte Studie selbst sieht zwischen 2004 und 2014 keinen Anstieg, sondern eine Abnahme (Seite 27, Abb. 3). Auch zwischen im Spiegel erwähnt 2008 und 2014 ist kein Anstieg, sondern eine Abnahme zu beobachten.
Darüber hinaus gilt die Studie für den Zeitraum bis 2014, wobei die "Legalisierungsdiskussion" erst 2015 gestartet war, unter anderem mit einem Antrag im Bundestag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen."
https://fragdenstaat.de/anfrage/beleg-f ... nten-ware/
Beleg für die Aussage, dass die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis schuld an einem behaupteten Anstieg der jugendlichen Cannabiskonsumenten wäre
Anfrage an:
Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Verwendete Gesetze:
Informationsfreiheitsgesetz Bund (IFG)
Verbraucherinformationsgesetz Bund (VIG)
Umweltinformationsgesetz Bund (UIG)
Status dieser Anfrage:
Anfrage teilweise erfolgreich
Verweigerungsgrund
n/a
Zusammenfassung der Anfrage
Beleg für die Aussage, dass die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis kausal schuld an einem behaupteten Anstieg der jugendlichen Cannabiskonsumenten wären.
Medien wie der Spiegel ( http://www.spiegel.de/panorama/gesell... ) vermeldeten, dass die Konsumentenzahlen bei den Jugendlichen gestiegen wären,
Ich kann Ihre Statistik unter anderem nicht nachvollziehen, da die von Frau Drogenbeauftragte und MdB Mortler zitierte Studie selbst sieht zwischen 2004 und 2014 keinen Anstieg, sondern eine Abnahme (Seite 27, Abb. 3). Auch zwischen im Spiegel erwähnt 2008 und 2014 ist kein Anstieg, sondern eine Abnahme zu beobachten.
Darüber hinaus gilt die Studie für den Zeitraum bis 2014, wobei die "Legalisierungsdiskussion" erst 2015 gestartet war, unter anderem mit einem Antrag im Bundestag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen."
https://fragdenstaat.de/anfrage/beleg-f ... nten-ware/
Re: Neues von Marlene Mortler
Nachdem ja schon lange nichts mehr hier geschrieben wurde, möchte ich einige der nächsten Termine von Frau Mortler einstellen.
- "02. März 2016
Einladung zur Pressekonferenz "Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff-Kontrollrats
Einladung zur Pressekonferenz
Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff Kontrollrats (INCB)
Zur Vorstellung des INCB Jahresberichts 2015 der Vereinten Nationen laden wir Sie herzlich ein.
Im Fokus des diesjährigen Berichts stehen „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen“ die
Hauptziele der internationalen Verträge zur Drogenkontrolle. Der Bericht ist ein Beitrag zur Sondersitzung der UN
Generalversammlung zum weltweiten Drogenproblem (UNGASS) im April 2016. Er beschäftigt sich u.a. mit der Legalisierung von Cannabis und beschreibt internationale und regionale Entwicklungen bei neuen psychoaktiven Stoffen, Drogenmissbrauch sowie drogenbezogenen Delikten."
http://drogenbeauftragte.de/fileadmin/d ... INCB__.pdf
- 14. - 16. März 2016
59. Tagung der Suchtkommission in Wien, darunter ein Spezialsegment an der Vorbereitung der Sondertagung der Generalversammlung über des Weltdrogenproblems im Jahr 2016.
- 6. April 2016; 11 Uhr
Vorstellung der BZgA-Drogenaffinitätsstudie im Haus der BPK.
Mit Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) & Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
- 18. - 24. April 2016
Teilnahme in New York anlässlich UNGASS 2016
http://drogenbeauftragte.de/menues/foot ... agten.html
- "02. März 2016
Einladung zur Pressekonferenz "Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff-Kontrollrats
Einladung zur Pressekonferenz
Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff Kontrollrats (INCB)
Zur Vorstellung des INCB Jahresberichts 2015 der Vereinten Nationen laden wir Sie herzlich ein.
