Was ist mit Hanftee?

Antworten
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 871
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00
Wohnort: Mastodon

Was ist mit Hanftee?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Soll der unreguliert bleiben? Da müssen wir wirklich mal drüber sprechen, da der bisher vollkommen vergessen wurde.

Hanftee mit Blättern und Blüten und einem THC-Wert von 1% bis 7% kann ja nicht frei verkauft werden. Soll er nur im Cannabisfachgeschäft erhältlich sein? Soll es bei so niedrigen THC-Werten die gleichen Verkaufsbeschränkungen geben, wie bei normalem Genusshanf mit 8-14%THC? NEIN

Verpackungsgröße? 50 Gramm oder 100 Gramm? Wie viel Hanftee darf man durch die Fußgängerzone tragen?
50 Gramm pro Verpackungseinheit. 100 Gramm Freimenge pro Person. Gibt es in der Apotheke zu kaufen. Ich könnte mir vorstellen dort 5-10 verschiedene Sorten als Angebot vorzufinden. Mit unterschiedlichen THC-Gehalten und anderen Cannabinoiden, wie zum Beispiel 8 % CBD oder 6% CBG...


Soll es da andere Nutzerhinweise geben? Ja,weil es nicht so stark wirkt.

Ich glaube nicht, dass sowas als Genusshanf angeboten wird.

Die neue Unterteilung wäre dann also:

1-7% THC Hanftee
8-14% THC Normales Genusscannabis
15-99% THC Starkes Genusscannabis

Hanfige Grüße
FraFra (Blitzbirne) :idea:
Zuletzt geändert von FraFraFrankenstein am Mi 7. Dez 2022, 01:22, insgesamt 2-mal geändert.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Freno
Beiträge: 314
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von Freno »

Was soll daran so kompliziert sein ? Cannabis kann immer auch als Tee getrunken werden - ich selbst habe es vor langer Zeit ein-, zweimal probiert, aber schnell wieder gelassen, weil es völlig unabsehbar war, welche Wirkstoffkonzentrationen tatsächlich im Tee "bioverfügbar" ankamen. Jeder Aufguß ist anders. (Das gilt übrigens auch für jeden Ansatz meiner alkoholische Tinktur. Da ich aber an einem halben Liter Tinktur über 1 Jahr herumdröppele (sie wird normal in Einzeldosen von 3-5 Tropfen genommen), ist das nicht so wild, da weiß man nach den ersten Versuchen, woran man ist.)

Besondere Regelungen für Tee halte ich daher für nicht erforderlich.
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 871
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00
Wohnort: Mastodon

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Freno hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 15:30 Was soll daran so kompliziert sein ? Cannabis kann immer auch als Tee getrunken werden

Besondere Regelungen für Tee halte ich daher für nicht erforderlich.
Ja, schon klar. Man muss aber schon festlegen, wo der Tee aufhört und der Genusskram anfängt. Meiner Meinung nach bei 7% THC. Den Tee kann auch die Apotheke verkaufen.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Freno
Beiträge: 314
Registriert: Do 7. Jan 2021, 17:00

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von Freno »

1) Ich glaube, die Cannabis-Apotheken werden auch nach der Legalisierung im Rennen bleiben und ihre Erfahrung als Trumpf ausspielen können. Man wird sie nicht einfach beiseite schubsen können wg. Art. 12 und 14 GG und m.E. wird das auch nicht gewollt sein.

Ich kaufe seit Beginn meiner "Patienten-Karriere" bei Grünhorn. Das ist ein enorm großer Laden - die "Offizin" im Paunsdorf-Center im nordöstlichen Blockistan von Leipzig ist nur eine Spitze des Eisbergs. Das sehr dynamische Unternehmer-Ehepaar hat inzwischen wenigstens 3 Standorte in Leipzig und Markleeberg, wo diverse GmbHs und andere "Unternehmensformen" angesiedelt sind, die alle irgendwie mit Apotheken zu tun haben, ua ein großer Logistik-Service mit einem entsprechenden Fuhrpark. Ich radele da öfters mal vorbei. Man kann fast schon von einem mittelständischen Unternehmen sprechen.

Wie man in Thüringen sagt: ich wette n Kasten Bier gegen ne Bratwurst, daß die Grünhorn-Typen, sowie die Legalisierung steht, dutzendweise "lizensierte Fachgeschäfte" aufmachen werden und überhaupt keine Probleme mit der Lizenz bekommen werden. Mehr Fachkunde und Zuverlässigkeit geht kaum noch und einen wenigstens 6-stelligen Kundenstamm vom medizinischen Cannabis her haben sie obendrein.

