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Fragen zum Privatrezept
Verfasst: So 13. Aug 2017, 14:38
von Itchy420
Hallo zusammen,
freue mich, das ich es endlich geschafft habe mich hier zu registrieren und hoffe hier auf einige Hilfestellungen im Bezug auf Cannabis als Medizin und regen Austausch mit anderen Patienten

.
Nur ganz kurz zu mir, ich bin 34 Jahre alt und leide an einer chronischen Schlafapnoe mit über 90 Atemaussetzern die Stunde dies wurde vor ca. 2 Jahre im Schlaflabor diagnostiziert dadurch hergehend habe ich massive Schlafprobleme.
Als Therapie wurde mir eine CAPT- Beatmungsmaske ( Ganzgesichtsmaske ) verschrieben mit der ich mich in den letzten 2 Jahren dann einige 100 Stunden gequält habe.
Das Ende vom Lied war das ich das komplette Gerät vor kurzem zurückgeschickt habe da ein schlafen damit unmöglich für mich ist und war!
Da Cannabis seit meiner späteren Jugendzeit schon immer mal mehr oder weniger Teil meines Lebens war setzte ich dieses die letzten Jahre dann je nach Verfügbarkeit gezielt in den Abendstunden ein um besser oder sagen wir so überhaupt schlafen zu können.
Mit der Einnahme von Cannabis vorzugsweise Indica lastige Sorten am Abend kann ich meistens dann 3-4 Stunden am Stück durchschlafen was für mich bereits einen merklichen Anstieg der Lebensqualität bedeutet.
Kurz um war ich nun damit bei meinem Hausarzt wie man es halt so machen soll und habe diese Geschichte angesprochen, er war dann auch sehr einfühlsam aber konnte mir überhaupt nicht weiterhelfen da er über dieses " Thema " nicht Bescheid wüsste und auch vom 1. März 2017 wüsste er nichts...... fand ich dann ein wenig krass um ehrlich zu sein aber naja kann man nicht ändern.
Ich bin mir im klaren, das ein Privatrezept nicht die beste Lösung ist aber für mich wäre dies überhaupt erstmal eine Lösung

über die Liste des ACM werden ja schon einige Ärzte aufgelistet die meisten davon "Privat".
Leider befindet sich keiner dieser Ärzte in meiner direkten Umgebung, aber eine Fahrt von um die 2 Std. würde ich natürlich in kauf nehmen sollte ich zur Behandlung aufgenommen werden.
Angenommen ich bekomme nun ein Privatrezept verschrieben für sagen wir mal 20 G Cannabisblüten (1x Pedanios 22/1 + 1x Bakerstreet ) dies wäre so meine Wunschvorstellung wie läuft es dann in der Apotheke ab ?
Müssen die gesamten 20g die auf dem Rezept vermerkt sind gekauft werden ?
Oder kann man auch nur einen " Teil " der auf dem Rezept vermerkten Cannabisblüten kaufen ?
Wie lange ist ein Privatrezept nach Ausstellung den gültig ?
Muss zur Ausstellung eines Privatrezeptes oder Änderungen auf diesem im Normalfall der entsprechende Arzt jedes mal erneut aufgesucht werden oder kann ein Rezeptversand auch via Post erfolgen ?
Fragen über Fragen an einem Sonntagmittag

hoffe die ein oder andere kann mir beantwortet werden und das ich euch nicht zu sehr mit dem Text erschlagen habe.
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!
Re: Meine kurze Vorstellung und Fragen zum Privatrezept
Verfasst: So 13. Aug 2017, 17:00
von Stoner_Grandma
Hi Itchy,
schön, dass du hier bist. Willkommen!
Ich versuche mal, deine Fragen so gut es mir möglich ist, zu beantworten:
Müssen die gesamten 20g die auf dem Rezept vermerkt sind gekauft werden ?
Oder kann man auch nur einen " Teil " der auf dem Rezept vermerkten Cannabisblüten kaufen ?
Wie lange ist ein Privatrezept nach Ausstellung den gültig ?
Sie müssen nicht gekauft werden. Kaufst du sie aber nicht, sondern nur einen Teil davon, verfällt mWn das Rezept.
Gültig ist das Rezept 7 Tage ab Ausstellungsdatum, danach ist es wertlos und darf von der Apotheke nicht mehr eingelöst werden.
https://www.deutschesapothekenportal.de ... ionen/faq/
Muss zur Ausstellung eines Privatrezeptes oder Änderungen auf diesem im Normalfall der entsprechende Arzt jedes mal erneut aufgesucht werden...