Im Fokus des diesjährigen Berichts stehen „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen“ die
Hauptziele der internationalen Verträge zur Drogenkontrolle. Der Bericht ist ein Beitrag zur Sondersitzung der UN
Generalversammlung zum weltweiten Drogenproblem (UNGASS) im April 2016. Er beschäftigt sich u.a. mit der Legalisierung von Cannabis und beschreibt internationale und regionale Entwicklungen bei neuen psychoaktiven Stoffen, Drogenmissbrauch sowie drogenbezogenen Delikten."
http://drogenbeauftragte.de/fileadmin/d ... INCB__.pdf
- 14. - 16. März 2016
59. Tagung der Suchtkommission in Wien, darunter ein Spezialsegment an der Vorbereitung der Sondertagung der Generalversammlung über des Weltdrogenproblems im Jahr 2016.
- 6. April 2016; 11 Uhr
Vorstellung der BZgA-Drogenaffinitätsstudie im Haus der BPK.
Mit Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) & Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
- 18. - 24. April 2016
Teilnahme in New York anlässlich UNGASS 2016
http://drogenbeauftragte.de/menues/foot ... agten.html
Re: Neues von Marlene Mortler
""Drogenfreie Welt kaum zu erreichen"
Prävention und Gesundheit sollten nach Ansicht von Marlene Mortler in der Drogenpolitik im Vordergrund stehen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sprach im DW-Interview auch über die kommende Weltdrogenkonferenz.
...
Die Studie zeigt aber auch: Die illegale Droge Cannabis ist weiter beliebt. Jeder dritte junge Erwachsene hat Erfahrungen mit der Droge. Zeigen möglicherweise die Erfolge beim Tabak- und Alkoholgebrauch, dass ein gesundheitspolitisch orientierter Ansatz weiter führt als ein Verbot?
(Mortler) Wenn wir jetzt Cannabiskonsum alleine auf die strafrechtliche Seite ziehen werden wir der Tatsache nicht gerecht, dass die Substanz Cannabis keine harmlose Droge ist. Die vielen Störfeuer, die wir in den letzten Monaten in Richtung Legalisierung erlebt haben, tragen wahrscheinlich auch dazu bei, dass man inzwischen denkt: 'Na ja - kann ja alles nicht so schlimm sein.' Mein Weg ist klar: Ich habe die Gesundheit der jungen Menschen im Blick. Und ich sage ausdrücklich: Je jünger Menschen mit dem Konsum beginnen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gesundheitliche Schäden davon tragen - manche vorübergehend, andere ein Leben lang.
Bei der Legalisierungsdiskussion geht es doch vor allem darum: Geht man präventiv vor, also gesundheitspolitisch orientiert - wie Sie es ja erfolgreich bei Alkohol und Tabak machen - oder eben strafrechtlich. Nun ist es doch so, dass trotz strafrechtlicher Verfolgung, die Menschen weiter zu Drogen greifen und diese auch vorhanden sind. Wie passt das zusammen?
(Mortler) Ich kann auch anders argumentieren und sagen: Es gibt eine viel größere Anzahl von Jugendlichen, die konsumiert Cannabis nicht, weil es verboten ist. Auch das wird in Gesprächen immer wieder deutlich. Zweitens folgende Botschaft: Kein Land in Europa geht noch mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden massiv gegen Konsumenten vor. Ich muss die Verhältnisse zurechtrücken. Wir haben einerseits weltweit noch die Todesstrafe wenn es um kleine oder geringste Mengen geht von illegalen Drogen. Hier in Deutschland, aber auch in Europa, haben wir ein weites Feld an anderen Möglichkeiten: Hilfe statt Strafe, Therapie statt Strafe. Und deshalb plädiere ich weiter dafür, dass wir das Thema Cannabiskonsum nicht verharmlosen.
...
