bin 39, seit 10 Jahren psychisch krank (Depression, ADHS, Borderline, Schlafprobleme, Alkoholiker). Die ersten 5 Jahre habe ich unterschiedliche Psychopharmaka genommen mit vielen NW und mäßigem Erfolg. Die letzten 5 Jahre habe ich Cannabis genommen, davon 2 Jahre illegal und 3 Jahre auf Privat Rezept.
Cannabis hat weniger/angenehmere NW und bessere Wirkung. Tagesdosis 0,5g bis 1,5g je nach verfügbarem Geld. Ab 1,2g brauche/trinke ich keinen Alkohol mehr. Arbeitsfähig für den Arbeitsmarkt 1 wurde ich davon jedoch nicht, genau wie von keinem anderem Medikament oder Psychotherapie. Dürfte aber auch schwer werden einen Job zu finden, wo man konsumieren kann/darf - auch mit Rezept.
Auf der einen Seite kriegt man Cannabis vom Arzt nur bei schwerer Krankheit und nach erfolgloser Standard Medikation, auf der anderen Seite wird dann Arbeitsfähigkeit durch Cannabis erwartet. Die Arbeitsfähigkeit ist bei schweren Krankheiten aber nicht gegeben und arbeitslos mit Cannabis...das gibt ein bestimmtes Bild worüber keiner direkt spricht, aber es ist da: Wird nicht akzeptiert! Hab's erlebt.
3 Jahre hat sich jeder Arzt bei mir geweigert, einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen, mit den unterschiedlichsten Ausreden. Zum Schluss konnte ich mir das Gras nicht mehr leisten, habe 1 Pflanze angebaut und wurde erwischt, obdachlos und bin in einer 6 monatigen Sucht Reha mit der Diagnose Cannabis Abhängigkeit gelandet.
Danach geht es abstinent in ein Wohnheim für psychisch Kranke, was den Staat etwa 3500€ pro Monat kostet. Denn ich kriege ohne ausreichend Cannabis meinen Tag nicht bewältigt. Liege dann nur im Bett oder trinke Alkohol. Begleitend zum Wohnheim geh ich in eine behinderten Werkstatt. Beide Einrichtungen erlauben, auch mit Rezept, keinen Cannabis Konsum.
Ich möchte jeden davor warnen Cannabis als Medizin zu versuchen! Ihr ruiniert euch finanziell und werdet von jedem Arzt als abhängig wahrgenommen! Das Cannabis privat Rezept gibt es lediglich, um dem Konsum von schmutzigem Gras von der Straße vorzubeugen! Kein Arzt stellt es aus Überzeugung aus!
Wenn ihr kein Geld für einen Privat Arzt habt, oder generell keinen Arzt findet/in Reichweite habt, der einen Antrag zur Kostenübernahme stellt, werdet ihr eher arm, kriminell, obdachlos oder landet im Wohnheim, als das ihr Cannabis auf Kassen Rezept bekommt!
Lernt stattdessen lieber mit der Krankheit und dem Leid zu leben und akzeptiert alle Einschränkungen.
PS: Las hier von Leuten denen etwa 0,5g Cannabis am Tag helfen. Welche schwerwiegende Krankheit bei der standard Medikamente versagen, lässt sich damit denn therapieren?
Mir haben etwa 1,5g am Tag am besten geholfen, verteilt auf 16h mit etwa 7 mal 0,2g Konsumeinheiten. 7 mal Konsum am Tag wird halt auch nicht gerne gesehen, genauso wie Konsum direkt nach dem Frühstück.
PPS: Was kiffiges zum Lachen als Schluss
https://youtu.be/vinesewqlks