Du musst mit deinem Arzt absprechen, ob er vor jeder Ausstellung eines Rezeptes eine Untersuchung machen möchte. Bei mir ist das nicht so.
... oder kann ein Rezeptversand auch via Post erfolgen ?
Es gibt auch Versandapotheken.
Einen schönen Rest-Sonntag und lb. Gr.
Privatrezept vom Arzt - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 16:27
von MoneyOrHumanity
Hallo liebe Forenmitglieder :),
ich habe morgen einen Termin bei meinem Hausarzt, welchen ich und meine Familie schon seit meiner Geburt und länger kennen.
Ich bin im Begriff meinen Arzt (vorerst) um ein Privatrezept für Cannabisblüten zur Inhalation zu bitten, um folgende Krankheiten und Symptome zu lindern:
• Asthma,
• Neurodermitis,
• unregelmäßig auftretende Kopf-Tics (störend im Alltag -> auf der Arbeit, beim Zahnarzt, beim Frisör etc. ),
• Übelkeit und Bauchschmerzen die sich seit Jahren hinziehen bei denen keine Tabletten helfen
• Angststörung (Platzangst -> Agoraphobie => Panikattacken bei großräumigen Plätzen )
und
• Schlaflosigkeit aufgrund von Neurodermitis und geringfügigem RLS (Restless-Legs-Syndrom)
Ich poche auf Kooperation mit meinem Arzt und habe mich bereits im Vorfeld in sämtlichen Foren, mit dem Ärzteblatt und beim BfArM informiert und sehe hierbei gute Chancen, dass mein Arzt auf mein Bedürfnis eingeht.
Hier zu meiner eigentlichen Frage:
Da ich befürchte, dass mein Arzt noch nicht viele Anfragen hinsichtlich Cannabis als Medizin erhalten hat, habe ich schon sämtliche Dokumente und Aritkel bezüglich dessen vorbereitet. Zudem möchte ich ihm Hinweise bezüglich der Ausstellung für ein Rezept geben. Unter anderem habe ich hier diese Anleitung für eine Verordnung im Netz gefunden:
https://www2.pic-upload.de/img/34716171/verordnung.png
Hier ist unter Anderem auch die NRF-Vorschrift vorgegeben. Wenn ich nun beantragen möchte, dass der Arzt mir die Blüten unbehandelt, unzerkleinert und originalverpackt verschreibt, wie müsste dann eine zusätzliche Gebrauchsanweisung aussehen? Reicht hierzu eine Dosierungsanweisung, welche ich in doppelter Form (einmal für mich und ein zweites mal für die Apotheke) vorlegen kann? alá
https://www2.pic-upload.de/img/34716173 ... eisung.png
So würde ich mir wünschen, dass das Rezept wie folgt aussieht:
Cannabisblüten Sorte Pedanios 16/1 unbehandelt, unzerkleinert, originalverpackt
5,0 g
Cannabisblüten Sorte Bediol unbehandelt, unzerkleinert, originalverpackt
5,0 g
1x täglich 300mg verdampfen und inhalieren
Ich freue mich über jegliche Rückmeldungen bezüglich Meinungen, wie realistisch meine Aussicht ist.
Lieben Gruß aus dem Norden! :)
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 16:34
von littleganja
Wenn du die Suchfunktion hier im Forum nutzt, werden die meisten deiner Fragen beantwortet bezüglich der Rezeptausstellung.
Zu deiner Frage wie deine Chancen sind, dass ist weniger abhängig von deiner Krankheit, vielmehr von der Bereitschaft deines Arzt Cannabis überhaupt zu verordnen.
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 17:32
von MoneyOrHumanity
Danke schonmal für die Antwort und den Hinweis.
Stelle mich entweder zu blöd an oder es gibt keine eindeutige Antwort.
Wie genau sieht eine "schriftliche Gebrauchsanweisung" aus?
Muss diese seperat und detailliert auf einem A4-Blatt aufgeführt sein, oder gilt als Gebrauchsanweisung u.A. schon der Hinweis auf dem Rezept? -> zum verdampfen und inhalieren + unbehandelt, unzerkleinert, originalverpackt.
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 18:13
von littleganja
MoneyOrHumanity hat geschrieben:Danke schonmal für die Antwort und den Hinweis.
Stelle mich entweder zu blöd an oder es gibt keine eindeutige Antwort.
Wie genau sieht eine "schriftliche Gebrauchsanweisung" aus?
Muss diese seperat und detailliert auf einem A4-Blatt aufgeführt sein, oder gilt als Gebrauchsanweisung u.A. schon der Hinweis auf dem Rezept? -> zum verdampfen und inhalieren + unbehandelt, unzerkleinert, originalverpackt.
