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Podiumsdiskussion " Der Joint ist kein Freund"

Verfasst: Mo 13. Jun 2016, 04:27
von Sabine
Seit langem nicht mehr so einen abgrundtief schlechten Artikel gelesen, der von Lügen, Nichtwissen, Mythen der Prohibionisten und Strafandrohungen nur so wimmelt :

"Die Podiumsveranstaltung zur Drogensucht in Kirchheim hat eine klare Botschaft: Der vermeintlich harmlose Joint ist heute gefährlicher denn je.
Auf dem Podium saßen Professor Dr. Christian Jakob, Leiter der psychiatrischen Klinik in Nürtingen, Kriminalhauptkommissar Florian Schepp, Leiter der Rauschgiftermittlergruppe der Kriminalpolizei Esslingen, und Gerhard Schmid, Leiter der Jugend- und Drogenberatung Kirchheim. Was die Referenten zu berichten hatten, ist erschreckend: Bereits Kinder im Alter von elf Jahren kommen leicht an Drogen.

Florian Schepp wird deutlich: „„Bei Jugendlichen verzeichnen wir ein sinkendes Einstiegsalter. ..." Schepp betitelt das Grasgemisch aus Cannabis und Marihuana als harte Droge.

Christian Jakob ergänzt, dass die Pflanzen mittlerweile hochgezüchtet sind und der Wirkstoffgehalt bis zu 20  Prozent beträgt. Vor Jahren galt die Meinung, dass vor allem der Joint kaum schädliche Wirkung habe. Heute könne schon der Genuss eines mit Cannabis gefüllten Glimmstängels zu Psychosen oder zum Tod führen. Sehr stark zugenommen haben Selbsttötungen nach längerfristigem Genuss von Betäubungsmitteln.

Die Vermarktung der diversen Drogen, sei es Cannabis, Legal High und andere zum Teil gefährliche Mischungen, wurde mit dem Internet vereinfacht.
...
Gerhard Schmid warnt eindringlich: „Bei einem Feldversuch in Holland wurde Cannabis offen abgegeben. Die Folge war ein umgehender Anstieg der Psychosen.“

„Cannabis ist verboten“, warnt Florian Schepp, „wen wir mit 0,01  Gramm erwischen, der bekommt das volle Polizeiprogramm.“ Gemeint sind: Polizeiliche Ermittlungen, Erkennungsdienst, Meldung an die Führerscheinstelle.
...
Die Rauschgifthändler haben es nicht mehr leicht. Heutzutage sind die Dealer fast nur noch damit beschäftigt, ihr Handeln zu vertuschen. „Aber wir kriegen sie alle“, behauptet Kriminalhauptkommissar Florian Schepp.

Die Veranstaltung organisiert hatten der Arbeitskreis Polizei der CDU Nordwürttemberg, die CDU Kirchheim-Dettingen, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis und die Junge Union Kirchheim. Leider nahmen nur wenige Interessierte teil, .... "


http://www.teckbote.de/nachrichten/arti ... 95179.html


Wie bitte, das soll eine Diskussion sein ?! Eher ein Vortrag im besten "Reefer madness"-Stil. :evil:

https://de-de.facebook.com/CDUKirchheim ... 8792686251

https://www.facebook.com/JU.Kirchheim/ Wie auch in Mainz, Alkohol ist sehr präsent.

Re: Podiumsdiskussion " Der Joint ist kein Freund"

Verfasst: Mo 20. Jun 2016, 19:20
von Ganjadream
Bei Aussagen wie dieser

"betitelt das Grasgemisch aus Cannabis und Marihuana als harte Droge"

machen Aussagen die diese wirklich Sinn:

"Sehr stark zugenommen haben Selbsttötungen nach längerfristigem Genuss von Betäubungsmitteln."


Bei derartigen Artikeln muss man dann wirklich nur noch die Überschriften lesen, wenn man wissen will, was drinnen steht.

:evil:

Re: Podiumsdiskussion " Der Joint ist kein Freund"

Verfasst: Mo 4. Jul 2016, 12:04
von Doc_A
Ich habe seinerzeit diesen Artikel auch gelesen und, so wie viele, ob der haarsträubenden "fachlichen" Aussagen mit einem fassungslosen Kopfschütteln reagiert.

Mich wundert allerdings, daß die Aussage

" „Cannabis ist verboten“, warnt Florian Schepp, „wen wir mit 0,01  Gramm erwischen, der bekommt das volle Polizeiprogramm.“ Gemeint sind: Polizeiliche Ermittlungen, Erkennungsdienst, Meldung an die Führerscheinstelle. "

nirgends aufgegriffen wurde. Die Bundesregierung läßt doch über die Frau Mortler überall verkünden, wie human und mit Augenmaß beim Umgang mit Konsumenten verfahren wird, und daß reinen Konsumenten doch gar nichts passiert.

Dieser Polizeiabteilungsleiter verkündet öffentlich, daß er wegen 10mg "das volle Programm" abzieht und "niemand" reagiert darauf? DHV? Grüne? Kretschmann? Neben der zur Schau gestellten Menschenfeindlichkeit komme ich mir als Steuerzahler auch etwas veräppelt vor, wenn in Zeiten von Mittelknappheit und Polizeiunterbesetzung so ein Kokolores veranstaltet wird.