Re: Augsburg macht was
Verfasst: Do 9. Jul 2015, 16:29
DHV Grilltreffen vom 05.07.15 – oder – Revolutionen machen auch bei sommerlichen Temperaturen keine Siesta…
… so versammelten sich unsere Handvoll Rebellen vom DHV Augsburg vergangenen Samstag im Schatten um neue öffentlichkeitswirksame Aktionen zu ersinnen.
Nach der ersten verkohlten Wurstschnecke tat sich beispielsweise die Frage auf, ob ein öffentlich geführter Diskurs im Rahmen städtischer bzw. kirchlicher Einrichtungen ein positiveres Bild nach Außen trägt, als eine szenetypische Kneipe. Weckt denn ein konservativer Rahmen gar mehr Vertrauen? Garantiert mehr Gesetzgebung auch mehr Sicherheit? Ist dieses „mehr“ an Sicherheit nicht ein Ur-typisches konservatives Verlangen? Und zeigt es nicht auch, dass die oft heraufbeschwörten kriminellen User, ebenso wie die wirr hüpfend dargestellten Blumenkinder, erwachsen geworden sind und sich ganz spießerhafte Sicherheit beim Konsum wünschen?
Wie also lässt sich ein positives Gefühl bei der Tatsache transportieren, dass der Chirurg, das Kindermädchen oder die eigene Anwältin hin und wieder zu einem Betäubungsmittel greifen? Oft hilft es ja schon, das Wort Btm gegen Genussmittel einzutauschen…J
Wir wollen der Gesellschaft vor Augen führen, dass Cannabiskonsum in den letzten Jahrzehnten eben nicht zum Kollaps geführt hat. Das erledigte dann meist zuverlässig die Staatsanwaltschaft. Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass nicht der Konsum Leben zerstört, sondern in erster Linie die zwangsläufige Vollstreckungsmaschinerie. Wir wollen Cannabis als streng reglementiertes Genussmittel legal erwerben und konsumieren dürfen. Dafür werden wir wohl noch öfter grillen dürfen…
Aber wir wollen das Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen, dort Aufklären und Diskutieren. Darum fiel unsere Wahl nun auf eine Podiumsdiskussion. Wir würden gern erfahren, wie die Nichtkonsumenten über den Umgang mit Cannabis denken. Wir möchten erklären, wie ein verantwortungsbewusster Umgang aussehen kann und welche Vorteile durch eine Entkriminalisierung im Gerichts- und Finanzwesen entstehen könnten.
Nachdem ja meist nur die vom Thema Betroffenen kommen, bitten wir hiermit um einen möglichst breiten Querschnitt der Stadt: Bringt eure Tanten, Mütter, Ehegatten und Cousins mit! Es wäre uns eine Freude mit euch zu debattieren!
Wir bemühen uns um den konservativen Rahmen und freuen uns über Vorschläge von Außen, wir suchen Interessierte, Betroffene, Ärzte mit einschlägiger Erfahrung, Schulleiter, Vertreter von Jugendeinrichtungen, Politiker, etc ,… schreibt uns an, teilt euch mit!
Antje
… so versammelten sich unsere Handvoll Rebellen vom DHV Augsburg vergangenen Samstag im Schatten um neue öffentlichkeitswirksame Aktionen zu ersinnen.
Nach der ersten verkohlten Wurstschnecke tat sich beispielsweise die Frage auf, ob ein öffentlich geführter Diskurs im Rahmen städtischer bzw. kirchlicher Einrichtungen ein positiveres Bild nach Außen trägt, als eine szenetypische Kneipe. Weckt denn ein konservativer Rahmen gar mehr Vertrauen? Garantiert mehr Gesetzgebung auch mehr Sicherheit? Ist dieses „mehr“ an Sicherheit nicht ein Ur-typisches konservatives Verlangen? Und zeigt es nicht auch, dass die oft heraufbeschwörten kriminellen User, ebenso wie die wirr hüpfend dargestellten Blumenkinder, erwachsen geworden sind und sich ganz spießerhafte Sicherheit beim Konsum wünschen?
Wie also lässt sich ein positives Gefühl bei der Tatsache transportieren, dass der Chirurg, das Kindermädchen oder die eigene Anwältin hin und wieder zu einem Betäubungsmittel greifen? Oft hilft es ja schon, das Wort Btm gegen Genussmittel einzutauschen…J
Wir wollen der Gesellschaft vor Augen führen, dass Cannabiskonsum in den letzten Jahrzehnten eben nicht zum Kollaps geführt hat. Das erledigte dann meist zuverlässig die Staatsanwaltschaft. Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass nicht der Konsum Leben zerstört, sondern in erster Linie die zwangsläufige Vollstreckungsmaschinerie. Wir wollen Cannabis als streng reglementiertes Genussmittel legal erwerben und konsumieren dürfen. Dafür werden wir wohl noch öfter grillen dürfen…
Aber wir wollen das Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen, dort Aufklären und Diskutieren. Darum fiel unsere Wahl nun auf eine Podiumsdiskussion. Wir würden gern erfahren, wie die Nichtkonsumenten über den Umgang mit Cannabis denken. Wir möchten erklären, wie ein verantwortungsbewusster Umgang aussehen kann und welche Vorteile durch eine Entkriminalisierung im Gerichts- und Finanzwesen entstehen könnten.
Nachdem ja meist nur die vom Thema Betroffenen kommen, bitten wir hiermit um einen möglichst breiten Querschnitt der Stadt: Bringt eure Tanten, Mütter, Ehegatten und Cousins mit! Es wäre uns eine Freude mit euch zu debattieren!
Wir bemühen uns um den konservativen Rahmen und freuen uns über Vorschläge von Außen, wir suchen Interessierte, Betroffene, Ärzte mit einschlägiger Erfahrung, Schulleiter, Vertreter von Jugendeinrichtungen, Politiker, etc ,… schreibt uns an, teilt euch mit!
Antje