Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Hallo, ich bin neu hier und hätte mal eine Frage an euch, vielleicht kann mir jemand weiter helfen. Ich bekomme seit ca einem Jahr Cannabisblüten Aphria forte 9 mit 24% THC verschrieben und bin gut damit zurecht gekommen. Jetzt wurde mir gesagt das es das Aphria forte 9 nicht mehr gibt und nun wurde mir Tilray Sativa 2 mit 25% THC empfohlen. Ich muss leider sagen das die Wirkung von dem Tilray nicht so gut ist wie von dem Aphria Forte 9, riecht aber viel stärker. Kann mir jemand eine Sorte empfehlen die dem Aphria ähnlich ist, vor allem in der Wirkung?
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Es ist zwar nicht ausgeschlossen, daß irgendwer 1 Empfehlung abgeben wird - aber ich halte das nicht für seriös. Cannabis wird für ein breites Spektrum an Krankheiten - "Diagnosen" - angewandt und in jedem dieser Fälle sind die Wirkungen der einzelnen Sorten unterschiedlich. Dazu kommt, daß Cannabis rspk. die jeweils verordnete Sorte, bei jedem einzelnen Patienten anders "anschlägt". Es ist hier oftmals diskutiert worden: man muß sich einfach "durchprobieren", auch dann, wenn eine gut wirkende Sorte auf einmal nicht mehr lieferbar ist.Asterix60 hat geschrieben: Do 13. Jul 2023, 16:11 Hallo, ich bin neu hier und hätte mal eine Frage an euch, vielleicht kann mir jemand weiter helfen. Ich bekomme seit ca einem Jahr Cannabisblüten Aphria forte 9 mit 24% THC verschrieben und bin gut damit zurecht gekommen. Jetzt wurde mir gesagt das es das Aphria forte 9 nicht mehr gibt und nun wurde mir Tilray Sativa 2 mit 25% THC empfohlen. Ich muss leider sagen das die Wirkung von dem Tilray nicht so gut ist wie von dem Aphria Forte 9, riecht aber viel stärker. Kann mir jemand eine Sorte empfehlen die dem Aphria ähnlich ist, vor allem in der Wirkung?
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Auf der vorigen Seite - 22 - habe ich unter dem 9.4. von überraschend positiven Erfahrungen mit "God Bud" von Kiron berichtet, das nur 0,6% THC und ca. 12 % CBD enthält.
Diese Sorte habe ich heute mal mit einem CBD-Kraut von Ananas-Express 1:1 gemischt. Dieses CBD-Kraut enthält < 0,2 % THC und ca. 12 % CBD.
Wiederrum gab es eine verblüffende Überraschung: die psychoaktive Wirkung von "God Bud" wurde deutlich erhöht, obwohl in dieser Kombination maximal 0,4 % THC enthalten sind.
By the way: es wurden jeweils 40 mg der beiden Sorten gemischt und sodann nochmal in einer "Rauchmischung" aus "getoastetem" Tabak etwa für 1 Zigarette gemischt und dann im Laufe eines Tages (24 h) in 8-10 "Konsumeinheiten" geraucht, dh jeder "stick" (eine "Selbstgedrehte" mit normalem, kleinen paper und etwas längerem Pappfilter) enthält maximal 10 mg Cannabis - und produziert trotzdem eine für mich völlig ausreichende therapeutische Wirksamkeit !
Diese Sorte habe ich heute mal mit einem CBD-Kraut von Ananas-Express 1:1 gemischt. Dieses CBD-Kraut enthält < 0,2 % THC und ca. 12 % CBD.
Wiederrum gab es eine verblüffende Überraschung: die psychoaktive Wirkung von "God Bud" wurde deutlich erhöht, obwohl in dieser Kombination maximal 0,4 % THC enthalten sind.
By the way: es wurden jeweils 40 mg der beiden Sorten gemischt und sodann nochmal in einer "Rauchmischung" aus "getoastetem" Tabak etwa für 1 Zigarette gemischt und dann im Laufe eines Tages (24 h) in 8-10 "Konsumeinheiten" geraucht, dh jeder "stick" (eine "Selbstgedrehte" mit normalem, kleinen paper und etwas längerem Pappfilter) enthält maximal 10 mg Cannabis - und produziert trotzdem eine für mich völlig ausreichende therapeutische Wirksamkeit !
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Ich habe gerade noch 1 solches Mischungs-Experiment gemacht:
Ca. 10 mg "Mango Haze Balanced forte" von Cannamedical, das 7,3 % THC und 11% CBD enthält, mit ca. 70 mg CBD-Kraut "Lemon Calle" aus dem Ananas-Express-shop mit < 0,2 % THC und ca. 12 % CBD. Diese Mischung enthält also rechnerisch ungefähr 1% THC und 11-12 % CBD - also ein Verhältnis THC : CBD = 1 : (10 + x) (wobei x zwischen 1 und 5 liegen dürfte) und absolut ca. 0.8 mg THC.
Wie üblich wird diese Mischung sodann nochmal mit getoastetem Tabak gemischt und zerrieben, das ganze dann in 8-10 "Einheiten" als "sticks" mit Tabak und Pappfilter den Tag über geraucht - "nach Bedarf".