Die Dosierungsanleitung ist an keine Norm gebunden, sollte halt Menge (z.b. 1Gramm) a 3 Dosiereinheiten pro Tag (z.b. Vaporizer) = ca. 0,3 Gramm je Anwendung.
Auf dem Rezept sollte stehen unzerkleinert abgeben ganze Blüten, laut Dosierungsanleitung verwenden.
Ist aber alles hier irgendwo schon durchgekaut worden

Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 21:21
von MoneyOrHumanity
Okay ich habe mir soeben schon 'nen paar Facepalms verpasst. Die Antwort zu der Dosieranweisung habe ich ja schon direkt im ersten Post mit eingefügt.
Zusatzfrage:
Muss ein Arzt eine Begleiterhebung anfertigen, wenn er mir Cannabis auf dem Privatrezept verschreibt? Oder wäre das nur dann nötig, sollte ich auf eine Kostenerstattung meiner Krankenkasse bestehen?
Ich möchte den Aufwand für meinen Arzt so gering wie möglich halten.
LG
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 21:24
von littleganja
Nur bei Kassenrezept.
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Mi 24. Jan 2018, 21:25
von MoneyOrHumanity
Vielen lieben Dank für die Hilfe! :)
Jetzt heiß es nurnoch auf Kooperation des Arztes pochen.
Lieben Gruß aus dem Norden
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Do 25. Jan 2018, 17:36
von MoneyOrHumanity
Mein Arzt war sehr kooperativ und war gefühlt schon drauf und dran einen Rezept+Antrag auf Kostenübernahme zu stellen.
Jedoch hatte ich erwähnt, dass ich gerne anfangs ein Privatrezept hätte, bei dem er nicht weiß, ob er das einfach so ausstellen darf.
Ich war der Meinung er dürfe dies, jedoch will er sich zusätzlich noch einmal informieren, absichern und sich melden.
Gehe ich falsch in der Annahme, der Arzt dürfte das Privatrezept ohne weiteres ausstellen?

Oder sind meine Chancen soeben immens gestiegen?
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Do 25. Jan 2018, 17:55
von m0rb
MoneyOrHumanity hat geschrieben:
• Angststörung (Platzangst -> Agoraphobie => Panikattacken bei großräumigen Plätzen wie z.B. unser Betriebsparkplatz)
und
• Schlaflosigkeit aufgrund von Neurodermitis und geringfügigem RLS (Restless-Legs-Syndrom)
ich finde alle krankheiten/symptome in deiner liste überaus passend. in einer perfekten welt, würde das sicher reichen, ich würde mich speziell auf die beiden oben genannten probleme besonders konzentrieren, denn diese beiden krankheitsbilder sind sehr wirksam mit cannabis therapierbar - ausserdem gibt es wenige echte alternativen. die wirkungsvollsten mittel wären hier sicherlich Benzodiazepine... da ist es doch ein kräftiges argument, wenn man statt dessen lieber vergleichsweise sanfte naturprodukte nehmen will.
wenn dein arzt da noch etwas gegen argumentiert, ist er leider ein inkompetenter idiot, wie ihm so gut wiie jeder suchtmediziner bestätigen sollte.
diese beiden symptome sind definitiv, worauf ich mich konzentrieren würde - alle anderen dinge würde ich aber auch ansprechen!
viel erfolg.
edit: hier sieht man, mal wieder, warum man unbedingt erst den gesamten therd lesen sollte, bevor man schreibt. natürlich warst du schon beim arzt...
nsjs, wenn er wirklich möchte, bekommst dpu bald dein rezept, glückwunsch.
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Do 25. Jan 2018, 18:02
von MoneyOrHumanity
m0rb hat geschrieben:
ich finde alle krankheiten/symptome in deiner liste überaus passend. in einer perfekten welt, würde das sicher reichen, ich würde mich speziell auf die beiden oben genannten probleme besonders konzentrieren, denn diese beiden krankheitsbilder sind sehr wirksam mit cannabis therapierbar - ausserdem gibt es wenige echte alternativen. die wirkungsvollsten mittel wären hier sicherlich Benzodiazepine... da ist es doch ein kräftiges argument, wenn man statt dessen lieber vergleichsweise sanfte naturprodukte nehmen will.
wenn dein arzt da noch etwas gegen argumentiert, ist er leider ein inkompetenter idiot, wie ihm so gut wiie jeder suchtmediziner bestätigen sollte.
diese beiden symptome sind definitiv, worauf ich mich konzentrieren würde - alle anderen dinge würde ich aber auch ansprechen!
viel erfolg.