(Mortler) Dass wir auch das Thema Behandlung von Drogenabhängigen international mehr im Blick haben wollen und sollen. Ein Beispiel: In den USA geht der Heroinkonsum massiv nach oben - die Todeszahlen steigen. Jetzt haben die Amerikaner gesagt: Was macht ihr in Deutschland? Wir wissen, dass hier eine hervorragende Substitution (Versorgung von Heroinkranken mit Ersatzstoffen wie Methadon, Anm.d.Redaktion) existiert."
http://www.dw.com/de/drogenfreie-welt-k ... a-19167876
Ohne Worte ....
Prävention und Gesundheit sollten nach Ansicht von Marlene Mortler in der Drogenpolitik im Vordergrund stehen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sprach im DW-Interview auch über die kommende Weltdrogenkonferenz.
...
Die Studie zeigt aber auch: Die illegale Droge Cannabis ist weiter beliebt. Jeder dritte junge Erwachsene hat Erfahrungen mit der Droge. Zeigen möglicherweise die Erfolge beim Tabak- und Alkoholgebrauch, dass ein gesundheitspolitisch orientierter Ansatz weiter führt als ein Verbot?
(Mortler) Wenn wir jetzt Cannabiskonsum alleine auf die strafrechtliche Seite ziehen werden wir der Tatsache nicht gerecht, dass die Substanz Cannabis keine harmlose Droge ist. Die vielen Störfeuer, die wir in den letzten Monaten in Richtung Legalisierung erlebt haben, tragen wahrscheinlich auch dazu bei, dass man inzwischen denkt: 'Na ja - kann ja alles nicht so schlimm sein.' Mein Weg ist klar: Ich habe die Gesundheit der jungen Menschen im Blick. Und ich sage ausdrücklich: Je jünger Menschen mit dem Konsum beginnen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gesundheitliche Schäden davon tragen - manche vorübergehend, andere ein Leben lang.
Bei der Legalisierungsdiskussion geht es doch vor allem darum: Geht man präventiv vor, also gesundheitspolitisch orientiert - wie Sie es ja erfolgreich bei Alkohol und Tabak machen - oder eben strafrechtlich. Nun ist es doch so, dass trotz strafrechtlicher Verfolgung, die Menschen weiter zu Drogen greifen und diese auch vorhanden sind. Wie passt das zusammen?
(Mortler) Ich kann auch anders argumentieren und sagen: Es gibt eine viel größere Anzahl von Jugendlichen, die konsumiert Cannabis nicht, weil es verboten ist. Auch das wird in Gesprächen immer wieder deutlich. Zweitens folgende Botschaft: Kein Land in Europa geht noch mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden massiv gegen Konsumenten vor. Ich muss die Verhältnisse zurechtrücken. Wir haben einerseits weltweit noch die Todesstrafe wenn es um kleine oder geringste Mengen geht von illegalen Drogen. Hier in Deutschland, aber auch in Europa, haben wir ein weites Feld an anderen Möglichkeiten: Hilfe statt Strafe, Therapie statt Strafe. Und deshalb plädiere ich weiter dafür, dass wir das Thema Cannabiskonsum nicht verharmlosen.
...
(Mortler) Dass wir auch das Thema Behandlung von Drogenabhängigen international mehr im Blick haben wollen und sollen. Ein Beispiel: In den USA geht der Heroinkonsum massiv nach oben - die Todeszahlen steigen. Jetzt haben die Amerikaner gesagt: Was macht ihr in Deutschland? Wir wissen, dass hier eine hervorragende Substitution (Versorgung von Heroinkranken mit Ersatzstoffen wie Methadon, Anm.d.Redaktion) existiert."
http://www.dw.com/de/drogenfreie-welt-k ... a-19167876
Ohne Worte ....