Wieder hat schon der 1. Stick eine überraschend starke Wirkung gezeitigt.
Es gibt für mich 2 mögliche Erklärungen, die sich einander nicht ausschließen:
a) CBD wirkt bei derartig stark CBD-lastigen Verhältnissen (> 1:3) nicht mehr antagonistisch, sondern verstärkend auf die Wirkung von THC und/oder
b) die verwendeten Sorten enthalten psychoaktive Substanzen, die vor dem Hintergrund solcher Verhältnisse von THC und CBD ihre Wirksamkeit substanziell besser entfalten können, als bei THC-lastigen Verhältnissen.
Fest steht für mich jedoch, daß die derzeitige Fixierung auf THC als Wirkstoff in Cannabis in positiver (therapeutischer) und negativer (Rauschwirkung, Abhängigkeit) Hinsicht ein Irrweg ist, der nicht nur von "der Politik", sondern auch der medizinischen Cannabis-Therapie beschritten wird. Man sieht es ja an den Angeboten der Apotheken. Von den über 100 Sorten an Blüten, die Grünhorn ständig vorhält, sind gut 90% stark THC-lastig.
Ca. 10 mg "Mango Haze Balanced forte" von Cannamedical, das 7,3 % THC und 11% CBD enthält, mit ca. 70 mg CBD-Kraut "Lemon Calle" aus dem Ananas-Express-shop mit < 0,2 % THC und ca. 12 % CBD. Diese Mischung enthält also rechnerisch ungefähr 1% THC und 11-12 % CBD - also ein Verhältnis THC : CBD = 1 : (10 + x) (wobei x zwischen 1 und 5 liegen dürfte) und absolut ca. 0.8 mg THC.
Wie üblich wird diese Mischung sodann nochmal mit getoastetem Tabak gemischt und zerrieben, das ganze dann in 8-10 "Einheiten" als "sticks" mit Tabak und Pappfilter den Tag über geraucht - "nach Bedarf".
Wieder hat schon der 1. Stick eine überraschend starke Wirkung gezeitigt.
Es gibt für mich 2 mögliche Erklärungen, die sich einander nicht ausschließen:
a) CBD wirkt bei derartig stark CBD-lastigen Verhältnissen (> 1:3) nicht mehr antagonistisch, sondern verstärkend auf die Wirkung von THC und/oder
b) die verwendeten Sorten enthalten psychoaktive Substanzen, die vor dem Hintergrund solcher Verhältnisse von THC und CBD ihre Wirksamkeit substanziell besser entfalten können, als bei THC-lastigen Verhältnissen.
Fest steht für mich jedoch, daß die derzeitige Fixierung auf THC als Wirkstoff in Cannabis in positiver (therapeutischer) und negativer (Rauschwirkung, Abhängigkeit) Hinsicht ein Irrweg ist, der nicht nur von "der Politik", sondern auch der medizinischen Cannabis-Therapie beschritten wird. Man sieht es ja an den Angeboten der Apotheken. Von den über 100 Sorten an Blüten, die Grünhorn ständig vorhält, sind gut 90% stark THC-lastig.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Am Ende lässt es sich ganz einfach erklären wenn man weiss das eine Blüte 100% verschieden Inhaltsstoffe hat. Die teilweise noch nicht wirklich bekannt sind und welche Wirkung sie Einzel und zusammen entfalten.Freno hat geschrieben: Sa 29. Jul 2023, 11:48
Ca. 10 mg "Mango Haze Balanced forte" von Cannamedical, das 7,3 % THC und 11% CBD enthält, mit ca. 70 mg CBD-Kraut "Lemon Calle" aus dem Ananas-Express-shop mit < 0,2 % THC und ca. 12 % CBD. Diese Mischung enthält also rechnerisch ungefähr 1% THC und 11-12 % CBD - also ein Verhältnis THC : CBD = 1 : (10 + x) (wobei x zwischen 1 und 5 liegen dürfte) und absolut ca. 0.8 mg THC.
Leider gehen wir im Moment aus unwissenheit sehr oft nur auf CBD und THC.
Also jetzt zur Rechnung du hast am Ende ca. 0,8% THC und ca. 11,7% CBD das bedeutet, du hast zu einem 25 THC/0.5CBD Cannabis, 13 % mehr die auf die anderen Stoffe verteilt sind.
Das wären Mal die Angaben die mich interessieren würden, klar das schwankt natürlich bei einem Naturprodukt aber sich da noch mehr einzuarbeiten, das würde viele Patienten von Spaßkonsumenten unterscheiden.
Zuletzt geändert von Daniel098 am So 30. Jul 2023, 07:35, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Leider verstehe ich Dein post nur teilweise - sind da vielleicht 1 paar Schreibfehler drinnen ?Daniel098 hat geschrieben: Sa 29. Jul 2023, 16:44 (...)
Am Ende lässt es sich ganz einfach erklären wenn man weiss das eine Blüte 100% verschieden Inhaltsstoffe hat. Die teilweise noch nicht wirklich bekannt sind und welche Wirkung sie Einzel und zusammen entfalten.
Leider gehen wir im Moment aus unwissend sehr oft nur auf CBD und THC.