Vielen Dank für die netten Worte und Hinweise! Das gibt mir erneut Hoffnung (auf die ich mich jedoch keinesfalls versteifen will), ich bleibe auch lieber pessimistisch und freue mich dann umso mehr wenns klappt.
Wie schon erwähnt der Arzt schien wirklich kaum abgeneigt, es ging ihm letztendlich nurnoch darum ob er mir Cannabisblüten (Pedanios 18/1 & Pedanios 8/8 je 5g) auch ohne weiteres auf ein Privatrezept verschreiben darf, ohne dass er (abgesehen vom ausdrucken des Rezepts und einer Dosieranweisung zum ausfüllen wie oben) noch weitere Schritte einleiten muss.
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Do 25. Jan 2018, 18:53
von Gunter_H
klar darf er Privatrezept ausstellen....!!!
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Sa 27. Jan 2018, 12:07
von Speedy-BW
Privat Rezept gibt keine Probleme
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Sa 27. Jan 2018, 13:22
von Catwoman
Guck mal im ACM Magazin nach,dort findest du alle Infos die dein Arzt braucht.
https://www.cannabis-med.org/german/dow ... agazin.pdf
Viel Erfolg!
Hier wurde das Thema auch schonmal besprochen:
viewtopic.php?f=22&t=6868
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Sa 27. Jan 2018, 16:23
von moepens
In Berichten hiess es oft dass der Arzt vor dem ersten Rezept einen Antrag auf Kostenübernahme stellen solle, alles andere würde ihm schaden. Damit war aber die Verordnung (via Kassenrezept) gemeint. Ein Privatrezept ist in der Tat kein Problem.
Übrigens hat man bei den von dir genannten afaik beim RLS als spezifischer Krankheit die besten Chancen für eine Kostenübernahme auch mangels wirksamer Medikamente. In der Summe wirken so viele Krankheiten natürlich nochmal deutlich schwerwiegender.
Viel Glück!
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Sa 27. Jan 2018, 17:27
von DrGreenthumb
Noch als kleiner Tipp, ich würde mich nicht auf bestimmte Sorten festlegen, vor allem wenn es um die Kostenübernahme geht.
Auch mein Hausarzt wollte mir kein Privatrezept ausstellen. Das machen viele Ärzte so, einfach um die Verantwortung an die KK abzugeben...
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: Sa 27. Jan 2018, 20:43
von MoneyOrHumanity
Besten Dank an euch alle! :) Ihr seid Klasse! Danke für die Unterstützung und Hilfe die ihr hier leistet.
Ich hoffe mein Arzt wird schnell reagieren und ich bekomme bald eine positive Nachricht von ihm :)
Falls mein Arzt mir mit einem Privatrezept entgegenkommen wird, werde ich mit Sicherheit auch nochmal mit einem Vorschlag für eine Kostenübernahme antreten. Das mit der (Edit: -> Nicht-)Eingrenzung einer bestimmten Sorte nehme ich somit dann auch zu Herzen.
In Berichten hiess es oft dass der Arzt vor dem ersten Rezept einen Antrag auf Kostenübernahme stellen solle, alles andere würde ihm schaden. Damit war aber die Verordnung (via Kassenrezept) gemeint. Ein Privatrezept ist in der Tat kein Problem.
Exakt. Ich habe niergends direkt Infos bezüglich eines Privatrezeptes gefunden deshalb danke ich euch umso mehr für eure Bestätigungen. :)
Keep up the good work, guys. Beste Grüße aus dem Norden. :)
Re: Privatrezept vom Arzt - was beachten?
Verfasst: So 28. Jan 2018, 10:09
von Martin Mainz
Ich habe mir erlaubt, den Thread-Titel ein wenig zu ändern, damit das mit dem Privatrezept leichter für andere zu finden ist.
Viel Erfolg und Gruß, Martin
Re: Privatrezept vom Arzt - was beachten?
Verfasst: So 28. Jan 2018, 16:09
von PallMall
Klar darf dein Doc ein Privatrezept ausstellen. Es muss sich trotzdem jedoch um ein Btm Rezept handeln.
Re: Privatrezept vom Arzt - was beachten?
Verfasst: So 28. Jan 2018, 16:22
von Fraagender
Ganz wichtig: da muss deine Adresse drauf! Auf dem Rezept steht nur Name, Vorname! Das wusste mein Arzt nicht! (War sein erstes BTM Rezept). Ausserden natürlich immer Privat draufschreiben SZ für Selbstzahler steht nämlich für Substitution auf BTM Rezepten.