Die Träumereien von Kiffer-startups mit selbstverwalteten, regenbogenfarbigen Coffee-shops halte ich schlichtweg für naiv. Da stehen ganz andere Kaliber in den Startlöchern. Die haben Kompetenz, Connections, jede Menge Kohle, sind exzellent rechtlich und betriebswirtschaftlich beraten und werden "mit links" Millionen in das Geschäft mit dem "Genuß-Cannabis" pumpen können, während die Kiffer-startups noch eifrig darüber streiten, wieviel Inklusion und Feminismus und queer und Nachhaltigkeit und Nichtraucherschutz es geben soll und noch viel mehr und länger darüber grübeln, wie man die Kaution für den Laden zusammenkriegen könnte und wie man einen Gewerbeantrag ausfüllt und was eigentlich eine Umsatzsteuervoranmeldung sein soll.

Die heutzetage übliche "ethische Petersilie" wird auch Grünhorn über sein Haupt streuen können - das machense ja jetzt schon.

2) Ich habe gerade ein neues medizinisches Cannabis ausprobiert namens "Churchill", das ausgerechnet vom Bundesamt für Arzeinmittel und Bleistiftanspitzer vertrieben wird und mit 5% THC und 8,75% CBD aufschlägt (Zahlen aus dem Kopf). Es wirkt ganz ordentlich. Ich glaube kaum, daß man sowas als frei verkäuflichen "Hanftee" wird kriegen können.
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 871
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00
Wohnort: Mastodon

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

Freno hat geschrieben: Di 29. Nov 2022, 19:44
2) Ich habe gerade ein neues medizinisches Cannabis ausprobiert namens "Churchill", das ausgerechnet vom Bundesamt für Arzeinmittel und Bleistiftanspitzer vertrieben wird und mit 5% THC und 8,75% CBD aufschlägt (Zahlen aus dem Kopf). Es wirkt ganz ordentlich. Ich glaube kaum, daß man sowas als frei verkäuflichen "Hanftee" wird kriegen können.
Doch :D Der Name der Sorte wird natürlich anders lauten, aber es wird verschiedene Stärken und Sorten beim Tee geben. Die Apotheker möchten ja auch am Cannabisgeschäft teilhaben.

EDIT: Wofür der Kunde den Tee verwendet, bleibt ihm natürlich überlassen. Ob er sich damit einreibt, oder einen Tee aufbrüht, geht uns nichts an. Die Bezeichnung Tee ist nur, um es von dem gefährlichen Rauschcannabis in den Fachgeschäften zu trennen. Bier und Wein, das lass sein!

FraFra
Zuletzt geändert von FraFraFrankenstein am Mi 30. Nov 2022, 12:33, insgesamt 2-mal geändert.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
pinko42
Beiträge: 8
Registriert: Sa 20. Aug 2022, 16:44
Wohnort: Bonn

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von pinko42 »

Es macht schon sinn, tee und genusscannabis rechtlich zu unterscheiden. Wer kauft seinen tee in 10 gramm verpackungen?
Wie viele grünhornkunden gibt es in diesem forum? Bitte alle mal schreiben, wer noch dort einkauft. :lol:
Benutzeravatar
Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4228
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von Martin Mainz »

pinko42 hat geschrieben: Mi 30. Nov 2022, 10:01 Bitte alle mal schreiben, wer noch dort einkauft. :lol:
Bitte nicht! :ugeek:
Ehrenamtlicher Foren-Putzer und Teilzeitadmin
Patienten schauen auch hier gerne rein: https://forum.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de
Benutzeravatar
FraFraFrankenstein
Beiträge: 871
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 18:00
Wohnort: Mastodon

Re: Was ist mit Hanftee?

Beitrag von FraFraFrankenstein »

An @Freno: Was meinst du? Soll Hanftee mit 5% THC, für mindestens 10 Euro pro Gramm verkauft werden?
Die 50 Gramm dann also für 500 Euro?
Was würden dann 50 Gramm Kamillentee kosten?
OGB.png
OGB.png (33.66 KiB) 42 mal betrachtet
OGBlue.png
OGBlue.png (37.82 KiB) 42 mal betrachtet
FraFra

EDIT: Ich denke, die Legalisierung geht mit dem Verkauf in den Apotheken los. 2024 wird es noch keine Fachgeschäfte geben. Der Anbau in DE bringt hauptsächlich schwache Sorten hervor, die dann hauptsächlich als Tee in der Apotheke verkauft werden. Haschisch oder Extrakte wären potenter und dann nur im Fachgeschäft zu bekommen. Genusshanf.
Ich könnte mir sogar vorstellen Hanftee in Gefängnissen zu erlauben. Also als legales Genussmittel für Insassen. Ganz offiziell.
Rauch gehört nicht in die Lunge. Rauchen ist die schlechteste Art Cannabis zu konsumieren. Vapen ist da wesentlich besser geeignet. Maximal 200°C
Antworten

Zurück zu „Legalisieren - Wie soll das aussehen?“