Also jetzt zur Rechnung du hast am Ende ca. 0,8% THC und ca. 11,7% das bedeutet du hast zu einem 25 THC/0.5CBD Cannabis 13 % mehr die auf die anderen Stoffe verteilt sind.
Das wären Mal die Angaben die mich interessieren würden, klar das schwankt natürlich bei einem Naturprodukt aber sich da noch mehr einzuarbeiten, das würde viele Patienten von Spaßkonsumenten unterscheiden.
Von Biochemie und (Neuro-)Physiologie verstehe ich garnichts, mochte Naturwissenschaften schon zur Schulzeit nicht leiden. Mangels entsprechender Vorbildung kann ich mich da auch kaum "einarbeiten" und das naturwissenschaftliche Halbwissen, das vielerorts verbreitet wird, halte auch ich für einigermaßen gefährlich. Cannabis wird von mir daher als "black box" behandelt.
THC und CBD sind leider die einzigen Stoffe, von denen mir der Gehalt beim Medizinalcannabis bekannt sind. Also orientiere ich mich an ihnen und daran, wie meine Experimente bei mir und meiner "psychischen Gesundheit" ankommen. Die werden auch stets an meinen verschreibenden Psychiater kommuniziert, der sie bislang auch stets gutgeheißen hat. Wir sind uns darüber einig, nicht nur die Cannabis-Menge an sich, sondern auch den THC-Gehalt so niedrig wie möglich zu halten und Toleranzausbildung zu vermeiden. Das sind Parameter meiner psychiatrischen Indikation ('Angstlösung, Stimmungsaufhellung), die auf andere, va nicht-psychiatrische Indikationen nicht so einfach übertragbar sind.
Es ist für mich auch ein großer Glücksfall, an einen Psychiater geraten zu sein, der meine Sichtweise teilt und "mitgeht" - ohne seine Verschreibungen liefe nämlich nichts.
Okay - illegales Cannabis kann man in Leipzig leicht erreichen und da meine Dosierungen unterhalb der sächsischen Geringfügigkeitsmenge von 6 g liegen, sind die strafrechtlichen Risiken "beherrschbar" - aber da weiß man nie, was da drinnen ist und muß stets damit rechnen, daß da jede Menge "Inhaltsstoffe" drinnen sind, die mitunter hochgradig gesundheitsschädlich sind und da auch nicht reingehören.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Habe es editiert, aber waren kaum Fehler drinnen.Freno hat geschrieben: Sa 29. Jul 2023, 22:09
Leider verstehe ich Dein post nur teilweise - sind da vielleicht 1 paar Schreibfehler drinnen ?
Wie sie schon geschrieben haben sind ihnen nur die Stoffe THC und CBD bekannt und das ist ja im medizinischen Bereich eigentlich zu wenig, denn z.b. bei ihrer Mischung sind nur ca. 12% der Inhaltsstoffe von 100% bekannt.
Das meine ich eben, das wir da alle noch in den Kinderschuhen stecken mit unseren Infos, da wir gar nicht wissen welche Stoffe alles noch enthalten sie und wie diese einzeln und zusammen auf den Körper wirken.
Wenn es da mehr Infos und Forschung geben würde, wäre es für den medizinischen Bereich deutlich besser einzuordnen.
Vom Schwarzmarkt möchte ich gar nicht reden, da die Chance Cannabis in medizinischer Qualität zu bekommen sehr sehr gering ist, schließlich wollen die Leute Geld verdienen und da sie eh schon illegal handeln ist es ja auch nicht so schlimm in deren Denkweise, mit Mittelchen mehr Gewicht auf die Buds zu bekommen, egal ob das dann gesundheitsschädlicher ist. Wie du ja drüber auch schon erwähnt hast.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Mein oben schon beschriebenes Experiment habe ich heute auch erfolgreich mit "Vayamed 8/8" (die Zahlen beschreiben das Verhältnis von THC/CBD) durchgeführt - wieder 10 mg "8/8" und 70 mg CBD-Kraut mit 12% CBD und <0,2% THC. Die Wirkung ist sogar eindeutig stärker, als "8/8" ohne CBD-Beimischung.
Mir ist da noch eine dritte mögliche Erklärung eingefallen:
Ich halte es für möglich, daß auch beim Rauchen eine Decarboxylierung stattfinden kann, dieser aber bei schon anfänglich hohem THC-Gehalt "produktgehemmt" sein könnte. Es ist eine Erinnerung an den Chemieunterricht auf der Penne: alle chemischen Reaktionen unterliegen der Substrat- und Produkthemmung. Ist übermässig viel von den Ausgangsstoffen (bzw einem der Ausgangstoffe) oder übermässig viel von den Produkten vorhanden, kann die Reaktion gehemmt werden, wobei die Quantitäten jeweils vom Einzelfall abhängig sind.
Hat da jemand vielleicht Ahnung von, wie sich das bei der Decarboxylierung verhält ?
Meinen Psychiater kann ich erst wieder Ende September dazu befragen.
Indessen halte ich diese dritte Möglichkeit für weniger wahrscheinlich, weil die subjektive Wahrnehmung der Wirkung eine ganz andere ist, als bei ursprünglich hohem THC-Gehalt - mir fällt es aber schwer, das genauer zu beschreiben.