"Cannabisblüten Sorte Pedanios 20/1 10g" z.B. - oder bei mehreren "Sorten" schreiben und diese mit Komma trennen.
Auch ein blöder Erfahrungswert: "Dosierung laut Anleitung" genügt nicht! Etwa sowas schreiben "Dosierung gemäß schriftlicher Gebrauchsanweisung"
Re: Termin beim Arzt bzgl. Rezept - was beachten?
Verfasst: So 28. Jan 2018, 16:25
von Fraagender
MoneyOrHumanity hat geschrieben:
Wie schon erwähnt der Arzt schien wirklich kaum abgeneigt, es ging ihm letztendlich nurnoch darum ob er mir Cannabisblüten (Pedanios 18/1 & Pedanios 8/8 je 5g) auch ohne weiteres auf ein Privatrezept verschreiben darf, ohne dass er (abgesehen vom ausdrucken des Rezepts und einer Dosieranweisung zum ausfüllen wie oben) noch weitere Schritte einleiten muss.
Nur die Sorten von Bedrocan gibt es in 5g Einheiten! Alle anderen 10g!
Gesetzliche Krankenkasse Privatrezept Erstatten lassen!
Verfasst: So 4. Mär 2018, 09:48
von littleganja
Vorab, es gibt eine Option (wurde auch schon Diskutiert in Einstweilige Anordnung) wie die Gesetzliche Krankenkasse doch ein Privatrezept (bis zu 73%) erstatten. Mit einer dazugehörigen Ambulanten Private Kranken Zusatzversicherung, können es 100% sein!
Kurz zur Erklärung
Das Sachleistungsprinzip gehört zu den Strukturprinzipien der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland und ist in § 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) gesetzlich festgeschrieben. Es versteht darunter die Bereitstellung von medizinischen Sach- und Dienstleistungen durch die Krankenkasse. Der Patient, d. h. entweder das Krankenkassenmitglied oder ein mitversicherter Familienangehöriger, nimmt danach Leistungen zur Krankenbehandlung von der Krankenkasse selbst in Anspruch, ohne dafür eine Rechnung vom Leistungserbringer zu erhalten. Das Gegenteil ist das Kostenerstattungsprinzip. Dabei erstattet die Krankenkasse ihren Mitgliedern die Kosten für die von den Leistungsträgern erbrachten ärztlichen Behandlungen nachträglich. Das Sachleistungsprinzip gilt auch in der sozialen Pflegeversicherung und in der gesetzlichen Unfallversicherung.
(Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sachleistungsprinzip)
Also muss man bei der Krankenkasse das Kostenerstattungsprinzip wählen, um Privatrezepte einreichen zu können und diese zumindest in Höhe von 73% erstattet zu bekommen. Das Kostenerstattungsprinzip sollte man aber nur für den Ambulanten Bereich wählen! Mit einer Zusatzversicherung die bis zu 100% des Restbetrag übernimmt (kostet monatlich ab 25€), bekommt man dann alles bezahlt. Man muss halt genug Geld haben um in Vorkasse zu gehen und die Versicherung gibt es nur wenn man nicht unter Krebs, HIV oder MS leidet.
Ob es dann trotzdem auf das Arztbuget geht kann ich nicht sagen, ein Privatrezept bekommt man aber in der Regel schneller. Weiterhin muss man leider weiterhin ausschließlich zu Vertragsbehandlern also Ärzte mit Kassenzulassung. Jedoch kann sein dass man als Selbstzahler attraktiver wird für den Arzt?!
Schon Pervers wenn dass System einen zu solchen Gedankengängen bringt..... Man kann alle 3 Monate wieder zurück wechseln.
Bevor ihr irgendwas ändert gut überlegen!!!
Peace
Re: Gesetzliche Krankenkasse Privatrezept Erstatten lassen!
Verfasst: So 4. Mär 2018, 09:55
von Duck
Das mit dem Budget bei Privatrezept hängt an einem Paragraf, mein Arzt konnte ihn aber nicht klar auslegen.
Vieleicht is es einfacher ne praxis gegen Regress zu versichern?
Gibt ja versicherungen gegen jeden nippes warum also nicht auch dass?
Re: Gesetzliche Krankenkasse Privatrezept Erstatten lassen!
Verfasst: So 4. Mär 2018, 10:17
von littleganja
Die Ärzte sind auch mit Sicherheit dagegen versichert, die Frage ist ab wann bzw bis wann also welches “Fehlverhalten“ sie greif?! Und Rechtsschutz haben die alle...