Re: Neues von Marlene Mortler
Was bedeutet wohl "massiv"? Ist "stark" weiterhin zu vertreten? Wieso überhaupt "Hilfe"? Und wieso werden Menschen hierzu gezwungen? Und wie ist "kaum" genau zu verstehen? Mit besonderer Anstrengung vielleicht etwa doch? Fragen über Fragen.Kein Land in Europa geht noch mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden massiv gegen Konsumenten vor. Ich muss die Verhältnisse zurechtrücken. Wir haben einerseits weltweit noch die Todesstrafe wenn es um kleine oder geringste Mengen geht von illegalen Drogen. Hier in Deutschland, aber auch in Europa, haben wir ein weites Feld an anderen Möglichkeiten: Hilfe statt Strafe, Therapie statt Strafe.
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Re: Neues von Marlene Mortler
" Marlene Mortler über Drogen: "Ich mag Kontrollverlust nicht"
Marlene Mortler hat am Donnerstag den Suchtbericht 2016 vorgestellt. Im Interview spricht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung über eigene Erfahrungen mit Alkohol und die Utopie einer Gesellschaft ohne Süchte.
SPIEGEL ONLINE: Frau Mortler, in den sozialen Netzwerken sind Sie eine der meistbeschimpften Abgeordneten. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Mortler: Wer sich für Gesundheit einsetzt, der wird von einigen als Spaßbremse angesehen. Das scheint mir ein Relikt aus Zeiten, in denen alkoholisierte Männer Politik gemacht haben. Ich kann mit Anfeindungen leben, aber als verschiedene Cannabis-Aktivisten vor einiger Zeit eine Facebook-Seite eröffnet haben, um zu meiner Hinrichtung aufzurufen, das fand ich doch heftig.
...
SPIEGEL ONLINE: Haben die Menschen ein Recht auf Rausch?
Mortler: Jeder hat das Recht, in einer freien Gesellschaft Dinge zu machen, die nicht verboten sind. Man muss sich aber bewusst sein, dass die Dinge entgleiten können. Es gibt in Deutschland 7,4 Millionen Menschen, die missbräuchlich Alkohol konsumieren. 1,7 Millionen davon sind alkoholabhängig. Alles ist in Ordnung, so lange es nicht außer Kontrolle gerät. Aber das weiß man nicht gleich beim ersten Mal.
...
SPIEGEL ONLINE: Sie sind seit 27 Jahren Mitglied der CSU. Können Sie als Drogenbeauftragte noch entspannt auf das Oktoberfest gehen?
Mortler: Ich bin vorher schon wenig aufs Oktoberfest gegangen. Allerdings muss ich feststellen, dass man als CSU-Frau ständig in eine bestimmte Ecke gestellt wird.
SPIEGEL ONLINE: In welche Ecke?
Mortler: Ständig höre ich: Oh, die Leute in der CSU, die sind so streng, die fordern Strafverfolgung für Kiffer und trinken selber quasi Tag und Nacht Bier.
SPIEGEL ONLINE: Da ist nichts dran?
Mortler: Nichts! So ein dummes Zeug. Ich habe viele Dinge bewegt, die man einer CSU-Frau gar nicht zugetraut hätte. Wer hat denn die Freigabe von Cannabis als Medizin als erste in der CSU gefordert? Wer sorgt denn dafür, dass es mehr Substitution auch für Schwerstsüchtige gibt? Ich bin kein CSU-Vehikel.
...
SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie sagen, dass Sie die CSU auf Liberalisierungskurs gebracht haben?
Mortler: Ich habe das Thema Medizinalhanf schon früh angesprochen - jetzt gibt es einen Entwurf, der noch in diesem Jahr Gesetz werden kann. Ich habe mich vorher nicht bei der CSU erkundigt, ob sie das gut oder schlecht findet. Ich mache das einfach. Es geht beim Medizinalhanf aber auch nicht um eine Liberalisierung von Cannabis für alle. Es geht um den Zugang für Schwerkranke. Wir wollen den Eigenanbau verhindern, nicht erleichtern. Ich unterscheide zwischen Cannabis als Medizin und Cannabis als Rauschmittel für den Freizeitbereich. Im Freizeitbereich gehört Cannabis weiterhin verboten.
...
SPIEGEL ONLINE: Haben Sie mal gekifft?
Mortler: Nein.
SPIEGEL ONLINE: Nie neugierig gewesen?