Mir ist da noch eine dritte mögliche Erklärung eingefallen:
Ich halte es für möglich, daß auch beim Rauchen eine Decarboxylierung stattfinden kann, dieser aber bei schon anfänglich hohem THC-Gehalt "produktgehemmt" sein könnte. Es ist eine Erinnerung an den Chemieunterricht auf der Penne: alle chemischen Reaktionen unterliegen der Substrat- und Produkthemmung. Ist übermässig viel von den Ausgangsstoffen (bzw einem der Ausgangstoffe) oder übermässig viel von den Produkten vorhanden, kann die Reaktion gehemmt werden, wobei die Quantitäten jeweils vom Einzelfall abhängig sind.
Hat da jemand vielleicht Ahnung von, wie sich das bei der Decarboxylierung verhält ?
Meinen Psychiater kann ich erst wieder Ende September dazu befragen.
Indessen halte ich diese dritte Möglichkeit für weniger wahrscheinlich, weil die subjektive Wahrnehmung der Wirkung eine ganz andere ist, als bei ursprünglich hohem THC-Gehalt - mir fällt es aber schwer, das genauer zu beschreiben.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Ich habe kürzlich „Truffle Cake“ probiert und kann diese genetik sehr gut empfehlen 
Zuletzt geändert von ganjaguru am So 27. Aug 2023, 08:10, insgesamt 5-mal geändert.
- Züchter und Raucher -
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
@Freno, irgendeine Behörde hatte mal behauptet man könne bei THC-armen Hanf durch Decarboxilierung den THC-Wert erhöhen. Absolut falsch! Die angegebenen Werte sind der Gesamt THC Gehalt. In frischen Blüten liegt THC immer als THC Säure (THCA) vor.
Man kann durch Decarboxilierung weder den Gesamt-THC/CBD Gehalt erhöhen noch CBD in THC wandeln. Nur THCA in THC und CBDA in CBD
Man kann durch Decarboxilierung weder den Gesamt-THC/CBD Gehalt erhöhen noch CBD in THC wandeln. Nur THCA in THC und CBDA in CBD
Warum ist Cannabis verboten?
Weil es eine illegale Droge ist!!
Marlene Mortler, CSU
Ex Drogenbeauftragte
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Die "Behörde" ist der Bundesgerichtshof, der im 2022 2 CBD-Großhändler (es ging insgesamt um 160 kg oder so) zu Freiheitsstrafen verurteilt hat. Näheres findet sich dazu hier:LaMaria hat geschrieben: Do 24. Aug 2023, 10:15 @Freno, irgendeine Behörde hatte mal behauptet man könne bei THC-armen Hanf durch Decarboxilierung den THC-Wert erhöhen. Absolut falsch! (...)
viewtopic.php?p=93751&hilit=CBD+Razzia#p93751
Ich habe es mit ca. 0,5 g "CBD-Kraut" aus dem Shop ausprobiert und es hat gefunzt. Ich kann nur subjektiv abschätzen, daß der THC-Gehalt etwa in der Gegend von 5-10% gelegen haben wird, weil die Wirkung in etwa solchen Sorten entspricht, die ich aus der Apotheke bekomme. Die Qualität ist allerdings deutlich geringer, als die des medizinischen Cannabis, dem ich gerne treu geblieben bin.
Das eigentlich Interessante ist: das Urteil wird auf der untersten Ebene "garnet ers' ignoriert": die CBD-Shops in Leipzig haben nach wie vor geöffnet. Der shop, in dem ich einkaufe, liegt nur wenige 100 m von einer Polizeiwache entfernt. Dieses Experiment habe ich auch meinem Psychiater gebeichtet, der mir das Medizinalcannabis verschreibt - unser Verhältnis ist recht vertrauensvoll.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
@Freno, und wie soll das funktionieren, welcher chemische Vorgang?
Gemessen (z.Bsp. bei der Feststellung der geringen Menge) wird immer der Gesamt THC Gehalt, sonst hätten z. Bsp. frische Blüten auch kaum THC, weil es vorwiegend als THC Säure vorliegt.
Subjektiv kann auch die Wirkung je nach 'setting' bei jedem Konsum anders sein.
Die gesetzlichen Werte sprechen von THC, beziehen sich aber implizit auf das GESAMT-THC (T-THC), das sich aus der Summe von THC und THCA ergibt. Um das gesamte THC zu erhalten, wird die folgende Formel angewandt: THC + (THCA*0,877).
https://www.hanfanalytik.at/faq
Gemessen (z.Bsp. bei der Feststellung der geringen Menge) wird immer der Gesamt THC Gehalt, sonst hätten z. Bsp. frische Blüten auch kaum THC, weil es vorwiegend als THC Säure vorliegt.
Subjektiv kann auch die Wirkung je nach 'setting' bei jedem Konsum anders sein.
Die gesetzlichen Werte sprechen von THC, beziehen sich aber implizit auf das GESAMT-THC (T-THC), das sich aus der Summe von THC und THCA ergibt. Um das gesamte THC zu erhalten, wird die folgende Formel angewandt: THC + (THCA*0,877).
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Keine Ahnung.LaMaria hat geschrieben: Fr 25. Aug 2023, 09:45 @Freno, und wie soll das funktionieren, welcher chemische Vorgang?
(...)
Ich habe auf der vorigen Seite dieses threads von zwei m.E. sehr interessanten Experimenten berichtet: es geht um Mischung von THC-haltigen Sorten und "CBD-Kraut" aus dem Shop, so daß sich ein Verhältnis von THC und CBD von 1 zu 10-15 ergibt - und dann eine erstaunlich hohe psychoaktive Wirkung entfaltet, die von mir sehr positiv bewertet wird. Angstlösung und Stimmungsaufhellung funktionieren mindestens genauso gut, wie bei Sorten/Mischungen mit weitaus höherem THC-Gehalt - die Nebenwirkungen - "Rausch" - sind jedoch deutlich geringer. Zudem wird bei mir dadurch mehr "Luft nach oben" geschaffen: psychotische Schübe - ich habe gerade einen leichten Solchen - sind mit der vorherigen Dauerdosis effektiver zu bekämpfen.
Ich habe in diesem Zusammenhang vermutet, daß es bislang noch nicht oder nur wenig bekannte Cannabis-Inhaltsstoffe gibt, in in dieser Dosierung "aktiviert" werden könnten. Möglicherweise hat auch die Decarboxylierung Auswirkungen auf diese nicht oder nur wenig bekannten Stoffe.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Sorry aber das ist jetzt ein Witz oder eine Seite vorher habe ich genau das angesetzt das du lediglich THC und CBD Gehalt bei deinen Vermutungen der Wirkung einfließen lässt, es aber noch deutlich mehr unbekannte Stoffe in einer Blüte gibt die wirkungstechnisch gar nicht bekannt sind.Freno hat geschrieben: Fr 25. Aug 2023, 20:39 Ich habe in diesem Zusammenhang vermutet, daß es bislang noch nicht oder nur wenig bekannte Cannabis-Inhaltsstoffe gibt, in in dieser Dosierung "aktiviert" werden könnten. Möglicherweise hat auch die Decarboxylierung Auswirkungen auf diese nicht oder nur wenig bekannten Stoffe.
Jetzt stellst du es als deine vermutung hin in einer diskussion mit einer andern Person die auch sehr gute Argumente hat.
Es wäre schön wenn da von deiner Seite mehr auf die Erfahrung und Meinung von andern eingegangen wird als immer nur deiner Erfahrungen und Meinungen als die richtigeren hinstellen zu wollen in den Diskussionen.
Schließlich ist jeder Mensch anders und auf jede Krankheit wirkt das Cannabis anders.
Stimme dir aber in dem Punkt zu das der THC Gehalt oft sehr hoch ist bei medizinischen Cannabis obwohl man mit niedrigeren THC Gehalt das gleiche erreichen kann, wobei es natürlich krankheitsabhängig ist, da die wirkweise z.b. bei Schmerzpatienten anders als bei Menschen mit psychischen Problemen ist.
In diesem Sinne kann ich nur empfehlen mit wenig THC und niedriger Dosis anzufangen und zu schauen wie ist die Wirkung auf meinen Körper und meine Krankheit und sich dann selbstständig ranzutasten bis man die perfekte Menge und Dosierung rausgefunden hat.
Denn bei mir z.b haben einige Sativa lastige Sorten die Migräne ausgelöst und die indica lastigen Sorten haben dagegen hervorragend gewirkt.
Das gleiche mit der Menge, kann ich die Migräne abfangen bevor der Schmerz anfängt reicht eine deutlich geringere Dosis, als bei voll ausgelöster Migräne mit Schmerzen da muss die Dosis zur Schmerzunterdrückung bei mir höher sein und selbst dann spüre ich den Schmerz noch im Hintergrund.
Also tastet euch langsam ran, das ist so der Rat den glaube ich die meisten hier unterstützen würden.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Dem kann ich nur zustimmen: man muß den Mut zum Experimentieren haben - und einen Arzt, der das "mitgeht". Man muß seinen eigenen Weg suchen und finden.Daniel098 hat geschrieben: Sa 26. Aug 2023, 07:22 (...)
In diesem Sinne kann ich nur empfehlen mit wenig THC und niedriger Dosis anzufangen und zu schauen wie ist die Wirkung auf meinen Körper und meine Krankheit und sich dann selbstständig ranzutasten bis man die perfekte Menge und Dosierung rausgefunden hat.
Denn bei mir z.b haben einige Sativa lastige Sorten die Migräne ausgelöst und die indica lastigen Sorten haben dagegen hervorragend gewirkt.
Das gleiche mit der Menge, kann ich die Migräne abfangen bevor der Schmerz anfängt reicht eine deutlich geringere Dosis, als bei voll ausgelöster Migräne mit Schmerzen da muss die Dosis zur Schmerzunterdrückung bei mir höher sein und selbst dann spüre ich den Schmerz noch im Hintergrund.
Also tastet euch langsam ran, das ist so der Rat den glaube ich die meisten hier unterstützen würden.
Insbesondere stimme ich der Empfehlung zu, so klein wie möglich anzufangen - auch auf das Risiko hin, daß Sorten mit relativ geringem THC-Gehalt noch nicht die erwünschte Wirkung zeitigen.