Mortler: Da hätte man wahrscheinlich mehr in die Stadt gemusst. Ich hatte auch eine etwas andere Kindheit als andere. Mein Bruder und ich waren an Kinderlähmung erkrankt, das hat unsere Kindheit ziemlich geprägt und auch die Art wie wir sind. Ich weiß wie es ist, die Hoheit über den eigenen Körper zu verlieren. Ich mag den Kotrollverlust nicht.
...
SPIEGEL ONLINE: Ist eine Gesellschaft ohne Süchte lebenswert?
Mortler: Wahrscheinlich wäre es das Paradies."
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 96552.html
Aha, ein Kontrollfreak also. Für mich auch eine Sucht ...
Was Frau Mortler scheinbar nicht bewußt ist, das viele der Patienten, die Cannabis selbst anbauen möchten, damit wieder eine gewisse Kontrolle über ihre Krankheit erhalten, abseits der Vorschriften von Ärzten und Krankenkassen, die einem das Leben nur noch fremdbestimmt erleben lassen.
Marlene Mortler hat am Donnerstag den Suchtbericht 2016 vorgestellt. Im Interview spricht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung über eigene Erfahrungen mit Alkohol und die Utopie einer Gesellschaft ohne Süchte.
SPIEGEL ONLINE: Frau Mortler, in den sozialen Netzwerken sind Sie eine der meistbeschimpften Abgeordneten. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Mortler: Wer sich für Gesundheit einsetzt, der wird von einigen als Spaßbremse angesehen. Das scheint mir ein Relikt aus Zeiten, in denen alkoholisierte Männer Politik gemacht haben. Ich kann mit Anfeindungen leben, aber als verschiedene Cannabis-Aktivisten vor einiger Zeit eine Facebook-Seite eröffnet haben, um zu meiner Hinrichtung aufzurufen, das fand ich doch heftig.
...
SPIEGEL ONLINE: Haben die Menschen ein Recht auf Rausch?
Mortler: Jeder hat das Recht, in einer freien Gesellschaft Dinge zu machen, die nicht verboten sind. Man muss sich aber bewusst sein, dass die Dinge entgleiten können. Es gibt in Deutschland 7,4 Millionen Menschen, die missbräuchlich Alkohol konsumieren. 1,7 Millionen davon sind alkoholabhängig. Alles ist in Ordnung, so lange es nicht außer Kontrolle gerät. Aber das weiß man nicht gleich beim ersten Mal.
...
SPIEGEL ONLINE: Sie sind seit 27 Jahren Mitglied der CSU. Können Sie als Drogenbeauftragte noch entspannt auf das Oktoberfest gehen?
Mortler: Ich bin vorher schon wenig aufs Oktoberfest gegangen. Allerdings muss ich feststellen, dass man als CSU-Frau ständig in eine bestimmte Ecke gestellt wird.
SPIEGEL ONLINE: In welche Ecke?
Mortler: Ständig höre ich: Oh, die Leute in der CSU, die sind so streng, die fordern Strafverfolgung für Kiffer und trinken selber quasi Tag und Nacht Bier.
SPIEGEL ONLINE: Da ist nichts dran?
Mortler: Nichts! So ein dummes Zeug. Ich habe viele Dinge bewegt, die man einer CSU-Frau gar nicht zugetraut hätte. Wer hat denn die Freigabe von Cannabis als Medizin als erste in der CSU gefordert? Wer sorgt denn dafür, dass es mehr Substitution auch für Schwerstsüchtige gibt? Ich bin kein CSU-Vehikel.
...
SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie sagen, dass Sie die CSU auf Liberalisierungskurs gebracht haben?