Ich halte es va aufgrund dem Mitlesen hier und in anderen Patienten-Foren für einen sehr häufigen Fehler, sofort mit THC-lastigen Sorten (THC-Gehalt in der Gegend von 20%) in relativ hoher Dosierung zu beginnen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß man mit dem "Zudröhnen" auch das jeweilige Symptom erfolgreich bekämpft - aber man ist eben "zugedröhnt". Das ist zwar zunächst vielleicht ganz angenehm, entlastend - aber die Fähigkeit zur Alltagsbewältigung nimmt ab, die Lebensqualität im Ganzen sinkt und mit der Toleranzentwicklung kommt man dann u.U. rasch in bedenkliche Regionen, in denen es zu einer "drogeninduzierten Psychose" kommen kann, die weitaus belastender sein kann, als das Symptom, das ursprünglich bekämpft werden sollte.
Dies gilt aber m.E. nur für einen Teil der Indikationen von Cannabis - bei manchen Indikationen ist die Toleranzausbildung sogar erwünscht. Dies betrifft, wenn ich entsprechende Beiträge richtig verstanden habe, vor allem die MS- und Schmerzpatienten, kann aber auch für andere Indikationen zutreffen. Hinzu kommt, daß durch "illegale Selbstmedikation" vor Beginn der medizinischen Cannabis-Therapie schon eine Toleranzausbildung stattgefunden haben kann. Das ist ein heikeles Thema - wie man damit umgehen kann, weiß ich nicht und äussere mich dementsprechend dazu nicht.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Tatsächlich werden auch alle anderen Cannabinoide von der saueren in die aktive Form gewandeltFreno hat geschrieben: Fr 25. Aug 2023, 20:39 ...Möglicherweise hat auch die Decarboxylierung Auswirkungen auf diese nicht oder nur wenig bekannten Stoffe.
Warum ist Cannabis verboten?
Weil es eine illegale Droge ist!!
Marlene Mortler, CSU
Ex Drogenbeauftragte
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Das allein kann aber nicht diese merkwürdig starke Wirkung erklären - ich habe, als ich mit dem Einmischen von CBD-Blüten begonnen hatte, sie auch mal pur geraucht. Das ergab nur eine sehr starke Sedierung. Es muß also "ein bischen, aber wirklich nur ein kleines bischen" THC vorhanden sein, damit irgendwelche anderen Cannabinoide "psycho-aktiviert" werden. Bei "THC satt" unterbleibt dies, ebenso, wenn der Überhang von CBD nur relativ gering ist. Ab ca. THC : CBD = 1:4 hatte ich eine Abnahme der psychoaktiven Wirkung bemerkt und zunächst keine Erhöhung des CBD-Anteils vorgenommen - bis zu dem jüngsten Experimenten.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Mein Psychiater hat auch einem neuen Experiment von mir zugestimmt: wir versuchen es jetzt mal mit der anderen Richtung, nämlich einem medizinischen Cannabis mit - relativ - hohem THC-Gehalt: "Avaay Simple 20/1 TNG: Tangie" - eine Sativa-Sorte mit 19,9% THC und weniger als 1% CBD.
Der 1. Versuch mit 20 mg "20/1" und ca. 70 mg CBD-Kraut mit 12 % ging ziemlich in die Hose: bei normaler Einzeldosis war nur eine enttäuschend schwache Wirkung zu bemerken, bei höherer Einzeldosierung wurde ich "breit", mußte mich hinlegen.
Der 2. Versuch mit 10 mg "20/1" und 40 mg vom gleichen CBD-Kraut war dagegen 1 Volltreffer - eine sehr starke therapeutische Wirkung, deutlich höher als der von 20/1 "pur" (in Tabak-Mischung). Auch diesmal wurde wie beim 1. Versuch ein Verhältnis THC : CBD = 1 : 2 angestrebt. Die Wirkung ist auch deutlich besser, als wenn dieses Verhältnis mit ausgewogenen Sorten angestrebt wird, etwa 40 mg Vayamed 8/8 und dazu 40 mg CBD-Kraut. Verblüffend ist, daß der absolute THC-Gehalt bei diesem 2. Versuch deutlich unter dem der "8/8-Mischung" gelegen hat.
Auch hier habe ich keine Erklärung anzubieten.
Der 1. Versuch mit 20 mg "20/1" und ca. 70 mg CBD-Kraut mit 12 % ging ziemlich in die Hose: bei normaler Einzeldosis war nur eine enttäuschend schwache Wirkung zu bemerken, bei höherer Einzeldosierung wurde ich "breit", mußte mich hinlegen.
Der 2. Versuch mit 10 mg "20/1" und 40 mg vom gleichen CBD-Kraut war dagegen 1 Volltreffer - eine sehr starke therapeutische Wirkung, deutlich höher als der von 20/1 "pur" (in Tabak-Mischung). Auch diesmal wurde wie beim 1. Versuch ein Verhältnis THC : CBD = 1 : 2 angestrebt. Die Wirkung ist auch deutlich besser, als wenn dieses Verhältnis mit ausgewogenen Sorten angestrebt wird, etwa 40 mg Vayamed 8/8 und dazu 40 mg CBD-Kraut. Verblüffend ist, daß der absolute THC-Gehalt bei diesem 2. Versuch deutlich unter dem der "8/8-Mischung" gelegen hat.