Mortler: Ich habe das Thema Medizinalhanf schon früh angesprochen - jetzt gibt es einen Entwurf, der noch in diesem Jahr Gesetz werden kann. Ich habe mich vorher nicht bei der CSU erkundigt, ob sie das gut oder schlecht findet. Ich mache das einfach. Es geht beim Medizinalhanf aber auch nicht um eine Liberalisierung von Cannabis für alle. Es geht um den Zugang für Schwerkranke. Wir wollen den Eigenanbau verhindern, nicht erleichtern. Ich unterscheide zwischen Cannabis als Medizin und Cannabis als Rauschmittel für den Freizeitbereich. Im Freizeitbereich gehört Cannabis weiterhin verboten.
...
SPIEGEL ONLINE: Haben Sie mal gekifft?
Mortler: Nein.
SPIEGEL ONLINE: Nie neugierig gewesen?
Mortler: Da hätte man wahrscheinlich mehr in die Stadt gemusst. Ich hatte auch eine etwas andere Kindheit als andere. Mein Bruder und ich waren an Kinderlähmung erkrankt, das hat unsere Kindheit ziemlich geprägt und auch die Art wie wir sind. Ich weiß wie es ist, die Hoheit über den eigenen Körper zu verlieren. Ich mag den Kotrollverlust nicht.
...
SPIEGEL ONLINE: Ist eine Gesellschaft ohne Süchte lebenswert?
Mortler: Wahrscheinlich wäre es das Paradies."
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 96552.html
Aha, ein Kontrollfreak also. Für mich auch eine Sucht ...
Was Frau Mortler scheinbar nicht bewußt ist, das viele der Patienten, die Cannabis selbst anbauen möchten, damit wieder eine gewisse Kontrolle über ihre Krankheit erhalten, abseits der Vorschriften von Ärzten und Krankenkassen, die einem das Leben nur noch fremdbestimmt erleben lassen.
-
Ernst Berlin
- Beiträge: 750
- Registriert: Fr 24. Feb 2012, 13:09
- Wohnort: Berlin
Re: Neues von Marlene Mortler
Auf bitten von Aurora, hier nochmal der Link zu MoMa mit dem Schrecken der Nation. http://rodl.zdf.de/none/zdf/16/06/16060 ... p13v12.mp4
Privat Sponsor des DHV seit 06.10.2009... Wann machst du mit? 
Re: Neues von Marlene Mortler
"Vom Alkohol sind die meisten abhängig
MdB Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, zeigte in Amberg auf, wo die großen Probleme liegen.
...
Oft werde ihre Arbeit darauf reduziert, dass nur gefragt werde, wann Cannabis endlich legalisiert werde. Eine Legalisierung lehnt sie nach wie vor ab, machte Mortler deutlich. „Zu Cannabis in der Freizeit sage ich nein. Als Medikament, wenn sonst keine Medikamente wirken, kann es jedoch verwendet werden.“ Ein Beispiel aus Österreich habe gezeigt, welche Auswirkungen ein liberaleres Cannabisgesetz haben könne. „Dort wurde beschlossen, dass Cannabiskonsumenten erst verfolgt werden, nachdem sie öfter als viermal dahingehend auffällig wurden.“ Das gut gemeinte Gesetz habe aber sofort zu einem starken Anstieg des Handels geführt."
http://www.mittelbayerische.de/region/a ... 03653.html
Mei Mortlerin, denk amoi a bisserle weida
Klar geht der Handel in die Höhe, wenn keine dementsprechenden Läden vorhanden sind ...
MdB Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, zeigte in Amberg auf, wo die großen Probleme liegen.
...
Oft werde ihre Arbeit darauf reduziert, dass nur gefragt werde, wann Cannabis endlich legalisiert werde. Eine Legalisierung lehnt sie nach wie vor ab, machte Mortler deutlich. „Zu Cannabis in der Freizeit sage ich nein. Als Medikament, wenn sonst keine Medikamente wirken, kann es jedoch verwendet werden.“ Ein Beispiel aus Österreich habe gezeigt, welche Auswirkungen ein liberaleres Cannabisgesetz haben könne. „Dort wurde beschlossen, dass Cannabiskonsumenten erst verfolgt werden, nachdem sie öfter als viermal dahingehend auffällig wurden.“ Das gut gemeinte Gesetz habe aber sofort zu einem starken Anstieg des Handels geführt."
http://www.mittelbayerische.de/region/a ... 03653.html
Mei Mortlerin, denk amoi a bisserle weida
Klar geht der Handel in die Höhe, wenn keine dementsprechenden Läden vorhanden sind ...
Re: Neues von Marlene Mortler
Gibt es eigentlich schon eine offizielle Erklärung zu den Erkenntnissen aus Colorado?
Wir erinnern uns: Der legale Status von Cannabis hat keinen merkbaren Einfluß auf den Gebrauch bei Jugendlichen.
(link zur site des 'Colorado Department of Public Health & Environment' im 'Colorado Official State Web Portal')
Ich kann es mir ja nur so denken, als daß der Gouverneur Hickenlooper in fast schon vorsätzlicher Manier Millionen von Kindern in den sicheren Drogentod schickt.
Ernsthaft: Wie reden "die" sich das schön?
Wir erinnern uns: Der legale Status von Cannabis hat keinen merkbaren Einfluß auf den Gebrauch bei Jugendlichen.
(link zur site des 'Colorado Department of Public Health & Environment' im 'Colorado Official State Web Portal')
Ich kann es mir ja nur so denken, als daß der Gouverneur Hickenlooper in fast schon vorsätzlicher Manier Millionen von Kindern in den sicheren Drogentod schickt.
Ernsthaft: Wie reden "die" sich das schön?
Re: Neues von Marlene Mortler
Hey, Doc!
Das hier sagt mittlerweile Hickenlooper -> http://www.latimes.com/nation/la-na-hic ... story.html
Die "große Streitfrage" bleibt ohnehin recht witzlos: So lässt sich aus einer bloßen Verfügbarkeit weder auf einen zunehmenden Konsum, noch aus einem zunehmenden Konsum zwangsläufig auf zunehmende Probleme schließen - obgleich es im ersten Moment sicherlich plausibel erscheint und es sich hierbei auch ganz unbestritten um eine der geläufigsten "Binsenweisheiten" der "Drogenforschung" handelt.
Beste Grüße!
Die werden ignoriert. Genau wie die Zahlen und Trends bis 2012. Zumindest war dies noch im Juni und während der Podiumsdiskussion in Münster der Fall.Doc_A hat geschrieben:Gibt es eigentlich schon eine offizielle Erklärung zu den Erkenntnissen aus Colorado?
Das hier sagt mittlerweile Hickenlooper -> http://www.latimes.com/nation/la-na-hic ... story.html
Die "große Streitfrage" bleibt ohnehin recht witzlos: So lässt sich aus einer bloßen Verfügbarkeit weder auf einen zunehmenden Konsum, noch aus einem zunehmenden Konsum zwangsläufig auf zunehmende Probleme schließen - obgleich es im ersten Moment sicherlich plausibel erscheint und es sich hierbei auch ganz unbestritten um eine der geläufigsten "Binsenweisheiten" der "Drogenforschung" handelt.
Beste Grüße!
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever has."
Re: Neues von Marlene Mortler
Eigentlich wäre folgender Artikel von mir gar nicht verlinkt worden, wenn nicht dieser Satz dagestanden wäre :
" Anti-Drogen-Tour
Auf dem Rad von Drobs zu Drobs
...
So will er der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, in der Hauptstadt erklären, warum er die aktuelle Drogenpolitik für „weltfremd“ hält, und Mortler fünf Fragen dazu stellen."
http://www.derwesten.de/staedte/menden/ ... 59268.html
Leider werden seine Kritikpunkte nicht genauer ausgeführt.
" Anti-Drogen-Tour
Auf dem Rad von Drobs zu Drobs
...
So will er der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, in der Hauptstadt erklären, warum er die aktuelle Drogenpolitik für „weltfremd“ hält, und Mortler fünf Fragen dazu stellen."
http://www.derwesten.de/staedte/menden/ ... 59268.html
Leider werden seine Kritikpunkte nicht genauer ausgeführt.