Auch hier habe ich keine Erklärung anzubieten.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Neue Sorte von Grünhorn: "Drapalin 1/17 Maluti CBD" - sie war mir beim Stöbern nach Sorten mit niedrigem THC aufgefallen. Grünhorn schreibt in der Produktbeschreibung, daß kaum eine psychoaktive Wirkung wahrnehmbar sei. Auf gut Glück habe ich mir 5 g davon verschreiben lassen - schlimmstenfalls hätte ich sie als "CBD-Kraut" benutzen können, preislich gibt es keinen großen Unterschied.
Gestern kam die Lieferung und wies THC 0,77% und CBD 15,5% aus - was "begradigt" einem Verhältnis von THC und CBD von 1 : 20 entspricht.
Die psychoaktive Wirkung war überraschend stark gewesen - "Volltreffer!" 50 mg als Tagesdosis, die in ca. 10 "sticks" geraucht wird, war schon leicht überdosiert, ich war "leicht high" gewesen. Die erwünschte Wirkung: Angstlösung und Stimmungsaufhellung ist auch voll befriedigend erreicht worden - das Zeux ist ein "Gutlauner".
Ich habe schon mit Grünhorn wegen der Produktbeschreibung Kontakt aufgenommen - diese Beschreibung ist nach meiner Erfahrung schlicht falsch und kann "gefährlich falsch" werden, wenn Patienten "gefahrengeneigte" Tätigkeiten auszuführen haben; die Teilnahme am Straßenverkehr reicht schon aus.
Gestern kam die Lieferung und wies THC 0,77% und CBD 15,5% aus - was "begradigt" einem Verhältnis von THC und CBD von 1 : 20 entspricht.
Die psychoaktive Wirkung war überraschend stark gewesen - "Volltreffer!" 50 mg als Tagesdosis, die in ca. 10 "sticks" geraucht wird, war schon leicht überdosiert, ich war "leicht high" gewesen. Die erwünschte Wirkung: Angstlösung und Stimmungsaufhellung ist auch voll befriedigend erreicht worden - das Zeux ist ein "Gutlauner".
Ich habe schon mit Grünhorn wegen der Produktbeschreibung Kontakt aufgenommen - diese Beschreibung ist nach meiner Erfahrung schlicht falsch und kann "gefährlich falsch" werden, wenn Patienten "gefahrengeneigte" Tätigkeiten auszuführen haben; die Teilnahme am Straßenverkehr reicht schon aus.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Freno, dass speziell bei dir homöopathische Dosen (ca. 5 Globuli THC D6) psychoaktiv wirken kann ja sein. Aber generalisieren würde ich das nicht. Mach mal die Grünhorns nicht verrückt, sonst messen die am Ende noch nach.Freno hat geschrieben: Mi 27. Mär 2024, 11:12 ...
50 mg als Tagesdosis, die in ca. 10 "sticks" geraucht wird, war schon leicht überdosiert, ich war "leicht high" gewesen.
...
- Martin Mainz
- Board-Administration
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Schau mal bitte, wie es auf Dauer wirkt. Manchmal löst einfach eine neue Sorte eine etwas überschwängliche Wirkung am Anfang aus. Ich habe so was bei Personen mit erster Einnahme von CBD erlebt, die dann stoned waren. Auf die Dauer hat sich aber schnell gegeben. Vielleicht muss sich der Körper erst an das neue Terpen-Profil gewöhnen.
Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Es ist nicht die erste Erfahrung dieser Art, von der ich berichtet habe - die erste derartige Erfahrung habe ich im Juni letzten Jahres gemacht, auf der vorigen Seite nachzulesen.
Grünhorn hat eine "Stabsstelle", eine Frau Dr. Herwig, eine Biologin, die "Grünhorn Academy" genannt wird (erinnert mich immer an "Police Academy"). Sie ist sehr nett und wir haben schon einigen mailverkehr gehabt, ausgehend von einer Aufforderung via newsletter an die Patienten, ihre Erfahrungen mitzuteilen. "Nachgemessen" haben sie eh: wie mir ein Apotheker mündlich mitgeteilt hat, müssen Apotheken jede Charge an Cannabis, die sie vom Großhandel bekommen, nochmals auf die Inhaltsstoffe überprüfen, bevor sie an die Patienten abgeben dürfen. Das ist auch der Grund, warum man in einer normalen Apotheke kein Cannabis bekommt: die Prüfsubstanzen sind sehr teuer, der Aufwand insgesamt beträchtlich. Cannabis als Apotheken-Produkt lohnt sich nur, wenn sich die Apotheke darauf spezialisiert und den Aufwand auf die Menge "herunterbrechen" kann.
Ich nehme auch die einzelnen Sorten höchsten 2-3 Tage hintereinander, normalerweise mit täglich wechselnden Beimischungen von CBD-Kraut aus dem Laden, dann wird auch die THC-haltige Sorte gewechselt. Ich habe nämlich schon recht früh bemerkt, daß die bei mir erwünschte therapeutische Wirkung einer Sorte nach dem 2. Tag abnimmt. Die Ratio hinter diesem Vorgehen ist die Vermeidung von Toleranzbildung und diese Art des häufigen Sortenwechsels, was ja auch immer probieren und experimentieren heißt, funzt seit knapp 4 Jahren ganz gut.
Toleranzbildung heißt immer - auch für den "Freizeit-Konsumenten" - daß immer größere Mengen benötigt werden, um den therapeutisch oder "Freizeit-mässigen" Effekt zu erzielen, der quantitativ gesehen gleich bleibt. Was aber mit der steigenden Dosierung stets einhergeht: eine Steigerung der Nebenwirkungen - und der Kosten.
"Weniger ist oftmals mehr !"
Grünhorn hat eine "Stabsstelle", eine Frau Dr. Herwig, eine Biologin, die "Grünhorn Academy" genannt wird (erinnert mich immer an "Police Academy"). Sie ist sehr nett und wir haben schon einigen mailverkehr gehabt, ausgehend von einer Aufforderung via newsletter an die Patienten, ihre Erfahrungen mitzuteilen. "Nachgemessen" haben sie eh: wie mir ein Apotheker mündlich mitgeteilt hat, müssen Apotheken jede Charge an Cannabis, die sie vom Großhandel bekommen, nochmals auf die Inhaltsstoffe überprüfen, bevor sie an die Patienten abgeben dürfen. Das ist auch der Grund, warum man in einer normalen Apotheke kein Cannabis bekommt: die Prüfsubstanzen sind sehr teuer, der Aufwand insgesamt beträchtlich. Cannabis als Apotheken-Produkt lohnt sich nur, wenn sich die Apotheke darauf spezialisiert und den Aufwand auf die Menge "herunterbrechen" kann.
Ich nehme auch die einzelnen Sorten höchsten 2-3 Tage hintereinander, normalerweise mit täglich wechselnden Beimischungen von CBD-Kraut aus dem Laden, dann wird auch die THC-haltige Sorte gewechselt. Ich habe nämlich schon recht früh bemerkt, daß die bei mir erwünschte therapeutische Wirkung einer Sorte nach dem 2. Tag abnimmt. Die Ratio hinter diesem Vorgehen ist die Vermeidung von Toleranzbildung und diese Art des häufigen Sortenwechsels, was ja auch immer probieren und experimentieren heißt, funzt seit knapp 4 Jahren ganz gut.
Toleranzbildung heißt immer - auch für den "Freizeit-Konsumenten" - daß immer größere Mengen benötigt werden, um den therapeutisch oder "Freizeit-mässigen" Effekt zu erzielen, der quantitativ gesehen gleich bleibt. Was aber mit der steigenden Dosierung stets einhergeht: eine Steigerung der Nebenwirkungen - und der Kosten.
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- Martin Mainz
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Diskussion über Migräne in den entsprechen Thread ausgelagert.
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Re: Medizinalcannabis: Namen, Sorten und Genetik
Bis jetzt kann ich keine Abschwächung der Wirkung beobachten - ich nehme Maluti-CBD im täglichen Wechsel mit 2 20%-THC-Sorten, die 1:4 mit "CBD-Kraut" (auch davon habe ich 2-3 Sorten regelmässig da) gemischt oder auch 'pur' (stets mit getoastetem Tabak gemischt und dann in einen Stick eingestreut) geraucht werden. Dieser Wechsel der Verhältnisse von CBD und THC funzt bislang sehr gut. Seit 2020 gab es keine Steigerung der üblichen Quartalsdosis von 3 g THC-haltigem Kraut. Ich hoffe zuversichtlich, daß dies auch so bleibt.Martin Mainz hat geschrieben: Mi 27. Mär 2024, 16:16 Schau mal bitte, wie es auf Dauer wirkt. Manchmal löst einfach eine neue Sorte eine etwas überschwängliche Wirkung am Anfang aus. Ich habe so was bei Personen mit erster Einnahme von CBD erlebt, die dann stoned waren. Auf die Dauer hat sich aber schnell gegeben. Vielleicht muss sich der Körper erst an das neue Terpen-Profil gewöhnen.
Das Verhältnis THC : CBD = 1 : 20 habe ich inzwischen auch mal mit den o.g. anderen Sorten "nachgemischt" - und wieder eine ähnliche Wirksamkeit registriert, ich habe andernorts darüber berichtet:
viewtopic.php?p=104041#p104041
Wohlgemerkt: ich will garnicht stoned oder high werden, sondern nur meine therapeutische Wirkung herbeiführen und dabei möglichst voll alltagsfähig bleiben: Teilnahme am Straßenverkehr zu Fuß und mit dem Rad, Haushalt inklusive Einkaufen usw bis hin zu langsam wieder etwas größeren Radtouren.
Größere Mengen als 50 mg / Tag in 8-10 sticks verteilt rauche ich nur ziemlich selten: wenn ich eine beginnende Mini-Psychose wieder "totschlagen" muß. Auch das funzt sehr gut - aber eine gewisse Rauschwirkung mit den entsprechenden Einschränkungen für einige Stunden ist dabei eine unvermeidliche Nebenwirkung.